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Liebe in Zeiten von Corona

****ody Mann
11.644 Beiträge
Themenersteller 
Liebe in Zeiten von Corona
Während ich in der Küche harte Hausarbeit verrichtete, lief wie immer Inforadio und diesmal mit einem topaktuellen Thema, „Die Liebe in Zeiten von Corona“. Eine Radiodiskussion im Inforadio des RBB. Dauer ca. 50 Minuten.

TeilnehmerInnen:
Salomé Balthus, Leiterin des Escort-Service "Hetaera", Autorin und Bloggerin
Barbara Rothmüller, Soziologin, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
Holger Kuntze, Paartherapeut und Autor
Moderation: Harald Asel

https://www.inforadio.de/pro … -sexualitaet-diskussion.html

Wie verändert sich Sexualität und Beziehungsleben in Zeiten von Pandemie und Lockdown, was ist mit Polyamorie? Es wird u.a. über die Monogamisierung der Beziehungen gesprochen, psychologische und soziologische Fragen erörtert, gesellschaftliche Beobachtungen geteilt. Aus meiner Sicht sehr interessant, vielleicht ließe sich das Thema hier ohne Ausflüge in medizinische und politische Gefilde diskutieren.

Welchen Einfluss hat die Pandemie auf eure Sexualität?
*********uest Mann
2.131 Beiträge
JOY-Angels 
Generell geht es in der Pandemie ja um die Beschränkung der körperlichen Kontakte. Hauptgrund ist neben der Verhinderung von Infektionen vor allem die Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten. Und wenn wir ehrlich sind und alles offen zugeht, muss man auch als polyamor lebender Mensch nicht auf alle sexuellen Kontakte verzichten. Denn ich weiß immer, mit wem ich wann in Kontakt war.

Anonyme Sexparties wären in dieser Zeit natürlich unverantwortlich.
Hmm.
Indirekt hat die Pandemie Einfluss auf meine Sexualität.

Durch die Kontaktlosigkeit vermiss(t)e ich immer mehr Beziehungsnähe. Wird wahrscheinlich einigen Singles so gehen.
Im Speziellen mir eventuell noch mehr, da ich tiefe Verbundenheit favorisiere.

Ich mag Sex sehr und wenn ich die Möglichkeit habe auch gerne viel Sex.

Doch die Diskrepanz für mich ist momentan zu hoch zwischen „nur oberflächlichen“ Sex und Beziehungstiefe.

Deswegen habe ich mich erstmal ganz bewusst gegen Sex-Dates entschieden. Irgendwie habe ich dadurch auch nicht mehr bewusst so viel Sexdrang wie vorher.

Meine Gefühlswelt ist mir grad wichtiger.

Ergo: ich hätte gerne Sex, aber nicht oberflächlich. Aber da ich mich auch gerade mehr aufs Berufliche fokussiere, ist der bewusste Trieb weniger.

Aber ich weiß: wenn der Richtige in mein Leben tritt, ist das wieder ganz anders. *lol*

LG *katze*
*******na19 Frau
1.143 Beiträge
Zitat von ****ody:
.

Welchen Einfluss hat die Pandemie auf eure Sexualität?

Äußerst negativen Einfluss.
Meine Sexualität findet nicht nur im Schlaffzimmer statt. Es reicht mir nicht jemanden zu haben mit dem ich meine Sexualität auslebe zuzüglich räumliche Möglichkeiten. Beides ist gegeben.
Darum geht es mir nicht.
Es geht um psychische Belastungen von mir und z.b. meinem Kind, Auswirkungen auf mein geschlossenen Geschäft, keine bzw äußerst wenige soziale Kontakte, Isolation, keine Möglichkeit an gesellschaftlichen, kurtullerem Leben teilzunehmen.
Also an sich kein Leben in all den schönen Facetten, nur ein Kampf ums Überleben.
Wenn das Leben um mich herum nicht stimmt, ist es schwer sich vollkommen fallen zu lassen und die eigene Sexualität zu genießen.
Die üblichen Probleme vor Corona waren immer zu meistern weil ICH selbst alles bis vieles steuern/entscheiden konnte.
Wenn einem jegliche Entscheidungskraft genommen wird, wirkt es sich bei MIR negativ auf mein Libido, Lust und Spaß am Sex und Leben...
wir haben unsere Kontakte komplett
auf das nötigste reduziert.
Was uns als Paar betrifft hat diese schwierige Zeit uns eher noch tiefer verbunden als ich es für möglich gehalten habe.
Jeder von uns hat seine Frust Phasen aber wir haben das bisher echt gut hinbekommen.
Mir persönlich (m) fehlt dass ich meine entdeckten Neigungen noch nicht so ausleben konnte weil die Pandemie dazwischen gekommen ist.
Aber das ist jammern auf hohem Niveau.
Zitat von ****ody:
Es wird u.a. über die Monogamisierung der Beziehungen gesprochen...

Kann ich bestätigen! Ein Teufelskreis!
Ich komme mir richtig pervers-konservativ vor und weiß auch noch nicht, wie ich da wieder raus komme! *panik*
*******iron Mann
8.925 Beiträge
JOY-Angels 
Ich bin Singel Und Hatte vor den Lockdowns ab und zu mal Sex
und seit dem Lockdowns keinen. Meine Lösung: SB juche *g*
*******na19 Frau
1.143 Beiträge
Zitat von *********Seil:
Zitat von ****ody:
Es wird u.a. über die Monogamisierung der Beziehungen gesprochen...

Kann ich bestätigen! Ein Teufelskreis!
Ich komme mir richtig pervers-konservativ vor und weiß auch noch nicht, wie ich da wieder raus komme! *panik*

Unterschreibe!😂
Aber diesen Verzicht nehme ich noch gelassen.
So ganz muss man davon nicht verzichten.
Es wäre zu unterscheiden zw einem Gangbang und einem Treffen mit einer weiteren Person die man gern hat. Dies sei nicht verboten auch wenn man sich zu dritt trifft.
Zitat von *******na19:
...
So ganz muss man davon nicht verzichten.
Es wäre zu unterscheiden zw einem Gangbang und einem Treffen mit einer weiteren Person die man gern hat. Dies sei nicht verboten auch wenn man sich zu dritt trifft.

Ich sehe und praktiziere das etwas konsequenter!
... bin allerdings auch ein bisschen näher an der Risikogruppe und mit meiner Partnerin so gut versorgt, dass mir die Abwägung zwischen Monogamie oder (gefühlt) mehr Risiko für ein kleines Bisschen mehr Vergnügen relativ leicht fällt.

Hinzu kommt bei mir, dass ich mich bewusst dazu entschieden habe, das Thema Corona als geänderte Lebenssituation zu akzeptieren und mich darauf einzustellen, statt es als möglichst schnell vorübergehendes Ereignis auszusitzen.
D.h. ich habe mein Leben und meine Geisteshaltung umgestellt ... und was ich davon wann wieder "zurück stellen" werde, das entscheide ich dann wenn es so weit ist.
****ody Mann
11.644 Beiträge
Themenersteller 
Ist das ein Phänomen, das andere auch wie @*********Honey feststellen, dass die Pandemie Paare noch tiefer verbindet? In dieser Diskussionsrunde wurden unterschiedliche Beobachtungen dazu diskutiert.
*****_54 Frau
10.916 Beiträge
Mein Liebesleben hat sich seit Corona nicht wesentlich verändert.
Ich bin ziemlich introvertiert, hatte ohnehin immer monoamore Beziehungen, einen kleinen, sehr stabilen Freundeskreis und meine Arbeit wird durch die Pandemie nicht wesentlich eingeschränkt.

Meine Hauptbeziehung ist seit etwas über einem Jahr (also noch vor Corona) platonisch geworden und für die Erotik genügt mir nach wie vor ein einziger Mensch, der nach Möglichkeit immer auch etwas länger in meinem Leben bleibt.
*********Pain Paar
2.817 Beiträge
Im 1. Lockdown war ich sehr eingeschränkt, meine Affäre habe ich aus persönlichen Gründen auf Eis gelegt und hatte somit niemanden, der mir Nähe gegeben hat.
Als man sich wieder mit Menschen treffen durfte, habe ich meinen jetzigen Partner getroffen und lieben gelernt.
Wir haben auf partnerschaftlicher Ebene profitiert. Dadurch, dass wir eben nahezu keine anderen Menschen treffen, haben wir uns extrem aufeinander konzentrieren können und die Zeit sinnvoll genutzt um unsere Bindung in einer Art und Weise zu intensivieren, wie ich es bisher noch in keiner Beziehung hatte.
Wir haben auch kurzfristig Polyamor gelebt, aber das hat sich auf Grund verschiedener, nicht Coronaabhängiger Gründe wieder gelöst.
Klar würde ich auch gerne mal mit ihm in einen Club gehen (mehr Platz und andere Möglichkeiten zum spielen) aber damit können wir gut umgehen.
Da wir beide keine Swinger sind kommen wir aber echt gut durch die Situation und sehen auch das (für uns) positive.
********aten Paar
1.955 Beiträge
Wir haben einen Joker gezogen, denn wir treffen uns regelmäßig mit einem Paar, dass schon Corona gehabt hat, ansonsten mit niemandem. Der Sex mit Anderen passiert seltener, ist dafür aber schmutziger und deshalb besser.

Beim letzten Treffen haben sich ER und ich über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens unterhalten (z.B. ob Rot-China in die NATO aufgenommen werden sollte), während sich unsere Frauen vor unseren Augen und Ohren über die mehr praktischen Dinge des Lebens austauschten. Hier ging es konkret darum, dass eine analverkehr- und buttplug-unerfahrene Frau in die Geheimnisse und Anwendung von einer erfahrenen Frau eingewiesen werden wollte (und wurde), da deren Mann nichts mit "solchem Schweinkram" anfangen konnte. Solch ein Freundesdienst wäre früher so mit durchgelaufen, Dank Coronas Erlebnisarmut vortrefflich zelebriert.
*********nRuhe Frau
116 Beiträge
Ich habe im letzten Jahr einen wunderbaren Menschen kennen gelernt mit dem ich fantasievollen und ganz wunderschönen Sex habe. Ohne Corona hätte sich das eher nicht so entwickelt weil wir beide auch nach weiteren potentiellen Partnern Ausschau gehalten hätten. Ich bin gerade ganz Monogamie- begeistert 🤩
****ody Mann
11.644 Beiträge
Themenersteller 
@********aten Was bedeutet schmutziger? Ach nee, lassen wir das. *gg*
**********true2 Paar
7.733 Beiträge
Sie schreibt: Auf unser Sexleben hat Corona keinen Einfluss. Es hat sich nichts verändert.
Haben keine Kinder zu Hause im Homescooling und fahren täglich ganz normal jeder zur Arbeit.
An den Wochenenden stehen Treffen mit Familie und Freunden - Nichtswingerfreunde und Swingerfreunde an. Eigentlich merken wir gar nichts vom Lockdown, bis auf die Clubbesuche die wir vermissen.
Neue Sexkontakte haben wir seit Corona nur einmal gehabt, als der Hausfreund von einem befreundeten Swingerpaar auch eingeladen war.

Im März/April beginnt auch wieder unsere Outdoorsaison, wo man an den bekannten Stellen auch auf Swinger und offene Leute trifft.
********aten Paar
1.955 Beiträge
Zitat von ****ody:
@********aten Was bedeutet schmutziger? Ach nee, lassen wir das. *gg*
So dass wir uns am nächsten Tag dafür schämen, was wir zusammen getan haben. *schock*

Wir sitzen zusammen am Frühstückstisch. Die Frauen können uns dann nicht anschauen und haben so einen Blick drauf wie kackende Hunde. *oh*
****ody Mann
11.644 Beiträge
Themenersteller 
Ich habe eine Vorstellung. Danke! *grins*
****dat Frau
3.549 Beiträge
Zitat von ****ody:
Welchen Einfluss hat die Pandemie auf eure Sexualität?

Einen großen und für mich unangenehmen.
Ich lebe poly mit meinem Mann. Wir lieben uns allerdings platonisch und ich bin dazu auch noch sad/dom.

Ich hatte seit ungefähr einem Jahr sehr, sehr wenig Sex, gar keinen penetrativen. Davon lässt sich meine Libido leider nicht beeindrucken und fordert trotzdem permanent nach Erlösung. Selbstbefriedigung hilft mir leider nur temporär.

Ausgerechnet seit Corona hat sich meine Beute zurückgezogen, wahrscheinlich weil ich allzu schnellen Treffen ggü noch nie zugänglich war, aber auch keine Online-Dommse bin (so überhaupt gar nicht). Sie müssten also erstmal über die Hürde "Schreiben - Audionachrichten" krabbeln und was vorher schon nicht leicht war, scheint jetzt quasi unmöglich geworden zu sein.
Leider mehren sich gleichzeitig höchst unangenehme und unangemessene Anfragen von verzweifelten Studiobesuchern, die jetzt aufm Zahnfleisch gehen. Kann ich zwar nachvollziehen, ich bin aber immer noch der falsche Ansprechpartner.

Mein Wunsch nach einem süßen sub ist nach wie vor ungebremst, allerdings habe ich die Suche fast komplett eingestellt, weil siehe oben.

Unsere Polyamorie ist davon kaum betroffen. Wir haben die Zeiten etwas umgestellt, an denen mein Mann seine Freundin besucht, sind ihr zuliebe (Hochrisikopatientin) sehr vorsichtig. Unsere Ehe ist noch inniger geworden, wir sind allerdings auch echt gerne zusammen und gehen uns nicht auf die Nerven. Im Gegenteil. Wenigstens etwas *zwinker*
*****_54 Frau
10.916 Beiträge
Zitat von ****ody:
TeilnehmerInnen:
Salomé Balthus, Leiterin des Escort-Service "Hetaera", Autorin und Bloggerin
Barbara Rothmüller, Soziologin, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
Holger Kuntze, Paartherapeut und Autor
Moderation: Harald Asel

https://www.inforadio.de/pro … -sexualitaet-diskussion.html

Übrigens danke für den Tipp!
Besonders Salome Balthus fand ich spannend!
Welchen Einfluss hat die Pandemie auf eure Sexualität?

... dass ich noch weniger Lust drauf habe wie vorher, weil einfach ausgelaugt und erschöpft (Schule daheim betreuen - so richtig, nicht nur friss oder stirb), sowie den eigentlichen Sexualpartner im Aussendienst mit täglich zehn bis zwanzig wechselnden Kontaktpersonen wissend. Keine Diskussion, das kann man nicht abstellen.

Also Hochrisikopatientin brauch ich niemanden, der mich real begehrt. Und für schon mal anbandeln .... na ja, man sollte halt nicht zu viel verlangen!
****ody Mann
11.644 Beiträge
Themenersteller 
@*********a_76 So richtig entlastend war der zweite Lockdown nicht, ich weiß. Anders als im ersten hatte ich kein Homeoffice. Somit war auch kein Entschleunigungseffekt da. Und das Thema Homeschooling trug sehr zur schlechten Stimmung bei mir bei. Die Libido litt schon darunter, bin selbst Risikogruppe.
********chen Frau
3.297 Beiträge
Ich denke nicht, dass sich Gefühle von einem Virus beeinflussen lassen. Infolge dessen hat auch die Pandemie keinen Einflluß auf meine Sexualität. Sie hat lediglich Einfluß auf die Kontaktmöglichkeiten, die sehr beschränkt sind und an die ich mich auch halte.
@********chen da sieht man mal, wie unterschiedlich die Menschen ticken. Mich belastet es schon sehr, dass den mir anvertrauten Menschen oder mir der Virus etwas anhaben könnte (sind viele Hochrisikopatienten dabei) und das wirkt sich schon deutlich auf meine Libido aus.

@****ody stimmt - die Entschleunigung im 1. Lockdown war eine andere; sie war auch über Weihnachten okay, als hier wirklich alles mal zum Stillstand kam. Aber das jetzt, das ist K(r)ampf *snief* . Auch wenn die Zahlen eine deutliche Sprache sprechen.
********chen Frau
3.297 Beiträge
Zitat von *********a_76:
@********chen da sieht man mal, wie unterschiedlich die Menschen ticken. Mich belastet es schon sehr, dass den mir anvertrauten Menschen oder mir der Virus etwas anhaben könnte (sind viele Hochrisikopatienten dabei) und das wirkt sich schon deutlich auf meine Libido aus.
....

Ich lebe alleine, ich bleibe mit dem Arsch Zuhause, wenn ich nicht grad zum Arzt oder Einkaufen muss. Ich achte sehr darauf, dass es meiner Mutter, die bereits den Virus hatte, besser geht.

Aber ich lasse mich nicht von Angst auffresseen, vll denkst du jetzt, dass ich abgebrüht bin, aber zieh meine Schuhe an, geh meinen Weg, und dann unterhalten wir uns nochmal.

btw. Ich bin selber Hochrisiko, aber auch davon lasse ich mich nicht runterziehen.
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