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(Hinter)Gründe von sexuellen Vorlieben

****69 Mann
245 Beiträge
Themenersteller 
(Hinter)Gründe von sexuellen Vorlieben
Hallo,
mich treiben hierzu schon länger Fragen um, einfach weil ich es spannend finde. Ich hoffe, mich nicht zu umständlich auszudrücken:

Ich habe, wie wohl jeder Mensch, mehr oder weniger, und verschieden stark ausgeprägte Vorlieben beim Liebesspiel.
Bei manchen davon frage ich mich, warum ich sie habe, wobei nicht unbedingt die Auslöser im Vordergrund stehen, sondern die Frage, was genau mich daran anmacht.

Dabei ist vieles für mich einfach erklärbar, beziehungsweise einfach hinnehmbar. Zum Beispiel, bestimmte Sex-Stellungen, bestimmte Körpertypen oder ähnlich. Da gibts gewiss Ursachen.... aber darum geht es mir nicht. Analog dazu: Lieblingsfarbe, Lieblingsspeise....

Bei anderen meiner Vorlieben frage ich mich aber schon, welche Hintergründe eine Rolle spielen, beziehungsweise, warum ich sie habe.

Zwei Beispiele:
Beim Sex werde ich dann am geilsten, wenn ich erlebe, dass meine Partnerin geil ist/wird. Das erkläre ich mir soweit mit meinem Belohnungssystem ( = Anerkennung, Wertschätzung). Aber verwöhnt mich meine Partnerin einseitig, ist es doch eigentlich eine größere Wertschätzung - macht mich aber nicht so heiß. Wohl aber, wenn ich ihr beim Masturbieren zusehe. Da wirken also auch andere Mechanismen. Nur welche?

Ich bin großer Freund von High Heels und 'Nylons' (gar nicht mal die echten). Da werd ich aber mal so richtig spitz. OK, Erklärung: sieht in meinen Augen toll aus, fühlt sich schön an.
Aber ich finde beides eben auch geil, wenn ich selbst der Träger bin. Nur warum? Die genannten Gründe greifen nicht wirklich. Feminisierung/Effemination steht da auch nicht hinter, weil ich dazu sonst keine Neigung erkennen kann.

Bei beiden Beispielen ist mir der Ansatz 'weil es halt so ist', a la Lieblingsfarbe, zu profan.

Bin ich mit solchen Fragen alleine, wen beschäftigt sowas auch? Oder meint ihr, solche Fragen sind sehr individuell?
Das erstere ist Reaktionsfetischismus.
Das gehört so. *gg*
Natürlich habe ich mir da auch schon Gedanken drüber gemacht, warum ich bestimmte Sexpraktiken besonders toll finde oder bestimmte Körperteile oder Kleidungsstücke an einem Menschen mich besonders erregen. Und das sind manchmal Dinge, die bei anderen Menschen überhaupt nichts oder sogar Abneigung erzeugen. Insofern ist das eine individuelle Sache.
Aber auch wenn ich ein bißchen was von der menschlichen Psyche verstehe, habe ich bei mir die Gründe größtenteils noch nicht gefunden, warum ich das Eine stehe und das Andere nicht.
So könnte ich mir zum Beispiel meine Vorliebe für Scham- und Achselhaare so erklären, dass es daran liegt, dass diese inzwischen zur Rarität geworden sind. Das ist aber auch nur eine Vermutung.
Bei vielen anderen Dingen komme ich auf keine Lösung. Zum Beispiel, warum Mag ich den Geschmack von Sperma und andere Leute mögen es nicht. Das ist wie mit der Leberwurst. Ich ekel mich davor, andere essen sie täglich. Warum ist das so?

Möglicherweise können Psychologen dafür Erklärungen finden, ich kann es nicht.
Ist halt alles Geschmacksache. Und mit dieser Antwort gebe ich mich zufrieden.
****yn Frau
13.442 Beiträge
Ich kenne mittlerweile einige Gründe, warum ich auf bestimmte Praktiken stehe und nicht alle Gründe gefallen mir. Ich denke nicht, dass man das unbedingt alles wissen muss. Bei einigen Dingen habe ich mich mit "Ist halt so" deutlich wohler gefühlt als jetzt, wo ich zumindest ein paar wenige Gründe kenne.

Manchmal ist zu tiefes Bohren kontraproduktiv. Ich mache mir mittlerweile keine Gedanken mehr darum, warum ich auf irgendetwas stehe, solange es mir gefällt, gut tut und niemandem sonst schadet.

Eine Weile habe ich mich sehr stark mit dem Warum beschäftigt, bis mir das Bild im Spiegel nicht mehr gefallen hat. Ich lasse es jetzt einfach sein, das Fragen.
*****815 Frau
1.743 Beiträge
Nur meine Meinung! Und das was Chatter schreiben
Mich beschäftigt die Frage auch.

Ich GLAUBE, das hat ganz viel mit der Kindheit zu tun! Was hat man gesehen, erlebt und bei "doktorspielen" gemacht?
Und auch wie man sich selber befriedigt hat als Teeny

Wenn man DEM glauben kann, was andere beim Chatten schreiben...dann habe ich das Gefühl es hat unendlich viel mit Erlebnissen in der Kindheit oder auch wie offen man dann beim ausprobieren war.

Viele stehen auf Ältere, wenn sie damals von einer Älteren verführt wurden.
Devotes Verhalten evtl. bei welchen die so erste Erfahrungen machten.
Dominante evtl irgendwo beobachtet.
Nylons fanden viele zB bei ihrer Mutter hübsch.
Dicke finden viele gut, da Oma dick war und ihnen Geborgenheit gab

2 oder 3 erzählten mir, dass sie Frauen kennen die früher mal vergewaltigt wurden und sie das SPIEL heute noch MIT IHREM VERTRAUTEM PARTNER erregt.
( nein ich will nicht sagen, dass es vielen vergewaltigten so geht. Ausser Frage es ist eine schreckliche Tat, darf nicht geschehen und den kompletten KontrollVERLUST will niemand erleben. Daher Safewörter)

Oder oder

Es gibt Menschen die kommen eher, wenn sie die Beine zusammen pressen und andere beim spreizen.
Ich nehme an, dass sie in der Pubertät diese Haltung angenommen haben , beim ausprobieren.


MEINE MEINUNG!

Weiteres in einem späteren Beitrag.
****az Mann
4.346 Beiträge
Ich glaube da kein Schlüsselereignis oder besonderen Grund festmachen zu können, warum ich heutzutage auf dieses und jenes stehe.
Als Kind und Jugendlicher galt in meinem Kopf normaler Sex als geilstes Erlebnis, vermutlich weil ich es nicht hatte. Hätte ich das damals gehabt, hätte ich mich wohl nach anderen Sachen gesehnt, die ich nicht haben konnte. Letztendlich hätte/hat mich wohl die reine Neugier getrieben.
Alles, was so BDSM Zeugs angeht, denke ich nicht, dass es da Hintergründe aus meiner Kindheit gibt.
Fetische habe ich keine mir bekannten, und Standardsexpraktiken wurden halt probiert und für gut befunden.
******_wi Paar
8.234 Beiträge
Ist das nicht egal?

Wichtig ist für mich nur, dass keiner pervers ist, solange er freiwillige Mitspieler dafür findet.

Und dass man den Gelüsten nachgeben kann und Raum dafür findet.

Ich befürchte, dass du zu sehr verkopft wirst, wenn du dir die Frage stellst, warum du das magst, und dann das Genießen, wozu das Kopfabschalten Sinn machen kann, nicht mehr hinbekommst.
Bei mir ist es eine Entwicklung. Da ich mich jahrzehntelang angepasst habe möchte ich es jetzt anders. Unterdrückte Anteile dürfen jetzt heraus.

Gründe kenne ich. Vieles habe ich aus Scham nicht eingestehen können. Und durch die Wechseljahre hat sich bei mir noch einmal so einiges Verändert. Zum Glück.....
*******_DA:
Möglicherweise können Psychologen dafür Erklärungen finden...

Was nützt die schönste Erklärung eines Psychologen, wenn sie letztendlich auch nur eine Vermutung ist und zu allem Überfluss bestenfalls für die aktuell begutachtete Person zutrifft und somit in keiner Weise auf Andere übertragbar.

Ich habe mir abgewöhnt, über die Hintergründe meiner Vorlieben nachzudenken, zumal meine Vorlieben auch ziemlich stark schwanken.
Es gibt Momente, da macht mich irgendwas extrem spitz und in anderen Momenten kickt es mich überhaupt nicht - selbst wenn es mit der gleichen Frau in einer vergleichbaren Stimmung ist.

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, das Großhirn in Sachen Erotik so gut es geht abzuschalten und mit zu nehmen was gerade die Situation hergibt und daraus das für den Moment Beste zu machen. Wenn es mal nicht so toll ist, dann ist das auch nicht so schlimm, dann wird es eben beim nächsten Mal wieder besser.

*******er69:
Beim Sex werde ich dann am geilsten, wenn ich erlebe, dass meine Partnerin geil ist/wird.

Das geht mir ganz ähnlich, allerdings nicht immer und auch nicht bei jeder Frau.
Deshalb halte ich den "Reaktionsfetischismus" für eine unzureichende Erklärung.

Dieser Kick ist meiner Erfahrung nach etwas komplexer:
Wenn ich mit einer Frau echt auf einer Wellenlänge bin, das Vorspiel schon sehr harmonisch lief und der Sex dann umso besser wird, dann wird die Frau von meinem Unterbewusstsein quasi verinnerlicht. Das heißt, mein Unterbewusstsein gaukelt mir vor, ich könne ihre Emotionen wie meine eigenen empfinden.
Dieser Effekt ist durch nichts zu übertreffen, denn so habe ich das Gefühl, die Geilheit für Zwei mitzunehmen. Und der Effekt wird zusätzlich noch verstärkt, wenn es der Frau genau so geht.
Bei solchen Nummern ist auch ein gemeinsamer Orgasmus überhaupt nichts besonderes, sondern um Grunde unvermeidbar.
Klappt selbst mit meiner Partnerin nicht immer, aber zumindest deutlich öfter, als mit anderen Frauen.
Umso überraschender ist es, wenn es mit einer fremden Frau irgendwie auf Anhieb klappt.
*****ssA Frau
2.236 Beiträge
Grundsätzlich finde ich, dass das ein wirklich spannendes Thema ist......ABER ich für mich möchte nicht (mehr) immer erkunden warum ich auf dieses oder jenes stehe und zum Teil auch wirklich für mich brauche.
Ich weiß bei manchen Praktiken, warum diese vielleicht sein "müssen" (auch durch professionelle/s zu Tun/Einschätzung...ich möchte hier allerdings nicht weiter darauf eingehen) und das hat mich schon erschreckt und musste ich erstmal verdauen.
Ich bin mittlerweile an einem Punkt, wo ich weiß, das ich nicht alles "zerdenken" und hinterfragen muss.
Ich habe für mich gelernt, so lange es mir damit gut geht...Ich zu meinen Vorlieben stehe/diese annehme ist alles wunderbar.
Ich nehme es also als "ist halt so" an *g*

IdS *victory*
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Immer wieder
versucht man hier, Bücher mit sieben Siegeln zu öffnen. Es ist verdammt schwer, herauszufinden, warum etwas ist wie es ist. Ich gehöre zu den Leuten, die immer wieder eine Ahnung von den Beweggründen eines Menschen bekommen, aber ich bin mir nie sicher, ob ich nur ein Potomkinsches Dorf zu sehen bekomme. Und manche Dinge, die ich zu sehen/hören bekomme, sind derart komplex oder auch derart pervers anmutend, dass ich ohne umfassende Toleranz überfordert wäre.

Ich habe vor einigen Tagen versucht, hier einer Frau für ihren Fetisch behilflich zu sein. Die Antworten, die ich dazu von JC!- Nutzern bekomme, sind haarsträubend. Toleranz betrifft wohl immer nur den eigenen "Schweinestall".
****69 Mann
245 Beiträge
Themenersteller 
Ich freu mich ....
... mit dieser Frage nicht alleine zu sein, und euer Interesse verfolgen zu können.

Ich will noch eine Seitenstraße aufmachen, habe ich doch die Hoffnung, bei einer weitergehenden, grundsätzlichen Frage weiterzukommen:

Ich denke, ich bin nicht der einzige im JC, der eine sexuell monogame Lebensweise führt, aus welchen Gründen auch immer.
Nun habe ich auch Vorlieben, die ich in meiner Beziehung nicht teilen/ausleben kann. Ursprünglich wollte ich dies über 'Nebenbeziehungen' kompensieren, weshalb ich hier gelandet bin. Nun ja, ich lerne nicht nur in diesem Faden, dass allein das sich Beschäftigen, und mit anderen Auseinandersetzen, bereits kompensatorisch wirkt, und somit positiv in meiner Beziehung zu mir und meiner Partnerin.

Denn der Ansatz 'genieße einfach, und denk nicht drüber nach' passt eben nicht immer.

Danke jedenfalls, und schön, wenn noch weitere Perspektiven dazu kommen.
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Da hilft nicht selten
der Hinweis, dass Menschen aneinander vorbei denken und sich gegenseitig ihre Fantasien vorenthalten in der Fehlannahme, dss der/die Partner/in niemals so pervers sein kann wie man selbst. Daher ist ehrliche Kommunikation unentbehrlich.

Ich selbst gehöre zu denen, die nach langem Erdulden resigniert haben und um Freigabe für das Ausleben mit Anderen baten. Das war Grundlage zum Eheerhalt.
*****kua Frau
4.376 Beiträge
JOY-Angels 
Ich könnte allen Küchentisch-Psychologen ein selbstzufriedenes Selbstaufdieschulterklopfen gönnen... aber wozu, wo ich doch so wohl geraten? 😁
****ot2 Mann
10.127 Beiträge
Ich finde die Frage nicht schlecht...
Nun sind aber "sexuelle Vorlieben" ein weites Feld.
Genauso könnte man über (Hinter)Gründe für Vorlieben bei Nahrungsmitteln diskutieren.
Insgesamt ist es nie einfach darüber nachzudenken, was sich im Kopf abspielt.
Aber ich, - outing - , würde durchaus sagen, dass seinerzeit bei mir immer der Gedanke im Kopf war, dass man sich zu Sex nicht zwangsläufig in intime Zweisamkeit zurückziehen muss. Bei mir war also die Überwindung der "versteckten" Sexualität immer ein Aspekt.
Vielleicht war mein Wunsch zu den "Unverklemmten" dazuzugehören eines der Motive, die man als bedenklich banal beschreiben mag....
Ist vlt. ein bisschen langweilig ...
... oder nicht so unterhaltsam, aber sexuelle Vorlieben sind ein Ergebnis frühkindlicher Prägung, die sich in der kindlichen Entwicklung durch Erfahrung und Vermeidung weiter ausbilden.

Ich fände es jetzt nicht so zielführend, wenn da einer mit seiner sadistischen Veranlagung kommt und die damit begründet, die Weiber wollen es doch so ...
*****ite:
Das erstere ist Reaktionsfetischismus.
Das gehört so. *gg*

*haumichwech* *lol* *rotfl* *spitze*
*****kua:
Ich könnte allen Küchentisch-Psychologen ein selbstzufriedenes Selbstaufdieschulterklopfen gönnen... aber wozu, wo ich doch so wohl geraten? 😁

Wie jetzt: "Mindfucksadistin" empfindest Du als wohlgeraten? Wir müssen reden ...
*********isch:
Ist vlt. ein bisschen langweilig ...
... oder nicht so unterhaltsam, aber sexuelle Vorlieben sind ein Ergebnis frühkindlicher Prägung, die sich in der kindlichen Entwicklung durch Erfahrung und Vermeidung weiter ausbilden.

Ich fände es jetzt nicht so zielführend, wenn da einer mit seiner sadistischen Veranlagung kommt und die damit begründet, die Weiber wollen es doch so ...

Naja, das eine oder andere hat sich bei mir in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Weiter entwickelt oder ist neu hinzugekommen.
****69 Mann
245 Beiträge
Themenersteller 
*********isch:
Ist vlt. ein bisschen langweilig ...
... oder nicht so unterhaltsam, aber sexuelle Vorlieben sind ein Ergebnis frühkindlicher Prägung, die sich in der kindlichen Entwicklung durch Erfahrung und Vermeidung weiter ausbilden.

Ich fände es jetzt nicht so zielführend, wenn da einer mit seiner sadistischen Veranlagung kommt und die damit begründet, die Weiber wollen es doch so ...


ja, Prägung oder Veranlagung....

Oder Erfahrung, Erlernen, Entwicklung, ...

Oder ein Mix von allem?

Aber was am Quälen macht den Sadisten an? Vielleicht bin ich doch zu verkopft? Obgleich im BSDM Teil des Forums kann man dazu eine ganze Menge lernen, denn dort gibt es spannende Fäden, die sich mit Hintergründen auseinandersetzen, was sich in einem dabei abspielt.

Ich bekomme es nur nicht auf mich übertragen!
*******mlos Frau
2.472 Beiträge
ich denke selbst nicht tatsächlich darüber nach , " meiner " schon..
er hätte seit er denken kann das außergewöhnliche gewollt , war neiugierig auf
anderes und hat einfach probiert was geht und was auf Ablehnung stößt und da
wurde er richtig neugierig ...warum ist das ausgeschlossen, ist doch interessant
und so beschäftigt er sich wie er da bei mir Barrieren aus dem Weg räumen kann.

Je mehr er sichund mich damit beschäftigt, um so einfacher geht es bei mir dann
doch weiter.

In diesem Zusammenhang werde ich damit konfriontiert um beschäftige mich
mit
dem Wandel und der Erweiterung meiner sexuellen Vorlieben und deren Hinter-
gründe; ich werde da geschubst , genötigt , angehalten und scheinbar spielerisch ermuntert ...gerade so wie es ihm in den Sinn kommt.

Da hätte ich vorab wirklich nicht gedacht ....darüber nachzudenken
******_wi Paar
8.234 Beiträge
Ich bezweifele, dass frühkindliche Prägungen immer und für alle sexuellen Vorlieben herhalten können.

Da sehe ich wenig, was ich in meiner Kindheit passend erachte. Außerdem haben sich manche Dinge erst aus Erfahrung der letzten Jahre entwickelt, bestimmte Neugier war vor wenigen Jahren nicht mal ansatzweise vorhanden, bisexuelle Gedanken vor 20 Jahren völlig undenkbar (zumal damals Homosexualität von mir vehement abgelehnt wurde), etc.

Das finde ich wesentlich zu kurz gesprungen. Ich sehe es als einen andauernden Reifeprozess. Deshalb verändern sich die Vorlieben auch später noch.
**********nchen Mann
12 Beiträge
Buchtipp
Ohne zu wissen, ob das Thema Sexualität/Vorlieben explizit abgehandelt wird, gebe ich mal einen Hinweis auf Yalom: "Wie man wird, was man ist", 2017.
**********true2 Paar
7.731 Beiträge
Sie schreibt: Über tiefe Hintergründe in der Kindheit über gewisse Vorlieben hab ich mir nie so groß Gedanken gemacht.
Aber ich habe eine Entwicklung hinter mir vom schüchternen, unglücklichen Teenager ohne Selbstbewußtsein bis hin zur selbstbewußten glücklichen Frau.

Ich denke, dass ich damals auch eine negative Ausstrahlung hatte. Hab mich ja selbst nicht geliebt, wie sollte mich da jemand anders lieben. Sexuelle Erfahrungen? - Mit wem? Mich wollte ja niemand.

Dann habe ich meinen heutigen Partner vor fast 25 Jahren kennengelernt. Er hat mir gezeigt, dass ich liebenswert bin und hat immer zu mir gestanden. Sexuell haben wir viel ausprobiert, was zu zweit so möglich ist.

Dann vor 6 Jahren sind wir das erste Mal in einen Swingerclub gefahren. Nach anfänglicher Skepsis lief es für mich als Frau dort bombastisch. Hätte nie gedacht, dass mich Männer dort überhaupt anschauen. Fand mich ja nie besonders hübsch und sexy. Naja, das Gegenteil war dann der Fall, ich war begeistert, es schlug bei mir ein wie eine Bombe. Hab mich plötzlich heiß und sexy gefühlt und wurde auch mutiger, dass ich selbst Männer dort angesprochen habe.
Im Laufe der Zeit habe ich viele Fantansien ausgelebt und bin glücklich, dass ausgerechnet ich sowas geiles erleben durfte und darf in meinem Leben.

Bin froh dass ich jetzt so bin wie ich bin. Möchte auch nie mehr anders leben und das Swingen in allen Zügen ausleben mit meinem Mann.
*********acht Frau
7.338 Beiträge
Ich denke, dass die ersten drei Lebensjahre an die man sich nicht bewusst erinnert, sehr wichtig sind. Man wird geprägt in dieser Zeit, mindestens auf gewisse Verhaltens- und Reizmuster.
Später kommen (bei jedem Menschen) Bewältigungsstrategien und Reaktionsmuster hinzu. Je nach Umfeld solche oder andere, und sie werden je nach Umfeld anders ausfallen, sich verstärken, abschwächen...
Was auch immer zu Bdsm führt, der Mensch, der eventuelle schlechte Erfahrungen hier einvernehmlich und ssc auslebt, hat ein taugliches Ventil gefunden. Besser als Alkohol. 🙂

Ich weiß, dass ich mich in der Rolle des Top stark fühle, kompetent und verantwortlich. Das tue ich aber auch in anderen Bereichen, nicht nur im Bdsm.
In der kleineren Bottom-Rolle gehe ich darin auf, abgeben zu können, vor allem mal keine Entscheidungen treffen zu müssen. Das ist auch eine Art Auszeit.

Vor allen Dingen: In beiden Rollen spielt high sensation seeking eine große Rolle!

Aber ich bin ja auch Switcher, und kann auch stino. Ob ein traumatisierter Anteil dabei ist, den ich da verarbeite - das frage ich mich auch manchmal. Da ich aber mit dem Leben und mit anderen Menschen prima klar komme und - abgesehen von gelegentlichem Angeödetsein bei "nix los" - keinen Leidensdruck habe, kann der im Zweifelsfall nicht wirklich schlimm sein.
Daher finde ich die Frage immer interessant, aber bei mir selbst letztlich wumpe.
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