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Beziehung, wenn die Gefühle weg sind?

*********Molly Frau
81 Beiträge
Themenersteller 
Beziehung, wenn die Gefühle weg sind?
Angestoßen durch eigene Erfahrungen stelle ich mir obige Frage.

Meine Gedanken dazu:

Würden alle Beziehungen beendet werden, weil es zwischendurch mal Probleme mit den Gefühlen gibt, dann wären wir doch alle Single. Soll heißen: Niemand fühlt durchgängig immer volle Pulle die große Liebe. Es ist doch "normal", dass Gefühle zwischendurch nachlassen bzw. sich verändern, oder nicht?

Ich fände es gut, wenn sich mehr Menschen trauten, genauer hin zu schauen warum Gefühle nicht mehr da sind bzw. sich verändern. Vielleicht liegt es am Abfall von Wolke 7 auf den Boden der Realität - dieser Aufprall wird oft als ziemlich hart empfunden. Vielleicht könnte man sich daher auch selbst einmal fragen: Will ich in einer Verliebtheitsblase leben, oder in der Realität?

Vielleicht gibt es eine Krise, oder es stehen Veränderungen an, die belasten. Vielleicht gibt es "altes Gepäck", welches unverarbeitet weiter vor sich hin gärt und eine schwierige Situation hat das buchstäbliche Fass zum Überlaufen gebracht. Vielleicht blockieren einen auch falsche Überzeugungen a la "ich schaffe das nicht", "es macht (alles) eh keinen Sinn" etc. . Die Gründe für den fehlenden Zugang zu den eigenen Gefühlen, können doch vielfältig sein (das muss aber doch nicht zwangsläufig heißen, dass sie weg sind). Am besten spricht man doch offen und ehrlich mit dem Partner oder der Partnerin über die eigenen Gedanken und Gefühle, damit man gemeinsam die Beziehung und sich selbst stärken kann. Kommunikation sei das "A und O" in einer Beziehung, wird doch so oft gesagt. Warum trauen sich dann so wenig Menschen offen und ehrlich über ihre Gefühle und Gedanken zu sprechen?

Warum werden langjährige Beziehungen einfach "weggeworfen" wie Müll? Warum machen sich viele Menschen einfach nicht mehr mal die "Mühe" miteinander zu sprechen? Was ist mit "klassischen" Werten wie Vertrauen, Offenheit & Ehrlichkeit, Loyalität, Empathie, Verantwortungsbewusstsein etc.? - Außer Mode heutzutage?

Vielleicht sind die Gefühle nämlich gar nicht weg, sondern werden von Stress und Konflikten überlagert oder es gibt andere Gründe ( s.o.) , die den uneingeschränkten Zugang zu den eigenen Gefühlen verhindern. Wenn man es allein nicht schafft, diesen Zugang wieder herzustellen gibt es doch Hilfe, die man in Anspruch nehmen könnte (ein ehrliches und offenes Gespräch mit Freunden, Beratungsstellen, Online Recherche, Gruppen, psychologische Unterstützung etc.).

Aber es scheint vielfach (NICHT überall) einfacher, einfach wegzulaufen.

Schade, meiner Meinung nach nimmt man sich selbst und anderen die Möglichkeit, etwas sehr wertvolles - auch über sich selbst - zu lernen.

Wie seht ihr das?
******eek Frau
5.071 Beiträge
Also auch, wenn Gefühle, wie du es schreibst "überlagert" wurden, waren sie bei mir nicht weg. Und ja, wenn sie tatsächlich weg sind, also mit der*die Partner*in egal ist, würde ich das Gespräch suchen und mich vermutlich trennen.

Zitat von *********Molly:
Warum werden langjährige Beziehungen einfach "weggeworfen" wie Müll? Warum machen sich viele Menschen einfach nicht mehr mal die "Mühe" miteinander zu sprechen? Was ist mit "klassischen" Werten wie Vertrauen, Offenheit & Ehrlichkeit, Loyalität, Empathie, Verantwortungsbewusstsein etc.? - Außer Mode heutzutage?
Wer sagt denn, dass dem so ist?
Ich denke, es vermischen auch mehrere Dinge: Beziehungen werden nicht mehr (nur) zur Absicherung des Haushalts eingegangen. Frauen können selbst Geld verdienen, Männer können selbst kochen und Wäsche waschen. Selbst Kindererziehung geht zur Not im Co-Parenting oder alleinerziehend. Der primäre Zweck einer Partnerschaft ist eben häufig der zwischenmenschliche Aspekt - Liebe, Zuneigung, Intimität, Sex, gemeinsame Zukunftspläne...
Wenn nun aber die zwischenmenschliche Ebene nicht mehr passt, weil man zum Beispiel unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse hat oder Zukunftspläne nicht mehr zusammen passen, gibt es manchmal wenig bis keine Gründe, die Beziehung fortzuführen.
Dass es zuvor zur Reflektion und zum Gespräch kommen sollte, um möglicherweise gemeinsam Strategien oder Kompromisse zu finden, setze ich aber mal voraus.
*********eams Mann
296 Beiträge
Die Zweier-Beziehung wird immer noch als das erstrebenswerte und um fast jeden Preis erhaltenswerte Lebensmodell gesehen. Es soll für den Erhalt daran gearbeitet werden. Man soll um die Liebe kämpfen.

Menschen, die das nicht schaffen, und im Ergebnis alleine leben, werden entweder bedauert oder man schreibt ihnen negative, beziehungsschädliche Eigenschaften zu. Oder man sieht sie gleich als beziehungsunfähig an.

Nach einem langen und unfreiwillig abwechslungsreichen Beziehungs-Leben, habe ich erkennen und einsehen müssen, dass es immer um zwei Menschen geht, denen die Beziehung wichtig ist. Oder auch nicht. Das kann man nicht erzwingen oder erarbeiten. Entweder beiden liegt etwas daran, oder die Beziehung endet. Mit oder ohne Trennung.

Am Anfang jeder meiner Beziehungen, war ich davon überzeugt, dass sie für die Ewigkeit wären. Doch es kam anders. Wenn ich mich nicht getrennt hätte, oder abserviert worden wäre, könnte ich heute vielleicht stolz auf mein Durchhaltevermögen sein. Aber wäre ich auch glücklich? Oder zumindest so zufrieden wie jetzt? Das bezweifle ich stark.

Jede Trennung, jedes Scheitern tat weh. Aber es ermöglichte neue Beziehungen ..und damit neue Hoffnungen. Und neue Zeiten, in denen ich dachte, es wäre für die Ewigkeit.

Manche Menschen sind zum Durchhalten geboren. Manche zum Weiterziehen. Und manche haben einfach nur Glück.
**83 Frau
868 Beiträge
Warum werden langjährige Beziehungen einfach "weggeworfen" wie Müll? Warum machen sich viele Menschen einfach nicht mehr mal die "Mühe" miteinander zu sprechen? Was ist mit "klassischen" Werten wie Vertrauen, Offenheit & Ehrlichkeit, Loyalität, Empathie, Verantwortungsbewusstsein etc.? - Außer Mode heutzutage?

Ach weißt du, genau das habe ich auch mal vor mir hergetragen. In guten wie in schlechten Zeiten zusammen bleiben, in die Beziehung investieren, kommunizieren und ja, auch Loyalität. Damit sollte es ja zu schaffen sein, langjährige Beziehungen, wie sie für unsere Großeltern und teilweise Eltern gang und gäbe waren, führen zu können.

Dagegen steht das Bild des wankelmütigen Millenials. Konsumgeil, App-verwöhnt, Vergnügen ist alles. Und natürlich die gegenteiligen Werte, die damit verbunden sind: fehlendes Verantwortungsbewusstsein, vollkommene Abwesenheit von Empathie und Loyalität. Der nächste Trend könnte noch spannender sein, das nächste Match noch besser passen...

Meine Erfahrung mit der ersten Haltung ist, dass diese Werte dich dazu führen können endlos zu investieren. In der Hoffnung, die schlechten Zeiten werden überwunden, die Loyalität zählt sich aus und man schafft es irgendwie bis zum Gemeinschaftsgrab.

Nun ja, mich hat das in eine zu lange Beziehung /Ehe geführt. Und auch die nächste Beziehung hat definitiv länger gedauert, als es für mich gut war. Am Ende bist du, wenn es schlecht läuft, ausgelaugt, desillusioniert, hast verlernt auf deine Bedürfnisse zu achten, dich selbst auch mal in den Mittelpunkt zu stellen, auch zu sich selbst loyal zu sein.

Natürlich gibt es auch Beziehungen, die mit den richtigen Mitteln wieder aufblühen können, weil die Gefühle grundsätzlich noch vorhanden sind. Aber da muss man wirklich genau hinschauen: Wollen das beide WIRKLICH? Geht man noch durch eine Krise oder reitet man ein totes Pferd. Wann hat man genug gegeben um aufgeben zu "dürfen". Und ist es wirklich immer schlecht, wenn man sich auseinander entwickelt oder in einer Krise verliert? Aus dem Ende kann ja immer auch ein neuer Anfang entstehen. Und wenn das kein zwanghaftes Verhaltensmuster ist (Beziehung beenden als Universallösung), bin ich durchaus dafür auch in Krisen das Ende der Beziehung als eine Möglichkeit neben anderen für die Weiterführung in die Überlegungen einzubeziehen.

*my2cents*
*********Molly Frau
81 Beiträge
Themenersteller 
@ inkedGeek

Herzlichen Dank für Deinen wertvollen Beitrag. *g*

Die von Dir zitierten Fragen beruhen auf persönlichen Erfahrungen und sollen keinesfalls eine Verallgemeinerung darstellen. D.h. ich gehe NICHT davon aus, dass dies generell und immer der Fall ist.

Ich habe nur vor einiger Zeit die persönliche Erfahrung gemacht, dass nach einer langjährigen Beziehung diese abrupt beendet wurde unter dem Hinweis, die Liebe sei verschwunden aufgrund eines kurz vorher aufgetretenen Konfliktes. Und ohne Liebe mache eine Beziehung keinen Sinn. Punkt.

Und das ohne dass der Konflikt je besprochen oder gar aufgelöst wurde. Und auch ohne, dass sich verändernde Gefühle, evtl.andere Bedürfnisse oder gar Zukunftspläne oder was auch immer vor Ausspruch der Trennung durch den Sich- Trennenden je thematisiert wurden. Nichts.

Das fühlte sich für mich an wie ein Frontal- Crash.

Und dass die zwischenmenschliche Kommunikation eine besondere Herausforderung darstellt, lese ich in zahlreichen Threads und erlebe ich auch im Real- Life *zwinker*
******hat Mann
2.538 Beiträge
Ich würde es nicht so pauschal sagen, daß die Menschen mit ihren Beziehungen einfach auseinander laufen und sich nicht bemühen. Natürlich gibt es aber auch diese Fälle.
Menschen verändern sich im Laufe ihres Lebens, Ansichten und Bedürfnisse ändern sich. In diesem Prozess ist es sehr von Vorteil, wenn beide konsensfähig sind. Beharren beide auf ihrer Sicht und auf ihren Wünschen, Bedenken, Bedürfnissen etc. und wenn keine zufriedenstellende Kommunikation möglich ist , kann die Trennung auch nötig sein.
****el Mann
587 Beiträge
"Als sie einander acht Jahre kannten,
und man kann sagen: sie kannten sich gut,
kam ihre Liebe plötzlich abhanden,
wie anderen Leuten ein Stock oder Hut."

(Er hat so viele schlaue Dinge über die Lißebe geschrieben ...)

Ich glaube, pauschalisieren bringt in dem Kontext nicht viel.
Weder sind die Millenials oder GenZ oder wer auch immer schneller oder langsamer in Trennungen, weniger verbindlich oder sonstwie nennenswert unterschiedlich. In der Rollenverteßilung, zumindest in den Ansprüchen, gibt es Veränderungen in den letzten Generationen, aber die sind geringer als man glauben könnte und werden noch kleiner, wenn man nicht auf die Wünsche, sondern auf die Realität schaut. Insofern glaube ich nicht, dass man heute deswegen schneller weiterzieht. Es haben sich allerdings die ökonomischen Möglichkeiten geändert, so dass eine Trennung für Frauen im Schnitt weniger fatal ist (wiewohl immer noch sehr unfair), aber auch das ist schon seit längerem so.

Und Kommunikation, Austausch etc. ist in meinen Augen eine notwendige Bedingung: Ohne das geht es schief. Es ist aber keine hinreichende: Auch mit guter Kommunikation kann es schief gehen. Wenn die Liebe verschwindet (was sie eher wegen Veränderungen tut, die nicht passieren oder nicht nachvollzogen werden,, und eher nicht wegen eines Konflikts), wird es Zeit für die ehrliche Frage, was das Ziel der Beziehung ist. Auch wenn Romantiker:innen das nicht gern hören: die Ehe ist konzeptionell m Kern nicht auf Liebe gebaut, sondern auf Versorgungssicherheit. Wenn man sich nicht mehr liebt, aber noch mag, wenn Haus|Kinder|gemeinsames Unternehmen|sexuelle Instandhaltung so besser funktionieren als im Single-Dasein, finde ich die Fortsetzung einer Beziehung erst mal nicht verwerflich. Wenn es an der Stelle unterschiedliche Ansichten gibt, sind die wahrscheinlich durch Kommunikation nicht heilbar, aber auch dann kann sie helfen, ein einigermassen friedliches Ende herbeizuführen. Gegen so einen "Frontal-Crash" (mal davon ausgehend, dass es wirklich keine Zeichen ab und sie nicht "nur" übersehen wurden, warum auch immer) allerdings ist wirklich kein Kraut meh9r gewachsen. Auch hier gilt: im Kontakt zu bleiben, dauerhaft und bewusst, senkt das Risiko eines solchen Crashs, aber wie immer im Leben nicht auf Null.
*********Molly Frau
81 Beiträge
Themenersteller 
@ Hirbel

Zeichen, die mich die Liebe hinterfragen ließen, gab es schon mal (vor längerer Zeit) was ich an sich auch nicht so ungewöhnlich oder gar schlimm finde. Solange man auch sich selbst und sein eigenes Verhalten reflektiert, Zweifel ausräumen kann und in Kontakt miteinander bleibt.

Und das waren wir. Bis zu dem besagten Tag des Konflikts - der erste seit etwa 12 Monaten.

Deshalb hatte es mich völlig " aus den Socken" gehauen.
*********Molly Frau
81 Beiträge
Themenersteller 
Mir ist klar, dass sich Gefühle nicht erzwingen lassen ...

Und auch, dass man Reisende nicht aufhalten sollte ... *zwinker*

Vielmehr möchte ich kritisch hinterfragen, warum es manchen Menschen schwer fällt, in Kontakt mit ihren Gefühlen zu treten und/ oder diese Emotionen und Gedanken mit geliebten und vertrauten Menschen zu teilen - vor allem wenn diese mit betroffen sind bzw. sich derartige Konsequenzen daraus ergeben?

Nicht falsch verstehen: Jeder hat das Recht auf seine eigenen Gefühle und kein Gefühl ist " falsch" *g*
******eek Frau
5.071 Beiträge
@*********Molly zum Erwähnen da Leerzeichen nach dem @ weglassen *zwinker*

Zitat von *********Molly:
Ich habe nur vor einiger Zeit die persönliche Erfahrung gemacht, dass nach einer langjährigen Beziehung diese abrupt beendet wurde unter dem Hinweis, die Liebe sei verschwunden aufgrund eines kurz vorher aufgetretenen Konfliktes. Und ohne Liebe mache eine Beziehung keinen Sinn. Punkt.

Und das ohne dass der Konflikt je besprochen oder gar aufgelöst wurde. Und auch ohne, dass sich verändernde Gefühle, evtl.andere Bedürfnisse oder gar Zukunftspläne oder was auch immer vor Ausspruch der Trennung durch den Sich- Trennenden je thematisiert wurden. Nichts.
Ich kann deinen Unmut darüber nachvollziehen, aber ich kenne auch die andere Seite. Die Seite, wo man zusammen lebt, Alltag teilt, Jahr miteinander verbringt - und gar nicht merkt, wie man sich gefühlstechnisch immer weiter voneinander entfernt.

Ich hatte bei einem meiner Ex-Freunde auch das Problem, dass ich erst irgendwann realisiert habe, dass ich für ihn keine Liebe mehr empfand. Ich kann nicht sagen, ob dieser Zustand, als ich ihn bemerkte, erst ein paar Wochen da war, ein halbes Jahr? Ein Jahr?
Wir haben gesprochen, er wollte sich ändern (hat es auch getan), aber die Gefühle kamen meinerseits nicht zurück. Das führte schließlich knapp ein Jahr später dazu, dass ich mich trennen wollte, während er mir zeitgleich versuchte, einen Antrag zu machen...

Ich würde es also, wenn ich merke, die Gefühle sind tatsächlich nicht mehr da, zukünftig nicht noch einmal probieren, irgendwas "zu retten".
****ne Frau
1.304 Beiträge
Am besten spricht man doch offen und ehrlich mit dem Partner oder der Partnerin über die eigenen Gedanken und Gefühle, damit man gemeinsam die Beziehung und sich selbst stärken kann. Kommunikation sei das "A und O" in einer Beziehung, wird doch so oft gesagt. Warum trauen sich dann so wenig Menschen offen und ehrlich über ihre Gefühle und Gedanken zu sprechen?

Warum werden langjährige Beziehungen einfach "weggeworfen" wie Müll? Warum machen sich viele Menschen einfach nicht mehr mal die "Mühe" miteinander zu sprechen? Was ist mit "klassischen" Werten wie Vertrauen, Offenheit & Ehrlichkeit, Loyalität, Empathie, Verantwortungsbewusstsein etc.? - Außer Mode heutzutage?

Ich glaube nicht dass langjährige Beziehungen so abrupt weggeworfen werden. Der Trennung geht ein sehr langer Prozess voraus. Zuerst versucht man mit dem Partner zu reden - zu erklären. Wenn es auf Dauer nichts hilft, dann gibt man auf, redet nicht mehr sondern existiert nur noch. Ganz besonders wenn Kinder da sind und wenn man glaubt, dass Kinder nicht nur einen Elternteil, sondern alle Beide brauchen. (So war es bei mir) Aus dem Grund habe ich einige Jahre durchgehalten bis es wirklich nicht mehr ging. Reden und noch einmal reden brachte null, nichts, rien, nada.....
Und dann machte ich Nägel mit Köpfen, reichte die Scheidung ein und wurde drei Wochen danach vom Gericht geschieden. Eine Sache bei der andere Menschen 3 - 5 Jahre brauchten. Danach fand ich das Glück meines Lebens. Das hielt über 31 Jahre und drei weitere gemeinsame Kinder bis zum Tod meines Mannes. Der anschliessende Partner starb dann leider auch bereits nach 13 Jahren - aber auch hier hätte ich mir (genau wie bei meinem zweiten Mann) eine goldene (silberne) Hochzeit vorstellen können.
*******imal Mann
17 Beiträge
Wir "arbeiten" schon seit langem an dem althergebrachten Ideal der lebenslangen Zweierbeziehung. Wir hatten auch schon einige Krisen.
Sicherlich hilft es zu reden, um diese Krisen zu überstehen, und auch in Zeiten, in denen vordergründig alles recht gut ist, im Gespräch über die Beziehung zu bleiben.
Und doch war zumindest bei uns natürlich fürs weitere Zusammenbleiben auch förderlich, dass wir gemeinsam für Haus und Kinder Verantwortung tragen. Vielleicht hätten wir uns in unseren Zwanzigern an der ein oder anderen Stelle anders entschieden. Man weiß es nicht...

Ich bin immer etwas vorsichtig, wenn Menschen für totale Offenheit in ihrer Beziehung sprechen. Leben die das wirklich so? Nur so als Beispiel (ich rede hier von einem Freund 😉): Was passiert, wenn man einen Crush für die beste Freundin der Frau hat, der ja auch wieder vorbeigehen kann? Sollte man es dann nicht besser für sich behalten, um nicht nur die eigene Beziehung, sondern auch die Freundschaft der beiden Frauen nicht zu beschädigen?

Ich bin grundsätzlich dafür, ehrlich zu kommunizieren und seine wichtigen Bedürfnisse zu vermitteln. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man auch in einer gut funktionierenden Beziehung seine (kleinen) Geheimnisse haben darf.

Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass in vielen Beziehungen heute offener kommuniziert wird. Das ist ja schon mal gut.

Wenn (mindestens) einer der Partner gar keine Zuneigung mehr empfinden kann, ist es wahrscheinlich Zeit, sich zu trennen. Wenn das den anderen dann natürlich aus heiterem HImmel trifft, stelle ich mir das extrem hart vor. Aber da gibt es doch so einen Spruch wie "Lieber ein Ende mit Schrecken usw."...
*********0966 Mann
3.146 Beiträge
@*********Molly
Deinem ET kann ich zustimmen.

Zwei Menschen finden zueinander und für die ist zubächst mal der rossrote Himmel voller Geigen.
Es ist m. E. auch ganz normal dass man unter dem Einfluss unserer Glückshormone dazu neigt den/die neue(n) Patner(in) auf ein Podest zu heben.
Die gegenseitige Anziehung ist meist sehr groß man ist geneigt über das Eine oder Andere großzügig hinwegzusehen oder sogar eindeutige Alarme zu ignorieren.

Nach eine gewissen Zeitraum flacht diese extreme Verknalltheit ab.
Der Alltag hat uns im Griff und nagt Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Man findet dann diese ständige Nähe gar nicht mehr so wahnsinnig toll, richtet den Fokus immer öfters auf sich selbst, nicht mehr ausschließlich auf den Partner und die Beziehug.
Wo bleibt mein ICH bei der ganzen Sache und wars das schon? sind dann in etwa die Fragen die man sich stellt.
Umstände ändern sich, Menschen ändetn sich.

Meine Partnerin hat nicht die Aufgabe mich tagtäglich zu bespaßen und mich glücklich zu machen.
Sie ist ein wertvolles Geschenk des Lebens mit dem ich achtsam umgehen muss.
Sie hat nicht die Aufgabe mich glücklich zu machen, dafür trage ich selbst die Verantwortung.

Krisen, auch in der Beziehung, kündigen sich aber meist vorher an, kommen seltenst überraschend.
Spätestens wenn man eine gecrashte Beziehung reflektiert wird einem das klar umd man sollte wichtige Lehren für die Zukunft daraus ziehen.
Wer meint Krisen prinzipiell aussitzen zu müssen kann böse Überraschungen erleben.

Kommunikation in der Beziehung ist füt diese existentiell wichtig.
Abgesehen davon was die Psrtnerin zu mir sagt ist für mich wie sie sich mir gegenüber verhält, denn die Botschaft liegt oft im Verhalten.

Im Streit wird oft was gesagt was man hinterher bereut, doch der Abzug wurde gezogen und die Kugel ist aus dem Lauf.
Das ist aber menschlich und nur wer aufrichtig liebt kann so einen Fehler vergeben, wenn er merkt dass sein Partner bereut.

Wenn aber alles gesagt wurde und das Verhalten ändert sich nicht, man nur noch nebeneinander hertrotten statt gemeinsam oder jeder nur noch sein eigenes Ding durchzieht, dann muss man eine schwere Entscheidung treffen.
Gemeinsame Ziele und Träume werden aufgegeben, es gibt kein wir mehr und die Zukunft ist ungewiss.
Es wird nie mehr so wie es war, es gibt kein "Wir" mehr, das Leben wird nie mehr so sein wie es war.
Dann wird es Zeit zu gehen und gehenzulassen auch wenn es schmerzt.
Ich glaube keiner der in einer langen Beziehung war und den Partner geliebt hat tut sich mit diesem Schritt leicht.
Loslassen und vergeben, auch sich selbst, ist sehr, sehr schwer doch es ist unumgänglich um wieder glücklich zu werden.

Eine Person die mich immer wieder schwer beeindruckt hat ist der Dalai Lama, doch such der hat Tage wo er nicht glücklich ist, wo er mit sich selbst nicht im Reinen ist.

Meine persönliche Freiheit, meine persönliche Lehre, die ich aus schmerzlichen Erfahrungen gezogen habe, ist es immer die Mittel und den Willen zu haben zu gehen oder gehenzulassen.
Ich lasse sie dann los damit wir beide wieder unser Glück finden können, nicht weil ich sie hasse sondern weil ich mich liebe.
Denn auch ich bin ein Mensch der es verdient hat ein glückliches Leben zu führen.
Diese persönliche Freiheit macht mich glücklich, ist mir aber um so mehr Ansporn den Menschen die ich liebe dies zu zeigen.
*******in78 Frau
4.377 Beiträge
Die Frage ist für mich ein wenig, war dies jemals Mode und wer bestimmt dies?

Ich glaube nicht, dass Beziehungen, gerade langjährige einfach weggeworfen werden, wie Müll, dann war mMn noch nie wirklich Liebe vorhanden.

Die erste Verliebtheit endet nach ein paar Monaten und es ist biologisch bedingt, dass am Anfang gerne „Fehler“ übersehen werden. Sobald klarer gesehen wird, was wieder mit anderen Hormonen zu tun hat, zeigt sich, ob aus der Verliebtheit Liebe werden kann.

Liebe verschwindet oft, wenn Werte und „Ziele“ nicht mehr zueinander passen und mitunter auch langjährige Versuche gescheitert sind.

Es kann nicht nicht kommuniziert werden. Verhaltensänderung oder auch stiller werden, können auch ein Indiz sein, der gerne übersehen wird.
*******in78 Frau
4.377 Beiträge
Zu erkennen, es sind keine Gefühle mehr vorhanden, ist für mich ein Zugang zu Gefühlen, die vorher vielleicht nicht zugelassen wurden.
*********istan Frau
129 Beiträge
Zitat von *********Molly:
Mir ist klar, dass sich Gefühle nicht erzwingen lassen ...

Und auch, dass man Reisende nicht aufhalten sollte ... *zwinker*

Vielmehr möchte ich kritisch hinterfragen, warum es manchen Menschen schwer fällt, in Kontakt mit ihren Gefühlen zu treten und/ oder diese Emotionen und Gedanken mit geliebten und vertrauten Menschen zu teilen - vor allem wenn diese mit betroffen sind bzw. sich derartige Konsequenzen daraus ergeben?

Nicht falsch verstehen: Jeder hat das Recht auf seine eigenen Gefühle und kein Gefühl ist " falsch" :)

Wie stellst du von Außen fest, ob dein Ggü Kontakt zu seinen Gefühlen hat oder nicht?
******978 Paar
1.983 Beiträge
Sie schreibt;

Puh, diese kleinen Biester namens Gefühle. 🙈🙈🙈

Zu diesem Thema könnte ich sicher Seiten füllen und wäre nicht am Ende meiner Abhandlung. Auch ich schreibe nur über meine ganz eigenen Erfahrungen und Gedanken.

Ich hatte einen Wendepunkt in meinem Leben kurz bevor ich Jan kennengelernt habe; meine Erfahrungen vor meinem Kind waren geprägt, dass ich mich als eher emotionaarm empfunden habe und so auch teilweise wahrgenommen wurde.

Mit meinem Kind (mit einem für mich toxischen Papa) änderte sich das von heute auf morgen und ich war nicht mehr ich selbst.
Ich erkannte mich nicht wieder, ich wollte nicht fühlen, was ich fühle und schon gar nicht wollte ich so verletzlich und angreifbar sein.

Mittels einer Therapie (ich danke dem Himmel für diese 1,5 Jahre) habe ich mein früheres Sein im Zusammenhang mit meiner eigenen Kindheit, den Grund warum NUR dieser toxische Mann der Vater meines Kindes (ich wollte nie Kinder) werden konnte und den Zugang zu meinen Gefühlen aufgearbeitet und gefunden.

ABER Gefühle zu empfinden, wenn diese tatsächlich gespürt werden UND diese dann noch zu reflektieren (woher kommt warum dieses und jenes Gefühl, was genau löst das Gefühl aus, was macht es mit mir), dass ist nur sehr Wenigen gelungen, so meine Erfahrung.

Auch das darüber sprechen, bedarf einer Reflektion seiner Selbst; über und von was will ich reden, wenn ich nichts Adäquates empfinde oder jedem Gefühl ungefiltert nachgehen?
Wie bespricht man Gefühle?

Das sind Sachen, die jeder Mensch erlernen muss, das bekommt man, meiner Meinung nach, nicht mit der Geburt mit, wie die Augen und Haarfarbe.

Weiterhin kann ich so reflektiert sein, wie will; ich kann wirklich im Stande sein und gewillt sein, in einer Partnerschaft zu reden - spricht der Gegenüber nicht oder eine andere "Sprache", hat der Gegenüber keinen Zugang zu seinen wahren Gefühlen ist und bleibt solch eine Kommunikation eine verdammte Einbahnstraße.

An meinem Wendepunkt mit 40 habe ich mich ernsthaft gefragt (bis dato 4 Beziehungen ca 3 bis 4 Jahre plus 12 Jahre Ehe); was will ich wirklich?
Glaube ich immernoch an die Liebe bis zum Lebensende oder reicht mir eine Halbwertszeit von 3 bis 4 Jahren in regelmäßigem Abstand?
Wenn Beziehung, dann mit dem Ziel "für den Rest meines Lebens", aber was muss ich tun, oder ändern, dass es diesmal klappt?

Eine Ehe hatte ich bis dato bereits in den Sand gesetzt, das Eheversprechen war gebrochen ....

So kam und komme ich bis heute immer zum ersten und wichtigsten Punkt meiner Selbst;

ES BEGINNT ALLES BEI DIR SELBST.

Für jeden weiteren cm, für jeden weiteren Schritt, für jedes weitere Gefühl und jeden weiteren Weg brauchs Menschen, die ähnliche Gedanken haben, wie selbst, um Schnittstellen herzustellen.

Je mehr, umso besser - mein Empfinden.

Mit Jan habe ich die magischen 4 Jahre überschritten, mit Höhen und kleineren Tiefen, mit Trennungsgedanken (im ersten und im 2. Jahr) meinerseits und immer mit dem Wissen und dem unbedingten Wollen, dass unsere Beziehung was Besonderes ist und bis zum Lebensende hält.
*****wei Mann
154 Beiträge
Ich denke, Gefühle sind ein Teil der Belohnung oder des Wertes einer Beziehung. Ohne Gefühle (oder etwas anderem, das der Beziehung Wert verleiht), gibt es keine Motivation, die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Gefühle sind aber mMn keine "Gelingbedingung" für eine Beziehung - das sind nämlich die Bereitschaft und die Fähigkeiten zu Verhandeln: Die eigene Bedürfnisse zunächst kennen, wenn sie für die Beziehung relevant sind, sie auch auszudrücken, die Bedürfnisse der anderen Partner zu kennen, abzuwägen ob man etwas gewinnen, verlieren, einfordern, aufgeben kann. Ist furchtbar unromantisch, aber es heißt eben nicht umsonst "Beziehungsarbeit".
****el Mann
587 Beiträge
Zitat von *********istan:

Wie stellst du von Außen fest, ob dein Ggü Kontakt zu seinen Gefühlen hat oder nicht?

Auf erster Ebene, würde ich sagen, anhand dessen, ob sie verbalisiert werden: Spricht die Person über ihre Gefühle? Ist sie dabei entspannt? Kann sie sie richtig benennen? Wut, Angst, Schmerz beispielsweise können ja nicht alle Menschen sauber auseinanderhalten ...
Durchaus auch zwischen den Zeilen: Was erzählt eine Person, wenn sie von Erlebnissen berichtet? Spricht sie "nur" von den verletzenden Handlungen in der letzten Beziehung oder auch von der Verletzung selbst? Wechselt sie beispielsweise von "ich" in "man", sobald Emotionen zur Sprache kommen?

Wenn man das wirklich wissen möchte, kann man auch schlicht fragen, wie sich diese oder jene Situation angefühlt hat. Das ist natürlich potentiell übergriffißg, aber das läßt sich ja auch ein wenig abfedern. Je schwerer Verbalisierung fällt (natürlich moderiert durch Sprachkompetenz), desto weniger geübt ist wahrscheinlich der Zugang.

Manchmal reicht vielleicht auch eigene Empathie und die Wahrnehmung von Mimik und Körperausdruck, aber ich glaube, das ist eher was für Fortgeschrittene.
*********istan Frau
129 Beiträge
Zitat von *********Molly:
Beziehung, wenn die Gefühle weg sind?
Angestoßen durch eigene Erfahrungen stelle ich mir obige Frage.

Meine Gedanken dazu:

Würden alle Beziehungen beendet werden, weil es zwischendurch mal Probleme mit den Gefühlen gibt, dann wären wir doch alle Single. Soll heißen: Niemand fühlt durchgängig immer volle Pulle die große Liebe. Es ist doch "normal", dass Gefühle zwischendurch nachlassen bzw. sich verändern, oder nicht?

Ich fände es gut, wenn sich mehr Menschen trauten, genauer hin zu schauen warum Gefühle nicht mehr da sind bzw. sich verändern. Vielleicht liegt es am Abfall von Wolke 7 auf den Boden der Realität - dieser Aufprall wird oft als ziemlich hart empfunden. Vielleicht könnte man sich daher auch selbst einmal fragen: Will ich in einer Verliebtheitsblase leben, oder in der Realität?

Vielleicht gibt es eine Krise, oder es stehen Veränderungen an, die belasten. Vielleicht gibt es "altes Gepäck", welches unverarbeitet weiter vor sich hin gärt und eine schwierige Situation hat das buchstäbliche Fass zum Überlaufen gebracht. Vielleicht blockieren einen auch falsche Überzeugungen a la "ich schaffe das nicht", "es macht (alles) eh keinen Sinn" etc. . Die Gründe für den fehlenden Zugang zu den eigenen Gefühlen, können doch vielfältig sein (das muss aber doch nicht zwangsläufig heißen, dass sie weg sind). Am besten spricht man doch offen und ehrlich mit dem Partner oder der Partnerin über die eigenen Gedanken und Gefühle, damit man gemeinsam die Beziehung und sich selbst stärken kann. Kommunikation sei das "A und O" in einer Beziehung, wird doch so oft gesagt. Warum trauen sich dann so wenig Menschen offen und ehrlich über ihre Gefühle und Gedanken zu sprechen?

Warum werden langjährige Beziehungen einfach "weggeworfen" wie Müll? Warum machen sich viele Menschen einfach nicht mehr mal die "Mühe" miteinander zu sprechen? Was ist mit "klassischen" Werten wie Vertrauen, Offenheit & Ehrlichkeit, Loyalität, Empathie, Verantwortungsbewusstsein etc.? - Außer Mode heutzutage?

Vielleicht sind die Gefühle nämlich gar nicht weg, sondern werden von Stress und Konflikten überlagert oder es gibt andere Gründe ( s.o.) , die den uneingeschränkten Zugang zu den eigenen Gefühlen verhindern. Wenn man es allein nicht schafft, diesen Zugang wieder herzustellen gibt es doch Hilfe, die man in Anspruch nehmen könnte (ein ehrliches und offenes Gespräch mit Freunden, Beratungsstellen, Online Recherche, Gruppen, psychologische Unterstützung etc.).

Aber es scheint vielfach (NICHT überall) einfacher, einfach wegzulaufen.

Schade, meiner Meinung nach nimmt man sich selbst und anderen die Möglichkeit, etwas sehr wertvolles - auch über sich selbst - zu lernen.

Wie seht ihr das?

Meine allgemeinen Gedanken zu "Beziehung wenn die Gefühle weg sind":

Die "Verliebtheitsphase" kann einen Menschen sich selbst verlieren lassen. Diese Phase könnte man gut mit der aufheiternden Wirkung von Drogen vergleichen.
Die gefährlichen Punkte hier sind
a) man verliert sich selbst aus den Augen, zum Teil sicher auch die "Selbstreflexion"
b) die Projektion auf den Partner, der scheinbar das Glücksgefühl, das Betäuben seinerselbst ausgelöst hat
c) Verliebtheit lässt nach, bei den einen geht die Desillusionierung schnell bei anderen langsam
d) wieder Projektion auf den Partner, der muss ja Schuld sein das Verliebtheit weg ist
e) eigene ungelöste Probleme treten wieder vermehrt ins Bewusstsein
f) der Verliebtheitsphase nachtrauern (Warum-Fragen)

Es ist eher ein "weglaufen" vor sich selbst IN die Verliebtheit/in die großen Gefühle. Daher der manchmal harte Aufprall. Ich finde es nicht schade, dass langjährige Beziehungen zerbrechen genau wie die kurzen. Die Dauer sagt nichts über die Qualität aus, sag ich mal so.
*********0966 Mann
3.146 Beiträge
Auf der anderen Seite ist eine gute Trennung das kleinere Übel gegenüber einer schlechten Beziehung.
*********albe Frau
259 Beiträge
& ich frage mich vielmehr, warum eine beziehung als gescheitert betitelt wird, wenn sie beendet wird. als seien als die bis dahin hoffentlich schönen jahre hinfällig mit einer trennung.
da brauch ich ja auch keinen film schauen, wenn der dann nix wert ist, weil er vorbei ist.
diese "logik" erschließt sich mir nicht, & realitisch betrachtet ist kaum etwas für immer, die meisten beziehung enden nicht mit dem tod, & das ist auch gut so in meinen augen.

aber ja, wenn die eigentliche frage ist, warum nicht kommuniziert wird, bin ich dabei. unwille oder unvermögen, bequemlichkeit, angst vor konsequenzen. bedauerlich allemal.
*********Seil Mann
1.322 Beiträge
Zitat von *********Molly:
Wie seht ihr das?

Also ich für meinen Teil denke, dass ich sehr wohl selbst dazu in der Lage bin zu entscheiden, wann ich einfach mal (vorübergehend) aufgrund eines eigentlich lösbaren Problems einen Hals auf meine Partnerin habe und wann die Gefühle eben wirklich weg sind, weil ich mir sicher bin, dass das nichts mehr bringt.

Da brauche ich auch keine Therapeuten dafür, um das zu unterscheiden und da würde ich es mir auch verbitten, wenn mir da Andere (völlig unbeteiligte) mit "gut gemeinten" Ratschlägen rein quatschen.
****el Mann
587 Beiträge
Zitat von *********albe:
& ich frage mich vielmehr, warum eine beziehung als gescheitert betitelt wird, wenn sie beendet wird. als seien als die bis dahin hoffentlich schönen jahre hinfällig mit einer trennung.

Je nach Art der Trennung sind sie das vielleicht auch, aber ich glaube, das ist es nicht, sondern einfacher:
Eine Beziehung fühlt sich für einen Menschen als gescheitert an, wenn sie nicht mehr oder nicht mehr gut ist, obwohl sie sich genau das gewünscht hat. Ob es für den Wunsch gute oder weniger gute Gründe gibt, ist dabei erst mal egal.
*******961 Mann
39.518 Beiträge
Ich weiß nicht was und wie das ist wenn Gefühle zwischendurch mal weg sind.
Ich kenne nur Gefühle oder eben keine Gefühle.
Heute Gefühle, morgen Keine, übermorgen wieder Gefühle?
Auch bei Stress und Problemen sind Gefühle da, wenn nicht, zweifle ich an der Echtheit.
Wenn die gegenseitigen Gefühle erloschen sind, gibt es eine Trennung, denn sie neu entfachen müssen, wird wohl in den meisten Fällen nicht klappen.
Außerdem passiert so etwas nicht von jetzt auf gleich, ist ein längerer Prozess.
Schlimmer empfinde ich, die Beziehung trotz erloschener Gefühle, aufrecht zu
erhalten. Materielle, finanzielle Gründe sollten mMn keine Gründe für ein festhalten an einer gefühllosen Beziehung sein.
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