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Dom/Sub/Switcher, ab wann zählt das für euch?

********ious Mann
2.988 Beiträge
Zitat von *****eam:
Ja die andere Seite zu durchleben kann nur Vorteile bringen wenn man sie denn zu nutzen versteht und das ist leider nicht jedem gegeben.

Mit Verlaub, diese Vorstellung ist schlicht naiv!
Entscheidend ist, dass man sich (auch non-verbal) versteht, einen Draht zueinander hat und ein nötiges Einfühlungsvermögen, Subs Reaktionen zu deuten. Das hat man nicht zu jedem und das merkt man dann auch schnell und lässt jede weitere Interaktion.

Nichtsdestotrotz kann immer mal was in die Hose gehen, dessen sind wir uns stets bewusst, dann sprechen wir drüber, klären das und gut ist. Eigentlich etwas ganz normales, auch dann, wenns nur eine Spielbeziehung wäre. D/s hin oder her, das zwischenmenschliche stand und steht bei mir immer im Vordergrund, was dann auch den Metakonsens ermöglicht. Eigentlich sollte das der Standard sein, denn wenn man einen anderen Konsens bräuchte, muss es ja wohl an anderer Stelle ein Defizit geben. Da wäre mir dann aber sehr unwohl!

Abgesehen davon finde ich es sehr anmaßend, wenn Switcher behaupten, sie könnten sich ob dessen besser in den anderen Part hinein versetzen und mitfühlen. Das ist so, als würde ich der Hilde sagen, wie toll die Heidi mein Peitschenspiel fand und sie es deshalb nun auch sehr genießen werde. Gehts noch? Und ja, ich weiß ja auch selbst wie's ist, deshalb bin ich ja so empathisch und weiß genau was sie gleich fühlen wird! Na wenn das mal nicht wahnsinnig sympathisch klingt...

Ich denke, Switcher differenzieren hier nicht zwischen den Empfindungen. Wenn ich mir mal den Finger klemmte und mein Gegenüber meint, das wär ihm auch schon mal passiert, teilen wir zwar diese Erfahrung aber deswegen sind wir doch keine Brüder im Geiste? Auch eine Maso wird Finger klemmen nicht automatisch erotisieren können, nur weil sie ja auf Schmerz steht. Aber wenn Switch schon mal etwas auf beiden Seiten erlebt hat, maßt er sich also gleich an, das auf andere übertragen zu können und dies dann ebenso den nicht-switchern abzusprechen.

Ich kommuniziere das bewusst überspitzt, weil es erfahrungsgemäß auch exakt und immer wieder genau darauf hinaus läuft. Gegen diese Denkmuster ist kein Kraut gewachsen, da hilft alles reden nichts. Ist ja auch ok aber man zieht seine Schlüsse. Und deswegen sage ich- Switch? Nein danke! *nono*
********n_84 Frau
6.070 Beiträge
@********chaf
Wenn ich aber eine Frau quäle, schlage, whatever, dann tue ich das nicht, weil mir das Spaß macht. Ich tue es tatsächlich dann, wenn sie es sich wünscht und ich weiß, dass es ihr gut tut. Ich habe keine Freude am Quälen, ich habe aber Freude daran, wenn sie welche daran hat. *g*

Bin ich nur teilweise bei dir. Du sagst du tust es nicht, weil es DIR Spaß macht…
Ich mache als Top nur Sachen, die mir Spaß machen. Am meisten Spaß habe ich am Auslösen von Reaktionen und Gefühlen; dabei gefallen mir nicht nur Lust; sondern auch Unbehagen, Scham, Angst etc.
Natürlich immer im Rahmen der Möglichkeiten und unter der Prämisse, dass auch diese Empfindungen mein Gegenüber kicken. Dabei fordere ich auch Phasen des „Aushaltens und Ertragens“. Ich würde aber nichts machen, wozu ich keine Lust habe, nur weil ich weiß, der/die Bottom will es.

Und jetzt umgedreht aus meiner Sub-Sicht. Natürlich mag ich es Lust und Befriedigung zu empfinden - aber: ich sehe den Top nicht als Wunscherfüller. Eher mich. Sprich ich ertrage auch und gehe mit, wenn ihm etwas gefällt, auch wenn es mir nicht gefällt oder ich mich überwinden muss. Wohlwissend (oder hoffend) dass dann auch später etwas für mich rausspringt. Sprich, wenn ich nur Aushalten müsste und keine eigene Lust oder Orgasmen drin wären; wäre es nichts für mich.

Fazit: natürlich gefällt beiden immer das Spiel an sich; verbunden mit den Gefühlen, die auch das Machtgefälle ausmacht.
Die Praktiken und Handlungen aber gefallen der/dem Sub ja nicht zwangsläufig immer (also isoliert betrachtet). Zumindest ist das meine Sichtweise.
********n_84 Frau
6.070 Beiträge
@********ious
Und genau wird mir das denken der Switcher schon unsympatisch!

Es wird wie ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass man gewisse Dinge doch auch bitte mal selbst erfahren haben soll, allein für eine optmierte Empathie. Ich soll mich also zwingen etwas zu tun, was ich überhaupt gar nicht will? Soll mich nötigen lassen, Erfahrungen zu machen, von denen ich schon vorher weiß, dass ich es nicht mag und es mir rein gar nichts bringt ausser die Bestätigung? Und damit ebenso bestätigen dass ich als nur-Dom also wie zu erwarten ein sturer, unempathischer Betonkopp bin?
(bewusst überspitzt formuliert)

Da du ja meine Aussage zitiert hattest, versuche ich nochmal zu beschreiben, wie ich das „wenn er wüsste wie es ist/sich anfühlt“ und mit den Mauern im Kopf meinte. Anhand deiner Reaktion merke ich, dass es missverständlich war.

Also, ich bin jemand, die einfach total neugierig alles mögliche ausprobieren möchte, weil ich wissen will, wie es sich anfühlt. Das war schon immer so. Jetzt mal ganz unabhängig auch vom D/s Kontext.

Was ich meinte war, dass einige Doms, die ich kannte/kenne oder höre/lese in ihrer eigenen Sexualität festgefahren zu sein scheinen, weil sie sich durch das Konzept Dom-sein oder ihrer Vorstellung von Dominanz und Männlichkeit, vor Dingen und Praktiken verschließen, die nicht in ihr Konzept passen oder selbsternannt oder von außen als undommig gelten.

Ich nehme da gerne das Beispiel anale Spiele oder Rimming bei ihm (die ich durchaus auch im Machtgefälle erzwingen und einsetzen kann; ohne aus der Top-Rolle zu fallen). Häufig erlebte ich da eine kategorische Ablehnung bei dominanten Männern, ohne dass die Person wissen konnte wie es sich anfühlt und ob es ihr gute Gefühle bereiten würde. Das ist für mich eine Schranke im Kopf; da die körperliche Erfahrung fehlt.
Ich hatte aber auch schon Situationen wo er immer oben sein musste beim Sex und Reiten auch gar nicht ging („das war ihm von der Frau/mir zu dominant“). Auch Rollenspielideen wurden teils kategorisch abgelehnt. Ich muss dazu sagen, dass ich mit all meinen Partnern auch immer normalen Sex hatte; also nicht immer nur BDSM. Trotzdem konnte diese dominante Art/Empfindung oft nicht abgelegt werden und durchzog sich dann durch die ganze Sexualität.

Dann denke ich „schade“ „und wenn er doch nur wüsste wie es ist/oder ausprobieren würde; wohlmöglich würde es doch gefallen“ - und das würde auch das gemeinsame Repertoire erweitern.

An einen Rollentausch im Sinne des Switchens dachte ich dabei eigentlich nicht. Wobei es natürlich, wie manche schrieben, durchaus auch den Horizont erweitern kann (ohne dass man selbst empfinden muss wie ein/e Sub). Mein Mann lehnt so ein Switchen auch kategorisch ab und will es nicht probieren, was völlig ok für mich ist.
Zum Glück ist er mit den Jahren aber offener geworden, was verschiedene Praktiken und Stellungen angeht und kann da mittlerweile auch mal vom Thron der Dominanz steigen 😂 (was aber nicht heißt, dass er dann devote Züge bekommt. Das nicht.).

Ich denke auch nicht, dass man durch Switchen unbedingt „besser“ wird. Durchaus aber im gesamten mehr Erfahrungen sammelt. Das kann an dieser Stelle nicht bestritten werden.

Ich selbst probiere auch Utensilien aus, um zu sehen, was sie machen und welche Schmerzen sie verursachen. Natürlich ist das Schmerzempfinden unterschiedlich. Aber einen guten Anhaltspunkt kriegt man so dennoch.
Ich finde es gut, wenn Tops einen Selbsttest machen (das ist ja frei von einem sexuellem Kontext oder von irgendwelchen sub-maso-Feelings).
********chaf Mann
7.435 Beiträge
JOY-Angels 
Zitat von ********n_84:

Ich mache als Top nur Sachen, die mir Spaß machen. (...)
Natürlich immer im Rahmen der Möglichkeiten und unter der Prämisse, dass auch diese Empfindungen mein Gegenüber kicken. Dabei fordere ich auch Phasen des „Aushaltens und Ertragens“. Ich würde aber nichts machen, wozu ich keine Lust habe, nur weil ich weiß, der/die Bottom will es.

Damit hast du perfekt beschrieben, warum ich mich auf "devot" gestellt habe und da nicht mehr "Switcher" steht bei mir. *zwinker*

Denn ich tue das sehr wohl, und habe es auch schon getan. Ich wusste (oder ahnte), dass es ihr gefallen würde, also machte ich es, obwohl es etwas ist, was mich null kickt.
Schlagen beispielsweise. Würde ich nie aus mir heraus tun. Wenn ich aber weiß, dass sie es anmacht, sie mich sogar bittet es zu tun, dann mache ich es gerne. *ja* In dem Sinn "gerne" weil ich weiß, dass es ihr gut tut.

Genau das ist Submission. Es ist eine Haltung. Jene, dass nicht ich die Hauptperson bin, sondern sie es bleibt, egal wie sehr sie in diesem Moment "unter mir" zu sein scheint.
Aus der Interaktion heraus entsteht aber ja trotzdem etwas. Sexuelle Energie. Die wiederum ist es dann, die mir dann doch Freude macht und, in sehr seltenen Fällen, dann auch kicken kann. Weil es halt doch sehr sexy ist, wenn sie durch mich geil wird.
Anderes Beispiel: Cunnilingus. Ich habe einer Dame beim Lecken auch schon mehrere Orgasmen hintereinander beschert und auch über den Punkt hinaus, den sie, wie sie glaubte, noch kann. Dennoch hatte ich auch da nicht die Macht *nein* Ich freute mich für sie mit, wie sie immer wieder abhob in das Reich der Lust, meine eigene war mir in dem Moment aber gar nicht wichtig. Ich kann dir bis heute nicht sagen, ob ich dabei selbst mal spitz war oder nicht. Sie war die Hauptperson, mein Fokus galt vollkommen ihr. Ich war nur der "Gehilfe" für ihre Lust.

Spaß machte das alles, fürwahr! Es waren auch großartige, wunderbare Momente miteinander, die ich nicht missen mag! Es waren aber dennoch submissive Momente. Nicht aus einer Dom-Warte heraus. *nein*

Nur, beim BDSM ist es ja auch mal so, dass es "mittendrin" Sub mal so gar keinen Spaß macht. Muss es ja auch nicht immer, es geht schließlich um den Willen des/der Top in erster Linie. Der hat Vorfahrt.
Weswegen ich keiner bin. *zwinker* Sessions dieser Art kann es mit mir "oben" nicht geben. Weil ich submissiv fühle und deswegen es mir rein gar nichts gibt, wenn es ihr keinen Spaß macht in dem Moment. *nein* Ich würde ihr niemals die Vorfahrt nehmen. *nein*

Zitat von ********n_84:

Und jetzt umgedreht aus meiner Sub-Sicht. Natürlich mag ich es Lust und Befriedigung zu empfinden - aber: ich sehe den Top nicht als Wunscherfüller. Eher mich. Sprich ich ertrage auch und gehe mit, wenn ihm etwas gefällt, auch wenn es mir nicht gefällt oder ich mich überwinden muss. Wohlwissend (oder hoffend) dass dann auch später etwas für mich rausspringt. Sprich, wenn ich nur Aushalten müsste und keine eigene Lust oder Orgasmen drin wären; wäre es nichts für mich.

Da wiederum bin ich vollkommen bei dir. *ja* Genau so funktioniert mein "unten" auch. Wichtig ist, dass es ihr Spaß macht, dass sie dabei geil wird idealerweise, ich das Instrument für ihre Lust bin, mit dem sie spielt.
Dass ich hier zuhause bin, merkte ich aber immer wieder daran, dass es mir nicht "nur" Freude machte, sondern mich auch spitz. (Teils gegen meinen Willen, man ist ja auch mal stolz und so *floet*, so funktioniert meine Lust aber leider nicht ... *liebguck*)
Da kann es dann prompt auch mal passieren, dass es mich geil macht, obwohl es eigentlich gar nicht "mein Kink" ist.
Auch hier wieder kann ich das Schlagen, bzw. geschlagen werden, nennen. Ich habe keinen Lustschmerz, das funktioniert bei mir so nicht. Bin ich aber hilflos dabei, ihrer Macht also hilflos ausgeliefert, dann ist auf einmal doch Lust da. *oh* Aber das tut doch weh! *heul* Und dennoch kickt es mich dann.

Erst recht, und auch hier noch einmal extrem, wenn ich ihre Lust dabei wahrnehme. *ja*

Wenn ich also "mein BDSM" beschreiben wollte, dann so: Dass sie, ihre Lust, ihre Freude daran, grundsätzlich Vorfahrt hat. Egal, ob z.B. ich sie fessele oder sie mich.
********n_84 Frau
6.070 Beiträge
@********chaf
Du lieferst eine schöne Selbstreflexion und Beschreibung. Und ja, ich würde auch sagen du BIST devot. Ein Pleaser 😬

Das heißt du hast geswitcht, weil es jemand von dir wollte und es dein Ziel war die Partnerin glücklich zu machen. Das heißt, dein Switchen und deine Dominanz waren ein Rollenspiel; aber nicht wirklich DU.

Es ist gut, dass du das erkannt hast.

Ich habe mit 15 meine devote Neigung entdeckt. Und wenn ich recht überlege, hatte es sich im Kopf schon vorher angedeutet.
Meine ersten Switchereien hatten auch einen Rollenspielcharakter.
Ich fühlte mich in der Devotion immer heimisch (aber nur sexuell). Im Alltag bin ich eine dominantere Persönlichkeit.
Trotzdem habe ich in meinem Kopf immer wieder sadistische Phantasien und ich habe gemerkt, dass ich mit der richtigen Person da sehr drin aufgehen kann und es sich stimmig anfühlt. Ich switche aber heute nicht mehr mit derselben Person, das fühlt sich für mich im Kopf nicht stimmig an. Entweder oder. Zwei Gesichter. Aber beide ich SELBST.
😊
********chaf Mann
7.435 Beiträge
JOY-Angels 
Zitat von ********n_84:

Das heißt du hast geswitcht, weil es jemand von dir wollte und es dein Ziel war die Partnerin glücklich zu machen. Das heißt, dein Switchen und deine Dominanz waren ein Rollenspiel; aber nicht wirklich DU.

Naja, es war ja trotzdem ich. *ja* Es hat mir ja auch Freude gemacht, und es haben sich auch unglaublich intensive, intime Momente hierdurch ergeben, die ich niemals nie missen mag. *nein* Nur passt der Stempel "Dom" halt nicht zu mir. Ich tat es aus einer submissiven Warte heraus.

Sie würde das im übrigen bestreiten. *zwinker* Was auch daran liegen mag, dass ich mit ihr Dinge tat, die sie selbst noch gar nicht kannte, sie mich also gar nicht darum bitten konnte *nein*, mir meine Intuition aber sagte, dass es genau ihr Ding sein würde. Was dann auch der Fall war. *g*
Sie lehnt es auch bis heute ab, mich in einer submissiven Situation zu sehen. Das "passt" für sie einfach nicht. Für sie war ich "oben". Aber: Ich behaupte, es hat schon einen Grund, warum sie jetzt mit einem echten Dom zusammen ist. *zwinker* Und sei es auch nur unbewusst.

Ich sage es mal so: Begibt sich eine Frau in meine "Fänge" (z.B. meine Seile), dann kann sie sich zumindest eines sicher sein: Dass ich niemals übergriffig werde. Weil es mir nun einmal primär um ihr Wohl geht und meins erst danach kommt.
Auf meine Kosten komme ich trotzdem, denn wenn sie dann darin voll aufgeht, gibt mir das ja auch einiges. Denn auch Devote können ins Wunderland (ent-)führen. *g*
********n_84 Frau
6.070 Beiträge
Ja, klar, bist du du. Ich meinte, das Dom-sein BIST nicht wirklich du. So habe ich es verstanden *zwinker*
********chaf Mann
7.435 Beiträge
JOY-Angels 
Ach so, ja. Ja, so kann ich das unterschreiben, @********n_84 .

Ich wusste auch damals schon, dass "Dom" nicht zu mir passt. Ich war "oben", musste als Beschreibung reichen. Hätte sie "mein Herr" gesagt oder dergleichen, wäre mir das falsch vorgekommen. Dennoch war alles, was ich mit ihr tat, was wir gewissermaßen im Teamwork als BDSMler miteinander hatten, absolut großartig. Da kann man dann schon ins Grübeln geraten, ob man nicht doch Switcher ist. *zwinker*

Es hat auch gedauert, bis es bei mir "klick" machte, bzw. bis ich die Worte dafür hatte, was dabei geschieht, wenn ich "oben" agiere. Ich spiele es nicht, ich verstelle mich dabei auch nicht. Das bin weiterhin ich, es macht mir weiterhin Spaß! Aber ich weiß nun, warum es so ist: Weil es sie glücklich macht. Und damit, gleichzeitig, mich.

*g*
********n_84 Frau
6.070 Beiträge
@********chaf
Wie du dich bezeichnest obliegt dir.
Von der Tätigkeit her ist es ja richtig zu sagen du hast geswitcht/ switcht.
Diese Frage „was man ist“ hat ja eher was mit der Persönlichkeit und seiner Identität zu tun.
Ich kann ja z.B. wie in einem Rollenspiel auch in die Rolle des Doms schlüpfen oder eine Domina spielen. Sich damit zu identifizieren ist ein Schritt weiter.
********ious Mann
2.988 Beiträge
Zitat von ********chaf:
Ich wusste auch damals schon, dass "Dom" nicht zu mir passt. Ich war "oben", musste als Beschreibung reichen. Hätte sie "mein Herr" gesagt oder dergleichen, wäre mir das falsch vorgekommen. Dennoch war alles, was ich mit ihr tat, was wir gewissermaßen im Teamwork als BDSMler miteinander hatten, absolut großartig. Da kann man dann schon ins Grübeln geraten, ob man nicht doch Switcher ist.

Verstehe dich da voll und ganz!
Aber ich hab trotzdem noch mal eine andere Sichtweise dazu. Im D/s wird ja immer vom viel gerühmten Machtgefälle gesprochen und dass es hin und wieder nötig ist, auch mal wieder auf Augenhöhe zu kommen. Damit hab ich mich z.b. nie identifizieren können. Ich weiß was damit gemeint ist und ich müsste lügen wenn ich das nicht (auch) spüren würde. Aber ich würde es eher als einen Nebeneffekt bezeichnen, es bringt es halt mit sich. Es- eben (unser) D/s, habe ich immer als definitives Teamplay gesehen. Einfach deswegen, weil wenn man einen Dom und eine Sub zusammen tut, heißt das noch lange nicht dass die beiden im D/s miteinander interagieren. Ohne eine gemeinsame Anziehung passiert da gar nichts. Und wenn es funktioniert, empfinde ich eine tiefe Harmonie, aber so was wie Machtgefälle usw. nur so am Rande. Interessiert mich eigentlich gar nicht. Funktioniert auch im TPE und das hatte sich ohne bewusstem Zutun auch eher nebenher entwickelt. Es war dann halt so und fühlte sich gut und richtig an.

Zitat von ********chaf:
Ich sage es mal so: Begibt sich eine Frau in meine "Fänge" (z.B. meine Seile), dann kann sie sich zumindest eines sicher sein: Dass ich niemals übergriffig werde. Weil es mir nun einmal primär um ihr Wohl geht und meins erst danach kommt.
Auf meine Kosten komme ich trotzdem, denn wenn sie dann darin voll aufgeht, gibt mir das ja auch einiges. ...

Auch das unterschreibe ich, ich kann mich aber dennoch als ihr Dom identifizieren, denn genauso einen wollte sie und weil es bei uns passte, konnte ich es auch sein. Nur brauche ich keine Sessions oder RP um hart und unerbittlich zu sein, gleichzeitig(!) aber darauf zu achten, dass bei allem Risikobewusstsein (MK) nichts aus dem Ruder läuft. Ein klass. sowohl als auch.

Vom TPE bin ich ganz jungfräulich ins DDlg gelangt. Natürlich kann man sich, von aussen betrachtet, fragen, wer hier wen dominiert? Ich höre nur Daddy, Daddy, Daddy und springe. Das funktioniert aber auch nur, weil ganz klar ich das Heft in der Hand hab. Nur so kann sie mich als Daddy annehmen, da ich sie sich frei entfalten lasse aber gleichzeitig(!) auch führe und auch mal die Leitplanke bin. Weder als Daddy noch als Dom kann ich mich hier unterbuttern lassen. Nichtsdestotrotz verstehe und identifiziere ich mich als Dom(-Daddy), auch wenn ich hier vornehmlich meine ganz sensible Seite auslebe. Auch Doms können eine sensible Seite haben, aber die ist immer da, so wie alle anderen Merkmale auch. Und nur weil meine kleine so eine liebe ist, es deswegen kaum Strenge & Co. benötigt, liegt deswegen nichts brach oder fühlt sich gar falsch an. Ich könnte ja strenger sein, gibt halt nur wenig Anlass. Also auch hier alles schön harmonisch und ein sowohl als auch.

Und ich denke nach wie vor, dass beim switchen zu wenig differenziert wird, wahrscheinlich weil sie selbst es ja als völlig normal empfinden. Und ich betrachte solche Neigungen wie dom/dev wie sad/maso als gegeben an, die hat man oder eben nicht. Und wie bei der bi-Sex. kann man halt auch beides haben. Das ist für mich der klass. Switcher. Aber nur weil ich meine Sub gerne auf Händen trage und meiner kleinen des beste Daddy auf der ganzen Welt sein will, muss ich nicht beide Neigungen haben. Um jemanden zu lieben, zu achten und zu schätzen, von hart und unerbittlich bis hin zu sanft und sensibel zu sein, braucht es keine Neigung. Da sind dann doch ganz andere Persönlichkeitsmerkmale am Werke, wie man sie schlicht im zwischenmenschlichen findet. Was für eine Vorstellung, wenn es hier einer Neigung bedingte?

Und was bestimmte "undommige" Praktiken/Verhalten betrifft, ist es letztendlich reines Klischeedenken. Das reicht von gewissen Wertevorstellungen bis hin zu Rollenbilder und dann auch dem Selbstverständnis. Da denke ich mir nur, wer sich davon leiten lässt, ist sich seiner selbst wohl nicht so ganz sicher. Seis drum, mich tangiert das nicht. Auf gut deutsch- wenn ich einer Frau den Arsch auslecken will, dann auch deswegen weil ich es kann. Was der Dominus von Hinz zu Kunz davon hält, ist mir der Sack Reis in China.

In der Sex. wie im BDSM ist es nun mal so, dass gewisse Klientel einfach nicht zusammen passen. Homos mit Heten, Monos mit Polys, Spieler und 24/7, Switcher mit einseitig geneigten. Alle für sich sind normal, untereinander aber inkompatibel. Ist nun mal so, dafür kann ich nix aber ich nehme es an. Seis drum, alles gut *happy*
*******gon Mann
20 Beiträge
Ich kam per Zufall auf diesen Tread und es hat mich fasziniert welch tiefgründige Diskussionen wir Switcher immer wieder auslösen. Sehr spannend.

@********ious eigentlich hätte ich deinen Post gut und gerne als Schlusswort stehen lassen können und doch fand ich müsste nun meine Sichtweise des Switchs nun doch noch zum besten geben.

@********chaf ich bin sehr nahe bei dir, wir scheinen auch ganz ähnliche Leidenschaften zu haben... nur ich bleibe dabei ein Switch zu sein, da in meiner Brust wirklich zwei differenzierte Herzen schlagen.

@********n_84 vielen herzlichen Dank für die differenzierten Sichtweisen und das Verständnis gegenüber andersdenkenden Menschen.

Ich bin mit 18 über ein klassisches Subverhalten in die Fetisch- und BDSM-Welt eingestiegen. Da hatte ich mein erstes Facesitting und das war mehr als toll. 1976, also mit 15 haben mich Bilder aus England erreicht, allesamt mit sehr interessant gekleideten Menschen in verschiedenen Handlungen... damals wusste ich nicht, dass es sich um BDSM handelte. Aber da sass eine in Ledergekleidete Frau auf dem Gesicht eines Mannes mit Windel, der auf einer Pritsche festgebunden war. Das hat mich damals gekickt und tut es heute noch... ich könnte dieses Bild nach numehr 45 Jahren noch malen... könnte ich denn gut zeichnen. *grins*
Also ich bat meine Freundin mit 18, sich auf mein Gesicht zu setzen, was sie auch tat und es bereitete uns beiden sehr viel Lust. Also klares Subverhalten... oder war die bitte nun doch etwas domig? Lass ich mal stehen.
Meine spätere Frau, sie hatte keine Ahnung von Oralsex habe ich mit 20 in einer Ferienwohnung gebeten sich aufs Bett zu setzen und habe sie geleckt... sie zierte sich zuerst empfand aber sehr viel Lust... das war dann ihr erster Orgasmus im Leben und sie lechzte ab da danach. Ich fand heraus, dass ich damit ihre Lust steuern konnte... ich definierte den Moment wann und wie oft sie per Cunnulingus zum Orgasmus kam.. aus meiner Sicht klares Domverhalten, da ich die Führung klar übernommen hatte. Sie hat irgendwann gemerkt, dass es sich umgekehrt genau gleich verhielt und sie genauso die Führung und die Kontrolle über meine Lust übernehmen kann. Da wurde sie zur Dom. Der nächste Schritt war den Partner zu fesseln um die Kontrolle noch effektiver zu gestalten... aus heutiger Sicht switchten wir im Fetischbereich und mit der Zeit fanden wir heraus, dass Schmerz eine Lust- wie auch Kontrollkomponente sein konnte... der erste Einstieg in die BDSM-Welt. Wir waren 27 Jahre zusammen und unsere Spielereien wurden immer effektiver, grossmehrheitlich im Teas an Denial-Bereich angesiedelt.
Was in solch einer Beziehung richtigerweise nicht geht ist ein klares 24/7 D/s - Machtgefälle. Dieses würde ich auch gar nie zulassen... weil mir eben beide Seiten gefallen und ich diese so leben will.
Wenn ich mich und meine heutige 2. Frau beschreiben müsste, wäre mein Urteil klar, wir sind beide dominante Persönlichkeiten, die sehr selbstsicher durch unser Leben schreiten. Wir sind beide dominant aber fair in unserem jeweiligen beruflichen Umfeld und zu Hause müssen die Dinge geklärt und diskutiert werden um sie in Einklang zu bringen.
Betrachte ich mich nun noch etwas tiefer, ich bin ein durch und durch liberaler Mensch mit sehr differenzierten Konzepten, im Tun und Handeln aber sehr ausgegleichend. Ich suche Lösungen und keine Probleme... auch wenn ich mir jetzt hier vielleicht eines einhandle. Nur mir ist das eben egal, weil mir meine liberale und differenzierte Haltung erlaubt andere so sein zu lassen wie sie eben sind. Für mich ist es egal ob jemand in seiner Meinung festgefahren ist oder nicht, es ist OK. Ich mag nichts verurteilen was andere für sich beanspruchen oder für sich als richtig betrachten. Es ist eben ganz einfach ihre Sichtweise und Sache.

Aber auf sexueller Ebene habe ich eben vor langer Zeit Fetisch und BDSM entdeckt und lasse mich hier auch gar nicht einordnen. Das kann man verurteilen oder auch eifach stehen lassen wenn es dem Gegenüber nicht gefällt. Also meine erste Frau und ich haben uns immer wieder gegenseitig gefesselt um den anderen in seiner jeweiligen Lust auch leiden zu sehen. Bleibe ich beim Cunnulingus, kickt es mich auf beiden Seiten... ob ich nun die Frau (ich bin rein Hetero) fessle und ihre Lust kontrolliere oder ob sie mich in der selben Stellung (vor ihr kniend) fesselt und mein Kopf in Ihre Vulva drückt und sie sich bedienen lässt. Ich hab bei der, ich sag mal ähnlichen Handlung jeweils Lust an der Sache. Umgekehrt verhält es sich genau gleich, wenn es um ein Blowjob geht. Die Frage ist es ein Blowjob oder ist es Teas an denial.

Ich lasse mich nicht in einer Rolle festlegen, ausser es geht bei Bondage nicht um reine Fixation der nachfolgenden Handlung willen. Geht es um Shibari/Kinbaku war ich bisher nur in der Riggerrolle anzutreffen. Dabei geht es mir nicht um ein allfälliges Machtgefälle, nein es geht mir um meinen höchst persönlichen Rigger-Space. Dies wiederum kann von reinen Fixationsbondagisten nicht nachvollzogen werden, genauso wenig wie der Rope-Space einer gefesselten Dame und ich habe es noch nie erlebt, dass es nach einer Shibari-Session nicht zum Auffangen der gefesselten Dame gekommen ist.
Geht es um meinen Lustschmerz, z.B. bei CBT bin ich ganz klar und gewollt in der Submissiven Rolle.

Ich bin für mich höchstpersönlich klar der Meinung, ich bin ein Switch mit ausgeprägtem Rollenverständnis und auf beiden Seiten spielend. Ausserhalb der Bizzar-erotischen Begegnung akzeptiere nichts anderes als klare Augenhöhe und den Ausgleich von Meinungen sowie auch das stehenlassen von differenten Ansichten und Meinungen.
Nochmals, eine reine D/s-Beziehung wird bei mir auf jeden Fall unmöglich sein und dessen bin ich mir absolut bewusst. Doch die Frage sei erlaubt... macht das mich zum schlechteren Bizarr-Erotiker oder nicht? Ich bin klar der Meinung nein, ich mags einfach beides auszuleben... auch der Dame meines Herzens Lustschmerzen zu bereiten und sie aus diesen wieder zu erlösen.

Ich bin Switch.
*******nce Frau
310 Beiträge
Themenersteller 
Vielleicht gibt es da auch einfach zwei Seiten.
Interessanter Weise wurde ich heute Morgen wach und hab genau über solche Punkte nachgedacht.
Für mich bedeutet ein dominanter Mann nicht dass er sich rücksichtslos alles nimmt m vielmehr ist es eine Einladung zum Spiel in einem großzügigen Rahmen der auch ausgetestet und z. T. überreizt werden kann. Dazu braucht es m. M. nach recht viel Vertrauen und Empathie.
Wenn man mir in die Haare greift muss man wissen in welchem Maße das erregend und erträglich ist.

Andererseits bin ich von mir aus nicht sonderlich dominant, außer mein Gegenüber fordert das, indem er mich zum Beispiel auf sich zieht.
Ich bin gern widerspenstig und fordere heraus, aber es läge mir nicht dem Gegenüber zu sagen was er zu machen hat und es brächte mir auch keine Freude.

Mich erregt es wenn der Mann im gesetzten Rahmen festlegt was er will und wenn ich weiß, dass meine Erregung ihn erregt schaukelt sich das gedanklich hoch.
Wenn man weiß was das Gegenüber erregt kann das einfach irre sein, egal wie man sich jetzt bezeichnet.
Wenn ich sie gern entführe, auf einem gemeinsamen Weg begleite , wir zusammen so glücklich sind ; einfach als Geliebte die sich hier getroffen haben… was brauch es dafür Definitionen… Dom sadistisch mag Sub ( die damit nix am Hut hat ) masoschistisch..
erlebnishungrig mit sehr starker Zuwendung gemeinsam..
*******gon Mann
20 Beiträge
@****_85 ich bin davon sogar überzeugt. Wir diskutieren hier aber auch nur einen Teil der Biostruktur des Menschen. Wie wir in unserem Sein interagieren hat mit wesentlich mehr Faktoren zu tun.

Ich weis heute über mich und mein Grundverhalten ziemlich gut Bescheid und betrachte ich wiederum nur mein Dominanzverhalten, bin ich mir absolut bewusst, dass wir da nicht aus unserer Haut heraus können.
Ein Grunddominanzverhalten hat jeder Mensch. Ohne dieses könnte er gar nicht überleben. Die Frage ist bloss wie ausgeprägt dieses ist und was steht dem Gegenüber.

Vielleicht sollte man sich mal über das ganzheitliche Verhalten und die Haltung (hat nichts mit aufrecht sitzen zu tun) auseinander setzen. Das aufschlussreichste was ich in einer Weiterbildung je gemacht habe
waren zwei Kurse für den Schlüssel zur Selbsterkenntnis und den zweiten Schlüssel zur Menschenkenntnis. Beide basieren auf dem STRUCTOGRAM Trainig-System. Es zeigte deutlich auf warum wir uns verhalten wie wir uns eben verhalten. Es gibt so viele Verhaltensmuster-Unterschiede und so wird kein Dom gleich wie der andere sein, höchstens ähnlich. Bei den Subs verhält es sich ganz gleich.

Begebe ich mich in eine Sub-Position, dann weil mir dies mein Dominanzverhalten dies zulässt. Ich bin der Meinung, das ist bei allen Doms und Subs identisch, nur unterschiedlich ausgeprägt.
@****_85 *ja* da bin ich ganz bei dir *zwinker*
********iebe Mann
10.088 Beiträge
Zitat von *****_85:
Dom/Sub/Switcher, ab wann zählt das für euch?
Da es ja da sehr unterschiedliche Ansichten darüber gibt würde ich gerne von euch wissen, ab wann zählt für euch jemand als Dom /Sub/oder Switcher.

Im Prinzip geht das ja noch genauer Brat /Serf usw.
Ich wollte jetzt nicht zu sehr ins Detail, aber auch da kann natürlich Frust entstehen wenn es nicht ganz definiert ist.
Oder findet ihr den Grad gar nicht so wichtig?

1. Wenn man Lust dabei empfindet
2. Wenn man sich so verhält
3. Kriterium: Wer die Kontrolle über das Spiel/die Session hat

Was auch immer das dann ist. Ich dachte auch immer, ich wäre zu 100% Dom, bis ich dann drauf kam, wie geil es sein kann die Kontrolle abzugeben und sich bespielen zu lassen. Ohne dass man Einfluss darauf hat. Aber zu oft brauche ich es auch nicht, alle paar Monate einmal reicht mir.

Er von Drachenliebe schrieb
****sso Mann
1.638 Beiträge
Zitat von ****_85:
Wieso entsteht da bei dir Frust? Ernstgemeinte Frage.


Bitte richtig lesen und nicht einfach interpretieren. Bei MIR entsteht da kein Frust. Wie hier schon mehrfach erwähnt gibt es offensichtlich auch hier Personen die das gern klar definiert haben wollen und solche mit verschwimmenden Grenzen

Macht doch kein Sinn, wo andere Grenzen abstecken, oder sehen? Es sei denn Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung driften x mal extrem auseinander. Von 100 Personen sagen Leute, ne das bist du nicht was du sagst.

Dann sollte man für sich überlegen ob da was dran ist
****ody Mann
11.608 Beiträge
Mir sind Switcher sehr sympathisch, oftmals sind sie sexuell sehr "bewandert". Ich hatte eine Freundschaft Plus mit einer switchenden Frau, die in ihrer Ehe und auch nach unserer Episode immer eine dominante Rolle hatte. Dieses Switchen sah aber auch so aus, dass sie ständig auf schwache Momente von mir hoffte, in denen ich gesagt hätte, "Komm mach!" Zwei Mal tat ich ihr den Gefallen und konnte dem so gar nichts abgewinnen. So richtig weiß ich nicht, was ihr Trieb war, für mich die passive Position einzunehmen. Devotion war es nicht.

Andere Erlebnisse, die ich mit switchenden Frauen hatte, drehten sich vorrangig um ihren Masochismus, der sie fügsam und dankbar für harte Zuwendung machte. Sie sind sehr einfühlsam gewesen. Für mich sah es so aus, einmal war ich dann auch dabei, als wenn sie einen Mann so behandelten, wie sie selbst in der passiven Rolle behandelt werden wollten. Selbst in einem dominant-sadistischen Flow kam noch sehr viel Zärtlichkeit und Fürsorge herüber.

Ich mag ja Devotion sehr, die fand ich bisher nur bei reinen Bottoms. Eine Liebesbeziehung mit einer Switcherin würde uns beide nicht glücklich machen.
****sso Mann
1.638 Beiträge
Zitat von *********hein:
Wird deine Frage auch nicht zu *100* Prozent beantworten...

Ich habe mir mal die gesamte Spektrum Ansicht angeschaut... Da wäre ich z.B. > Kinkster Explorer <
Beim Bund würden sie fragen: "Ja... Und welcher Dienstgrad ist das bei der Marine...?" 🤣

Du weißt in jedem Fall, wenn ein angeblicher Dom sagt: "Mach das jetzt.." und Du sagst: "Nein, mach doch selbst!" Und er: "Jaaa... Ist ja okay", dann ist er wohl eher Switcher als Dom" 😉

Der ist echt gut! *haumichwech*

...und Du sagst: "Nein, mach doch selbst!"<--- Wird dann Sub auch zum Switcher, oder Dom? *nachdenk* *witz*

Für mich sind Dom und Sub, die ihre Rollen mehr oder weniger in dieser Richtung fest einnehmen, sich darin wohl fühlen.
Ich sehe mich als Switcher, da es aus beiden Bereichen Sachen gibt, die mich kicken.

Aus meiner Sicht: Ich als Switcher könnte wohl keine 24/7 auf ,,Dauer" eines von beiden Dom/Sub in einer Beziehung erfüllen.
********iebe Mann
10.088 Beiträge
Zitat von *****ody:
Mir sind Switcher sehr sympathisch, oftmals sind sie sexuell sehr "bewandert". Ich hatte eine Freundschaft Plus mit einer switchenden Frau, die in ihrer Ehe und auch nach unserer Episode immer eine dominante Rolle hatte. Dieses Switchen sah aber auch so aus, dass sie ständig auf schwache Momente von mir hoffte, in denen ich gesagt hätte, "Komm mach!" Zwei Mal tat ich ihr den Gefallen und konnte dem so gar nichts abgewinnen. So richtig weiß ich nicht, was ihr Trieb war, für mich die passive Position einzunehmen. Devotion war es nicht.

Also, so rein aus deiner Erzählung heraus wurde ich sagen, entweder war sie rein dominant und wollte nur gelegentlich mal sich in der passiven Rolle fallen lassen. Sie spielte die Devote, weil sie es so wollte, aber war es nicht.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass sie einfach auf Brat machte. Nach dem bekannten Motto "Bin ich zu stark, bist du zu schwach."
Ich schließe mich aber deiner Einschätzung an, dass es nicht sehr nach Devotion klingt. Maximal nach - sehr eingeschränkter - Submission. Letztlich spielte sie ihr Spiel, nicht deines.

Er schrieb
*********acht Frau
7.337 Beiträge
Ich betrachte Switchen als die Fähigkeit, die verschiedenen Seiten der erotischen Persönlichkeit nach außen kehren zu können. Und da mich persönlich feste Rollen- oder Eigenschaftszuschreibungen nicht überzeugen, halte ich das nach Lust und Laune und kombiniere 'frei', ohne dass in mir das Gefühl aufkommt, das dürfe so nicht sein.
Vielleicht bin ich zu dominant, um mir von anderen definieren zu lassen, was ich zu tun und zu lassen habe *lach*

Ich bin sadistisch und leicht masochistisch, was bekanntlich bedeutet, dass mich Lustschmerz beim Partner erregt und meine Erregung durch selbst gefühlten Schmerz intensiviert werden kann. Allerdings mag ich auch mal Schmusesex. Ganz generell triggern mich auch Reaktionen auf mein Agieren - was wiederum nicht unbedingt mit Schmerz zu tun haben muss, also wohl dem Reaktionsfetischismus zuzurechnen ist. Dominanz erfüllt und befriedigt mich auch sehr, wenn ich sie ausübe. Wenn dagegen mein Partner mich mal dominiert (ausschließlich sexuell), mutiere ich zur Brat.

Ich bin also eine dominant-vanillige s/m-Switcher-Brat mit Reaktionsfetisch. Und welche Seite auch immer gerade getriggert ist, die ist in diesem Moment die einzig 'wahre'. Aber nicht für alle Zeiten und schon gar nicht in Stein gemeißelt. Ich würde mein Leben hassen, wenn da anderer Leute BDSM-Regeln gälten, denn ich genieße jede dieser Seiten und möchte keine missen. Und jeder, der das auch tut, ist ein Switcher.
Wer das nicht tut, dom oder dev oder sad oder maso oder vanilla oder neugierig und spielfreudig.
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