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Was haltet ihr von Hedonismus?

*********ouple Paar
240 Beiträge
Themenersteller 
Was haltet ihr von Hedonismus?
Ich will noch mal ein kontroverses Thema ansprechen: Was haltet ihr von Hedonismus? Also der Lebenseinstellung, die darauf zielt alles was Lust bringt zu maximieren und was Schmerz (bzw. Unlust) verursacht zu minimieren?

Ist es denn Glück / Lust / Leidenschaft ohne Schmerz, Trauer und Unglück überhaupt denkbar?

LG, Carsten
Für Wolf:
Unter Hedonismus, selten auch Hedonik genannt (v. griech. hedone, „Lust”), wird eine philosophische bzw. ethische Strömung verstanden, die die Lust als höchstes Gut und Bedingung für Glückseligkeit und gutes Leben ansieht. Oft steht der Begriff auch allgemein für eine an materiellen oder sonstigen Genüssen orientierte, egoistische Lebenseinstellung und wird in diesem Sinne auch abwertend gebraucht (vgl. Spaßgesellschaft).

*blume*

Bine
@Bine...
...du bist sooo cool.

LG Delia *lol*
@bine
habe doch noch gar nicht gefragt. *haumichwech*
danke dir aber trotzdem. *bussi*
lg

p.s.: die frage wäre aber gekommen. *ggg*
Ich bin halt vorausschauend *zwinker* und kenne meinen Wolf *gg*

*blume*

Bine
*********ouple Paar
240 Beiträge
Themenersteller 
...
Schade eigentlich, hätte mich gefreut ein paar Meinungen zu hören.
********l_bw Frau
722 Beiträge
Als Fan von Arthur Schopenhauer und Balthasar Gracian, also zwei Pessimisten und Vertreter der Mitleidsethik,bin ich überzeugt davon, dass man absolutes Glück und Lust nur dann erfahren kann, wenn man die Gegenseite, also absolutes Unglück, Trauer, Unlust kennt. Darüber hinaus ist Glück, also Glück im Sinne von absoluter Glückseligkeit, zufolge meiner persönlichen Definition, immer nur ein minimaler Moment, Glück ist Gegenwart ohne Denken, ein kurzer Moment, in dem man innerlich erfüllt ist, nichts anderes wünscht oder erstrebt.
Und natürlich strebt der Mensch nach Momenten des Glücks, der vollkommenen Erfüllung, aber ist denn nicht dieses Streben nach Glück, was sich ja als eine Art Suche gestaltet bereits als Schmerz und Leid zu bezeichnen??
Meines Erachtens ist jegliche Art von Streben, Begehren und Wünschen ein wenig schmerzhaft, wenn es auch ein erlesener Schmerz ist, es ist dennoch ein Schmerz. Und auch, wenn sich der Wunsch erfüllt, entsteht aus dieser Erfüllung sofort wieder ein neuer Wunsch. Schopenhauer geht sogar soweit zu sagen:

Keine auf der Welt mögliche Befriedigung könnte hinreichen, sein Verlangen zu stillen, seinem Begehren ein endliches Ziel zu setzen und den bodenlosen Abgrund seines Herzens auszufüllen.

Das klingt zwar recht radikal, aber dennoch ist es, meines Erachtens, die Wahrheit. Der Mensch ist quasi nie wunschlos glücklich und wenn er denkt dies zu sein, dann befindet er sich in einem Moment der Glückseligkeit, in welchem er nicht denkt- und ohne Denken kein Streben...

Ich für meinen Teil brauche dieses Streben sogar, das Gefühl etwas unbedingt zu wollen, das Begehren, weil ich das tatsächlich für einen äußerst erlesenen Schmerz halte.....

Schopenhauers Ansicht:

Das Leben schwingt gleich einem Pendel hin und her zwischen Schmerz und Langeweile

...kann ich also unterschreiben, wenn ich noch diesen, bereits erwähnten Zustand der Glückseligkeit (gr. Eudaimonia), hinzufüge als Station des menschlichen Lebens-Pendels.
Entweder man langweilt sich, weil Stillstand herrscht und man nicht vom Fleck kommt, oder man strebt nach irgendetwas, irgendwem....

In meinen Augen ist also der Hedonismus ein Paradoxon, da der Wunsch nach Glück zwangsläufig mit Leid verbunden ist....Lust und Schmerz hängen so nah beieinander und das eine ist ohne das andere wohl kaum möglich.

Ob diese Philosophie allgemeingültig ist weiß ich nicht, jedoch trifft sie wohl auf Menschen zu wie mich. Menschen, die..

.....mehr Appetit haben, als das Leben zu bieten hat!



Zitat: von einem für mich sehr besonderen Mann *ggg*
*********ouple Paar
240 Beiträge
Themenersteller 
Wow!
Danke Dir, Galadriel69, einen schöneren Beitrag hätte ich mir nicht wünschen können! Scheinst viel über die Thematik nachgedacht zu haben. Ganz liebe Grüße von mir! *danke* *



Carsten
ohne licht gibt es keinen schatten, ohne liebe keinen hass.
********l_bw Frau
722 Beiträge
*bitteschoen* Es war mir ein Vergnügen, defiant_couple !

Wenn es schonmal so ein spitzenmäßiges Thema hier gibt, dann muss ich natürlich meinen Senf dazu geben *lol*
nichts gegen Schopenhauer...
... doch ich halt's eher mit dem Hedonisten Epikur, der zwar die Lust als wichtigstes Prinzip eines gelingenden Lebens ansah, aber:

Jede Lust ist ein Gut, aber nicht jede wählen wir, jedes Leid ist ein Übel, doch nicht jedes meiden wir

Verglichen mit den genannten Pessimisten klingt das doch richtig positiv, gar nicht radikal, fast ein wenig gemäßigt... Im Unterschied zu anderen Hedonisten, die unterschiedlos jede Lust als erstrebenswert ansahen, unterscheidet Epikur:
Die Lust ist Sinn und Ziel des Lebens, aber nicht das gedankenlose Genießen, sondern eine wahre Lust, die aus der "rechten Einsicht" kommt. Wir wählen nicht gedankenlos jede Lust, sondern die, die unseren wirklichen Bedürfnissen entspricht...

Bei de Sade heisst es dann:
Das gesamte Glück des Menschen liegt in seiner Phantasie! Nur demjenigen wird Glückseeligkeit widerfahren, der seinen Launen und Wünschen erliegt!

Die Lust wird wieder spürbar: körperlich, leidenschaftlich und erotisch.

Der von galadriel zitierte Einwand Schopenhauers
Keine auf der Welt mögliche Befriedigung könnte hinreichen, sein Verlangen zu stillen, seinem Begehren ein endliches Ziel zu setzen und den bodenlosen Abgrund seines Herzens auszufüllen.

ist ja nicht unberechtigt, doch glaube ich nicht, dass der Hedonismus damit ad absurdum geführt wird. Lust bleibt erstrebenswert, Schmerz wollen wir meiden. Nach Epikur gelingt uns das aber nur wenn wir unterscheiden und uns entscheiden. Nach de Sade gelingt es nur, wenn wir unsere Lust lieben.

Das ist mein Hedonismus: Kenne Deine Lust, lebe Deine Lust, liebe Deine Lust... disce gaudere! ... verum gaudium res severa est. Lerne, Dich zu freuen! ... wahre Freude ist eine ernste Sache.
Kontrovers...
ist das so? Wer wollte denn nicht Schmerz und Unlust minimieren? Wer möchte Schmerz, Trauer und Unglück erleben, um sich an Glück, Lust und Leidenschaft zu erfreuen? Das eine mag mit dem anderen verbunden sein, aber dennoch können wir klare Präferenzen setzen.

Die liebe Galadriel liest (bzw. zitiert) meiner Ansicht nach zuviel Schopenhauer und ist etwas zuwenig romantisch. Ich möchte mich nicht am Namedropping beteiligen und zitiere daher nur ohne Quellenangabe: "Verweile doch, du bist so schön".
*********ouple Paar
240 Beiträge
Themenersteller 
romantisch?
@*****lor:
Ich will nicht zitieren, nur von meinen bescheidenen Erfahrungen berichten. Jeder Mensch den ich kennenlernte, der ein Leben ganz ohne Schmerz, Trauer, Einsamkeit gelebt hat, war auf eine unerträgliche Art und Weise naiv und oberflächlich. Und keiner von denen wußte die vielen kleinen Dinge schätzen, die dieses Leben so lebenswert machen. Wie denn auch? Wie kann man etwas wirklich begehren oder lieben, dass man stets besessen hat?
Auch Dein Zitat ist interessant gewählt: Sind es doch die Worte, die Faust zu Mephisto sprach, um aus diesem Leben zu gehen und mit ihm in die Hölle zu fahren (nach meiner Interpretation). Warum tat er dies? Vielleicht auch deswegen, weil er dank Mephisto eine nahezu unendliche Macht besaß, alles haben konnte, und so nichts zu begehren blieb.

LG, Carsten
********l_bw Frau
722 Beiträge
Zu unromantisch??
Pessimismus als unromantisch zu bezeichenen finde ich sehr gefährlich. Wohl eher das Gegenteil ist, zumindest bei mir, der Fall. Ich gehe mit Leidenschaft an Grenzen und bin durch und durch schwarz-weiß . Daraus lässt sich folgern, dass ich auch zu sehr extremen Gefühlen fähig bin, extremem Hass und extremer Liebe. Wie dem auch sei, ich denke Leid ist die Grundvoraussetzung für Lust, geht Hand in Hand mit dieser.
Kann man denn zu viel Schopenhauer lesen?? Ich glaube ein Übermaß, eine Übersättigung an Wissen und Bildung ist kaum möglich.

Hier ein Gedanke vom großartigen Balthasar Gracian zum Thema "Glück und Unglück" (damit es nicht wieder heißt, die liebe Galadriel zitiere zu viel Schopenhauer.... *lol* )

Im Himmel ist alles Wonne, in der Hölle alles Jammer, in der Welt als dem mittleren, das eine und das andere. Wir stehen zwischen zwei Extremen und sind daher beider teilhaft. Das Schicksal wechselt: alles soll nicht Glück, noch alles Missgeschick sein. Die Welt gilt für sich alleine nichts, aber mit dem Himmel in Verbindung gesetzt viel. (...) daher sei man auf das gute Ende bedacht.

Ist es nicht so, dass man das Glück ohne das Unglück nicht schätzen kann??
nein, es ist nicht unromantisch...
aber viel zu katholisch...

Kaum ein Satz findet sich im Joyclub öfter zitiert als Horaz'
carpe diem, quam minimum credula postero
Lebe Dein Leben jeden Tag bewußt und in vollen Zügen und lass Dich nicht von den Tauben auf dem Dach verführen...

Natürlich begegnet uns im Leben immer wieder Schmerz, natürlich ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen... doch den Schmerz will ich vermeiden und die wahre Lust genießen...

Muss man den Kaffee immer wieder kalt werden lassen, um zu wissen, dass er heiß besser schmeckt? Muss man das Essen anbrennen lassen und die Suppe versalzen, um zu erfahren, wie lecker es sonst wäre? Muss man sich Hundefutter und McDonalds antun, bevor (oder nachdem) man sich ein gutes Essen gönnt? Muss man Freunde verraten um zu erfahren, dass man danach etwas verloren hat?

Die Welt ist kein Mittelding zwischen Himmel und Hölle, zwischen Wonne und Jammertal... (wenn ich das lese, dann muss ich - während ich an Gracian denke - frei nach Sartre sagen: Die Hölle, das ist der andere...) Die Welt ist das, was wir aus ihr gestalten, die Lust, die wir in ihr leben, die Leidenschaft, mit der wir sie formen und die Liebe, die uns mit ihr verbindet.

Alles soll Glück sein, selbst wenn es niemals geschieht!

Es ist nicht so, dass wenn ich auf der einen Seite Lust erlebe, auf der anderen Leid entsteht (natürlich kann es so sein). Und wenn ich einmal Leid erfahren oder angetan habe, dann werde ich alles daran tun, es fortan nicht mehr zu tun.

Ein Glas schlechter Wein ist genug um den Wert allen guten Weins zu schätzen.

Natürlich können, müssen und dürfen wir nicht ununterbrochen in vollen Zügen leben, wenn wir die Fülle des Lebens und der Lust wirklich erfahren wollen. Wir brauchen Differenz, keinen Antagonismus. Das Bessere ist der Feind des Guten, und dennoch werde ich mich uns oft (und gerne) mit dem Guten zufrieden geben - mit dem Schlechten niemals.

@*******el69:
Zu viel Bildung geht nicht, zu viel Schopenhauer durchaus *zwinker* (ist nicht bös gemeint, höchstens frech)
********l_bw Frau
722 Beiträge
Also mir scheint es so,als haben wir unterschiedliche Vorstellung von Leid...
Vielleicht sollte ich auch Leid in Anführungsstrichen schreiben um das zu verdeutlichen....

Das Leid, welches ich meine hat nichts mit kaltem Kaffee zu tun, oder mit seelischem Schmerz mit bösen Spielen o.ä. Denn wahren Schmerz möchte wohl kaum jemand freiwillig und ich muss auch nicht jeden Tag erfahren wie es ist von einem Menschen verraten zu werden um die, welche zu mir stehen zu schätzen und zu würdigen.
Auch Schopenhauer und Konsorten meinen mit dem Menschen, der leidet nicht zwangsläufig, dass der Mensch wirklichen psychischen oder physischen Schmerzen und Qualen ausgeliefert ist. Vielmehr ist das Leid zu verstehen als ein Streben, Suchen, Begehren. Der Mensch als Ruhe-und Rastloser, als ewiger Wanderer. Ist es nicht so?? Entspringt nicht aus jedem befriedigten Wunsch ein neuer?? Einer, der uns wieder zum "Wandern" anstachelt?? Kennt ihr nicht den erlesenen Schmerz jemanden zu begehren...auf jemanden zu warten, oder jemanden zu wollen,der nicht zu haben ist?? Dieses Gefühl, dieser exquisite "Schmerz" ist für mich unverzichtbar und durchaus positiv, ohne dass ich deshalb masochistisch veranlagt bin...Dieses Gefühl lässt einen Wachsen und reifen und ist nicht als "Leid" im eigentlichen Sinn zu verstehen.


Natürlich hat das nicht nur mit sexuellem Begehren zu tun. Alles worauf man hinarbeitet, sei es das Eigenheim, die Beförderung, der nächste Urlaub ist zumindest nach den Pessimisten als "Leid" zu verstehen, da es etwas ist wonach man strebt, ein Ziel, ein Wunsch, der , sobald er erfüllt wird, einen neuen hervorbringt.
Bei den Philosophen wird das Streben nach etwas, was man nicht hat und gerne hätte, als gewissermaßen leidvolles Streben gesehen. Und wenn da so zu verstehen ist bekommt das ganze, für mich, sogar einen positiven Anstrich, weil es doch immer schön ist, etwas zu wünschen übrig zu haben und sich diese Wünsche dann auch zu erfüllen.

Und, katholisch?? Ähhh...dürfen sich gläubige Katholiken denn nach einem anderen Menschen verzehren?? [b]dümmlichfragend[/b] *lol*


*undwech*
wenn Du das Leid nennst...
was ich Lust nenne...

Rast- und Ruhelosigkeit, das Streben nach Neuem, Größeren, Aufregenderem und Schöneren ist Lust! Nicht erst die Erfüllung, bereits das Verzehren...

Nennen wir es Leidenschaft, dann ist von jedem etwas dabei und wir sind wirklich nur noch so weit voneinander entfernt wie halb leer von halb voll....

Das katholisch hat sich nicht auf Dich als ganze bezogen - mein Fehler -, sondern auf das Zitat von Balthasar Gracian, den Du den "großen" nennst. Katholischer geht's nun wirklich kaum mehr *zwinker*

Und, katholisch?? Ähhh...dürfen sich gläubige Katholiken denn nach einem anderen Menschen verzehren?? [b]dümmlichfragend[/b]

und ob sie das dürfen... wenn die Sakramente stimmen.
********l_bw Frau
722 Beiträge
*prost*

Leidenschaft......jaaa, wie der Name schon sagt *ggg*

Das sind die Tücken dieser Kommunikationsform...wir meinen die ganze Zeit dasselbe, nur hat eben jeder ein anderes Mäntelchen drum gelegt.

Übrigens unterschreibe ich sicher nicht alles was Gracian je von sich gegeben hat, denn sonst dürfte ich ja nicht einmal leidenschaftlich sein. *oha* ...was ja nun wirklich seeeehr schade wäre.. *zwinker*
Oha
Liebe Galadriel,
Pessimismus als unromantisch zu bezeichenen finde ich sehr gefährlich.
nichts gegen Deine extremen Gefühle... aber... der Romantiker sucht das Tiefe, jedoch Schöne. Darauf wollte ich mit meinem Faust-Zitat hinaus. Ein alter, gelehrter Grübelonkel, der irgendwann erkennt, dass eine junge, holde Maid mehr Glück spendet, als er sich je vorzustellen vermochte (sonst wäre er die Wette mit dem Teufel nicht eingegangen). Und vor diesem Hintergrund kannst Du Dir auch meine Antwort auf Deine Frage denken:
Kann man denn zu viel Schopenhauer lesen?? Ich glaube ein Übermaß, eine Übersättigung an Wissen und Bildung ist kaum möglich.
Na logo kann man zuviel von dem Opa lesen. Du liest ja mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ja auch die deutsche Übersetzung des "Handorakels" von Schopenhauer. *zwinker*
Ist es nicht so, dass man das Glück ohne das Unglück nicht schätzen kann??
Nein, das ist nicht so. Durch das Unglück wird man nur bescheidener -- und findet dann VIELLEICHT in Situationen sein Glück, in denen andere unzufrieden wären.

@****ten, ich verstehe, wie Du oben schon gesehen hast, das Zitat anders. Aber das ist ja auch das interessante an geistreichen Sprüchen, dass mehr als eine Auslegung möglich ist.
*prost* Galadriel,
und lass es Dir schmecken... Aber halb voll und halb leer sind nun doch nicht das Selbe, und sofern der Standpunkt nicht arg eingeengt ist, nicht einmal das Gleiche... Immerhin sehe ich, dass Du noch nicht ganz verloren bist *zwinker*

@*****lor: Dass es heute noch echte Romantiker gibt, ist echt ein Ding. Man merkt halt doch, dass Du noch ein wenig älter bist als meinereiner *ggg*

Lasst uns leben, lasst uns lieben!
Und ich glaube - ohne Schopenhauer und Co zitieren zu können, zu wollen oder zu müssen - dass derjenige, der immer versucht, allem Leid und allem Schmerz aus dem Weg zu gehen, irgendwann beginnt, an der Oberfläche zu leben.
Und wer nicht von ganzem Herzen lebt, sondern an der Oberfläche, der wird auch keine echt Lust und echte Freude am Leben leben können.
********l_bw Frau
722 Beiträge
Lieber Masculor,

Wie ich oben schon erläutert habe, ist das was ich als "Schmerz" bezeichne, durchaus positiv und wohl als Leidenschaft zu bezeichnen......oder ist Leidenschaft was negatives??

Und auch wenn ich tatsächlich Schopenhauers Übersetzung vom "Handorakel" lese *lol* ...ist meine Sichtweise, so schätze ich, doch nicht sooo eingeengt, wie es hier vielleicht scheint...
Ich lese nicht nur Schopenhauer.....sondern auch gern Nietzsche, Kant, Aristoteles, momentan Platon und Seneca....
Man muss sich halt gewissermaßen entscheiden, womit man sich selbst am besten identifizieren kann, oder? Was ich auch tue....
Dennoch lassen die Sichtweisen eines jeden Philosophen wohl wirklich Spielraum für Interpretationen und das ist auch gut so

@****r64

*danke* da bin ich ja erleichtert, dass ich anscheinend noch nicht verloren bin.... *lol*
Nochmal oha
oha oha, liebe Adalie...
derjenige, der immer versucht, allem Leid und allem Schmerz aus dem Weg zu gehen, irgendwann beginnt, an der Oberfläche zu leben.
ich würde nicht so vorschnell anderen Menschen Oberflächlichkeit unterstellen. Das beziehe ich jetzt gar nicht mal auf total oberflächliche und primitive Knalltüten wie mich (Du weißt schon...), sondern auf die ca. halbe Milliarde Angehörigen einer der großen Weltreligionen, deren Kern gerade die Überwindung des Leids ist. Trotzdem hat man aus dieser Richtung sehr, sehr viel Tiefsinniges gehört, und oberflächlich scheinen die auch nicht alle zu sein.

Om mani padme hum... *freu2*
Liebe Galadriel,
Wie ich oben schon erläutert habe, ist das was ich als "Schmerz" bezeichne, durchaus positiv und wohl als Leidenschaft zu bezeichnen......oder ist Leidenschaft was negatives??
Ich kann Schmerz und Leid nichts Positives abgewinnen.

Dass gerade der Liebende sich in die Gefahr begibt, zu leiden, ist nun mal so -- aber darüber müssen nicht unsere Werte in Konfusion geraten.
Wo du stehst, grab tief hinein!
Drunten ist die Quelle!
Lass die dunklen Männer schrein:
"Stets ist drunten — Hölle!"

Dann will ich mal den Vermittler spielen *zwinker*
Adalie sprach ja nicht von denen, die das Leid überwinden wollen, sondern von denen, die ihm aus dem Weg gehen. Das ist ja nicht ganz das Selbe.

ॐ मणि पद्मे हूँ

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