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Wenn die Liebe die Dominanz killt

*****976 Paar
15.530 Beiträge
Blut ist dicker als Wasser, sagt man bei uns.

Lg. M *hutab*
****yn Frau
13.440 Beiträge
Speziell Domestic Discipline funktioniert meiner Meinung nach auch trotz Kinder wunderbar, weil es eigentlich nicht primär eine erotische Dynamik ist, sondern eine Alltagsdynamik. Zumindest ich und mein Exmann lebten eine Beziehung mit teilweise starkem Bezug zu DD, aber ohne das Straf- und Maintenancespanking und auch ohne so klassischen BDSM-Bezug (in dem Sinne, dass wir kein so direktes, erotisches Machtgefälle hatten, es war kein "Kink" zwischen uns).

Es ging um Aufgabenverteilung (mit richtigen Haushaltsplänen für mich), Zuständigkeitsbereiche und darum, dass eben einer (in diesem fall der Mann) den "Laden führt". Dabei waren unsere Rollen sehr in Anlehnung an das 50er Jahre Familienmodell der USA gestaltet - persönlich fand ich das echt gut, weil ich es sehr befriedigend finde, wenn ich "meinen" Haushalt führen darf und es gleichzeitig anderen schick mache.

Es war eben einfach ein Beziehungs- und Familienmodell, nicht wirklich ein "Kink" in dem Sinne. Und es war nicht so, als hätte Papa da den Pascha gegeben und Mama nur gekuscht, solche Vorbilder sind wir für das gemeinsame Kind nun auch nicht gewesen. Ich denke, für unser Kind hat das alles gut geklappt, wir waren so organisiert, dass alles lief. Ernsthafte Besprechungen machten wir eben allein für uns.
*******ssa Frau
5.195 Beiträge
aber auch da gehören eben zwei zu die das gleiche wollen, und die beiden leben nicht zusammen. Er ist vielleicht eher "Gast" in der Familie und kann sich nicht so fallenlassen.
Zitat von *********Seil:
Da von "Selbstdarstellern" zu schwadronieren ist auch eine Form der Selbstdarstellung.

Ob wir wollen oder nicht - Wir betreiben alle permanent Selbstdarstellung *lach*
Ich hatte eine Kurzbeziehung mit einem alleinerziehenden Mann und hab definitiv den kürzeren gezogen: erst das Kind, dann ich, irgendwann....

Wenn es anders wäre würde ich mir mehr Sorgen machen.
Wer seine Sexuallität wichtiger nimmt als seine Kinder ist sofort raus.
Hatte ich brauch ich nicht mehr.
*******ssa Frau
5.195 Beiträge
Darum gehts ja nicht, natürlich haben Kinder Priorität - sondern dass er dieser Beziehung gar nicht gerecht werden konnte.
*******fly Frau
6.317 Beiträge
Zitat von *******ssa:
Darum gehts ja nicht, natürlich haben Kinder Priorität - sondern dass er dieser Beziehung gar nicht gerecht werden konnte.

darum finde ich es ja zu beginn so wichtig, gegenseitige Erwartungen anzusprechen...sei dies "inhaltlich" aber auch die äusseren Gegebenheiten welche nun einmal unverrückbar sind. Nichts ist, in meinen Augen mühsamer als ein Gegenüber, welches sich ständig benachteiligt fühlt oder einem das Gefühl gibt nicht genug zu geben...sei dies nun BDSM, Zeit oder sonst was...zum Glück kann man solche Dinge meist bereits im Vorfeld klären ohne jemals mehr als einen Kaffee zusammen getrunken zu haben, meine Meinung/Erfahrung.
****sso Mann
1.642 Beiträge
ISBN/GTIN978-3-86332-063-8

Ein Buch darüber gefunden. Vielleicht könnte es helfen

L.g. aweasso
Zitat von ****yn:
Speziell Domestic Discipliktioniert meiner Meinung nach auch trotz Kinder wunderbar, weil es eigentlich nicht primär eine erotische Dynamik ist, sondern eine Alltagsdynamik.

Domestic Discipline bedeutet - sexuelle Erziehung mit entsprechender schmerzhafter Disziplinierung!

Ziel der partnerschaftliche Sexualerziehung für den dominierenden Ehemann ist es, die höchstmögliche sexuelle Befriedigung durch seine Ehefrau zu erhalten. Das Ziel der Erziehung für die Ehefrau ist, ihre Bereitschaft zu erhöhen, dem Ehemann alle Arten sexueller Befriedigung zu gewähren.


Disziplinierungsrituale bieten dem Mann die Möglichkeit, auf spielerische Weise lustvolle Neigungen auszutesten und selbst die größten intimen Tabus seiner Partnerin zu durchbrechen.

Anzumerken wäre das noch zwischen DD und PDD unterschieden wird.
****yn Frau
13.440 Beiträge
Zitat von ******ver:
Zitat von ****yn:
Speziell Domestic Discipliktioniert meiner Meinung nach auch trotz Kinder wunderbar, weil es eigentlich nicht primär eine erotische Dynamik ist, sondern eine Alltagsdynamik.

Ziel der partnerschaftliche Sexualerziehung für den dominierenden Ehemann ist es, die höchstmögliche sexuelle Befriedigung durch seine Ehefrau zu erhalten. Das Ziel der Erziehung für die Ehefrau ist, ihre Bereitschaft zu erhöhen, dem Ehemann alle Arten sexueller Befriedigung zu gewähren.

Domestic Discipline bedeutet - sexuelle Erziehung mit entsprechender schmerzhafter Disziplinierung!

Disziplinierungsrituale bieten dem Mann die Möglichkeit, auf spielerische Weise lustvolle Neigungen auszutesten und selbst die größten intimen Tabus seiner Partnerin zu durchbrechen.

Anzumerken wäre das noch zwischen DD und PDD unterschieden wird.

So eng gefasst kenne ich den Begriff nicht - ich entnehme ihn auch der Ursprungsbewegung aus den USA, die eine Beziehung zwischen "Head of Household" und "Taken in Hand" beschreibt und sich eben nicht nur auf die sexuelle Erziehung beschränkt. Tatsächlich ist der Ursprung dieser Dynamik nichtmal sexuell, das sogenannte "Maintenance-Spanking" hat(te) keinerlei sexualerzieherische Motivation.
Ich weiß allerdings, dass solche Begriffe und Bewegungen, die nach Europa/Deutschland schwappen, dabei oft sehr viele Facetten verlieren (ähnlich wie mit DD/lg, das im englischsprachigen Raum äußerst weit gefasst ist, sich hierzulande aber häufig primär auf sehr wenige und meist oberflächliche, rein sexuelle Facetten beschränkt, wie großer Altersunterschied, junge Frauen, irgendwelche Accessoires, etc).

Von daher: Nö, wenn ich mit "meinen" Leuten auf Fetlife in der Domestic Discipline Gruppe diskutiere, geht es eben nicht nur um sexuelle Erziehung, sondern um eine sehr weit gefasste Beziehungsdynamik mit einem maßgeblichen Alltagsmachtgefälle. Es ist praktisch eine "Male Lead Relationship".
Der sexuelle Aspekt ist meistens Teil davon, aber er ist nicht der Hauptaspekt. Wenn manche das für sich aber so auslegen wollen - ich steh ihnen nicht im Weg.
Zitat von ****yn:
So eng gefasst kenne ich den Begriff nicht - ich entnehme ihn auch der Ursprungsbewegung aus den USA,

Der Text/Definition ist aus den USA und entstammt einer Studie/Befragung von 40.000 Personen aus der Domestic Discipline-Community. Traut man den sonst prüden Amerikanern ansonsten nicht zu. Sicherlich gibt es da noch diverse Varianten. Habe es auch nur als Buch gelesen - kenne niemanden persönlich, nicht meine Baustelle.
********ious Mann
3.108 Beiträge
Zitat von *********weis:
Wir wollten beide Domestic Discipline, so weit sich das eben auf die Entfernung auch leben lässt und wie gesagt, zu Anfang gab es Regeln und auch Konsequenzen, wenn ich dagegen verstoßen habe, wenn es mal mit mir durchging, wurde ich in meine Schranken verwiesen....aber inzwischen kann ich tun und lassen was ich will, ohne dass es irgendeine Reaktion hervorruft.
Im Gegenteil....er liest mir jeden Wunsch von den Augen ab und verwöhnt mich...ja, das ist einerseits natürlich schön und ich könnte es vielleicht genießen, wenn ich nicht das Gefühl hätte, ich habe die Hosen an in der Beziehung.

Es kommt eben oft vor, dass wenn Liebe ins Spiel kommt und sich Harmonie breit macht, dass Dom dann nachsichtiger, softer wird. Dafür darf man Verständnis haben, ein Dom ist halt auch nur ein Mensch mit Emotionen und möchte sich wohlfühlen. Problem ist meist, das man sich zuvor an eher konstruierte Regelwerke und Kontrollen hielt und die fallen dann wie Kartenhaus in sich zusammen, wenn keine authentische Dominanz dahinter steckt. Die aber will mitunter auch getriggert sein, vor allem in Subs Umgebung mit Kindern usw. Auch wenn er sich da gut einfühlen kann, hemmt es gleichermaßen.

Aber wie ich schon schrieb, was soll er denn dommen, wenn doch alles super läuft, für ihn? Ums mal überspitzt zu formulieren- eine Sub die mich wie ein Pascha verwöhnt, der renn ich doch auch nicht mim Kochlöffel hinterher. Und vlt ist die Ursache für sein Verhalten in deinem Verhalten zu finden! Statt ihm alles zu erfüllen, so dass er nichts zu fordern mehr hat, ist es eher angeraten, deine Dienlichkeit herunter zu fahren. Nach dem Motto- weniger ist mehr. Aber bitte nicht so, dass es nach einer billigen Provokation aussieht. Liebt euch, küsst euch, aber vernachlässige ihn auch ruhig mal. Z.b. nicht mehr unaufgefordert den Kaffee bringen usw. Wenn du willst dass er etwas einfordert, dann gib ihm auch was zum einfordern! Wenn er dich dann fragt, warum du ihm keinen Kaffee bringst, sagst du einfach, du warst in Gedanken woanders, beim nächsten Einkauf oder so. Vlt tanzt bald ja wieder die flache Hand auf deinem Hintern, um deine Prioritäten wieder besser in den Griff zu bekommen...

Liebe betäubt manchmal und Harmonie kann bedrückend wirken, da bleibt wenig Raum für strengeres D/s. Es gilt also, diesen Raum wieder zu schaffen, in dem man zwar die Gefühle füreinander natürlich weiter hoch hält, sich sonst aber dezent zurück zieht. Er wird dann wohl wissen, wie er dann wieder mehr Aufmerksamkeit von dir bekommt. Dann gilt es, hier die passende Balance zu finden, damit das auch so bleibt.

Und von wegen Hosen anhaben- wenn du willst dass er die Hosen an hat, braucht er Entscheidungsgewalt. Wenn er z.b. bei dir ist und alles tanzt nach deiner Pfeife, dann beschwere dich nicht darüber, dass alles nach deiner Pfeife tanzt. Sag doch stattdessen- gut dass du da bist! Ich kann und will das nicht (allein) entscheiden, das soll ihm zufallen! Auch hier gilt- was soll er sich einmischen, wenn du das doch alles so super machst? Sag ihm ruhig, dass wäre Aufgabe des HoH und das bist ja nicht du. Zeig ihm dass du an die Hand genommen werden möchtest, reich sie ihm, damit er sie nehmen kann.

Ich meine, wenn ihr euch über DD bewusst seid und das auch leben wollt, sollte diese Harmonieschwankung euer Glück nicht nachhaltig trüben, er wird sich dessen sich auch (vorher) bewusst gewesen sein. Aber wie es sich wirklich anfühlt (mit jedem anders!) weiß man aber auch erst, wenn man mitten drin steckt. Reden hilft hier nicht wirklich, das verkopft noch mehr, da früher oder später von Schuld die Rede sein wird. Oder dem Gefühl der Schuld. Wenn du also merkst dass die Karre nach links zieht, rede nicht lange, steure gegen. Vorschlag hab ich dir gemacht.

Denk mal drüber nach ob es so sein könnte, wie es mir den Anschein macht... *zwinker*

PS:
Mit meiner damaligen Frau und ihren beiden Mädels habe ich jahrelang PDD/TPE gelebt, in einem Haushalt. Aber es war meine Frau die vor Liebe und Harmonie die Dinge schleifen ließ. Sie dachte, wenn man hat was man will, muss man ja nix mehr dafür tun. Die Annahme war aber falsch...
****yn Frau
13.440 Beiträge
Zitat von ******ver:
Zitat von ****yn:
So eng gefasst kenne ich den Begriff nicht - ich entnehme ihn auch der Ursprungsbewegung aus den USA,

Der Text/Definition ist aus den USA und entstammt einer Studie/Befragung von 40.000 Personen aus der Domestic Discipline-Community. Traut man den sonst prüden Amerikanern ansonsten nicht zu.

Sorry, aber dann fußt diese Studie/Befragung auf einer falschen Prämisse. Wenn du dich zu diesem Thema beliest und dich in entsprechenden Communities (insbesonders englischsprachigen aus den USA) umhörst, wirst du schnell feststellen, dass es hier primär um eine Beziehung geht. Und zwar um eine, in der der Mann (Head of Household) führt, nicht nur sexuell, sondern auch und vor allem im Alltag.


Ein paar Auszüge:

Domestic Discipline is a lifestyle where one partner takes charge of the relationship and becomes HoH (head of the house). They are responsible for taking care of day-to-day issues in the home, the choices are for the benefit of both partners, and their word is the final word.
[...]
The submissive partner’s role is to support their HoH, by taking care of their HoH provide a warm welcoming, loving home for them to come home to at the end of the day. They agree to follow the house rules set down and accept that there will be consequences if they break the rules of not fulfilling their role in the relationship.

https://domesticdisciplineonline.com/


Domestic Discipline, kurz DD, bedeutet im ganz klassischen Sinn, dass der Mann die führende, bestimmende und beschützende Rolle in der Ehe und Familie übernimmt und die Frau sich ihm und seinen Entscheidungen unterordnet. Der Mann, auch HoH (Head of Household) genannt, hat sowohl das Recht als auch die Pflicht, Regeln aufzustellen, sämtliche Entscheidungen in der Ehe zu treffen und Fehlverhalten zu sanktionieren. Die Frau, auch TiH (Taken in Hand), hat die aufgestellten Regeln und Entscheidungen zu akzeptieren, sich danach zu richten und ggf. einer Bestrafung zu unterziehen.
[...]
DD ist kein Spiel und hat in seiner reinen bzw ursprünglichen Form auch keinerlei sexuelle Aspekte. Es ist ein spezieller Lebensstil, den beide Partner absolut einvernehmlich und bewusst eingehen und leben. Aufgrund dessen fühlen sich viele DDler nicht der BDSM Szene zugehörig.

https://domesticdisciplinedeutsch.home.blog/


Domestic Disziplin ist eine Lehre, die von zigtausenden amerikanischen Ehepaaren zur Festigung der Partnerschaft praktiziert wird. Eines der grundlegenden Merkmale einer Domestic Discipline Ehe ist, dass der Ehemann für die Festlegung von Regeln und Richtlinien in der Ehe zuständig ist - und Korrekturen vornimmt, wenn diese Regeln gebrochen werden. PDD, Progressiv Domestic Discipline in Ehen und Partnerschaften unterscheidet sich substantiell vom CDD, der Christian Domestic Discipline. Während CDD eine sexuelle Komponente ablehnt, öffnet PDD den Paaren eine offene Einbeziehung der sexuellen Macht durch Dominanz und Unterwerfung in ihrer Partnerschaft.
"Fortschrittliche Domestic Discipline" von Vanessa Smith


In einer Domestic Discipline Beziehung wird noch die klare Rollenverteilung, die "alte" Ordnung, gelebt. Der Mann ist Herr im Haus und übernimmt somit die führende, bestimmende sowie beschützende Rolle in der Ehe und ist somit auch das Familienoberhaupt. Die Frau ordnet sich ihrem Mann und seinen Entscheidungen gehorsam unter. Der Mann hat sowohl das Recht als auch die Pflicht Regeln aufzustellen, sämtliche Entscheidungen in der Ehe zu treffen und Fehlverhalten zu sanktionieren. Die Frau hat die aufgestellten Regeln und Entscheidungen zu akzeptieren, sich danach zu richten und ggf. einer Bestrafung zu unterziehen.
Domestic Discipline: Gruppe


Domestic Discipline is the practice of a subtle 24/7 type of lifestyle, with the emphasis on the relationship first, & also spanking as a disciplinary action or punishment. The Dominant partner is most commonly known as the Head of Household (HOH). The submissive partner as Taken in Hand (TIH). When implemented ideally, ADDS is the caring, consensual, consistant & fair use of structure, accountability and discipline as a positive way to enhance communication, deepen intimacy and reinforce relationship commitment.

A Domestic Discipline Society, Fetlife


Domestic Discipline als reine Sexualerziehung zugunsten des dominanten Parts ist ... abenteuerlich. In weitläufigeren Sprachgebrauch fällt sowas wohl eher unter Sub/Sklaventraining. Domestic Discipline heißt so wegen des Aspekts "domestic", was "häuslich" bedeutet und eben ganz explizit auf die Disziplin (Aufgaben, Bestrafung, etc) und Rollenverteilung im Haushalt - kontextual, den Ursprung betrachtend, eben die Beziehung - verweist.
Zitat von ****yn:
"Fortschrittliche Domestic Discipline" von Vanessa Smith

Ja, die von mir bemühte Beschreibung findest Du ausführlich im Kaptiel 2 Ihres Buches, die von Ihr durchgeführte Befragung/Studie kannst bei ihr direkt anfordern.

Hätte ich vielleicht als Zitat Kennzeichen sollen *sorry*

Domestic Discipline als reine Sexualerziehung zugunsten des dominanten Parts ist ... abenteuerlich.

Sorry, ist nicht von mir, sondern von Vanessa Smith, die Du selbst als namhafte Quelle bemühst.
****yn Frau
13.440 Beiträge
Zitat von ******ver:

Domestic Discipline als reine Sexualerziehung zugunsten des dominanten Parts ist ... abenteuerlich.

Sorry, ist nicht von mir, sondern von Vanessa Smith, die Du selbst als namhafte Quelle bemühst.

Ja... Vielleicht deshalb, weil man schon auch den Kontext bemühen sollte. Ihr Buch zielt tatsächlich auf die Progressive Domestic Discipline ab (eben die Fortschrittliche Domestic Discipline), die, im Gegensatz zur CDD explizit eine sexuelle Komponente hat. Nirgendwo wird aber behauptet, dass es sich bei DD um eine reine Sexualerziehung handelt. Sie ist bei PDD durchaus Bestandteil und dieser Bestandteil wird in dem Buch tatsächlich auch hervorgehoben, im Kontext von Dominanz und Unterwerfung (also die BDSM-Komponente, die bei der PDD als Teil der Beziehungsdynamik hinzugeholt wird).

Wie man dadurch darauf kommt, Domestic Discipline sei generell nur Sexualerziehung, erschließt sich mir nicht. Dafür braucht es keinen neuen Begriff, dafür gibt es, wie gesagt, sowas wie Sub/Sklavenerziehung/training.
*****a_A Frau
10.963 Beiträge
Auch wenn es nicht ins Thema passt---ich frage mich gerade, was denn der Unterschied zwischen TPE und Domestic Discipline ist...momentan sehe ich keinen ?
****yn Frau
13.440 Beiträge
Zitat von *****a_A:
Auch wenn es nicht ins Thema passt---ich frage mich gerade, was denn der Unterschied zwischen TPE und Domestic Discipline ist...momentan sehe ich keinen ?

Ich glaube mich zu erinnern, dass diese Frage irgendwo in den Weiten des Forum schonmal gestellt wurde.

Meiner Ansicht nach liegt der Unterschied darin, dass die klassische DD auf einem Rollenverständnis der Geschlechter aufbaut (Mann als Oberhaupt des Haushalts/der Familie, Frau hält sich an seine Regeln), wohingegen TPE nicht an eine bestimmte Geschlechterkombination gebunden ist.

DD ist insofern eher etwas archaisches, manche würden es altbacken nennen.
DD ist insofern eher etwas archaisches, manche würden es altbacken nennen.

Oder durch die Blume gesagt wer die Pinonsen für den Lebensunterhalt der Sippe nach Hause zu bringen hat ist damit geklärt.
****yn Frau
13.440 Beiträge
Aber um nochmal den Bogen zum Thema zu schlagen:

Wenn die TE und ich dasselbe unter DD verstehen, weiß ich persönlich halt nicht, wie das befriedigend funktionieren soll, wenn man nicht (überwiegend) denselben Haushalt teilt. Ich selbst stelle es mir selbst für mich nicht so einfach vor, zwei Haushalte zu führen (seinen und meinen), und ich könnte mich auch nicht so wohl dabei fühlen, wenn er kein fester Bestandteil meines/unseres Heimes wäre, sondern eigentlich ganz woanders wohnt. *snief*

Vielleicht ist es umgekehrt für dominante (Männer) auch nicht so leicht (oder überhaupt interessant), da Struktur zu schaffen, wenn sie nur teilweise in einem Heim leben, das noch dazu nicht ihres ist. Wie schafft man einen gemeinsamen Alltag mit Strukturen, wenn es nur einen Teil-Alltag gibt?
****_7 Paar
1.273 Beiträge
Domestic Discipline hat Strafen als Komponente. TPE hat diese Komponente nicht zwangsläufig. Ich finde mich in DD nicht wieder, weil hier Disziplinierung und Strafen ein ziemlich großer Teil der Beziehungsstruktur sind. Wir haben dies in unser TPE Beziehung nicht.

Aber ich kenne DD auch als Alltagsbeziehung und nicht nur auf die sexuelle Ebene, eigentlich gar nicht. Es ist das die sexuelle Komponente zur Beziehung gehört und damit einbegriffen ist, wenn gewollt. Das es bei CDD rausgenommen ist deswegen logisch, weil Sex da ein ander Platz hat in der Beziehung. So alles meine Meinung.
****yn Frau
13.440 Beiträge
Zitat von *****eam:

Oder durch die Blume gesagt wer die Pinonsen für den Lebensunterhalt der Sippe nach Hause zu bringen hat ist damit geklärt.

Ah, ich weiß nicht, ob ich das immer so eng sehen würde. Männer mit Freude an DD und diesem "Altbackenen" habe ich durchaus immer als welche kennengelernt, die sich eigentlich sehr gerne als Versorger sahen, da wirklich Spaß daran hatten. Ist ja auch nichts Schlimmes.
In meiner Beziehung habe ich aber auch gearbeitet, eine zeitlang sogar deutlich mehr verdient.
Zitat von ****yn:
Ja... Vielleicht deshalb, weil man schon auch den Kontext bemühen sollte. Ihr Buch zielt tatsächlich auf die Progressive Domestic Discipline ab (eben die Fortschrittliche Domestic Discipline), die, im Gegensatz zur CDD explizit eine sexuelle Komponente hat.

Ja, du hast recht! Ihr Schwerpunkt ist PDD und damit die (B)DSM-Komponente. Zumal mich das bewogen hat mir das Buch beim Erscheinen, der deutschen Ausgabe zu kaufen/lesen.

Die Trennung zwischen DD und PDD verschwimmt in den Kapiteln, was aber auch der deutschen Übersetzung geschuldet sein kann. Ich muss dir zustimmen, das sollte man nicht verallgemeinern. Wobei ich als BDSMer immer das PDD vor Augen habe, wenn es um Domestic Discipline geht.
********ious Mann
3.108 Beiträge
Zitat von *****a_A:
Auch wenn es nicht ins Thema passt---ich frage mich gerade, was denn der Unterschied zwischen TPE und Domestic Discipline ist...momentan sehe ich keinen ?

Naja, TPE beschreibt nicht konkret den Beziehungsinhalt. Totaler Machtaustausch, ja klar, aber wie genau muss man sich das vorstellen??? So wie DD. Aha. *zwinker*

Umgehrt kanns im DD aber auch so sein, dass Sub durchaus delegierte Entscheidungsgewalt inform der Aufgabenverteilung hat, was sich ggf. mit TPE im Selbstverständnis beissen kann.

DD ist auch nicht archaisch sondern schlicht konservativ. Von mir aus auch erz-konservativ. Das ist halt was für Frauen, die gerne einen Mann im Haus haben. Nicht modern aber doch verführerisch. *happy*
**du Mann
1.033 Beiträge
Hallo Frau_Naseweis

Die Gretchenfrage könnte lauten: Will denn Dein "Dom" wieder die Dominanz zeigen, die Du Dir wünschst? Wenn nicht, dürfte es ganz schwierig werden.. Vielleicht stimmt für ihn alles so, wie es sich entwickelt hat und jetzt ist..

Wenn ja, finde ich die schon erwähnte Möglichkeit der Erteilung von Aufgaben und der Bestrafung bei nicht korrekter Erfüllung absolut überlegenswert. Wer will, findet Wege - durchaus schrittweise..

Merkwürdig scheint mir, dass er sexuell zwar Sadist ist, aber sonst keine Dominanz mehr zeigen kann (es kommt hinzu, dass er sie ja mal hatte). Ein Sadist muss m.E. zwingend eine dominante Ader haben. Aber es ist offenbar nicht die Dominanz, die Dir wirklich zusagt.

Eine entstandene Inkompatibilität ist immer besonders schwierig zu lösen. Ich wünsche Euch, dass Ihr einen guten Weg findet!

Lg Pidu
Zitat von **du:
Ein Sadist muss m.E. zwingend eine dominante Ader haben.

Ich leite meine Dominanz auch von meinem Sadismus ab, habe aber überhaupt keine Lust meiner Freundin den Alltag zu strukturieren. Ich führe keine Sub, ich führe eine Beziehung.

Aufgaben und Strafen impliziert auch eine Kontrolle. Wobei ich mich dabei schnell Frage, wer strukturiert hier wem die Zeit?

Wenn meine Freundin der Meinung ist, ich sollte mehr Planung und Verantwortung in unsere Beziehung einbringen (Dominanz erlebbar zeigen), dann haben wir Diskussionsbedarf auf der Beziehungsebene und nicht im D/s.

Und genau das würde ich der TE empfehlen, ein Gespräch abseits der Neigungen im BDSM. Wie sie sich eine Beziehung vorstellt und was Sie von Ihrem Partner dazu erwartet.
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