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Überprüfung von Homosexualität als Asylgrund

*******ella Frau
@feli Damit unterstellst Du im Prinzip allen Asylsuchenden dass sie nur deswegen hierher kommen um unser Sozialsystem auszunutzen. Ich arbeite mit Asylsuchenden und kann Dir sagen dass dem sicher so nicht ist. Die allermeisten von denen haben unglaublich schlimme Dinge erlebt und suchen Schutz. Die würden unheimlich gerne arbeiten und sich hier integrieren um endlich ein ruhiges sicheres Leben zu führen wenn man sie den ließe.
Es ist doch nicht so, dass die dann hergehen, sich hinstellen und sagen "ich bin homosexuell" und dann bekommen sie daraufhin sofort nen Schein mit Stempel der besagt dass sie da bleiben dürfen. Die Prüfungen sind extrem umfangreich, langwierig und seelisch belastend. Sie werden so sorgfältig durchgeführt wie das eben bei schwer zu beweisenden Sachlagen möglich ist.
Homosexualität seit 2013 Asylgrund
Würden solche freiwilligen Beweise der Betroffenen zugelassen, könnte dies nach Auffassung des Gerichtshofs "de facto darauf hinauslaufen, dass von ihnen solche Beweise verlangt würden". Das Gericht betonte überdies, das Antragsteller nicht schon deshalb als unglaubwürdig eingestuft werden dürfen, weil sie zunächst zögern, intime Aspekte ihres Lebens zu offenbaren und ihre Homosexualität anzugeben.
Im Ausgangsverfahren hatten drei Männer aus Sierra Leone, Senegal und Uganda in den Niederlanden Asyl wegen Verfolgung aufgrund ihrer Homosexualität beantragt. Dies ist in der EU seit 2013 ein Asylgrund. Einer der Männer hatte angeboten, seine Homosexualität in einem "Test" zu beweisen. Ein weiterer hatte ein Video vorgelegt, das ihn bei entsprechenden Handlungen zeigte. Nachdem die Asylanträge der Männer abgelehnt worden waren, legte ein niederländisches Gerecht auf den Einspruch der Betroffenen hin dem EuGH die Frage zu den Grenzen einer Glaubhaftigkeitsprüfung vor.
02.12.2014, Quelle: afp, dpa

Also soooooooo viele die sich darauf berufen werden es wohl noch nicht sein.
Mir sind solche Asylgründe dann noch lieber, soweit man überhaupt davon sprechen kann, als die aus Kriegsgebieten flüchten müssen weil in ihre Heimat mit Waffen der Länder geführt wird in die sie dann flüchten.

Irgendwie schizophren gelle
***********
danke für diesen tollen beitrag La_Doncella !
La_Doncella:
Damit unterstellst Du im Prinzip allen Asylsuchenden dass sie nur deswegen hierher kommen um unser Sozialsystem auszunutzen.

Wo unterstelle ich das? Aber für die, die aus diesem Grund kommen (und davon wird es sicher welche geben), ist dieses Gerichtsurteil durchaus ein Türöffner.

La_Doncella:
Es ist doch nicht so, dass die dann hergehen, sich hinstellen und sagen "ich bin homosexuell" und dann bekommen sie daraufhin sofort nen Schein mit Stempel der besagt dass sie da bleiben dürfen.

Natürlich nicht... aber ein Flüchtling aus Mauretanien z.B. dürfte anderweitig kaum Chancen auf Anerkennung seines Asylantrags haben. Dort herrscht kein Krieg, nicht mal bürgerkriegsähnliche Zustände. Es gibt auch keine Verfolgung von Minderheiten. Aber eine wirtschaftlich nicht unbedingt "rosige" Lage. Dass die Flüchtlinge bei uns arbeiten und gutes Geld verdienen wollen, mag schon sein. Wer will das nicht gerne. Fakt ist aber, ungelernte Hilfskräfte ohne ausreichenden Bildungsabschluss haben wir selbst schon genug, und so ehrenwert die Ziele auch sind, so unwahrscheinlich ist die Chance, dass diese Leute dann auch eine Arbeit finden. Die wenigen Zuwanderer, die es tatsächlich schaffen, sich beruflich zu qualifizieren, sind so selten, dass es sogar hin und wieder mal einen Zeitungsartikel wert ist.

Um jetzt nicht generell missverstanden zu werden: Ich bin nicht generell gegen Asylsuchende in unserem Land. Menschen, die aus Kriegsgebieten fliehen und tatsächlich um ihr Leben bangen müssen, sind mir herzlich willkommen und ich wäre der Letzte, der solchen Menschen eine Chance verwehren würde. ABER! Um diesen Menschen effektiv helfen zu können, die wirklich Hilfe brauchen, ist es wenig effektiv, wenn Aufnahmeeinrichtungen verstopft sind mit "Glücksrittern", die nur vor der Armut im eigenen Land fliehen und sich hier Hoffnung auf ein besseres und einfacheres Leben machen.
**********
nur ein paar gedanken
die diskussion ueber asyl ist ja letztlich eine grundsatzdiskussion. sie ist nicht nur politischer, sondern auch philosophisch/ethischer natur. sich darueber auszutauschen kann in einem erotikforum schnell aufs glatteis fuehren....;-)
meiner ansicht nach hat eine meinung dazu viel mit dem menschen- bzw weltbild zu tun, welches man so verinnerlicht hat. auf der einen seite das hæufig gehørte " das boot ist voll" - argument mit dem schueren der ueberfremdungsængste, auf der anderen seite dann der sogenannte " gutmensch", der recht realitætsfremd multikulti propagiert
die festung europa, durch frontex, hohe zæune und asylantragshuerden geschuetzt, wird eingenommen ? die made im speck wird von (womøglich!) scheinhomosexuellen mænnern geflutet, die " nur arm " sind. " nur arm " ? warum eigentlich " nur " ? wuerde ich behaupten ich sei lesbisch, wenn ich fuer meine kinder nichts mehr zu essen hætte ? wahrscheinlich. unterscheide ich bei asylsuchenden nach "guten" und " schlechten " ? also der intellektuelle syrer ist ok, die 8-køpfige sintifamile aus rumænien eher nicht ? ja. ich unterscheide. ich werte.
warum werte ich ?
ist die flucht aus erbarmungswuerdigen umstænden nicht etwas sehr menschliches? egal ob nun politisch verfolgt oder nicht ? es gibt lænder, da kann man noch nicht einmal etwas zu essen KLAUEN, weil es schlichtweg nichts gibt, was man klauen kønnte . " nur " wegen armut fluechten ? ich wuerde es tun, wenn ich wuesste, da ist ein land, in dem meine kinder wenigstens einmal am tag eine warme mahlzeit bekommen.
wir sind so arrogant in unserer vermeintlichen sicherheit. warum sind wir eigentlich so reich ? an wem mæstet sich das europæische/westliche system? wer zahlt drauf...auf wessen kosten lassen wir es uns so herrlich selbstgerecht gutgehen?
ist es nicht anmassend, in einer scheinbar so globalisierten welt ( planet gehørt allen ) ausgerechnet ueber jene abfællig und von oben herab zu urteilen, die unseren reichtum erst ermøglichen durch ihre armut ? ist es møglich, den west/noreuropæischen wohlstands-status aufrechtzuerhalten, wæhrend die welt um uns herum langsam aber sicher in scherben zerspringt?

die vorwuerfe richten sich meiner meinung nach gegen die falschen. die armen " gluecksritter", die wir so herrlich rational behandeln, als wuerde uns irgendwas gehøren, sind jedenfalls nicht die richtigen adressaten fuer kritik. das sind eher die multimilliardære, die ganze kontinente aus unglaublicher geldgeilheit ausbluten lassen.

es werden grosse herausforderungen auf uns zu kommen. wir kønnen uns verhalten wie die møwen in dem kinderfilm " nemo "...næmlich: " meins meins meins " kreischen, oder aber wir begreifen, dass die zeichen der zeit auf " teilen " stehen. aber vielleicht bauen wir ja auch irgendwann DIE mauer....wie in westeros *zwinker*

ich finde die diskussion schwierig. auch ich hænge an dem, was ich " habe ", geniesse den luxus des nordeuropæischen daseins, meide bestimmte gegenden...kann vom elfenbeinturm der materiellen sicherheit leicht labern...und ich kann in meiner ambivalenz diesbezueglich auch bei keiner meinung so richtig andocken. schade eigentlich...es kønnte so leicht sein *zwinker*

und zum thema : wenn ein mann sagt, er ist homosexuell, dann glaube ich ihm das. soweit kommt es noch, dass schwarzafrikaner vor den weissen wachen wichsen muessen ...( der war jetzt etwas polemisch....sorry )
LanaRide:
ist die flucht aus erbarmungswuerdigen umstænden nicht etwas sehr menschliches? egal ob nun politisch verfolgt oder nicht ?

Natürlich... aber ich muss doch unterscheiden, ob ich etwas an meiner Situation ändern kann oder ob mir tatsächlich nur die Flucht bleibt. Wenn ich mir nichts zu Essen leisten kann, sollte ich zunächst einmal fragen: warum nicht? Kein Geld? Keine Arbeit? Keine Qualifikation? Was tue ich dagegen? Kann ich vielleicht auch selber meine Nahrung produzieren?

Stehe ich aber gerade zwischen zwei Fronten sich bekämpfender Volksgruppen oder gehöre ich zu einer Minderheit, die bekämpft wird, habe ich sehr wenig Chancen etwas zu ändern. Hier ist die beste Überlebensstrategie nunmal, meinen Arsch in Sicherheit zu bringen.

LanaRide:
" nur arm " ? warum eigentlich " nur " ?
Weil es für Armut Auswege gibt. Weil ein Betroffener die Chance hat, etwas gegen seine Armut zu unternehmen. Diese Chance haben die Bewohner von Aleppo nicht.

LanaRide:
warum sind wir eigentlich so reich ? an wem mæstet sich das europæische/westliche system?
An einer Hypothek auf die eigene Zukunft. An dem Versprechen, den von der Zukunft geborgten Wohlstand für die Zukunft zu mehren, um den Kreis zu schließen...

LanaRide:
warum sind wir eigentlich so reich ?
Weil wirgelernt haben, den Neid dazu aufzuwenden, unsere Situation zu verbessern und nicht dazu die Situation des Beneideten zu verschlechtern. Weil es bei uns nicht verwerflich ist, Reichtum zu schaffen, weil bei uns Reichtum nicht von Neidern zerstört wird.

LanaRide:
ist es møglich, den west/noreuropæischen wohlstands-status aufrechtzuerhalten, wæhrend die welt um uns herum langsam aber sicher in scherben zerspringt?

Die Frage wird sein "ist es möglich, die Situation in den zerbrechenden Regionen zu verbessern". Ist es möglich, dort einen Wandel weg von "Ich habe nicht, also darfst du auch nicht haben" hin zu "Er hat, wie schaffe ich es, auch zu haben" zu schaffen. Oder mit dem altphilosophischen Ansatz: Gib jemand einen Fisch und er wird für den Moment satt sein. Gib ihm eine Angel und er wird für lange satt sein.
und zum thema : wenn ein mann sagt, er ist homosexuell, dann glaube ich ihm das. soweit kommt es noch, dass schwarzafrikaner vor den weissen wachen wichsen muessen ...(


Dem hat ja der EGH einen Riegel vorgeschoben. Asylprüfer müssen schon einen anderen Weg finden dem Asylantragsteller zu glauben, dass er wegen seiner Homosexualität in seinem Heimatland um Leib und Leben fürchten muss.

Ansonsten sehe ich es wie http://www.joyclub.de/my/3283076.lanaride.html. Unser "Wohlstand" ist letztens auf Ausbeutung auf Ressourcen meist von sogenannten Drittländern begründet. Das sind Hungerlöhne die gezahlt werden, seltene Erden wo nach der Förderung eine Mondlandschaft zurückbleibt wo kein Grashalm mehre wächst. Ich könnte jetzt rund um den Globus Länder aufzählen wo die moderne industrielle Wirtschaft diese Länder gnadenlos ausbeutet.

Für die heimische Bevölkerung ist das eine wirtschaftlich und humanitäre Katastrophe. Klar, dann kommen die vielen Hilfsorganisationen mit ihren sicher gut gemeinten Maßnahmen, aber es ist ja immer nur ein Tropfen auf den jeweiligen Hotspot der Not.

Und ich? Mich, Pardon, kotzt mein Wohlstand an. Wozu brauche ich das alles? Fortschritt ist nicht aufzuhalten, das gehört wohl einfach auch zum Leben. Aber ich wünschte mir, dass dann alle gerecht davon partizipieren. Wir, vor allem die Regierenden in allen Ländern weltweit, sind die Marionetten der Großkonzerne die nur auf Gewinnmaximierung aus sind.

Und es ist ja nicht so, dass wir das nicht alles im groben Umfang wüssten, aber wir verschließen einfach unsere Augen vor der globalen Katastrophe die unweigerlich kommen wird. Und ich bin jetzt nicht jemand der an Verschwörungstheorien glaubt, ich setze da nur meinen Verstand ein, dass das alles nicht ewig so weiter gehen wird.

Das lehrt auch einfach die Geschichte.


Anbei mal ein Link, der nur aufzeigen soll in welchem Überfluss wir leben und wie wir manipuliert werden. Hat mit dem Thema an sich nichts zu tun, und doch zeigt es auf was hier schief läuft. Denn es sind ja wieder Ressourcen die hier gebraucht werden, egal, ob es Menschen benötigt die das herstellen oder das dafür benötigte Material (Rohöl)
Links nur für Mitglieder
***************
@feli. eine frau, die jede nacht mit 2 kleinen kindern huckepack 10 km laufen muss, um etwas trinkwasser aus einem brunnen zu schöpfen...und das durch milizengebiet, immer in todesangst, diese frau hat keine zeit für neid.

people for people *zwinker*

@evian. d`accord.
****tb Frau
JOY-Team 
zur Info
Die letzten Beiträge, die nicht im Einklang mit unseren Spielregeln standen, habe ich gelöscht.

Bitte bezieht eure weiteren Beiträge auf das ursprüngliche Thema: Überprüfung von Homosexualität als Asylgrund

*danke*

Liebe Grüße
xxxotb
JOY-Team
******o67 Mann
@ all

Jeder Beitrag für sich stellt für mich einen Treffer ins Schwarze dar, egal von welcher Seite her argumentiert wird. Klingt komisch, ist aber so ...

Die Frage, die sich für mich stellt ist jedoch folgende: wie bzw. durch wen oder was wird/wurde die Situation erzeugt, die diese Flüchtlinge dazu treibt ins "gelobte" Land zu gelangen ... egal wie, egal mit welchem Risiko für Leib und Leben das man auf sich nehmen muss.

Erst wenn man das "abstellt", braucht man Menschen nicht mehr durch peinlich-unamgenehme Fragen wie z.B. zu ihrer Sexualität in Bedrängnis bringen und Menschen nicht auf "die Palme", weil sie um das Fürchten, was sie mir eigener Hände Arbeit, unter sozialen Entbehrungen und mit erheblichem Risiko selbst geschaffen haben (ich weiss von was ich spreche!).
*********
Asylgrund: Homosexualität
Ich finde es sehr schwierig, die sexuelle Orientierung einer Person "herauszufinden". Wie soll das gehen? Es steht einem ja nicht auf die Stirn geschrieben. Wohl dürfte bekannt sein, dass Homosexualität in manchen Ländern die Todesstrafe zur Folge hat, weshalb ich es generell gut finde, dass hier Asyl gewährt werden kann. Aber die Feststellung der sexuellen Orientierung halte ich für sehr kompliziert. Auch gibt es, meiner Erfahrung nach, sehr oft Personen, die einem ihre Vermutung einfach aufzwingen. Mir passiert es oft, dass mir gesagt wird, ich sei ja gar nicht lesbisch. Was ich dazu sage, spielt keine Rolle. Oder die eigene sex. Orientierung wird nicht für voll genommen, so nach dem Motto: Ach, das ist ja nur ne Phase oder du musst erstmal richtig rangenommen werden, dann verliegt das schon. Auch habe ich mich selbst schon oft bei Frauen vertan, bei denen ich mir ganz sicher war, sie seien lesbisch und die waren dann aber stockhetero.
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