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Hat Liebe die Macht zu verletzen?

****ga Frau
17.370 Beiträge
Themenersteller 
Hat Liebe die Macht zu verletzen?
Warum können die Menschen, die ich am meisten liebe, mich am tiefsten verletzen?

Ich habe in meinem Leben schon mehrmals feststellen müssen und dürfen, das die Personen, die ich am meisten liebe, die mir am nahesten sind, die mich am tiefsten berühren auch die Macht hatten, mich zutiefst zu verletzen und mir wehzutun, mit dem was sie sagten, taten oder eben auch nicht taten.

Ist es euch auch schon so ergangen? Früher in der Kindheit hab ich mir unbewusst eine Maske zugelegt, eine Mauer um meine Gefühle herum gebaut um nicht mehr verletzt zu werden, so langsam fängt diese Mauer an zu bröckeln und ich habe erkannt, die Kraft zu haben statt einer Mauer aufzubauen um nicht verletzt zu werden, die Verantwortung und Macht über meine Gefühle selbst zu übernehmen und nicht mehr abzugeben.

Ich habe also, um diesem Schmerz, den ich beim Lieben oder Verliebtsein nicht haben will, zu eliminieren, angefangen an mir selbst zu arbeiten und in mich rein zu hören, warum wieso gerade diese Person mich so verletzen kann. Warum ich es zulasse und was in mir überhaupt an Gedanken vor sich geht, das ich mich in bestimmten Situationen abgewertet fühle und verletzt reagiere.

Ich habe festgestellt, das diese Person mir sehr sehr wichtig ist und dass ich mein Wohlgefühl sehr stark darüber definiert habe, wie mich diese Person behandelt. Hat sie mich gut behandelt, so wie ich mir das wünschte, ging es mir gut, hat sie mich nicht so behandelt wie ich das gerne gehabt hätte, ging es mir schlecht, weil ich mich zB zurückgesetzt oder nicht genug wertgeschätzt fühle. Ich wollte nicht mehr meine Machtlosigkeit spüren, sondern meine eigene Macht und Kraft über meine Gefühle zurückbekommen. So hab ich nach Lösungen gesucht, aus der Ohnmacht rauszukommen. Ich denke ich habe Lösungen dafür gefunden.

Ich würde gerne mit euch über Gefühle wie Schmerz, Verletzungen und Wut und Ängste innerhalb der Beziehung reden. Wo seid ihr am empfindlichsten? Warum verbergen wir unsere Ängste und Unsicherheiten vor dem anderen, selbst vor uns nahestehenden Menschen? Warum zeigen wir so selten unser verletzbares Ich?

  • Sind wir durch die Gesellschaft, Erziehung und Schule so konditioniert worden anders zu sein als wir in Wirklichkeit sind? Lebt Ihr mehr im Schein als im wirklichen Sein? Wie und wann lasst ihr eure Masken fallen und wem gegenüber zeigt ihr euer wahres Ich, eure Verletzlichkeit?

  • Wie schafft ihr es, nicht mehr von jemanden verletzt zu werden oder wollt ihr für bestimmte Personen verletzbar bleiben, weil es für euch beispielsweise zu einer Liebesbeziehung dazugehört?

Ich freue mich auf eine vorurteilsfreie, reflektierte Kommunikation ohne Abwertung anderer Meinungen und Standpunkte.

LG Ananga
********tenx Mann
331 Beiträge
Habe...
...ich eben erst hier irgendwo gelesen... (ich weiß auch noch genau wo... *g* )

"vertraue erst, wenn Du bereit bist verletzt zu werden"

das ist das Risiko, dass Du eingehen musst... wer getäuscht wird, sich täuschen lässt.. kann enttäuscht werden... nicht mehr nicht weniger... nur wer sich nicht öffnet, sich nicht offenbart, eine Fassade um sich herum errichtet, den wird man niemals so wahrnehmen und eventuell auch lieben, wie er selbst auch ist... eher um seiner Fassade willen...

...darum finde ich es so schade auf Fassaden "hereinzufallen", auf Spieler, die sich selbst nicht über den Weg trauen und Fassaden errichten. Eben schade um die Zeit.. dennoch... no risk, no fun... *g*
*****ess Frau
18.675 Beiträge
****ga:
Ich habe in meinem Leben schon mehrmals feststellen müssen und dürfen, das die Personen, die ich am meisten liebe, die mir am nahesten sind, die mich am tiefsten berühren auch die Macht hatten, mich zutiefst zu verletzen und mir wehzutun, mit dem was sie sagten, taten oder eben auch nicht taten.

Ganz einfach:
Bei den Menschen, die wir am meisten lieben, die uns am meisten bedeuten, setzen wir unsere Toleranzgrenze viel höher, lassen viel mehr zu. Eben um diese Liebe bzw. dieses Gefühl des Geliebtwerdens aufrechtzuerhalten.
Ich glaube, Liebe und Geliebtwerden ist etwas ganz essentielles wie Atmen, Essen, Trinken und Schlafen. Wer möchte das schon gerne riskieren?
Und alle, die behaupten, sie brachen keine Liebe, haben es möglicherweise nur verdrängt. Vielleicht weil sie schon mal sehr verletzt wurden und sich danach komplett von dem Gefühl der Liebe abgeschottet haben. Wie lange man es in diesem selbst auferlegen Gefängnis aushält, ist die andere Frage.


****ga:
Ich würde gerne mit euch über Gefühle wie Schmerz, Verletzungen und Wut und Ängste innerhalb der Beziehung reden. Wo seid ihr am empfindlichsten?

Das kann ich ganz eindeutig sagen:

Liebesentzug, mangelnde Annerkennung und Wertschätzung, Schweigen

Wenn mir also ein geliebter Mensch die kalte Schulte zeigt; bei Missverständnissen nicht mit mir reden möchte, um es zu klären; wenn Probleme im Raum stehen und der andere nicht bereit ist, diese mit mir zu lösen; wenn ich mich als Mensch nicht geachtet und wertgeschätzt fühle; wenn alles als selbstverständlich gilt und es keine Zeichen der Liebe mehr gibt. Dann stirbt für mich die Liebe.
********s_63 Frau
2.973 Beiträge
Wie viel Verletzbarkeit braucht die Liebe?
Warum können die Menschen, die ich am meisten liebe, mich am tiefsten verletzen?

Weil wir uns diesen Menschen den wir lieben…öffnen…uns als „Mensch“ zeigen…ohne Maske pur…genau das macht verletzlich…wie dieser Mensch genau damit umgeht…ob er sich ebenfalls so „pur“ zeigt…oder seine Maske nicht ganz ablegt…hat wieder viel mit seiner eigenen Welt, Erziehung, Biografie, Erlebten zu tun…hat er selbst diese Verletzung durch einen anderen Menschen schon mal gespürt…wird er sehr vorsichtig sein…seine Maske ganz ab zu legen...

Ist es euch auch schon so ergangen? Früher in der Kindheit hab ich mir unbewusst eine Maske zugelegt, eine Mauer um meine Gefühle herum gebaut

…nicht wenige Menschen…schaffen es nicht, diese Maske ganz abzulegen…sie schaffen es auch nicht über Gefühle zu reden...

..nur wenn wir uns nicht „nackt“ unserer Liebe gegenüber zeigen…dann sind wir auch nicht offen Liebe zu empfangen…das Eine bedingt das Andere…also bringt sich der Mensch der sich nicht ehrlich ohne Maske zeigen…selbst um den Genuss Liebe zu empfangen und zu geben…er wird hart und kühl..

*******na57 Frau
22.194 Beiträge
JOY-Angels 
Die, die mich lieben, stehen mir in der Regel sehr nahe und kennen mich - und dann wissen sie auch, wie sie mich treffen können. Oder sie tun es unabsichtlich, aber ich fühle mich mehr getroffen, weil ich das nicht erwartet habe.

Niemand kann einen anderen Menschen total kennen und man ist immer auch das "Opfer" seiner eigenen Gefühle und Erfahrungen. Letztens habe ich meinen Sohn sehr verletzt, weil ich sein Verhalten falsch interpretiert habe - aufgrund der Erfahrungen mit seinem Vater.

Sind wir konditioniert, eine Maske zu tragen ? Irgendwie schon und irgendwie ist diese "Maske" auch eine Möglichkeit, in der Gemeinschaft zu überleben. Ich nenne das mal "Höflichkeit", die ich auch anwende, wenn ich jemanden nicht leiden kann. Es gibt auch Situationen, wo das Zugeben der Schwäche nicht angebracht ist.

Deshalb sind die privaten Beziehungen ja so wichtig - dort kann man die Deckung runterlassen, seine Schwächen zugeben und sich trotzdem sicher fühlen.

Ich denke, ich bin in den meisten Situation "ICH" - der Etikette folgend natürlich. Aber es gibt einen Kern meiner Seele, den ich nicht mehr preis gebe. Da ist eine Mauer und hinter diese Mauer lasse ich nur wenige Menschen und das auch nur kurzfristig. So, wie ich verletzt wurde, will ich es niemals mehr erleben - irgendwie ist mir meine restliche Lebenszeit zu kostbar dafür.

Komischerweise habe ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass ich, seitdem ich dazu stehe und auf mich selber aufpasse, weniger verletzt werde. Nicht, weil ich es nicht spüre, sondern weil die anderen spüren, dass die Bewacher meiner Mauer sie schon entsprechend behandeln werden. Meine innere Stärke, die in den letzten Jahren gewachsen ist, hält sie ab.

Und so kann ich wieder jemanden hinter die Mauer lassen, aber nur als Besuch sozusagen.

Ich hoffe, man merkt, dass ich in Bildern spreche und versteht diese.
****ga Frau
17.370 Beiträge
Themenersteller 
vielen Dank für eure tollen Beiträge *danke*
mein Danke Button Potential ist schon erschöpt für heute *snief*

Komischerweise habe ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass ich, seitdem ich dazu stehe und auf mich selber aufpasse, weniger verletzt werde. Nicht, weil ich es nicht spüre, sondern weil die anderen spüren, dass die Bewacher meiner Mauer sie schon entsprechend behandeln werden. Meine innere Stärke, die in den letzten Jahren gewachsen ist, hält sie ab.

ja das ist der Punkt, den ich auch feststelle, umso selbstbewusster ich auftrete umso weniger finden andere einen Angriffspunkt bei mir um ihre die eigene Unsicherheiten loszuwerden. Denn die Menschen, die andere am meisten kritisieren, sind diejenigen die sich selbst nicht sehr mögen. (mMn)
*******na57 Frau
22.194 Beiträge
JOY-Angels 
Denn die Menschen, die andere am meisten kritisieren, sind diejenigen die sich selbst nicht sehr mögen.

*ja*
Es gibt so eine Tendenz, das, was man an sich nicht mag, auf andere zu projizieren und es dann am anderen zu kritisieren oder zu bekämpfen.

Irgendwie sind nämlich auch die Partner meiner engen Beziehungen selbstbewusster geworden und können mit ihren eigenen Schwächen souveräner umgehen.
****ga Frau
17.370 Beiträge
Themenersteller 
Irgendwie sind nämlich auch die Partner meiner engen Beziehungen selbstbewusster geworden und können mit ihren eigenen Schwächen souveräner umgehen.

ja das merke ich auch in meinem Umfeld, die Menschen ändern sich mit mir, wenn sie in meinem Umfeld bleiben, sie spüren das sich bei mir was geändert hat und behandeln mich anders als früher, einfach respektvoller, wahrscheinlich weil ich mit mir selbst auch respektvoller und achtsamer umgehe *g*
********tenx Mann
331 Beiträge
sich
seiner Selbst bewusst zu sein... also und gerasde sich seiner Stärken, seiner guten und liebenswerten Seiten und Merkmal bewusst zu sein... das stärkt, das macht Mut... sicher sollte man sich auch zu seinen Schwächen bekennen können... nur hüte man sich davor die alzeit in den Vordergrund zu stellen... meist sind es ja gar nicht so viele, kann man dann in Anbetracht seiner Stärken recht versönlich mit sich sein... und mit seinem Gegenüber... eben selbstbewusst *g*
****ga Frau
17.370 Beiträge
Themenersteller 
nur hüte man sich davor die alzeit in den Vordergrund zu stellen...

die alzeit ? *gruebel*
was meinst du damit genau ? *g*
Verletzbarkeit ist wohl zum Teil eine Frage der Selbstsicherheit, wie auch der Anzahl der engeren Bindungen.

Wer z.B. einen guten Rückhalt durch mehrere Familienangehörige hat, ist weniger durch Lieblosigkeit eines Beziehungspartners zu treffen.

Wer spezielle wunde Punkte hat (z.B. körperliche Makel) ist natürlich anfälliger, als jemand, der mit sich selbst rundum zufrieden ist.


Dazu können traumatische Erfahrungen bewirken, dass relativ harmlose Situationen unangemessen heftige Gefühle auslösen.


Es lohnt sich also, an sich selbst zu arbeiten, und verletzende Situationen zu analysieren *g* .


Allerdings gibt es auch psychopathische Persönlichkeiten, die zielsicher wunde Punkte finden oder gar erschaffen, und die es verstehen, auch stabilere Personen ins Wanken zu bringen, sie zu schwächen, um ihnen überlegen zu sein. Da hilft nur, das Böse zu erkennen, nicht mehr auf Vernunft und Einsicht zu hoffen, und sich abzugrenzen!
****ga Frau
17.370 Beiträge
Themenersteller 
Es lohnt sich also, an sich selbst zu arbeiten, und verletzende Situationen zu analysieren *g* .

*ja* es hat lange gedauert, bis ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin, ich bin mindestens 30 Jahre lang davon gelaufen vor Schmerzen und habe Ängste unterdrückt. So langsam kommt alles ans Tageslicht und will angeschaut werden, manchmal gar nicht so einfach, aber es ist einfacher als noch früher weil ich mehr Lebenserfahrung habe und mehr Selbstsicherheit.
Der Mensch ist ein soziales Wesen und zieht sein Wohlbefinden in der Gesellschaft zu großen Teilen aus der Anerkennung und Wertschätzung der anderen.

Wem es gelingt, sich ganz und heil und sicher zu fühlen, ohne die Rückkopplung mit anderen, der ist vor schmerzlichen Situtationen, die andere ihm vermeintlich bereiten, bewahrt.

Es sind aber nicht die anderen, die eine bestimmte Macht über unsere Gefühle haben. Wir allein entscheiden, wessen Wertschätzung uns wichtig ist. Es ist unsere Entscheidung, ob und von wessen Feedback wir unser Wohlbefinden abhängig machen.

Wenn wir wenig Sicherheit in uns selbst verspüren, liegt es nahe, sie im Außen zu suchen. Jetzt ist die Frage, lieben wir die anderen einfach nur, weil wir sie lieben? Oder lieben wir sie, weil sie uns mit ihrer Anerkennung zu einem guten Gefühl verhelfen? Bei letzterem ist klar, dass es uns besonders schmerzlich trifft, wenn wir von den geliebten Menschen mal Ablehnung erfahren.

Meine Gewissheit ist: Je mehr wir uns wirklich selbst lieben - so, wie wir sind, mit allen Schwächen und Macken, desto weniger brauchen wir andere, die uns spiegeln, wie liebenswert wir sind. Desto weniger reagieren wir mit schmerzlichen Gefühlen, wenn das Verhalten der anderen mal nicht so positiv ist.
*****lnd Mann
27.765 Beiträge
Liebe
und Verletzbarkeit? Das passt für mich in keiner Weise zusammen. Die auch noch zu brauchen?

Liebe, wie ich sie begreife und kenne, ist unangreifbar und unverletzlich.

Verletzlich sind Vorstufen der Liebe, Verliebtheit also, die zum Beispiel nicht erwidert wird.
******XXL Mann
3.802 Beiträge
Ich betrachte das Thema mal einer anderen Perspektive: Jemand kann mich überhaupt nur dann verletzen, wenn er/sie satisfaktionsfähig ist. Oder härter ausgedrückt: Was interessiert mich das Geblubber eines Idioten?

Und jemand, den ich liebe, sollte ja auch automatisch satisfaktionsfähig sein.

Wobei dieser Aspekt

*********en79:
Allerdings gibt es auch psychopathische Persönlichkeiten, die zielsicher wunde Punkte finden oder gar erschaffen, und die es verstehen, auch stabilere Personen ins Wanken zu bringen, sie zu schwächen, um ihnen überlegen zu sein.

auch noch eine Rolle spielt. Menschen, die ihr ganzes Leben lang andere nieder machen um sich selbst (relativ) zu erhöhen, entwickeln da bemerkenswerte Fähigkeiten...

****ga:
sie spüren das sich bei mir was geändert hat und behandeln mich anders als früher

Es gilt immer und zu allen Zeiten: So wie du dich benimmst wirst du auch behandelt. Wenn du dich wie ein Hanswurst benimmst, wirst du wie ein Hanswurst behandelt. Wenn du dich souverän benimmst, wirst du auch so behandelt werden.

Ich erlebe es sogar manchmal so, dass jemand, den ich mag / liebe, sich wie ein Hanswurst benimmt, ich das gerne übersehen möchte, es mir aber trotz massiver Rationalisierung schwer fällt.


Gruß
Stefan
.
*******icht Mann
3.571 Beiträge
Warum können die Menschen, die ich am meisten liebe, mich am tiefsten verletzen?

Diese Frage habe ich mir früher auch gestellt. Dabei kam ich zu der Erkenntnis, dass ich tiefe Verletzungen für Liebe gehalten habe. Seither liebe ich die Menschen am meisten, die mich am wenigsten verletzen können.
********s_63 Frau
2.973 Beiträge
Wie viel Verletzbarkeit braucht die Liebe?oü
. Sind wir durch die Gesellschaft, Erziehung und Schule so konditioniert worden anders zu sein als wir in Wirklichkeit sind? Lebt Ihr mehr im Schein als im wirklichen Sein? Wie und wann lasst ihr eure Masken fallen und wem gegenüber zeigt ihr euer wahres Ich, eure Verletzlichkeit?

....die Erziehung, die Gesellschaft in der wir leben, im kleinen Kreis wie im großen Kreis...das politische System...alles fließt mit ein...sei denn wir wehren uns mit einen gesunden Selbstwert, behandelt sich gut...kennt sich selbst richtig, ist selbstreflektiert, kenn seine Stärken ebenso wie seine Schwächen, kann gut damit umgehen.." was soll's das bin halt ICH, und ich bin richtig so wie ich bin"....entweder, man mag mich so oder eben nicht...schon trennt sich die Spreu vom Weizen...auf ganz natürliche Weise...man schult und hat seinen gesunden Menschenverstand, eine eigene Meinung und den Drive, sie auch zu vertreten...auch dann, wenn es unangenehm wird...man auffällt als Rebell da steht...aber man bleibt bei sich selbst und sich selbst damit auch treu...
und ist so authentisch... *zwinker*

Jeder, kennt seine Schwächen selbst am Besten...Menschen die mir unsympathisch sind...werde ich sie nicht auf die Nase binden....dennoch trage ich außer
Make Up...keine Maske...bleibe authentisch...Menschen die mir sympathisch sind ....lernen mich je nach Nähe der Verbindung, mit allem für und wieder kennen...Menschen die mir nah sind...kennen mich sehr gut, schon aus eigenem Interesse...Menschen die mir sehr wichtig sind, mir nah sein wollen...wir mit Körper, Geist und Seele verbunden sind...wissen genau wie ich ticke, denke und fühle...das beruht dann ebenfalls auf Gegenseitigkeit...weil das so ist, achten wir auch aufeinander...mit Fürsorge...damit sich keiner verletzt fühlt...

Ja, ich finde wir leben in der heutigen Zeit nicht mehr artgerecht.." als Mensch"...
wir muten uns oft zu viel zu...halten die Balance nicht...zwischen anspannen und entspannen ein...weil wir mit uns machen lassen...fremdbestimmt funktionieren...das ist weder klug noch gesund.. führt zu Frust und Unzufriedenheit mit sich selbst und mit unserem Umfeld..Partnerschaft..*top*
*******na57 Frau
22.194 Beiträge
JOY-Angels 
Menschen die mir sehr wichtig sind, mir nah sein wollen...wir mit Körper, Geist und Seele verbunden sind...wissen genau wie ich ticke, denke und fühle...das beruht dann ebenfalls auf Gegenseitigkeit

Das - so meine Erfahrung - geht nicht. Ich habe mit Menschen, die mir eigentlich nahe sein sollen, schon so manche Überraschung erlebt und sie mit mir auch. Wir sind bei allem, was wir so wahrnehmen, in unserem eigenen Wesen gefangen, von daher nehme ich nicht für mich in Anspruch, jemanden 100%ig zu kennen.

Ich kann aufgrund meiner Erfahrung mit ihm einige seiner Reaktionen voraussehen, aber immer zu wissen, wie jemand denkt, tickt und fühlt ? Eher nicht.

Die Achtsamkeit, andere nicht zu verletzen, kommt für mich aus meinem allgemeinen Umgang mit anderen Menschen. Wobei es dann doch passieren kann ... aber nicht absichtlich und es ist wohl auch ein Teil des menschlichen Zusammenlebens. Ebenso wie die Fähigkeit, jemandem zu verzeihen.
********weiz Mann
10.777 Beiträge
Liebe ist selten frei von Egoismus, nur meist geschickt kaschiert durch die Gabe von vermeintlicher nicht zurückfordernde Zuneigung.

Die grösste Verletzung dieser Liebe passiert dann, wenn einem die Liebe oder die Illusion davon genommen wird. Manchmal wird der Entzug der Liebe benutzt um Machpositionen in der Beziehung durchzusetzen.

Was passiert? Wir sind verletzt, weil uns diese Liebe genommen wurde - doch warum eigentlich? Haben wir vorher nicht gerade gesagt wir sind so selbstlos in unserer Liebe? Dann müsste der Entzug, der Verlust der Illusion doch eigentlich gar nicht verletzten, höchstens enttäuschen.
.
*******icht Mann
3.571 Beiträge
Die grösste Verletzung dieser Liebe passiert dann, wenn einem die Liebe oder die Illusion davon genommen wird. Manchmal wird der Entzug der Liebe benutzt um Machpositionen in der Beziehung durchzusetzen.

Die Liebe kann niemandem genommen werden.

Der andere kann sein Verhalten soweit ändern, das beim Betroffenen das Gefühl aufkommt nicht mehr geliebt zu werden. Das ist etwas anderes als jemanden die Liebe zu nehmen. Das kann nur dann passieren, wenn das Gefühl geliebt zu werden aus dem Verhalten des anderen abgeleitet wird.
********weiz Mann
10.777 Beiträge
Die Frage wäre wie du Liebe definierst.

Wie unterscheidest du die Liebe die du gibt's und die du bekommst?

Wenn ich es richtig lesen, ist für dich Liebe nur das Gefühl, das in dir innewohnt.
Denn wie anders soll ich Liebe von aussen erkennen als im Verhalten in den Aussagen des Partners?
********s_63 Frau
2.973 Beiträge
Liebe zeigen..
. Der andere kann sein Verhalten soweit ändern, das beim Betroffenen das Gefühl aufkommt nicht mehr geliebt zu werden. Das ist etwas anderes als jemanden die Liebe zu nehmen. Das kann nur dann passieren, wenn das Gefühl geliebt zu werden aus dem Verhalten des anderen abgeleitet wird.

Das Gefühl geliebt zu werden....entsteht beim Gegenüber....durch sein sich öffnen und empfangen...wenn er nicht's mehr empfängt, spürt er nicht mehr geliebt zu werden?
Nur tatsächlich...zeigt man doch seine Liebe auch...durch Gesten,Mimik, Worten...Körperkontakt..ist es dann nicht natürlich...wenn man aus diesem Verhalten...das Gefühl Zuneigung zu empfangen...auch ableitet?

Liebe habe ich in mir...und gebe sie dem Menschen der mir nah ist, mich tief berührt auf menschlicher Ebene...der Andere öffnet sich und empfängt meine Liebe...fühlt sich geliebt..
.
*******icht Mann
3.571 Beiträge
Denn wie anders soll ich Liebe von aussen erkennen als im Verhalten in den Aussagen des Partners?

Im Außen gibt es für mich keine Liebe die für mich zu erkennen wäre. Auch nicht in Aussagen, wie "ich liebe dich" oder am Verhalten des Partners. Aussagen wie auch das Verhalten können jederzeit geändert werden. Damit wäre meine Liebe futsch. Meine Liebe wäre abhängig vom Wohlwollen des Partners. Abhängig von seinen Aussagen und seinem Verhalten.

Der andere bestimmt über meine Liebe ?

Wie unterscheidest du die Liebe die du gibt's und die du bekommst?

Ich gebe keine Liebe. Wie soll ich das gehen. Soll ich meinen Partner fragen was er von mir hören will und wie ich mich zu verhalten habe, damit er auch wirklich das Gefühl hat von mir geliebt zu werden ?

Ich bekomme somit auch keine Liebe. Brauche ich auch nicht, weil ich bereits Liebe in mir trage/habe. Ob der andere mich liebt oder nicht, kann nur er selber wissen oder glauben, genauso wie ich auch. Eine Beweisführung für die Liebe brauche ich nicht. Wenn der andere diese Beweisführung für die Liebe braucht, bin ich dafür der falsche Partner. *g*
********weiz Mann
10.777 Beiträge
Nun was du beschreibst klingt schon fast ein wenig nach der "göttlichen Liebe"
Solche Liebe liegt in dir und ist bei dir, einverstanden.

Nur wie ich den Thread verstehe geht es hier nicht um diese Art der Liebe, hier geht es um die erotische Liebe zwischen zwei Menschen die aus eine Interaktion heraus entstanden ist.
Entwicklung
Liebe und Verletzlichkeit gehören zusammen. Ich bin von den Menschen, die ich am meisten geliebt habe, immer irgendwann einmal verletzt worden, mehr oder weniger stark. Das ist für mich auch ganz logisch, denn in der Liebe schaffen wir Nähe und Vertrauen, beides Punkte, in denen wir verletzbar sind.

Ich habe nach einigen Verletzungen Schutz gesucht in der Polyamorie und gemerkt, dass ich zwar weniger verletzlich bin, aber auch oberflächlicher, distanzierter und weniger "tief" liebe. Als ich angefangen habe, tiefer für eine Frau zu empfinden, bröckelte meine Polyamorie-Theorie und nun merke ich, dass ich wieder verletzlich bin. Das macht mir einerseits Angst, andererseits ist es auch ein schönes Gefühl, wieder "richtig" zu lieben.

So bauen wir uns alle unsere Fassaden auf und begründen aus den Erfahrungen der Vergangenheit Theorien für die Zukunft.

Die Definition des Liebesbegriffes hatten wir schon mal an anderer Stelle dikutiert, so weit ich mich erinnere. Ich finde den Gedanken der "globalen" Liebe sehr schön und bin heute überzeugt, dass ich nicht mur meine Eltern, Kinder und meine Liebespartnerinnen liebe, sondern durchaus auch gute alte Freunde, die ich sehr lange kenne, schötze und die gemeinsame Zeit genieße.
Kommt aber eine partnerschaftliche Beziehung mit Sexualität ins Spiel, dann verändert sich etwas an dieser Liebe, sie wird intensiver - und dann beginnt die Verletzlichkeit. Kritik von einem guten Freund, den ich liebe, kann ich lachend annehmen, ohne dass meine Fassade bröckelt, Kritik von der Partnerin, die ich liebe, lässt wahrscheinlich eher mein Ego kleiner werden.

Warum dies so ist, weiß ich nicht, aber ich habe es eben festgestellt.
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