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Liebe, Zeit, Pflege - Polyamorie?

******nee Frau
Themenersteller JOY-Angels 
Liebe, Zeit, Pflege - Polyamorie?
Ich beschäftige mich momentan immer mal wieder mit dem polyamoren Beziehungsmodell. Und es hapert mir immer an einem Punkt den ich trotz intensiven Gesprächen mit meinem Partner nicht verstehen kann. Daher richte ich mich nun an euch und hoffe auf eure Schwarmintelligenz.

Jede Art von Liebe braucht meiner Meinung nach Pflege und Aufmerksamkeit. Freundschaft braucht Pflege und Zuwendung um die Liebe zu stärken und zu festigen. Die Liebe zu meinem Bruder und meinen Eltern ebenso. Je nach Art (Familie vs. Freund z.B.) braucht es mehr oder weniger Aufwand, damit sich die Liebe zueinander nur noch stärker und gefestigter wird. Anders gesagt, lieben kann ich unglaublich viele, aber nur welche Liebe man auch Pflegt und Aufmerksamkeit schenkt kann zu einer festen und intimen Bindung werden.

Ich persönlich nenne etwas erst eine Liebesbeziehung/Partnerschaft, wenn ein gewisses Mass an hegen, pflegen und bemühen von beider Seiten her besteht. Und manchmal besteht das zwar noch, aber eher in freundschaftlicher Art als in liebesbeziehungs Art.

Und aufgrund von dieser Einstellung verstehe ich ein polyamores Beziehungskonstrukt (oder wie man das auch immer nennen mag) nicht. Ich verstehe, dass man zu zwei oder mehreren Menschen tiefe Zuneigung und Liebe entwickeln kann. Ist mir auch schon passiert. Ich verstehe auch, dass man sich in einen tollen Menschen verlieben kann.

Aber wenn ich mit jemanden eine Liebesbeziehung aufbauen möchte, dann muss ich Zeit, Energie und Zuwendung in diese Liebesbeziehung stecken, damit die Liebe wächst und die Beziehung immer gefestigter wird. Alles andere ist keine Liebesbeziehung, meiner Meinung nach.

Ich kann mir schon nur von unser täglich zeitlich beschränkter Zeit nicht vorstellen, wie ich das für zwei oder mehr Gleichzeitig aufbringen soll. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man ein polyamores Beziehungskonstrukt so hegen und pflegen kann, wie es eine einzelne Liebesbeziehung schon nur an Aufwand bedarf.



Darum meine Fragen an euch:

  • Wie geht das, dass man eine Liebesbeziehung gleichwertig zu verschiedenen Menschen gleichzeitig aufbauen kann, ohne dass man in den einzelnen Beziehungen einstecken muss?
  • Auch die körperliche Nähe, die sich abstimmen und wachsen muss sehe ich als Schwierigkeit. Wie geht das, bei einer beschränkten Zeit?
  • Ist es realistisch gesehen überhaubt möglich mit mehreren Menschen gleichzeitig eine gleichwertige Liebesbeziehung zu führen? Oder hat nicht eine Beziehung jederzeit automatisch den Vorrang, auch wenn es nur aus zeitlichen organisatorischen Gründen ist?


Ich bin gespannt auf eure Überlegungen. Und vlt. verstehe ich es bald schon besser.

Eure Dechainee
*****plo Mann
Buchtip
Viele Fragen auf einmal... wenn du Zeit zum lesen hast, empfehle ich

"Schlampen mit Moral" der Autoren Doesi/Hardy...

Mein persönliches Beziehungsmodell findest du auf meiner Homepage "Einsichten". Bei Fragen, gerne *g*

Lg Duplo
*********1_Fen Paar
Wenn ...
... die emotionalen "Umstände" passen spielt Zeit eine untergeordnete Rolle.

Den Wunsch nach "mehr" hatte ich zwar auch, aber das muss man dann auch mit den gegebenen Realitäten abgleichen.

Das ändert allerdings nichts an den real empfundenen Gefühlen/ an der Liebe zueinander.

Und ja: Zeitmanagment ist ein Thema , isses in Poly-beziehung immer! *zwinker*

Es grüßt,
Der Schatten
Er schreibt
Den polyamoren Ansatz kann man leichter verstehen wenn man in einer Situation ist bei der ein einziger Partner nicht genug ist für das Leben, das man führen will. Dies tritt z.B. immer bei bisexuellen Menschen mit mittlerer Kinsey Klassifizierung auf, also Menschen die gleich starke Neigng zu homosexuellem wie heterosexuellem Sex haben. Das funktioniert mit nur einem Partner einfach nicht. Ein weiterer Klassiker sind Menschen, die im Laufe des lebens eine starke BDSM Neigung entwickeln und deren Partner dies nicht ergänzen können. Hier ist eine BDSM Spielbeziehung oder sogar mehrere die Lösung und so etwas geht sehr viel besser wenn dabei eine gute Beziehungstiefe erreicht wird. Diese Polyamorien sind also nicht strukturlos sondern strukturierte Beziehungsmuster, die für den individuellen Fall angepasst sind uns oft möglichst wenig in den Besitzstand des ersten Partners eingreifen sollten. Aber sie sollen auch dem Zweck dienen die Bedürfnisse der Person mit mehreren Beziehungen zu erfüllen. Dann ist es keine Last mehrere enge Beziehungen zu pflegen und zwar mit abgestufter Intensität je nachdem wie stark das Bedürfnis berücksichtigt werden soll.
****52 Mann
ich denke das man es nicht pauschlisieren kann da ein jeder anders ist.meiner Meinung nach kann poliamorie schon funktionieren wenn bei allen beteiligten eine gewisse emotionale Liberalität vorherrscht.und es muss ja nicht zwingend so sein das man jeden beteiligten gleich liebt,denn das liegt meiner Meinung nach an der menschlichen Natur.es wird immer jemanden geben den man favorisiert.sei es aus sexueller sicht oder einfach charakterlich.ich finde diese frage sehr interessant und werde diese Analyse auch aufmerksam verfolgen. *zwinker*
*******oul Mann
Ich stimme mit Dir überein dass jede Art von Beziehung. Liebe, Freundschaft oder was auch immer Zeit braucht und gepflegt werden muss, sonst stirbt sie.
Andererseits darf man sich vielleicht auch die Frage stellen wieviel Zeit wir ohnehin schon ungenutzt verstreichen lassen. Wieviele Paare gibt es die den grössten Teil der gemeinsamen Zeit schon gar nicht mehr wirklich nutzen, sie sind zwar zusammen und verbringen viel Zeit miteinander, aber wirklich nutzen??

Von daher würde ich die Frage in den Raum stellen, kann etwas weniger nicht auch viel mehr sein? Vielleicht etwas weniger Zeit für eine lieb geworden Person haben, diese Zeit dann aber auch wirklich nutzen....dem anderen die volle Aufmerksamkeit schenken und für die Zeit nur für ihn da zu sein.

Einfach ein paar Gedanken von mir dazu.
*******otti Frau
Mal ne ganz blöde
Frage. Ich dachte immer, dass man entweder polyamor ist oder eben nicht u d sich nicht dazu entscheiden kann. Enieder man ist in der Lage, zu mehreren Menschen eine Liebesbeziehung zu unterhalten oder eben nicht. Aber kann ich mich dazu entscheiden "ab morgen bin ich polyamor"?
Er schreibt
FlotteLotti:
Mal ne ganz blödeFrage. Ich dachte immer, dass man entweder polyamor ist oder eben nicht u d sich nicht dazu entscheiden kann. Enieder man ist in der Lage, zu mehreren Menschen eine Liebesbeziehung zu unterhalten oder eben nicht. Aber kann ich mich dazu entscheiden "ab morgen bin ich polyamor"?

Genau da liegt bei rein emotional gesteuerten Menschen die Ursache für Mißverständnisse. Beziehungn sind weitgehend mit Liebe gleichzusetzen und sollten reflektiert werden und auf eibnem tiefen Verständnis der eigenen ehrlich empfundenen Bedürfnisse beruhen. Man sollte also nicht mehr an den Märchenprinz zur Lösung der persönlichen Lebenssituation glauben sondern sich selber kennen und lieben. Dann lernt man auch die Menschen kennen, die einem zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse passen. Es kommt halt darauf an die Lebensumstände und die gepflegten beziehungen in Einklang mit den eigenen Bedürfnissen zu bringen. Das hat sehr wenig mit Romantik aber viel mit Bewusstsein zu tun. Die Ausrede dass man gefühlsmäßig nicht mit mehreren kann bedeutet dann auch nur dass man keine so radikal diversifizierte Bedürfnisstruktur an sich akzeptiert, dass sie nicht durch einen Partner abgedeckt werden kann. Für mich als bisexuellen Mann klingt das aber irgendwie nicht richtig.
*******n_78 Frau
Wie geht das, dass man eine Liebesbeziehung gleichwertig zu verschiedenen Menschen gleichzeitig aufbauen kann, ohne dass man in den einzelnen Beziehungen einstecken muss?

Ganz einfach: Indem unterschiedliche Menschen unterschiedliche Dinge als "wertig" wahrnehmen. Nicht alle Menschen setzen "Zeit" mit "Wert" gleich. Für manche ist es z.B. "Intesität" oder ganz andere Dinge.

Auch die körperliche Nähe, die sich abstimmen und wachsen muss sehe ich als Schwierigkeit. Wie geht das, bei einer beschränkten Zeit?

Siehe oben. Nicht alle Menschen nehmen - wie offenbar du - Zeit und Arbeit in dieser Zeit als einzigen oder wichtigsten Beziehungswert wahr. Man kann auch noch ganz anders miteinander wachsen, ohne, dass man sich ständig "kümmern" muss (so klingt deine Beschreibung nämlich für mich)

Ist es realistisch gesehen überhaubt möglich mit mehreren Menschen gleichzeitig eine gleichwertige Liebesbeziehung zu führen?

Ja, ist es. Denn man kann für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Dinge zur Verfügung stellen. Ebenso stellen unterschiedliche PartnerInnen einem selbst unterschiedliche Dinge zur Verfügung (sonst könnte man sich das ja auch sparen - überspitzt formuliert. Es geht ja - zumindest für mich - nicht um "mehr vom Gleichen")

Oder hat nicht eine Beziehung jederzeit automatisch den Vorrang, auch wenn es nur aus zeitlichen organisatorischen Gründen ist?

Nein, für mich nicht. Wer wann wem was zur Verfügung stellt ist unterschiedlich, ebenso wie die Zeitabschnitte, in denen man das tut. Ach ja .... und es ändert sich auch ständig über die Zeitachse (zumindest bei mir).
*********t6874 Paar
Hi,

Ein Zahlenspiel für eine Woche:

Schlafen: 56 Stunden
Hygiene: 7 Stunden
Haushalt: 16 Stunden
Arbeit: 40 Stunden
Arbeitsweg inklusive. Pausen: 10 Stunden
Zeit für Freunde und Familie: 5 Stunden
Sport inklusive. Weg: 4 Stunden
Andere Hobbys: 4 Stunden

Da komme ich schon auf 142 Stunden.

Bleiben 26 Stunden die Woche für alles andere inklusive Partner. Davon beschäftigt man sich intensiv mit dem Partner vielleicht eine Stunde am Tag, Sex eingeschlossen.

Dein Argument war, die Zeit nicht zu haben, um mehr als eine Beziehung zu führen.

Ich meine, dass Zeit da nicht der ausschlaggebende Faktor ist, sondern davor viele andere Dinge einen davon abhalten, die Beziehung zueinander zu pflegen. Arbeit zum Beispiel oder Haushalt und Hobbys. *ggg*

Ich muss dazu sagen, dass ich mehr als zwei Beziehungen nicht führen möchte, weil ich gerne mal alleine bin und ganz für mich.

Schreibt Sie
****
Ist es realistisch gesehen überhaubt möglich mit mehreren Menschen gleichzeitig eine gleichwertige Liebesbeziehung zu führen? Oder hat nicht eine Beziehung jederzeit automatisch den Vorrang, auch wenn es nur aus zeitlichen organisatorischen Gründen ist?

mMn ist das nicht dauerhaft möglich. Weder zeitlich noch emotional.
Einer der Partner wird immer einen höheren Stellenwert haben als der andere.
Mehrere, vollkommen gleich"wertige" Beziehungen nebeneinander halt ich für eine Illusion und Selbstlüge.
Wobei man hier natürlich auch immer unterscheiden muss wie jemand für sich Beziehung und Liebe definiert.
Liebe und Beziehung sind momentan ja stark inflationär gebrauchte Worte.
Er schreibt
Wie geht das, dass man eine Liebesbeziehung gleichwertig zu verschiedenen Menschen gleichzeitig aufbauen kann, ohne dass man in den einzelnen Beziehungen einstecken muss?

Es steht nirgendwo geschrieben, dass multiple Beziehungen gliechwertig sein müssen und den gleichen Bedürfnissen (z,B. Vanilla Sex) dienen müssen.

Ist es realistisch gesehen überhaubt möglich mit mehreren Menschen gleichzeitig eine gleichwertige Liebesbeziehung zu führen? Oder hat nicht eine Beziehung jederzeit automatisch den Vorrang, auch wenn es nur aus zeitlichen organisatorischen Gründen ist?

Das ist in der Tat eine sehr sinnvolle Überlegung, die es lohnt zu verfolgen. Solche Polyamorien sind oft aus offenen Beziehungen gewachsen und können eine bewerkenswerte Stabilität haben. z.B. Hotwife lebt mit Cucki Ehemann und liebt ihn abgöttisch, hat aber für ihre BDSM und Sex Bedürfnisse einen Lover, der auch eine möglichst stabile Beziehung mit ihr hat.
*********t6874 Paar
mMn ist das nicht dauerhaft möglich. Weder zeitlich noch emotional.
Einer der Partner wird immer einen höheren Stellenwert haben als der andere.

Wenn man hierarchisch denkt, ja.

Wenn man jede einzelne Stunde aufrechnen will, ja.

Das muss man aber nicht tun. Es ist auch nicht zielführend, eine Beziehung wie einen Geschäftsvertrag zu führen.

Man kann zum Beispiel gemeinsam wohnen. Das spart Zeit und Wege. Oder aber einer hat eh nicht so viel Zeit, dann geht es nicht ohne mathematisches Ungleichgewicht.

Aber wie gesagt, Aufrechnerei ist da unsinnig. Es geht bei Beziehungen um Gefühle und die ausdrücken zu können. Beziehungen wollen gelebt werden, nicht theoretisch konstruiert.

Sicherlich kann nicht jeder Mensch polyamoren leben, schließlich ist das auch kein Ding, was man mal macht, weil es in ist, sondern eher zu vergleichen mit einer Neigung. Die ist da und wie man es am Ende in der Praxis gestaltet und leben möchte, bleibt den Beteiligten überlassen.

Schreibt Sie
************
Aber wie gesagt, Aufrechnerei ist da unsinnig. Es geht bei Beziehungen um Gefühle und die ausdrücken zu können. Beziehungen wollen gelebt werden, nicht theoretisch konstruiert.

Ein Tag hat 24 Stunden. Da brauche ich nichts "hierarisch aufrechnen". Das sind die gegebenen Fakten.
Das hat auch nichts mit konstruieren zu tun oder einem Geschäftsvertrag. K.a wie man zu solchen Schlussfolgerungen kommen kann.

Genau, Beziehungen wollen gelebt werden. Leben braucht Zeit. Leben braucht Raum. Leben bedeutet Entwicklung _ Entwicklung benötigt Zeit.
Nicht einkalkuliert die Zeit die jeder für sich selbst (!) braucht.

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Da hat, wie bereits geschrieben, ja jeder eine andere Haltung dazu.
Er schreibt
BlueVelvet6874:
Sicherlich kann nicht jeder Mensch polyamoren leben, schließlich ist das auch kein Ding, was man mal macht, weil es in ist, sondern eher zu vergleichen mit einer Neigung.

Hmmm, da stimme ich nicht so ganz zu. Polygamie ist eher mit einer Neigung zu vergleichen bei Menschen die die Neigung für Sex mit mehreren haben. Daraus auch Beziehungen zu machen trifft eher auf solche Menschen mit diversifizierten intimen Bedürfnissen und Fetischen zu, die nicht in einem Partner vereinbar sind. Die Polyamorie begründet sich also eher in der Bedürfnisabdeckung als in der Neigung zu einer sexuellen Praxis. Natürlich gibt es auch die polyamoren menschen, die sich ständig undiskriminiert verlieben und viele Menschen auf die gleiche Vanilla Art lieben. da stellt sich aber schon die Frage wo der Übergang von der Polygamie mit Polyamorie-Vorteuschung und der richtigen Sache liegt. Dass es Poly-Liebe-Heuchler gibt sollte sich bereits rum gesprochen haben.
*********t6874 Paar
Das hat auch nichts mit konstruieren zu tun oder einem Geschäftsvertrag. K.a wie man zu solchen Schlussfolgerungen kommen kann.

Es gibt genug Menschen, die ihrem Partner das vorrechnen oder vorhalten, wenn er nicht genug "Zeit in die Beziehung investiert". Buchhalterseelen nenne ich das.

Und ich habe deutlich gemacht, dass 90% der 24 Stunden gemeinhin nicht für die Beziehung draufgehen. Da ist also je nach individueller Lebensführung genug Raum für weitere Beziehungen. Das Leben besteht auch so aus mehr als nur der Beziehung zum Partner. Und sehr viele monogame Beziehungen, da verbringen die Menschen nebeneinander ihr Leben und gar nicht miteinander. Was bleibt ist dieses "er gehört zu mir" Gefühl. Und sehr viele Menschen fühlen sich verpflichtet, weil man ja in einer Beziehung lebt.

Das darf man auseinander dröseln und sich überlegen, was macht meine Beziehung wirklich aus, gerade hinsichtlich des Zeitaufwandes.

Muss man aber nicht, man muss nicht einmal verstehen, wozu das gut sein soll. Die meisten Menschen akzeptieren Vorgegebenes einfach so, weil es schon immer so war. Das ist völlig in Ordnung. *g*

Schreibt Sie
*********t6874 Paar
Polygamie ist eher mit einer Neigung zu vergleichen bei Menschen die die Neigung für Sex mit mehreren haben.

Polyamorie muss sogar gar nichts mit Sex zu tun haben.

Polygamie be deutet übrigens, mit zwei Menschen verheiratet zu sein.

Ach, mir wird hier wieder einmal bewusst, weshalb es dazu eine eigene Gruppe gibt. *zwinker*

Schreibt Sie
******Zur Frau
Hab's nie probiert ...
... aber, wie schon an anderer Stelle vor ca. 1 Woche geschrieben, ich würde wohl alles jenseits einer exclusiven, monogamen Beziehung garnicht in mein Diary bekommen.
Obwohl für mich andere Aspekte für die Wahl von exclusiven, monogamen Beziehungen absolut paramount sind.

BerLonZur
****aba Frau
Schönes Thema
Ist es realistisch gesehen überhaubt möglich mit mehreren Menschen gleichzeitig eine gleichwertige Liebesbeziehung zu führen? Oder hat nicht eine Beziehung jederzeit automatisch den Vorrang, auch wenn es nur aus zeitlichen organisatorischen Gründen ist?

Für mich ist das nicht realistisch. Nach all den Jahren hier kann ich wohl den Gedanken der Polyamorie ein gutes Stück weit nachvollziehen, stoße aber genau wie Du, liebe TE, immer wieder an diese Frage.

Ich lese hier sehr oft von Primär- und Sekundärbeziehung. Das mag sich sicher nicht (nur) auf den zeitlichen Rahmen beschränken, dennoch geben doch diese Begriffe schon vor, wer in solch einer Konstellation welchen Stellenwert besitzt.

Tatsächlich bin ich aber auch der Mensch, der in einer Partnerschaft blind ist für andere Liebesbeziehungen. Ich sehe dann andere Männer nicht mehr als sexuelle Wesen und konzentriere mich auf mich und meine Zweierbeziehung...ohne zu klammern.


Und ich habe deutlich gemacht, dass 90% der 24 Stunden gemeinhin nicht für die Beziehung draufgehen.

Da soviel Zeit für Arbeit, schlafen, Hobbies, essen, Hygiene, Freunde, Familie etc.pp drauf geht, würde ich gerade die verbleibenden 10% nutzen, um meine bestehende Beziehung zu pflegen und mit meinem Partner die wenige gemeinsame Zeit qualitativ auszukosten...oder mir einfach auch nur mal Zeit für mich zu nehmen.
Ich möchte nicht in einer Partnerschaft leben, in der ich meine wenige Zeit auch noch so aufteilen muss, dass jedes Blümchen, welches ich gerade anfliege, auch genügend gleiche Aufmerksamkeit von mir bekommt, denn damit wäre mein Partner gefühlt nur Einer von Vielen....dafür gehe ich jedoch keine Partnerschaft ein.
****dat Frau
JOY-Angels 
Ist es realistisch gesehen überhaubt möglich mit mehreren Menschen gleichzeitig eine gleichwertige Liebesbeziehung zu führen? Oder hat nicht eine Beziehung jederzeit automatisch den Vorrang, auch wenn es nur aus zeitlichen organisatorischen Gründen ist?

Mein Mann hat neben mir (man beachte meine Wortwahl *mrgreen*) eine Freundin. Ich bin seine Frau. Seit zwei Jahrzehnten.
Seine Freundin (die ich sehr liebhabe) wird schon alleine rein emotional immer hinter unserer Beziehung hinterherhinken, mein Vorsprung ist zu groß.

Ich kann mir für mich nicht vorstellen, einem „neuen“ Partner eine völlige Gleichwertigkeit geben zu können. Wir haben es versucht, aber darunter litt unsere Ehe. Wir haben uns fast verloren.

Mein Mann ist ja nicht nur ein Lebensabschnittsgefährte. Er ist mein Leben.

Seine Freundin ist übrigens ebenfalls verheiratet. Würde mein Mann sie vor die Wahl stellen, würde sie sich immer für ihren Gefährten entscheiden, der seit 30 Jahren an ihrer Seite ist.

Gleichwertigkeit kann ich mir nur vorstellen, wenn man fast zeitgleich zwei Partner findet.
********ed76 Frau
16h/Woche Haushalt?
Sorry OT aber du haushaltest dann quasi mehr als du deinem Partner Zeit inkl. Sex von einer Std. Täglich einräumst? *panik*

Zum Thema bzw. auch OT - da ich nur einen Menschen im Moment lieben kann/will, würde ich diese Gefühle auch nur einem Menschen entgegenbringen wollen. Dass man ab und an außer Haus vögelt, weil man bi ist, macht einen doch nicht Poly und es wäre rein körperlich, was mir mein Partner hierbei nicht bieten kann. Wenn ich mich in einen anderen verliebe, dann würde ich eher denken, dass meine aktuelle Beziehung nicht ganz rund läuft aber ich bin ja auch 'normal gestrickt' *kaffee*
*********1_Fen Paar
( Btw.) : Neigung?!
Das ich Polyamor bin ist für mich keine Frage der "Neigung" ( gewesen), sondern vielmehr hab ich das irgendwann einmal festgestellt das es so ist/ ich eben so bin.

Bzw. Habe ich umrissen, das es nichts schlimmes ist & das es absolut sein kann & darf, mehr als eine Frau( auch in sexueller Hinsicht) zu lieben.

Das kann ich nicht vergleichen wie zb einen Fetisch zu haben.

Aber das nur am Rande *zwinker*
*********t6874 Paar
Sorry OT aber du haushaltest dann quasi mehr als du deinem Partner Zeit inkl. Sex von einer Std. Täglich einräumst?

Gemeinsam auf der Couch einen Film ansehen, ist für mich keine Qualitätseit zusammen. Dann ist man beieinander, nicht miteinander. Und stell dir vor mit meinen Mitarbeitern verbringe ich 5 Tage die Woche 40 Stunden. *lol*

Ja, sich das genauer anzusehen ist schon etwas verrückt. Das habe ich aufgezeigt, wenn man eine Beziehung daran messen möchte, wie viel Zeit man gemeinsam in einem Raum ist. Das sagt über Quantität etwas aus, nicht über Qualität. Und mein Mann ist eh oft nicht da, da habe ich zb Zeit zum kehren und staubsaugen. : D

Schreibt Sie
******376 Frau
Grunddaten zu uns – ich liebe mein Ehemann, mit dem ich zusammenlebe, jede Nacht in einem Bett schlafen, meinen Gefährten. Wir reden sehr viel. Wir teilen alles. Wir haben 3 Kinder zusammen.
Und ich liebe meinen Freund. Sein Sohn und meine Söhne sind befreundet, daher kennen wir uns. Er und seine Freundin leben mit ihren 2 Kindern wohnen 5 Minuten zu Fuß von uns entfernt.
Wir haben alle kaum Zeit. Kranke Eltern. Krasse Berufe.
Mein Freund hat nach 18 Jahren innerhalb seiner Firma heute die Stelle/Abteilung gewechselt. Weil ich ihn liebe hab ich ihm eine Art Schultüte gebastelt. Lauter Knabbersachen, pflegeprodukte, ... seine Freundin hat es völlig vergessen, sie war richtig irritiert, dass das schon heute ist.

Verstehst du auf was ich rauswill? In neuen Beziehungen machen man krasse Sachen, kindisch, es freut den anderen. Dafür muss man nicht zusammen leben und Kinder haben etc. Liebe auf verschiedenen Ebenen.
******n88 Frau
Ich habe mich nie mit dem Thema beschäftigt. Mir ist nur immer heiß und kalt geworden, wenn ein Partner/eine Partnerin "sesshaft" werden wollte (Kinder/ Haus etc pp.). Diese starre Enge hat furchtbare Fluchtinstikte ausgelöst. Für mich war irgendwann klar: Familie ist nicht meine Baustelle. Bis ich durch Zufall an ein komplett anderes Beziehungs-Familien-Modell geraten bin. Zu Beginn war ich sehr skeptisch und konnte mir überhaupt keinen Reim draus machen aber schnell wich dem WTF -Gedanken eine unheimliche Befreiung. Familie geht offensichtlich auch außerhalb von betonierten monogamen Beziehungsgeflechten.
Ich will gar nicht so tun, als sei so ein Poly-Konstrukt einfach. 😅 Gerade am Anfang hat das schon ordentlich geruckelt und gepoltert, gemeinsame Zeit zu finden ist z.B. gar nicht so einfach. Die beiden leben zusammen, Kinder sind auch im Boot. Ich lieb jetzt quasi nicht nur zwei Menschen sondern auch noch die Brut (Babykuscheln ohne selbst eins u bekommen, yay! *selbstgefall*)
Ich wohne ca eine Autostunde entfernt und bin "dazugekommen". Natürlich habe ich nicht den "gleichen Stellenwert", wie auch. Das schöne ist: Wenn man über solche anfänglichen Kategorisierungen und Aufrechnereien hinweg ist, kann man dann anfangen, die Sache zu genießen für das, was es ist und weiß die gemeinsame Zeit, die man miteinander verbringt, zu schätzen. *g*
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