Sind Narben für Frauen schlimmer als für Männer...?

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Themenersteller
 Themenersteller
24. Jun 12

Sind Narben für Frauen schlimmer als für Männer...?
Nachdem ich (der weibliche Part) bereits seit 22 Jahren mit einer großen Bauchnarbe lebe, frage ich mich inzwischen, ob Narben insbesondere für Frauen viel schlimmer sind als für Männer...?

Es beschäftigt mich nun schon lange warum das wohl so ist (oder kommt es mir als selbst Betroffene vielleicht auch nur so vor), dass hier nach meinen persönlichen Erfahrungen doch gewaltige Unterschiede zwischen den Geschlechtern gemacht werden, wenn es um die "gesellschaftliche Bewertung von Narben" geht...?


Habt ihr hier ähnliche Erfahrungen gemacht...???


Wie lebt ihr mit Eueren Narben im Alltag; zeigt ihr sie offen oder versucht ihr sie eher zu verstecken...?
 
 
24. Jun 12

Ich habe eine Narbe am Bauch und 2 am Rücken,von meinen Bandscheiben Op´s. Ich finde sie nicht schlimm,sie gehören dazu,warum verstecken?
 
 
24. Jun 12

Vielleicht spukt denn doch das weibliche Schönheits- Perfektions- Ideal, dass jedes Blättchen ziert, durchs Hirn?

Bestimmte Narben kann ein Mann ja noch als "markant" verkaufen.

Ja, ich glaube, Frauen empfinden Narben auf ihrem Körper als schlimmer.
Aber ich glaube auch, Männer scheren sich da weniger drum als frau allgemein annimmt.

Wenn der Kerl mich mitsamt meinen Schwachstellen will, dann scheint ihm das Gesamtpaket zu gefallen - so what?
 
 
24. Jun 12

Hmm... gute Frage. Vielleicht ist da doch noch etwas das geschlechtsspezifische Denken in den Köpfen. Eine Narbe beim Mann sieht interessant aus, und zeugt von einem eventuellen körperlichen Einsatz, während eine Narbe bei einer Frau eher verletzlich wirkt. *nachdenk*

Ihr habt ja auch ein paar sehr erotische Bilder in Eurem Profil, wo man Narben erkennen kann. Ich persönlich würde da jetzt keinen großen Unterschied machen, ob eine Narbe an einem Frauen- oder Männerkörper zu sehen ist.

Die Narben sind ein wichtiger Bestandteil des jeweiligen Menschen und erzählen von vielleicht dramatischen Lebenssituationen. Ich finde die Bilder sehr erotisch und man schaut fast noch etwas genauer hin und fragt sich, was wohl für eine Geschichte dahinter steckt.


[url=http://www.joyclub.de/my/872536.dreamteam66831.html] Grüße von Herrn Dream *wink*[/url]
 
Themenersteller
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24. Jun 12

@Omphale
Bei Männer habe ich auch häufig die Erfahrung gemacht, steht eine Narbe für Stärke und Männlichkeit und wird nicht selten auch gerne gezeigt; während bei Frauen dies eigentlich gesellschaftlich fast immer als "Makel" gilt, den man möglichst auch nicht öffentlich zur Schau stellen sollte.

Ausnahmen gibt es natürlich immer auf beiden Seiten, aber der "Trend" geht nach allen meinen Erfahrungen schon dahin, dass für uns Frauen aufgrund des gesellschaftlichen Drucks nicht selten eine Welt zusammen bricht, wenn wir plötzlich z.B. mit einer großen Narbe am Bauch wegen einer unumgänglichen OP leben müssen.

Mein Mann hat mich damals noch "ohne" Narbe kennengelernt.

Ich denke mal dann ist es einfacher, wenn der Partner mitbekommt warum und wie so die Narbe nun da ist und er zu einem steht, als wenn man sich einem neuen Partner gegenüber erstmal erklären muss, immer verbunden mit der Angst vor Ablehnung; besonders wenn die Beziehung noch nicht so gefestigt ist.
 
Themenersteller
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24. Jun 12

@ Herrn Dream
Für Dein Interesse an unseren doch eher nicht alltäglichen Bildern möchte ich mich erstmal bedanken.

Es freut mich/uns zu lesen das Dir die Fotos gerade weg der z.T. auch darauf deutlich sichtbaren Bauchnarben gefallen und Du dies, wie wir auch, als ein wichtigen Bestandteil des jeweiligen Menschen siehst.

Wir haben in der Vergangenheit schon ganz andere Kommentare zu unseren Bildern erhalten und wurden auch nicht selten gefragt, warum wir die Narbe nicht wegretuschieren, da sie das Bild kaputt machen würde.

Man wollte auch von uns schon mal wissen, warum wir überhaupt Menschen mit so einer Narbe die Möglichkeit geben sich "so" vor der Fotokamera zu zeigen und solche "unästhetischen Darstellungen" damit noch unterstützen.

Aber gerade solche Kommentare und Anfeindungen waren immer nur ein weiterer Ansporn unsere Fotoarbeit zielstrebig fortzusetzen, um damit ein klares Zeichen gegen das "Schönheitsidealdenken" das in den meisten Köpfen wie festbetoniert ist zu setzen.

Denn warum sollen Frauen ihre "Narben" nicht genauso "stolz" und offen zeigen, wie es nicht wenige männliche Wesen tun.

Ich finde wir haben das gleiche Recht dazu, auch wenn dies bei uns Mädels selbst meist im Kopf noch nicht angekommen ist, nicht selten dank unserer Umwelt (ich nehme mich da jetzt in Bezug auf mein anfängliches Denken auch nicht aus und habe es letztlich nur meinem Mann zu verdanken, dass sich meine Einstellung hierzu mit den Jahren grundlegend geändert hat).
 
 
24. Jun 12

Ich kann leider nicht beurteilen, ob es für Frauen wirklich schlimmer ist, als für Männer, NArben am Körper zu haben. Ich denke, das ist auch typabhängig. Aber ich denke schon, dass es so ist, da Frau ja heutzutage doch sehr am Schönheitsideal gemessen wird. UNd das sollte ja makellos sein.
Ich persönlich unterscheide da bei mir auch woher diese Narben stammen. Die, die man im Laufe des Lebens bekommt durch kleinere Unfälle (Loch im Kopf als Kind oder aufgeschlagenes Knie...) interessieren mich an mir selbst so gar nicht. Sie sind höchstens Erinnerungen, die oftmals rückblickend sehr lustig sind.
Operationsnarben habe ich nicht. Empfinde ich bei anderen aber auch nicht als negativ. Eher bin ich interessiert, was dazu geführt hat.
Anders sind es bei mir mit meinen Narben aus, die ich leider selbst verschuldet habe. MIttlerweile habe ich sie für mich als einen Teil von mir angenommen. Früher hab ich sie versteckt. Heute ist es mir oft egal, ob sie gesehen werden. Ich präsentiere sie aber auch nicht. Weil das nichts ist, worauf man stolz ist.
Ich weiß gar nicht, ob sie von anderen wirklich wahrgenommen werden. Zumindest werde ich eigentlich nie drauf angesprochen.
 
 
24. Jun 12

von Kuenstlerpaar
Man wollte auch von uns schon mal wissen, warum wir überhaupt Menschen mit so einer Narbe die Möglichkeit geben sich "so" vor der Fotokamera zu zeigen und solche "unästhetischen Darstellungen" damit noch unterstützen.

Jeder muss natürlich für sich selber definieren, was er für erotisch und ästhetisch hält. Ich persönlich finde eher den Menschen hinter dem Foto interessant und erotisch und da gehört so eine Narbe einfach zum individuellen Erscheinungsbild.

Der Bearbeitungswahnsinn in der Foto- und Modelwelt hat meiner Meinung nach fast schon bedenkliche Formen erreicht. Jedes Model verliert dadurch an Individualität und Glaubhaftigkeit, weil es immer austauschbarer wird.

Ich frage mich, was an individuellen Körpermaßen und Eigenschaften so schlecht sein soll und wann das erste Model, welches nur in der virtuellen Welt entstanden ist, Werbung für ein Produkt macht. Die heile, perfekte und schöne Werbewelt spielt sich nur im virtuellen Raum ab und hat mit dem wirklichen Leben wohl nur sehr wenig zu tun. Aber so wird es uns vorgelebt. Ein Mensch mit einem „eventuellen“ Makel ist unter Umständen nicht ästhetisch genug, um unter den kritischen Augen der breiten Masse zu bestehen.

Gott sei Dank werden wir alle irgendwann relativ „schrumpelig“ den Lebensabend verleben und jeder wird sich seinem Alter und seinem individuellen körperlichen Erscheinungsbild stellen müssen. Was für ein berührender Umstand.

Ich habe aber subjektiv das Gefühl, dass sich Frauen da eher etwas schwerer tun als Männer. Vielleicht ist der Auslöser für so ein Verhalten genau diese perfekt vorgegaukelte Realität, die man sein ganzes Leben vorgesetzt bekommt.



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24. Jun 12

Gehört zu meinem Körper
Hallo,
ich finde Narben, egal mit welcher Entstehungsgeschichte gehören, wie Falten auch, zum Körper. Rückgäng kann man es in den meisten Fällen eh nicht mehr machen. Ich trage auch welche mit mir rum, sogar mehrere:
Durch einen Unfall habe ich mir am rechten Ellenbogengelenk einen Bandabriss zugezogen und dadurch das Gelenk luxiert.
Dies wurde dann operativ wieder reponiert, dafür musste es natürlich aufgeschnitten werden. und danach kam noch ein Fixateuer auf dem Arm. Dieser wurde mit Pins im Knochen verankert. Diese schauten aus der Haut raus und die einstigen Löcher sind heute noch sehr sichtbare Narben. Bei ärmelfreien Tops sieht man dieser sehr deutlich.
Die OP-Narbe sieht man ebenso deutlich.
Ich habe gelernt damit zu leben, auch wenn sie nicht gerade schön sind...
Diesem gängien Schönheitsideal hänge ich sowieso nicht nach...
 
 
25. Jun 12

Leider
waren Pfuschnarben eines Gynäkologen das Ende des Sexes in unserer Ehe nach dem zweiten Kaiserschnitt. Meine Frau verfiel in Depressionen, saß oft regungslos auf dem Bett und starrte die Narben an. ihre gedankliche Verbindung war in etwa: hätte ich nicht Sex gehabt, hätte ich mir diese Narben erspart. Die Depressionen und Gedankenfolgen gingen vorbei, die Narben blieben und sagten ihr, ich bin jetzt nicht mehr begehrenswert, obwohl ich ständig das Gegenteil bewies, was für sie wieder ein Beweis meiner Unaufrichtigkeit war.

Solche Wirkungen dürften bei Männern nur vereinzelt zu beobachten sein. Männer sind vielleicht beim Entstehen der Narben wehleidiger, aber diese Rückschlüsse bleiben aus. Noch immer gibt es auch schlagende Studentenverbindungen, bei denen ein Schmiss eine Trophäe ist.
 
 
25. Jun 12

Pfusch und schlampiges Nähen nach einer Geburt sind für eine Frau eine traumatische Erfahrung.

Ich denke, da hilft nur ein wirklich guter Schönheitschirurg, der die Narben korrigiert, je nach dem wie sehr die Frau leidet, kann auch eine Therapie sinnvoll sein.

Ich habe mir nach meiner zweiten Geburt den Bauchnabel korrigieren lassen. Der Arzt hat das phantastisch gemacht und ich fühle mich wieder schön. Die kleine Narbe sieht man kaum.
 
 
25. Jun 12

Ich habe durch einen Unfall eine ca 54 cm lange Narbe am Oberschenkel und hatte damit noch nie ein Problem.
Ich kenne aber in meinem Bekanntenkreis viele Frauen die mit Ihrer Kaiserschnittsnarbe am Bauch massive Probleme haben. Warum das so ist kann ich auch nicht erklären, aber ich denke oft ist es die falsche Scham. *zwinker*
 
 
25. Jun 12

Heute
sind die Narben oft so klein und so gesetzt, dass auch Tangas sie verdecken können. Und: sehr viele Frauen nehmen sie bewusst in Kauf, weil der normale Geburtsweg ein größeres Risiko birgt und sie die Geburtsschmerzen scheuen.

Aber warum Frauen (bestimmte, nicht pauschal) Narben anders als Männer empfinden, dieses in ihnen schlummernde Modell vollkommen reine Alabastervenus durch Narben geweckt wird, können nur sie selbst in die passenden Wörter kleiden.
 
Themenersteller
 Themenersteller
25. Jun 12

@fesselnd
Ich werde wohl nie verstehen, wie man sich freiwillig für einen Kaiserschnitt entscheiden kann, ohne medizinische Notwendigkeit...!

Ein Kaiserschnitt ist kein "Sonntagsspaziergang" sondern eine große Bauch-Op mit allen dazugehörigen Risiken inkl. dem vielleicht dauerhaften Gefühlsverlust im unteren Bauchbereich.

Auch wenn das jetzt vielleicht hart klingt, aber ich wäre dafür dass man allen meinen Geschlechtsgenossinen, die das freiwillig ohne jegliche Notwendigkeit machen nur um sich den Geburtsschmerz zu ersparen oder aus kosmetischen Gründen, was ja auch nicht so selten ein Grund sein soll dafür besonders bei Stars und Sternchen, den Schnitt längs unterm Bauchnabel runter setzt, so wie früher.

Ich glaube dann würden sich kaum mehr jemand dazu entschliessen sich ohne Grund mal schnell den Bauch aufschneiden zu lassen, wenn hinterher jeder die Narbe im Bikini sehen kann.

Hier würde nämlich dann wieder die "Eitelkeit" über diese "Dummheit" siegen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Aber das muss jede Frau für sich selbst entscheiden, ich hätte mir meinen Bauch niemals freiwillig aufschneiden lassen, aber bei mir musste es halt damals sein krankheitsbedingt...!
 
 
25. Jun 12

Es ist
ein wahres Glück, dass heute viele OP minimalinvasiv möglich sind. Ich habe die noch nicht erleben können, aber als mein Kropf vor 19 Jahren herauskam, also die Schilddrüse entfernt wurde, blieb auch nur eine sehr dezente Narbe, vielleicht weil ich sie mit Calendulasalbe behandelt hatte.

Ich habe schon festgestellt, dass Frauen sich selbst Probleme machen, indem sie von ihren Narben sprechen. Ein Mann würde diese kaum wahrnehmen, aber wenn sie das Vorhandensein betont, fixiert sie unwillkürlich seinen Blick darauf.
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