![]() | 10. März 2011 Offene Beziehung - wie war "das erste Mal"? Hallo liebe Joyclubber! Meine Frage richtet sich an diejenigen unter Euch, die in offenen Beziehung leben. Also in solchen Beziehungen, in denen Kontakt zu anderen Partnern (der auch Sex beinhalten darf) erlaubt ist. Ich würde von Euch gern hören, wie Ihr das erste Mal empfunden habt, als Euer Partner "auf die Pirsch" gegangen ist oder aber das erste Mal, als Ihr selbst allein ausgegangen seid und wusstet, heute abend könnte was passieren, und Euer Partner ist zu Hause geblieben. Wie war das für Euch und haben diese Empfindungen sich seit dem ersten Mal geändert? Meine Bitte an die Community: bitte (!) macht keinen Thread pro oder contra offene Beziehung daraus oder - noch schlimmer - einen, in dem sich pauschal negativ über offene Beziehungsführung geäußert wird. Meine Frage richtet sich ausschließlich an Paare, die offen leben. Ich danke Euch! |
![]() | 12. März 2011 Hallo Sina… Oh, es antwortet keiner, Wir können uns nämlich überhaupt nicht vorstellen, wie so was funktionieren kann. Es würde mich aber sehr interessieren, wie andere Paare damit umgehen. Hmmm, der Gedanke würde mich irgendwie als Rollenspiel reizen. Also, wir gehen zum Beispiel getrennt in eine Disco und geben uns nicht als Paar zu erkennen. Oder hat gar bei einigen Paaren eine offene „Beziehung“ mit einem offenen „Ausgehen“ begonnen? Oh Gott, wenn jetzt einige schreiben, dass es so gewesen ist, dann habe ich aber eine unruhige Nacht. Dreamteam66831 |
![]() | 12. März 2011 Eine offene Beziehung kann man ja Schritt für Schritt beginnen. Man muss nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Wir haben so begonnen, dass wir erstmal Flirten, erotische Eskapaden und schließlich Sex mit anderen gemeinsam erlebt haben - und dabei haben wir gemerkt, dass Neid und Eifersucht aufkommen können, aber davon die Welt nicht untergeht, dass man es aushalten und dem Partner trotzdem etwas gönnen kann. Und mit der Zeit, wenn man in offenem Dialog miteinander bleibt und alles, auch Peinliches, anspricht und diskutiert, verschwinden diese Gefühle und machen einem tiefen Vertrauen Platz, einer sehr weit gehenden Sicherheit. Um es anders auszudrücken: Treue über andere Begegnungen hinweg haben wir immer als tiefer empfunden als diese verlangte und erwartete Treue, die üblich ist. Und dann kann der nächste Schritt erfolgen ... Und so weiter. (Der Antaghar) |
![]() | 12. März 2011 @Dreamteam: wenn Du wirklich daran interessiert bist, etwas über offene Beziehungsführung zu erfahren: es gibt hier im Forum diverse Threads, die sich mit Definition, Spielregeln etc pp befassen. Einfach mal die Suchfunktion bemühen. Ansonsten bitte ich, den Hinweis aus meinem Eröffnungsposting zu beachten. Dieser Thread dient NICHT dazu, die offene Beziehungsführung zu definieren oder zu werten. Meine Frage richtet sich an Paare, die bereits offen leben und von ihren Erfahrungen berichten mögen. Vielen Dank. @Antaghar: vielen Dank für Deine Antwort. |
![]() | 12. März 2011 Hmm, ich dachte vielleicht, dass durch meine Fragen der Thread mit etwas Leben gefüllt wird, Es würde mich aber sehr interessieren, wie andere Paare damit umgehen. Macht es sie irgendwie spitz, wenn sie daran denken, dass der Partner Sex mit einem anderen hat hat der Partner, der gerade keinen Sex hat einen Lustgewinn dadurch Oder hat gar bei einigen Paaren eine offene „Beziehung“ mit einem offenen „Ausgehen“ begonnen? |
![]() | 12. März 2011 Macht es sie irgendwie spitz, wenn sie daran denken, dass der Partner Sex mit einem anderen hat? Bei uns ist das nicht unbedingt so, kommt aber vor. Es gibt aber viele Menschen, bei denen es genau so ist, z. B. im Bereich des Wifesharing und des Cuckold. Hat der Partner, der gerade keinen Sex hat, einen Lustgewinn dadurch? Durchaus - mich macht es z. B. glücklich, einfach nur zuzuschauen und mich an der Lust und Erfüllung meiner Partnerin zu erfreuen. Und manchmal geht's mir dadurch fast genau so gut wie ihr ... (Der Antaghar) |
![]() | 12. März 2011 Ein Wechselspiel der Gefühle ... von extremer Lust - bis zu kurzzeitigen Anflügen von Eifersucht. Allerdings muss ich gestehen, dass gerade dieses Wechselspiel einen nicht unerheblichen Reiz ausmacht. Auch das Kopfkino und die bestehende Unwissenheit, über den Moment, spielen massiv mit rein. Alles in allem - eine heiße Kiste. Al |
![]() | 13. März 2011 Was mir Kopfzerbrechen an der ganzen Sache macht, ist nicht nur meine eigenen Gefühle und die meines Partners. Wenn man die offene Beziehung nicht nur auf den Club bezieht oder als Ausnahmefall ansieht, sondern wirklich Beziehungen nach Außen langfristig aufbauen und pflegen will, dann ist die wesentliche Sache auch, wie der/die Dritte damit umgehen kann. Ich war mal so etwas wie eine Dritte (oder doch Vierte oder Fünfte?) und ich muss sagen, dass das überhaupt nicht einfach ist als Dritte/r keine Ansprüche zu stellen, immer dem eigentlichen Partner Vorfahrt zu lassen. Über längere Zeit besteht die Gefahr, dass die Unzufriedenheit (zu wenig Zeit etc.) des Dritten zum Problem wird. Letztendlich habe ich deshalb den Kontakt zu dem Mann abgebrochen. Was diesem dann mehr weh tat, wie mir, weil ich schon viel länger wusste, dass das so auf Dauer nicht geht. Ich habe ihm meine Unzufriedenheit aber nicht verheimlicht. Gerade bin ich in einer Beziehung und ich habe nebenbei noch mit einem anderen Mann etwas kontaktiert. Ich hab den Typ meinem Freund vorgestellt. Dem Anderen gesagt wie das alles steht. Aber auch hier scheint der Dritte unzufrieden zu sein, obwohl ich ihm nichts versprochen habe. Na ja. Wenigstens kann ich jetzt besser die Lage des Gebundenen verstehen, was ich damals nicht so gut konnte. |
![]() | 13. März 2011 Ach und zum "Ersten Mal", das ist als Dritte schöner gewesen, als wenn man gebunden ist. Als Dritte mit einem Gebundenen was zu machen lässt einem viel mehr emotionales Engagement zu, man empfindet viel tiefer. Das kann man sich als Gebundene nicht mehr leisten. Der Partner bliebt im Hinterkopf. Man ist eben doch nicht wirklich frei. Und bei mir war es dann als selbst Gebundene auch so, dass ich danach meinen Partner viel, viel höher wieder schätze, weil mir ein relativ Fremder eben doch nicht diese Geborgenheit geben kann, wie ich sie aus meiner langjährigen Beziehung her kenne und aufgebaut habe. Wenn man in einer Beziehung ist, hat man eben doch den Vergleich zum Verstehen ohne Worte, zum sich Zeigen können ohne Hemmungen.... Diese Beziehungsvorzüge vermisst man dann doch bei einem Außenerlebnis. Also am besten ohne zu hohe Erwartungen an die Sache ran gehen! |
![]() | 13. März 2011 Das kann man sich als Gebundene nicht mehr leisten. Der Partner bliebt im Hinterkopf. Man ist eben doch nicht wirklich frei. @Schutzi: vielen Dank für Deine Beiträge. Was Du da schreibst (siehe Zitat) finde ich bemerkenswert. Ein sehr interessanter Aspekt. Ich lese heraus, dass Du für Dich befunden hast, dass ein Erlebnis mit einem Dritten für Dich nicht die Qualität hatte die es hätte haben können wenn Du ungebunden gewesen wärest. Ja, ich glaube, das kann ich nachvollziehen... |
![]() | 13. März 2011 Hallo Sina! Mein Fazit daraus ist, dass ein guter Flirt (und nicht mehr!!) das Beste ist was mir in einer Beziehung passieren kann. Ein guter Flirt ist genug für ein paar kleine Schmetterlinge, mal den Alltag zu vergessen, sich mal auf eine andere Art und Weise begehrt und bestätig zu fühlen. Aber vermeidet diese ganzen unangehmen Komplikationen, die daraus entstehen, dass man sich nicht ganz geben kann und will. Es ist aber natürlich gleichzeitig schade und verständlich, dass man auf dieser Basis nicht gerade viel erwarten kann Denn nicht jeder Mann ist bereit etwas Zeit und Gehirnschmalz in einen Flirt zu investieren bei dem selbst das "kleine" Happy End schon ausgeschlossen ist. Wünsche Dir, dass Du für Dich den richtigen Weg findest! |
![]() | 13. März 2011 Wir sehen uns nicht so oft, beruflich bedingt und wir wohnen auch nicht so nah und auch Telefonate /Chat halten wir im Grenzen. Wir kontrollieren uns nicht . Wir wollten beide von an Anfang an eine offenen Beziehung haben, um auch diese Beziehungsform mal auszuleben und dazu gehört es auch, dass jeder von uns auch alleine weggeht, wann immer man es will, ohne sich vorher abmelden zu müssen, sind schließlich freie Menschen, wir Vertrauen einfach, wie in andere Beziehungen wahrscheinlich auch. Wenn bei einem Tel/Chat mal erwähnt wird das man weggeht, hinterfragt keiner es,… wohin, mit wem… Entweder man hat Lust es zu sagen was man macht oder auch nicht. Es muss sich ja keiner erklären. Auch das gehört für uns zum Freiraum dazu. Es wird einfach akzepiert. Wir haben mit einem gemeinsamen „offenen Ausgehen“ in Club begonnen. Passiert ist nichts. Dann sind wir im privaten Umfeld geblieben mit einer anderen Frau. Gefühlsmäßig war es einfach nur neu und schön, wir haben es genossen, uns auf die Sache konzentriert FFM und langsam uns rangetastet. Denke es macht ein Unterschied, ob der Partner mit dabei ist oder ob nicht. Denn FFM kann man auch in einer festen Beziehung haben. In unserer offenen Beziehung geht es eigentlich nur um die sexuelle Wunscherfüllung, die der andere Part nicht erfüllen kann. Für manche könnte es daher gefühlsmäßig ein Unterschied sein, ob man zu zweit weggeht und sexuell den Kontakt sucht/hat oder wenn man alleine unterwegs ist. Für mich macht es keinen Unterschied; da ich es meinem Partner immer gönne. Das macht für uns die offene Beziehung neben anderen Kriterien auch aus. Habe in einem Andern Thread auch etwas dazu geschrieben wie wir unsere offene Beziehung sehen. Es geht bei uns auch nicht so ab, dass man im Vorfeld sagt:“ Hallo Schatz, heute versuche ich meinen sexuellen Wunsch mir zu erfüllen, den du mir nicht erfüllen kannst und gehe aus Als es damals dann passierte redetet er danach sofort mit mir darüber; das sofort ist für uns wichtig, in aller Offenheit und Ehrlichkeit, da es eine unserer Rahmebedingung ist. Und da muss ich sagen, sah ich es sehr objektiv. Es ging um einen sexuellen Wunsch/sein Kopfkino, den ich ihm nicht erfüllen konnte. Obwohl ich ein Typ bin der erstmal probiert bevor ich sage: „ich kann es nicht“. Die Ausnahmen die ich grundsätzlich nicht möchte sind im Vorfeld unserer Beziehung schon bekannt. Gefühlsmäßig hatte ich da nichts reingehängt, es ging um die Sache Sex und Wunscherfüllung und um seine erotische Fantasie. Oder doch… in dem Moment vielleicht eine Art Glücksgefühl/Stolz, einen Partner zu haben, dem ich so vertrauen kann, dass er sich an die Rahmenbedingungen unserer offenen Beziehung hält, er sofort darüber redet wenn es passiert ist. Ich hatte nicht das Gefühl das er mich betrog oder ich ihn teilen würde und auch keine Eifersucht, eher das Gefühl das er mir vertraut, sich also mir anvertraut ohne Scham und ich weiß dass er Sex und Liebe trennen kann. Jeder Mensch ist innerhalb einer Beziehung noch immer eine eigenständige Person, mit einer eigenständigen Sexualität. Dem Partner es zu gönnen, was ihn glücklich macht, ist für mich selbst auch eine Basis meines Glücks. Seltsamerweise hat er seinen Wunsch nur 1 Mal ausgelebt/probiert, er hat nicht mehr das Bedürfnis, dieser Wunsch wurde gestillt und er meinte, dass ich seine sonstigen Wünsche immer erfüllen konnte. Nun wer weiß, das Leben fließt und welche Vorstellungen/Wünsche nochgeboren werden… Feuer (Sie) |
![]() | 13. März 2011 Es ist mitunter ein ziemliches Wechselbad der Gefühle. Meine Frau hat eine feste Nebenbeziehung (wir leben polyamor), und ich hatte bis vor kurzer Zeit auch eine zweite Partnerin. Allerdings habe ich mit der Zeit festgestellt, daß es für mich extrem schwierig ist, einer anderen Person als meiner Frau ein intensives Gefühl von Liebe entgegenzubringen. Sicher, es ist auch Liebe, aber in nichts vergleichbar mit dem, was mir meine Frau bedeutet. Momentan mache ich teilweise schwere Zeiten durch, wenn meine Frau mit ihrem Freund unterwegs ist. Man fühlt sich manchmal schon ein bißchen zurückgesetzt, auch wenn das in dem Moment vielleicht irrational ist. Man fällt hin und wieder in Zweifel, ob die eigene Beziehung zur Frau noch stark genug ist, um das auszuhalten. Für mich ist einfach besser, die Offenheit unserer Ehe für offenen Sex zu nutzen als für eine echte Nebenbeziehung. Damit komme ich besser klar. Allerdings ist es verdammt schwierig, als Mann in den Genuß von unverbindlichem Sex mit freundschaftlicher Stimmung zu kommen. Die Mädels sind meist mehr an Beziehungen als an reinem Sex interessiert (auch wenn das hier im JC anders sein mag... |
![]() | 13. März 2011 Also ich kann mich erinnern, dass es beim ersten Mal schon ziemlich komisch war als ich mich mit einer anderen Frau getroffen habe um über Nacht bei ihr zu bleiben. Als dann die Schmetterlinge gekommen sind, da war es aber wunderbar, nach 15 Jahren wieder mit einer Frau zum ersten Mal zu schlafen, war unglaublich. Das Highlight war allerdings, der positive Empfang von meiner Frau als ich wieder nach Hause gekommen bin. |
![]() | 13. März 2011 @ignis Was sagt deine Frau zu deinen Zweifeln? Oder weiß sie nichts davon? |
