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Homo-/Bisexuell und Christ...vereinbar?

*******_86 Paar
23 Beiträge
Themenersteller 
Homo-/Bisexuell und Christ...vereinbar?
Hallo liebe Joyler,

ein Thema, das ein wenig in eine andere Richtung geht, aber ich würde gern mal Eure Meinung dazu hören.
Ich möchte mich vornehmlich an diejenigen richten, die sich dem Christentum zugehörig fühlen, aber alle anderen sind natürlich nicht ausgeschlossen, hier ihre Meinung wiederzugeben!

Was mich angeht: Ich bin bisexuell, habe diese Neigung schon ausgelebt und möchte dies auch weiter tun. Ich bin (wie man am Profil erkennen kann) in einer festen Partnerschaft und wir möchten dies zusammen ausleben. Mein Partner ist in keiner Hinsicht religiös, ich hingegen schon (katholisch getauft, Kommunion gehabt, Firmung erst vor 4 Jahren aus eigener Entscheidung).

Ich stelle mir oft die Frage, wie ich mich in dieser Religionsgemeinschaft positionieren soll, denn offiziellerweise müsste ich ja wg. meiner Wünsche und Neigungen schon längst einen Platz im Fegefeuer reserviert haben.
Ich bin nicht aktiv in der Kirche (auch wenn ich es vor einiger Zeit noch war, d.h. ich habe z.B. Kinderfreizeiten betreut und bin regelmäßig, wenn auch nicht gerade jeden Sonntag, in die Messe gegangen) da ich mich nicht wirklich wohl fühle damit, dass meine Bisexualität und meine Religion/Konfession offensichtlich zueinander in Widerspruch stehen. Ich finde es nicht richtig, sich aus seinem Glauben nur diejenigen Dinge herauszupicken, die einem grad in den Kram passen, denn das finde ich unehrlich, auch sich selbst gegenüber.
Dennoch fühle ich mich dieser Kirche irgendwie zugehörig und glaube fest an Gott...trotz meiner Vorliebe(n) und trotz aller Bedenken den Verfehlungen der kath. Kirche gegenüber.

Geht es jemandem ähnlich? Wie geht Ihr damit um? Geht Ihr in die Kirche, engagiert Ihr Euch, oder ist Euch dieses aktive Einbringen unwichtig? Seht Ihr vielleicht gar keinen Widerspruch? Macht Ihr einen Unterschied zwischen "der Kirche" und "dem Glauben"? Seid Ihr aktiv und lebt Eure Sexualität trotzdem offen, auch als Homo-/Bisexueller? Welche Reaktionen gab es dazu aus diesem Umfeld?

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

M. von wir2

Achtung!!!!
Bitte enthaltet Euch von jeglichen Aussagen à la "Katholische Kirche ist ja eh ein Scheißverein, sofort austreten, lauter Kinderschänder...." etc.
Ich glaube wir wissen alle um die Verfehlungen der Kirche, das soll nicht Thema dieses Threads sein und lenkt nur ab!!!
Ich bitte Euch um eine konstruktive Diskussion und Kritik! Danke!
also ich glaube auch an gott und bin bi-sexuell( im moment sogar ehr frauen zugeneigt) , aber ich kann mir nicht vorstellen dass das ein problem ist. Ich denke Gott ist ein Gott der Liebe und ist verständnissvoll. Wenn einer weiss dass man für seine Gefühle nixhts kann dann doch Er oder? Er hat uns doch so geschaffen wie wir sind und empfinden. So denke ich zumindest darüber. Ich glaube aber auch dass man um an Gott zu glauben nicht unbedingt auch an die Bibel glauben oder? Da kann man nämlich auch sich vieles so oder so auslegen. P.s. In der Bibel ist ein spruch den eine frau zu einer anderen frau sagte und der heute noch auf vielen hetero hochzeiten angewandt wird. Leider fällt er mir nicht mehr ein. Hab ich auf ner speziellen website für homosexuelle christen gelesen.
BI sexuell
Was hat das mit dem Glauben an einer Fantasiefigur zu tun?
Man kann sich sein Leben immer noch schwerer machen als es schon ist.
Genießt euer Leben, auch die Christen im Altertum taten es, alles andere ist nur eine Ideologie die man euch aufzwingt.
Was hat das mit dem Glauben an einer Fantasiefigur zu tun?

Wenn Du das so glaubst, dann ist das ok. Andere Menschen sehen das vielleicht anders und das ist genau so ok.

Es ist sicher nicht immer und grundsätzlich einfach und leicht seine Sexuellen Bedürfnisse und Neigungen im Einklang mit seinem Glauben zu leben.

Ich bin da ziemlich banal und mach es mir in der Hinsicht leicht. Gott liebt alle seine Kinder. Und im Gegensatz zu den Menschen ist er weder intolerant noch Rassist. Von daher würde ich mir persönlich solche Fragen überhaupt nicht stellen.
*******k_ni Mann
22 Beiträge
Denke auch... Gott ist in erster Linie ein Gott der Liebe. Was dann seine Fanclubs draus machen ist was anderes...
Glauben ist ja in erster Linie etwas, dass auch mit Gewissen zsm hängt und wenn ihr Christen und bisexuell zu gleich seid ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, ist euer Glaube dadurch, meiner Meinung nach, unbefleckt.
Wenn man aber während des Gottesdienstes damit hausieren geht... kann das was anderes sein und grade bei den Kotholiken, nichts gegen die katholische Kirche, ist ja Sexualität etwas was ins Schlafzimmer gehört und wenn es dann auch noch um Homo- oder Bisexualität geht...
Kann auch sein das ich das falsch einschätze...
Aber im Großen und Ganzen würd ich sagen, dass geht fit *zwinker*
****nas Mann
526 Beiträge
Die Vereinbarkeit hängt davon ab, wie Du deinen Glauben verstehst und lebst.

Streng bibelgläubig kann mit homosexuell nicht zusammengehen, dafür stehen in der Schrift zu viele zu eindeutige Aussagen, die durch die klare Ansage der Todesstrafe selbst bei metaphorischer Auslegung deutlich machen, daß das einfach gar nicht geht.

Der eher verbreitete "pragmatische" Glaube lässt sich mit sehr vielem vereinbaren, da wird ja ohnehin ausgewählt, welche Vorschriften wie streng angewendet werden oder auch nicht. Richtlinie ist da die Glaubensgemeinschaft, der Du dich zugehörig fühlst. Wenn alle anderen in der Gemeinde Homosexualität für einen Pakt mit dem Teufel halten, wird das schon eher sehr schwierig. Ist auch der Rest der Gemeinde tolerant, eher einfacher.

Ein vertrauliches Gespräch mit dem örtlichen Priester kann auch weiterhelfen.

Ansonsten musst Du dich dem Konflikt eben stellen und entscheiden, ob Glaube oder Bedürfnisse Dir wichtiger sind. Auch das kann in der persönlichen Entwicklung ein wichtiger Schritt sein. Die Religion ist nicht umsonst mit auch schwer einzuhaltenden Verboten durchzogen, dabei geht es genau darum, solche Konflikte zu provozieren und den Glauben durch Verzicht auf andere Dinge tiefer zu verankern. Heutzutage hat man auch die umgekehrte Möglichkeit.



Full Disclaimer: Ich bin militanter Atheist. Aber ich hasse es, wenn Menschen an diesen absichtlich provozierten Konflikten zwischen Gefühl und Glaubensvorschrift leiden. In diesem Sinne hoffe ich, geholfen zu haben, egal in welcher Richtung.
********scal Mann
616 Beiträge
Ich schließe mich Sensuations Ausführungen an.
Der Glaube an eine höhere Macht ist, meiner Meinung nach, eine rein persönliche Sache.

Wer einer Glaubensgemeinschaft angehört, kann passiv deren Regeln befolgen und Ansichten für sich (unreflektiert?) übernehmen oder versuchen aktiv die Regeln mitzugestalten und eingefahrene Positionen hinterfragen.
Ein dritter Weg wäre die Trennung von der Glaubensgemeinschaft.

Kleiner Denkanstoß @*******_86:
Wie interpretierst du die Schilderungen im Neuen Testament?
Wenn Gott dich erschuf, hat er dann nicht ebenfalls deine Bisexualität "eingebaut"?
Warum solltest du aufgrund dieser Eigenschaft im Purgatorium schmoren?
Nimmt er dich nicht eigentlich so an, wie du bist?

Vielleicht findest du einige Antworten auf deine Fragen/Bedenken bei der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) - https://www.huk.org/

LG
Rascal
*****_hb Mann
530 Beiträge
Ich fang jetzt wohl besser nicht mit all den Priestern an, die sich irgendwann mal irgendwie vergangen haben...

Oder doch? - Das Zölibat ist schlicht für mich schlicht und ergreifend erlogen, einem Menschen so etwas aufzuerlegen ist weder zeitgemäß noch sinnvoll.

Wer kann sich daran halten? - Ich halte es schlicht und ergreifend für verlogen. Da hatten es die frühen Päpste wohl besser *zwinker*



Ich glaube aber nicht, daß Glaube und Sexualität sich ausschließen müssen. - Im Gegenteil.

Ich bin wohl das, was man Nichtgläubig nennt, aber dennoch bin ich in unserer Wertegemeinschaft (daran glaube ich) aufgewachsen und lebe im Hier und Jetzt. - Wenn es denn diesen Gott gibt, dann liebt er Euch so wie ihr seid. - Wenn nicht, dann dürft Ihr trotzdem noch so bleiben.

Wieviele Kriege wurden im Namen der Kirche und des Glaubens geführt, bzw. welche nicht? - Kriege da nicht ganz so viele zusammen.
Bis heute sollte wohl so mancher Politiker mal öfter die Nase in den Paragraphen mit der Glaubensfreiheit stecken. - Nicht nur bei uns.

Aber ich schweife wohl ab.
*****_hb Mann
530 Beiträge
edit
... ich würde eiine Editierfunktion ja nach wie vor schön finden.

Nicht richtig gelöscht *motz*
Amari
Im Einklang mit dem Glauben, wie sollte ich das verstehen?
Wer in einer bestimmten Religion/Sekte, oder Ideologie beheimatet ist, der hat sich auch den Spielregeln dieser Orgarnisation zu unterwerfen.
Er hat sein eigenes selbstständiges Leben aufgegeben und er gehorcht imgrunde nur auf das was andere ihm vorsetzen, aber ohne wirklich dahinterzuschauen.
Wer sich den christlich Glauben unterwirft, der sollte auch daran denken, dass es nur die Vorschriften einiger alten armen Herren sind, die dich zwingen ihre Handlungsweise anzunehmen, es hat absolut nichts mit dem Ursprung der christlichen Gemeinschaft zu tun. Wasser prerdigen und wein saufen, so sieht die christliche Moral aus.
Wir Menschen sind Bi-sexuelle Wesen, nur verleugnen wir es aufgrund unserer Erziehung, denn wir passen uns nur anderen an, ohne selbst uns unsere Gedanken zu machen und unser Leben selbst zu gestalten.
Die Angst im Nacken ist oft mals noch viel zu groß, so das wir es uns nicht wagen auch nur einen Schritt von unserer Erziehung abzugehen.
Ich will hier mit aber absolut nicht sagen, dass jeder bi-sexuelle Neigungen nachgehen muss, aber man sollte sich schon mal von der Last der aufgezwungen Würde abwenden.
GayBI~CHRIST
Hier etwas von mir zu dieser Frage: Ich bin 1955 in eine kath. Volksschule für Jungen eingeschult worden - dann wurde ich gefirmt und auch Messdiener - später als mein Studium der Psychologie anfing wurden mit die Augen über die Kirche - Christentum und alles was damit zu tun hat geöffnet - seit dieser Zeit bin ich strenger Atheist!

Und das wurde mir/uns von der Universität vermittelt: Religion war ein Mittel die damals unterentwickelte Gesellschaft zu kontrollieren, dies wurde durch schüren von Ängsten erreicht.
Je weiter sich die Wissenschaft entwickelte desto abstrakter wurden die Religionen, dies allein ist der Beweis der Nichtexistenz eines oder mehrerer Götter.

Wir müssen uns im klaren Sein das wir allein für unser Tun verantwortlich sind und endlich diese prähistorischen Gedankenmuster und Ängste ablegen.

Der sehr gute Film 'ZEITGEIST' deckt einiges über Religionen auf - besonders empfehlenswert.

Daher habe ich keine Probleme damit mein 100%iges Gayleben zu leben!
Ein paar Thesen
1) Es ist in einem Forum wie diesem völlig unmöglich, Themata wie Christentum, Glaube oder Kirche anzureissen und irgendetwas zu diesen Themata erörtern zu wollen, ohne daß ein mehr oder weniger vulgärer Antik-Klerikalismus und Atheismus seinen Senf dazu absondert.

2) Die aktuelle Lehrmeinung der katholischen Kirche zur Sexualität ist sehr restriktiv - selbst Masturbation wird zur Sünde erklärt. Nur im Rahmen der Ehe und bei gleichzeitigem Kinderwunsch ist Sex in diesem Sinne ohne Sünde. Die Haltung zu Kontrazeptiva indessen ist gerade durch Benedikt XVI. etwas liberaler geworden.

3) Wer eine darüberhinausreichende Sexualität lebt, begibt sich nach dieser herrschenden Lehrmeinung in den Zustand der Sünde, der jedoch - wie die vulgäre Kirchenkritik gerne glauben lassen will - nicht gleichbedeutend ist mit Verdammnis. Die katholische Dogmatik bietet im Wege der Beichte und Buße sozusagen den offiziellen Ausweg.

4) Die aktuelle offizielle Lehrmeinung der Kirche ist jedoch nicht die einzig mögliche Haltung eines Christen oder Katholiken, einer christlichen oder der katholischen Kirche zu einer freier gelebten Sexualität. Die Kulturgeschichte lehrt uns, daß die katholische Kirche bis in die Renaissance hinein zumindest eine äusserst lockere Praxis der Sexualmoral hatte. Ein berühmtes Beispiel mag der Renaissancepapst Alexander VI. sein, der die Hochzeiten seiner Kinder selbst als Pontifikalämter zelebrierte.

5) Als Grund für die aktuelle restriktive Sexualmoral der katholischen Kirche sehe ich die Reformation an: mit ihrer unbedingten "Wahrhaftigkeit" und Sittenstrenge hat sie sich vom "verlotterten" Klerus distanzieren wollen und Maßstäbe gesetzt, denen sich die katholische Kirche im Rahmen der Gegenreformation dann schließlich angeschlossen hat. Eine weitere wesentliche Ursache ist die "viktorianische Prüderie", die im 19. Jahrhundert einer wiederrum gelockerten Sexualmoral ein Ende setzte, und eine restriktive Sexualmoral allgemein hat Platz greifen lassen, die bis heute nachwirkt.

6) Ein statement, daß mich sehr zum Nachdenken angeregt hat, war dasjenige des damaligen US-Präsidenten Clinton in der Lewinsky-Affäre: "I had no sex with Lewinksy." soll Clinton unter Eid ausgesagt haben. Was ist "Sex" im Sinne der Sexualmoral, was ist im Sinne dieser Sexualmoral als verboten anzusehen ? Clinton meinte, so argumentierten später seine Anwälte, mit "Sex" im biblischen Sinne Vaginalverkehr - tatsächlich soll er es Lewinsky mit einer Zigarre gemacht haben (igitt !)

Es ist möglich und über christliche Standpunkte hinaus zB auch unter hygienischen und (beziehungs-)psychologischen Aspekten überhaupt nicht so unsinnig, Sex nur insoweit restriktiv zu sehen, als es zum berühmten Austausch von Körperflüssigkeiten kommt.

7) So rum oder so rum: man setzt sich, indem man solche Überlegungen zur Grundlage seiner persönlichen Sexualethik macht, in einen Widerspruch zur aktuellen Lehrmeinung der Kirche, den man auszuhalten hat und auch nach dem Tod zu verantworten hat - eben wegen dieses Widerspruchs, der nach katholischer Lesart eine Sünde der Hoffart ist: man hält sich für Klüger als die "offizielle" Kirche. Diese Verantwortung kann man auf sich nehmen, wie ich meine - es gibt eine Vielzahl von solchen Dissensen, die mitunter weitaus mehr "ans Eingemachte" gehen, als Fragen der Sexualmoral. Im Zentrum der christlichen und auch der katholischen Lehre und des Glaubens stehen andere Fragen.
*******_86 Paar
23 Beiträge
Themenersteller 
Danke
@*******iger: Danke für diese Thesen;) Ich mag sowas einfach gern lesen und ich finde, dass es stimmt, dass man über Geschichte mehr über die aktuelle Gesellschaft erfahren kann als man denkt.

Ich glaube, Ihr habt Recht, dass sich zumindest Gottglauben und unsere Sexualität nicht widerspricht. Was die Kirche selbst angeht, muss man diesen Gegensatz wohl wirklich aushalten (ich finde gerade nicht mehr wieder wer von Euch das genau so gesagt hat. Danke auf jeden Fall für diese Stellungnahme!)

Es ergeht mir glücklicherweise auch nicht so, dass ich ständig hin- und hergerissen bin, völlig zerstreut und verzweifelt bin und nicht mehr weiß, was ich mit mir anfangen soll (was für ein Glück, wer weiß, wie vielen Menschen es tatsächlich so geht!)
Ich stelle mir nur hin und wieder die Frage, wie diese zwei Wünsche wirklich in Einklang zu bringen sind. Und ob sie es nicht für mich schon längst sind und ich mir nur weiter Gedanken mache^^...

Vielen Dank für Eure Hilfe!
*******_86 Paar
23 Beiträge
Themenersteller 
Vergessen
@********scal: Danke für den Link! Ich werds mir auf jeden Fall mal ansehn.
******_nw Frau
173 Beiträge
Man sollte dann schon zwischen Christentum und innerhalb dessen unterschiedlichen Glaubensrichtungen unterscheiden. Lediglich die römisch-katholische Kirche hat einen einzigen großen Oberhaupt, den Papst, der mit seinen Beratern sagt, wo es lang geht. Dagegen finden sich zahlreiche religiöse Gruppierungen (z.b. die evangelische Kirche) im Christentum, die von Gemeinde zu Gemeinde, von Mensch zu Mensch, nach eigenen Wertvorstellungen ihrem Gott verpflichtet fühlen.

Wieso sich unbedingt einer Religion zugehörig fühlen, die eine solch strenge Politik führt?
***en Mann
4.063 Beiträge
Meine Jüngste Schwester sagte einmal:Wenn Gott gewollt hätte das ich Heterosexuell bin,dann hätte Er mich so gemacht.
Bibel...
Nur mal so aus Interesse... Hab das den Schinken nicht gelesen... Steht da geschrieben, dass Homosexuallität was verbotenes ist? Ich denke nicht. Also wirds auch in Ordnung sein! *zwinker*
***en Mann
4.063 Beiträge
Die Bibel ist von Menschenhand geschrieben und nicht von Gott.
Aber trotdem Glaube ich an einem Gott und ja auch ich bin Katholisch und habe auch kein Problem damit,die Kath.Kirche sollte sich mehr mit Evolutionsfragen beschäftigen das würde vieles Leichter machen.
****91 Paar
1.406 Beiträge
@TE
bemühe mal die Suchmaschinen deines Vertrauens nach folgenden Wörtern: "Zeitgeist - Der Film"

anschauen - denken - und deinen Beitrag editieren.


Gruß

Jochen und Kerstin
*****lnd Mann
27.796 Beiträge
Erst
mal einen Tipp: schaue ins gerade abgeschlossene Thema Zölibat rein. Da dieses wie üblich nicht durchgehalten wurde, findest du dort einige mögliche Antworten.

Ich sehe mich auch als eine mögliche, obwohl ich nicht bi oder homosexuell bin (bei TS kann ich mir Ausnahmen vorstellen), aber ich habe, obwohl in der katholischen Kirche engagiert, das getan, was meine Überzeugung erlaubt. Die Kirche mit dem Papst an der Spitze sehe ich als eine Art Leuchtturm, der Orientierung bieten soll, nicht mehr, nicht weniger. Und zwar für das Gewissen, das seit dem II.Vatikanum einzige Richtschnur für den Christenmenschen sein soll. Wenn du mit dem lebst, was Gott dir an Möglichkeiten mitgegeben hat, ohne deinen Mitmenschen zu schaden, sondern im Gegenteil, ihnen Lust zu schenken, kann es nicht falsch sein- denke ich.

Die katholische Kirche toleriert Homosexualität wie andere Sexualität dann, wenn man sie nicht medienwirksam vermarktet, sondern im Stillen lebt. Ich kenne einen Priester, der seit langer Zeit mit seinem Freund zusammenlebt und bin überzeugt, dass seine Oberen das wissen. Würde er nun versuchen, mit Medienmitteln dafür zu streiten, kämen diese Oberen allerdings in Zugzwang, denn der Leuchtturm sendet als Botschaft, dass die Sexualität der Zeugung dient.

Ein wichtiger Aspekt noch: es geht bei der Religion um WIR SIND GEMEINDE (nicht Papst)- und wir sind, wie wir sind, mit Vorzügen, aber auch mit Fehlern und Eigenarten. Und so treten wir wieder vor Gott und erklären, was wir damit gemacht haben.
***en Mann
4.063 Beiträge
Sehr schöner Beitrag@fesselnd es gibt in der Tat in der Katholischen Kirche nach Innen sehr Moderne Bischöfe und Kardinäle die wissen das,daß Zölibat nicht auf dauer funktioniert.
Die auch genau wissen das ihre Priester ein Sexualleben haben,was sie stillschweigend dulden.Diese Priester wären schön blöde wenn sie sich diese stille toleranz verscherzen würden.
Hinzufügen möchte ich noch das,daß Zölibat auch aus Finanziellen Gründen von der Kath.Kirche eingeführt wurde.Denn man musste nämlich früher für die Frauen der Verstorbenen Priester aufkommen und das wollte man irgendwann nicht mehr.
**********Baer2 Paar
109 Beiträge
Bibelexegese
Tendentiell finden sich "Anti-homosexuelle" Passagen in Leviticus und einem der Paulusbriefe. Diese werden besonders gern mit Jesus' Aussagen zum Ehestand kombiniert, und dabei auf eine Weise interpretiert, die ausschließlich die monogame Ehe zulässt.

Ob dies eine saubere Exegese der entsprechenden Texte ist, darf jedoch zumindest zur Diskussion gestellt werden.
ich denke man muss unterscheiden zwischen Kirche und Religion...
Mit der Lehrmeinung der katholischen Kirche steht Bisexualität ganz sicher in einem Widerspruch, da die sexuelle Vereinigung ja ausschliesslich der Fortplanzung dient...*gruebel*
Insofern passt das nicht zusammen.
Wenn man seinen Lebensstil allerdings mit seiner eigenen christlichen Überzeugung vereinbaren kann, sehe ich da kein Problem.
IchIch
****usb Mann
110 Beiträge
Ich denke das die Katholische Kirche zwei Gesichter hat. Zum einen gibt es die Amtskirche die der Frage der Homosexuellen Partnerschaften natürlich garnicht positiv gegenüber steht und Dir sicher schon den platz im Fegefeuer warm hält.
Zum Anderen gibt es die Kirche in Form der Gläubigen hier ist die Haltung zu dieser Frage sicher sehr vielfältig. Ich bin jedoch überzeugt das hier die Toleranz gegenüber Homosexualität bereits recht groß ist und die Tendenz steigt. Glücklicherweise musst Du eigentlich nur mit der letzten Gruppe auskommen. Von der Glaubensseite her gibt es für meine Begriffe keinen Grund daran zu zweifeln das Gott einige seiner Gläubigen eben genau so wollte und ihnen die sexuelle Ausrichtung genauso geschenkt hat wie die Form der Nase. Wer sind wir also dies zu verurteilen?

Für mich ist Christ sein keine Frage der Konfession oder Neigungen sondern eine Frage der Gemeinschaft, Toleranz, Hilfsbereitschaft eben dem Leben nach bestimmten elementaren Werten. Keiner dieser für mich wichtigen Werte kollidiert mit irgendeiner sexuellen Neigung die Legal ist.
Wenn ich den Thread so durchlese, dann entfernen sich nicht gerade wenige vom eigentlichem Thema.
Die Frage lautete doch ursprünglich ob Christ sein und Homo- bzw. Bisexualität zusammen passt.

Da es ja nun einige Konfessionen gibt sag ich jetzt mal einfach, jo das passt. Zumindest bei den alt-katholischen scheint es ja wohl auch möglich zu sein, z.B. eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft "segnen" zu lassen. Bei den anderen kenn ich mich da nicht so aus, während die römisch-katholischen es wohl eher vehement ablehnen würden (zumindest offiziell, denn die Pfarrer handhaben das sicherlich nicht immer so ganz einheitlich). Das klang ja auch bereits bei anderen postings an.

Christ sein ist für mich in erster Linie jedoch eine Glaubensangelegenheit und die Kirchen und deren Auslegung sind da nur sekundär. Auch aus diesem Blickwinkel würde ich bei meiner Aussage bleiben, dass Christ und die nicht heterosexuelle Ausrichtung zusammenpasst. *top*

Was mich obwohl dramatisch off-topic immer wieder fasziniert sind dann immer diese ganzen Kommentare von Personen, welche ihre traumatisch-christliche-Kindheitserfahrungen aufarbeiten müssen.
Denn so nebenbei angemerkt sind irgendwelche abstrusen Theorien noch lange kein Beweis für die Nichtexistens eines Gottes oder gar mehrerer Götter auch diesen Müll mit den Kriegen... oh man wenn ihr mir erzählt welche Automarke ihr fahrt fange ich auch nicht an von irgendwelchen Kriegen zu schwafeln, welche um Rohstoffe geführt wurden.

*zumthema*
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