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In guten wie in schlechten Zeiten…

****70 
Themenersteller13 Beiträge
Mann
****70 Themenersteller13 Beiträge Mann
In guten wie in schlechten Zeiten…
… oder die guten Zeiten genießen und die schlechten (oder nicht so tollen) gemeinsam lösen, stemmen oder bewältigen?

Gibt es diese Art der Einstellung noch?

Oder ist es mehr und mehr Schall und Rauch in der heutigen Zeit? Ist man in guten Zeiten gerne mit dem/der Partner/in zusammen und in schlechten Zeiten wird lieber der Egoismus gelebt?

Das Gefühl zu haben, dass eine Beziehung auch in schlechten Zeiten zusammenhält …
zum Beispiel wenn sich finanzielle Verhältnisse ändern oder andere Situationen oder Bedingungen eintreten, die das „gewohnte“ Leben so nicht mehr fortführen lässt … gibt es das überhaupt noch?

Geben Menschen eine Beziehung zu schnell auf, wenn es nicht so funktioniert wie es soll
oder der Partner sich nicht so verbiegen lässt wie man ihn gerne hätte?

Ein wichtiger Punkt wie ich finde. Denn das Verbiegen des Partners für das eigene
Glück macht ihn doch wahrscheinlich unglücklich. Und der Teufelskreis nimmt seinen Lauf…
Oder wie seht ihr das?

Mich beschleicht das Gefühl, dass es heute mehr und mehr eine „Austauschgesellschaft“ wird. Vielleicht irre ich auch.

Ich würde mich freuen, wenn es hier mal ein paar Gedanken und Meinungen dazu geben würde.
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*******ust 
3.241 Beiträge
Paar
*******ust 3.241 Beiträge Paar
und wenn es eine Austauschgesellschaft würde...
dann wäre das wohl nötig.
Dass es möglich geworden ist,
sich leichter und gerechter (als früher) zu scheiden zu lassen,
ist ja erst mal eine gewachsene Entwicklung,
eine 'Grenzverlegung'.
Das eröffnet neue Horizonte
und die größeren Freiheiten
müssen erst mal erkundet werden.

Sicher werden dann vermutlich einige feststellen,
dass immer neue Partner auch irgendwann langweilig werden
und andere werden feststellen,
dass es durchaus auch gut sein kann,
nicht immer alles gleich auzutauschen.

Aber um dort hinzukommen
müssen erst mal alle Wege getestet werden,
auch die Irrwege...
*********ellte 
4.213 Beiträge
Frau
*********ellte 4.213 Beiträge Frau
Da irrst du dich. Es werden zwar mehr Ehen geschieden als früher allerdings nicht so leichtfertig und schon gar nicht wenn Kinder da sind.
Also ich kenne keine Beziehung in der die Menschen einfach so auseinander gerannt sind beim ersten Problem.
Wenn die Beziehung allerdings ganz frisch ist oder noch nicht gefestigt dann würde ich wahrscheinlich auch eher weglaufen.
Und dann kommt es natürlich darauf an wie mein Gegenüber bei Problemen mit mir umgeht. Steckt er den Kopf in den Sand kann ich nichts tun und dann drehe ich mich lieber rum und gehe und kümmere mich um mich.
******986 
1.247 Beiträge
Frau
******986 1.247 Beiträge Frau
Bitte nicht wieder dieses mimimi...

Was ist daran schlimm wenn man heute, nicht mehr ums Verrecken nicht trennt?

Liebe ist ein Gefühl und das kann sich nun mal schnell ändern und man selber verändern sich auch immer wieder... Das ist es fast zwangsläufig so das es früher oder später nicht mehr passt!

Ich kenne niemand der einfach so schluss macht.. Und um die die es machen is es eh net schade drum...

Ich denken nicht das wir in einer Austausch Gesellschaft leben im Gegenteil wirs sind einfach erlicher und wenn es nicht klappt dann halt nicht... Man muss keine ewigen idealbild hinterher rennen. Menschen sind komplex und es wird noch komplexer wenn zwei zusammen kommen deswegen funktioniert es eben oft nicht..
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*********Fuchs 
336 Beiträge
Mann
*********Fuchs 336 Beiträge Mann
An Krisen, die man GEMENSAM bewältigt, wächst man zusammen. Dies macht als Team stark !
So habe ich es erlebt und erliebt *ja*
****70 
Themenersteller13 Beiträge
Mann
****70 Themenersteller13 Beiträge Mann
Linda1986:
Liebe ist ein Gefühl und das kann sich nun mal schnell ändern und man selber verändern sich auch immer wieder... Das ist es fast zwangsläufig so das es früher oder später nicht mehr passt!

Höre ich da raus, dass es eben absolut ok ist - bei aufkommenden Ungereimtheiten - sich halt zu trennen?


Linda1986:
Ich denken nicht das wir in einer Austausch Gesellschaft leben im Gegenteil wirs sind einfach erlicher und wenn es nicht klappt dann halt nicht

Ehrlicher zu wem? Zu uns, zu dem Gegenüber?


Linda1986:
Man muss keine ewigen idealbild hinterher rennen. Menschen sind komplex und es wird noch komplexer wenn zwei zusammen kommen deswegen funktioniert es eben oft nicht..

Genau das ist doch das Problem. Überhaupt dem Idealbild hinterherzurennen. Na klar sind Menschen komplex und eine Beziehung kann noch komplexer werden. KANN! Vielleicht funktioniert es ja nur deswegen nicht (oder oft nicht), weil die Komplexität eliminiert werden soll?
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******986 
1.247 Beiträge
Frau
******986 1.247 Beiträge Frau
Ich kenne keinen der sich einfach mal so trennt! Schon garnicht aus ein paar Ungereimtheiten.
Und mit erlich meine ich erlich zu sich selber und dem Partner... Wenn sie Liebe weg ist ist sie weg.. Manchmal auch einfach so... Dann soll man das gleich sagen und es nicht noch ewig in die Länge ziehen.

Wieso sollte Komplexität eleminiert werden!? Funktioniert sowieso nicht.. Sie ist das ob man will oder nicht und oft scheitert es eben dran. Das ist einfach so.
*******okie 
83 Beiträge
Paar
*******okie 83 Beiträge Paar
Wandel der Zeit
Ich denke, der Hauptgrund den einige Männer nicht nachvollziehen können, ist das Frau ihn nicht unbedingt mehr benötigt um ihr Leben zu bestreiten.
Um mal auf die finanzielle Komponente deines Beitrages zu kommen.
Frau hat teilweise einen finanzielles Sicherheitsbedürfnis.
Nun ist es aber so, dass seid ca. 2 Generationen, die meisten Männer ihre Familie nicht mehr ernähren können und Frau selber arbeiten geht. Daher ist die Toleranz der "schlechten Eigenschaften" (deine sogenannte Kompatibilität) gesunken. Frau muss nicht mehr mit dem Mann zusammen bleiben, der trinkt, schlechte Laune hat, mies im Bett ist und null im Haushalt / Kindererziehung hilft.
Früher musste Frau es "ertragen", weil sie nicht arbeiten durfte per Gesetz.

Keine Frau und ich auch nicht, trennen sich wegen kleiner Macken oder Unstimmigkeiten, aber wir müssen nicht mehr alles tollerieren, da wir jetzt auch mit Kindern unser Leben alleine bestreiten können und dürfen.
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Ich denke, der Hauptgrund den einige Männer nicht nachvollziehen können, ist das Frau ihn nicht unbedingt mehr benötigt um ihr Leben zu bestreiten.

Eine Frau die mich braucht um ihr Leben bestreiten zu können wäre alles für mich aber nicht als Partnerin interessant.
worüber ich mich aber in dem Kontext freue ist das eine geschiedene Frau sich bei entsprechendem Ehevertragnicht auf der gescheiterten Ehe ausruhen kann sondern wirder selbst arbeiten darf.

Keine Frau und ich auch nicht, trennen sich wegen kleiner Macken oder Unstimmigkeiten, aber wir müssen nicht mehr alles tollerieren, da wir jetzt auch mit Kindern unser Leben alleine bestreiten können und dürfen.

Das dürften Männer genau so sehen.

Früher musste Frau es "ertragen", weil sie nicht arbeiten durfte per Gesetz.
Wie hieß denn das Gesetz?
"ertragen" mussten sie es nich sie hatten immer das Recht sich scheiden zu lassen,also wenigstens seit dem Mittelalter war das so glaub ich.
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*******okie 
83 Beiträge
Paar
*******okie 83 Beiträge Paar
BGB
Das war bis 1977 in der BRD im Paragraph 1356 BGB Absatz 1 geregelt und wurde am 01. Juli 1977 geändert auf das paritätischen Ehemodell. Weitere Infos schaue bitte im Internet oder Buch.
***12 
915 Beiträge
Paar
***12 915 Beiträge Paar
GZ/SZ
Was nicht passt kann man auch nicht passend machen...

Wenn man sich im Kreis dreht, die Beziehung nicht voran kommt, man verzichtet, nicht das bekommt was man braucht, dann ist Zeit Klartext zu reden und sich ggf. zu trennen.

Die Zeiten, wo Menschen am besten das ganze Leben zusammen bleiben, weil die Gesellschaft dies erwartet, sind vorbei!

VG Bee *wink*
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§ 1356. (1) [1] Die Frau führt den Haushalt in eigener Verantwortung. [2] Sie ist berechtigt, erwerbstätig zu sein, soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist.
Also das es generell verboten war lese ich hier nicht.
*******okie 
83 Beiträge
Paar
*******okie 83 Beiträge Paar
Kern verfehlt
Ja, es steht nicht "Verbot" drinne, aber es wurde den Frauen damit verboten, da der Mann damals bei gerichtlichen Auseinandersetzungen argumentierte, dass sie durch die Arbeit den Haushalt vernachlässigt.
Wir müssen hier auch keine Grundsatzdiskussion starten über Geschichte und die Judikative. Wir können diese nicht mehr ändern.
Bloß muss man(n) auch nicht mehr darauf bestehen, dass Frauen die Beziehung zusammen halten.
Wenn er es nicht mehr wert ist und die Gefühle weg, dann darf sie sich trennen. Genauso wie er auch.
******986 
1.247 Beiträge
Frau
******986 1.247 Beiträge Frau
Zumal damals noch die Schuldfrage galt bei der Scheidung wenn die Frau "schuld" war gab's garnix nicht mal die Kinder.

Da überlegt man es sich als Frau drei mal ob man sich scheiden lässt.
**** 

****  
Wenn man mal die "" wegnimmt finde ich das gar nicht mal so unberechtigt.
wenn der Mann "Schuld" war durfte er denn dann die Kinder behalten ?

Meine Großmutter hat sich 1946 Scheiden lassen und hatte danach die Kinder
Allerdings stellte sich die Frage der Schuld erst garnicht.
Sowas nennt man dann wohl einen sauberen Strich ziehen.
******986 
1.247 Beiträge
Frau
******986 1.247 Beiträge Frau
Die meisten habe ihre Kinder eh nur am Wochenende gesehen da sie eh den ganzen Tag gearbeitet hatten und abenda oft kein grosses Interesse da war...

Glaub für Kinder ist es nie ein sauber schuss wenn ein Elternteil einfach weg ist...
*******sima 
1.029 Beiträge
Frau
*******sima 1.029 Beiträge Frau
AK7070:
Geben Menschen eine Beziehung zu schnell auf, wenn es nicht so funktioniert wie es soll
oder der Partner sich nicht so verbiegen lässt wie man ihn gerne hätte?

Ein wichtiger Punkt wie ich finde. Denn das Verbiegen des Partners für das eigene
Glück macht ihn doch wahrscheinlich unglücklich. Und der Teufelskreis nimmt seinen Lauf…
Oder wie seht ihr das?

Ich sehe den kritischen Punkt zeitlich viel früher, d.h. ich habe den Eindruck, dass viele, die eine verbindliche Partnerschaft eingehen und heiraten, sich vorher nicht genau genug mit sich selbst und mit ihren Erwartungen aneinander und für ein gemeinsames Leben miteinander auseinandergesetzt und sich explizit darüber ausgetauscht haben, und dass viele einen Partner dafür "zuständig machen", dass es ihnen selbst gut geht.

Das fängt beim Umgang mit den Finanzen an (wofür gebe ich Geld aus, wofür nicht oder erst mit sehr weit untergeordneter Priorität, wer sorgt finanziell wofür, wie viel Spielraum besteht für jeden ohne Rücksprache mit dem Partner ("Taschengeld"), und geht über die Lebensgewohnheiten ( Frühaufsteher/Langschläfer, Schlafen bei offenem oder geschlossenem Fenster, Faulenzer-/Aktivurlaub, etc.), zum Lifefstyling (Designergeschirr/Handgetöpfertes, jeden zweiten Tag aus essen / täglich Kochen als Entspannung und Zeit für gemeinsames(!) Tun, Fitnessstudio/gemütliches Schau- und Erlebniswandern, etc.), bis zum Umgang mit familiären Bindungen und Gewohnheiten in den beiden Herkunftsfamilien, individuelle Befindlichkeiten und Bedürfnisse hinsichtlich Nähe/Distanz zum Partner, aber auch zu Freunden, Verwandten und Bekannten, außerfamiliäres Engagement und vorhandenes Zeitbudget, Bedeutung von Sex, Wellnessaktionen , regelmäßige Überprüfung und Nachsteuerung in Bezug auf gemeinsame Lebensprojekte (Berufliche Ziele, Selbständigkeit, Kinderaufzucht, Hausbau, Wohnungskauf, Weltreise, Sabbatjahre, Elternpflege etc.).

Dabei ist meines Erachtens nicht ausschlaggebend, ob man in allem zu wenigstens 80 Prozent übereinstimmt, sondern dass man sich gegenseitig erst einmal so wahrnimmt, wie man selbst, bzw. der andere, ist und tickt, und prüft und sich darüber klar wird, ob man dies so stehen lassen und damit leben kann, auch mit den Unterschieden und Unterschiedlichkeiten, wo es Kompromissmöglichkeiten und "Verhandlungsmasse" gibt und wo jeweils Grenzen, die jeder als unverschiebbar ansieht und zu 100 Prozent respektiert haben möchte. Und dass man dies tatsächlich auch einander mitteilt und die Reaktionen des anderen aushält, auch wenn sie kritisch sein mögen. Und dann "sichtet", d.h. feststellt, wo weiterer Rede- und Klärungsbedarf besteht, so lange, bis beide das Gefühl haben, tatsächlich gesehen zu werden in ihrer ganz persönlichen Art und Weise und ernst genommen zu sein in ihren Anliegen und Befürchtungen und Wünschen.

Wenn ein Paar diesen Reflexionsprozess, je einzeln und gemeinsam, durchlaufen und sich darüber verständigt hat, dann stehen die Chancen hoch, dass die Entscheidung zu einer lebenslangen Partnerschaft / Ehe auf einem soliden Fundament steht. Das bedeutet nicht, dass man dann lebenslänglich gegen Krisen gefeit wäre, aber dass man diese grundsätzlich gemeinsam überstehen wird, weil man gelernt hat, unterschiedliche Situationen zu meistern und Lösungen zu finden, mit denen beide gut leben können, ohne sich oder einander verbiegen zu müssen.
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*******_DA 
12.807 Beiträge
Mann
*******_DA 12.807 Beiträge Mann
Was nicht passt kann man auch nicht passend machen...

So ist es.
Was ist so schlimm daran, wenn man sich trennt, wenn es nicht mehr passt?
Was hat man davon, eine Ehe zwanghaft aufrecht zu erhalten und nur noch nebeneinander her lebt oder ständig Streit oder Diskussionen hat?

Warum wird immer den angeblich so guten alten Zeiten nachgetrauert, in denen fast jede Ehe bis zum Tod Bestand hatte?
Man sollte sich mal Gedanken darüber machen, WARUM diese Ehen das Leben lang hielten.

Ich werde nie die Oma meiner ersten Frau vergessen, die nach dem Tod vom Opa jammerte: "55 Jahre verheiratet und nie ein böses Wort." Dabei haben sie sich täglich angekeift und Oma erwähnte immer mal wieder: "Wenn ich noch jünger wäre, würde ich mich scheiden lassen."

Die Menschen verändern sich im Lauf des Lebens und ihre Gefühle können sich auch verändern. Wenn die Liebe verflogen ist, dann trennt man sich halt. Na und?

Ich wünsche allen, die ihren Besitz zusammen halten wollen, ein fröhliches Gekeife bis zum Lebensende. *zwinker*
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**********l_LEV 
754 Beiträge
Paar
**********l_LEV 754 Beiträge Paar
Wir lernten uns in beiderseitigem Tief kennen, kletterten auf Höhen und fielen umso tiefer. Am Halt unserer gegenseitigen Liebe stiegen wir wieder auf - nicht mit Blick zurück, aber auch nicht das Gewesene zu vergessen.
Wenn Beide in einer Beziehung die selbige positive Sichtweise zu Einander haben, so haben die erfragten Werte auch Bestand - mehr denn je.
Die guten Zeiten schätzen und genießen wir, die schlechten werden/wurden (ebenfalls gemeinsam) überwunden.

Aber machen wir uns nichts vor, manchmal trennen sich Wege. Sofern man zuvor gegen diese Trennung angegangen ist, ist es auch nicht verwerflich. Wenn man aber der eigenen Einfachheit wegen den Weg des geringsten Widerstandes wählt, dessen Wert sollte man sich selbst mal hinterfragen.
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*******_DA 
12.807 Beiträge
Mann
*******_DA 12.807 Beiträge Mann
Wenn man aber der eigenen Einfachheit wegen den Weg des geringsten Widerstandes wählt,

Aber warum soll ich denn den schweren Weg gehen, wenn es auch einfach geht? Das ist doch unlogisch.
**********l_LEV 
754 Beiträge
Paar
**********l_LEV 754 Beiträge Paar
Der einfache Weg wäre die Trennung aus egoistischem Aspekt, gleich ob der Partner oder die Partnerin an der Beziehung festhalten und daran zu arbeiten vermag.
Der schwierige Weg ist die beiderseitige Arbeit mit Erkennen und Erhalten der Werte, sofern diese noch vorhanden sind.
**********l_LEV 
754 Beiträge
Paar
**********l_LEV 754 Beiträge Paar
Besser gesagt:
Die leichtfertige Trennung durch unwesentliche Beweggründe empfinden wir als bedenklich.
*******_DA 
12.807 Beiträge
Mann
*******_DA 12.807 Beiträge Mann
Was ist denn aber an einer Trennung so schlimm?
**********l_LEV 
754 Beiträge
Paar
**********l_LEV 754 Beiträge Paar
Für eine Seite eher nichts....
****70 
Themenersteller13 Beiträge
Mann
****70 Themenersteller13 Beiträge Mann
Tantrissima:
AK7070:
Geben Menschen eine Beziehung zu schnell auf, wenn es nicht so funktioniert wie es soll
oder der Partner sich nicht so verbiegen lässt wie man ihn gerne hätte?

Ein wichtiger Punkt wie ich finde. Denn das Verbiegen des Partners für das eigene
Glück macht ihn doch wahrscheinlich unglücklich. Und der Teufelskreis nimmt seinen Lauf…
Oder wie seht ihr das?

Ich sehe den kritischen Punkt zeitlich viel früher, d.h. ich habe den Eindruck, dass viele, die eine verbindliche Partnerschaft eingehen und heiraten, sich vorher nicht genau genug mit sich selbst und mit ihren Erwartungen aneinander und für ein gemeinsames Leben miteinander auseinandergesetzt und sich explizit darüber ausgetauscht haben, und dass viele einen Partner dafür "zuständig machen", dass es ihnen selbst gut geht.

Das fängt beim Umgang mit den Finanzen an (wofür gebe ich Geld aus, wofür nicht oder erst mit sehr weit untergeordneter Priorität, wer sorgt finanziell wofür, wie viel Spielraum besteht für jeden ohne Rücksprache mit dem Partner ("Taschengeld"), und geht über die Lebensgewohnheiten ( Frühaufsteher/Langschläfer, Schlafen bei offenem oder geschlossenem Fenster, Faulenzer-/Aktivurlaub, etc.), zum Lifefstyling (Designergeschirr/Handgetöpfertes, jeden zweiten Tag aus essen / täglich Kochen als Entspannung und Zeit für gemeinsames(!) Tun, Fitnessstudio/gemütliches Schau- und Erlebniswandern, etc.), bis zum Umgang mit familiären Bindungen und Gewohnheiten in den beiden Herkunftsfamilien, individuelle Befindlichkeiten und Bedürfnisse hinsichtlich Nähe/Distanz zum Partner, aber auch zu Freunden, Verwandten und Bekannten, außerfamiliäres Engagement und vorhandenes Zeitbudget, Bedeutung von Sex, Wellnessaktionen , regelmäßige Überprüfung und Nachsteuerung in Bezug auf gemeinsame Lebensprojekte (Berufliche Ziele, Selbständigkeit, Kinderaufzucht, Hausbau, Wohnungskauf, Weltreise, Sabbatjahre, Elternpflege etc.).

Dabei ist meines Erachtens nicht ausschlaggebend, ob man in allem zu wenigstens 80 Prozent übereinstimmt, sondern dass man sich gegenseitig erst einmal so wahrnimmt, wie man selbst, bzw. der andere, ist und tickt, und prüft und sich darüber klar wird, ob man dies so stehen lassen und damit leben kann, auch mit den Unterschieden und Unterschiedlichkeiten, wo es Kompromissmöglichkeiten und "Verhandlungsmasse" gibt und wo jeweils Grenzen, die jeder als unverschiebbar ansieht und zu 100 Prozent respektiert haben möchte. Und dass man dies tatsächlich auch einander mitteilt und die Reaktionen des anderen aushält, auch wenn sie kritisch sein mögen. Und dann "sichtet", d.h. feststellt, wo weiterer Rede- und Klärungsbedarf besteht, so lange, bis beide das Gefühl haben, tatsächlich gesehen zu werden in ihrer ganz persönlichen Art und Weise und ernst genommen zu sein in ihren Anliegen und Befürchtungen und Wünschen.

Wenn ein Paar diesen Reflexionsprozess, je einzeln und gemeinsam, durchlaufen und sich darüber verständigt hat, dann stehen die Chancen hoch, dass die Entscheidung zu einer lebenslangen Partnerschaft / Ehe auf einem soliden Fundament steht. Das bedeutet nicht, dass man dann lebenslänglich gegen Krisen gefeit wäre, aber dass man diese grundsätzlich gemeinsam überstehen wird, weil man gelernt hat, unterschiedliche Situationen zu meistern und Lösungen zu finden, mit denen beide gut leben können, ohne sich oder einander verbiegen zu müssen.


Eine sehr schöne Beschreibung. Danke dafür.
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