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Liebe ohne Sex: macht meine Partnerschaft mich kaputt?

*********ckeX Frau
15 Beiträge
Themenersteller 
Liebe ohne Sex: macht meine Partnerschaft mich kaputt?
Nachdem ich mich jetzt schon eine ganze Weile mit dem Problem herum schlage und so langsam wirklich nicht mehr weiter weiß, versuche ich es mal hier als Forumbeitrag.

Ich bin seit 3 Jahren verheiratet und seit zweieinhalb Jahren auch Mutter. Anfangs hatten mein Mann und ich sexuell eine recht erfüllende Beziehung und konnten über das Thema Sex immer gut reden. Auch wusste mein Mann von Anfang an, das ich kein Kind von Traurigkeit war und Sex bei mir keine Nebenrolle spielt, sondern dass er ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist.

Nun geht es seit einem Jahr so dass er sich sehr zurück zieht sexuell, mittlerweile so sehr, dass wir alle 6-12 Wochen nur Sex haben. Und dass dann auch nur schnell und Leidenschaftslos, also ohne Befriedigung für mich...Sexuell hat er viele Freiheiten und darf alles ausleben was er möchte. Ohne jetzt überheblich zu klingen, weiß ich auch das ich optisch garantiert meinen Reiz nicht verloren habe und Freizeit haben wir als Paar auch oft, trotz Kind.

Ich habe ihn natürlich oft darauf angesprochen, das mir dass was wir aktuell haben nicht ausreicht und ihn oft nach dem Grund gefragt, bekomme aber immer nur Antworten, die im Endeffekt nicht aussagekräftig sind. Er weicht bei dem Thema komplett aus.

Nach dem ich mit meiner Sexualität ja jetzt eine Weile sehr alleine war, hab ich mir auch viele Gedanken dazu gemacht und habe selbst gemerkt, dass mir nicht nur der Sex fehlt, sondern das ich mich auch mehr ausleben möchte. Ich bin nicht gemacht für eine monogame Beziehung. Meinem Mann gebe ich die Freiheit Sex mit anderen Frauen zu haben, nur möchte er sie nicht wirklich nutzen. Er kann es sich nicht vorstellen mir die Freiheit zu geben.

Mir fehlt der Reiz der fremden Haut, der Sex ohne Liebe. Ich würde mich gerne im Bereich BDSM ausleben, möchte entdecken und entdeckt werden. Möchte begehrt werden und leidenschaftlichen Sex haben. Es ist ein Teil von mir, den ich ausleben will. Das habe ich so auch meinem Mann gesagt. Er fühlt sich dadurch hintergangen und verletzt, gibt mir aber auch wieder keine Antwort darauf und ignoriert das Thema.

Dabei ist es so, das ich ihn wahnsinnig liebe und ich weiß sicher das es auf Gegenseitigkeit beruht. Ich liebe unsere Beziehung, die bis auf den Sex sehr schön ist. Ich will ihn um alles in der Welt nicht verlieren. Aber ich will mich dabei auch nicht selbst verlieren.

Er meinte dazu nur, das mein sexuelles Verhalten krank wäre und ich dem Sex zu viel Bedeutung schenke. Und es ist so, das Sex für mich einen höheren Stellenwert hat wie bei manch anderen. Aber das bin Ich und das will ich mir nicht weiter unterdrücken, denn auch dass ist ein Teil von mir.

Ja, jetzt weiß ich einfach nicht mehr, ob meine Ansicht vielleicht etwas verschoben ist. Meine Ansprüche unreal oder was ich in der Situation noch tun soll. Lange kann ich das alles nämlich nicht mehr anstauen und psychisch ist das auch eine hohe Belastung und ich geh wirklich auf dem Zahnfleisch und das macht sich aktuell sehr bemerkbar. Ich habe das Gefühl zu zerbrechen weil ich so hin und her gerissen bin zwischen meinen Bedürfnissen und seinen. Und ich finde es sehr schade, weil unsere Beziehung wunderschön ist. Aber ich kann mir nicht vorstellen ohne Sex zu Leben.

Daher freue ich mich sehr über Denkanstöße oder auch über einen anderen Blickwinkel von jemand Außenstehenden. Möchte allerdings hier nicht persönlich angegriffen werden wenn jemand mein Empfinden der Situatuion als falsch empfindet. Daher bitte sachlich bleiben *zwinker*

Vielen Dank!
Sonne
Nachfrage
ist es wirklich erst seit einem Jahr immer weniger oder begann es schon nach der Geburt des Kindes
manche Männer haben ein Problem mit den Bedürfnissen und Vorstellungen
war dein Partner bei der Geburt dabei

ich denke, ganz wichtig, ihm die Paarebene nah zu bringen
denn auch als Mutter bist du immer weiter Frau
eine Öffnung und damit Sex außerhalb der Beziehung, halte ich für eine Überforderung, was dein Mann ja auch zeigt

raten würde ich aber zu einem "Mediator" (Familienberatung o.ä)
sollte diese Gesprächsform zwischen euch nicht allein klappen
ansonsten
die Zeit miteinander für die "IchEbene" nutzen
eigene Wünsche sagen und ihm zuhören
**********henkt Frau
7.375 Beiträge
Du schreibst:
Sexuell hat er viele Freiheiten und darf alles ausleben was er möchte.


Nun, wenn es so gemeint ist, wie ich es verstehe, dann nimm dir doch auch einfach deine Freiheiten.
*******ust Paar
5.657 Beiträge
6 Wochen grundlos ohne Sex...
... gab es nicht mal nach den Geburten.
Wenn das so wäre, dann wäre ich (m) sicher: sie hat nen anderen.

Ein Mann, der alle Freiheiten hat und dem Thema Sex ausweicht?
Den willst Du um alles in der Welt nicht verlieren?
Na, so einen Freifahrtschein hätte wohl jeder gerne.

Denkanstöße:
Mach ihm klar, dass es so nicht mehr lange gut weitergeht und setze ihm ne Frist - bzw setzt euch ne Frist bis sich etwas geändert haben muß.

Eine persönliche Beratungsstelle vor Ort ist nie verkehrt.
********s_63 Frau
2.973 Beiträge
Liebe ohne Sex geht, aber ist nicht erfüllend...
Mir fehlt der Reiz der fremden Haut, der Sex ohne Liebe. Ich würde mich gerne im Bereich BDSM ausleben, möchte entdecken und entdeckt werden. Möchte begehrt werden und leidenschaftlichen Sex haben. Es ist ein Teil von mir, den ich ausleben will. Das habe ich so auch meinem Mann gesagt. Er fühlt sich dadurch hintergangen und verletzt, gibt mir aber auch wieder keine Antwort darauf und ignoriert das Thema.

Hast du das auch vor der Hochzeit so gesagt…das du dich ausleben möchtest im Bereich BDSM?
Das Ausleben, wird wohl mit ihm an deiner Seite nicht funktionieren...

Vielleicht passt es zwischen Euch nicht…zumindest nicht auf der sexuellen Ebene…und auch mit den Vorstellungen und der Trennung von Sex mit Liebe..er mag sicher nicht trennen…für sich…deshalb versteht er dein Bedürfnis nicht...

Er meinte dazu nur, das mein sexuelles Verhalten krank wäre und ich dem Sex zu viel Bedeutung schenke. Und es ist so, das Sex für mich einen höheren Stellenwert hat wie bei manch anderen. Aber das bin Ich und das will ich mir nicht weiter unterdrücken, denn auch dass ist ein Teil von mir.

…lese ich zumindest an deinen Zeilen...

Nach dem ich mit meiner Sexualität ja jetzt eine Weile sehr alleine war, hab ich mir auch viele Gedanken dazu gemacht und habe selbst gemerkt, dass mir nicht nur der Sex fehlt, sondern das ich mich auch mehr ausleben möchte. Ich bin nicht gemacht für eine monogame Beziehung. Meinem Mann gebe ich die Freiheit Sex mit anderen Frauen zu haben, nur möchte er sie nicht wirklich nutzen. Er kann es sich nicht vorstellen mir die Freiheit zu geben.

…hier hast du das Problem selbst erkannt:…er kann nur eine Frau begehren...die ER liebt und die IHN liebt…so wie er ist…ER möchte keinen Sex ohne Herz & Seele…und weil du das dir wünscht…hat er sich zurück gezogen…und wird leidenschaftslos…Männer denken manchmal so…mag sein das alte Muster wirken…aber so ist es nun mal…du kannst für dich nur entscheiden was du wirklich willst…und das tun…was dein inneres verlangt…auch wenn du ihn dann, sicher ganz verlieren wirst...
****ne Frau
8.413 Beiträge
Erst mal *danke* für deinen Mut.
Stimmt, du bist nicht allein damit, aber es kostet trotzdem Mut es auszusprechen.

Also zuerst mal: nein, du bist nicht krank!
Und lass dir das auch nicht einreden.
Mir ging es ähnlich wie dir und mir wurde auch eingeredet ich wäre krank.
Sex ist ein Grundbedürfnis wie essen, schlafen und trinken.
Machst du das auch bloß alle 6-12 Wochen?
Muß ja nicht täglich sein, und es gibt sicher immer wieder mal Phasen wo es weniger zum Sex kommt.

Es klingt fast so als hättet ihr einfach unterschiedliche Bedürfnisse.
Auch das "Wie" klingt nach völlig unterschiedlichen Bedürfnissen.

Ich finde es echt gut von dir das du a, immer wieder das Gespräch suchst und b, ehrlich zu ihm bist.
Du könntest ja auch den einfacheren Weg wählen: den Seitensprung.
Aber wenn ich dich richtig verstehe dann möchtest du das nicht was ich völlig nachvollziehen kann.

Ich wollte auch an meiner Ehe festhalten, trotz Öffnung.
Letztendlich haben wir uns aber doch getrennt was aber nicht an der offenen Ehe lag.
Die Beziehung zu meinem Mann hatte sich grundlegend verschoben.
Ein Therapeut hat mich zu dieser Erkenntnis gebracht: er ist und wird immer ein wichtiger Mensch für mich sein und bleiben. Und wir haben auch heute weiterhin ein gutes Verhältnis zueinander.
Aber er ist "nur"noch ein Freund und kein Partner mehr.

Daher auch mein Tip: sucht euch eine Beratungsstelle. Die "retten" nicht eure Ehe.
Aber sie helfen euch beiden nachzudenken und auch die Sichtweisen des anderen mal mit neuen Worten erklärt zu bekommen.
Macht wirklich einen Unterschied.
*********ckeX Frau
15 Beiträge
Themenersteller 
Danke :)
Also Paarzeit haben wir wirklich ziemlich viel und nehmen uns die auch bewusst. Nach der Geburt hatten wir auch mehrmals die Woche noch Sex. Jetzt ist es eben nur noch kuscheln...
Ich habe aktuell von vielen Frauen erzählt bekommen das sie in ähnlichen Situationen strecken. Jedoch ist da immer der Ausweg des Fremd gehen. Und heimlich will ich das nicht machen, damit wäre es dann ganz vorbei. Mir war es wichtig ehrlich zu sein, auch wenn es nicht die Wahrheit ist die man gerne hört.

Ich hab mich sexuell wärend unserer Beziehung ja auch entwickelt, die Bedürfnisse die ich jetzt habe , waren vorher nicht da. Wir gingen offen anfangs damit um, so konnte ich mich auch öffnen und wurde mir dessen bewusst.
Schwierig ist das ich seine monogame Denkweiße nicht verstehen kann und er meine nicht. Und ich weiß nicht ob man soetwas irgendwie kombinieren kann.

Aber an Liebe mangelt es in unserer Beziehung nicht. Und das ist der Punkt warum ich nicht möchte das es kaputt geht.
Ich will nicht Haus oder Familie zusammen halten, sondern den Mann den ich liebe und der mich liebt nicht verlieren.
****ot2 Mann
10.356 Beiträge
Ich habe ihn natürlich oft darauf angesprochen, das mir dass was wir aktuell haben nicht ausreicht und ihn oft nach dem Grund gefragt, bekomme aber immer nur Antworten, die im Endeffekt nicht aussagekräftig sind. Er weicht bei dem Thema komplett aus.

Welchen Lösungsvorschlag bietet er an?

Allgemeine Frage, da hier Beratungsstelle genannt wurde:
"Ich liebe meinen Mann, aber alle 6-12 Wochen Sex ist mir zu wenig".
"Er kümmert sich nicht um meinen Höhepunkt"
"Mir fehlt der Reiz von fremder Haut."
"Ich möchte BDSM ausleben"
Was soll da Beratung bringen?

Lg
Gernot
****ot2:
Was soll da Beratung bringen?

Ich denke, Beratung/Paartherapie bringt genau das, was die TE und ihr Mann nicht leisten können.
Die gestellten Fragen sind u.A. genau die, mit denen erfahrene Paartherapeuten Tag für Tag konfrontiert werden.

*******3_rp:
Ich will nicht Haus oder Familie zusammen halten, sondern den Mann den ich liebe und der mich liebt nicht verlieren.

Offensichtlich scheint ihr momentan nicht in der Lage zu sein, eure Probleme auf die Reihe zu bringen. Wenn ihr nicht reden könnt, werdet ihr nicht wieder zusammen kommen. Dabei ist eure Situation nicht einmal außergewöhnlich, sondern das, was vielen Paaren passiert. Das wird sich aber schleichend fortsetzen, wenn ihr die Probleme nicht angeht

Mach ihm deutlich, dass Dir die Ehe und die Familie wichtig ist und dann geht zu einer Beratungsstelle, wie sie von Pro Familia, der Diakonie, Caritas oder vielen anderen privaten, öffentlichen oder kirchlichen Trägern angeboten werden.

Wenn ihm das auch wichtig ist, wird er zustimmen.

Viel Erfolg!
********enHH Mann
43 Beiträge
Liebe und Alltag
Hallo Sonne123,
so wie ich es verstehe kennt ihr euch schon sehr lange und wisst einander, was ihr habt. Dabei kommt es natürlich vor, dass Dein Partner beim Satzanfang schon genau zu wissen glaubt, was Du eigentlich sagen möchtest und auch andersherum. Schlussendlich kann man bei einer solchen Situation schnell das Gefühl haben, dass der Partner nicht darüber reden möchte, weil zu diesem Thema die gleichen vorformulierten Antworten aus den Schubladen geholt werden. Beide Seiten fühlen sich dann unverstanden, weil keine Seite die tatsächliche Information vom Anderen verstanden hat. Das ist jetzt bestimmt komplizierter ausgedrückt, als nötig... Deutsche Sprache halt... Hust *zwinker*

Schritt eins in einer solchen Situation ist es seine eigenen Gedanken zu ordnen und am besten auf einen kurzen Satz zu formulieren. Es ist einfach zu behaupten, dass es Dir nur um Freiheit geht, die Du ihm bereitwillig gibst. Dieser Gefallen kostet Dir möglicherweise viel weniger Überwindung, als Deinem Partner.
Aus meiner kurzen Einschätzung von Deinem kurzen Beitrag liegt der Hund aber ganz woanders begraben. Ich würde meinen kurzen Satz in der Form: "Schatz, ich bin unsicher über unsere Beziehung... Kommunizieren wir überhaupt noch? Können wir in Ruhe reden?" formulieren.
Im Gespräch dürfen natürlich nicht die üblichen Argumente hervorgeholt werden! Fragt euch gegenseitig, wie der andere denkt aber noch viel wichtiger, was glaubt der Partner über einen Selbst? Welche Gefühle glaubt der Partner, das ich habe? Was habe ich gerne und wovor habe ich Angst? ....

Ich wünsche euch, dass ihr es noch einmal schafft zu kommunizieren und dann könnte der nächste Schritt sein, ihn nach seinen Gefühlen zum Thema Sex mit fremder Haut zu fragen. Das Entscheidende ist aber, das Gefühle nichts mit Logik zu tun haben. Wenn Dein Partner also das Gefühl hat, dass er sich für seine Gefühle rechtfertigen müsste, wird er der Diskussion sicher aus dem Weg gehen wollen.

Dieser Text trifft auf zwei Menschen zu, die mir im Kopf entstanden sind, als ich Deinen Beitrag gelesen habe... also bitte auf die eigene Beziehung anpassen, oder ganz vergessen, falls mein Bild von der Realität abweicht *zwinker*

Gruß: Andreas
*******3_rp:
Aber an Liebe mangelt es in unserer Beziehung nicht. Und das ist der Punkt warum ich nicht möchte das es kaputt geht.
Wenn dem wirklich so ist, dann wird es einen Weg geben, die Situation liebevoll zu lösen.

Wie andere bereits angedeutet haben, ist dabei alles möglich. Du hast deine ganz eigenen Gefühle und Wünsche im EP eindrücklich formuliert und gleichzeitig dargestellt, dass sich dein Mann verschlossen hat. Er hat eine Blockade, aus welchen Gründen auch immer. Wie alt ist er denn?

Mir scheint, die Situation scheint ihn zu überfordern, auch das kann verschiedene Ursachen haben, wir Mitleser und -schreiber können nur raten. Verletzende Bemerkungen ("das ist krank" etc.) kommen oft von Menschen, die selbst "verletzt" sind, ihre eigenen Sorgen und Nöte aber auf den anderen abwälzen. Das ist eine häufig gewählte Taktik, um den Gesprächspartner in die Defensive zu drängen - und ein Versuch, eigene Schwächen zu vertuschen. Das ist weder elegant, noch respektvoll - und kein liebevoller Akt.

Eine Paarbeziehung besteht nun aber tatsächlich aus zwei Menschen, die beide die gleiche Verantwortung für die Beziehung tragen. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, welche Kompromisse man aus Liebe sich selbst gegenüber, der Beziehung gegenüber, und dem Partner gegenüber übernehmen möchte. Wenn es für dich wirklich ausgesprochen wichtig ist, Sex mit wechselnden Partnern zu haben, solltet ihr beide eine Lösung in dieser Richtung suchen - wie auch immer diese aussehen mag, bis hin zur Trennung.

Der Empfehlung vieler anderer hier, Hilfe von aussen beizuziehen, kann ich nur beipflichten. Ein guter Therapeut wird die bestehende Liebe als Basis erkennen können und eure Gespräche lösungsorientiert lenken - bis hin zu einer möglichen Lösung. Wie die aussieht, kann im Moment keiner sagen. Alles ist möglich, wirklich alles. Im besten Fall findet ihr beide aus Liebe wieder vollstes Vertrauen zueinander, macht dies und jenes gemeinsam, aber jeder auch einiges ganz für sich alleine. Denn auch dies gehört in die Beziehung hinein - die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.

Alles Gute.
*****ng6 Mann
4 Beiträge
Begehrt er dich überhaupt noch?
Ich denke, dass die Ursache für euer ganzes Problem auch darin liegen könnte, weil er dich evtl. gar nicht mehr begehrt. Durch die ganze Situation mit Kind, Familie etc. findet er keine Gedanken mehr für Erotik. Und wenn ein Mann eine Frau nicht begehrt, dann will er auch keinen Sex. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Vielleicht liegt da eine Möglichkeit, wieder Schwung in die Sache zu bringen. Vielleicht weiß er es gar nicht und das passiert nur in seinem Unterbewusstsein. Technisch sollte er, sofern er in etwa in deinem Alter ist - ja kein Problem mit der Begehrlichkeit gegenüber Frauen haben. Also muss die Psyche geweckt werden. Vielleicht kannst du mal eine erotische SXituation schaffen. Damit meine ich nicht, dass du das Schlafzimmer schön gestalten sollst mit Kerzen etc. Da ist er möglicherweise gleich unter Druck. Nein; versuche mal einfach in den Alltag ein bisschen Erotik einfließen zu lasssen. Beim Einkaufe, spazieren. Leichte Berührungen, verführerische Blicke, ... Trag vielleicht einfach mal keine Unterwäsche oder zeig mal mehr von deinen Reizen. Irgend etwas muss sich da regen.

Ich hoffe, vielleicht mit meinen Gedanken etwas positives bewirken zu können und wünsche dir viel Glück

Samsung
Nach dem ich mit meiner Sexualität ja jetzt eine Weile sehr alleine war, hab ich mir auch viele Gedanken dazu gemacht und habe selbst gemerkt, dass mir nicht nur der Sex fehlt, sondern das ich mich auch mehr ausleben möchte. Ich bin nicht gemacht für eine monogame Beziehung. Meinem Mann gebe ich die Freiheit Sex mit anderen Frauen zu haben, nur möchte er sie nicht wirklich nutzen. Er kann es sich nicht vorstellen mir die Freiheit zu geben.
Mir fehlt der Reiz der fremden Haut, der Sex ohne Liebe. Ich würde mich gerne im Bereich BDSM ausleben, möchte entdecken und entdeckt werden. Möchte begehrt werden und leidenschaftlichen Sex haben. Es ist ein Teil von mir, den ich ausleben will. Das habe ich so auch meinem Mann gesagt. Er fühlt sich dadurch hintergangen und verletzt, gibt mir aber auch wieder keine Antwort darauf und ignoriert das Thema.

Evtl. stört ihn der Gedanke, dass du mit anderen Männern Sex willst, mehr als du denkst und er dir mitgeteilt hat. Er sagte er will es nicht, aber evtl. geht in seinem Kopf noch mehr vor. Für einen monogamen Menschen (was er deiner Aussage nach ist) kann es sehr verletzend bzw. überwältigend sein vom Partner zu hören, dass er mit anderen vögeln will. Da sind schnell Gedanken/Gefühle wie Verlustangst, das Gefühl nicht auszureichen, das Gefühl nicht in dem Maße geliebt zu werden wie man selbst liebt, Ekel vor dem Partner aufgrund dessen Neigung bzw. Wunsches, Wut, Verzweiflung, Trauer, Angst davor dass du es heimlich tust oder du weiterhin darauf bestehst, das Ende der Beziehung in Sicht ist usw. vorherrschend. So etwas kann meiner Meinung durchaus dafür sorgen, dass der Partner sein Interesse am gemeinsamen Sex und/oder an dem "wünschenden" Partner selbst verliert.

Er weicht bei dem Thema komplett aus.
Vlt. weil er sich nicht traut mit dir weiter über das Thema zu reden, aus Angst Dinge zu hören, die er einfach nicht hören will (siehe oben). Das Totschweigen könnte ein Verschließen seinerseits vor den Tatsachen sein. Im Sinne von wenn wir nichts bereden, kann ich es vergessen/so tun als wäre nichts.. Er ist monogam und wünscht sich vlt. gleiches von dir.

Aber das bin Ich und das will ich mir nicht weiter unterdrücken, denn auch dass ist ein Teil von mir.
Wusste er schon vorher von deinen Gelüsten?

Ich habe das Gefühl zu zerbrechen weil ich so hin und her gerissen bin zwischen meinen Bedürfnissen und seinen. Und ich finde es sehr schade, weil unsere Beziehung wunderschön ist. Aber ich kann mir nicht vorstellen ohne Sex zu Leben.
Sollte meine Vermutung irgendwo stimmen, so werdet ihr besprechen müssen wie es weiter geht. Weiß er denn wie unglücklich du tatsächlich bist? Zwischen "Schatz ich bin unzufrieden wegen dem wenigen Sex" und "Schatz, es zerreißt mich ich halte es einfach nicht mehr psychisch aus" ist ein Unterschied. Krank bist du nicht und auch nicht der einzige Mensch, dem so etwas gefällt. Diese Aussage deines Partners ist vermutlich (sofern ich irgendwo richtig liegen sollte) einfach ein Zeugnis der Überforderung mit der Situation.

Es ist nur ein Denkansatz meinerseits. Ob er zutrifft kann ich natürlich nicht beurteilen, aber anhand deiner Beschreibungen besteht zumindest die Möglichkeit.
***yn Mann
9 Beiträge
Damit bist du nicht alleine...
Das Thema gibt es ja in den verschiedensten Varianten immer mal wieder. Letztendlich haben die meisten im Kern eines gemeinsam: Ein (zu) großer Unterschied der Bedürfnisse nach Sex, Nähe, Zärtlichkeit, Zuwendung usw.

Ich hätte das Thema so ähnlich auch selbst eröffnen können. Ich meine mich zu erinnern das ich mich hier in einem ähnlichen Thema vor längerer Zeit auch schon mal beteiligt habe und mein Leid geklagt hatte. Nun konnte ich mich vor kurzem aus der Beziehung lösen, dazu habe ich 9,5 Jahre gebraucht.
Und da geht es mir ähnlich wie du es auch beschreibst: Bis auf den Teil mit der Nähe, dem Sex, der Zuwendung war ich in der Beziehung sehr zufrieden. Wir haben auch zwei wunderschöne Kinder zusammen, die mich sicher noch zusätzlich in der Beziehung hielten.

Am Ende musste ich aber zugeben das ich nicht daran glaube das sich da bei meiner Ex in den nächsten 10 Jahren etwas geändert hätte und sie urplötzlich ein größeres Verlangen und dazu auch wie ich ein Interesse daran entwickelt hätte noch einmal gewisse Dinge auszuprobieren. Und ich wollte auch nicht resignieren und es dabei belassen, so nach dem Motto "ok, dann schreib ich das Thema Sex ab".

Mir geht es dabei aber nicht nur um den reinen Akt. Mir fehlte auch das prickeln im Alltag. Das kann man sicher nicht immer gewährleisten, aber so ab und zu finde ich sollte man dem Partner / der Partnerin schon mal zeigen können das man begehrt und will.

Mir ist dieser Teil in einer Beziehung einfach zu wichtig, das musste ich nun am Ende zugeben, als dass ich so gänzlich darauf verzichten möchte oder mich zumindest so stark einschränken wollte wie es die 9,5 Jahre ja war.
Interessanter oder vielleicht sogar logischer weise verstehen wir uns nun plötzlich, nachdem das Thema Sex und Nähe zwischen uns "entfernt wurde", total super *zwinker*

Und ja, wir hatten 100e Gesprächte darüber, 3 Paarberatungen, jeder eine eigene Therapie, aber wie gesagt, am Ende hat da einfach jeder so seine Bedürfnisse und wenn die SO WEIT außeinander liegen, dann ist es einfach fast unmöglich die auf einen Nenner zu bekommen, ohne das sich einer total verbiegen muss. Und mir kam es mit der Zeit auch immer mehr so vor als wenn wir uns beide an der Thematik aufgerieben haben.

Nun bin ich gespannt was die Zukunft so bringen mag und froh nun auch zu wissen was ich nicht mehr will.
Schwierig ist das ich seine monogame Denkweiße nicht verstehen kann und er meine nicht. Und ich weiß nicht ob man soetwas irgendwie kombinieren kann.
Aber an Liebe mangelt es in unserer Beziehung nicht. Und das ist der Punkt warum ich nicht möchte das es kaputt geht.

Hierüber gab es bereits einige Threats. Evtl. möchtest du sie ja suchen und mal hineinlesen.
Der einzige Knackpunkt in eurer Beziehung ist nach deiner Aussage der Sex bzw. die nicht in Einklang zu bringenden Vorstellungen. Im Dialog werdet ihr wohl herausfinden müssen (ob allein oder mit professioneller Hilfe), in wie weit ihr mit den Vorstellungen des anderen leben könnt bzw. in wie weit ihr Kompromisse eingehen könnt. Und das wird bei dem Thema Monogamie vermutlich nicht einfach. Da prallen zwei für eine Beziehung existenzielle und (meiner Meinung nach) im Grunde kaum bis nicht vereinbarbare Konzepte aufeinander. Du musst dich vermutlich selbst fragen ob bzw. auf was du verzichten könntest, sofern dein Partner (im schlimmsten Falle) absolut nicht bereit bzw. in der Lage wäre irgendetwas (mehr Sex mit dir, bdsm, offene Beziehung, swingen etc.) zu ändern oder ob du damit einfach nicht leben kannst. Gleiches gilt natürlich auch für deinen Partner. Aber erstmal wäre es wichtig heraus zufinden, was überhaupt der Grund für den wenigen Sex bzw. das Abblocken von Gesprächen ist
*********ckeX Frau
15 Beiträge
Themenersteller 
Zuerst war ja der sexentzug da, bevor Ich geäußert hatte das mir da noch etwas fehlt bzw. Ich mir gerne mehr ausleben möchte.
Wenn er auf diese Aussage keinen Sex mehr wollte, könnte ich es ja verstehen.

Ich werde jetzt mal versuchen bei einer Beratungsstelle einen Termin zu bekommen.
Vielen dank nochmal für die echt tollen Antworten!
ah ok, das hab ich dann wohl überlesen. Dennoch könnte es ein Verstärker gewesen sein oder er hat es vorher mal in irgendeiner Form mitbekommen...oder eben doch ein ganz anderer Grund.
********pass Paar
133 Beiträge
Ich (das Männchen) denke, was Deinem Mann momentan den Stecker zieht ist, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt. Ich hatte, als unsere Kinder klein waren, das gleiche Problem wie Du. Hätte auch gerne deutlich öfter, aber je mehr man sagte, desto weniger wurde es. Druck erzeugt Gegendruck.
Vor allem, wenn man dann seine (sicherlich berechtigten) Argumente nicht sachlich vorbringt, sondern dann das Gespräch anfängt, wenn der gerade eh schon gefrustet ist. Das muss ja zwangsläufig zu Streit führen.

Jetzt kommt für ihn nach das Gefühl dazu, dass er Dir nicht ausreicht.
Wenn Dein Mann vom Gefühl her nicht damit klarkommt, dass Du auch fremde Haut erleben darfst, sehe ich leider keinen Ausweg (ein Seitensprung ist für mich kein Ausweg). Da nützt es nichts, ihm das gleiche Recht einzuräumen, wenn er nur Dich will. Auch 1000 Wiederholungen und ein Gang zu einer Beratungsstelle werden daran nichts ändern.

Einseitige Öffnungsversuche einer Beziehung gehen fast immer schief. (Ausnahmen mögen die Regel bestätigen.)

Hab Geduld! Es kommen wieder bessere Zeiten, wenn ihr Euch beide liebt. Lass Dir das von jemandem sagen, der seit 22 Jahren in einer (monogamen) Beziehung ist. Und als Vater 2er Kinder sage ich Dir auch, dass man in der Ehe Kompromisse eingehen muss, insbesondere, wenn Kinder da sind. Im Zweifel musst Du eben verzichten!
****ne Frau
8.413 Beiträge
Das Problem ist das wenn man nix sagt sich leider erst recht nix ändert sondern sich der fehlende Sex immer weiter ausweitet.
Zumindest ging es mir so.
Und nein, ich muß nicht immer zurück stecken.
Wie lange soll das denn dann sein?
Nochmal: Sex ist ein Grundbedürfniss.
Mag sein das oft ein Ungleichgewicht vorliegen mag.
Aber warum muß dann immer einer komplett zurück stecken?
nicht jeder mensch hat aber die gleichen Grundbedürfnisse und Prioritäten dazu!
****ne Frau
8.413 Beiträge
Das meinte ich ja.
Warum muß also immer einer zurück stecken?
Warum können sich nicht beide einen Ruck geben und jeweils ein Stück auf den Anderen zugehen?
********pass Paar
133 Beiträge
Wir reden hier von „nur“ einem Jahr Unzufriedenheit. Manchmal bin ich erschrocken, wie schnell einige Partner ans fremdgehen, Öffnung oder Trennung denken, nur weil es mal einige Zeit nicht rund läuft. Auf Dauer keinen (vernünftigen) Sex zu haben, sehe ich als echtes Problem an.
Irgendwann wird sich bei den beiden das Sexleben (untereinander) wieder bessern, wenn sie sich so lieben, wie die Sonne das schreibt. Ich wäre aber dagegen, ein Zeitfenster festzustecken, weil auch das wieder Druck ausübt.
Einer Öffnung sehe ich wie gesagt skeptisch entgegen.
Wir haben in unserer Beziehung auch öfters Phasen mit wenig Sex gehabt und im Moment läuft es wieder sehr gut. Meine Frau konnte mir manchmal auch keine Gründe für ihre Unlust nennen. Da habe ich festgestellt, dass das ewige Wiederholen und Klagen eher kontraproduktiv ist. Da kann man nur abwarten und Tee trinken und es sich in der Zwischenzeit selbst machen.

@****ne: Einer wird doch immer mal wieder zurückstecken müssen. In einer Beziehung, die ja bestenfalls lebenslang dauern soll, ist es doch unwahrscheinlich, dass immer beide gleich viel Lust auf Sex haben
****ne Frau
8.413 Beiträge
Würdest du ein Jahr lang auf Schlaf, Essen oder Trinken verzichten?
Das sind Grundbedürfnisse.
Oder ein Jahr auf Sozialkontakte?
Oder Arbeit, egal in welcher Form (sprich jede Tätigkeit die du ausführst ist Arbeit, auch die nicht bezahlte)
Alles Grundbedürfnisse.
Warum soll also jemand auf dieses Grundbedürfniss verzichten weil einer gerade nicht möchte, aus welchen Gründen auch immer.
Zumal das sehr verletzend ist.

Keiner sagt das immer beide im Gleichklang ticken müssen oder sollen.
Geschweige denn das das wirklich oft vorkommt in langjährigen Beziehungen.
Aber der eine steckt halt ein wenig zurück indem er/sie ihr Bedürfniss ein wenig runterschraubt.
Dafür sollte der Andere trotzdem mal nachgeben auch wenn die Lust nicht ganz so groß ist.
Es sich ständig selbst machen zu müssen ist nicht das Gleiche wie Sex zu zweit *zwinker*
ist es dann nicht verletzend, wenn man keinen sex möchte, aus welchem grund auch immer.....
und der andere fordert sex ein oder vergnügt sich ausserhalb der Beziehung?
ich hab beide seiten in meinem leben erlebt.

mMn sollten wichtige ansichten in einer Beziehung sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich sein, ansonsten ist das zum scheitern verurteilt.
****ne Frau
8.413 Beiträge
Da gebe ich dir völlig recht.
Ist genau so wie die Entscheidung Kinder zu wollen oder nicht.
Das wird nie funktionieren bzw. einer wird immer der Leidtragende sein.
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