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Liebe, Zeit, Pflege - Polyamorie?

***ko Mann
77 Beiträge
Teilweise sehr schöne Beiträge die ich hier lesen darf, ich finde es aber schwierig Vor- und Nachteile der jeweiligen Gefühlswelten gegeneinander aufwiegen zu wollen.

Früher mag es praktikabel gewesen zu sein, dass sich Menschen in einer Ehe gefangen oder gefunden haben, heute haben wir viel mehr Raum um unsere Bedürfnisse zu leben.

Ich mag Nähe und Intimität in unterschiedlichen Formen, freue mich wenn ich mit meinen Lieblingsmenschen Zeit verbringen kann, über unterschiedliche Themen reden kann und unterschiedlichste Dinge unternehmen kann die einem anderen meiner Lieblingsmenschen überhaupt nicht liegen.

Die Frage wie man Liebe empfindet spielt für mich eine große Rolle. Liebe ist für mich, einen Menschen glücklich machen zu können und das schließt auch mich mit ein. Symbiotisch wird es dann wenn Menschen da ähnlich ticken und das ist wunderschön.

Um glücklich zu sein brauche ich meinen Freiraum, brauche Abwechslung und das nicht nur im Sex, sondern bei den verschiedensten Themen und Aktivitäten.
Wenn ich dann mit Menschen zusammen bin und wir uns zusammen glücklich machen können dann empfinde ich Liebe.
Wenn ich mich selber gerade nicht Liebe, dann läuft irgendwas falsch.

Ich weiß selber noch nicht ob ich Polyamor bin, gehe aber seit gut 2 Jahren sehr offen mit dem Thema um, gönne Freiräume, lebe meine, fühle in mich und rede drüber.
In meinen bisherigen monogamen Beziehungen war ich jedenfalls nicht sehr lange Glücklich und es war für mich mit sehr viel Leid verbunden.
******_86 Frau
11 Beiträge
Hallo,

mein erster Beitrag hier, aber da ich dazu meine Perspektive und Erfahrung beitragen kann, ist das vielleicht ein guter Start. Zudem kommt auch eine Portion Ratlosigkeit aber auch meine persönliche Erkenntnis… Ich habe es mit einer Polybeziehung probiert und wir oder ich bin gnadenlos gescheitert. Nicht daran das ich eifersüchtig war oder oder… Sondern das es immer wieder Baustellen gab, zwar viel Kommunikation aber irgendwie war es immer unklar ( trotz darüber reden ) wie es den jeweils anderen dabei geht. Totale Ambivalenz die immer wahrnehmbar war, teilweise ausgesprochen aber nicht klar formuliert. Es war ein komm her - geh weg. Gefühlt. Ich fühle für diesen Menschen eine tiefe Liebe, aber die Art und weise wie wir alle dieses Gefüge gestaltet haben war eine Katastrophe. Nur noch Brände löschen.

Ich glaube bei poly muss man einfach wissen ob man das selber leisten kann. Ist die Liebe da und verursacht die Liebe keinen moralischen Konflikt, halte ich poly für lebbar. Es sollte kein Leistungsdruck herrschen im Bezug aufeinander. Liebe sollte nicht Leistung sein, sondern die Lust entstehen lassen einander zu begegnen. Ich kenne Polys die sehen weitere Partner*innen nur ein paarmal im Jahr und trotzdem ist die Liebe da. Ich habe nun zwar jetzt ein dermaßen gebrochenes Herz das ich mich frage wann ich mich endlich davon erhole, habe aber auch erfahren das ich einen Menschen tief lieben kann, so wie er ist. Ihn sozusagen mit dem Herzen zu sehen und nicht unter dem Raster der Pflichterfüllung. Aber naja. in unserm Fall hat es nicht funktioniert. Es kamen sehr viele Aussenfaktoren hinzu.
*******ove Mann
6.545 Beiträge
Weiß nicht wie das genau in polyamoren Beziehungen ist. Kann mir nur vorstellen, dass je mehr Menschen in der Beziehung sind, je weniger Zeit hat man für den Einzelnen.

Kann nur schreiben wie es bei uns ist.
Wir haben zwei Herzens-Menschen.
Die Zeit mit ihnen vergeht immer wie im Flug.
(Ob das jetzt 2 oder 10 Stunden sind)

Die Zeit die wir miteinander verbringen können ist sehr intensiv und wertvoll und kostbar für uns.

Denke auch, dass man nie "genügend" miteinander hat bzw. es sich so anfühlt.

Arbeit und sonstige Verpflichtungen lassen sich nicht immer bei Seite schieben.
LG Meli
***le Mann
331 Beiträge
Zitat von **********sburg:

Die Zeit mit ihnen vergeht immer wie im Flug.
(Ob das jetzt 2 oder 10 Stunden sind)

Aber dafür hallen die Begegnungen noch einige Tage nach, nicht wahr? *g*

Zitat von **********sburg:

Denke auch, dass man nie "genügend" miteinander hat bzw. es sich so anfühlt.

Ja, dieses Gefühl ist da. Ich sehe das aber als Vorteil an. Dadurch bleiben Sehnsucht und Verlangen länger lebendig.
*******ove Mann
6.545 Beiträge
@***le
Ja du hast recht *g*
**********ben_M Mann
21 Beiträge
Polyamor
Hallo Dechainee
Polyamorität interessiert mich schon seit vielen Jahren, aber die Umsetzung scheitert an ganz verschiedenen Umsetzungsweisen.
Ich verstehe dich so als würdest Du zu jedem Deiner Partner eine Beziehung aufbauen, das ist wirklich stressig wenn jeder der Partner sich nach 24/7-Kontakt sehnt. So habe ich das aber nie verstanden.

Beispielsweise könnte es ein organisierter Partnertausch sein wie im Film "Quartett d'amour". Aber auch da sind die sich liebenden Paare nie 24/7 zusammen.

Ich würde es gerne haben mit der Partnerin fest zusammen zu sein, geliebt und wieder geliebt werden. Dann aber auch zulassen und auch erleben dass sie und/oder ich eine oder zwei Zusatzperson(en) finden und Gefühle entwickeln, mit denen man etwas unternimmt oder sogar zu sich nimmt.

In meiner Vorstellung können die Gefühle zum anderen sein aber nicht die eigenen ausschließen! Daran hapert es leider.

So hatte ich beispielsweise eine Freundin die ungefähr 4 Mal switschte zum anderen Partner, also quasi jedes Mal "Schluss" machte. Das ist zuviel Stress.
Eine andere Freundin wollte eine Beziehung und den Sex ausschließlich mit anderen Männern.

Letztendlich habe ich noch nicht gefunden was ich suche und lediglich "nur" normale monogame Beziehungen gepflegt.
LG Sevi
****d54 Mann
2.191 Beiträge
Ich habe Sehnsucht nach Nähe und zu spüren und verbunden zu fühlen und mich ankuscheln
****64 Frau
37 Beiträge
Nähe ist wichtig. Damit kommt Vertrauen. Ich habe keine feste Beziehung, ich liebe jede meiner Bekanntschaften (oder ist es mehr?) auf seine Weise und möchte sie nicht missen.
Trotzdem ist da die Sehnsucht nach mehr. Nicht 24/7. Es ist für mich nicht die ideale Lösung, ebenso wenig auf Dauer mehr als einen Mann zu lieben. Noch genieße ich es. Alles hat jedoch seine Zeit. Und nichts kann kann erzwungen werden, auch wenn hier Bauch und Kopf gegeneinander kämpfen. Gratulation an die, die Ihren Weg gefunden haben und glücklich damit sind.
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