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SM gestern und heute

******ood Frau
2.449 Beiträge
Themenersteller 
SM gestern und heute
Hallo liebe BDSM-Freunde,

nicht nur Szenekenner sind heutzutage mit dem Begriff SM vertraut. Das Kürzel und die dahinterstehende erotische Vorliebe sind weitestgehend etabliert.

Aber wie sahen die Anfänge der SM-Szene aus? Wie ihre weitere Entwicklung? Matthias Grimme gibt uns einen Abriss über die Etablierung der Szene.

http://www.joyclub.de/bdsm/sm_gestern_und_heute.html

Wie lange seid ihr schon aktive SMer? Welche Erfahrungen habt ihr in den letzten Jahrzehnten gemacht? Welche Unterschiede im SM von damals und heute könnt ihr feststellen?

Liebe Grüße,
Miss_Mood
********noxx Frau
3.638 Beiträge
Ich bin seit fast 25 Jahren SMig unterwegs.
Was hat sich für mich zu früher geändert?
Hmm, ich bin vielleicht auch in meinem SM etwas erwachsener geworden, habe meinen eigenen Kink gefunden und weiss vielleicht genauer als früher, was das ist, was mich rockt.
An irgendeinem Zeitpunkt habe ich mich entschieden, Partner nicht mehr unter der Vanilla-Fraktion zu suchen (da habe ich eh irgendwann bei aller Liebe fremdgespielt, weil mir etwas gefehlt hat).

Meine Beobachtungen damals zu heute?
Es ist entspannter, weniger erhobener Zeigefinger, allerdings auch viel beliebiger (gerade in der Partnerwahl) und vielleicht auch ein gutes Stück oberflächlicher geworden.
Es gibt ein Überangebot an SMigen Dingen und man muss sich fast keine eigenen Gedanken mehr machen, wenn man irgendetwas kinkiges anstellen will. Dafür gibt es ja Videos, Workshops und Mengen an Ratgebern.
Ich denke ja lieber noch ein bissel selbst. Bei vielen vermisse ich das heute.


noxx *hexe*
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Anders?
Vielleicht, dass es einige Tops gab, die die Deutungshoheit für sich beanspruchten, woraus der Verdacht abgeleitet wurde, es gäbe so etwa wie einen BDSM-Katechismus. Die Szene fand ich schon immer eher erheiternd, seit ich mitbekam, dass zu manchen dieser Tops, den sogenannten Ligadoms, Wallfahrten von Subs stattfanden, in der Hoffnung von einem bespielt zu werden. Es gab zum Teil auf Seiten wie love@lycos erbitterte Forumskriege ums wahre SM.

Was hat sich meiner Meinung nach geändert: die Basis hat sich stark verbreitert, manches Zentrale von früher rückte an die Ränder, die Deutungshohen verschwanden nach und nach, SM wurde zunehmend akzeptiert. Viele Menschen trauen sich heute was, weil die Medien dazu die Möglichkeiten schenken und auch aufklären über die Gefühle, die in Menschen schlummern. Dadurch wurden auch viele Vorurteile aufgeweicht. Man findet sehr viel leichter den passenden Deckel zum Topf, ohne in die Szene eintauchen zu müssen.

Nachteil der Änderungen: Vieles wurde wischiwaschi, oft wird SM nur gespielt, ist kein SM drin, wo SM drauf steht.Oft interessieren nur die Klamotten und die Party als Hauptsache Party, "is mir doch egal, was da fürn Etikett drauf klebt." Gab es früher ziemlich genaue Vorstellungen, wie Subs oder Tops sind, so gibt es heute jede Menge Leute, die sich dem einen oder anderen zurechnen, ohne auch nur mehr als Klamotten oder ein Aluköfferchen zu besitzen.


Frage? Isses schlimm, dass es heute anders ist als anno dunnemals? Iwo! Es ist wie es ist, und morgen ist es wieder anders.
**********mer81 Mann
113 Beiträge
Spätestens bei "Old Guard" und "New School" musste ich erstmal herzlich lachen. Sind wir hier bei Hip-Hop, oder was?

Aber stimmt schon: es gibt definitiv einen Generationenbruch im SM - wie wohl in jeder anderen kulturellen Strömung auch.

Old Guard war eindeutig vor meiner Zeit. New School habe ich als die Generation kennengelernt, die intensiv darum gekämpft hat als eigenstehende, rechtmäßige Subkultur wahrgenommen zu werden, und diesen Ruf dann auch eisern verteidigt.

Die Generation danach (so ungefähr ab den 90ern) hat wiederum auf diversen Fronten darum gekämpft, BDSM eben nicht als exotischen Lifestyle zu isolieren, sondern ihn als Bestandteil einer normalen, vielfältigen sexuellen Landschaft zu betrachten.
Den Generationenkonflikt habe ich selber recht herzhaft gespürt, da gab es teils drastische Verständnisdifferenzen zwischen den verschiedenen lokalen BDSM Stammtischen.

Und die aktuelle Generation interessiert sich anscheinend für keine dieser Fragen mehr sonderlich. Sie wächst in dem Bewusstsein auf dass an jeder Supermarktkasse auch BDSM Schmonzetten stehen, und schütteln nur irritiert den Kopf warum vorige Generationen daraus so einen dramatischen Bohei gemacht haben.
Bitte freimachen.Bitte freimachen.
****in Paar
1.012 Beiträge
Veränderungen ...
Die BDSM-Szene hat sich in der Tat wirklich stark verändert in den letzten 15 Jahren.

Manches positiv, manches negativ.

Früher war es eine eingeschworene Gemeinde weniger Auserwählter. Regeln und Normen bestimmten die Richtung, vor allem in den Logen.

Nun ist es, nicht zuletzt durch "Shades of Grey", salonfähig geworden, damit leider aber auch dem Mainstream zum Opfer gefallen.

Auf der einen Seite ist es nun erfreulicherweise vielschichter und abwechslungsreicher, etwas, was mich früher selbst sehr gestört hat, auf der anderen Seite leider aber auch wahlloser und viel oberflächlicher, da stimme ich equinoxx zu.

Viele, die sich heutzutage DOM nennen, verstehen oftmals nicht, worum es überhaupt geht, besitzen nur oberflächliches Wissen und können daher auf die Bedürfnisse von wahren subs nicht wirklich eingehen.

Das, was bei BDSM und zwischen den Spielenden stattfindet, ist unglaublich vielschichtig, um ein Vielfaches komplexer als normaler Sex.

Vanilla-Sex ist eher wie Autofahren, BDSM etwas für Jetpiloten.

Man spielt mit der Physis, mit der Psyche, den Instinkten, den Gefühlen, dem Herzen.

Und da ist in allen Bereichen EXTREME Vorsicht geboten, damit nichts passiert!

Hierbei ist die Menge an Erfahrung der Schlüssel.

Angelesenes Wissen aus Büchern oder dem Internet kann man nur bedingt anwenden, da nun mal jeder Mensch verschieden ist und verschiedene Bedürfnisse hat.

SSC und RACK sind unabdingbar, definitiv - aber wieviele von denen, die sich heutzutage, meiner Meinung nach ziemlich unbesonnen, an das Thema heranbegeben, können von sich behaupten, dass sie wirklich immer wissen, was sie tun und wie weit sie gehen dürfen?

Ich muss ehrlich sagen, mir macht es ein wenig Angst, wenn ich bedenke, wie viele da herumprobieren, ohne wirklich Sachverstand zu haben. Es bleibt zu hoffen, dass sowohl sub als auch Top ihre Grenzen erkennen.

Wir leben leider heutzutage in einer Welt, die immer oberflächlicher wird. Die Menschen suchen Tiefe. Diese kann man in BDSM finden, aber nur, wenn man sich wirklich einlässt - und das gilt für beide Seiten.

Ich habe bei Sessions schon gesehen, wie nur wild draufgedroschen und nicht aufgefangen wurde, wie Schläge aus Unvermögen danebengingen, wie subs einen Kollaps erlitten, wenn ihre Tops übertrieben haben. Ich habe Selbstdarsteller unter den Tops gesehen, denen die sub überhaupt nicht wichtig war, sondern reines Mittel zum Zweck.

Es ist geben und nehmen, dienen und herrschen - von beiden Seiten, das sollte kein Dom jemals vergessen (und auch keine sub).

Verantwortung - das ist immer das Allerwichtigste.

In diesem Sinn appelliere ich auch an alle mit einem Spruch von Laotse:

"Diene, um zu herrschen"

Genießt es, aber - seid euch bitte in jedem Augenblick bewusst, was ihr macht und denkt an Eure Spielpartner.

Denn ihnen dienen die wahren Doms.

In diesem Sinne:

LG,
Mr. Unfein
****usa Frau
2.692 Beiträge
Und die aktuelle Generation interessiert sich anscheinend für keine dieser Fragen mehr sonderlich. Sie wächst in dem Bewusstsein auf dass an jeder Supermarktkasse auch BDSM Schmonzetten stehen, und schütteln nur irritiert den Kopf warum vorige Generationen daraus so einen dramatischen Bohei gemacht haben.

Ach?
Die Frage ist schon mal - was ist die aktuelle Generation für dich? Eine Generation wechselt etwa alle 25 Jahr also gehöre ich wohl auch dazu...
Ich mit meinen 29 finde BDSM Romne im Supermarkt befremdlich, ich frage mich, warum mir sowas auf der Suche nach Essen etc aufgedrängt werden muss.
Es ist für mich auch nicht selbstverständlich frei damit zu leben - vielleicht weil ich aus einer Kleinstadt komme, bis 25 keinen eigenen Computer hatte und an dem meiner Eltern nicht nach BDSM gesucht habe während sie auf der Couch sitzen und fernsehen.

Mag sein, dass das bei den heute 18 Jährigen etwas anders ist, selbstverständlich ist es aber auch nicht denn das, was einem als BDSM verkauft wird ist großteils keiner oder eine extrem abgeschwächte Variante. Das lief in meiner Jugend als harter Sex - nennt sich heute BDSM, da hat sich nicht viel dran geändert. Wir haben auch mit verbundenen Augen und Fesseln experimentiert, haben uns auf die Hintern gehauen und auch sonst geguckt was so passiert und wonach uns ist - wir hatten halt kein Buch in dem uns das als BDSM vorgekaut wurde, anders war das aber nich...

Ich glaube auch nicht, dass der Zugang zu BDSM der nicht oberflächlich ist einfacher geworden ist, ganz im Gegenteil. Viele die es tatsächlich hart, ehrlich, dreckig und emotionsgeladen mögen haben sich zurückgezogen aus der Szene - es entsteht schon wieder fast sowas wie ne Subkultur. Man muss sich manchmal schon rechtfertigen, warum man Sub eine Ohrfeige gibt oder warum man ohne Safeword oder Cover spielt und keine Tabulisten nutzt. Es gibt heute wieder viel mehr Defininitionen wie ein "guter" Dom zu sein hat, was man darf und was auf gar keinen Fall geht (Heute wurde erst gefragt, wie weit FREIWILLIGE Unterwerfung gehen darf und ob man das im Alltag machen darf - so ganz ihne Sex).

Für mich ist die Anzahl der möglichen Partner damit auch nicht gestiegen, sie sind nicht mehr geworden, es wird nur schwieriger sie zu finden. In meiner durchaus inzw auch schon längeren Zeit im BDSM waren da vielleicht 5 oder 6 Männer, die mich überhaupt näher interessiert haben - viel ist das nicht und über die bin ich auch eher durch Zufall gestolpert *zwinker*

Es ist mir aber dank der inzwischen recht liberalen Gesetze auch möglich, mein Leben sehr stark um meine Neigung auszurichten und anstatt zum Sport gehe ich zum Bondage oder statt in ne Bar in nen SM Club.
Ich bin ir durchaus bewusst, dass es Leute gab, die mit ihrem unermüdlichem Einsatz das möglich gemacht haben und mir auch bewusst, das sich das wieder ändern könnte.
BDSM gestern und heute
In meinen Anfängen in den frühen 80ern gab es weder Internet noch sonstige digitale Medien.
Die Scene war in sich geschlossener als heute, als verbindendes Medium war wohl das Magazin „Club Caprice“ führend, Kontakte knüpfte man per Brief an eine Postbox.

Dann kam die digitale „Revolution“, es gab die ersten Mailinglisten und die Scene vergrößerte sich spürbar, blieb aber nach wie vor recht überschaubar. An Events wie man sie heute kennt war damals nicht zu denken, drohte doch jedem Smler ein Gespräch mit einem Therapeuten, so man denn „erwischt“ wurde.

Die nächste Sceneexplosion war dann Internet für alle... mit den ganzen Folgen. Plötzlich tummelten sich haufenweise Menschen auf neuentstandenen Plattformen die bis dato noch nicht einmal gewusst hatten das so etwas wie SM überhaupt existiert, geschweige denn was das ist.
Und ebenso rasant schossen diese „Zirkel“ und sonstiger Unfug aus dem Boden wie die Pilze nach dem Regen.. und gingen meist ebenso schnell wieder ein, man munkelte von „Liagdoms“ und „geheimen Logen“.. nur, mir ist in all den Jahren noch niemals ein/e solche begegnet.

Dann kamen Bücher deren Namen ich mich weigere zu schreiben und ein weiteres Mal explodierte die Scene...

Wie einige meiner Vorschreiber schon anmerkten, mittlerweile sieht es so aus das es auf Veranstaltungen meist nur noch darum geht die Klamotten spazieren zu führen oder großes Show off mit den Gerätschaften zu machen, gespielt wird eher selten und wenn dann ein Paar mal wirklich zur Sache geht kann es auch in einschlägigen Locations sein das man dazu aufgefordert wird es ruhiger angehen zu lassen....

Insgesamt hat sich die Scene seit meine Anfängen so stark verändert das ich sie,w wenn ich sie nicht stets beobachtet hätte, wohl nicht wieder erkannt hätte. Auch die Selbstreinigungskraft der SM Scene hat dadurch leide sehr gelitten, Menschen die sich in früheren Zeiten wie von selbst aus der „Community“ entfernt haben steigen heutigentags sogar zu SM Gurus auf LEIDER
****000 Mann
18.930 Beiträge
****in:
Wir leben leider heutzutage in einer Welt, die immer oberflächlicher wird.

Ich gaube das nicht. Es wird anders. Vielschichtiger, mit mehr Facetten. Dabei sind auch welche, die mir nicht gefallen. Gut, dann gehe ich da eben nicht hin.

Ansonsten: die Welt geht schon seit den alten Griechen zugrunde.
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Ich
denke, da waren eher die jungen Griechen dran schuld, so wie die Veränderungen heute auch von der SM- Jugend getragen werden.

Immer noch gibt es Leute, die Exklusivität für SM fordern, was aber nur dazu führen könnte, dass die Akzeptanz schwindet. So wie sich heute SM darstellt, meinetwegen weichgespült, ist die Akzeptanz sehr hoch und die Verlockung für manche-n groß, es auch mal zu probieren. Gut wäre natürlich, wenn auch ein wenig Aua auf den seitenlangen Tabulisten erlaubt sein dürfte.
**********mer81 Mann
113 Beiträge
****usa:
Ach?
Die Frage ist schon mal - was ist die aktuelle Generation für dich? Eine Generation wechselt etwa alle 25 Jahr also gehöre ich wohl auch dazu...
Das gehört wohl zu den Eigenheiten einer "Generation", dass sich nicht alle dieser zugehörig fühlen. So wie auch in der Musik es heute unabhängig vom Alter Anhänger aller Dekaden gibt - 70er, 80er, 90er - so sind auch heute alle BDSM Subströmungen vertreten, aber natürlich nicht gleichermaßen stark.
Daher auch das von dir beschriebene Phänomen einer Subkultur in der Subkultur. Aber es gibt wohl in jeder Generation zumindest gewisse Tendenzen. Zu dieser gehörst du wohl nicht, was ja aber auch kein Beinbruch ist.

****usa:
Ich glaube auch nicht, dass der Zugang zu BDSM der nicht oberflächlich ist einfacher geworden ist, ganz im Gegenteil.
Ahja, "oberflächlich". Das klassische "die Jugend von heute hat doch keine Ahnung" Argument. Aber darüber wurden jetzt schon so viele Threads geschrieben, ich glaub die Diskussion müssen wir hier nicht wiederholen.

****usa:
Für mich ist die Anzahl der möglichen Partner damit auch nicht gestiegen, sie sind nicht mehr geworden, es wird nur schwieriger sie zu finden.
Aha, daher weht also der Wind! *ggg*
*******osny:
Die Scene war in sich geschlossener als heute, als verbindendes Medium war wohl das Magazin „Club Caprice“ führend, Kontakte knüpfte man per Brief an eine Postbox.
*******osny:
Dann kam die digitale „Revolution“, es gab die ersten Mailinglisten und die Scene vergrößerte sich spürbar, blieb aber nach wie vor recht überschaubar.
*******osny:
Die nächste Sceneexplosion war dann Internet für alle... mit den ganzen Folgen. Plötzlich tummelten sich haufenweise Menschen auf neuentstandenen Plattformen
*******osny:
Dann kamen Bücher deren Namen ich mich weigere zu schreiben und ein weiteres Mal explodierte die Scene...
Iwi liest sich dein Beitrag interessanter als der Magazienbericht...aber deshalb habe ich deine Zitate hier nicht eingefügt.

Ich stelle mir grade die Frage ob das Wachsen der Szene nicht Größtenteils mit der wachsenen Möglichkeit der Kommunikation zutun hat?

Was ich damit sagen will...vor 25 Jahren nahm man zwar an, das es am anderen Ende von Deutschland vermutlich auch in jedem Dorf eine Fußballmannschaft gab aber man wusste es nicht, weil man mit denen nicht in Kontakt stand.
Mit der Entwicklung der Kommunikationsmöglichkeiten wuchs die Vernetzung und immer mehr Menschen die diesem Hobby frönten fanden zusammen und das obwohl sie ihrem Hobby seit Jahrzehnten frönen.
Ich denke das spielt eine große Rolle was das Wachstum betrifft...

Wenn ich zurück denke...ich bin auf einem Dorf groß geworden...da gab es keine Szene Magazine in den Kiosken...oder sie waren versteckt *nixweiss* und selbst wenn es sie gegeben hätte...ich hätte sie mir nicht kaufen können ohne zum Dorfgespräch zu werden. Von der noch nicht erreichten Volljährigkeit mal abgesehen. Ich musste warten bis ich 18 war um wenigstens in der Videothek entsprechendes Material zu bekommen.
Mit Anfang 20 hatte ich dann endlich eine Frau gefunden die meine SM Fantasien auch teilte und nicht nur ein bissel rumprobierten wollte...damit wusste aber noch lange keiner das ich auch ein SMler bin.
Erst 8-9 Jahre später hatte ich meinen ersten PC und konnte mich informieren...aber bevor online eine größere Gruppe oder die "Szene" wusste, das ich SMler bin vergingen auch noch einige Jahre obwohl ich es auslebte.
Ich denke diesen Weg kennen viele und damit denke ich das es vermutlich schon lange BDSM praktizierende Menschen gibt die erst mit der Möglichkeit des Internets zusammen gefunden haben und vermutlich auch immer noch dazu stoßen...oder auch nicht, weil ihnen das Ausleben in den 4 Wänden reicht.

Alles nur als "Modeerscheinung" hinzustellen halte ich daher nicht für ganz korrekt.

Natürlich hat jegliche Art von Medien einen Einfluss auf den Zustrom von BDSM Seiten/Gruppen/Partys aber auch die dünnen sich immer wieder mal aus...spätestens wenn sie merken das es wohl doch mehr weh tut als es im Buch, Film, Bericht den Anschein machte...und wenn nicht...wen juckt es?
Ordentliche SM "Partys", die sich aufs SM konzentrieren, gibt es immer noch und da verirren sich selten die "Fun Party Player" hin und das wird vermutlich auch so bleiben.
Bitte freimachen.Bitte freimachen.
****in Paar
1.012 Beiträge
Jepp!
@****000:

Unfein:
Wir leben leider heutzutage in einer Welt, die immer oberflächlicher wird.

Ich gaube das nicht. Es wird anders. Vielschichtiger, mit mehr Facetten. Dabei sind auch welche, die mir nicht gefallen. Gut, dann gehe ich da eben nicht hin.

Ansonsten: die Welt geht schon seit den alten Griechen zugrunde.

Vielschichtiger und facettenreicher ist es definitiv geworden - dafür bin ich auch sehr dankbar.

Ich habe mich damals aus genau diesen starren Strukturen aus der Szene abgewandt - da waren SM-Stammtische teilweise nichts mehr als Saufkumpanen, die über ihre besten Aua-Haue-Erlebnisse schwafelten und ihre persönliche Meinung zu dem Ausleben von BDSM zum Kult und der ultimaten Wahrheit erhoben haben.

Genau diese Leute haben aber, meiner Meinung nach, damals fast alle den Fokus verloren, worum es bei BDSM wirklich geht. Ich persönlich fand die Einstellungen zu abgestumpft, da war fast alles zu Ritualen degradiert und hatte keinen persönlichen und/oder liebevollen Bezug mehr. Ich gebe meinem Vorschreiber Recht, dass leider einige dieser Alt-BDSMler inzwischen zu Gurus mutiert sind.

Aber - die Oberflächlichkeit heutzutage ist wirklich ein Thema dass ich bedenklich finde - und ich gehöre nicht zu der "Früher war alles Besser-Fraktion".

Ich fand früher nicht alles besser, ganz im Gegenteil. Es war kleiner, überschaubarer, entschleunigter und durch die fehlende Informationsflut intensiver, aber nicht besser. Dafür haben wir heute eine Wahnsinns-Bandbreite an Möglichkeiten. Die man aber sehr schlecht selektieren kann.

Wenn ich mir die Nachrichten über den Sack Reis in China oder die Befindlichkeiten einer Person in Facebook anschaue und auch hier im Joyclub manch oberflächliches Halbwissengeschwafel, dann frage ich mich manches Mal, wo die Intensität, die Leidenschaft, die Phantasie und die Varianz hin verschwunden sind.

Viele Menschen scheinen nun noch Selbstdarsteller zu sein, die sich selbst und anderen etwas vormachen und keine Ahnung von den wahren inneren Werten der Dinge haben.

Wenn Inhalte in die Breite gehen, dann dünnen sie sich aus.

Schau mal auf Wikipedia nach fachlichen Dingen, dort findest du nur allgemeine Beschreibungen. Suchst Du in Google, so erwarten Dich nur gerade 5% der Dinge, die dich wirklich interessieren, die in die Tiefe gehen. Das andere sind artverwandte Sachen, die nur sekundär damit zu tun haben.

Wenn man Bücher liest, so gehen sie als ganzheitliches Gebilde in den Geist ein, regen zu Fragen, zum Nachdenken oder zum Ausprobieren an. Inhalte aus dem WWW sind meist bedeutungs- und inhaltlose Blasen, die man querliest und die vielleicht gerade mal dazu anregen den Kopf darüber zu schütteln.

Noch ein Wort zur Subkultur in der Subkultur:

Ja, die gibt es! Der Dreigöttin Gäa sei Dank! Und gerade hier im Joyclub finden sich auf erstaunliche, geradezu magische Weise die richtigen Menschen zusammen, die man dann auch auf einschlägigen Veranstaltungen trifft.

Das ist ein echter Vorteil.

LG, Mr. Unfein
*****din Mann
737 Beiträge
mehr schaum auf der suppe
wenn ich so zurück schaue, hat sich neben der tatsache, dass informationen, die ich vor 30 jahren mühsam suchen musste, heute einfach verfügbar sind, nur folgendes wesentlich verändert:

es schwimmt viel schaum auf der suppe.

früher wurden die leute von den medien mit einem nackten busen hinterm ofen hervorgelockt, heute darfs etwas mehr sein. gerne genommen fetisch und sm.

sehr viele von jenen, die auch in einschlägigeren foren auftauchen, haben mit dem kern der sache weniger am hut. da gehts oft nur um optik und mainstream. in sein halt. wenn in 3 jahren holzschuhe schwarzwälder bommelhüte in sein sollten, dann gehen sie eben damit ins bett.

der unangenehme nebeneffekt, das überangebot selbsternannter dom´s ( denen man ihre 9.99€ reitgerte vom lidl am besten die harnröhre hochschieben sollte)(zumindest manchen) ist nur schwer einhalt zu gebieten.

was gut das die mädels so klug sind.

Odin
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Eines
hat sich nicht geändert: der Hochmut vieler Doms, nur sie seien die einzig wahren und echten, weil sie eine Reitgerte zu 99 Euro haben.

Ich sehe das ganz anders. Jeder hat nach seinen Möglichkeiten die Chance, zu ihm passende Subs zu finden. Die zu einem Paschadom passenden würden zu mir ebensowenig passen wie Kliniksubs. Und Lederrockträgerdoms mit ihren Subs würden auch nicht passen, weil mir Show nicht liegt.

Und das ist das Gute heute, man kann viel leichter als früher auf interessante Menschen stoßen, mit denen es sich gut unterhalten lässt, aber auch mal eine/r sich schließlich "unterwirft".
*********Kerl Mann
1.931 Beiträge
Ich stelle mir grade die Frage ob das Wachsen der Szene nicht Größtenteils mit der wachsenen Möglichkeit der Kommunikation zutun hat?

Zumindest explodierte die Zahl der BDSM-Interessierten, als in den späten 90er Jahren AOL die Republik "drin" machte.


Ansonsten:
Die Fluktuation ist gross. Alleine im hiesigen Umkreis von so 100km fallen mir gute zehn Schliessungen von SM-Lokalitäten oder -Partyreihen in den letzten zehn Jahren ein, die meisten hatten eine Lebensspanne von nur wenigen Jahren. Deutschlandweit kenne ich wohl so 20 derartige Schliessungen.
Bei den Personen ist es ähnlich: Nur einen geringen Teil der Namen und Gesichter sieht man auch nach 10, 15 Jahren noch, die meisten sind längst wieder "weg".
Nach allem, was mir bekannt ist, war es dahingehend vor 20, 30 Jahren wesentlich stabiler.
****al Mann
2.810 Beiträge
Ich habe mich damals aus genau diesen starren Strukturen aus der Szene abgewandt - da waren SM-Stammtische teilweise nichts mehr als Saufkumpanen, die über ihre besten Aua-Haue-Erlebnisse schwafelten und ihre persönliche Meinung zu dem Ausleben von BDSM zum Kult und der ultimaten Wahrheit erhoben haben.
[...]
Viele Menschen scheinen nun noch Selbstdarsteller zu sein, die sich selbst und anderen etwas vormachen und keine Ahnung von den wahren inneren Werten der Dinge haben.

Daß früher nicht alles besser war, sagst du selbst, aber diese beiden Sätze sagen doch eigentlich, daß sich lediglich Größe und Kommunikationsreichweite geändert haben. *zwinker*
Vielleicht bin ich auch nur ein bißchen skeptisch, wenn davon erzählt wird "worum es wirklich geht" bzw gegangen ist, weil das meist auch sehr subjektiv und nostalgisch verklärt ist.

Ich stelle mir grade die Frage ob das Wachsen der Szene nicht Größtenteils mit der wachsenen Möglichkeit der Kommunikation zutun hat?

Wenn es der Zeitgeist und die Informationswege zulassen, werden mehr sichtbar, auch wenn es noch nicht mal direkt "in" ist. Bei der öffentlichen Bemerkbarkeit von Schwulen und Lesben ist es ja ähnlich, zumindest wenn man nicht derart kleingeistig ist, das als Dekadenzerscheinung wahrnehmen zu wollen.

Die Fluktuation ist gross. Alleine im hiesigen Umkreis von so 100km fallen mir gute zehn Schliessungen von SM-Lokalitäten oder -Partyreihen in den letzten zehn Jahren ein, die meisten hatten eine Lebensspanne von nur wenigen Jahren. Deutschlandweit kenne ich wohl so 20 derartige Schliessungen.
Bei den Personen ist es ähnlich: Nur einen geringen Teil der Namen und Gesichter sieht man auch nach 10, 15 Jahren noch, die meisten sind längst wieder "weg".
Nach allem, was mir bekannt ist, war es dahingehend vor 20, 30 Jahren wesentlich stabiler.

Bei allen Unterschieden scheint mir das bei Subkulturen alllgemein so zu sein. Heutzutage pickt man sich eher ein Patchwork verschiedener Details heraus und betont seine Individualität gegenüber der Szene. (Das ist zunächst mal ganz wertfrei gemeint, ich kann zB mit den Vorstellungen vom Hochdienen bei der Old Guard auch nichts anfangen.) Die "Alten" haben irgendwann ihr privates Netzwerk beisammen und verschwinden beim nächsten Generationskonflikt von der Bildfläche. Nur daß die "Jüngeren" auf den freien Plätzen dann anders präsent sind.
Ich kann nicht über die 80er sprechen, erst über die 90er, aber auch da hat sich sowohl intern als auch aus der Außensicht einiges geändert. Gesprächskreise und Stammtische scheinen mir als Organisationsform deutlich auf dem Rückzug. Warum auch, man findet eher im Netz jede Menge Informationen (deren Wert wäre ein anderes Thema, aber das war früher auch nicht immer besser) und kann die Entdeckung dieses Teils seiner Identität im Eilverfahren durchlaufen. Ob diese Normalität von Dauer ist oder nur ein besonders liberaler Moment des Zeitgeists, wird man sehen, aber auf dieser Basis kann man sich halt aufs individuelle Ausleben konzentrieren und muß weniger vorm Spiegel grübeln.
Andererseits sind auch die "Älteren" vom Status quo nach Außen angetan und an dessen Erhalt interessiert. Wie in anderen eingemeindeten Subkulturen wird dann auch von sich aus alles getan, um alles "Schmuddelige" außer Sichtweite zu bringen. Aber das ist keine Erscheinung nur der letzten Jahre, entsprechende lange Diskussionen um Selbstdarstellung (mit Tendenzen geforderter Selbstreinigung bzw -beschränkung) gab es schon in den großen Gruppen der 90er. Und eines der Hauptargumente gegen die damalige Gründung der SMJG um die Jahrtausendwende war die Angst um den Erhalt der kuscheligen Nische.
*******958 Frau
9.897 Beiträge
ich blicke diesen sommer (2014) auf 40 jahre, reales sm, zurück


ein pers.text den ich am 12.10.12 für ein forum, zum thema geschrieben hatte
aber so auch heute für mich noch gültigkeit hat

SM - früher im vergleich zu heute

früher und heute teilweise so unterschiedlich wie sonne und mond

kontakte zu sm
früher:
ich habe auf dem land, tiefste provinz gelebt, weit und breit (für damalige verhältnisse) keine stadt in der nähe
der ort bestand aus 400 seelen (wobei die vermutung naheliegt das sie auch die kühe mitzählten) und zwei dorf-spelunken
die nachbardörfer wahren auch nicht wirklich attraktiver. sex und erotik wahren weitum ein tabu-thema, abgesehen von den platten stammtischgesprächen. doch trotzdem gab es die einen oder anderen, die in kleiner runde offen über sich und ihre art leben sprachen. so das man darüber auch in kontakt zu sm’lern kam und somit auch zu dem, was man heute “szene” nennt.
man traf sich gemeinsam in kleinen, streng geheimgehaltenen privatclubs. rein kam man nur, wenn man jemand kannt der einen mitnahm und vorstellte. die kreise, in welchen ich mich bewegte, wahren tw. im wallis (genau am anderen ende der schweiz ich wohnte), im kt. graubünden, am bodensee schweizerseite oder sehr oft auf der deutschenseite. die kommunikation verlief über telefon (damals noch fest an der wand verschraubt) per briefpost und mund zu mund weiter sagen. funktionierte übrigens damals prima. es wurde ein termin vereinbart wo und wann und wer zusagte ist , ausser wirklich höherer gewalt, auch erschienen.

heute:
ein mausklick und schon hat jemand das gefühl bereits mitten drin zu sein
events zu hunderten im net angeboten, mittels klick wird oft schnell angemeldet und in der hoffnung es gibt was besseres , tun dies einige gleich bei 3 events am gleichen tag, erscheinen tun einige jedoch zu keinem

partyverlauf
früher:
kleine, wie schon erwähnt, geheime, räume, gewölbekeller oder privatwohnungen
alle meist mit einer bar ausgetattet wo man sich hinsetzte und locker flockig unterhielt, über all möglichen themen
ohne zwang, ganz locker. die einrichtungen je nach örtlichkeit sehr unterschiedlich. ein strafbock und ein grosser stabiler tisch mit an allen ecken ösen wahr jedoch überall vorhanden. an einigen orten gab es auch ein kreuz, streckbank ketten von der decke. im grunde wie heute, nur oft einfacher aber nicht weniger funktional meist sogar muldifunktional wenn ich mich so an die tische zurückerinnere.
wer lust hatte zu “spielen” tat dies ohne grosses aufheben daraus zu machen. man stand einfach auf, und begann (meist begann es sowiso schon an der bar. wer lust hatte gesellte sich mit gerührendem abstand als zuschauer dazu. oder wurde aufgefordert mitzumachen. man kannte sich ja meist.
wer sich wirklich daneben benahm flog gnadenlos raus. jeder lebte dabei sein ganz eigenes sm. die einen hart bis sehr hart, andere eher soft, einfach zwanglos wie es jedem gefiel. peitschen, fesseln etc. brachte jeder selbst mit. wer nichts dabei hatte, pech gehabt. gv gab es oft während oder nach der “session” geblasen wurde da wo es gerade gefiel ob an der bar oder oder

heute:
achtung ich schreibe hier von öffentlichen veranstaltungen nicht privaten in kleinem kreis!
öffentliche tw. massenveranstaltungen. tw. durchorganisiert bis zur position die sub zu füssen ihres partners einnehmen muss. (veranstalter sind da in den vorgaben tw. sehr kreativ)
meist eeht es mehr um sehen und gesehen werden. “spielt” man kommen zuschauer tw. so nahe das es jegliche grenzen überschreitet. fast jede sub wird als freiwild betrachtet und einige doms haben das gefühl, das sie sich frei und ungefragt bedienen können. spiele werden öfters lautstark kommentiert im sinne von: ach das tut doch weh, der haut ja richtig. ich würde da viel härter schlagen, wiso nimmt der nicht die gerte und so weiter
gv ist an sm anlässen eher verpönt, ein dom der seine eigene partnerin vögelt wird schräg angesehen. die sub jedoch von andern vögeln lassen das ist dann wieder genehm.

kleidung
früher:
jeder hat sich gekleidet wie es zu ihm passte, die einen dunkel, andere ganz bunt. manche in lederhosen, manche in jeans, im sommer auch mal shorts, sogar blusen mit blümchenmuster wahren erlaubt. man kleidete sich meist so wie man sich zu einem essen in ein gutes retaurant gewandet hätte. (klar konnte man auch uniform oder o-ähnliche kleider tragen wahr aber meist nur für spezialanlässe wie z.b. ein geburtstag (die wurden oft sehr ausschweifend gefeiert) oder silvester etc. aber es wahr immer so das die kleidung kein hindernisgrund für einlass wahr.

heute:
bei vielen veranstaltungen gibt es bereits eine kleidervorschrift die sich dresscode nennt. einlass meist nur in LLL oder fantasie etc. ob jemand sm lebt oder nicht wird via kleidung definiert. egal wie lange jemand sm lebt, hat man kein dresscode ist man kein sm’ler und findet keinen einlass. erinnert mich öfters eher an fasching wie an sm. sehen und gesehen werden ist oft trumpf

tabus:
gab es auch schon früher aber nicht in form von listen. man sprach kurz wiso das oder jenes nicht (z.b. geht geundheitlich gar nicht oder heute nicht) und das wahrs. kein tam tam

grenzen
ja auch die gab es früher. doch auch hier ohne jegliche liste stopworte? ein fremdwort man blieb während der “session” im dialog. nein kein gequassel und lamentieren, sondern beobachten sich wirklich aufeinander einlassen. top verstand wann ein schrei eine grenze anzeigt oder pure lust.
sklavenverträge, neigungsbögen, strafbücher und co. habe ich, bevor das internet einzughielt nicht gekannt und ich verweigere mich solchem auch bis heute erfolgreich, den ich weiss ja das es super ohne al das geht und prima erfüllend gelebt werden kann.
es gab auch keine männer die meinen sie müssten eine fremde frau gleich mit sub oder sklavin etc. ansprechen. umgekehrt erwartete auch kein mann das man ihn gleich mit: herr, meister, dom etc. anspricht. wir hatten unsere reale namen oder schwerzhafte spitznamen. kalr nannte man seinen partner auch SIR etc. doch dann handelte es sich um partner mit welchen man schon länger zusammenwahr und das auch dann nicht als muss sondern eher als kosename.

manchmal frage ich mich: wie konnten wir nur ohne internet sm leben?

für mich pers. wahr früher in dem bereich vieles einfacher, freier und offener
und trotzdem wahr früher nicht alles besser doch für mich pers. trotz verdeckten clubs etc. einfacher

und bitte lest das ich nicht alle schreibe sondern stets einige oder viele. den auch früher gab es negative wie positive menschen im bereich sm, wie es diese auch heute gibt.

wurde ein etwas langer beitrag
doch er hätte noch viel länger werden können wenn ich alles zu früher und heute reingepackt hätte.

gruss anaid
*********Kerl Mann
1.931 Beiträge
Gesprächskreise und Stammtische scheinen mir als Organisationsform deutlich auf dem Rückzug.

Nicht ganz meine Erfahrung. Ich glaube, dass es breit um die Jahrtausendwende einen ziemlichen Hype gab mit Stammtischen. Eben, weil sich plötzlich vergleichsweise viele Menschen erkannten und auch treffen wollten, austauschen wollten. Da boten sich Stammis etc. an, deren Zahl explodierte.
Dies ist nun in den letzten Jahren abgeflacht, die Zahl der Stammtische ist reduziert, aber immer noch wesentlich grösser als in den 90er oder gar 80er Jahren.


partyverlauf
früher:
kleine, wie schon erwähnt, geheime, räume, gewölbekeller oder privatwohnungen
alle meist mit einer bar ausgetattet

Solche Lokalitäten kannte ich sehr wenige in den späten 90er/Jahrtausendwende-Jahren, doch schlossen sie mit dem Aufkommen der "grossen" Parties/Lokale der Nullerjahre.
Seit ein paar Jahren gibt es jedoch wieder genau solche privaten Wohnungen und Gewölbekelller, in denen man sich mit oder ohne Thema, gegen Getränke-Geld und mit Mitgebrachtem oder Mithilfe in sehr kleiner Runde trifft.



Mir ist noch eine Änderung eingefallen:
Früher wurde nicht auf Party fotografiert. Nogo, Rausschmiss.
Heute zückt jeder mal seinen Taschen-Foto-PC und es gibt einen "Hoffotografen", der lustig das Partyvolk ablichtet und anschliessend auch Fotos der nicht gefragten Allgemeinheit ins Web stellt. Selbst Veranstalter, die vor 5 Jahren noch hoch und heilig versprachen, es würde bei ihnen nicht fotografiert, verfahren nun so.
beitrag von anaid
Anaid...ich bin erst knapp 30 jahre in sachen SM unterwegs. aber ich kann Deinen beitrag nur Unterstreichen. *top2*

Besser kann man es nicht auf den punkt brinegn *g* *bravo*
TortureshipTortureship
********ents
500 Beiträge
Wir machen jetzt seit 1993 BDSM/Fetisch-Events und seit 1996 Fotos/Filme. Die Szene interessierte zumindest mich schon seit Beginn der 80er und BDSM wird fast ausschließlich Privat praktiziert. Was nicht heißt im stillen Kämmerchen, sondern in kleinen Kreis! *zwinker*
Das was Matthias geschrieben hat kann man nur unterstreichen und auch einige andere haben recht.
Ich habe in den ganzen Jahren nie Handbücher, Anleitungen, Romane, Erlebnisgeschichten etc. gelesen. Ich habe zu denen gehört die einfach ihr Ding gemacht haben. Die letzten Jahre war ich dann mit einigen Wortbegriffen konfrontiert die ich vorher nie gehört hatte.
Es war mir peinlich irgend jemand zu Fragen. Ausgerechnet ich, der bei vielen schon fast als Urgestein galt. Glücklicherweise gibt es Tante Goggle! so konnte ich dann mein fehlendes Wissen auffüllen, so das man nicht mehr unwissend dabei steht wenn sich Doms vom Fach oder wer auch immer unterhält.

Was mir dabei aufgefallen ist, das dass Ganze immer mehr zur Wissenschaft verkommt. Da kann es schon mal passieren das sich jemand in eine Aktion einmischt und darauf hinweist das es so wie aufgeführt nicht im SM-Handbuch drin steht! Oh Gott, was hab ich getan! Gegen welche Regel hab ich jetzt verstossen? Ich könnte da jetzt noch viel dazu schreiben, aber ich mach es jetzt kurz:
Mein Fazit:
Mittlerweile springen auf einigen Events egal ob groß oder klein Knalltüten herum die einem das Leben schwer machen! *zwinker*
Mittlerweile springen auf einigen Events egal ob groß oder klein Knalltüten herum die einem das Leben schwer machen! *zwinker*

Und davon jede Menge *floet*
********noxx Frau
3.638 Beiträge
Mittlerweile springen auf einigen Events egal ob groß oder klein Knalltüten herum die einem das Leben schwer machen!

Ganz ehrlich, die gab es schon zu allen Zeiten...
was mir auf neueren Feten allerdings aufgefallen ist, ist, dass weniger auf Etiquette vom Betreiber her geachtet wird.

Wenn früher jemand seine Hände nicht bei sich behalten konnte, dann bekam er einen Anschiss, beim nächsten Mal flog er raus. Heute ist das nicht mehr so.

Vielleicht haben wegen der Menge an Feten viele Betreiber einfach Muffe, dass so ein zahlender Gast ausbleiben könnte. Und so setzt sich bei manchen Gästen fest, dass das Antatschen weiblicher wesen im Preis inbegriffen ist...

noxx *hexe*
*****oxx:
Wenn früher jemand seine Hände nicht bei sich behalten konnte, dann bekam er einen Anschiss, beim nächsten Mal flog er raus. Heute ist das nicht mehr so.

Das kann ich nur unterschreiben:

ich passe ja nicht wirklich in eine Schublade und war ein paar Mal ohne Herrenbegleitung (aber mit Bekannten) auf Szenetreffs......

irgendwann war ich dann jedes Mal soweit, dass ich

a) entweder jemandem kräftig in die Kronjuwelen getreten hätte

oder

b) mir ein Loch in die Wand gegen die ich gedrückt wurde, gegraben hätte......

"gerettet" haben mich dann meine Bekannten......

Fazit:

obwohl alles andere als ängstlich, werde ich keinen Club mehr aufsuchen......
****000 Mann
18.930 Beiträge
****tna:
Das kann ich nur unterschreiben:

also, irgendwie ...

ja, das Phänomen gibt es mehr als "früher". Vermutlich einfach, weil die Clubs größer sind.

Oder anders herum: ich habe es bisher fast nur in großen Clubs mitbekommen.

Oder noch anders gesagt: ich kenne glücklicherweise genügend Clubs, wo das nicht zu beobachten ist. Vermutlich habe ich einfach Glück, dass es solche Clubs zufällig gibt in den Gegenden, in denen ich mich herum treibe.

Also: die Welt ist noch nicht unter gegangen.
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Vielleicht,
da ich Clubs meide und vor allem privat unterwegs bin, ist das nur mein Eindruck, aber der besagt, dass sehr viel Maschinerie Einzug gehalten hat. Wer kann denn von der jüngeren Generation Frauen noch konventionell zum Fliegen bringen ohne Einsatz von Magic Wand oder Fickmaschinen?
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