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Den Expartner loslassen

Den Expartner loslassen
Erst mal ein Hallo in die Runde

Ich lebe seit einiger Zeit wieder als Single und setze mich seit dem damit auseinander, dass ich gefangen bin in meiner Liebe zu meinem Exfreund. Ich könnte jetzt ins Schwärmen geraten, weiß aber, dass es ein Zurück zu ihm nicht geben wird. Er will es nicht, weil er sich mir gegenüber verschlossen hat und ich seiner Vergangheit angehöre. Vom Kopf her ist fast alles klar. Nur mein Herz blutet, und mein Wunsch ihn wieder spüren zu können ist groß. Ich vertraue meinem Herzen und habe aus meine Fehlern gelernt, sie analysiert und andere Lösungen für mich gesucht. Doch die Möglichkeit, es ihm zu zeigen und zu beweisen, bleibt mir verwehrt.

Ich komm mir ziemlich doof vor und finde kein System, das mir hilft mit dem Verlust umzugehen. Sowas hab ich noch nicht erlebt und ich wünsche es niemanden. Für mich ist es eine emotionale Abhängigkeit.

Ich habe schon therapeutische Hilfe in Anspruch genommen und die Ratschläge umgesetzt. In meine Träumen taucht er immer wieder auf und ich hab die Nase gründlich voll, weil ein Austausch mit ihm verweigert er mir und er hat ja auch recht, oder?

Vielleicht ist das hier der falsche Anlaufpunkt, aber ich sitze emotional in der Klemme. Seit der Trennung von meinem Expartner finde ich keine Ruhe. Er spukt in meinem Herzen rum. Es gibt leider kein Zurück mehr, obwohl ich mir das wirklich und von Herzen wünsche. Kontakt gibt es keinen mehr.

Es könnte so schön sein, aber ich vermisse ihn. Habt ihr Anregungen und praktische Beispiele, wie ich ihn endgültig aus meinen Gedanken und Gefühlen bekomme? Habt ihr eine gute Lösung? gute Ratschläge?

Würde mich sehr drüber freuen.
*********88_by Mann
33 Beiträge
Hallo Zimt Mond!

Aktuell befinde ich mich in einer ähnlichen Situation. Der Kopf hats verdaut, der Bauch noch nicht.

Was mir half waren meine Freunde. Viel Zeit mit ihnen zu verbringen half mir wieder am sozialen Leben teilzunehmen. Es lenkt auch vom Kummer ab, ist aber keine dauerhafte Lösung. Es muss sehr viel Zeit vergehen, bis Gefühle schwächer werden oder ein neuer Mensch muss in dein Leben treten, der dich ebenso oder noch mehr glücklich machen kann.

Ein Umzug könnte dir auch helfen, dadurch hast du Zugang zu einem neuen Umfeld mit neuen Leuten. Wenn du dich dann aktiv an diesem neuen sozialen Umfeld beteiligst, hilft es dir auch etwas.

Ich hoffe ich konnte dir, auch wenn ich mit meinen jungen Jahren wohl kaum genug Erfahrung mit solchen Situationen gesammelt habe, dennoch ein wenig helfen.
ich habe gerade Dein Profil gelesen......Du, nur Du alleine, kannst die Vergangenheit loslassen.

So sehr Du darin verharrst, so sehr blockiert sie Dich für etwas Neues.
Um Loszulassen brauchst Du viel Mut,denn Du bewegst Dich auf neuem Terrain, verlierst erstmal den vertrauten Boden und genau das macht Dir wahrscheinlich Angst.

aber....es lohnt sich und es gibt immer einen Grund, weshalb Menschen es nicht in Deine Zukunft geschafft haben auch wenn man das erst im Rückblick erkennt.

Du schreibst, dass er einen Austausch verweigert...warum? Miteinander reden ist wichtig und es zeugt von Charakter ,wenn er sich dem stellt.

DU musst doch auch damit zurecht kommen und ER trägt evtl. ein Stück weit Verantwortung,demnach sollte er dieser auch nachkommen.
Egal wie lange Ihr zusammen ward, in das Leben eines Menschen zu treten, bedeutet IMMER! auch Verantwortung zu übernehmen.

P.S, Suche das Vergessen nicht in anderen Menschen, denn die Vergangenheit kriecht hervor, wenn sie nicht verarbeitet wurde.
erst mal vielen Dank für eure spontanen Antworten. Ich denke, mein Exfreund hat alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt.

Es liegt an mir, ihn endlich loszulassen,weil ich ja nur denke, dass ich ihn liebe. Aber scheinbar bin ich in die schönen und intensiven Momente und in seine mir guttuenden Anteile verliebt. Die anderen mir nicht guttuenden Anteile scheine ich gut verdrängt zu haben.

hallo curiosity, danke für deinen Beitrag, den Rat werde ich auch befolgen. Ablenken tu ich mich schon, aber in stillen Momenten kommt die Trauer.
Loslassen...
das geht nicht...

Ich habe auch versucht sie loszulassen...es hat lange gedauert...4 Jahre...
nicht doch...
...du brauchst es nicht ihm zu zeigen dass du loslassen kannst. Zeig das dir selber, bleib dir treu und lieb dich.
Loslassen ist ein manchmal ein etwas schmerzlicher Prozess, doch am Ende bleibt ein gutes Gefühl.
Schmerzlicher Prozess...
ach nee...wäre ich nie drauf gekommen...

Und dennoch erfordert es Zeit...
Loslassen ist leider nicht das Patentrezept.
Du weißt, was Du für ihn empfindest. Das musst Du auch zulassen.
Allerdings auch versuchen, damit umzugehen. Leider nicht so einfach. Doch Gefühle von jetzt auf Gleich abzustellen, funktioniert auch nicht.
Es ist nun mal schwer, wenn man jemanden verliert, den man sehr liebt.
Das dauert langte, viele Tränen fließen - aber dann kannst auch Du lächelnd zurück blicken.
Nur der Faktor Zeit hilft.....
*******exe Frau
2.459 Beiträge
Zeit ....
@****ing

Miteinander reden ist wichtig und es zeugt von Charakter ,wenn er sich dem stellt.

DU musst doch auch damit zurecht kommen und ER trägt evtl. ein Stück weit Verantwortung,demnach sollte er dieser auch nachkommen.

Klar ist miteinander reden wichtig, aber nur weil du der Meinung bist der andere solle einer Verantwortung nachkommen, muß er diese Meinung noch längst nicht teilen. Für ihn ist es beendet, er will nicht weiter drüber diskutieren - vielleicht auch ganz gut so. Manchmal sollte man wissen, wann der Worte genug sind und es dabei bewenden lassen. Oftmals entstehen nur noch unnütze Diskussionen, Streitereien und absolut unnötige Dramen.


Wie geht man mit der Situation um?
In erster Linie: Die Situation akzeptieren. Was anderes bleibt der TE nicht übrig.
Ihn zum Gespräch zwingen? Sicher nicht, könnte fatal enden....

Zeit heilt alle Wunden ...

Hat schon meine Oma gesagt, wenn ich ihr auf ihrem Schoß liegend all meinen Liebeskummer vorgejammert habe. Sie hatte recht - wenn es auch oft verdammt lang gedauert hat. Mindestens die gleiche Zeit die man mit einem Menschen verbracht hat, würde auch die Zeit der Trauer dauern ....

Ich möchte hier nicht als Orakel-Trulla oder Klugscheißer rüberkommen. Erst vor kurzem habe ich selbst meine letzte "Beziehung" zu Grabe getragen. Es hat gedauert, es war schmerzhaft, jede Begegnung brachte nicht nur meine Nerven zum Flattern, sondern auch meine Hormone zum rumkaspern und meine Lenden zum vibrieren. Es tat verdammt weh nur seinen Namen irgendwo zu lesen oder ihn zu sehen. Es regte mich auf, machte mich wütend - die ganze bunte Gefühlsskala rauf und runter ....
ABER: Wenn du den Durchlauf der Gefühle langsam erkennst (meist ist es immer der gleiche Ablauf von z.B. Trauer/Verzweiflung/Wut, nur mal mehr und mal weniger stark), kannst du auch wieder mit deinem Kopf arbeiten. OK - Er hatte tolle Seiten die dir gut getan haben und es gab Dinge, die dir nicht gut taten. Relativiere das. Heroisiere ihn nicht, nur weil du glaubst ihn noch zu lieben. Es ist immer schwer der/die Verlassene zu sein und das macht die ganze Sache noch schmerzhafter. Es wertet das eigene Ego ab. Nicht wirklich plausibel, fühlt sich aber so an - täusche ich mich?

Zum Loslassen gehört es auch die Tatsachen zu akzeptieren sowie nicht mehr an den alten Zeiten festhalten zu wollen. Oftmals klammert man sich an einen Menschen, weil man sich an die positiven Gefühle erinnert die man mit ihm hatte, und diese wieder erleben möchte.

Den Kopf zermartern bringt nicht viel. Es ändert ja nichts an der Tatsache der Trennung....

Nimm dich an wie du bist, zweifle nicht an deiner Person. Lass dir Zeit, tu dir was Gutes.
Power dich aus; hilft gut gegen starke Gefühle wie Verzweiflung und Wut.

Es wird dauern; auch Wunden brauchen Zeit um zu heilen. Aber der Schmerz wird verblassen und irgendwann wirst auch du diese Episode deines Lebens wie ein Fotoalbum in die Hand nehmen können um darin zu blättern ohne Bitternis; vielleicht sogar mit einem Schmunzeln wenn du dich an besonders schöne Momente erinnerst. Vielleicht ist ab und an noch ein bissl Wehmut dabei - aber es wird längst nicht mehr so schmerzen wie jetzt ...

Kopf hoch!!! Das wird!
@ Zimt_Mond



Manchmal ist es besser, wenn einer von Beiden diesen konsequenten Schlussstrich zieht, auch wenn es heftigst schmerzt oder sogar besonders dann!

Wir hatten diese Kraft beide nicht und die Zeit des Trennen, des ich versuche mich zu ändern, der Tränen und des Streit dauerte über 2 Jahre.

Erst als ich konsequent wie Dein Ex Freund auf Distanz gegangen bin, keine Aussprache mehr, keinen Kontakt, wurde es sehr langsam besser und trotzdem hat es nochmal fast 1 ganzes Jahr gedauert, bis ich wirklich loslassen konnte und der Gedanken an ihn keine Emotionen mehr ausgelöst hat.

Gib Dir Zeit *knuddel*
Wie schon so viele sagten: nur der Faktor Zeit hilft....
Leider....
*******exe Frau
2.459 Beiträge
einen hab ich noch ....
Habe da noch was gefunden, wobei ich überlege, ob das nicht doch mit einem größeren Augenzwinkern zu sehen ist:
@sanfteHexe
Wenn DAS hilft, setz ich Dir ein Denkmal! *liebguck*
Wie schon so viele sagten: nur der Faktor Zeit hilft....
Leider....

Nur weil durch den Faktor Zeit der Mensch in seiner "alten" Denkweise genug Übung gefunden hat, erfolgreich zu verdrängen, zu ignoriere, zu übertünchen, sich schön zu reden, sich zu belügen?

Weder Zeit noch Beschäftigungsmechnismen helfen Prozesse im Leben tatsächlich im Gleichgewicht und in innerem Frieden ad acta zu legen.

Es ist die Sichtweise, es sind die Glaubenssätze, es ist das Weltbild was uns hilft in den FLuss zu kommen. Ob uns das schmeckt, ob uns das gefällt, ob wir es als angenehm empfinden, legen wir fest.

Wie eine ungepflegte Pflanze. Sie steht vor uns auf dem Tisch und wir beginnen sie nach uns unbekannten und ungeübten Muster zu putzen. Nach einer Weile, wenn wir mit der Seite der Pflanze, die sich uns zeigt, fertig sind, fühlen wir uns prächtig. Drehen wir diese Pflanze um nur 90 Grad ergibt sich für uns ein völlig anderes Bild, drehen wir noch weiter sehen wir die Pflanze wieder total ungepflegt.

In jedem Fall ist und bleibt die Pflanze aber die selbe. Genau so ist das auch mit unserer Sichtweise und unseren Glaubenssätzen.

So lange wir dem nachjagen, was man uns weiss macht, uns vor macht und uns seit jeher eingeimpft hat, werden wir zuendegehendes als Leid, Schmerz und Unliebsames empfinden, werden wir Mißerfolg, Ansehen und Selbstwert im Außen suchen, werden wir Ursachen für alles in Form von Schuld werten.

Illusionen im Kopf hindern uns zu lieben, frei zu lieben. Wir wollen immer, wir erzwingen immer, wir verbieten uns immer.

Was helfen da nun all die schlauen Weisheiten unserer Gesellschaft?

Um wie viel sinnvoller wäre es, sich bewusst zu werden, was Leben leben heißt, was Entwicklung bedingt, was innerer Frieden bedeutet.

Schmerzt das Herz, quält ein Beziehungsende?

Dann durchlaufe alle Phasen der Trauer, Wut, Zorn, Opferdenken & Co. Werde dir bewusst, dass alles in Zeitfenstern abläuft und die Zeit nach einer Beziehung ein Geschenk ist, zu erkennen, zu verinnerlichen, zu verändern.

Man kann aber natürlich auch Frustfressen, Frustsaufen, Frustvögeln, Frust ... , sich neue Regeln sich zulegen, sich sein Leben noch mehr kastrieren, noch argwöhnischer werden, noch mehr ....

muss aber nicht ...


In diesem Sinne

hg

D.
****ot2 Mann
10.356 Beiträge
Ein problematischer Rat..., ich weiss
Ich schreib jetzt mal etwas, was womöglich hier auf Widerspruch stoßen wird.

Denn es gibt Menschen, bei denen hilft Zeit eben nicht.
Die trauern halt prinzipell "unendlich"...

Allerdings denn doch nur so lange, bis ein neuer Beziehungspartner in ihr Leben tritt, der ihre Aufmerksamkeit fesselt.

Für manche Menschen ist das die einzige Möglichkeit den Verlust aus ihrem emotionalen Blickfeld zu verlieren.

Es "kann" eine Lösung sein..., manchmal die es "die" Lösung...

Dies nur zu Ergänzung der guten bisher erwähnten Ratschläge...

Lieben Gruss
Gernot
********rman Mann
200 Beiträge
Überlass es der Zeit !
Nur weil durch den Faktor Zeit der Mensch in seiner "alten" Denkweise genug Übung gefunden hat, erfolgreich zu verdrängen, zu ignoriere [sic!], zu übertünchen, sich schön zu reden, sich zu belügen?

Weder Zeit noch Beschäftigungsmechnismen helfen Prozesse im Leben tatsächlich im Gleichgewicht und in innerem Frieden ad acta zu legen. (...)

Schmerzt das Herz, quält ein Beziehungsende?

Dann durchlaufe alle Phasen der Trauer, Wut, Zorn, Opferdenken & Co. Werde dir bewusst, dass alles in Zeitfenstern abläuft und die Zeit nach einer Beziehung ein Geschenk ist, zu erkennen, zu verinnerlichen, zu verändern.

Ich hab selten solch wiedersprüchliche Aussagen innerhalb des Selben Beitrags gelesen !

Mit weiterer Verwirrung ist der TE sicherlich nicht geholfen ...

*****************************************************

An Zimt_Mond:

Überlass es der Zeit

Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,

Bäume nicht auf, versuch's nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlass es der Zeit.

Am ersten Tage wirst du feige dich schelten,
Am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten,

Am dritten hast du's überwunden,
Alles ist wichtig nur auf Stunden,

Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.

Theodor Fontane (1819-1898)

muß er nicht, kann er aber:-)
Klar ist miteinander reden wichtig, aber nur weil du der Meinung bist der andere solle einer Verantwortung nachkommen, muß er diese Meinung noch längst nicht teilen

....ne, muß er nicht, dennoch bleieb ich dabei. Solange es für einen Partner nicht vorbei ist, weil z.b. Fragen offen sind, ist es nunmal die Verantwortung des Anderen, dem nachzukommen.

Klar, nicht, wenn es bereits zig Gespräche gab aber darum gehts ja nicht.

Wenn ich in das Leben eines Menschen trete, dann habe ich auch eine mentale Verantwortung. Ob diese Meinung jemand teilt oder nicht.....so what, auf jeden Fall kämen viele mit Trennungen besser zurecht,wenn man reden würde.

Nicht irgendwas immer und immer wiederholen aber auch nicht einfach so Tschüss und weg, sondern sich immer einem Abschlußgespräch stellen.Das ist für den Verlassenen sehr wichtig,für sein Weiterkommen

Ob und wie die TE und ihr EX geredet haben, geht aus dem Beitrag nicht hervor, ich verstand es so, dass nicht groß darüber geredet wurde und das ist feige und egoistisch.
aus eigener Erfahrung ...
... kann ich sagen, da gibt es kein Patentrezept oder keinen Schalter um loszulassen.

Hier hilft nur die Zeit und sich auf das Leben einzulassen.

Mir sagte damals jemand : "Kein Unglück ist so groß, als das ihm nicht noch ein Glück im Schoß sitzt."
Ich habe eine Weile benötigt um es zu verstehen, aber heute ist mein Glück so groß, dass ich Vergangenem nicht nachtrauere. Es gehört zu meinem Leben aber es verändert nicht meinen Blick nach Vorn.
*******exe Frau
2.459 Beiträge
@****oT
Allerdings denn doch nur so lange, bis ein neuer Beziehungspartner in ihr Leben tritt, der ihre Aufmerksamkeit fesselt.

Für manche Menschen ist das die einzige Möglichkeit den Verlust aus ihrem emotionalen Blickfeld zu verlieren.

Hier sehe ich allerdings das Problem, dass eine neue Beziehung denn doch eher als "Trostpflaster und/oder Heilmittel" benutzt wird,
um die alte Beziehung zu "vergessen", sie quasi nur eine Ablenkung ist, bis ein einigermaßen normales Gefühlslevel erreicht wurde Selten ist man fix innerlich so frei um sich auf etwas Neues einzulassen.
Die Seele streicheln lassen durch den neuen Partner - weil der alte Ex-Partner sie so sehr verletzt hat.
Das liegt nicht im Zuständigkeitsgebiet des "Neuen"!
Altlasten trägt jeder irgendwie mit sich rum, aber eine neue Beziehung sollte die Möglichkeit haben auf abgeschlossenen Dingen aufzubauen und nicht alte Wunden abdeckeln zu müssen.

Wenn es darum geht die Zeit arbeiten zu lassen, geht es nicht darum die Hände in den Schoß zu legen und untätig darauf zu warten, dass alles gut wird. Nur man selbst kann sich aus diesem Tief und an den eigenen Haaren aus dem ganzen Gefühlssumpf herausziehen - aktiv werden, denken, umdenken, verstehen, verzeihen (auch sich selbst), relativieren....


@*******2011

Wenn ich in das Leben eines Menschen trete, dann habe ich auch eine mentale Verantwortung. Ob diese Meinung jemand teilt oder nicht.....so what, auf jeden Fall kämen viele mit Trennungen besser zurecht,wenn man reden würde.

Nicht irgendwas immer und immer wiederholen aber auch nicht einfach so Tschüss und weg, sondern sich immer einem Abschlußgespräch stellen.Das ist für den Verlassenen sehr wichtig,für sein Weiterkommen

Das wäre toll, wenn das Gegenüber das tun würde - da gebe ich dir uneingeschränkt recht. Nur, wenn ein Part die Beziehung für sich abgeschlossen hat, ist es ihm meist egal ob der andere damit klarkommt oder nicht. Selten wird man nach dem AUS noch ruhige klärende Gespräche haben ohne in unleidliche Diskussionen mit Wenn und Aber oder auch Schuldzuweisungen/suchen zu verfallen.

Schau, ich hatte eine "Beziehung" für ca. 1,5 Jahre lang. Irgendwann verpieselte sich dieser Mensch - und er war nicht bereit ein klärendes Gespräch zu führen. Er habe auch Fehler gemacht und nun wolle er nicht mehr darüber diskutieren - basta. Da stand ich nun mit meinen Fragen; inzwischen habe ich meine Sichtweise über diesen Menschen relativiert, sehe ihn wie er ist und retrospektiv sind mir auch gewisse Verhaltensweisen von ihm klarer geworden, wenn auch nicht plausibel.
Mit etwas Abstand zu der ganzen Sache fängt die Denke an und wenn du dir darüber klar bist, dass nunmal nicht alle Menschen zueinander passen und man mit dem Ex-Partner nun leider wieder mal den Falschen erwischt hat, wirst du auch besser damit umgehen können.
Es ist verletzend "abserviert" zu werden, es tut weh keine Antworten auf die eigenen Fragen zu bekommen und zu sehen, wie sich der andere "aus der Verantwortung stiehlt" - aber was willst du machen?

Den anderen zu "erkennen" und sich selbst zu überlegen, ob es die ganze Trauer überhaupt wert ist, wäre schon mal ein Anfang. Vom Kopf her kann man doch recht schnell Entscheidungen treffen, das Herz wird immer hinterherhinken - aber glaub mir, nach gewisser Heilzeit wird auch das wieder frei für etwas Neues zu sein, wenn es auch eine weitere Narbe trägt ...


So viele Gedanken gehen mir grade durch den Kopf und ich hoffe nicht zu wirr und etwas verständlich rübergebracht zu haben, was ich meine.....



Lies einmal diese Geschichte:

Das perfekte Herz

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.

Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte:
„Nun, Dein Herz ist nicht mal annähernd so schön wie meines!“
Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig und es gab einige ausgefranste Ecken...genau gesagt... an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten den alten Mann an: Wie kann er behaupten das sein Herz schöner sei?

Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte:
„Du musst scherzen“, sagt er, „ Dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und Deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.“
„Ja“, sagte der alte Mann, „ Deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit Dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze. Denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten.

Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der Andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat.
Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal ein Risiko einzugehen. Ach wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diesen Menschen empfinde.
Ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden.
Erkennst Du jetzt, was wahre Schönheit ist?“

Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten Herz und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Dieser nahm das Angebot an und setzte es in sein Herz.
Er nahm dann ein Stück seines alten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herz. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte.
Der junge Mann sah sein herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in seinem Herzen fließen. Sie umarmten sich und gingen weg.
Seite an Seite.

Narben auf dem Körper bedeuten, dass man gelebt hat....

Narben auf der Seele bedeuten, dass man geliebt hat...

@ TE
in deinem EP bin ich quasi dadrüber dann gleich gestolpert
Es gibt leider kein Zurück mehr, obwohl ich mir das wirklich und von Herzen wünsche

du willst nicht loslassen. Und genau das ist dein bestreben. Dein ziel. Dein wunsch. Dem du auch weiter beharrlich nachjagst bis ins unterbewußtsein.

Und so lange wie du diesen festen zielen folgst, wird sich das ergebnis nicht ändern. Das ergebnis hast du ja schon . Halte daran so lange fest wie du meinst das es es für dich notwendig ist. Manche vergeuden damit sogar mal ein halbes leben lang.

Irgendwann wird es dir über sein und du wirst deine ziele und wünsche ändern, wirst das alte nicht mehr wollen....dann lässt du es los auf der suche nach neuem.....

Wann? den zeitpunkt bestimmst du allein
Es ist wie es ist
Ich bin sehr überrascht, wieviel Resonanz ich hier bekommen und wieviele wertvolle Hinweise und Tipps mir gegeben werden.
ich fühl mich hier echt wahrgenommen und vor allem ernst genommen.

Für das Gedicht und die Herzensgeschichte, die mir bereits bekannt war, mich aber wieder daran erinnerte, danke ich euch sehr.

Ich habe alle Beiträge gelesen und möchte das jetzt auf mich wirken lassen. Liebe Hexe, danke für deine langen und einfühlsamen Beiträge. Vieles davon ist wahr und trifft meine Situation genau.

Joiman, du hast mir die Quintessenz genannt und das, was ich ändern muss, nämlich meine innere Einstellung, nicht mehr daran festzuhalten, dass er das NONPLUSULTRA ist, sondern mich wieder dem Leben zu öffen.

und der Zeitfaktor darf sein. ER hatte seinen Grund zu gehen, und es ist seine Entscheidung, dies zu tun und daran festzuhalten. Es ist wie es ist. Denoch ändert das nichts daran, dass ich so bleibe, wie ich bin.

ganz liebe Grüße
Sorry, aber du wirst nicht so bleiben wie du bist. Die ehemalige Beziehung hat dich bereits verändert, ob du es willst oder nicht. Und es wird auch in Zukunft Momente, Menschen, Ereignisse geben, die dich verändern werden.
wenn dir jemand erzählen will, ZEIT HEILT ALLE WUNDEN....vergiss es, das gibt es nicht. es rückt nur anderes in den vordergrund, denk an dich, genieß jeden tag mit freunden, mach etwas verrücktes, vergrab dich nicht in selbstmitleid, ob es an dir liegen könnte, lass dich nicht verbiegen, du bist du.
MMMMh ja, ich weiß wie du dich fühlt; ist nicht einfach aber was kannst du noch machen nichts wenn das herz weg tun wein das tut dir sehr gut wenn er mehr fach schön verzeiht und du immer die gleiche fehler macht werde er nicht zurück kommt aber du sollte für dich selber dein leben ändern und nicht für ihm und hört auf immer am die gute gemeinsammen leben zu denken sondern mehr viel welches sachen haben dir im diesen liebe nicht gut getann
Du werde viel kraft braucht bleibe nicht alleiner geht raus mit freunden
du kannst das schaffe wenn du selbst will
Meine Gedanken dazu:
Nach einer Trennung:
vor allem innerlich Abstand nehmen...seine eigene Fixierung auf den anderen lösen...den anderen gehen lassen und sich nicht darauf konzentrieren,ihn festhalten zu wollen...

Innerhalb einer Beziehung:

das Gegenteil von klammern und einengen...dem anderen seine Freiheiten lassen und darauf vertrauen,dass er/sie freiwillig bleibt...also Vertrauen statt Kontrolle...

Klar, viel Theorie, ich bin mit diesen Prinzipien meist gut gefahren. Loslassen bedeutet Akzeptanz.
Erst dadurch ist es m. E. überhaupt möglich.

Akzeptiere seinen Entschluss TE.

Ich wünschte ich könnte dir einen besseren Vorschlag unterbreiten. *roll*
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