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Wie stark bestimmen wir unsere optischen Vorlieben selbst?

*****e_3 Frau
2.065 Beiträge
Was wir nicht alles so glauben, bewusst und aus uns selbst heraus zu entscheiden. *zwinker*

Ich glaube, es ist ganz oft nicht wirklich der Fall.
Vieles ist doch irgendeinem Urinstinkt geschuldet und dazu kommen dann noch die "Früchte" von Erziehung / Sozialisation / Kultur.

Nicht zu unterschätzen ist auch das Selbstbewusstsein - so als Basis, um sich ggf mutig den Idealen zu widersetzen.

Und die Fähigkeit, zu hinterfragen, wer am "Markt der Schönheitsideale" tatsächlich verdient.

Ich vermute mal, dass DIE am authentischsten leben - und ihr Leben selbstbestimmt gestalten - die versuchen, bei sich zu sein und sich die Mechanismen, die daran hindern, bewusst zu machen.
Könnte immerhin ein erster Schritt sein. Ob weitere gelingen, wird sich zeigen.
*g*
Schönheitsideale und Supermodels, alles Papperlapapp. Alles soll uns diktiert werden, was schön und lecker ist.
Aber nehmen wir mal die Supermodels....igitt, sind die dürre und absolut nicht mein Ding.
Ich mag mollige Menschen, ob Mann oder Frau. Nicht weil sie nicht dem Schönheitsideal entsprechen, sondern weil ICH sie schön und sexy finde.
Mode: Da wird uns gesagt, dass Löcher in den Jeans der letzte Schrei ist!!!
HALLO, wach werden!!!die verkaufen euch Müll.
Essen: Ich mag Eintopf aller Art. Sieht aus wie schon mal gegessen, schmeckt aber super und ist gesund.
Was ich sagen will: Lasst euch nicht manipulieren
Müsste ein Huhn erst die Erfahrung machen, dass ein Marder der Feind und todesgefährlich ist, dann wäre es nach der ersten Begegnung mit einem solchen Gesellen schlichtweg gefressen - insofern ist das "Bild" eines Marders als ein Stück Welt von Geburt an im Huhn, bevor es überhaupt die Welt kennengelernt hat und muss auch nicht im Sozialverband erst gelernt werden - auch ein einzeln lebendes Huhn "kennt" den Marder.

Oder Zwillingsforschung, wo eineiige Zwillinge bei der Geburt getrennt wurden und getrennt voneinander aufgewachsen sind: Treffen sie sich nach Jahren, freuen sie sich nicht nur, sondern sind auch erstaunt darüber, dass ihnen zum Beispiel Cordhosen lieber sind als Jeans, dass sie die gleichen Farben mögen, dass sie beide Fingernägel kauen, ja, sogar den gleichen Typus eines Partners haben.

Was ich sagen will: wir sind mit Sicherheit weit mehr genetisch determiniert als man so landläufig annehmen würde.
Leider beginnt das Galama damit, dass wir Erfolg und Sozialprestige höher ansiedeln als persönliches Glück und nicht oder kaum auf unsere innere Stimme hören; dass wir Konformität, Mode und Angleichung an die Masse (aus Bequemlichkeit oder Berechnung) als Wert höher ansiedeln als unser höchstpersönliches Ding durchzuziehen --- auch wenn wir damit durch alle Raster und Netze fallen --- aber wie gesagt, vor diesem Risiko ist es verständlich, dass viele es vorziehen mit den Wölfen zu heulen als gegen sie zu kämpfen ... und das ist nicht nur eine Sache der Optik.
komische Wendung
nimmt das Thema...
Wieso nuss hier schon wieder betont werden, dass Optik oberflächlich ist???
Es geht in der Rückschau eher darum, sich mal zu fragen, ob man tatsächlich schon sehr früh bestimmte Vorlieben entwickelt, und ob wirklich so viel äußerliche Einwirkung zählt.
Bei mir garantiert NICHT, denn die Männer, die ich am attraktivsten finde, sieht man hier selten in Werbung o.ä.

(Notiz an mich: ich muss dann wohl doch mal nach Japan o.ä, auswandern. Maori gingen auch auch *lol* )
*******_nw Frau
7.610 Beiträge
Themenersteller 
Auch das gibt es natürlich, dass man für die allgemeinen Schönheitsideale nichts übrig hat. Da sind verschiedene Gründe möglich, dass man frühzeitig sehr schlechte Erfahrungen mit so einem Ideal gemacht hat oder dass man sich durch ein besonderes Erlebnis auf einen ganz anderen Typ festgelegt hat. Es ist nicht so einfach dass man nur etwas vorgesetzt bekommen muss und ausnahmslos alle finden das dann toll - das hätten nur die Werber gern so *zwinker*
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Liebe
fragt doch überhaupt nicht nach Schönheit. Andererseits weiß ich, dass es bei aller Liebe Grenzen gibt.

Ich glaube nicht an Selbstbestimmung dieser Art. Wir werden durch unsere Gene vorgeprägt, danach erfolgt die Prägung durch Erfahrungen, Umwelt, Erziehung. So kann es aber auch kommen, dass man zwar ein ästhetisches Ideal hat, aber verlieben oder auch nur Sex haben ist nur mit anderen möglich.

Meine Idealbilder sind sämtlich für mich sexuell uninteressant, vielleicht aus Selbstschutz?
*******_nw Frau
7.610 Beiträge
Themenersteller 
Selbstbestimmung wäre sicherlich hoch gegriffen. Ich glaube auch nicht dass wir uns aus reiner Überzeugung oder Zweckmäßigkeit ein eigenes Idealbild schaffen können nur weil wir das gerade wollen. Aber wir können denke ich durchaus modifizieren und ohne Zweifel können wir Sachen anders bewerten - das tun wir bei vielen Sachen. Wer hat noch nie eine bestimmte Vorstellung gehabt was das Tollste für ihn wäre und irgendwann festgestellt als er es hatte dass er das gar nicht toll findet ... und sein Interesse dann auf etwas anderes gelenkt?

Gene und Prägung ...
ein schwieriges und nicht unbedingt eindeutiges Thema. Sicher haben wir Gene die Verhalten bestimmen und darüber hinaus Mechanismen wie Epigenetik die auch ohne Gene Verhalten beeinflussen können - so weit ich weiß weiß man noch nicht genau wie und was da alles möglich ist.

Aber sehr viele genetische Anlagen sind modifizierbar, das ist ein Teil der Überlebenstrategie im Zusammenspiel von Genetik und Verhalten. Sonst müsste es ja auch ein Homosexuellen-Gen geben, oder nicht? Und ich bezweifele sehr stark dass es so etwas gibt ... Es findet nur eine andere Auswahl der Sexualpräferenz statt, wären das Gene dürfte das nicht gehen.

Prägung bedeutet dass innerhalb einer bestimmten sensiblen Phase ein Verhalten einmalig festgelegt wird. Ein Prägevorgang ist nicht umkehrbar. Wie bei Gänsen, das erste was sie erblicken nach dem Schlüpfen ist die Mutter. Sogar wenn es ein Fußball ist. Punkt. Der folgen sie, das lässt sich nicht ändern.

Beim Menschen gibt es soweit ich weiß keine Prägung, jedenfalls nicht in dem Bereich der Sexualpräferenz. Es gibt auch so genannte prägeähnliche Abläufe, auch da gibt es sensible Phasen in denen ein Verhalten sehr nachhaltig festgelegt wird. Aber diese Verhaltensweisen sind änderbar, wenn auch schwierig zu ändern. Echte Prägung ist es nicht.
@ Candide
negativ sicherlich nicht *g*
Ich habe mir da nie reinreden lassen -deswegen war und bleibt der Reiz für mich sehr hoch *g*
Ich habe auch diese Vorliebe real erleben dürfen, und das Positive hat sich für mich dadurch bestätigt.
*****de2:
Sonst müsste es ja auch ein Homosexuellen-Gen geben, oder nicht? Und ich bezweifele sehr stark dass es so etwas gibt

Mittlerweile ist bekannt, dass die sexuelle Präferenz als genetische Info auf einem Schenkel eines X-Chromosoms gespeichert ist.
Da bekanntlich bei der einen Hälfte der Föten ein Schenkel abbricht und dadurch das männliche Geschlecht festlegt, ist noch nichts über die sexuelle Präferenz dieses so entstehenden Mannes gesagt - im Regelfall bricht der Schenkel ab, der die Disposition auf Mann bestimmt und übrig bleibt derjenige, der den Mann auf Frau anspringen lässt.
Bei Homosexuellen verbleibt allerdings der Schenkel mit der sexuellen Ausrichtung auf Männer (und der für die sexuelle Ausrichtung auf Frauen bricht ab).

Warum bei Frauen - und dem weiteren Vorhandensein aller Schenkel der X-Chromosomen - größtenteils doch eine sexuelle Präferenz auf Männer festgelegt wird, ist gerade Gegenstand der Forschung.
*******_nw Frau
7.610 Beiträge
Themenersteller 
Da bekanntlich bei der einen Hälfte der Föten ein Schenkel abbricht und dadurch das männliche Geschlecht festlegt

Ähm, wo hast du das her? Könntest du dazu möglicherweise eine Quelle angeben? Ich bin zugegebenerweise keine Genetikerin, ich habe bloß Biologie studiert und bin bestimmt nicht auf dem allerletzten Stand was die Forschung angeht aber das deckt sich mit keiner der Informationen die ich habe ... Ich lerne gern dazu wenn es anders ist. So weit ich weiß hat das Y-Chromosom gerade mal 19 Gene gemeinsam mit dem X-Chromosom, das ist so gut wie nichts, durch ein 'Abbrechen' eines Schenkels ist das nicht im Ansatz zu erklären.

Natürlich gibt es 'Chromosomenbrüche' und daraus folgend häufig gravierende Erkrankungen, aber dass das mit dem Y-Chromosom zu tun haben sollte, und zwar aktuell, wäre sicher nicht nur mir völlig neu ...
Mittlerweile ist bekannt, dass die sexuelle Präferenz als genetische Info auf einem Schenkel eines X-Chromosoms gespeichert ist.
Da bekanntlich bei der einen Hälfte der Föten ein Schenkel abbricht und dadurch das männliche Geschlecht festlegt, ist noch nichts über die sexuelle Präferenz dieses so entstehenden Mannes gesagt - im Regelfall bricht der Schenkel ab, der die Disposition auf Mann bestimmt und übrig bleibt derjenige, der den Mann auf Frau anspringen lässt.


Was ist denn das für ein Murks? Soll das ein Spar-Witz sein, oder hast du dir das auf irgendeiner Esoterik-Seite angeeignet? Das fällt wohl in dieselbe Kategorie, wie, dass die dummen Kinder zu Mädchen werden, weil nach der Geburt der Penis abfällt *lol*
@TE
Das Chromosom Nr. 8, bzw. dessen DNA-Abschnitt - durch mehrere Forscherteams mittlerweile weltweit bestätigt - trägt die sexuelle Ausrichtung eines Menschen.

Der erste, der dies schon vor über zehn Jahren feststellte, war Dean Hamer, Uni Maryland (veröffentlich irgendwo im "Science"-Magazine; sorry, ich habe gerade keine Zeit das rauszusuchen - war damals die Zündung einer Bombe, weil er als erster behaupten konnte, dass Homosexualität vererbt wird).
Unabhängig von ihm sind auch Genetiker der Uni Padua darauf gestoßen.

Mittlerweile scheint sich zu bestätigen, dass diese genetische Info (wie alle anderen auf den Chromosomen auch - also die Frage, ob diese genetische Information zum Tragen kommt oder nicht) durch molekulare Marker gekennzeichnet werden.
Und diese sog. Methylierungen können ihrerseits wieder vererbt werden - als Methylierungsmuster z. B. für Homosexualität.
Sie können aber auch im Lauf eines Lebens geändert werden und zu einem Wechsel beim Auslesen von Erbinformationen auf den Chromosomen führen (die ihrerseits dann wieder vererbt werden - eine Antwort übrigens darauf wie Gelerntes als Info in die Gene Einlass findet).
Führend in dieser Forschung ist der Kalifornier Tuck Ngun.

Auch in Göttingen konnte Lars Penke und sein Team nachweisen, wie während einer Schwangerschaft der Körper der Mutter den Fötus bei dessen Methylierungen triggert: Nämlich die Abgabe von Östrogen oder Testosteron über die Mutter, die zur Abspaltung des geschlechtsspezifischen Schenkels beim Fötus sorgen ... zu viel Östrogen für einen Jungen kann dann zu Homosexualität führen (weil der "falsche" Schenkel des X-Chromosom abbricht) und umgekehrt bei einem Mädchen zu viel Testosteron zu einer Präferenz auf Frauen.

Neben den Chromosomen sind diese Marker (während der Schwangerschaft) dafür zuständig, welche Geschlechtsorgane, welche sexuelle Identität und welche sexuelle Orientierung eine Mensch erhält.

Die Amis Bailey und Sanders konnten mittlerweile sogar noch nachweisen, dass zusätzlich zum dem Chromosom 8 auch noch die Xp28-Gene Einfluss auf die sexuelle Orientierung des Menschen haben.

Suche/Google einfach mal nach den von mir genannten Namen (noch besser an der Uni-Bibliothek) - dann wirst du fündig.
*******ck79 Mann
61 Beiträge
Ist es so „einfach“?
Hey, ich stehe auf Models, weil es in meinen Genen liegt!

Ich denke nicht....
Als Beispiel fallen mir Wölfe ein, die in der freien Natur wild und eher Menschenscheu sind.
Wenn sie allerdings als Junges bei Menschen aufwachsen diese Eigenschaften bis zu einem gewissen Grad ablegen...
Also von aussen bestimmt, bzw. sich so entwickelt....

Wenn man diesem Gedanken folgt entwickeln sich im Laufe unseres Lebens Vorlieben und Vorstellungen durch Vorgabe von aussen und eigenen Erfahrungen....
Und sind bestimmt auch bis zu einem gewissen Grad steuerbar....
Grundsätzlich steuert meine Begehren das individuellem Erleben, allerdings wird sexuelles Begehren nicht zwangsweise von äußerlicher Attraktivität ausgelöst *zwinker* Aber Sapiosexualität ist ja hier nicht das Thema...

Geschlechtsstereotype 'Merkmale', die ich in Erwartungen zusammengefasst, allgemein mit Frauen verbinde, gibt es allerdings sehr viel weniger.
Natürlich habe auch ich optische Präferenzen, nur sind die sehr vielfältig und sehr sehr selten in ihrer Gesamtheit überhaupt zu finden, daher sind Kompromisse normal und eine Präferenz ist nun mal keine Notwendigkeit, daher auch sehr wohl verhandelbar, nur eines muss immer passen, die lachenden Augen, die sind allerdings nicht schwer zu finden *ggg*
@ohneHerkunft
Nur weil man ein paar Fakten quergelesen und vermischt hat, entsteht daraus keine wahre Behauptung!

Dean Hamer's Studien sowie weitere zu diesem Thema zeigten eine (statistische) Verbindung des Abschnitts Xq28 zu dem sexuell präferierten Phenotyp. Männl. Homosexuelle teilen hierbei (statistisch) ähnliche Marker.
Die Meta-Analyse aus den erhobenen Daten zeigte einen signifikanten, aber nicht ausschließlichen Effekt.

Xq28 sitzt auf dem langen Arm des X-Chromosoms.

Weitere statistisch relevante Sequenzen wurden auf dem Chromosom 8 entdeckt.


Soviel mal dazu.

Das Y-Chromosom entsteht keineswegs aus dem X-Chromosom, das ist hanebüchener Dummfug (anders kann mans gar nicht ausdrücken).
Davon abgesehen! (und das ist ein großes davon) sind die Keimzellen des Menschen haploid. Das Spermium trägt ein X-bzw ein Y-Chromosom, die Eizelle ein X-Chromosom.
Da bricht nichts im Genom des Fötus weg, woher auch immer du diese Info hast.

Richtig ist, dass der Hormonspiegel im Mutterleib die sexuelle Ausrichtung beeinflusst.
Anthony Bogaert zeigte zB, dass die Wahrscheinlichkeit für männl. Homosexualität steigt, je mehr ältere und leibliche Brüder ein Mann hat.
Da Hormonstudien bei Erwachsenen zeigten, dass sich homosex. Männer praktisch nicht von heterosex. Männern unterscheiden, aber homosex. Frauen oftmals einen höheren Testosteronspiegel besitzen, geht man heute davon aus, dass die männl. Homosexualität stärker durch die Gene beeinflusst wird. (In diesem Zusammenhang wird auch viel an Tierarten mit homosexuellen Männchen geforscht, zB Ratten und Schafe)
Klare, eindeutige Zusammenhänge wurden noch nicht gefunden!

Das INAH 3-Areal im Gehirn (bei Männer etwa 3x größer als bei Frauen) wird als Speicherort für die sex. Vorliebe vermutet.
Simon LeVay zeigte zB bereits 1991 dass dieses Areal bei Schwulen in etwa die Größe wie bei Frauen hat.
*******_nw Frau
7.610 Beiträge
Themenersteller 
Ohne Zweifel ein spannendes Thema wie Gene und die Entwicklung im Mutterleib Einfluss auf unsere sexuelle Ausrichtung haben. Trotzdem denke ich dass wir damit ein wenig vom Thema abkommen. Die Bevorzugung bestimmter Schönheitsideale, die ja kulturell und zeitlich durchaus verschieden waren und zumindest von einer Mehrheit auch als Ideale angenommen worden sind lässt sich wohl nicht mit der individuellen Entwicklung begründen.
****r70 Mann
431 Beiträge
Wäre zumindest ne gaaaanz tolle Ausrede, wenn man alles auf dei Gene schieben könnte...

Aber die beeinflussenden Faktoren sind eben vielfältig. Und ein Großteil ist eben im visuellen Reiz begründet und wie dieser eben geprägt wird.

Ich finde es eben nur schade, wenn man sich überlegt, an wie vielen Menschen man vorbei geht, die man aufgrund von visueller Prägung nicht beachtet (hat), die aber an anderer Stelle super zu einem passen würden, wofür auch immer...

Oder eben der andere Fall, dass man sich hier oder sonstwo "seitenlang" super unterhält und das dann beim ersten Date alles wegschiebt, nur weil die "Ohren" nicht die richtige Größe haben...
Schönheitsideale waren durch die Jahrhunderte nur den wenigsten zugänglich und deren Übernahme stand nur den wenigsten offen (Herrscherhäuser und durch sie finanzierte Künstler) - der Großteil der Bevölkerung war mit Überleben beschäftigt und hatte ganz andere Probleme als ästhetische.

Durch die Massenmedien hat sich dies heutzutage total geändert. Was als schön gilt, gelten soll, ist omnipräsent, immer, überall.
Es ist Teil von industriellem, gewerbsmäßigem Illusionismus. Von einem Totalitarismus des Entertainment- und Zerstreuungsgeschäfts auch.
Millionen, vermutlich Milliarden an Geld werden weltweit umgesetzt, weil Menschen den in den Medien vorgegaukelten Idealen nachjagen.

Komisch, dass dabei die Welt, die Erfahrung mit der Welt auf - zumeist - visuelle Reize reduziert wird. Es reicht ein Bild von der Welt, anstatt die Welt real kennenzulernen und festzustellen, dass sie doch mehr und anders ist als auf Hochglanz gepuschte Bilder von ihr.
Aber das ist anstrengend. Das braucht Zeit. Das kostet Mühe. Es ist schwer, sich eine eigene Urteilskraft zu wahren oder auszubilden.

Vielleicht ist es deshalb eine Frage des Alters, sich von den vorgeschriebenen Idealen zu verabschieden - wenn einen nämlich das Leben das Gegenteil gelehrt hat? Gelehrt hat, das Augenmerk auf anderes zu lenken als die Scheuklappen der Medien es steuern?

Vielleicht auch führt der Weg zu einem eigenen Geschmack zuerst über das Ausprobieren dessen, was gerade en vogue ist, also des Geschmacks eines anderen - um auf diese Weise herauszufinden, was in einem selbst angelegt ist?
Richtig Candide2,

nun auch mein Senf zum eigentlichen Thema:

Hier ein interessanter, kleiner Artikel zum Einfluss genetischer, gesellschaftlicher und individueller Faktoren in Bezug auf unsere sexuellen Vorlieben:
https://scilogs.spektrum.de/ … aet-was-wissen-wir-wirklich/



Meiner (eigenen) Beobachtungen nach, haben wir kaum bewusste Wahlfreiheit darüber, was wir als schön, attraktiv oder begehrenswert halten.

Sowohl meine Schwester als auch ich haben zB ein ausgesprochenes Faible für männliche Körperbehaarung, bei mir nochmal deutlich stärker ausgeprägt.
Gesellschaftlich ist das ja eher verpönt, bzw wird Behaarung an Schultern/Rücken als eklig empfunden.
Ich empfand das schon immer als attraktiv, dahinter steckt keinerlei bewusste Entscheidung.


Einige Menschen orientieren sich sehr stark daran, was der aktuelle Trend in Bezug auf Optik sagt.
Sei es das sie diesem Ideal nacheifern oder dieses stets ablehnen. Auch hier bezweifle ich die bewusste Entscheidung, vielmehr scheint das mit ihrem Rollenverständnis innerhalb der Gesellschaft zusammenzuhängen.

Von einem Teil unserer Vorlieben können wir uns bewusst distanzieren bzw diese sogar verändern. Ich bezweifle aber stark, dass das völlig beliebig möglich ist, sondern sich nur innerhalb bestimmter Grenzen bewegen kann.


Was wir mit einzelnen optischen Aspekten verknüpfen, ist wieder höchst individuell.
Was verrät ein (stets) modischer Kleidungsstil über einen Menschen?
• Anpassung
• Sinn für Ästhetik
• ausreichend Geld
• usw

Welchen Eindruck haben wir, wenn wir einen fülligeren Menschen sehen?
• Genussmensch?
• faul?
• gesundheitsunbewusst?
• maßlos?
• Wohlstand?
....

Ich halte es gar nicht für verkehrt, sich auch an die eigenen optischen Vorlieben zu halten.
Der Vorwurf der Oberflächlichkeit fällt da zwar schnell, berücksichtigt aber nicht, dass viele unserer op. Vorl. eben Rückschlüsse auf unsere Lebensweise/-Einstellung zulassen.

Ich bevorzuge zB PartnerInnen mit ausreichend muskulöser Körpermasse. Dieses optische Merkmal macht (für mich) Sinn, denn in dem meisten Fällen sind die dazugehörigen Menschen körperlich entsprechend aktiv und passen daher besser zu meinem eigenen Lebensstil.


Ein Trendjunkie wird sich mit jemandem schwer tun, der völliges Desinteresse daran hat. Das hat ja nicht rein optische Gründe, die Grundhaltung gegenüber "Trends" spiegelt sich in der Persönlichkeit wieder.

Die Vorauswahl möglicher Partner über die Optik zu treffen, hat daher in meinen Augen absolute Berechtigung.
Wie streng wir bei dieser Auswahl sind, ist eben auch ein Aspekt unserer individuellen Persönlichkeit.


Auch die Frage, wie weit wir uns in unserem täglichen Leben in unser optisches Empfinden "reinreden" lassen, ist letztendlich die Frage nach der Persönlichkeit.
Wie empfänglich jemand für die Manipulation durch Medien oder Gesellschaft ist, hängt von dem Individuum ab.
Lass ich zu, dass das Bild weiblicher Magermodels zu meinem Schönheitsideal wird oder hinterfrage ich das, oder geht es mir strikt am Hintern vorbei?
*******_nw Frau
7.610 Beiträge
Themenersteller 
Vielen Dank für den Artikel, @*******orph

Absolut lesenswert für alle die das Thema Genetik und Sexualität vertiefen möchten.

Insgesamt fällt mir auf dass sehr schnell die Frage aufkommt, ist Beeinflussung richtig oder falsch. Das an sich war gar nicht meine Absicht bei der Themenstellung. Beeinflussung findet statt, ob man will oder nicht, dafür oder dagegen, frei davon ist niemand. Und das ist auch nicht falsch an sich. Ohne Beeinflussung, und zwar durchaus im positiven Sinne gemeint, wären wir ja gar nicht in der Lage, uns zu entwickeln und unsere Zielvorstellungen zu verbessern. An der Beeinflussbarkeit an sich ist nichts auszusetzen. Und dabei sollte jeder das Recht haben, seine persönlichen Vorlieben zu entwickeln.

Mein Anliegen gilt eher der Frage ob das was uns beeinflusst denn auch wirklich das ist was uns dient. Führen uns die Bilder die wir haben tatsächlich zu dem was uns im Endeffekt wichtig ist oder machen sie uns das Leben eher schwerer? Ein richtig oder falsch, für alle gesehen, gibt es da nicht, das ist eine Frage die jeder sich selbst beantworten muss. Die er aber auch nicht rechtfertigen muss denn es geht ja um das Erreichen seiner eigenen Ziele und Wünsche. Wenn die Kriterien passen gibt es keinen vernünftigen Grund, sie zu ändern. Die Frage ist eher, passen sie ... für mich?
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Das spielt doch nur
eine Rolle, wenn man sich rein nach Schubladen entscheidet, wenn es wichtig ist, ein Dekoweibchen oder einen Vorzeigemann an seiner Seite zu haben. Es spielt alles keine Rolle mehr, wenn man den Gleichklang der Seelen mit seinem Partner spürt.
*******_nw Frau
7.610 Beiträge
Themenersteller 
*****lnd:
Es spielt alles keine Rolle mehr, wenn man den Gleichklang der Seelen mit seinem Partner spürt.

Sollte es nicht, da gebe ich dir völlig Recht. Aber ist das denn die Realität? Ist das die Priorität die man sucht und für die man die passenden Kriterien hat um sie zu finden? Und ist das Aussehen dabei wirklich ein Hilfe oder steht es uns mehr im Weg weil wir das zwar suchen aber selbverständlich in der bevorzugten Verpackung ...
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Nur
aus meinem Erleben kann ich schreiben. Und daraus weiß ich, mehrfach belegt, dass keine meiner optischen Vorstellungen jemals bei der Partnerinnen"wahl" zum Tragen kamen, sondern dass ich den jeweiligen Menschen lieb(t)e. Das waren sämtlich Überraschungen, die plötzlich mein Leben bereicher(te)n. Niemals wäre ich in einen Flirt mit ihnen geraten. Dagegen gab es Frauen, die meinem Ideal sehr nahe kamen, die mich erotisch überhaupt nicht interessierten.
Meine
Schönheitsideale schwanken..wenn ich in eine Kneipe reingehe *zig* , habe ich andere Ideale, als wenn ich mit paar getrunkenen Whisky, wieder raus komme *troet* . *lol*

*sorry*
*******_nw Frau
7.610 Beiträge
Themenersteller 
Schwanken die Ideale nicht eher wenn sie die 5 Whisky intus haben? grinst
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