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Was können nicht-behinderte Menschen verbessern? :)

*****You Frau
44 Beiträge
Zitat von ****oon:

ich fange direkt mal an:
Augenhöhe - ich finds total schwierig, dass viele Menschen ohne Behinderung sich irgendwie immer so als Retter*In der Welt fühlen, wenn sie mit uns Kontakt aufnehmen.
Ich muss dann erstmal versuchen herauszufinden: bin ich dein nächstes Sozialprojekt oder interessiert du dich wirklich für mein ich?

Ich verstehe was du meinst. Einer meiner Partner wollte immer von allen dafür gefeiert werden, weil er sich "ja so toll um mich kümmert". Was daran jetzt so toll ist weiß ich nicht, denn in einer Beziehung ist es normal, dass jeder für den anderen da ist.

Beim Daten, sollte man natürlich im Kopf haben, dass der andere evtl. einen Fahrer braucht oder mit den Öffentlichen anreisen muss...wie auch immer...und man je nachdem auch mal spontan absagen muss, weil es dann gesundheitlich evtl doch nicht geht.

Ich denke, dass es dabei einfach darum geht, dass es schön wäre manchmal mehr Rücksicht auf den anderen zu nehmen, Verständnis zu zeigen...

Aber wenn ich merke, dass der andere sauer ist oder kein Verständnis hat, ist er bei mir eh durch. Selbst wenn man eine F+ sucht, sollte es ja menschlich vor allem passen und das tut es dann wohl sowieso nicht.
****_91 Mann
960 Beiträge
Zitat von *****You:
Zitat von ****oon:

ich fange direkt mal an:
Augenhöhe - ich finds total schwierig, dass viele Menschen ohne Behinderung sich irgendwie immer so als Retter*In der Welt fühlen, wenn sie mit uns Kontakt aufnehmen.
Ich muss dann erstmal versuchen herauszufinden: bin ich dein nächstes Sozialprojekt oder interessiert du dich wirklich für mein ich?

Ich verstehe was du meinst. Einer meiner Partner wollte immer von allen dafür gefeiert werden, weil er sich "ja so toll um mich kümmert". Was daran jetzt so toll ist weiß ich nicht, denn in einer Beziehung ist es normal, dass jeder für den anderen da ist.

Beim Daten, sollte man natürlich im Kopf haben, dass der andere evtl. einen Fahrer braucht oder mit den Öffentlichen anreisen muss...wie auch immer...und man je nachdem auch mal spontan absagen muss, weil es dann gesundheitlich evtl doch nicht geht.

Ich denke, dass es dabei einfach darum geht, dass es schön wäre manchmal mehr Rücksicht auf den anderen zu nehmen, Verständnis zu zeigen...

Aber wenn ich merke, dass der andere sauer ist oder kein Verständnis hat, ist er bei mir eh durch. Selbst wenn man eine F+ sucht, sollte es ja menschlich vor allem passen und das tut es dann wohl sowieso nicht.

Ist schon komisch, für was sich manche abfeiern lassen wollen. Wenn man eine Beziehung eingeht, ist man selbstverständlich immer füreinander da. Das ist ungefähr so, als würde man einen Jubelchor verlangen dafür, dass man atmet. Klar, ist es bei einem Person mit Handicap mehr, aber ich käme nie auf die Idee, jetzt dafür irgendwie was extra Lob einzufordern und finde auch schwierig, wenn andere das tun.

Klar, Verständnis ist eh wichtig - aber letztendlich ist es ja generell so. Ein Partner, der kein Verständnis für seine Partnerin aufbringen kann oder umgekehrt, ist ne deutliche Red Flag.
Hallo zusammen,

ach ja das Thema wird nie ein Ende finden Behinderte und nicht Behinderte aber auch kein Wunder, vermutlich ist es auch heute noch so? das nicht Behinderte sehr schwer Kontakt finden können zu Behinderten. In meiner Zeit Epoche gab es keine Inlusionschulen und der Böse Spruch war das hat auch System kommt nicht von mir sondern von einem Sonderschullehrer.

Aber das ist was Neues nicht Behinderter will von allen dafür gefeiert werden weil Er oder Sie mit einem Behinderten zusammen ist wow haben die aber für Probleme na hoffentlich sind es keine Narzissten.

" In einer Beziehung ist es normal, dass jeder für den anderen da ist "

Schöner Gedanke und ich selber muss zugeben ich hab das auch gedacht, aber vermutlich hat sich leider vieles verändert, wir besuchen bald den Mars aber Menschlich haben wir uns zurück entwickelt schlimmer noch als die Steinzeit Menschen.

Nun ich wünsche Euch allen ob nicht Behindert oder Behindert bessere Erfahrungen in euren Leben. Tschüßi
*********ance Mann
235 Beiträge
Warum sollte ich etwas ändern bzw. verbessern? Würden dann behinderte Menschen nicht somit eine Extra-Wurst bekommen, die sie in der Regel nicht haben wollen?

Ich verhalte mich behinderten Menschen genau so gegenüber, wie auch nicht behinderten Menschen. Extreme geistige Behinderungen schließe ich hier mal aus. Denn normale Gespräche sind dann nur sehr eingeschränkt möglich.

Allerdings bekommt von mir niemand ne Extra-Wurst, nur weil sie ein zusätzliches Attribut haben oder nicht haben...


Aber gut... Ich verstehe auch nicht den neumodischen Sprech, dass eine Behinderung mit "besonders" tituliert wird.
*****eia Frau
4.148 Beiträge
Wen meinst Du mit behinderten Menschen und Extra Wurst und die sie in der Regel nicht haben wollen?
****p35 Mann
6.786 Beiträge
Was können nicht-behinderte Menschen verbessern? :) Ist Gleichberechtigung eine Extrawurst?
*********ance Mann
235 Beiträge
Okay, dann gerne noch mal deutlicher... Lesekompetenz und so...

Ich behandele "behinderte" Menschen, genau so wie jemanden der nicht "behindert" ist. Warum sollte ich also was ändern oder verbessern? Und das Gros der mir bekannten mit einer Behinderung, wollen normal behandelt werden und eben keine Extra-Wurst.

Aber auch das steht in meinem Posting drin...

Dementsprechend braucht man da auch nichts "verbessern" -> Eingangsfrage direkt im Subject des Threads...
*****sin Mann
7.922 Beiträge
Es geht nicht um sogenannte "Extrawürste" sondern um Nachteilsausgleiche. Damit das klar ist.
****p35 Mann
6.786 Beiträge
@*********ance Was können nicht-behinderte Menschen verbessern? :)
Okay, dann auch von mir nochmal deutlicher - wie Du ja sagst zwecks "Lesekompetenz und so...":
Zwischen in meinen Augen völlig "normaler" Ausgleichsleistung / -behandlung (vgl. Thema: "verbesserbar") und einer aus der Reihe tanzenden ("abnormalen") sog. Extrawurst liegen nicht nur viele Welten, das ist auch völlig was anderes.
Nicht behinderte Menschen sehen körperlich Behinderte auch gleich als dumm an, ist mir leider schon passiert. Wenn sie da umdenken könnten und Behinderte als normale Menschen mit special Effects ansehen würden, dann wäre beiden Seiten schon geholfen. Ich denke aber das die Hölle eher zufriert, als das mal ein Umdenken stattfindet.
****p35 Mann
6.786 Beiträge
Mich stört ja schon der Begriff "normaler Mensch mit special effects":
Gibt es denn auch "normale Menschen ohne special effects"? Hat nicht jeder Mensch irgendwelche Eigenheiten?
Wie relevant sind Behinderungen (sog. "special effects") für Alltagsbegegnungen, dass sie Erwähnung brauchen?
Warum muss darin immer erst unterschieden werden, damit wir uns alle als "normale Menschen" begegnen können?
Und ist denn diese Unterscheidung nicht bereits der Anfang einer Diskriminierungskette - ganz egal, wie bezeichnet?
Das special Effects ist auf das Körperliche bezogen und nein, ich kenne keinen "normalen" Menschen der diese hat.
****p35 Mann
6.786 Beiträge
Zitat von **********schen:
Das special Effects ist auf das Körperliche bezogen und nein, ich kenne keinen "normalen" Menschen der diese hat.
Ich habe ohne Körperbehinderung einige körperliche "special effects" (=spezielle Merkmale, die andere nicht haben)
Was Merkmale mit einer Behinderung gemeinsam haben bleibt somit offen.
****p35 Mann
6.786 Beiträge
Zitat von **********schen:
Was Merkmale mit einer Behinderung gemeinsam haben bleibt somit offen.
Das bleibt ganz und gar nicht offen, ist sogar von der WHO definiert.
*********ad_sz Mann
258 Beiträge
Ich habe zwei für mich wichtige Punkte hier aufgeschnappt, und zwar Chancengleichheit und Gleichberechtigung.

Die Gleichberechtigung sehe ich weniger als Problem als viel mehr in der Chancengleichheit. In unserer komplett auf Leistung ausgerichteten Welt sind da Probleme respektive Ungleichheiten vorprogrammiert. Ist es nicht schon so, dass Menschen auch ohne Beeinträchtigung schon sang und klanglos dabei untergehen?

Wie denkt ihr kann man dem entgegen wirken? Was könnten die Wirtschaft und Politik unternehmen um da eine Verbesserung zu erwirken?
*****sin Mann
7.922 Beiträge
M.E. Barrierefreiheit. Nicht nur für Rollstuhlfahrer, Blinde oder Gehörlose, sondern auch für Autisten oder andere "Behinderungen"
Ich habe zwei für mich wichtige Punkte hier aufgeschnappt, und zwar Chancengleichheit und Gleichberechtigung.

DANKEEEEEEEE und nochmals Danke

Das ist unser Problem in den Industrienationen oder vielleicht nur in Täuschland? zwar gibt es Möglichkeiten mit Abendschulen z.b. Abi nachholen (ich denk mal das gibt es) und in seinem Beruf kann man weiter steigen, wenn man bereit ist noch eine weitere Zusatzausbildung zu machen.

Also es gibt Schulisch noch viele Möglichkeiten um weiter zu kommen.

Aber ja diese Möglichkeit ist für einen Lernbehinderten eventuell nicht möglich und auch nicht für Nicht- Behinderte die in einem gewissen Alter sind, wo die Lernfähigkeit abnimmt von diesen nicht Behinderten wird schon gesprochen das sie zur Unterschicht gehören, nur noch in Billigjobs arbeiten und einige müssen sogar zwei Jobs machen im Monat oder mehr um durchzukommen.

Für Schwerbehinderte sieht es meistens noch bescheidender aus, einige werden umgeschult und anderer
werden nicht. Da auch hier die Lernfähigkeit nicht so gut ist und aus denen werden ewige Hilfsarbeiter im Ersten Arbeitsmarkt und Finanziell sieht es dann nicht gut aus, den auch die Rentenkürzung ist mit dabei
sowie bei Arbeitslosigkeit wird das Arbeitslosengeld 1 sehr gering sein, weil man ja für einen Mindestlohn gearbeitet hat oder musste z.b. Gesundheit oder kein weiter kommen im Schulischen sinne, da ist die Obdachlosigkeit nicht mehr weit entfernt.

Politisch könnte man vieles ändern, aber man möchte nicht z.b. Abkehr von Zeitarbeit wieder zu den Befristeten Arbeitsplätze zurückkehren oder das Grundeinkommen einführen gerade für die angeblich Unterschicht die nicht mehr wichtig sind für unsere Konsum Wirtschaft.

Aber was wird dann aus den Billigjobs? was wird aus den heutigen Skalven? keiner ist mehr bereit
seine Zeit für nutzlose Jobs zu vergeuden, also das ganze ist gewollt und wurde in unserem Land stück für Stück kopiert aus dem Amiland.
Ich will jetzt nicht zynisch klingen, aber meiner Meinung nach gilt man automatisch als geistig minder gemittelt, wenn man erwähnt, dass man auf einer Förderschule (früher Sonderschule).

Meiner Erfahrung nach spielt es dann überhaupt keine Rolle mehr, was man schon alles erreicht hat, weil stets das Wort "Förderschule" im Raum steht. Das ist auch der Grund warum nur bestimmte Menschen von meinem Studium wissen, weil ich keine Lust auf Fragen habe wie "Bist du sicher, dass du das schaffst?" oder "Ach Kind, mach dir keine Illusionen!"

Am schlimmsten fand ich, dass gerade viele Typen dachten, dass ich bestenfalls für einen schnellen Fick gut genug bin, aber niemals für eine intellektuelle Konversation. Richtig angewidert hat mich stets der Gedanke, dass die Männer immer an meine Schwester denken, während diese mich ficken. Deswegen habe ich bestimmten Männern auch den Sex strikt verweigert.

Meiner Meinung nach wird Absolventen von der Förderschule nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe, sondern auch die Entfaltung der eigenen Sexualität verweigert, besonders wegen dieser Redewendung "Dumm fickt gut".
*******_57 Mann
284 Beiträge
Zitat von *********Evil:
Ich will jetzt nicht zynisch klingen, aber meiner Meinung nach gilt man automatisch als geistig minder gemittelt, wenn man erwähnt, dass man auf einer Förderschule (früher Sonderschule).

Meiner Erfahrung nach spielt es dann überhaupt keine Rolle mehr, was man schon alles erreicht hat, weil stets das Wort "Förderschule" im Raum steht. Das ist auch der Grund warum nur bestimmte Menschen von meinem Studium wissen, weil ich keine Lust auf Fragen habe wie "Bist du sicher, dass du das schaffst?" oder "Ach Kind, mach dir keine Illusionen!"

Am schlimmsten fand ich, dass gerade viele Typen dachten, dass ich bestenfalls für einen schnellen Fick gut genug bin, aber niemals für eine intellektuelle Konversation. Richtig angewidert hat mich stets der Gedanke, dass die Männer immer an meine Schwester denken, während diese mich ficken. Deswegen habe ich bestimmten Männern auch den Sex strikt verweigert.

Meiner Meinung nach wird Absolventen von der Förderschule nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe, sondern auch die Entfaltung der eigenen Sexualität verweigert, besonders wegen dieser Redewendung "Dumm fickt gut".

Da bist du nicht alleine, mich hat man auch auf diesen sonderschulischen Abgang festgenagelt. Obwohl ich später mich durch das Studium bis zum Bildungsmanager hochgearbeitet habe ( Qualifikation eines Rektor) ist der Schuldienst für mich verwehrt. Was für ein Schwachsinn, aber finanzieren darf man das ja vorher.
Zitat von *********Evil:
Ich will jetzt nicht zynisch klingen, aber meiner Meinung nach gilt man automatisch als geistig minder gemittelt, wenn man erwähnt, dass man auf einer Förderschule (früher Sonderschule).

Meiner Erfahrung nach spielt es dann überhaupt keine Rolle mehr, was man schon alles erreicht hat, weil stets das Wort "Förderschule" im Raum steht. Das ist auch der Grund warum nur bestimmte Menschen von meinem Studium wissen, weil ich keine Lust auf Fragen habe wie "Bist du sicher, dass du das schaffst?" oder "Ach Kind, mach dir keine Illusionen!"

Am schlimmsten fand ich, dass gerade viele Typen dachten, dass ich bestenfalls für einen schnellen Fick gut genug bin, aber niemals für eine intellektuelle Konversation. Richtig angewidert hat mich stets der Gedanke, dass die Männer immer an meine Schwester denken, während diese mich ficken. Deswegen habe ich bestimmten Männern auch den Sex strikt verweigert.

Meiner Meinung nach wird Absolventen von der Förderschule nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe, sondern auch die Entfaltung der eigenen Sexualität verweigert, besonders wegen dieser Redewendung "Dumm fickt gut".

Ich war nie auf einer Förder/Sonderschule, habe den Meister in meinem Beruf gemacht und auch sonst viel erreicht. Was du meinst kann ich aber trotzdem halbwegs nachvollziehen. Hat man eine körperliche Behinderung wird man automatisch für dumm gehalten. Das sage ich nicht nur so, dieses Verhalten zeigt mir die Reaktion vieler Menschen, aber nicht aller. Für mich zählte immer der Mensch ansich, wenn ein Studierter in meinen Augen nur Blödsinn von sich gibt, zählt sein Bildungsstand auch nicht.
Zitat von *******_57:
Zitat von *********Evil:
Ich will jetzt nicht zynisch klingen, aber meiner Meinung nach gilt man automatisch als geistig minder gemittelt, wenn man erwähnt, dass man auf einer Förderschule (früher Sonderschule).

Meiner Erfahrung nach spielt es dann überhaupt keine Rolle mehr, was man schon alles erreicht hat, weil stets das Wort "Förderschule" im Raum steht. Das ist auch der Grund warum nur bestimmte Menschen von meinem Studium wissen, weil ich keine Lust auf Fragen habe wie "Bist du sicher, dass du das schaffst?" oder "Ach Kind, mach dir keine Illusionen!"

Am schlimmsten fand ich, dass gerade viele Typen dachten, dass ich bestenfalls für einen schnellen Fick gut genug bin, aber niemals für eine intellektuelle Konversation. Richtig angewidert hat mich stets der Gedanke, dass die Männer immer an meine Schwester denken, während diese mich ficken. Deswegen habe ich bestimmten Männern auch den Sex strikt verweigert.

Meiner Meinung nach wird Absolventen von der Förderschule nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe, sondern auch die Entfaltung der eigenen Sexualität verweigert, besonders wegen dieser Redewendung "Dumm fickt gut".

Da bist du nicht alleine, mich hat man auch auf diesen sonderschulischen Abgang festgenagelt. Obwohl ich später mich durch das Studium bis zum Bildungsmanager hochgearbeitet habe ( Qualifikation eines Rektor) ist der Schuldienst für mich verwehrt. Was für ein Schwachsinn, aber finanzieren darf man das ja vorher.

Zum Glück muss ich den 1. Bildungsweg nicht mehr auf dem Lebenslauf erwähnen, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass man lieber zugeben darf, dass man im Knast war als auf einer Förderschule.

Eine ehemalige Mitschülerin hat folgenden Satz zu meiner Tochter gesagt, weil meine Kleine auf der Förderschule ist: "Mein Papa hat gesagt, wenn ich nicht fleißig in der Schule bin, dann muss ich auch auf die Schule für dumme Kinder."

Da gab es auch eine Situation, wo meine Kleine und ihre Freundin vom Spielebus, der einmal die Woche kommt, weggeekelt wurden, weil die Regelschulkinder der Meinung sind, dass Kinder von der Schule für Dumme nichts beim Spielebus zu suchen haben.

Zu meiner Zeit war das auch so, dass Kinder von der Sonderschule gefälligst im Bus dort zu sitzen haben, wo die Dummen hingehören. In der 11. Klasse im Jahrespraktikum hatte ich auch eine Chefin, die mir zu verstehen gab, dass ich nur Abschaum von der Sonderschule bin.

Nur mein Mann behandelt mich auf Augenhöhe und er hatte schon sein Abitur bevor ich meinen Hauptschulabschluss 10A hatte, hat mich stets in meiner Schullaufbahn unterstützt und jetzt im Studium hält er mir auch den Rücken frei, wo es möglich ist. Auch in der Sexualität gibt er mir das Gefühl, dass ich viel zu bieten habe.

Ich muss stets an meinen Politiklehrer denken, denn ich in der 11. und 12. Klasse hatte, weil ich glaube, dass er ganz genau wusste auf welcher Schule ich war, es aber bewusst für sich behalten hat, damit ich nicht zur Zielscheibe seiner Kollegen und Kolleginnen werde. Er war zwar sehr streng, aber hat auch Anerkennung geschenkt, wenn man etwas erreichen wollte.
Zitat von **********schen:
Zitat von *********Evil:
Ich will jetzt nicht zynisch klingen, aber meiner Meinung nach gilt man automatisch als geistig minder gemittelt, wenn man erwähnt, dass man auf einer Förderschule (früher Sonderschule).

Meiner Erfahrung nach spielt es dann überhaupt keine Rolle mehr, was man schon alles erreicht hat, weil stets das Wort "Förderschule" im Raum steht. Das ist auch der Grund warum nur bestimmte Menschen von meinem Studium wissen, weil ich keine Lust auf Fragen habe wie "Bist du sicher, dass du das schaffst?" oder "Ach Kind, mach dir keine Illusionen!"

Am schlimmsten fand ich, dass gerade viele Typen dachten, dass ich bestenfalls für einen schnellen Fick gut genug bin, aber niemals für eine intellektuelle Konversation. Richtig angewidert hat mich stets der Gedanke, dass die Männer immer an meine Schwester denken, während diese mich ficken. Deswegen habe ich bestimmten Männern auch den Sex strikt verweigert.

Meiner Meinung nach wird Absolventen von der Förderschule nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe, sondern auch die Entfaltung der eigenen Sexualität verweigert, besonders wegen dieser Redewendung "Dumm fickt gut".

Ich war nie auf einer Förder/Sonderschule, habe den Meister in meinem Beruf gemacht und auch sonst viel erreicht. Was du meinst kann ich aber trotzdem halbwegs nachvollziehen. Hat man eine körperliche Behinderung wird man automatisch für dumm gehalten. Das sage ich nicht nur so, dieses Verhalten zeigt mir die Reaktion vieler Menschen, aber nicht aller. Für mich zählte immer der Mensch ansich, wenn ein Studierter in meinen Augen nur Blödsinn von sich gibt, zählt sein Bildungsstand auch nicht.

Das Problem sind meiner Meinung nach auch nicht die Schulformen, sondern die Beschränkung der Menschen, die glauben, dass diese etwas Besseres sind.
****p35 Mann
6.786 Beiträge
@*********Evil Vlt ist das Problem der Menschen ohne Behinderung nicht nur eine Eingebildetheit, angeblich etwas besseres zu sein, sondern auch eine (Berührungs-)Angst vor Behinderung (mit recht unterschiedlichen Aspekten: Konfrontation damit, selbst durch Unfall etc. betroffen werden zu können, Skepsis gegenüber dem Andersartigen, ...).

Es schmerzt mich vielfach im Herzen, wenn seelische oder körperliche Behinderung noch immer als Attribut für geistige Minderbefähigung gilt! Nicht nur, weil es in der Sache selbst natürlich vollkommener Stuss ist (berühmtes Bsp.: Stephan Hawking, Rollstuhlfahrer und zugleich superlativ wissenschaftlicher Vordenker der Moderne), sondern auch, weil ich eine solch defizitäre Sichtweise als für die Menschheit echt schädlich empfinde.

Zunächst mal: In meinen Augen ist Behinderung schon gar keine Minderbefähigung, auch nicht im betroffenen Bereich, sondern eine zum Einen auf gesellschaftlicher Ebene sozial behindernde Eigenschaft, welche eigentlich jeglicher Benachteiligung entgegenwirkenden Ausgleich gerechtfertigt (darauf gibt es ein Recht!, das sind keine Almosen!), sowie eine zum Anderen auf individueller Ebene sogar Ressource, welche die Vielseitigkeit des Lebens eben mit sich bringt (nicht nur kompensierend wie z. B. "Menschen ohne Sehsinn hören oft sehr gut", sondern auch konkret, etwa krankheitsbedingt große Kreativität bei manchen Psychosen usw)!
Nun: Eine ressourcenbetonende Sichtweise auf Behinderungen würde m. E. einen großen sozialen Nutzen bringen, denn Vielseitigkeit wirkt auf gesellschaftlicher Ebene nunmal gemeinschaftsfördernd konstruktiv bis produktiv.

Zur Eingangsfrage: Ich hoffe sehr, dass Menschen ohne Behinderung irgendwann doch mal ihre Berührungsängste ablegen und einfach lernen, mal genauer hinzusehen, dass sie Menschen mit Behinderung als wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft erkennen und wertschätzen.
*****sin Mann
7.922 Beiträge
@****p35 : und Menschen mit Autismus sind oft sehr gut in Kreativität oder Naturwissenschaftler wegen ihrer andersartigen Denkweise und sie sind ehrlicher und damit auch wertvoll. *zwinker*
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