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Wie entwickelt sich Liebe?

*******nep Frau
15.337 Beiträge
Themenersteller 
Wie entwickelt sich Liebe?
Ich denke an meine Zeit zurück wo ich im TeenagerAlter war. Aus heutiger Sicht war es verliebt sein, noch lange keine Liebe.

Irgendwann kam meine erste große Liebe. Schmetterlinge im Bauch, Händchen halten, "Ich liebe dich" , ich dachte sehr oft an ihn (er war beruflich viel unterwegs), Liebesbriefe ins Einsatzland, Tränen weil man sich vermisste, man war verlobt.

Mit 24 liebte ich meinen Partner, man zog zusammen, die Kinder kamen, "ich liebe dich" war immer noch sehr wichtig, Händchen halten war nicht mehr "inn". Man hatte Haushalt, Beruf, Familie. DAS war DAS Leben. DAMALS. Was anderes sollte es nicht geben für mich.

Mit 37 weiß ich wo mein Weg ist. Was ich will und nicht will. Habe meine Erfahrungen gesammelt. Liebe ist eine andere Bedeutung für mich geworden.

Liebe? Kann man es, kann ICH es als Liebe sehen oder so bezeichnen?

Ich begehre meinen Partner, ich würde nur all zu oft und all zu gerne "ich liebe dich" sagen. Aber es ist mehr. Anderes ist wichtiger geworden. Händchen halten ist ebenso nicht mehr DAS ach so tolle. Ich genieße es, ich fliege fast davon wenn wir unterwegs sind und wir arm in arm durch die Gegend schlendern. Paar sein, Partnerschaft, füreinander da sein, sich gut tun schon alleine mit der Anwesenheit, der gemeinsamen Zeit.... vieles ist in den Schatten getreten, vieles ist wichtiger geworden woran ich in jungen Jahren nicht dachte.

Wie oder was ist wichtig für euch geworden mit den Jahren?

Liebt ihr (euch) heute anders wie damals?
******ogo Frau
5.848 Beiträge
Liebt ihr (euch) heute anders wie damals?
Händchen halten, Küssen auch in der Öffentlichkeit...
Oder auch „ich liebe Dich zu sagen „ und vieles , vieles mehr ….

Ist nach über drei Jahrzehnten Beziehung immer noch sehr wichtig …
Es wäre für mich unvorstellbar einfach darauf zu verzichten …
Doch jeder / jede wie Sie / Er mag ….. *liebguck*
*******ust Paar
5.537 Beiträge
alles verändert sich mit der Zeit...
in den ersten Jahren haben wir uns Zettelchen geschrieben:
"Kuss" drauf gemalt, "ich liebe dich" drauf geschrieben oder "bis heute abend..."
dann schlief das irgendwann ein,
es lagen nur noch Zettel für die Kinder da:
"Turnbeutel nicht vergessen"!
Mit whatsapp kamen dann wieder "Herzchen" geflogen
inzwischen schreiben wir wieder Zettelchen.
Nur eins ist gleich geblieben:
sobald wir genügend Zeit haben ist vö**** angesagt.
*haumichwech*

Liebe entwickelt sich mit der Zeit
und indem man gemeinsam Höhen und Tiefen durchlebt
und immer wieder den Willen verspürt und LUST hat,
gemeinsame Wege zu suchen.
..
*******icht Mann
3.453 Beiträge
Bevor eine Antwort auf die Frage, wie sich Liebe entwickelt geben kann, ist es unabdingbar für sich zu klären, was Liebe ist.

Das Schöne an Liebe ist, dass jeder alles dafür halten kann was er will oder glaubt.

Das Gleiche gilt auch für Glück. Die meisten Menschen suchen ihr Leben lang das Glück, doch die aller Wenigsten haben für sich definiert, was sie überhaupt darunter verstehen. Jemand, der für sich nicht definiert was er unter Glück versteht, kann sein Leben lang an seinem Glück vorbeilaufen ohne das Glück zu erkennen.

Im allgemeinen wird unter Liebe und Glück ein Hochgefühl verstanden. Ein Gefühl das möglichst hoch ist und möglichst lange anhält.
"Wie entwickelt sich Liebe?"

Manchmal sehr langsam, fast unauffällig und dann ist sie da und man will den anderen nicht mehr missen und manchmal Knall auf Fall und will denjenigen genauso wenig missen.
Wie entwickelt sich Liebe ?
ich würde sagen sie entwickelt sich unberechenbar und unkontrollierbar
*******nep Frau
15.337 Beiträge
Themenersteller 
Sie wird aber stabiler, fester wie in jungen Jahren wo sie flatterhafter ist.

Oder liebt jemand mit 53 genau so wie mit 25?

Ich bin zwar noch keine 53, aber ich liebe anders wie mit 25.
flatterhafte Liebe, ich denke, diese ist nicht am Alter fest zu machen
wenn es paßt und Gefühl und Wollen zusammen als Einheit gesehen wird, ohne jeweils den anderen einzuschränken, besteht auch Liebe
und das habe ich als ganz junge Frau erlebt, dieses so wieder jemals zu haben wird wohl nicht mehr sein, also keine "Auszeichnung" nur für ältere zu sehen
..
*******icht Mann
3.453 Beiträge
Sie wird aber stabiler, fester wie in jungen Jahren wo sie flatterhafter ist.

Das was in der Regel fester und stabiler wird, in späteren Jahren, ist die Bindung.

Je fester und stabiler die Bindung, umso mehr entstehen vermeintliche Gefühle der Liebe, die eigentlich keine ist. Bindung sorgt für psychische und emotionale Abhängigkeit. Aus Abhängigkeit entstehen Ängste vor Verlust und Leid. Deshalb auch die vermeintliche Liebe.

Liebe ist für mich die Abwenheit von Angst. Deshalb kann für mich keine Liebe in einem Raum entstehen, den beide für sich über Bindung erschaffen, in dem über die gegenseitige Abhängikeit Angst entsteht und entstehen muss.

Oft wird Angst mit Liebe verwechselt. Liebe kann für mich nur in einem freiheitlichen Raum entstehen und bestehen, den beide sich über ihre gegenseitige Unabhängigkeit erschaffen.
********weiz Mann
10.583 Beiträge
Liebe und Bindung
..kann für mich keine Liebe in einem Raum entstehen, den beide für sich über Bindung erschaffen..
Nun es gab über Jahrhunderte Beziehungen die über (Familien-)Pflichten eingegangen wurden. Zum Teil, so heisst es hat sich daraus auch eine Liebe entwickelt.

Doch davon abgesehen teile ich deine Meinung.
Die Angst etwas zu verlieren nimmt manchmal eigenartige Formen an.
So gibt es Einige, die ganz auf Liebe verzichten, nur um sich nicht darin zu verlieren.
Andere Grenzen Ihre Partnerwahl so eine, dass Sie nicht mehr den Menschen dahinter sehen und lieben können sondern mehr die vermeintliche Bindungskompatibilität als einziges Kriterium auf Basis ihrer bisherigen Beziehungserfahrungen bilden.
..
*******icht Mann
3.453 Beiträge
Nun es gab über Jahrhunderte Beziehungen die über (Familien-)Pflichten eingegangen wurden. Zum Teil, so heisst es hat sich daraus auch eine Liebe entwickelt.

Diese Beziehungen gibt es auch heute noch in anderen Kulturkreisen. Die Grundüberzeugung ist dabei Achtung, Respekt und Wertschätzung. Die Pflicht besagt nicht, dass Bindung entstehen muss.

In unserem Kulturkreis entstehen in der Regel Beziehung aus einer ganz anderen Grundüberzegung, nämlich aus Erwartung und fester Vorstellung. Das sind zwei gänzlich verschiedene Paradigmen. Dazu kommen noch die Dogmen und die Rollenidentifikationen, welche unserem Kulturkreis und der heutigen Zeit entsprechen.

Durch die Erfüllung von Erwartung und der festen Vorstellung entsteht auch Liebe, die bediente Liebe. Also mehr die Liebe als Ware und nicht die wahre Liebe. Wer dabei keinen Unterschied macht, dem ist es auch egal, weil Liebe auch Liebe ist. Nur das man bei der Ersteren nicht wegen seiner selbst Willen geliebt wird. Die bediente Liebe hat nur solange Bestand, solange die Erwartungen und Vorstellungen von dem anderen erfüllt und bedient werden. Danach ist es aus und vorbei mit Liebe.

Was Bindung in Wirklichkeit bedeutet kann jeder für sich feststellen, der einem Konsumartikel wie einem Smartphon, das in der Herstellung einen Bruchteil von dem kostet als es verkauft wird, so viel Bedeutung beimisst, sodass das Gerät eine existentielle Rolle im Leben spielen kann. Kaum noch jemand kann auf das Gerät im Alltäglichen verzichten, ohne zu meinen an Lebensqualität oder Existenz zu verlieren. Das Gleiche geschieht auch über Bindung an Menschen. Andere Menschen werden dadurch nicht wertvoller, sondern man selber ist oder wird von ihnen abhängiger. Das ist alles. Für mich aber keine Liebe.
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Sicher
gibt es die sich langsam entwickelnde Liebe. Mir stellt sich die Frage, ob man das nicht eher als Gewöhnung bezeichnen sollte.

Ich kenne Liebe nur als spontan, ganz schnell klar machend, dass man diesen anderen Menschen nicht mehr missen möchte, dass ein Teil von mir ohne ihn fehlen würde.
Ich habe mich gegen Ende meiner langen Ehe, er war mein erster Freund, mein erster Mann, oft gefragt, ob das je wirklich Liebe war, die uns verbunden hat.
Oder ob wir nicht vielleicht, auch dem traditionellen und erwartungsvollen Umfeld geschuldet, von der Anziehung, der Verliebtheit, dem Prickeln nahtlos in den Gewohnheitsmodus gewechselt sind.
Wir haben erwartet, dass wir uns gegenseitig glücklich machen - und sind erwartungsgemäß grandios daran gescheitert, weil wir versäumt haben, zunächst erstmal für uns selber zu definieren, was Glück ist.
Und wenn man es selbst nicht weiß, wie kann das dann ein anderer wissen.

Liebe ist für mich, heute, ein selbstloses, erwartungsfreies Gefühl tiefer Verbundenheit. Für den Menschen, der genau so ist, wie er ist und der mich sein lässt, wie ich bin.
..
*******icht Mann
3.453 Beiträge
Liebe ist für mich, heute, ein selbstloses, erwartungsfreies Gefühl tiefer Verbundenheit. Für den Menschen, der genau so ist, wie er ist und der mich sein lässt, wie ich bin.

Das kann ich bedingungslos so unterschreiben.

Im Ganzen ein sehr guter, ehrlicher und selbstreflektierter Beitrag, wie ich finde !
*******nep Frau
15.337 Beiträge
Themenersteller 
Merle, so weh ich es heute auch und darf ich so Leben und lieben.
********weiz Mann
10.583 Beiträge
...so weh
smile ein wahrhaft freudscher Verschreiber *zwinker*
Es wird, nach meiner Beobachtung, viel zu oft Brauchen mit Lieben verwechselt.

Leider.
********weiz Mann
10.583 Beiträge
nun wenn du den Guten Erich Fromm bemühst.
Brauchen schliesst die Liebe ja nicht aus, es ist nur die Frage, ob man liebt weil man braucht oder ob man bracht weil man liebt.
@nils
Eben...
Ich brauche jemanden, weil ich ihn liebe und weil er mein Glück ergänzt.

Aber ich will niemals jemanden lieben (müssen), weil ich ihn brauche. Für was auch immer.
..
*******icht Mann
3.453 Beiträge
Obwohl Erich Fromm viele gelesen haben, versteht ihn jeder anders. Komisch, weil der Textinhalt in allen Büchern gleich ist.

Jemanden zu wollen, ist etwas ganz anderes als ihn zu brauchen. Liebe ist dem zu Folge, jemanden zu wollen ohne ihn zu brauchen.

Im Übrigen sagt Fromm ganz klar, dass Liebe für ihn kein Gefühl ist, sondern eine innere Haltung, eine Fähigkeit ist, die zu erlernen gilt.
*******iron Mann
8.751 Beiträge
JOY-Angels 
Hm
Die Liebe ist etwas was sich aus dem Verliebtsein entwickelt.
Verlieben tut man sich manchmal recht schnell und es knallt voll in dein Leben und stellt alles auf den Kopf und manchmal schleicht sie von hinten durch die kalte Küche und erwärmt almälich dein Herz. Sie ist jung und ungestüm und doch so Verletzlich. Sie muss Angenommen werden so wie sie ist. Sie darf nicht eineseitig Konsumiert werden es muss auch was zurück kommen. Es ist ein geben und nehmen. Naklar ist sie irgend wann mal gefestigt, aber eine Kette ist nur so stark wie ihre glieder. Wie die enzelnen Partner das empfinden ist so unterschiedlich wie die Menschen selber. Herr X ( 53 ) tut das anders als Herr Y ebenfalls 53
Und Kevin 25 bestimmt ganz anders als Johannes. Ich denke das man das nicht pauschaliesieren kann. Wir wollen gerne sicherheit haben. Aber die giebt es nicht.
Selbst wenn wir täglich daran arbeiten und den anderen spüren lassen wie wertvol er für uns ist. Wir müssen aber auch unserer dankbarkeit ausdruck verleiehen. Dazu brauch es keine großen oder kleinen geschenke sein. Ein Lächeln und ein gutes Wort reichen da schon oft. Liebe muss wie Vertrauen und Glauben geschenkt werden.
Liebe
was ist das?
es muß schön sein das zu finden *liebguck*
bislang noch nicht gefunden aber man soll ja nie-nie sagen!
für den rest meines Lebens wünschte ich es mir!
LG Rose
..
*******icht Mann
3.453 Beiträge
Die Liebe ist etwas was sich aus dem Verliebtsein entwickelt.

So ist es nicht. Kann auch nicht.

Die Verliebheit beruht auf Projektion. Dabei wird das Gegenüber für jemanden gehalten, der er in Wirklichkeit nicht ist. Deshalb auch die rosarote Brille. Es ist sehr unwahr-scheinlich, dass sich derjenige nach der Verliebtheitsphase doch als der entpuppt, für den man ihn gehalten hat. Auch als das Erwachen bekannt. Bis dahin hat die Bindung längst unbewusst eingesetzt und sich von demjenigen wieder zu lösen, ist ohne den Schmerz der psychischen und emotionalen Ent-Bindung nicht oder kaum möglich. Deshalb bleiben beide in der Regel zusammen und Gewohnheit schleicht sich ein. Ein Gefühl der Vertrautheit, die in Wirklichkeit keine ist entsteht.

Liebe hingegen beruht auf Reflexion. Das ist ein bewusstes Erkennen des Gegenübers. Derjenige wird für den gehalten, der er in Wirklichkeit ist und auch dafür geliebt.

Deshalb:

Liebe ist für mich, heute, ein selbstloses, erwartungsfreies Gefühl tiefer Verbundenheit. Für den Menschen, der genau so ist, wie er ist und der mich sein lässt, wie ich bin.

Und genau das geht nicht über Projektion.

Die Meisten sehnen sich danach, sich zu verlieben. Warum nicht danach, sich zu lieben und das von Anfang an. Vermutlich deshalb, weil die Meisten dann gar nicht zusammen kämen und lange Zeit ihres Lebens alleine und einsam leben müssten.

Eine wirkliche Liebesbegegnung erleben Menschen, wenn überhaupt alle Jahrzehnte mal. Ob sich dabei auch beide füreinander entscheiden, ist fraglich. Weil Liebe keine Partnerschaft bedeutet. Noch nicht mal Lebensbegleitung. Wenn es dazu kommt, schön, aber eher selten.

Glücklich sind diejenigen, die das Glück haben sich im Leben zu begegnen, sich gegenseitig dafür lieben, wer und was sie in Wirklichkeit sind. Und das ohne die Erwartungen und Vorstellungen des jeweils anderen erfüllen zu müssen.
Liebt ihr (euch) heute anders wie damals?

Wir lieben uns heute ganz anders als wie damals! *fiesgrins*

Ist wohl logisch, wenn man sich als Mensch weiter entwickelt.

Liebe ist für mich, heute, ein selbstloses, erwartungsfreies Gefühl tiefer Verbundenheit. Für den Menschen, der genau so ist, wie er ist und der mich sein lässt, wie ich bin.

Sehe ich inzwischen auch so ... obwohl es durchaus auch mal schwer fallen kann mit dem Menschen, der genau so ist, wie er ist *floet*
Liebe entwickelt sich nicht nur durch eigenes Wachsen, eigene Erfahrung oder durch erzielte Reife. Liebe entsteht, wächst (und schmerzt) durch in erster Linie durch den passenden Partner.

Es ist beinahe wie beim Malen:
2 Primärfarben ergeben eine neue Sekundärfarbe -und obgleich beide Primärfarben gefallen können, muss die daraus entstandene Sekundärfarbe nicht unbedingt gefallen.
Gefällt aber die Sekundärfarbe aus favorisierten Primärfarben, bekommt das Bild gleich eine anziehende Wirkung *zwinker*
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