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Grenzen des Verzichts - Träume in der Beziehung

Grenzen des Verzichts - Träume in der Beziehung
Ich würde gern mal ne provokante Frage in den Raum werfen.

Die allgemeine Sichtweise ist, dass sobald man in einer Beziehung fundamentale Dinge vermisst, man dies versucht gemeinsam zu beheben und gegebenenfalls die Konsequenzen zieht.

ABER:
Was ist fundamental? Was sind die Grenzen dessen auf was man vielleicht für eine ansonsten tolle Beziehung verzichtet, was man ihr opfert? Was wenn es eigentlich zwar kleine aber dem einen doch liebe/wichtige Dinge sind?

Konkret:
Ich mag Sex mit weiteren Personen (neben allerlei anderem) meine Partnerin nicht, weder mit Frau noch Mann, ihr reiche ich. Soweit so gut, ansonsten ist die Beziehung toll und auch der Sex funktioniert super, andere 'Neigungen' teilen wir durchaus.

Würde man ein Leben lang auf Rosenkohl verzichten weil der Partner ihn nicht mag? Ne man isst ihn allein und putzt sich die Zähne.
Lässt man sich diese absolut außergewöhnliche Tätowierung stechen die der Partner abscheulich findet? Schon schwierig...

Ich will hier keine Absolution und es geht mir nicht um Fremdgehen/Betrügen (Dass es das wäre, würde ich handeln, ist mir schon klar!)

Es geht mir um die Frage ob man bei dieser Frage überhaupt eine Grenze ziehen kann und was dann jeweils die Folgen wären... muss gar nicht mal sexuell betrachtet werden. Gibt es vielleicht dabei sogar einen Unterschied sexuell/nicht sexuell und wenn JA, warum?

Kann ein Partner dem anderen lebenslangen Verzicht auf etwas abverlangen?
Ist die persönliche Freiheit immun gegen Fremdansprüche solange sie keine anderen verletzt?
Das Gefühl verzichten zu müssen holt dich ein...
Ich denke das ist keine provokante Frage, sondern eine sehr gute Frage... denn genau diese Frage stellt man sich nun mal, wenn man etwas tun möchte, von dem man weiß dass der Partner das mißbilligen würde...

Da ist für mich eigentlich alles gleich zu behandeln...
Ich denke eine Zeit lang macht man es gerne, weil man ja den anderen nicht verletzen will und sich von seiner "besten Seite" zeigt... Wenn du aber auf etwas verzichtest, das dir sehr am Herzen liegt, dann wird dich dieses Gefühl irgendwann einholen...

Mir geht es nämlich so und ich finde es ziemlich schwierig meine Gefühle so weit "unter Kontrolle" zu halten, dass das ganze nicht in Hass umschlägt... dafür, dass ich so lange verzichtet habe - und was hat es mir gebracht...?

Nicht, dass ich jemanden einen Freibrief geben würde (schon gar nicht mir selbst...), aber ich habe inzwischen gelernt, dass man sich selbst einfach nicht vergessen darf...!

Also alles Gute - egal wie du dich (jetzt oder später mal) entscheidest!
Interessante Frage...
...die Du da in den Raum stellst.
Ich (m) denke, dass hier mehrere Überlegungen und Faktoren eine Rolle spielen.
Zunächst würde ich eine Beziehung vor siesem Hintergrund nicht in "sexuell" und "nicht sexuell" unterteilen.
Die Sexualität ist immer ein Teil einer Beziehung/Partnerschaft, aber sie ist nie (oder fast nie) separat zu betrachten.

Die erste Frage, die ich mir stellen würde, wäre nicht die, was ich meiner Partnerin abverlangen kann oder darf, sondern inwieweit ich bereit bin, auf etwas zu verzichten, was meine Partnerin ablehnt.

Natürlich können das bestimmte Sexualpraktiken sein, aber eben genauso gut auch etwas, was für sie z. B. mit Verlustängsten verbunden ist.
Das könnte ein Ort- oder Wohnungswechsel sein, der sie aus ihrer vertrauten Umgebung reißt, oder aber viele andere Dinge...

Das Leben besteht für mich aus Kompromissen und - wenn erforderlich - dem Bemühen, nach gemeinsamen Wegen zu suchen, wenn auch nicht um jeden Preis.

Du sprichst "kleine Dinge" an, die einem (oder Dir) aber lieb/wichtig sind.
Wenn das der Fall ist, Dir diese Dinge lieb und wichtig sind, dann sind sie in meinen Augen nicht mehr "klein", sondern es geht für Dich um elementare Dinge Deines persönlichen Daseins.
In einem solchen Fall, wäre ein Kompromiss wünschenswert.
Aber Wünsche gehen eben nicht immer in Erfüllung.

Manchmal - die Erfahrung habe ich persönlich gemacht - gehört aber auch eine gehörige Portion Geduld dazu, um vielleicht doch noch an das gewünschte Ziel zu gelangen.

In jedem Fall sollte man sorgfältig abwägen, für welchen Weg man sich entscheidet.

Was mich persönlich betrifft, bin ich seit fast 14 Jahren mit einer Frau verheiratet, für die ich nahezu jeden Verzicht auf mich nehmen würde, wahrscheinlich vor allem deswegen, weil sie es nicht von mir verlangt (und umgekehrt übrigens auch nicht).

In diesem Sinne: Alles Gute und lG

Frank
[quoteDa ist für mich eigentlich alles gleich zu behandeln...
Ich denke eine Zeit lang macht man es gerne, weil man ja den anderen nicht verletzen will und sich von seiner "besten Seite" zeigt... Wenn du aber auf etwas verzichtest, das dir sehr am Herzen liegt, dann wird dich dieses Gefühl irgendwann einholen...

Das sehe ich ganz genauso.

Ich denke, solange es Ziele, Wünsche, Phantasien oder Träume sind, die einen zwar interessieren würden, aber nicht so stark berühren, dass sie einem beim blosen Gedanke unruhig machen bzw. beim Gedanken daran sie (noch) nicht erfüllt zu haben zornig, wütend, unausgeglichen machen ist es keineswegs so schwer (eine gewisse Weile) darauf zu verzichten, ja vielleicht sogar für immer darauf zu verzichten.

Schwierig wird es dann eben nur, wenn es sich um Ziele, Wünsche, Phantasien oder Träume handelt, die so stark sind oder werden, dass genau das eintrifft, nämlich dass sie einen beim blosen dran denken nervös und hibbelig machen bzw. beim Gedanken daran sie (noch) nicht erfüllen zu können zornig oder unausgeglichen machen.

Denn diese Z,W,P und T´s berühren einen tiefer, sind für einen wichtig, ja vielleicht wirklich fundamental. Sie machen für einen vielleicht sogar einen Teil des Sinn des Lebens aus, bei deren Verzicht man persönlich ins Nachdenken kommt ob´s das schon gewesen sein soll, oder ähnliches.

Und ich denke solche Wünsch werden irgendwann zu ziemlichen Problemen in der Partnerschaft führen, wenn man sie nicht auslebt.

Vielleicht sollte man sich selbst bei solchen Z,W,P und T´s dann wirklich mal bewußt und ohne schlechtes Gewissen vorne anstellen und bedenken

dass man sich selbst einfach nicht vergessen darf...!

Denn man lebt nur einmal und das Leben vergeht ohnehin verdammt schnell, ebenso wie es unausweichlich mit dem Tod endet.

Daher sage ich mir immer, auch wenn einige jetzt sicher gleich wieder aufschreien mögen:

Ich lebe für MICH und NUR für mich. Ich muss mit mir im reinen sein und wirklich NUR ich. Ich muss am Sterbebett liegen und MIR sagen können "Ja, Du hast ein erfülltes Leben geführt." nicht andere. Ich muss für MEIN Leben Verantwortung übernehmen, NICHT andere und ebenso müssen andere für deren Leben Verantwortung übernehmen und NICHT ich.

Wenn ich das schaffe zu berücksichtigen, dann kann eigentlich schon nichts mehr schief gehen.
**********r1958 Paar
11.391 Beiträge
So muss es doch nicht bleiben !
Kann ein Partner dem anderen lebenslangen Verzicht auf etwas abverlangen?

Vor noch gar nicht all zu langer Zeit wusste ich noch nicht mal was Swinger sind, geschweige denn was es alles für verschiedenste Sexpraktiken gibt, von den alt hergebrachten mal ganz abgesehen.

Hätte ich vor ein paar Jahren jemals gedacht meinen Partner mit fremden Frauen zu teilen, nein, vielleicht sogar die Partner zu wechseln, sicher nicht.

Als ich ihn kennen lernte war Er schon viele Jahre Swinger und hat mir das auch ziemlich schnell, ich glaube schon in der ersten Woche, erzählt.

Für mich kam das allerdings erst mal gar nicht in Frage und so wurde das Thema erst mal Ad akta gelegt.

Durch eine geschickte Strategie seinerseits gelang es ihm aber mich zumindest im laufe der Zeit neugierig darauf zu machen, hat mich aber in der ganzen Zeit nie in irgendeiner Form bedrängt, obwohl ich wusste das es ihm irgendwie auch fehlt, Er mich dies aber auch nie spüren ließ.

Im Endeffekt waren es die sich immer häufenden Medienberichte die zumindest ein vorläufiges Bild von Swingerclubs vermittelten

Irgendwann einmal kam der Tag an dem ich ihm vorschlug einen Club besuchen zu wollen.

Auch diesmal ließ Er sich eine Menge Zeit , es waren sicher ein paar Monate, ich fragte zwischendurch mal wieder nach, da machte Er endlich Anstalten wirklich mal mit mir loszufahren.

Diese kleinen unaufdringlichen Schritte waren es letztlich die mich dazu bewogen mit ihm diese neue Erfahrung einzugehen.


Kurzum, heute bin ich es die ihn gelegentlich sogar dazu auffordert wieder mal in einen Club zu fahren.

Fazit . der Mensch entwickelt sich, zumindest sollte es so sein.

Was heute noch undenkbar ist kann morgen schon zur Gewissheit werden.



*zwinker*
*******los Frau
11 Beiträge
Du sprichst ein Thema an,
dass sicher viele Menschen betrifft.
Auch mein Partner erfüllt nicht alle meine Wünsche und ich bin mir sicher, dass auch ich es nicht schaffe alle Wünsche meines Partners zu erfüllen.
Und ich bin mir nicht sicher ob ich es wissen möchte wenn er mit einer anderen Frau schläft, aber andererseits möchte ich auch nicht, dass er auf etwas verzichtet was ihm sehr wichtig ist.

Ich liebe meinen Partner viel zu sehr um ihn irgendwie verletzen zu wollen.Aber ich bin eine Frau und ich denke, dass Männer einen anderen Zugang zu diesem Thema haben.
*******day Frau
14.247 Beiträge
Spannende Frage...
... nur eine allgemeingültige Antwort wird sich nicht finden lassen. Ich schätze: nicht mal eine individuelle, es sei denn man wäre eine dermaßen gefestigte Persönlichkeit, dass man sich nie und niemals ändern würde ... *ggg*

Würde man ein Leben lang auf Rosenkohl verzichten weil der Partner ihn nicht mag? Ne man isst ihn allein und putzt sich die Zähne.

Und was tust Du, wenn der Partner allein beim dem Gedanken, dass Du Rosenkohl gegessen hast, austickt?

Gibt es vielleicht dabei sogar einen Unterschied sexuell/nicht sexuell und wenn JA, warum?

Offensichtlich gibt es diesen Unterschied, sonst bräuchtest Du Deine Frage nicht stellen. Im übrigen kenne ich genügend Paarungen, wo einer auf des anderen Hobby eifersüchtig ist *nene* oder auf die beste Freundin/ den besten Kumpel etc.

Die Frage ist doch: betrachtet man den Partner als den alleinigen Wunscherfüller und Glücklichmacher? Welche Freiräume räumt man sich gegenseitig ein, ohne gleich von Verzicht zu sprechen?

In meiner Vergangenheit gab es z.B. mal jemanden, der wahnsinnig gern auf Rockonzerte ging, eine Sache, der ich nichts abgewinnen konnte. Anstrengend waren weniger seine Abwesenheitszeiten als die begeisterten detaillierten Beschreibungen am Frühstückstisch. *gaehn* (Letztendlich ist es nicht daran gescheitert.)

Der selbe Mann kannte meine (unter Zittern gestandene *rotwerd*) mmf-Fantasie, stand dafür aber nicht zur Verfügung. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, das ohne ihn zu tun. Und ich habe es auch nie als Verzicht empfunden. (Letztendlich ist es nicht daran gescheitert.)

Aber den meisten Menschen fällt es einfach leichter, jemanden für's Konzert diesen Freilauf zu gewähren als für erotischen Spaß. die Gründe dafür sind mannigfaltig, Dutzende von Threads in diesem Forum zeugen davon.

Wichtiger als die Erfindung einer beziehungstechnischen e-mcQuadrat-Formel zur allgemeinen Grenzziehung scheint mir etwas anderes zu sein, nämlich die Erkenntis: wenn einer anfängt über Verzicht zu lamentieren oder eines gegen das andere aufgerechnet wird, dann läuft etwas grundlegend schief.

Oder anders ausgedrückt: wer sexuell außerordentlich experimentierfreudig ist, sollte sich rechtzeitig Gedanken machen, wenn das Subjekt der Begierde offensichtlich mit dem Missionar im Dunkeln glücklich ist. Manchmal hilft es, die rosa Brille abzusetzen ...

Sylvie
Und was tust Du, wenn der Partner allein beim dem Gedanken, dass Du Rosenkohl gegessen hast, austickt?

Dann schicke ich ihn zum Psychologen, denn das fällt in meinen Augen unter psychisches Problem. Von alleine führt Rosenkohl schließlich nicht zu solch starken emotionalen Regungen ...

... sorry, da konnt ich jetzt fast ned anders, als zu antworten, obwohl die Frage ned mir galt.
*******day Frau
14.247 Beiträge
@Cerbi
Dir sollte es eigentlich klar sein, aber für den Rest der Menschheit konkretisiere ich gern:

Würde man ein Leben lang auf Rosenkohl verzichten weil der Partner ihn nicht mag? Ne man isst ihn allein und putzt sich die Zähne.

Und was tust Du, wenn der Partner allein beim dem Gedanken, dass Du Rosenkohl gegessen hast, austickt?

Heißt nichts anders als: Es soll Menschen geben, die einfach auf alles eifersüchtig sind.

Dann schicke ich ihn zum Psychologen, denn das fällt in meinen Augen unter psychisches Problem. Von alleine führt Rosenkohl schließlich nicht zu solch starken emotionalen Regungen ...


Deinem Ratschlag ist nichts hinzuzufügen, außer: wieso in Dreiteufelsnamen konntest Du jemals auf jemanden mit so einer starken Rosenkohlallergie reinfallen? *floet*
Nicht nur spannend sondern hoch komplex...
...sind die Frage, die Ama_Gi in den Raum stellt.

Meine Partnerin z.B. kam mit meinen sexuellen Vorlieben nicht zurecht. Sie wollte mir diese Wünsche nicht erfüllen und sie hätte mir vielleicht ein Leben lang den Verzicht darauf abverlangt. Der Konflikt durch ihre verneinende Haltung und meine wachsende Frustration ging dann soweit, dass sie sich mittlerweile von mir getrennt hat. Das war also ihre Konsequenz. Sie war nicht gewillt einen Schritt auf mich zuzugehen (hätte ich auch gemacht) sondern hat die Reissleine gezogen.

Es geht mir um die Frage ob man bei dieser Frage überhaupt eine Grenze ziehen kann

Kann man wahrscheinlich nicht, da jeder Mensch eine ganz eigene Wertung hat was für einen persönlich sinnig oder unsinnig ist und auf was der Partner doch verzichten könnte.

Kann ein Partner dem anderen lebenslangen Verzicht auf etwas abverlangen?

Dürfte er nicht, kann er aber, weil er nicht gleich empfinden kann wie der Partner. Für ihn stellt es ja kein Problem dar diese Sache nicht zu tun. Er spürt die Frustration die sich dadurch beim Partner entwickelt nicht am eigenen Leibe, sonst würde er diese sture Haltung nicht beibehalten, sondern versuchen dem Partner den Wunsch zu erfüllen.

Entweder man besitzt die Toleranz den Partner seine Wünsche alleine ausleben zu lassen oder man muß von seinem Ross absteigen und sich auf ihn zu bewegen. Unerfüllte Wünsche können einen Zeit lang ausgehalten werden, holen einen aber immer wieder ein.
******e82 Mann
5 Beiträge
Du musst dich Fragen auf wie viel du zu verzichten bereit bist und ob dir die Liebe zu dieser Person genug gibt, dass du dafür den Verzicht eingehst!

Eine Freundin von mir wollte Kinder, ihr Partner nicht. Sie hatte die Wahl ihn zu verlassen und sich jemand anderen zu suchen oder zu akzeptieren, dass sie mit diesem Mann niemals Kinder haben wird. Sie haben auch noch heute keine Kinder und sie sagt, dass sie es nicht bereut, damals mit ihm zusammen geblieben zu sein.

In eine Beziehung mit Jemandem zu treten bedeutet doch auch immer ein bisschen von sich selbst zu opfern für ein größeres „Wir". Und wenn wir das Gefühl haben, dass das, was wir opfern, mehr wert ist, als das was uns die Beziehung gibt, ist es Zeit zu sagen, dass der Preis dafür zu hoch ist.
*****enz Mann
785 Beiträge
sehr schönes thema! danke. bin gespannt was noch für beiträge kommen.

meine sicht zum thema:
in solchen situationen würde ich erst einmal sehr genau sowohl mein bedürfnis, als auch die abwehrreaktion des partners hinterfragen.
oft sind die dinge an der oberfläche gar nicht der wahre grund. z.b. könnte für ein bestimmtes hobbie, welches man unbedingt ausüben will, die ursache im bedürfnis nach rückzug und zeitweiser abgeschiedenheit liegen. oder die abwehrreaktion des partners liegt nicht ursächlich an der sache an sich, sondern beispielsweise an verlustängsten.
auf diese weise kann man schon mal herauskristalisieren worum es wirklich geht und ängste entkräften oder lösungen finden mit denen beide klarkommen.

meine persönliche grenze wäre erreicht, wenn durch dauerhaftes zurückstecken meine lebensqualität stark leidet, starrheit entsteht, weiterentwicklung unterbunden wird und ich unter dem "entzug" des bedürfnisses tatsächlich dauerhaft leide.
was ist fundamental?
fundamental ist, wenn du dich so verbiegst, bis du dich selbst nicht mehr erkennst. denn dann fehlt einer von zweien für eine beziehung - nämlich du selbst!
******gel Frau
1.159 Beiträge
Kann ein Partner dem anderen lebenslangen Verzicht auf etwas abverlangen?

Ich will meinem Partner keinen Verzicht – egal um welchen es sich handelt - abverlangen, genauso möchte ich nicht, dass mir mein Partner abverlangt meinen Verzicht aufzugeben.

Auch wenn sich das jetzt sehr abgeklärt anhört, aber für mich ist es wichtig, dass fundamentale Dinge - gerade im Bezug auf Verzicht - am Anfang geklärt werden.

Ich stand vor Jahren schon mal vor einer Situation in Bezug auf Kinderwunsch – was vorher angeblich kein Problem war, entwickelte sich dann im Nachhinein zu einem –, dass mein Exmann auf ein gemeinsames Kind (ich habe ein Kind aus meiner ersten Beziehung) verzichten wollte, denn unter anderer Voraussetzung wäre ich diese Beziehung nicht eingegangen, denn ich möchte ihm den Wunsch auf eigene Kinder nicht verwehren.
Im Laufe unserer Ehe kam dieses Thema seinerseits immer häufiger auf den Tisch, in der Hoffnung ich würde meine Meinung ändern... dem war nicht so und der Anfang vom Ende begann!

Mit meinem jetzigen Partner – er hat keine Kinder, wäre aber grundsätzlich nicht von eigenen Kindern abgeneigt - bin ich seit fast 8 Jahren zusammen, und es kam bis zum heutigen Tag das Thema Kinderwunsch nicht auf den Tisch.
Ich habe keine Garantie, ob es nicht morgen oder nächstes Jahr oder wann auch immer zur Sprache kommen kann, aber wenn es so wäre, dann würde ich seinem Kinderwunsch nicht im Wege stehen und mich aus unserer Beziehung verabschieden.

Mein Fazit zum Thema Grenzen des Verzichts oder für immer auf etwas zu verzichten, ziehen meistens Probleme nach sich ... die Betonung liegt auf meistens, denn es kann auch funktionieren allerdings Garantie ohne Gewähr!

Delia
*********Erde Paar
100 Beiträge
Erfahrungsgemäß funktioniert es nur bedingt und auch nur eine Zeit lang elementare Bedürfnisse zurückzustecken.
Bei mir war das - wohl recht klassisch - die Neigung zu BDSM.
Gerade erst 18 als ich mit meinem Ex zusammen kam zwar schon die Neigung im Hinterkopf, aber doch noch nicht so weit entwickelt es anzuerkennen und auszuleben.
Das änderte sich während den nächsten 4 Jahren.
Viele Gespräche, das Erleutern von Phantasien und kleine Versuche später war klar: Es ist nicht seins und ich kann es mir schlussendlich auch nicht wirklich mit ihm vorstellen.
Folgen: Zunehmende Unzufriedenheit und schlussendlich die Trennung nach fast 5 Jahren Beziehung.

Ich kann mir heute nicht mehr vorstellen auf das Ausleben meiner Neigung zu verzichten.
Ähnlich fundamental wäre für mich bspw. die bereits angesprochene unterschiedliche Ansichten zum Kinderwunsch.

Über kurz oder lang führt das unterdrücken eigener elementarer Wünsche zu Unmut, es folgen Streit, schlechte Stimmung, unterschwelliges vorwerfen.
Ich denke irgendwo würde es einen auch in der eigenen und der gemeinsamen Weiterentwicklung hindern.
Auf Dauer kann das nicht gut gehen.

Sie
Ich bin beeindruckt...
Mal im Ernst Leute, ich finde es klasse was hier rüberkommt und dass hier Themen abseits von "Badelatschen im Swingerclub Ja oder Nein" möglich sind.

Ich sollte online bleiben wenn ich ein Thema eröffne! Hier läuft ne coole Diskussion und ich kann jetzt nur nen 'Rundumschlag' machen. *zwinker*

Ganz oben war mal die Zwischenfrage:

Würde man ein Leben lang auf Rosenkohl verzichten weil der Partner ihn nicht mag? Ne man isst ihn allein und putzt sich die Zähne.

Und was tust Du, wenn der Partner allein beim dem Gedanken, dass Du Rosenkohl gegessen hast, austickt?

und ich schließe mich der Antwort von Cerberus "Zum Psychiater schicken!" an.

In diesem Falle sind doch Ursache und Wirkung in keinster Weise mehr angemessen. Wie gesagt, bitte nicht ausschließlich auf Sex reduzieren und der Rosenkohl war keine Metapher für irgendeine Sache von der ich verstehen und nachvollziehen könnte wenn mein(e) Partner(in) davon verletzt ist.

Dinge zu Beginn der Partnerschaft absprechen.
Jep, definitiv! ABER (größer geht nicht) Menschen ändern sich. Der, ich nenn es mal so, 'Bedürfnisdruck', kann ja wachsen oder schwinden also kann eine initial getroffene Vereinbarung zu einer Fessel werden, welche so nicht geplant war.

@****ia

Kann ein Partner dem anderen lebenslangen Verzicht auf etwas abverlangen?

Ich will meinem Partner keinen Verzicht – egal um welchen es sich handelt - abverlangen, genauso möchte ich nicht, dass mir mein Partner abverlangt meinen Verzicht aufzugeben.

Ufff, das ist aber ne große Nummer, ich glaube nicht, dass dies realistisch zu halten ist. Denn man stellt immer Ansprüche an den Partner und legt ihm damit Grenzen auf. Wie gesagt, gerade bei den kleinen Dingen ist es doch oft am schnellsten passiert. (Trag nicht den Knisterseiden Jogginganzug der ist hässlich! Baaah guckst Du schon wieder Arte?

In dem Zusammenhang mit den kleinen Dingen die nicht gewünscht sind gefällt mir die These einer 'zugrundeliegenden Ursache' von Emergenz. Das die vermeintlich verletzte Grenze mehr die Sichtbarmachung einer tieferen Ursache ist.

Insgesamt, hab ich das Gefühl mir fehlt noch ein Stück der Erkenntnis.
nicht wörtlich:
Wenn man sich so verbiegt dass man sich ändert oder nicht authentisch ist...
Klar ist das ein No Go, aber so was ist auch schon extrem.

nicht wörtlich:
Wenn keinen Konsens bei der Kinderfrage, grundsätzliche Sexualpraktiken etc habe...
Ebenso wohl eher keine Frage....

Aber um mal bei dem BDSM Beispiel zu bleiben:
Die Partnerschaft klappt und selbst der generelle Wunsch nach BDSM ist eine Gemeinsamkeit. Nur der eine stellt fest, dass sich neben der eh vorhandenen Dominanten Seite er plötzlich auch immer häufiger SM Phantasien in seinen Kopf schleichen. Bisher lief aber die ganze Ds Sache eher im Bondage Bereich, softe Erziehung, mal ne Hundeleine oder so ab. Blöd nur, der/die Partner(in) steht mal so gar nicht auf Schmerz. Oder man ging die Beziehung mit dieser 'Divergenz' ein und dachte sich, das Feld der Möglichkeiten ist groß genug, auf diese konkrete eine zu verzichten ist OK, wird aber von den geänderten Wertigkeit selber erwischt.

Zuerst ist es sicher für die Person kein Thema nur sein Kopfkino zu bemühen und ansonsten sind beide zufrieden. (Note to self: Vielleicht ist die Grenze schlicht eine Frage der 'Zufriedenheit', was ist notwendig, damit ich zu meinem 'Frieden' finde?!)
Aber was wenn diese Begierde bleibt, gar wächst?

Es ist und bleibt nur eine Facette eines Teiles der Beziehung (ein Unterpunkt einer Praktik des Sexuallebens... quasi Gliederungspunkt 3.2.4 *zwinker* ) im Gesammtkontext eigentlich irrelevant. Trotzdem mit der Sprengkraft alles auseinander zu reißen.

Und ich glaube nicht dass der Partner dann sagt: Ach komm ich will nicht dass Du verzichtest, dann bimms mich halt durch...
Werfe ich alles hin nur weil ich gern jemandem den Arsch versohlen möchte? Wohl auch nicht...

Das sind doch die Situationen die Menschen zum Fremdgehen treiben, interessanterweise werden dabei aber bestimmte Dinge eher akzeptiert als andere.
Eine Frau die sich über mangelnde Zärtlichkeit und Zuwendung beklagt wird meist eher akzeptiert (und ein folgendes Fremdgehen meist eher toleriert) als jemand(Geschlecht hier seltsamerweise egal) der sagt: "Ich vermisse harten schmutzigen Sex" der das Bedürfnis nach Lust/Genuß/Begehrtwerden (auch nur eine Form von persönlichem Wohlbefinden) erfüllt.


Aaaargs... ich komm von Hölzchen auf Stöckchen...
Sorry für das Hirnwirrwar ;-))



PS:

Danke für den Zuspruch, aber ich bin weder unglücklich noch bedrückt. Mich interessieren nur die Motivationen von mir und meinen Mitmenschen und wie wir alle so ticken....
******i63 Frau
10.067 Beiträge
Interessante Frage.

Ich setze mich damit schon mehr als ein halbes Jahr mit auseinander, da ich mich in genau dieser Situation befinde.

Und ich kann dazu nur sagen, es ist verdammt schwer. Für mich ein nahezu unlösbares Problem

Lg Jutta
ich hab grad nicht viel zeit, drum nur kurz ein paar provokative Ideen:

Nur der eine stellt fest, dass sich neben der eh vorhandenen Dominanten Seite er plötzlich auch immer häufiger SM Phantasien in seinen Kopf schleichen.

Beim SM-Beispiel hat der Partner ja noch die theoretische Chance, auf den Wunsch einzugehen. Was aber, wenn statt Sadismus auf einmal der Wunsch nach Homoerotik erwacht?

Homosexualität ist, wie Sadismus, ein durchaus legales und zumindestens akzeptiertes Verlangen, auch wenn man dadurch einer "Randgruppe" angehört.

Und was, wenn es statt Homosexualität Pädophilie ist?

Damit ist das Bedürfnis illegal, und könnte nur befriedigt werden, wenn einem kind schaden zugefügt wird. Es MUSS also unterdrückt werden, und diese Menschen MÜSSEN damit leben. Das funktioniert am Besten, wenn man die Gedanken von dem Thema wegsteuert, und sich und seine Wünsche selber "bewacht".

Meine These jetzt: Viele der "ununterdrückbaren" Bedürfnisse sind in Wirklichkeit gar nicht so ununterdrückbar, sondern wurden ganz im Gegenteil durch das Kopfkino, durch Chats, Pornos, Bildchen, dran hindenken ordentlich angeheizt und hochgezüchtet.

Ich kann natürlich den ganzen Tag an Rosenkohl denken, und wie lecker der schmeckt, und mit ausmalen, wie er so herrlich grün auf dem Teller liegt. Man kann aber statt dessen auch hingehen und sich an einer Banane erfreuen.

Ganz ehrlich: wenn ich jemanden aufrichtig liebe, dann verzichte ich gerne auf Rosenkohl.

Nigra
@ Schatzilein
du sprichst mir aus der Seele .....!!!!
******_by Frau
155 Beiträge
Ein spannende Frage, die mir so komplex und nahezu unlösbar erscheint, dass ich es kaum wage, zu antworten.

Das Leben ist voll von Kompromissen, manche tut man gern, andere tun fast schon weh.
Wenn einem Dinge fehlen, die der Partner nicht geben kann oder will, kommt man damit erstmal ganz gut klar - wenn man denn will.
Wenn das, was fehlt aber anfängt zu nagen, wird man eine Zeitbombe, die mögicherweise explodiert, wenn die Aussicht auf einen "Lückenfüller" besteht.
Dass dieser sehr wahrscheinlich wieder andere Lücken mit sich bringt.... that's life. Aber dass gehört dann mit ein bisschen Glück zu der Art Kompromisse, die einem nicht so viel Disziplin abverlangen....


Ich kann natürlich den ganzen Tag an Rosenkohl denken, und wie lecker der schmeckt, und mit ausmalen, wie er so herrlich grün auf dem Teller liegt. Man kann aber statt dessen auch hingehen und sich an einer Banane erfreuen.
Meine Entscheidung, ob Rosenkohl oder Banane, fiele allerdings kompromißlos aus....
hmmm.....

ich denke ehrlich gesgt das man die frage nicht in einem "tread" abhandeln kann. da hängt soviel dran.... wie man persönlich beziehung definiert,wie man sich und den partner definiert,wie man seine zukunft definiert... auf welchen säulen man sein leben aufgebaut hat-oder aufbauen will.

es gibt keine klare linie,kein ja oder nein. sondern einen weg den JEDER für sich selbst finden muß. das was für den einen richtig und gut ist-ist für den anderen nicht das non-plus-ultra.
will heissen-zu einem schluss wird man bei dem thema nie kommen.

man entwickelt sich weiter-in jeder hinsicht und auf jeder ebene.

das führt langfristig zu veränderungen in einigen bereichen.

man sollte aber innerlich in sich selber ruhen,einen festen punkt haben. sonst verliert man sich. man entwickelt sich,sucht und sucht,findet,sucht weiter... und hat nie wirklich das gefühl angekommen zu sein.

ich für mich bin zu dem schluss gekommen das sex wirklich nicht alles ist.es ist ein imens wichtiger teil einer beziehung,aber es ist auch extrem wichtig das man über seine träume,wünsche und vorlieben mit seinem partner reden kann und genauso wichtig ist es auch das man dinge die der partner nicht/noch nicht möchte aktzeptiert. weil man den partner und die partnerschaft über die (momentanen) sexuellen vorlieben stellt. DAS befriedigt mehr als der traum-sex mit dem bitteren beigeschmack das der partner nicht 100% dahinter steht.
nicht alles muß sofort und jetzt passieren,damit setzt man sich,seinen partner und seine beziehung unter so eine "druck-haltung" das es langfristig für ne miese stimmung sorgt. zu einem frust der eigentlich keiner ist. sondern nur aus einer "ich will aber"einstellung entsteht.
wer sagt denn das der partner in einem jahr odeer nem halben nicht doch dieses und jenes macht? man muß ihn nur an die hand nehmen,ganz ganz sanft führen-und ihm immer das gefühl geben das egal wann er "nein" sagt-es okay ist. dann eben zusammen schritt für schritt.
ich mochte früher nie pistazieneis-jetzt liebe ich es. simples beispiel das sich dinge ändern-wenn man niemanden dazu drängt. *g*

anders sieht es aus wenn der partner nach..sagen wir mal 5 jahren noch immer sagt:no chance,ich will das nicht... was man dann tut... hm,ich war noch nie in der situation... aber ich behaupte mal das ich, wenns nur eine sache wäre die der partner nicht möchte,damit leben kann. sonst müßte ich mir ja den traummann backen.
aber es trennen sich ja auch paare weil er die schuhe im flur nicht auszieht...
*gg*

lange rede kurzer sinn-den perfekten partner wirds nie geben,wäre ja auch langweilig. man sollte ehrlich,offen und immer miteinander sprechen,keinen frust aufkommen lassen,dem partner zeit geben (rom wurde auch nicht an einem tag gebaut),an die beziehung und den partner glauben...
wer der beziehung/dem partner diese zeit nicht geben will-der sollte sich fragen ob er nicht besser fährt wenn sein ding alleine fährt. dann brauch man auch keine rücksicht zu nehmen.
ist unkompliziert und einfach... aber wo bleibt da das "angekommen-sein-gefühl???? "
sorry für die rechtschreibfehler,aber ich mochte nicht den ganzen text nochmal lesen... *grins* *grins* *grins* bin müde...
Respekt und ein großes Danke an den Fredersteller und an die Antwortenden. Gerade solche Fragen (und die Antworten) sind es, die für mich den JC immer wieder attraktiv machen.... .

btt:

Ich denke, diese persönliche (Schmerz)Grenze muss jeder für sich ausloten, wurde ja auch von niemandem in Frage gestellt.
Für mich war es bislang so, dass wenn ich wirklich verliebt war...wirklich geliebt habe, ich keinen Verzicht empfand. Jedenfalls nicht schmerzhaft. Diese Dinge, vielleicht eine bestimmte Neigung die sie nicht teilte, nicht ausleben zu können bedeutete mir keinen Verzicht, forderte mir nichts ab. Es gab dann in dieser Richtung auch nichts zu vermissen.
WENN ich das Gefühl hatte, auf etwas verzichten zu müssen so das mir wirklich etwas fehlt.....dann stimmte etwas nicht an dieser Partnerschaft (und damit meine ich nicht rein sexuell).
Etwas zu tun oder zu lassen, weil ich jemanden liebe bedeutet mir bei einer sexuellen Neigung keinen Verlust.
(und auf Dinge hinarbeiten kann man ja doch).

Grüße

J.
LiJoe33... wow,hast meinen text komprimiert... und der sinn ist geblieben. aber ich bin ja eine frau,ich darf soviel reden/schreiben. *gg*
Wieso sind wir schon wieder bei Sex ??
Ich hätte das BDSM Beispiel nicht aufnehmen sollen! (Auch wenn ich es als Beispiel über Wertigkeit und Facetten durchaus OK finde)

Es ist so leicht immer gleich einen Partner vor Augen zu haben der vor Lust auf exotische Frauen, oder sie die auf Bauarbeiter steht und dann diesem Verlangen nachgibt. Und dann mit Betrug, Fremdgehen zu argumentieren, das Ganze auf die Moral Ebene zu ziehen.
Das ist mir zu simpel fast profan.. es geht hier nicht(nur) um sexuelle Versuchung... Es geht um Entfaltungsfreiheit des Einen im Gegenpol zu Empfindlichkeit(wertneutral) des Anderen.

Was ist mit Dingen wie "Ich hasse diese bekloppten Talkshows die Du Dir immer reinziehst!"? Oder Fussball, den Kenipenabend, Sandalen mit Socken, das Du stundenlang mit Deiner Freundin telefonierst.. es gibt Millionen von Dingen die eigentlich für sich genommen total unwichtig sind.
Diese (obwohl anfänglich unwichtig) können sich aber ja in der Bedürfnislage dessen der sie sich wünscht verändern. Sich aufstauen.

@*******igra
Meine These jetzt: Viele der "ununterdrückbaren" Bedürfnisse sind in Wirklichkeit gar nicht so ununterdrückbar, sondern wurden ganz im Gegenteil durch das Kopfkino, durch Chats, Pornos, Bildchen, dran hindenken ordentlich angeheizt und hochgezüchtet.

Ich kann natürlich den ganzen Tag an Rosenkohl denken, und wie lecker der schmeckt, und mit ausmalen, wie er so herrlich grün auf dem Teller liegt. Man kann aber statt dessen auch hingehen und sich an einer Banane erfreuen.
Gewagt, aber grundsätzlich richtig. Lebenslang unterdrückter Sexualtrieb ist für viele Realität (z.B. religiöse Gruppen) Teilweise sind diese Menschen sogar in der Lage die ungenutzte Energie zu sublimieren und anderweitig einzusetzen. Andererseits sieht man dort aber auch die schlimmsten Auswüchse bei denen die dem Druck nicht standhalten.

Im Kern ist das aber der advocatus diaboli für den lebenslangen Verzicht! Stell Dich nicht so an, denk an was anderes, wird schon....
Mit welchem Recht wird von Person A verlangt zu verzichten, damin Person B ihre Appathie ausleben kann?

(Die Diskussion über ungesetzliche Dinge können wir uns schenken, denn dort ist es keine Frage zwischen Partnern)
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