Kreativ und experimentierfreudig: So lässt sich mehrheitlich der Sex der Deutschen beschreiben. Dabei sollen es gern auch mehrere Stellungen sein. Das ist ein Ergebnis unserer neuen Umfrage unter 5.000 JOYclub-Mitgliedern. Hier gaben rund 60 Prozent der Befragten an, dass sie Sex ohne Stellungswechsel langweilig finden. Ebenso viele vertreten die Meinung, dass man im Bett durchaus alles ausprobieren sollte.
Zwei bis drei Stellungswechsel sind die Regel

Nur Wenige begnügen sich mit einer Stellung pro Sexakt (4 Prozent). Einen Stellungswechsel und damit zwei Stellungen vollziehen dann immerhin schon ganze acht Prozent der Umfrageteilnehmer in ihrem Bett. Mit 62 Prozent präferiert die deutliche Mehrheit jedoch zwei bis drei Stellungswechsel beim Liebesspiel.
Für einige ist das jedoch noch nicht genug Abwechslung. So ändern 18 Prozent der befragten JOYclub-Mitglieder sogar vier bis zehn Mal die Stellung und beweisen damit ordentlich Ausdauer. Ein Prozent hält sogar mehr als zehn Stellungswechsel durch. Bei dem Wunsch neue Stellungen auszuprobieren, ergänzen sich die meisten Paare gut. Rund 70 Prozent der Befragten gab an, dass sich die Vorschläge der Partner die Waage halten.

Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass es in Bremen relativ eintönig zugeht, während in Hamburg ein regelrechter Stellungsmarathon hingelegt wird. So reicht für zwölf Prozent der Bremer eine Stellung beim Liebesakt völlig aus. Hingegen geben sich lediglich vier Prozent der Hamburger damit zufrieden. Ein Viertel der Elbe-Hanseaten testet pro Akt sogar vier bis zehn Stellungen. Dies entspricht dem bundesweiten Höchstwert. Auch bei der Experimentierfreudigkeit sind Hamburgs Bewohner weit vorne: Hier vertreten 56 Prozent die Meinung, "man muss alles einmal ausprobieren". Dieser Ansicht sind jedoch nur 47 Prozent der Bremer.
Doggy-Style am befriedigendsten
Mögliche Stellungen beim Sex gibt es zuhauf. Neben den bekannten Klassikern wie Reiter-, Missionar- oder Hündchenstellung sei beispielsweise der Hot Dog, die Schubkarre oder die sogenannte sexy Schere erwähnt.
Aber welche Stellungen werden dabei als besonders befriedigend empfunden? Für 31 Prozent der Umfrageteilnehmer lautet die Antwort ganz klar: Der Doggy-Style, also die Hündchenstellung. Unabhängig von Geschlecht oder Alter wird diese Stellung am meisten favorisiert. So kommen sowohl Frauen als auch Männer, egal welcher Altersgruppe am besten zum Orgasmus, wenn sie vor ihm kniet und er dabei von hinten in sie eindringt.

Platz zwei belegt mit im Vergleich zum ersten Platz abgeschlagenen 16 Prozent die Reiterstellung, bei der er unten liegt, während sie oben aufsitzt, gefolgt von der Missionarsstellung mit neun Prozent.
Die Löffelchenstellung, die vielfach als sehr innig und liebevoll beschrieben wird, fällt jedoch in puncto Befriedigung mit lediglich drei Prozent deutlich ab. Auch die eher sportlichen Stellungen haben laut Umfrage wenig Befriedigungspotential: So werden die Schubkarre und die Liebesschaukel mit jeweils null Prozent als gänzlich unbefriedigend empfunden.
Die befriedigendsten Stellungen im Überblick
Top 5:
- Doggy-Style (31 Prozent)
- Reiterstellung (16 Prozent)
- Missionarsstellung (9 Prozent)
- Oralsex (Blowjob und Cunnilingus, 7 Prozent)
- Stellung 69; Analverkehr (6 Prozent)
Weitere Stellungen:
- Hot Dog (4 Prozent)
- Löffelchenstellung, Amazone (3 Prozent)
- Schildkröte, Sexy Schere, Sex im Sitzen, Vollmond/rückwärts reiten (2 Prozent)
- Sex im Stehen, Hüftheber-Schubkarre (ein Prozent)
Illustrationen: Frivola
- 1. Teil: Sex lebt von mehreren Stellungen
- 2. Teil: Weitere Ergebnisse in der Übersicht







