![]() | 24. August 2011 Keine Erfahrung und DOM kennen gelernt Bräuchte bitte mal einen Rat bzw. Eure Meinungen: Seit einiger Zeit nun weiß ich, dass ich eine devote Ader habe. Immer wieder stelle ich mir vor, wie ich vor einem Mann knie und er über mich verfügt. Mir Strafen auferlegt, wenn ich etwas falsch mache. Mit Strafen meine ich Spanking. Mehr kann ich mir in dieser Richtung nicht vorstellen. Überhaupt kann ich Schmerzen eigentlich nichts abgewinnen, daher würde ich nicht sagen, dass ich masochistisch veranlagt bin. Eher das Spiel mit der Demut reizt mich. Jetzt zum eigentlichen Thema: Ich bin absolut unerfahren auf diesem Gebiet, hatte also noch keine Session, würde aber gerne auf diesem Gebiet Erfahrung sammeln. Und trotzdem habe ich fast schon Panik davor es auszuprobieren, weil ich nicht weiß, was genau von mir verlangt wird und ich sehr unsicher bin. Nun habe ich jemanden kennen gelernt, der BDSM quasi lebt. Für mich soll es sich aber nicht in den Alltag hinein ziehen, da ich verheiratet bin und Kinder habe (mit meinem Mann kann und möchte ich es nicht erleben, da wir eine Krise gerade durchmachen). Ich möchte nur eine "Spielbeziehung". Ich möchte diesem Mann "dienen", wie er es nennt.(An 24/7 ist er auch nicht interessiert) Und trotzdem scheue ich noch davor zurück. Er sagte mir, ich würde es lernen ihm zu dienen. Er weiß, dass ich es nicht im Alltag praktizieren möchte und trotzdem gab er mir beim 1. Telefonat direkt eine Aufgabe. Ich bin dieser nachgekommen, da ich es erregend fand, aber auch schwierig umzusetzen. Beim 1. Treffen erklärte er mir, dass er, wenn ich mich darauf einlasse, die Orgasmuskontrolle über mich habe. Ich möchte diesen Mann unbedingt wieder sehen und auch vertraue ich ihm, aber ich habe auch etwas Angst. Es sind Aussagen von ihm, die mich irritieren wie z.B. "Du wirst es ausbaden". Das verängstigt mich. Testet er mich? Sucht er eine Sklavin? (Er hat mir keine Antwort darauf gegeben, als ich ihn gefragt habe, ob er eine Sklavin will). Ich bin etwas überfordert mit der Situation und hoffe, es kann mir jemand helfen. Vielen Dank im Voraus! |
![]() | 25. August 2011 Ohhh.... ...noch keine Antwort? Liebe Heelmaus, ich bin nun wirklich die Letzte, die Dir fachmännische Ratschläge geben kann. Aber einen wichtigen Tip habe ich für Dich: Hör auf Deinen Bauch! Wenn Du ein ungutes Gefühl hast, dann lass es. Und diese "Spielbeziehung" wird mit Sicherheit nicht in Deinen Alltag "einziehen" sondern sie wird Deinen Alltag BEHERRSCHEN - sofern Du darin Deine Erfüllung findest. Ich mache jetzt Platz für die alten Hasen und wünsche Dir alles Gute! |
![]() | 25. August 2011 Ich kann dem nur zustimmen, hör auf deinen Bauch. Das hätte ich z. b. auch schon eher tun müssen. LG die Katze |
![]() | 25. August 2011 Du vertraust einem Dom,der nichts besseres zu tun hatte,als sich gleich bei der ersten Aufgabe über deinen Wunsch nach Nichteinbeziehung in deinen Alltag hinwegzusetzen? Er weiß, dass ich es nicht im Alltag praktizieren möchte und trotzdem gab er mir beim 1. Telefonat direkt eine Aufgabe. Nach allem,was du geschrieben hast,scheinst du für ihn ein "gefundenes Fressen" zu sein.......... |
![]() | 25. August 2011 Wir wissen nicht, was die Aufgabe war. Zumindest mag sie lt. Profil Zielstrebigkeit. Da wird sie wohl "angebissen" haben... Und da er schnell zur Orgasmuskontrolle gekommen ist, weiß sie auch, woran sie ist – es wird wohl noch etwas dauern, bis das "gesackt" ist... Hoffen wir's Beste, liebe Leser... |
![]() | 25. August 2011 Ich möchte vorausschicken, dass es ziemlich schwierig ist, Dir einfach so, ohne Dich der ihn zu kennen, einen Ratschlag zu geben. Die Entscheidung kann Dir hier also keiner abnehmen. Allerdings kann ich ja mal meine Meinung zu dem, was Du beschreibst, abgeben. Zuallererst finde ich Sätze wie "Du wirst es ausbaden" nicht bedrohlich, zumindest nicht auf die Weise, auf die Du es verstehst. Bei mir erzeugen solche Worte eher eine prickelnde Vorfreude, wobei das wahrscheinlich auch davon abhängt, wer das in welchem Kontext sagt. In meinem Fall hab ichs verdient wenn nicht sogar provoziert, wenn ich sowas "angedroht" bekomme, und da schwingt dann auch in seiner Stimme eine augenzwinkernde Vorfreude mit. Aber ansonsten fehlt mir in Deiner Beschreibung ein bißchen, was genau Dir nun diese Bedenken macht? Das macht es schwierig, Dir zu helfen. Was ich viel eher bedenklich finde, ist, dass Du schreibst, Du hast zum einen Eheprobleme und zum anderen willst Du Dich ausgerechnet jetzt in so ein Abenteuer stürzen. Ich nehme mal an, Dein Mann sollte davon nun nicht unbedingt erfahren? Für mich ist es schwer vorstellbar, das alles unter einen Hut zu bekommen, denn selbst wenn Du versuchst, das schön ordentlich zu trennen, musst Du Dich trotzdem auf ihn einlassen und wenn Du dann erstmal Feuer gefangen hast, wird das wahrscheinlich immer schwieriger, ihn im Alltag aus Deinen Gedanken zu verbannen, nicht immer mehr zu wollen, Dich nicht in Lügen zu verstricken... Ich weiß nicht, ob ich ausdrücken konnte, was ich meine? |
![]() | 25. August 2011 Beim 1. Treffen erklärte er mir, dass er, wenn ich mich darauf einlasse, die Orgasmuskontrolle über mich habe. Mich würde interessieren, warum das so schwierig umzusetzen war, wo es dich doch scheinbar erregt hat? Du schreibst, das du mit deinem Mann eine Krise durchmachst.Schlaft ihr da miteinander und du hast jedesmal einen Orgasmus, so das dein Mann stutzig werden würde, wenn du keinen hast? Ansonsten kann ich mir die Schweirigkeiten dieser Aufgabe nicht wirklich vorstellen. Und weiss dieser Top Bescheid, wie es bei deinem Mann und dir abläuft oder nicht? Hat er diese Aufgabe also einfach in Blaue hinein gestellt oder...? |
![]() | 26. August 2011 @ SubClara Kann es sein, daß das, was Du auszudrücken versuchst, ein Abschied auf Raten ist? Zuerst wird anderweitig ausgelebt, was in der Beziehung fehlt. Man nimmt dem Partner nichts weg, weil der's ja nicht braucht oder will. Es geht einem besser, und davon hat ja schließlich auch der Partner etwas. Vor allem immer mehr Freizeit... Mit der Zeit wird immer mehr Engergie in das andere investiert, was einem besser tut. Diese Energie fehlt zwar zur Lösung der Beziehungsprobleme, aber die werden mit der Zeit immer unwichtiger... Im Grunde ist das konsequent inkonsequent. Wenn die Möglichkeiten zur Lösung von Problemen tatsächlich ausgeschöpft sind und es keinen Weg gibt – ihn nnicht zu sehen ist zu kurz gesprungen – muß man halt einsehen, daß es an der Zeit ist, daß sich die Wege trennen. Und die Energie erst mal da hineinstecken, das mit Anstand und Respekt über die Bühne zu bringen, statt hier und da Gastspiele zu geben. |
![]() | 26. August 2011 Danke ...fürs Weitererklären Wobei das dann noch das glücklichste Ende für alle ist, denke ich. Im schlimmsten Fall zerreißt sie sich und irgendwann wird alles zu viel... |
![]() | 26. August 2011 ... oder sie wählt den Weg, sich ganz auf den Dom einzulassen (Trennung inklusive) und dann wirds dem Dom zuviel - alles war überhaupt ganz anders gemeint und niemals so gedacht - und sie wird weggeworfen wie ein gebrauchtes Spielzeug. Um die Geschichte mal weiter zu spinnen, allerdings nicht wirklich unrealistisch, leider. |
![]() | 26. August 2011 . Ich finde den Zeitpunkt während der Ehekrise äußerst ungünstig. Solltest Du Dich im Kopf noch nicht von Deinem Mann getrennt haben, sondern hoffst auf ein gemeinsames Zusammensein, so wird das Spiel mit dem Dom sicher nur ein weiterer Keil zwischen Euch sein. Wenn Du Ihm Deine Grenzen mitteilst und er sich im ersten Telefonat (!) darüber hinwegsetzt kann ich das auch nicht richtig gut und vertrauenswürdig finden. ...meine Meinung. Gruß, Whisky |
![]() | 26. August 2011 Danke erst mal für die Antworten. Die Probleme mit meinem Mann bestanden schon bevor ich meine devote Neigung entdeckt habe. Und ihr habt sicherlich recht, dass ich erst einmal die Trennung über die Bühne kriegen sollte. Vom ersten Telefonat bis zum ersten Treffen mit dem Top vergingen keine 24 Stunden, also alles sehr zügig. Es hat sich so ergeben. Und erst bei dem Treffen selber überkam mich die Erkenntnis, dass ich mich in seine Hände begeben möchte. Das Verlangen danach ist enorm, aber trotzdem schrecke ich noch davor zurück. Er hat mir auch gesagt, dass es weitgehenst aus dem Alltag raus gehalten wird. Allein der Kinder wegen möchte ich das auch nicht. Ich denke, ich habe soviel Angst mich dazu zu überwinden, weil ich ihn nicht einschätzen kann, da ich ihn nicht kenne. Und trotzdem hat er mein Vertrauen. Irgendwie widersprüchlich, das weiß ich. Ist aber auch schwierig zu erklären. Was die Aufgabe betrifft, so hab ich ihm beim Treffen erst gesagt, dass ich das eigentlich nicht will. Erregt hat es mich, diesem Folge zu leisten. Es stürmt alles plötzlich auf einen zu: die Erkenntnis, das unbändige Verlangen, die Angst, das Ungewisse, die privaten Probleme...allem möchte man gerecht werden und fängt dann an auszuwählen, was am Wichtigsten ist. |
![]() | 27. August 2011 Sehr, sehr vorsichtig sein, bitte! Es gibt hier eine Gruppe von Menschen, die Dich sehr gerne absichern, wenn Du Dich mit dem Mann triffst! Man nennt das covern! Schau mal bei den Gruppen nach. Außerdem rate ich Dir, mit Mitgliedern der Gruppe BDSM Kontakt aufzunehmen. Es gibt auch Frauengruppen (Subs), welche Dir Ratschläge geben können! Wenn Du mich anschreibst, helfe ich auch gerne mit Tips weiter. Alles Gute! |
![]() | 27. August 2011 Du hast etwas entscheidendes geschrieben: Und trotzdem hat er mein Vertrauen. Hat er das? Stell dir ein paar Fragen, z.B.: Worauf gründet sich Dein Vertrauen? Verhält er sich vertrauenswürdig? Bist Du sicher (safe), wenn Dein Vertrauen mißbraucht würde? Sich in die Hände von jemandem zu begeben, setzt ein tiefes Vertrauen voraus. Bist Du sicher, dass in dem, was Du schilderst, wirklich Vertrauen gegeben ist oder wird es nur durch Deinen Wunsch nach mehr ersetzt? Mein Vorschlag: Lerne diesen "Dom" erst einmal etwas besser kennen und prüfe sorgsam, ob Du Vertrauen haben kannst. Und noch etwas: Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Devotheit bedeutet, die Verantwortung für sich selbst abzugeben. Bleibe verantwortlich Dir selbst gegenüber. Rig |
![]() | 28. August 2011 Salut HeelMaus, es ist sicherlich schwierig Dir zu irgendetwas zu raten ohne in Beratungseuphorik zu verfallen. Von daher möchte ich anstatt unpräzise Antworten zu geben, Dir lieber ein paar Fragen (einige davon provokant, ich weiß) stellen, die Du für Dich beantworten solltest und die Dich vielleicht ein bisschen weiter bringen: 1. Willst Du eine Spielbeziehung für Dich oder um Deinem derzeitigen Partner eins auszuwischen, auch wenn er u.U. erstmal nichts davon weiß ("sieh mal, ich kann sooo viel Spaß ohne Dich haben") 2. Du hast Deine "devote Seite entdeckt". Hast Du sie wirklich entdeckt? (Weil "devot" ist ja auch irgendwie so eine Modeerscheinung geworden) 3. Bist Du bereit Dich nicht zu verlieben? (Die Umstände scheinen das zu erfordern) 4. Weißt Du, was Du von einem dominanten Mann erwartest? Kannst Du es kommunizieren? 5. Glaubst Du wirklich, daß dieser Mann tatsächlich dominant ist, oder hat er einfach zweimal zu oft "Die Geschichte der O" gelesen? 6. Weißt Du wie Du das unterscheiden könntest? 7. Has Du das Gefühl außerhalb "der Bettkante" mit ihm auf Augenhöhe agieren zu können? Denke für Dich darüber nach, wäge Deine Antworten ab, entscheide selbst. Wenn Du zum Entschluß kommst "Alles prima. Ich will Spaß" dann zieh los und habe Spaß - es wird sich lohnen. Wenn Du Zweifel hast - lass die Finger davon, denn nichts ist nachhaltig bedrückender als ein verkorkster Start ins neue "BDSM-Leben". Leider ist es so, daß sich viele Dumm-Doms herumtreiben und für mich sind solche daran auszumachen, daß sie von "Erziehung" sprechen bevor sie überhaupt nach dem Vornamen des Gegenübers gefragt haben (überspitzt ausgedrückt). Denke daran: Du bist eine Persönlichkeit, keine Sache, keine Ware (gut, hier werden mir jetzt einige Dominanz-Genossen eine Diskussion darüber aufdrücken wollen, daß dem gerade nicht so ist, aber so verstehe und lebe ich BDSM halt...) Und genau unter diesem Gesichtspunkt solltest Du Dinge am Anfang angehen. Bei aller Unterwerfung, Submissivität und bei allem was zu ertragen Du vielleicht bereit bist: Wirklich glücklich wirst Du dabei nur sein, wenn Du all dies mit Stolz sein kannst. Ich Wünsche Dir auf Deinem Weg viel Glück, der Oliver |
