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Rat gesucht: Dominabesuch oder nicht?

****rx 
Themenersteller1 Beitrag
Mann
****rx Themenersteller1 Beitrag Mann
Rat gesucht: Dominabesuch oder nicht?
Hallo liebes Forum,

ich möchte gern meine Geschichte und dann mein Problem darstellen.

Noch lange vor meiner ersten "echten" sexuellen Erfahrung, hatte ich Kontakt mit BDSM. Nicht direkt, sondern über Bilder. Ich hatte mich in das Zimmer unseres Mieters - ein Student im "Leder-Outfit" mit Lederhosen - geschlichen und im Schrank gewisse Heftchen gesehen. Ich hatte sogar seine Lederhosen umgedreht angezogen, da mich das Leder auf der Haut so angemacht hat, und es mir besorgt. Insofern verlief die Entwicklung meiner Sexualität sicherlich nicht ganz normal, aber es ist wie es ist...
Auf dem PC des Mieters fand ich schließlich Bilder von gefesselten und geknebelten Frauen, und da war es um mich geschehen. Es machte mich einfach geil, wurde aber auch zu meinem Problem, denn als "gut erzogener Junge" wollte ich das irgendwie doch nicht wirklich wahrhaben und nicht realisieren, weshalb ich auch sehr lange keine Freundin hatte bzw. irgendwie ein Schamgefühl, was vielleicht auch etwas Angst vor einer Beziehung verursacht hatte, aber "es" war ja da und befriedigte mich - fürs erste. Schließlich hatte ich auch auf dem eigenen PC weiter nach "Quellen" für Bondage & Co gesucht und natürlich auch gefunden. Das Thema Leder und Fesseln bzw. Gefesselt sein ließ mich aber nicht mehr los, ich drehte sogar Hose und Jacke meiner Lederkombi um, um das Gefühl auf der Haut zu spüren, wenn ich mich selbst befriedigen wollte. Und später - im Beruf stehend - kaufte ich mir von gewissen Online-Shops bzw. aus dem Baumarkt Fesselutensilien. Das ging von Seilen und Ketten über Kopfharness-Knebel und Augenmasken bis hin zu Handschellen und dem "TimeBond" für Selfbondage und gipfelte in schweren Ledermasken wie der "Kaisermaske" mit Knebel oder der schweren Ledermaske von McHurt, die ich - wieder nur in "Eigenaktionen" - benutzte, um mich selbst zu fesseln und zu befriedigen.

Mit 33 lernte ich eine Arbeitskollegin näher kennen, die in ihrer Ex-Beziehung auch Fesselelemente mit Handschellen hatte. Es gab also doch nicht nur die "virtuellen" Frauen mit solchen Erfahrungen, ich war nicht allein :-). Zu einer Beziehung aber kam es nicht, dazu waren unsere sonstigen Vorstellungen zu weit auseinander. Erst mit 35 hatte ich meine erste Freundin und es war und ist die Liebe meines Lebens. Wir sind mittlerweile verheiratet, haben 2 Kinder. BDSM war aber bis dieses Jahr noch kein Thema und wenn z.B. mal eine Reportage im TV kam, hatte sie dafür - so erschien es mir - eher kein Verständnis. Erst jetzt konnte ich ihr meine Wünsche - zumindest einen Teil davon, man kann ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen - darlegen. So kam es dann auch gleich am Abend zu einer "Fesselsession" mit Leder-Augenbinde und Handmanschetten. Es war schon erregend, aber leider kam ich nicht zum Höhepunkt. Auch beim normalen Blümchensex ist es eher die Ausnahme, dass ich mal komme (was ggf. auch mit einer geringeren Empfindlichkeit meines Penis zu tun hat, da ich mit 9 Jahren beschnitten wurde).

Leichtes "Peitschen" macht ihr auch eher Spaß, als dass es in ihr Lust erzeugt, wie sie selbst sagt (so auf der letzten Autofahrt mit einer "Salami-Peitsche" *zwinker* ). Sie ist also nicht wirklich eine BDSM-lerin.

Meine Phantasien, die ich gern einmal erleben würde, gehen aber auch darüber, was meine Frau mit mir gemacht hat, weit hinaus. So würde ich mir wünschen, unterschiedliche Fesselungen zu erleben, einmal ganz in Leder verpackt inkl. Kopfmaske mit Knebel, Stiefeln und bewegungslos gefesselt auch anal "stimuliert" zu werden. Das ist sicherlich weit von dem entfernt, was meine Frau zu "leisten" im Stande wäre. Jetzt ist es häufiger mal so, dass ich mir am späteren Abend vor dem PC die gewissen Filmchen ansehe und mich befriedige, anstelle den normalen Blümchensex mit meiner Frau zu suchen - es gibt mir nicht mehr so den Kick.

Ich hatte mir schon überlegt, ob ich einmal zu einer Domina gehen sollte. Aber ich habe doch Gewissensbisse, denn ich möchte keinesfalls die Beziehung zu meiner Frau verlieren. Sie ist und bleibt meine große Liebe, meine Partnerin, ist die Mutter meiner Kinder. Aber dieses eine etwas fehlt einfach.

Ich glaube auch nicht, dass ich das offen mit ihr besprechen könnte, dass ich gern einmal zu einer Domina gegen würde, um das zu erleben. Ich habe auch Angst davor, was das mit mir machen könnte und letztlich mit der Beziehung zu meiner Frau (ist das Fremdgehen? Ich weiß es nicht genau...). Sicher ist die Grundfrage, wie wichtig mir das ist.

Gibt es noch andere Forenmitglieder mit ähnlichen Problemen bzw. Fragen?

Danke für jede Antwort!

Könnte es aber andererseits, wenn ich das einmal erlebt habe, auch die Beziehung zu meiner Frau wieder stärken?
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********chaf 
JOY-Angels2.869 Beiträge
Mann
********chaf JOY-Angels2.869 Beiträge Mann
Erst einmal danke für diese offenen, doch sehr persönlichen Zeilen. *ja*

Und dann zu deinem Problem: Wie lange macht ihr das jetzt miteinander, und wie viel weiß sie von deinen Fantasien? Weiß sie, dass diese leichten Spielchen dich unterfordern?

Ich frage deswegen, weil ich glaube, dass im Zuge einer Diskussion darum ihr vielleicht ganz alleine auf die Idee kommt, so etwas wie eine Domina anzudenken.

Zum Thema "Fremdgehen": Zumindest bezüglich einer professionellen Domina halte ich es das für kein Fremdgehen, wenn die Partnerin davon weiß. Denn Liebe kommt dort schließlich nicht vor: Du hast Wünsche, sie erfüllt dir diese. Freilich selten 1:1, das würde beiden Seiten ebenfalls auch professionell nichts bringen, aber im Groben schon. Das Gefühl, die Emotionalität, die du mit deiner dir geliebten Frau dabei erleben kannst, wird es dort nicht geben. *nein* Es ist reine Lusterfüllung.

Insofern wäre ein Dominabesuch vielleicht auch gar nicht mal so schlecht. Er könnte vielleicht sogar dazu führen, dass du anschließend diese zärtlichen SM-Spielchen, bei denen deine Frau noch mit "dabei" ist, mehr zu schätzen weißt, weil du dann den Unterschied mit und ohne Liebe kennst.

Zu guter Letzt, darum meine Frage, wie lange ihr es schon tut: Man entwickelt sich ja auch. Da sie dem Ganzen grundsätzlich nicht abgeneigt ist, kann es ja auch sein, dass sie sich da weiter entwickelt. Vielleicht kannst du ihre Neugierde auf mehr wecken? Wie es denn um Fesseln steht? Vielleicht macht ihr ja mal gemeinsam einen Bondageworkshop mit, sie aktiv dann, und sie entwickelt da Spaß daran? Solche Dinge sind doch nie gänzlich auszuschließen.

Also, zusammengefasst: Redet miteinander. Vielleicht bringt ja sogar sie dann das Domina-Thema auf (kann passieren). Falls du hin darfst: Probiere es mal aus. Aber ohne zuhause gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Sich gemeinsam zu entwickeln ist wunderschön, warum also nicht auch hier. *g*
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**********er_nw 
610 Beiträge
Mann
**********er_nw 610 Beiträge Mann
Ja eigentlich habe ich das gleiche Problem wie du- zwar anders aber eigentlich in seinen Grundzügen wie Du.
Das du deine sexualität nicht ausleben kannst, belastet deine Beziehung sehr- meine ist daran letzendlich zerbrochen.
Wenn Du deine Beziehung retten willst würde ich zu einer Domina gehen etc.

Andererseits würde das deine Frau als Fremdgehen betrachten und das würde eure Ehe sehr belasten.
Die meisten Frauen sehen einen Besuch bei einer solchen Dame , als Fremdgehen an.- das sage ich Wertfrei!

Deshalb mein Vorschlag besprich dies mit deiner Frau , führe die Argumente an, die ich Dir gesagt habe.
Viele Frauen akzeptieren dies und schicken dann den Mann mit Ihren Wissen zu einer Domina.
**********esign 
2.184 Beiträge
Mann
**********esign 2.184 Beiträge Mann
Ich denke auch, dass ein gemeinsamer Besuch eines Bondage-Workshops oder -treffs eine gute Idee ist, denn dort sieht sie, dass es viele Menschen mit dieser Vorliebe gibt und du damit nicht allein bist. Außerdem sieht sie dort möglicherweise auch fortgeschrittene Paare tüdeln, bei denen das ganze wie eine Art Tanz wirkt und es sich technisch zu einer Kunstform entwickelt hat.
Möglicherweise bekommt sie so noch eine andere Sicht auf die Sache...
**********urple 
3.964 Beiträge
Paar
**********urple 3.964 Beiträge Paar
Du hast den ersten Schritt gemacht ...
... indem du dich deiner Frau teilweise geoutet hast. Konsequent und ehrlich wäre es, Sie vollständig aufzuklären und offen mit ihr zusammen nach Lösungen und Wegen zu suchen.
Das klappt in den meisten Beziehungen mit allen möglichen Problemen, aber über das Thema Sexualität wird mit dem Partner den man liebt und der einem scheinbar am nächsten steht am allerwenigsten geredet *nachdenk* .

Partnerschaft bedeutet zumindest für mich bedingungslos Offenheit und gegenseitiges Vertrauen. Dieses Vertrauen hintergehsz du einfach wenn du deine Sexualität ohne ihr Wissen mit/bei einer Dritten auslebst. Das ist in meinen Augen Betrug an einem Menschen den man angeblich liebt!

Du solltest, auch wenn es dir schwerfällt, offen mit ihr reden. Vielleicht kann sie auf deine Wünsche etwas mehr eingehen, vielleicht findet ihr einen Weg in eine offene Beziehung, so dass du deine Fantasien anderweitig ausleben kannst.
Du kennst sie, wir hier kennen sie nicht. Insofern solltest du dir diese Frage eher selbst beantworten können.
Heimliches Ausleben bringt euch m.E. auf Dauer jedenfalls eher weiter auseinander als näher zusammen. Eine gemeinsame Zukunft kann man nur zusammen planen.

Den Anregungen meiner Vorschreiber, gemeinsam einen Workshop oder eine passende Veranstaltung zu besuchen kann ich mich nur anschließen.

LG BoP (m)
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****a56 
2.227 Beiträge
Frau
****a56 2.227 Beiträge Frau
Mxlprx
Erst jetzt konnte ich ihr meine Wünsche - zumindest einen Teil davon, man kann ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen - darlegen. So kam es dann auch gleich am Abend zu einer "Fesselsession" mit Leder-Augenbinde und Handmanschetten.

Warum um Himmelswillen hast du da nicht gleich die ganze Wahrheit auf den Tisch gelegt wenn ein Teil deiner Wünsche noch am gleichen Abend erfüllt wurden? Sooo negativ kann sie doch über das Thema garnicht denken! Meine Vorschreiber haben mit ihren Ratschlägen vollkommen Recht Oute dich ganz und beratschlage mit ihr eure weiteren Schritte.

medea
*****din 
600 Beiträge
Mann
*****din 600 Beiträge Mann
das problem mit den menschlichen grundbedürfnissen
hallo te

ohne jetzt im detail auf deine, teilweise ja schon sehr konkretem und lange
schlummernden phantasien einzugehen...

erlaube mir bitte deine gedanken in eine andere richtung zu lenken.
wir sind uns sicher darüber einig, dass sexualität zu den menschlichen grundbedürfnissen zählt?
genauso wie essen, trinken, atmen und und und..
und zu allem überfluss gilt die auch noch gleichberechtigt für männlein und weiblein.
(und natürlich auch für alle im rahmen der gendrifizierung entdeckten zwischenformen) [späßle]

wenn du jetzt eure küche, in der auch für die befriedigung eines menschlichen grundbedürfnisses
gesorgt wird, mit eurem schlafzimmer vergleichen solltest, was käme dabei heraus?
könnte es sein, dass deine antwort auf "jeden tag geschmacklosen griesbei" an denen sich beide
wohl oder übel gewöhnt haben, lautet?
schmeckt zwar nicht besonders, aber man verhungert wenigstens nicht....

jetzt habt ihr euch beide auch noch zugestanden, ihr habt nicht mehr so recht spaß an dem griesbrei?
was also würdest du tun, wenn es um die küche gehen würde?
und warum sollte das irgendetwas anderes sein als euer schlafzimmer?

nein du wirst nicht morgen der 5 sterne *koch* des 6 gänge menü...
aber was besseres als bisher bekommt ihr allemal hin.
ihr müsst nur anfangen. reicht doch schon zum anfang wenn ihr mal ins gewürzregal greift.
es gibt nix gutes, ausser man tut es.

also schieb das verschämte gedruckse in die schublade und mach hinne.

gruß Odin
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