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Hingabe: Nur ein Geschenk? Oder mehr als das?

*********5645 Frau
2.384 Beiträge
Für mich ist Hingabe ja nun erstmal ein Gefühl in mir. Das ist (wenn es passt) halt einfach da. Passiert und schwupps, bin ich hin und weg und gebe mich hin.
Daher kann es kein Geschenk sein, wo ich überlege, ob ich jetzt meine Hingabe schenke oder nicht *nixweiss*.
Ich denke die Bezeichnung "Geschenk" (ich nutze das nicht), soll vermutlich einfach nur die Wertigkeit hervorheben, da es ja was "besonderes" ist.
Und da es ja auch besonders schöne Geschenke gibt, worüber man sich sehr freut und die man in Ehren hält usw. kann ich das auch einfach so hinnehmen, wenn es einige so sehen.
Und da es hier das Thema Gegenleistung aufkam, als "Gegenleistung" sehe ich das nicht. Eine Beziehung welcher Art auch immer soll glücklich machen und da ergänzt man sich Bestenfalls, daraus resultiert natürlich ein Nehmen und Geben, aber auch das würde ich nicht auf die Waage legen.
Und wenn ich ein Geschenk mache, erwarte ich nicht zwangsläufig was zurück, es hat dann lediglich den Grund eine Freude zu machen.
******und Frau
3.727 Beiträge
Nicht Hingabe sondern Unterwerfung ist das Geschenk...
Ich würde stark unterscheiden zwischen Hingabe und Unterwerfung.

Ich unterwerfe mich dem Dom freiwillig, weil ich es so möchte. Weil es meine freie und bewußte Entscheidung ist mich ihm zu unterwerfen. In diesem Sinne gilt für mich (Auszug aus meinem Profiltext):

Unterwerfung ist ein Geschenk,
geboren aus Stärke,
genährt von Vertrauen,
erhalten durch Respekt und Achtung!

Und ja, das ist ein Geschenk. Und es ist ein Geschenk, daß sich nur mit Respekt und Achtung am Leben erhalten läßt. Sollte das Vertrauen verkümmern oder Respekt und Achtung verloren gehen, so wird das Geschenk zerstört. Und nicht einfach zurück genommen. Sondern es wäre für mich einfach nicht mehr existent. Also genau das was der TE ja auch sagt:
ich dürfte es also sogar kaputtmachen oder wegwerfen.
Ja, natürlich darf der Dom es auch zerstören. Dann würde es ihm jedoch eben auch keine Freude mehr bereiten. Und warum sollte jemand die Freude, die jemand bereit ist ihm zu schenken, zerstören? Wenn er das Geschenk nicht achtet, ist er es auch nicht wert und das Geschenk eben auch zerstört.

Und Geschenk ist etwas, was ich geben möchte um jemandem eine Freude zu bereiten. Nicht weil ich es muß oder aus dem (irrsinnigen) Verpflichtungsgefühl heraus ein Gegengeschenk bringen zu müssen. Diese Praxis des "Gegengeschenkes" finde ich sehr traurig, denn hier geht der Sinn eines Geschenkes, nämlich jemandem eine Freude zu bereiten, verloren.

Die Hingabe dagegen kommt aus meinem inneren Bedürfnis heraus, wenn ich mich bereits unterworfen habe. Diese Hingabe hat sich der Dom dann verdient, also durch Vertrauensaufbau erarbeitet. Und bei mir ist es dann tatsächlich die vollkommene Hingabe mit kompletter Kontrollabgabe für den Zeitraum des Spieles (nicht im Alltag wohlgemerkt), wie lange auch immer der andauert.

Ich schenke also meine Unterwerfung, möchte dem Herrn zur Verfügung stehen und gebe ihm aus vollem Herzen das, was ihm Freude bereitet. Die Hingabe jedoch wurde durch Vertrauen erarbeitet und ist daher für mich ein Verdienst und kein Geschenk.

Und doch funktioniert der ganze D/s-Komplex natürlich nur, wenn eine Gegenseitigkeit auftritt und dieses Geschenk der Unterwerfung achtsam angenommen und wertgeschätzt wird. Denn natürlich ist es
als Symbiose zu sehen
. Das Geschenk erfordert Respekt und Achtung um überhaupt existent zu sein. Daher ist für mich auch kein Widerspruch erkennbar. Und erst nach der Unterwerfung erfolgt die Hingabe. Aus dem inneren Bedürfnis heraus mich demjenigen, der meine Unterwerfung erhalten hat, voll und ganz hinzugeben. Und ihm die komplette Kontrolle zu überlassen. Das ist Hingabe für mich.
*******ht6 Paar
1.124 Beiträge
völlige hingabe ist nur bei (mindestens) vertrauen möglich. vertrauen das erarbeitet, verdient ist, also alles andere als ein geschenk.
hingabe als ein geschenk ohne vertrauen/zuneigung ist entweder schlicht egoistisch, "ich schenk mich dir, also mach nun gefälligst aus dankbarkeit" oder hirn und herzlos - wird also nicht angenommen.

im übrigen: das leben hat dir (sub) mich (dom) geschenkt, dem du dich hingeben/unterwerfen darfst, kannst, willst.... oder musst *fiesgrins* kann man auch umdrehen;-)

subs die sich oder ihr handeln, denken, fühlen, als geschenk ansehen, sind mir suspekt - wenn sie mein handeln, denken, fühlen nicht auch als "geschenk" ansehen.
so könnte man also sagen schenk ich dir -schenkst du mir. das verleitet zu dem gedanken wer denn das wertvollere geschenk gemacht hat *zwinker*
Ist Hingabe - ganz egal, ob SM, D/s oder Bondage - ein Geschenk?
Hm also im Grunde erwarte ich auch in einer "normalen" Beziehung die Hingabe meines Partners. Wobei natürlich zu klären wäre, was genau man denn unter Hingabe versteht und auf welche Bereiche sie bezogen ist. Aber ich sehe es im Prinzip nicht als ein "bsdm"-Ding an. Das Wort "Geschenk" finde ich, je mehr ich darüber nachdenke, auch nicht so wirklich passend. Aber irgendwo gehört "Hingabe" für mich einfach dazu und ich würde sie nicht als "Geschenk" betrachten, sondern eher als eine Art "Tausch-Ware". Aber im Grunde müsste ich erst einmal für mich geklärt haben, was denn nun genau Hingabe meinen soll und worauf sie sich im Einzelnen oder gar Allgemeinen beziehen soll.
Was meint ihr damit, wenn ihr sie als Geschenk bezeichnet?
Ich/Wir benutzen diesen Terminus nicht, von daher ist keine Antwort möglich
Muss da denn auch was zurückgeschenkt werden?
Entfällt ebenfalls bzw. ich würde mal behaupten A muss man grundsätzlich nichts "zurückschenken", aber es stellt eben häufig eher eine gesellschaftliche Konvention dar. B glaube ich ja nicht wirklich, dass der Begriff "Geschenk" so wirklich passend ist. Aber wenn man so will "schenkt" Top/Dom/whatever ja ebenfalls "Dinge" wie z.B. Verantwortungsübernahme (wobei die einzelnen Punkte je nach bdsm-Beziehungsform natürlich stark variieren können).
Hingabe - Geschenk oder geschenkt?
"Eine Frau, die sich hingibt, soll ein Geschenk sein und keine zusätzliche Belastung!" (Zitat aus dem Film "La Boum")

Es kommt also auf den Zusammenhang an, in welchem von Hingabe als Geschenk gesprochen wird.
Und ob Hingabe ein Geschenk ist oder nicht, liegt auch zum großen Teil im Auge desjenigen, dem sich jemand hingibt.

Den Gedanken, ein Geschenk dieser Art
sogar kaputtmachen oder wegwerfen
zu dürfen, empfinde ich als hochgradig menschenverachtend.
******uja Frau
6.914 Beiträge
Man möge doch unterscheiden zwischen
*******y_bb:
menschenverachtend
und "metaphernverachtend".

Vor allem, wenn eine Ablehnung bestimmter floskelhafter Metaphern eben daher rührt, dass man die Metapher bei wörtlichem Verständnis zu
menschenverachtend
findet.
****i2 Mann
11.399 Beiträge
Themenersteller JOY-Angels 
Danke für all die tollen und tiefen Einblicke in euer Verständnis von Hingabe als Geschenk. Sie haben bereits sehr gut meine Fragen beantwortet *happy*. Dennoch will ich nochmal nachhaken - denn so ganz alles ist mir immer noch nicht klar :).

Doch zuerst noch eine kleine Ergänzung:

*******y_bb:
Den Gedanken, ein Geschenk dieser Artsogar kaputtmachen oder wegwerfenzu dürfen, empfinde ich als hochgradig menschenverachtend.

Da übersiehst du aber, was ich aus dieser Feststellung folgere: es ist für mich deshalb eben kein Geschenk. Lies doch meinen Eingangspost nochmal. Dann siehst du auch, dass es mir um diesen Punkt geht:

*******ht6:
völlige hingabe ist nur bei (mindestens) vertrauen möglich. vertrauen das erarbeitet, verdient ist, also alles andere als ein geschenk.

Denn ich sehe es auch genau so:

******ise:
Wertschätzung, Liebe, Geben und Nehmen ist die Basis, daraus entsteht alles und oftmals mehr als man sich je erträumt hat.

Ein wichtiger Punkt ist: Geschenke haben einen rechtlichen und einen emotionalen Aspekt. Aus rechtlicher Sicht gehört mir, was ich geschenkt bekomme und ich darf dann tun damit, was ich will. Ganz egal, was die Person davon hält, die das Geschenk gemacht hat. Aus emotionaler Sicht hat das Geschenk aber einen Wert und man freut sich deshalb darüber. Natürlich ist da nicht der erste Gedanke: kaputtmachen!

Allerdings kann es sein, dass ein Geschenk im Laufe der Zeit seine Bedeutung verliert. Oder dass man frustriert ist, weil nie was zurückkommt oder weil es an Wertschätzung fehlt. Nach gesellschaftlicher Konvention fordert man in diesem Fall das Geschenk aber nicht zurück, sondern man erkennt vielleicht, sich im Gegenüber enttäuscht zu haben und stuft die Beziehung neu ein.

Und jetzt kommt der Punkt, der mich bei dieser Metapher aus dem emotionalen Standpunkt heraus stört: wenn das Geschenk ich selbst bin, dann muss ich das Geschenk zurückfordern, sollte ich erkennen, mich getäuscht zu haben.

Kann es unter diesem Aspekt ein Geschenk sein? Ich freue mich auf weitere Antworten zu den Eingangsfragen und vielleicht mag ja jemand auch noch diesen zusätzlichen Gedankengang kommentieren?
Man tut, was man selbst für richtig hält und selbst verantworten kann.
Was man selbst für falsch hält, lässt man sein.
Sollte sich eine Entscheidung im Nachgang als falsch herausstellen, dann lebt man entweder damit oder ändert was.
Fertig.
Ist Hingabe - ganz egal, ob SM, D/s oder Bondage - ein Geschenk?
Was meint ihr damit, wenn ihr sie als Geschenk bezeichnet?
Muss da denn auch was zurückgeschenkt werden?

Für mich ist Hingabe kein Geschenk, da ein Geschenk für mich impliziert, dass ich bewusst und beeinflussbar etwas von mir schenke. Gegenstände jeglicher Art sind schenkbar für mich.
Emotionen wie Hingabe, Liebe, Devotheit, Vertrauen, Treue, Respekt usw. kann ich nicht schenken. Es sind nicht willentlich von mir beeinflussbare Gefühle die aus meinem Inneren entstehen oder eben nicht.
Zudem ist Hingabe etwas, dass für mich erst wahrhaftig geworden ist, seitdem ich BDSM lebe.
Und nein, bei meiner Definition muss auch nichts zurück geschenkt werden.
******nee Frau
3.511 Beiträge
Es gibt rechtlich gesehen Anhaltspunkte, wann man ein Geschenk zurückfordern darf. Als konkreter Fall weiss ich aber soeben nur vom Verlobungsring, bei der auflösung der Verlobung.

Gehen wir also davon aus, dass Hingabe ein Geschenk ist. Nun empfindet man diese Hingabe nicht mehr, man hat sich getäuscht.
Ist es dann wirklich ein zurückfordern, oder nicht nur einfach ein vergängliches Geschenk wie zum Beispiel Rosen, Schokolade, Honig und weiteres, die auch irgendwann nicht mehr da sind?
******uja Frau
6.914 Beiträge
******nee:
Ist es dann wirklich ein zurückfordern, oder nicht nur einfach ein vergängliches Geschenk wie zum Beispiel Rosen, Schokolade, Honig und weiteres, die auch irgendwann nicht mehr da sind?

Das ist ein schöner und interessanter Gesichtspunkt! *top*

Unter diesem Blickwinkel könnte man tatsächlich den Aspekt des Zurückforderns relativieren, wenn man Kritik an der Geschenk-Metapher übt. Allerdings bleiben noch genug andere Aspekte übrig, um sie zumindest fragwürdig zu machen – wie dass das "Geschenk" in der Realität implizit oder explizit an bestimmte Bedingungen geknüpft wird und dass der Ausdruck eine starke Einseitigkeit beinhaltet. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit ungeliebter Geschenke. *zwinker*
******ose Frau
4.599 Beiträge
Warum soll die Hingabe ein Geschenk sein? Das verstehe ich nicht - denn Hingabe ist für mich ein sich tief einlassen, ohne Absicht, damit ein Geschenk zu sein.

Und was passiert, wenn die Hingabe nicht hingenommen oder angenommen wird? Oder nicht als solche wahrgenommen wird? Zerplatzt dann das Geschenk wie eine Seifenblase?

Ich finde nach wie vor das Wort Geschenk in diesem Zusammenhang total verfehlt.

Denn ich finde, dass das Annehmen und Empfangen der Hingabe mindestens genau so tief geht - denn damit lässt man den hingebenden Teil ankommen, so dass dieser sich fallen lassen kann. Annehmen kann deshalb wenn man es will, auch Geschenk nennen.... und dieses Geschenkgedöns bis zum Excess weitertreiben *gruebel*

Und warum soll sich ein Dom seine Sub verdienen? Meine Güte, was für ein Ding - dem Gegenüber könnte man auch gleich stellen, dass Sub sich die Aufmerksamkeit, die Bereitschaft sich der Bedürfnisse anzunehmen verdienen muss! Für mich echt grausliche Gedankengänge,

Genau so halte ich das gelobte "sich schenken" hahnebüchen, denn letztlich ist es nur, eine Beziehung eingehen, mit einem Gegenüber, bei dem ein wechselseitiges Erfüllen der Bedürfnisse möglich ist - und die Gefühle der Zuneigung, Tiefe und des Vertrauens stimmen.

Geht etwas verloren, stimmt die Beziehung nicht mehr, ist sie auch nicht zu retten, macht man Schluss und trennt sich. Und auch da gibt es nicht die Schuld, selbst wenn Geben und Nehmen nicht im Gleichgewicht war, zuviel zu geben ist mindestens genau so schlimm, wie zuviel zu nehmen - so wie Tun genausoschlimm sein kann, wie zu Unterlassen. Also mitnehmen tut ein jeder die Geschichte der Beziehung, fie Erinnerungen, die guten und die schlechten, und seine eigenen Emotionen und vielleicht weiterhin das Gefühl, ein verkanntes Geschenk zu sein.

Letztlich begegnen sich doch einfach Menschen, und nicht Geschenke.
*****uns Mann
4.072 Beiträge
@****i2

Bei vielen Gelegenheiten betonen Menschen auf der passiven Seite, dass … die Bereitschaft, sich auf ein aktives Gegenüber einzulassen, als Geschenk angesehen werden sollte.


Submissive ticken ähnlich wie Triebtäter, die erwischt werden wollen.

Und sie haben in der Regel sehr klare Vorstellungen davon, von wem ihr Trieb (sich unterwerfen zu dürfen) am liebsten gestellt werden möchte.

Wenn etwas als schenken deklariert werden kann, dann ist es die Sekunde in der das Vertrauens-Lego zwischen zwei Menschen spürbar klick macht - und es ist weiter die Aufmerksamkeit, die der Aktive dann dem/der Submissiven schenkt.

Die Hingabe eines Menschen, insbesondere die bedingungslose, ist zweifellos eine wunderschöne Basis. - Jede „Einforderung“ oder „Betonung“ aber, man möge die persönliche Unterwerfung doch als ein Geschenk betrachten ist nüchtern betrachtet nichts weiter als ein trojanisches Pferd, weil in dessen Inneren ein sehr starker Trieb hockt, der unbedingt raus möchte und liebend gern andocken will.

Und so gesehen wäre es klüger, wenn die „ich-mach-dir-ein-Geschenk-Fraktion“, ihre Bälle etwas flacher spielen würde, ansonsten erntet sie nämlich ganz schnell nur ein breites, für sich selbst sprechendes und ggfs. sehr kühles Grinsen von dominanter Seite.
******nee Frau
3.511 Beiträge
******uja:
wie dass das "Geschenk" in der Realität implizit oder explizit an bestimmte Bedingungen geknüpft wird und dass der Ausdruck eine starke Einseitigkeit beinhaltet.

Der Punkt ist, dass man doch allgemein erst etwas schenkt, wenn gewisse Bedingunen erfüllt sind. Von dem her, müsste man allgemein Geschenke hinterfragen, wenn das nicht sein darf.

Ich persönlich beschenke Menschen die ich mag sehr gerne. Ich erwarte aber keine Geschenke zurück, da mir das machen schon besonders freude bereitet. Ist es nun einseitig? Ich brauche gewisse Kriterien, damit ich schenke und gebe eigentluch mit dem Geschenk etwas zurück. Ein Geschenk ist nicht einseitig, warum sollte es dann bei der Hingabe sein?
*******e_S Frau
28.900 Beiträge
*****uns:
Und so gesehen wäre es klüger, wenn die „ich-mach-dir-ein-Geschenk-Fraktion“, ihre Bälle etwas flacher spielen würde, ansonsten erntet sie nämlich ganz schnell nur ein breites, für sich selbst sprechendes und ggfs. sehr kühles Grinsen von dominanter Seite.

Hm... sind dann die abgedroschenen Phrasen, die sich in den letzten Jahre etabliert haben, falsch verstandene Liebesmühe?

Ich bleibe bei meiner Ansicht, die meisten der s. g. "Geschenke" sind unter der Oberfläche ein Tausch. Was ja auch nichts Negatives ist.

******nee:
Ich brauche gewisse Kriterien, damit ich schenke und gebe eigentluch mit dem Geschenk etwas zurück. Ein Geschenk ist nicht einseitig, warum sollte es dann bei der Hingabe sein?


Es ist doch eine Vorraussetzung, damit überhaupt die Idee eines Geschenkes entstehen kann.
Ich persönlich finde den Ausdruck Geschenk auch etwas unpassend. Weil man ja doch eine gewisse Gegenleistung erwartet. Ich finde man sollte es als Teil einer Symbiose sehen. Denn was nützt die ganze Hingabe, wenn der Empfänger damit nicht umgehen kann oder will? Gar nichts. Ebenso kann ja nur ein passender Empfänger die Hingabe würdigen und entsprechend für seine Neigung nutzen.

Deswegen ist es für mich symbiotischer Natur, denn beide Seiten ziehen ihren Nutzen/Vorteil daraus.

So wie Sub ohne Dom nur ein Mann oder eine Frau mit einer Neigung ist und Dom ohne Sub ebenfalls. Nur gemeinsam ergeben sie Dom und Sub. Nur die Summe der beiden Teile ergeben ein Ganzes... *zwinker*
****en Frau
18.180 Beiträge
Naja, aber im Sprachgebrauch heisst es doch aber:
"Ich habe dir mein vollstes Vertrauen geschenkt."

Genauso schenkt man jemandem seine Liebe, seine Hingabe, seine Aufmerksamkeit.

Okay, ich selbst würde meine Gefühle für jemanden auch nicht so plakativ anpreisen, dass ich mich und meine Hingabe als Geschenk für die Männerwelt sehe. Das merkt derjenige, der mich abkriegt, dann schon von allein... hust
(Und bringt mich wieder zurück, hehe...)


Übrigens:
Wenn ich etwas schenke, erwarte ich als Gegenleistung ein Lächeln und die Freude des anderen darüber.
@Coleen
Heißt es nicht im Normalfall
" Und Ich Idiot habe Dir vertraut" *zwinker*
Mein Opa hat auch immer gesagt, ich sei geschenkt zu teuer.... *hae*
Es soll sogar welche geben die will man noch nicht mal geschenkt *zwinker*
Und andere sind einem lieb und teuer... *zwinker*
Oder unbezahlbar *ja*
*haumichwech* und diese Geschenke kriegt man schlecht wieder los. ...
*******ht6 Paar
1.124 Beiträge
hmmm. wer sich als geschenk sieht, darf sich dann also auch nicht beschweren wenn er umgetauscht wird.
so betrachtet kann mich mit "geschenk" dann doch anfreunden *lach*
******und Frau
3.727 Beiträge
@*****uns
Und so gesehen wäre es klüger, wenn die „ich-mach-dir-ein-Geschenk-Fraktion“, ihre Bälle etwas flacher spielen würde, ansonsten erntet sie nämlich ganz schnell nur ein breites, für sich selbst sprechendes und ggfs. sehr kühles Grinsen von dominanter Seite.

Ohne mich in überhaupt einer Fraktion zu sehen (schließlich geht es ja nicht um einen Kampf oder Parteien, sondern um Gefühle)... aber diese Bemerkung finde ich nicht nur abwertend sondern arrogant. Und arrogant hat so gar nichts mit dominant sondern eher mit mitleiderregend zu tun, denn oft beruht das auf der Unsicherheit der Menschen, die diese mit Arroganz zu verbergen suchen...

Vielleicht wäre es möglich diesen Thread ohne Abwertungen auf einer neutralen Basis zu halten. Denn der TE hat nach persönlichen Meinungen gefragt und nicht nach: Wie beurteilt ihr jemanden, der so oder so denkt?

Und so ganz nebenbei. Es geht ja nicht um das Einfordern
Jede „Einforderung“ oder „Betonung“ aber, man möge die persönliche Unterwerfung doch als ein Geschenk betrachten
, sondern es geht um das Verhältnis zwischen 2 Menschen untereinander und das wohl gemerkt GEGENSEITIGE Einlassen aufeinander. Es ist faktisch ein Geschenk. Schließlich ist es mein Leben, was ich als Sub dem Dom anvertraue. Und natürlich erwarte ich, daß das achtsam behandelt wird.

Hier dazu die Ausgangsfragen des TE:
Ist Hingabe - ganz egal, ob SM, D/s oder Bondage - ein Geschenk?
Was meint ihr damit, wenn ihr sie als Geschenk bezeichnet?
Muss da denn auch was zurückgeschenkt werden?

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