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Monogamie vs Polygamie

****210 Mann
182 Beiträge
Themenersteller 
Monogamie vs Polygamie
Ganz ernsthaft entschlossen, oder entspannt locker?
Gesellschaftlich anerkannt oder verpönt?
Jeder wie er mag, hier könnte man Mal seine Meinungen, Ansichten und Erfahrungen teilen. (wenn man mag)

Für mich gab es bisher gar keine Wahl.
Eine feste Freundin/Beziehung war für mich bisher die einzig mögliche Option, da es generell der Standard ist.
Erst letztes Jahr habe ich von einem Bekannten Paar erfahren, dass sie eine offene Beziehung führen. Damit habe ich gar nicht gerechnet, und obwohl ich es mir noch gar nicht vorstellen kann, wie so etwas funktionieren soll, interessiert es mich.

Im Gegensatz zur monogamen Beziehung ist hier aus meiner Sicht ein noch höheres Maß an Vertrauen und Offenheit nötig, welches für mich bislang noch sehr im Kontrast zum Neid/der Eifersucht steht.
Bei manchen ist vielleicht auch noch der Faktor des, ich nenne es Mal "Besitzrecht", also die Exklusivität eine wichtige Rolle, die für die Monogamie spricht.
Sicherheit und Gesundheit müssen ja auch beachtet werden.

Sind Regeln/Grenzen notwendig, oder muss das Vertrauen ausreichen?
Funktioniert es auch wenn nur einer von beiden monogam sein will?
Ist es überhaupt eine bewusste Entscheidung, oder trifft das Bauchgefühl/Herz diese Entscheidung?
Sollte man es dem Partner gönnen oder verbieten?
Kann man es dem Partner überhaupt verbieten? Endet es dann nicht am Ende doch im gegenseitigen Betrug?

Und das sind bestimmt noch nicht alle Varianten/Faktoren.

Was denkst du über dieses Thema?

Teile deine Ansicht doch gerne hier mit uns. (im respektvollen Rahmen natürlich) 😁😉

Ich bin gespannt, auf viele interessante Ansichten!

😀
Das ganze gedrosselt mit vertrauen und Besitz und son Kram kann man eh hinten anstellen.

Eine offene Beziehung führen max. 10%
Ein paar kämen noch dazu wenn sich einer von beiden endlich trauen würde das anzusprechen.
60% der Männer und 40% der Frauen Tendenz steigend betrügen ihren Partner.
Bleiben noch 25% wirklich monogame davon die Hälfte vielleicht nur aus absicherungsgründen.

Monogamoie ist nur ehrlich wenn man sie auch dazu freiwillig lebt.
Und an diese freiwilligkeit und Ehrlichkeit mag ich nicht so recht glauben.

Eine offene Beziehung ist nicht das was jeder kann selbst wenn es beide wollen gibt es doch auch immer einen der mehr Kompromisse macht.
Auch hier gilt, macht er sie freiwillig oder um den Partner nicht zu verlieren.

Es gibt hier und da tränrngetränkte Kopfkissen
Das Leben ist kein Ponyhof aber die beziehungsform ist da wohl noch das kleinste Problem denn am Ende des Tages macht eh jeder das was er will oder kann.

Warum dann nicht gleich der Realität ins Auge schauen.
*******ter Frau
4.531 Beiträge
Ich bin, würde ich behaupten, fundamental Monogam.
Es kam aber in der Vergangenheit schon mehrfach vor, dass mich zwei Frauen gleichermaßen, jede auf ihre Art fasziniert haben und der Wunsch bestand mit beiden gleichberechtigt zusammen sein zu wollen.

Also keine offene, irgendwas, irgendwie, wird schon gehen Beziehung, in der man sich planetengleich nach absolvieren einer Umlaufbahn, wieder mal näher kommt.
Sondern eine feste, verpflichtende Gemeinschaft in einem großen Haus, in dem jede ihr eigenes Zimmer hat. Neben den gemeinsam genutzten Wohn- und Schlafräumen, einem großen gemeinsamen Bett und sehr gern auch mit vielen Kindern.
Und alles frei von Neid, Missgunst und anderen Charakterschwächen. Das war mal mein Traum!

Ich glaube aber nicht, dass sich dies dauerhaft realisieren lässt.
*********tWind Frau
3.587 Beiträge
Ich lebe und lebte alle meine Beziehungen monogam.
Weil ich es so will, weil es MIR nix bringt mit Fremden Sex zu haben. Bisher hatte ich auch immer Partner, die das genauso freiwillig gelebt haben, wie ich.
Und mir ist es jetzt noch nicht zugetragen worden, dass die Männer damit unzufrieden waren.
****ot2 Mann
10.200 Beiträge
Es gibt Paare, die ausschließlich gemeinsam im Swingerclub die Grenzen der Monogamie überschreiten.

Ein Paar, das 4x im Jahr auf einen Paaerabend geht, und es kommt dabei in 1-2 Fällen/Jahr mal zu sexuellen Handlungen mit weiteren Personen, - ist das eigentlich eine offene Beziehung, oder ähnelt das nicht eher einer monogamen Beziehung?
*******ker Mann
176 Beiträge
Es hört sich zwar komisch an, aber auch Polys sind meist monogam in ihrer Poly-Beziehung.
Ich kenne so Konstrukte wie @*******ter Phantasie aus USA *zwinker*
Weder noch

Wenn ich nur darf wenn ich soll dann ist das nicht offen. Aber monogsm auch nicht wenn ich darf wenn der Tag x grad auf dem Kalender steht.
*****_54 Frau
10.981 Beiträge
Ich habe die Liebesbeziehung meiner Eltern immer als positiv empfunden, natürlich nicht den sexuellen Teil, der gehörte ihre Intimsphäre.
Aber es war deutlich zu spüren, dass sie sich sehr liebten, dass beide den anderen als große Liebe sahen und auch als gutes Team funktionierten. Gekracht haben sie sich auch, wenn auch eher selten und immer wieder mit fröhlicher Versöhnung - sie beide waren glückliche Menschen - und das miteinander.
Das hat mich sicher entscheidend geprägt, ob ich wollte oder nicht.

Nach dem Ende meiner ersten Liebe (gescheitert an diversen 68-iger Ansprüchen, die "bürgerliche" Beziehung betreffend) und dem Ausprobieren von anderen Beziehungsformen, hat sich für mich deutlich herauskristallisiert, dass ich selbst tatsächlich nur monoamor empfinden kann. Alles andere wäre sowas wie eine "emotionale Selbstvergewaltigung".

Ob das aus meiner Erziehung bzw. dem Vorbild meiner Eltern resultiert oder einfach in mir selbst schlummert, ist mir mittlerweile herzlich egal. Es ist so und ich versuche, so zu leben, wie es mir möglich ist und wie es mich zufrieden und glücklich macht.

Die serielle Monoamorie (nicht Monogamie, ich wollte nie offiziell verheiratet sein, ich brauche das nicht für mein Wohlbefinden) ist das, was mir und meinem amotionalen Grundgerüst absolut entspricht.

Liebhaben, den anderen mögen oder gern haben kann ich natürlich mehrere Menschen nebeneinander. Intensive Liebe verbunden mit Erotik und Sex allerdings gibt es für mich gleichzeitig immer nur mit einer Person.
Es ist, meiner Meinung nach, nicht möglich, dass ein einzelner Partner alle Bedürfnisse eines Menschen abdecken kann. So sehr ich meine Frau liebe, würde ich gewisse Computerspiele lieber mit anderen Menschen spielen, gewisse Freunde aufsuchen, wenn ich Badminton spielen möchte, und zu meinem Therapeuten gehen, wenn ich intime Themen verarbeiten möchte. Klingt jetzt ausschweifend, ich möchte aber sichtbar machen, dass wir sehr facettenreiche Wesen sind.

Für viele der obigen Unternehmungen ist es ja gesellschaftlich völlig akzeptabel, dass man sie außerhalb einer Partnerschaft erlebt. Aber was ist mit dem Sex? Falls man z.B. feststellt, dass es mit der Person, die man von ganzem Herzen liebt, im Bett plötzlich nicht mehr klappt (sei es wegen Medikamenten, einem psychischen Problem, einem körperlichen Problem, einem neuen Wunsch, etc. etc.), heißt das dann, dass man sich einen neuen Partner suchen muss? Und daass man die bisherige Partnerschaft beenden muss? Auch wenn man diese Person liebt? Definiert sich eine Beziehung also ausschließlich darüber, mit wem man Sex haben kann?

Das muss sicher jeder für sich entscheiden. Ich selber bin der Meinung, dass Sex eine Aktivität ist, wie viele andere auch (siehe oben), die halt sehr viele Emotionen auslösen, und einen dadurch auch angfristig verändern kann. Ich persönlich bin der Meinung, dass derartige Entwicklungen nattürlich und wichtig sind, und lasse sie gerne auf mich zukommen. Wenn man sich dieser "Gefahr" der Veränderung also stellen möchte, würde ich es als Polyamorie bezeichnen. Wenn man sich gegenseitig zwar Sex mit anderen Menschen eingesteht, aber diese zusätzlichen Beziehungen abwürgt, wenn Emotionen entstehen, reden wir wohl eher von einer offenen Beziehung.

Daher kann ich mich @********eeds Gedanken voll anschließen: "happy couples cheat" *g*
*******ter Frau
4.531 Beiträge
Zitat von *******ker:
Es hört sich zwar komisch an, aber auch Polys sind meist monogam in ihrer Poly-Beziehung.
Ich kenne so Konstrukte wie @*******ter Phantasie aus USA *zwinker*

Bei den Muselmanen, Mormonen heißt es dann aber nicht Monogamie. Eine rechtliche und anerkannte Eheschließung mit bis zu 7 Frauen, birgt mehr Verpflichtungen als sich mancher vorstellen mag.

Sich fürs Schwanz reinhängen bewundern lassen - reine Männerfantasie.
*******ker Mann
176 Beiträge
Ich denke @********eeds sieht das enger als ich es durch gute Freunde kennen gelernt habe.

In einer Poly Beziehung monogam zu sein, heißt nicht noch außerhalb zu vögeln, sondern ausschließlich mit den Personen der Beziehung.

Auch geht es nicht um "darf" oder "soll" und schon gar nicht nach Kalender, sondern nicht zuletzt um die Freiheit Lust vielfältig ausleben zu können. Oft sind Bi-Frauen und gemeinsame Kinder in so einem Konstrukt.
****s_H Mann
4.855 Beiträge
Erstmal den Unterschied zwischen monoGAM und monoAMOR, sowie polyGAM, polyAMOR sowie promiskuitiv benutzen, dann werden ein paar Schuhe daraus...
Ich selbst bin monoAMOR ich liebe, wenn ich liebe nur eine Frau, kann aber mit weiteren Frauen Sex haben, bin also promiskuitiv...
Bei einer dauerhaften längerfristigen Beziehung bin ich monogam, monoamor und promiskuitiv... muss es aber nicht sein...
@*******ker

Doch geht es

Wenn ich nur offen sein darf wenn das auf 4 besuche eines Clubs im Jahr hinausläuft dann ist das sehr wohl offen nach Kalender.
********rauh Frau
1.014 Beiträge
Zitat von ****210:
Monogamie vs Polygamie
Ganz ernsthaft entschlossen, oder entspannt locker?
Gesellschaftlich anerkannt oder verpönt?
Jeder wie er mag, hier könnte man Mal seine Meinungen, Ansichten und Erfahrungen teilen. (wenn man mag)

Für mich gab es bisher gar keine Wahl.
Eine feste Freundin/Beziehung war für mich bisher die einzig mögliche Option, da es generell der Standard ist.
Erst letztes Jahr habe ich von einem Bekannten Paar erfahren, dass sie eine offene Beziehung führen. Damit habe ich gar nicht gerechnet, und obwohl ich es mir noch gar nicht vorstellen kann, wie so etwas funktionieren soll, interessiert es mich.

Im Gegensatz zur monogamen Beziehung ist hier aus meiner Sicht ein noch höheres Maß an Vertrauen und Offenheit nötig, welches für mich bislang noch sehr im Kontrast zum Neid/der Eifersucht steht.
Bei manchen ist vielleicht auch noch der Faktor des, ich nenne es Mal "Besitzrecht", also die Exklusivität eine wichtige Rolle, die für die Monogamie spricht.
Sicherheit und Gesundheit müssen ja auch beachtet werden.

Sind Regeln/Grenzen notwendig, oder muss das Vertrauen ausreichen?
Funktioniert es auch wenn nur einer von beiden monogam sein will?
Ist es überhaupt eine bewusste Entscheidung, oder trifft das Bauchgefühl/Herz diese Entscheidung?
Sollte man es dem Partner gönnen oder verbieten?
Kann man es dem Partner überhaupt verbieten? Endet es dann nicht am Ende doch im gegenseitigen Betrug?

Und das sind bestimmt noch nicht alle Varianten/Faktoren.

Was denkst du über dieses Thema?

Teile deine Ansicht doch gerne hier mit uns. (im respektvollen Rahmen natürlich) 😁😉

Ich bin gespannt, auf viele interessante Ansichten!

😀
Das ist ein riesen Fass, was Du da auf machst.
Da kann und hat man auch schon ganze Bücher drüber geschrieben.
Letzendlich ist alles dann wieder total individuell weil jeder einzelne etwas anders tickt.

Das einzige Aussage, wozu ich mich hinreißen lassen würde, ist das eine offene Beziehung nicht viel anders ist als eine geschlossene.
Alles was man sowieso für eine Beziehung braucht, braucht man auch für eine offene.
Es sind nur mehr Menschen, mit denen man es zu tun hat.
Wenn man Menschen grundsätzlich mag, hilft das.
@****210
Ich empfehle dir alternativ die folgende Gruppe:
Polyamory

Auf das Thema Polyamory stieß ich, nachdem ich mich in die Freundin meiner Frau verliebt habe. Meine Frau konnte es damals nicht verstehen, wie ich zwei Menschen lieben kann und es löste Eifersucht und Verlustängste bei Ihr aus, als ich Ihr sagte, wie ich fühle.
Drei Jahre später (nach unserer Hochzeit) hatte Sie sich in jemanden verliebt. Nach unzähligen Gesprächen kamen wir auf den gemeinsamen Nenner, dass dies auf dauer wohl wieder passieren wird und wir den Partner den wir haben trotzdem weiterhin lieben. So kamen wir zur Polyamory.

Wir lebten erst etwa 9,5 Jahre Monoamor und nun seit mehr als 2 Jahren Polyamor. Für mich war es definitiv eine bewusste Entscheidung, da es das einzige für mich mögliche Beziehungskonstrukt ist, womit ich glücklich leben und lieben kann. Meine Frau bestätigt mir dies auch.
Wir haben eigentlich nur Monoamor gelebt, da wir es nicht anders kennengelernt haben.

Polyamor leben hört sich für manche einfach an, ist es aber nicht für jeden. Es gibt viele Stolpersteine. Vieles, was in Monoamoren Beziehungen unter den Teppich gekehrt wird (Eigene Probleme wie Eifersucht, Neid, unverarbeitete Altlasten (Traumata/Beziehungsbrüche)) kann einem im Poly-Leben zum verhängnis werden. Ich habe vor einigen Monaten angefangen hinter mir aufzuräumen, damit mir dieses dann hoffentlich nicht zum Verhängnis wird.

Eine Liebes-Beziehung aufrichtig, ehrlich, offen (Kommunikativ) mit Vertrauen zu führen, bedarf schon arbeit, welches bestimmt genug Menschen nicht können. Aber zwei Liebes-Beziehungen parallel oder mehr ist eine ganz andere Hausnummer. Alle Partner wollen sich gesehen fühlen, Zeit mit dir verbringen (und du natürlich auch mit Ihnen) und der Job sowie möglicherweise Kinder und Hobbies kommen auch noch dazu. Natürlich spielt es auch eine Rolle, wie viel Zeit jeder mit dem Partner "benötigt".

Zitat von ****210:
Im Gegensatz zur monogamen Beziehung ist hier aus meiner Sicht ein noch höheres Maß an Vertrauen und Offenheit nötig, welches für mich bislang noch sehr im Kontrast zum Neid/der Eifersucht steht.
Bei manchen ist vielleicht auch noch der Faktor des, ich nenne es Mal "Besitzrecht", also die Exklusivität eine wichtige Rolle, die für die Monogamie spricht.




Zitat von ****210:
Sind Regeln/Grenzen notwendig, oder muss das Vertrauen ausreichen?
Regeln empfinde ich für solch eine Lebensweise auf jeden Fall ratsam. Das Thema Testen auf sexuell-übertragbare Krankheiten und Verhütung empfinde ich als Relevant. Offen allen Beteiligten gegenüber zu kommunizieren, sowie dass alle von einander wissen ist für mich der Grundpfeiler. Ich mag keine Partnerin haben, die mich verheimlicht und genauso würde ich meiner Frau und jeder anderen Partnerin offen kommunizieren wen es noch in meinem Leben gibt. Jeder Partner meiner Partnerin interessiert mich indirekt auch, da er zu dem Leben meiner Partnerin dazu gehört.

Grenzen mag es in manchem Polykül auch geben, sind aber meist wie Regeln individuell angelegt, passen sich gegebenenfalls an nach einer Zeit. Don't Ask, don't Tell ist zum Beispiel etwas, was bei manchen gelebt wird. Damit kann ich zum Beispiel nichts anfangen.

Zitat von ****210:
Funktioniert es auch wenn nur einer von beiden monogam sein will?
Es kann funktionieren, aber dann muss der Monoamor/Monogam-Lebende bereit sein, seinen Partner/Partnerin zu teilen. Bei uns im Polykül ist es so, dass sowohl ich, als auch der Partner meiner Frau weitere Partnerinnen haben dürfen. Bei Ihm ist es so, dass er das bisher nicht möchte. Ist er daher ein Monoamor-Lebender obwohl sein Beziehungsstatus Polyamor ist? Das Labeln in meinem Kopf ist dazu etwas verwirrend.

Zitat von ****210:
Ist es überhaupt eine bewusste Entscheidung, oder trifft das Bauchgefühl/Herz diese Entscheidung?
Sowohl als auch würde ich sagen. Es hat etwas mit der eigenen Einstellung zu tun, als auch mit den eigenen Erfahrungen und der eigenen Offenheit gegenüber anderem. Das Herz ist dann der Spielball, den du nur wenig beeinflussen kannst.

Zitat von ****210:
Sollte man es dem Partner gönnen oder verbieten?
Verbieten führt dazu, dass der Partner seine Gefühle und Bedürfnisse nicht ausleben kann, was Ihn einschränkt. Ich habe dies erlebt, als ich es mir damals verbieten ließ durch meine Frau. Ich kann es also nachvollziehen. Das Gönnen fiel mir zwar später auch nicht leicht einige Zeit, was aber auch noch andere Gründe hatte (Meine Probleme). Seit einiger Zeit kann ich es Ihr von Herzen gönnen und freue mich für Sie obwohl ich seit unserer Entscheidung zur Polyamory keine weitere Partnerin hatte. Aber warum sollte ich es Ihr deshalb nicht gönnen?

Zitat von ****210:
Kann man es dem Partner überhaupt verbieten? Endet es dann nicht am Ende doch im gegenseitigen Betrug?
Siehe oben. Meiner Meinung nach ja. Es endet im gegenseitigem Betrug. Der eine betrügt sich selbst, da er nicht so sein darf wie er ist und der andere möchte seine Probleme die er darin sieht nicht angehen, nicht wachsen. Ich kenne beide Seiten und kann daher nur empfehlen:
Geht eure Themen an! Mich hat es sehr befreit und wer weiß, welche Dinge man vielleicht noch über sich dadurch erfährt?
Übrigens: Polygamie ist die Mehrfach-Ehe, du meinst aber die Polyamorie wie ich es verstehe *zwinker*
****s_H Mann
4.855 Beiträge
Zitat von ****e28:
Übrigens: Polygamie ist die Mehrfach-Ehe, du meinst aber die Polyamorie wie ich es verstehe ;-)
man muss ja nicht immer gleich verheiratet sein... eine LTR ggf. mit gemeinsamer Wohnung trifft es in der heutigen Zeit genauso, aber ich gebe dir recht... es ist besser wenn man weiß worüber man redet, bevor man aneinander vorbei redet
****go Mann
944 Beiträge
Die meisten machen erst von der Monogamie einen Sprung zur Polygamie. Bei mir war das anders. Ich habe seit der ersten Beziehung polygam gelebt und geliebt, erst später hatte ich eine monogame Beziehung die fast 10 Jahre dauerte, bei der ich auch glücklich war.
Ich kann eigentlich überhaupt nicht sagen, was ich schöner finde, da sich alles immer irgendwie entwickelt hat. Ich habe weder in eine Richtung gesteuert, noch etwas sein gelassen, was mich triggert. Es war aber immer zu 100% Ehrlich und ja damit muss man wohl auch klar kommen *omm*
********hexe Frau
10 Beiträge
Bei mir stellen sich gerade schon allein wegen dem Gebrauch der Worte die Haare auf. Viele bringen hier Polygamie, Polyamorie, Ethical non-monogamy (ENM) und non-monogamy (NM) durcheinander.

Ohne das erstmal anständig definiert zu haben, ist für mich ne Diskussion an der Stelle schon sinnlos... mal ganz grob(!) runtergebrochen:

Polygamie betitelt den ehelichen Bund mehrerer.

Polyamorie nutzt man für die romantische (und sexuelle Beziehung, sofern nicht z.B. jemand in der Beziehung asexuell ist) mehrerer.

ENM steht dafür, dass man eine offene Beziehung führt und jeder der Beteiligten davon weiß und dies unterstützt.

NM verzichtet dagegen auf offene Kommunikation, hierzu zählt also auch das Fremdgehen.


Ich für meinen Teil bin glücklich polyamor, meine beiden Freunde und ich leben in einer offenen ENM Beziehung. Der eine hat noch ein paar "Spielgefährten", der andere sieht sich derzeit in aller Ruhe um.

Wieso sind wir in so einer Beziehung? Weil es sich für uns richtig anfühlt. Wir lieben die Freiheit und wollen uns darin nicht einschränken.

Würde ich versuchen, einer Person diesen Lebensstil aufzudrängen, obwohl die Person klar sagt, dass sie monogam leben will? Nein. Was hat das denn für einen Sinn? Wenn es wirklich dazu kommt, muss ich mit dem Herzschmerz leben, dass ich mich vielleicht in jemanden verliebt habe, mit dem es nicht klappt. Auf Dauer würde es nur zu Schmerzen auf beiden Seiten kommen. (Um das vielleicht etwas leichter verständlich zu machen, stelle man sich vor, der eine Partner will Kinder, der andere definitiv nicht. Auch das wäre keine gute Grundlage für eine Beziehung.)

Die Überlegung einen solchen Lebensstil leben zu wollen, sollte von allen Betroffenen mit einem enthusiastischen JA beantwortet werden. Ansonsten führt es über kurz oder lang zu Schmerzen und.. was ist das deutsche Wort für Resentment?

Regeln nutzen wir nicht. Wir äußern Wünsche.
Regeln würden bei Verletzung zu Strafen führen.. das bringt nicht viel, außer eben wieder Schmerz und... Resentment. (Tut mir leid, ich komme echt nicht auf die Übersetzung.)
Grenzen und Wünsche sind weniger einschränkend.

Was klingt besser:
"Ich würde mir wünschen, dass du mir eine winzige Nachricht schreibst, wenn du jemand neuen triffst, damit ich weiß, dass es dir gut geht. Das beruhigt mich."
"Wenn du dich mit jemand Neuen triffst, musst du mir schreiben!"

Wir wünschen uns alle, dass man stets Kondome nutzt, um einander zu schützen. Wenn es mal wirklich irgendwie dazu kommen sollte, dass der Schutz beim Sex nicht da war (Kondom verrutscht oder was weiß ich), dann kommuniziert man das eben offen und geht sich testen. Das ist kein Weltuntergang.

Was, wen ein Partner ständig auf meine Wünsche scheißt? Dann ziehe ich daraus die Schlussfolgerung, dass ihm seine Freiheit wichtiger ist als meien Wünsche. Ich versuche das nochmal in einem Gespräch zu klären und werde die Beziehung, wenn nötig, beenden. Mein Lebensinhalt ist es nicht, andere Menschen zu ändern. Ich bin durchaus gewillt an einer Beziehung zu arbeiten, aber nur dann, wenn ich einen Sinn darin sehe. Wenn mein Partner keine Ambitionem zeigt, sich zu ändern, versuche ich ihn nicht zu verbiegen. Wenn er jedoch offensichtlich versucht, sich an meinen Wünschen zu orientieren, hier und da aber Probleme hat, dann redet man darüber und findet Wege oder Kompromisse.

Das Wichtigste ist einfach offen und ehrlich miteinander zu sein und empathisch miteinander umzugehen.
*********tWind Frau
3.587 Beiträge
Meine Güte, jeder hat doch verstanden, um was dem TE geht. Da muss man jetzt nicht jeden Krümmel ausm Pelz lausen...
*******kull Frau
8.111 Beiträge
Vorneweg: Ich finde kein Beziehungskonstrukt besser oder schlechter und hoffe inständig, dass die Diskussion nicht irgendwann in diese Richtung abdriftet. Man kennt es ja *zwinker*


Also Poly würde ich mich nicht bezeichnen. Ich habe noch nie gleichzeitig zwei Menschen geliebt. Ich weiß also gar nicht, ob ich das überhaupt kann. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, wenn ich eine Beziehung haben sollte, nur noch mit diesem Mann meine Sexualität auszuleben. Was ich brauche ist Herzenstreue, die macht man sich nicht bei mir kaputt, wenn man noch mit anderen Menschen Sex hat. Die Freiheit brauche ich auch, ob ich diese nutze, weiß ich nicht. Mir reicht erstmal das Wissen, dies überhaupt machen zu können, ohne damit die Beziehung zu schädigen. Ich will mich frei und trotzdem verbunden fühlen.
********brav Frau
2.643 Beiträge
Hätte hätte Fahradkette....
Hätte ich früher gewusst, dass es weit mehr als Monogamie oder Fremdgehen gibt, ich hätte and3rs ( bewusst mit 3 geschrieben) gelebt.

Seit 2o14 habe ich den Mann an meiner Seite,mit dem so vieles in Freiheit und freiwillig möglich ist....

Viele Gespräche, viel (Fach)-Literatur....Gespräche "hier"

Jedes Paar, darf selbst entscheiden....und ich verurteile niemanden....nicht mal Fremdgeher....

Liebend Leben ist verzwickte und kann eine Reise sein, die das ganze Leben dauert....
****ot2 Mann
10.200 Beiträge
Zitat von *********tWind:
Ich lebe und lebte alle meine Beziehungen monogam.

Ich hatte eine Bekannte, die erzählte, dass sie in dem Jahr, in dem sie zwecks Partnersuche in eine Internetpartnerbörse ging, mit ca. 10 verschiedenen Männern Sex hatte, - aber es war wohl jeweils nicht der Richtige.
Sie bezeichnete sich als streng monogam. *lol*
*******kull Frau
8.111 Beiträge
Also darf man als monogamer Mensch nur in einer Beziehung Sex haben?
*********tWind Frau
3.587 Beiträge
Zitat von ****ot2:
Zitat von *********tWind:
Ich lebe und lebte alle meine Beziehungen monogam.

Ich hatte eine Bekannte, die erzählte, dass sie in dem Jahr, in dem sie zwecks Partnersuche in eine Internetpartnerbörse ging, mit ca. 10 verschiedenen Männern Sex hatte, - aber es war wohl jeweils nicht der Richtige.
Sie bezeichnete sich als streng monogam. *lol*

Ähm, was ich in meinen Singlezeiten versucht habe, hat doch nichts mit dem Bezeihungsmodell zu tun, welches für mich das richtige ist *nachdenk*
Daher weiß ich doch erst, dass dieses vögeln mit Fremden nicht meins ist.
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