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Genderfreier Pass: Wäre das was für euch?

Zitat von *****eal:
Zitat von *******eyn:

Alleine die Überlegung, ich könnte zum Beispiel eine Straftat begehen und ändere dann einfach mein Geschlecht.

Kann man nicht und wird auch in den Ländern mit Self-ID nicht gehandhabt. Diese Angstmacherei ist Blödsinn. Kein Straftäter wechselt amtilich sein Geschlecht um mal schnell Verbrechen zu begehen oder weniger hart bestraft zu werden.



Zum eigentlichen Thema: Ich weiss es nicht. Eigentlich hätte ich lieber Non-Binary also X in meinen Dokumenten, aber ich bin mir leider auch schmerzlich bewusst, dass dies beruflich und privat für Probleme sorgen dürfte. Besonders mit der immer grösser werdenden Transphobie der letzten Jahre.

Was meinst du mit Self-ID? Ich wüsste jetzt kein Land, indem auf dem Amt das Geschlecht auf Zuruf geändert wird und darum ging es doch hier? Nicht um eine amtliche gerichtliche Änderung?
*****eal Mann
1.780 Beiträge
Es gibt diverse Länder bei denen das Geschlecht in Dokumenten anpassen zu lassen massiv erleichtert wurde, weil die vorherige Praxis gegen Menschenrechte verstösst.

In der Schweiz z.B. kann ich zum Zivilstandesamt gehen und mein Geschlecht eintragen lassen. Ich zahle lediglich eine Bearbeitungsgebühr.

Vorher wäre ich ich mehrere Monate/Jahre von Gutachter zu Gutachter gehetzt worden, hätte demütigende Fragen ertragen müssen über meine sexuellen Vorlieben, wie oft ich onaniere, woran ich dabei denke etc. etc. etc. Und das Ganze hätte sowohl mich als auch den Staat einen Haufen Geld gekostet.

In Europa existiert die Self-ID bereits in:

Zypern
Belgien
Irland
Schottland (auch wenn England da nun einen Riegel vorschieben will)
Malta
Dänemark
Norwegen
Island
Schweden
Portugal
Spanien
Schweiz

Deutschland wollte es einführen aber leider wurde es verzögert weil viel Hetze mit Lügen betrieben wird.
Das heißt doch aber, dass ich das amtlich bestätige und nicht einfach zum Einwohnermeldeamt hingehe und sage, ich bin jetzt doch wie m oder w.

Es wird dort auch sicherlich im Personenstand vermerkt und eine neue Geburtsurkunde ausgestellt.

Darauf habe ich mich mit dem Missbrauch auch nicht bezogen.

Es ist aber auch keine Panikmache. Es wird einiges gerne persönlich genommen, dabei dient das zum Schutz der Bürger. Haben alle diese Länder das dritte Geschlecht? Da bin ich nicht auf dem Stand.
*********uppy Mann
301 Beiträge
Ich ignoriere einige transfeindliche Beiträge ala "Hihi was wenn ich mich als ein anderes Alter identifiziere hihi" jetzt mal (Holt euch mal ein paar neue "Witze" ran und seid mal etwas originell. Samejokes.jpg) und schreibe was zum Thema.

Als nicht binärer trans Mann würde ich mir tatsächlich gern das X eintragen lassen. Einfach auch weil die Erwartungen an einen binären Mann ganz anders sind. "trag dies nicht, sag das nicht, mag diese Sache nicht" etc. Und da passe ich einfach nicht rein. Oder "X männlich", aber beides ist ja nicht möglich.

Das Selbstbestimmungsgesetz finde ich sehr gut. Die Panikmache dagegen einfach nur peinlich. Wenn cis Männer Frauen vergewaltigen wollen tun sie das. Dafür müssen sie nicht vorgeben eine trans Frau zu sein. Sexualisierte Gewalt und Übergriffe in Frauengefängnissen gibt es ebenfalls bereits wenn dort nur cis Frauen sind. Trans Frauen auf Frauentoiletten sind keine Gefahr, cis Menschen die unter die Kabinentür schauen um zu checken welche Genitalien der Mensch hat sind es. Was manche Menschen dagegen haben es anderen Menschen leichter zu machen weiß ich nicht. Warum sich Menschen immer noch über uns lustig machen aber losheulen wenn wir nur das Wort "cis" in den Mund nehmen weiß ich auch nicht. Wir wollen nur leben. Wir tun niemanden weh.

Und somit bin ich vom Thema tatsächlich abgekommen. Egal. Hier ein Keks 🍪
Ich habe aber glaube ich einen Denkfehler, ich dachte, es geht bei der Frage darum, das der Prozess umgangen wird, also keine amtliche Eintragung ins den Personenstand erfolgt?
******_wi Paar
8.107 Beiträge
Hier ist der Text der Schweizer Verordnung. Verstanden habe ich sie noch nicht vollumfänglich. Gerade der letzte Absatz lässt mich fragen, was denn jetzt eigentlich wirklich geändert wird und was nicht?
(Quelle: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-85588.html)


Unbürokratische Änderung des Geschlechtseintrags ab 1. Januar 2022

Bern, 27.10.2021 - Menschen mit Transidentität oder einer Variante der Geschlechtsentwicklung können ihr Geschlecht und ihren Vornamen im Personenstandsregister künftig rasch und unbürokratisch ändern. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. Oktober 2021 die entsprechende Änderung des Zivilgesetzbuches (ZGB) und die damit verbundenen Anpassungen der Zivilstandsverordnung und der Verordnung über die Zivilstandsgebühren auf den 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt.

Die vom Parlament am 18. Dezember 2020 verabschiedete Gesetzesänderung ermöglicht es betroffenen Personen, ihr eingetragenes Geschlecht und ihren Vornamen mittels Erklärung gegenüber dem Zivilstandsamt rasch und unbürokratisch zu ändern. Die Erklärung kann von jeder Person abgegeben werden, die innerlich fest davon überzeugt ist, nicht dem im Personenstandsregister eingetragenen Geschlecht zuzugehören.

Sofern die betroffene Person noch nicht 16 Jahre alt ist, unter umfassender Beistandschaft steht oder die Erwachsenenschutzbehörde dies angeordnet hat, ist die Zustimmung der gesetzlichen Vertretung erforderlich. Die Erklärung ist gebührenpflichtig und kostet 75 Franken. Der Bundesrat hat entschieden, die Änderungen und Anpassungen auf den 1. Januar 2022 in Kraft zu setzen.

Die Geschlechtsänderung im Personenstandsregister hat keine Auswirkungen auf bestehende familienrechtliche Beziehungen (Ehe, eingetragene Partnerschaft, Verwandtschaft und Abstammung). Auch an der binären Geschlechterordnung (männlich/weiblich) ändert sich nichts: Weiterhin kann nur das männliche oder das weibliche Geschlecht im Personenstandsregister eingetragen werden. Die allfällige Einführung einer dritten Geschlechtskategorie oder der gänzliche Verzicht auf die Eintragung des Geschlechts bilden Gegenstand eines Berichts, den der Bundesrat derzeit in Erfüllung der Postulate Arslan 17.4121 und Ruiz 17.4185 erarbeitet.
*****na3 Frau
2.934 Beiträge
Das ganze Geschlechtsgedöns gehört raus aus Pass und allem Amtlichen. Wir sind durchnummeriert und durchregistriert genug, was braucht es da auch noch das Geschlecht? Soll doch jeder sein Geschlecht wechseln wie und so oft er mag, operativ oder nur über Klamotten und Lifestyle.
"Mensch" würde voll reichen.
*****eal Mann
1.780 Beiträge
Zitat von ******_wi:
Hier ist der Text der Schweizer Verordnung. Verstanden habe ich sie noch nicht vollumfänglich. Gerade der letzte Absatz lässt mich fragen, was denn jetzt eigentlich wirklich geändert wird und was nicht?
(Quelle: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-85588.html)


Unbürokratische Änderung des Geschlechtseintrags ab 1. Januar 2022

Bern, 27.10.2021 - Menschen mit Transidentität oder einer Variante der Geschlechtsentwicklung können ihr Geschlecht und ihren Vornamen im Personenstandsregister künftig rasch und unbürokratisch ändern. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. Oktober 2021 die entsprechende Änderung des Zivilgesetzbuches (ZGB) und die damit verbundenen Anpassungen der Zivilstandsverordnung und der Verordnung über die Zivilstandsgebühren auf den 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt.

Die vom Parlament am 18. Dezember 2020 verabschiedete Gesetzesänderung ermöglicht es betroffenen Personen, ihr eingetragenes Geschlecht und ihren Vornamen mittels Erklärung gegenüber dem Zivilstandsamt rasch und unbürokratisch zu ändern. Die Erklärung kann von jeder Person abgegeben werden, die innerlich fest davon überzeugt ist, nicht dem im Personenstandsregister eingetragenen Geschlecht zuzugehören.

Sofern die betroffene Person noch nicht 16 Jahre alt ist, unter umfassender Beistandschaft steht oder die Erwachsenenschutzbehörde dies angeordnet hat, ist die Zustimmung der gesetzlichen Vertretung erforderlich. Die Erklärung ist gebührenpflichtig und kostet 75 Franken. Der Bundesrat hat entschieden, die Änderungen und Anpassungen auf den 1. Januar 2022 in Kraft zu setzen.

Die Geschlechtsänderung im Personenstandsregister hat keine Auswirkungen auf bestehende familienrechtliche Beziehungen (Ehe, eingetragene Partnerschaft, Verwandtschaft und Abstammung). Auch an der binären Geschlechterordnung (männlich/weiblich) ändert sich nichts: Weiterhin kann nur das männliche oder das weibliche Geschlecht im Personenstandsregister eingetragen werden. Die allfällige Einführung einer dritten Geschlechtskategorie oder der gänzliche Verzicht auf die Eintragung des Geschlechts bilden Gegenstand eines Berichts, den der Bundesrat derzeit in Erfüllung der Postulate Arslan 17.4121 und Ruiz 17.4185 erarbeitet.



Kurze Erklärung.

In der Schweiz wird kein drittes Geschlecht anerkannt weil es ein zu grosser verwaltungstechnischer Aufwand wäre. In der Schweiz müssen Männer z.B. ins Militär wenn sie 18 sind. Frauen nicht. Rente, Abgaben etc. sind auch teilweise unterschiedlich je nach Geschlecht.

Die Politik hat keine Lust sich die Mühe zu machen herauszufinden wie das bei einem dritten Geschlecht sein sollte, also gibt es in der Schweiz einfach kein drittes Geschlecht. (Die Schweiz muss allerdings das dritte Geschlecht akzeptieren, wenn es in anderen Ländern genehmigt wurde).

Da in der Schweiz die gleichgeschlechtliche Ehe mit der Hetero-Ehe gleichgestellt ist, ändert sich dort nichts. Anders gesagt. Zwei Personen bleiben verheiratet, egal ob eine oder beide ihr Geschlecht im Pass ändern lassen.



@*******eyn

Ich bitte um Verständnis, wenn gewisse Antworten auf Dich eher gehässig wirken. Die "Debatte" über Trans Menschen ist voller Lügen, Hetze etc. und im Normalfall wenn jemand "nur Fragen" stellt, ist dies mit Hintergedanken die dazu dienen die Personen oder die gesamte Community zu diskreditieren. Bestes Beispiel dafür ist eben das Gerücht, Cis Männer würden mal schnell das Geschlecht wechseln um auf Frauenklos zu dürfen. (Als ob sich jemand diese Arbeit machen würde, wenn man(n) einfach so reinlaufen kann.

Und ja Du hast recht. Bei der Self-ID geht es darum, dass ohne grosse Bürokratie das Geschlecht in Pass/Geburtsurkunde etc. angepasst werden kann.
Ohne dass man, wie früher, eine Geschlechtsanpassung durchgeführt haben muss oder zwangssterilisiert wurde oder andere Dinge.
Missbrauch der Self-ID wäre zwar in der Theorie möglich, aber ist bisher de-fakto nicht vorgekommen. Eben aus dem Grund, dass Cis Männer sich nicht freiwillig als Frau bezeichnen lassen würden, bloss um sich vor dem Militärdienst zu drücken oder um auf Frauentoiletten zu können. Da gibt es einfachere und für die mit toxischer Maskulinität gestraften Typen weniger "peinliche" Wege.
Ausserdem lassen sich Triebtäter ungern registrieren *zwinker*
******_wi Paar
8.107 Beiträge
@*****eal

D.h., wenn ich dich richtig verstehe und der Text passt dann auch, ich könnte aus einer Bierlaune heraus oder wegen einer verlorenen Wette, oder warum auch immer, einfach so zum Amt gehen und beantragen, dass ich mein Geschlecht von männlich auf weiblich oder von weiblich auf männlich ändern will und gebe meinen neuen Vornamen gleich mit auf, zahle dafür 75 CHF, und das war es?

Übertreibung veranschaulicht: Das heißt, es könnten am Montag alle Männer hergehen und sich als Frau eintragen lassen, wenn sie es wollten? Einfach so?

Und sie könnten nächste Woche für weitere 75 CHF das einfach wieder so zurückändern lassen?

Das ist schon der Hammer. Ich weiß auch nicht, ob man so den Transpersonen in ihrer ernsten Absicht gerecht wird, wenn man das ad absurdum treiben kann. Irgendwie besteht schon Gefahr, dass man in der Gesellschaft so die Ernsthaftigkeit dieses Vorganges verliert und wie in meinem Beispiel am Ende ins Lächerliche zieht, wenn es eben geht.
*****eal Mann
1.780 Beiträge
Zitat von ******_wi:
@*****eal

D.h., wenn ich dich richtig verstehe und der Text passt dann auch, ich könnte aus einer Bierlaune heraus oder wegen einer verlorenen Wette, oder warum auch immer, einfach so zum Amt gehen und beantragen, dass ich mein Geschlecht von männlich auf weiblich oder von weiblich auf männlich ändern will und gebe meinen neuen Vornamen gleich mit auf, zahle dafür 75 CHF, und das war es?

Übertreibung veranschaulicht: Das heißt, es könnten am Montag alle Männer hergehen und sich als Frau eintragen lassen, wenn sie es wollten? Einfach so?

Und sie könnten nächste Woche für weitere 75 CHF das einfach wieder so zurückändern lassen?

Das ist schon der Hammer. Ich weiß auch nicht, ob man so den Transpersonen in ihrer ernsten Absicht gerecht wird, wenn man das ad absurdum treiben kann. Irgendwie besteht schon Gefahr, dass man in der Gesellschaft so die Ernsthaftigkeit dieses Vorganges verliert und wie in meinem Beispiel am Ende ins Lächerliche zieht, wenn es eben geht.

Theoretisch ja. Praktisch nein. Weil es wird ein Rattenschwanz folgen.

Du bist nun eine Frau? Gratuliere. Melde Dich erst einmal bei all Deinen Versicherungen, beim Arbeitgeber, bei weiteren Behörden etc.etc.etc.

Du darfst Dich da überall dann auch ändern lassen. Und sobald Du zurück willst, nochmal.
Ganz zu schweigen von der Transphobie der Du Dich sofort aussetzt.

Und ja. Trans Menschen wird etwas Gutes getan wenn ihnen viel unnötiger Aufwand und Leid erspart wird. Egal ob ein blödes Arschloch es aus Jux oder Protest missbrauchen will.

Fakt ist. Dort wo es die Self-ID gibt ist bisher kein Missbrauch davon bekannt.
********2012 Paar
5.996 Beiträge
Ja herrje.
Es ist persönlich wichtig, aber im gesellschaftlichen Umgang manchmal schwierig.

Von mir aus kann jeder jederzeit wählen, ob (ursprünglich) er oder sie denn nun aktuell ein Mann oder ein 'was ganz anderes' oder eben eine Frau oder ein 'was ganz anderes' sein will.
Mehr Differenzierung in offiziellen Dokumenten halte ich schlicht für unpraktikabel.
Der Wechsel von Frau zu Mann oder umgekehrt hat dann aber doch einige rechtliche Konsequenzen und ist zurecht nicht ganz so frei gestaltet.

Im persönlichen Umgang ist gern jeder für mich das, was er/ sie/... eben gerade gern hätte. Das ist ja wohl das eigentlich Wichtige für ein zufriedenes Zusammenleben, oder?

Und ich hab nun wirklich genug Leute in der Familie und im Freundeskreis, deren Geschlechtsidentität sich im Laufe der Zeit geändert hat.

Aber deswegen nun Geschlecht für unwichtig oder nicht identitätsbildend oder nicht mehr für identifikationstelevant zu erklären und nicht mehr im Pass anzugeben, halte ich für einen blöden Scherz.
Leute, für 99% der Menschen bleibt das nun mal dennoch ein ganz simpler und ganz unproblematisch identifikationsrelevanter und lebenslang unveränderlicher Fakt.

LG, Fix & Foxy (m)
Zitat von **********dchen:
Genderfreier Pass: Wäre das was für euch?
Seit einiger Zeit gibt es in 19 Ländern einen Genderfreien Pass,
statt M, F wird dann dort ein X oder bei uns "Inter/Divers" eingetragen.
Hasenfuss ist, das meist erst ein medizinischer Nachweis dafür erbracht werden muss.
Wenn diese Forderung entfällt, würdet ihr einen solchen Ausweis / Pass beantragen ?
Oder sagt ihr euch, ich komme mit dem Eintrag Mann, Frau, gut klar,
die Gesellschaft ist bereit es auch so zu akzeptieren, ohne besonderen Eintrag ?

Nun bin ich mal Neugierig auf eure Antworten, und BITTE keine Diskussionen,
ab wann jemand Divers, Inter oder sonst was ist.
Das sollte jede/r für sich selbst entscheiden.


*nono*

das wäre ganz und gar nichts für uns.
*******_82 Mann
852 Beiträge
Eins vorweg: mir ist es bewusst, dass es sixh um ein sensibles Thema handelt, aber möchte gerne versuchen meine Gedanken hier aufzuschreiben. Bitte um Nachsicht, falls ich falsches Wortwahl angewendet habe, die evtl jmd angegriffen fühlen könnte. Es ist nicht meine Absicht jmd zu beleidigen bzw diskriminieren. Deutsch ist nicht meine Erst- bzw. Muttersprache.

Kurze Antwort: es ist gut, wenn im Pass keine Geachlechts- bzw Genderidentität preisgegeben wird.

Im Pass sagt doch nichts über die tatsächliche Identität eines Menschen aus. Es ist nur ein Stück "Papier" bzw eine Karte bzw ein Dokument. Nicht für uns, sondern für die Behörden. (Darüber kann man noch einen ellenlangen Text verfassen, was ich jetzt nicht machen werde).
Ist aber eine Geschlechts bzw. Genderangabe auf dem Perso zu sehen, so denke ich, könnte die Person aufgrund des Geschlechts diskriminiert werden. Steht da nichts, also weniger bis keine Diskriminierung, denke ich mal.
Eine kleine andere Ansicht: Ich identifiziere mich als taube Person. Im perso steht nirgens drauf, dass ich taub bin. Das finde ich gut, will weder benachteiligt noch bevorzugt werden. Gleichbehandelt möchte ich. Klar die Bevorzugung hat Vorteile, weil die eben Nachteile ausgleichen. (Dafür ein anderes Ausweis, wieder ein Thema was ich hier nicht vertiefen möchte.)
Wie jmd schon schrieb, sind wir seitens der Behörde alle durchnummeriert. Es geht niemandem was an welche Identität wir haben.
Viele Menschen - so meine Meinung nach - betrifft es eigentlich nicht, aber wollen gerne ihren "Macht- und Normstatus" ausnutzen und diskriminieren, warum die das machen verstehe ich selber nicht.

Aus diesem Grund finde ich es bedauerlich, dass im Reisepass bzgl zum Geschlechts bzw Gender angeben muss.

Die Welt ist leider nicht bereit ohne Diskriminierung zu leben... Um das zu ändern muss viel passieren. Aktuell sehe ich das nicht.
******eet Mann
681 Beiträge
Ich empfinde das diese ganze Diskussion eher grotesk. Klar gibt es Menschen, die sich nicht so fühlen, wie sie geboren wurden und wie es im Pass steht. Und gleichzeitig entstehen dadurch Probleme, weil ohne Regulierung, jeder:e je nach Lust und Laune damit "spielen" könnte. Eine Frage die sich dann zwangsläufig stellt, auf welche Toilette darf man gehen? Und ja, man könnte ja noch eine dritte Variante für die X einführen...
*****110 Frau
719 Beiträge
Zitat von ******_wi:
@*****eal

D.h., wenn ich dich richtig verstehe und der Text passt dann auch, ich könnte aus einer Bierlaune heraus oder wegen einer verlorenen Wette, oder warum auch immer, einfach so zum Amt gehen und beantragen, dass ich mein Geschlecht von männlich auf weiblich oder von weiblich auf männlich ändern will und gebe meinen neuen Vornamen gleich mit auf, zahle dafür 75 CHF, und das war es?

Übertreibung veranschaulicht: Das heißt, es könnten am Montag alle Männer hergehen und sich als Frau eintragen lassen, wenn sie es wollten? Einfach so?

Und sie könnten nächste Woche für weitere 75 CHF das einfach wieder so zurückändern lassen?

Das ist schon der Hammer. Ich weiß auch nicht, ob man so den Transpersonen in ihrer ernsten Absicht gerecht wird, wenn man das ad absurdum treiben kann. Irgendwie besteht schon Gefahr, dass man in der Gesellschaft so die Ernsthaftigkeit dieses Vorganges verliert und wie in meinem Beispiel am Ende ins Lächerliche zieht, wenn es eben geht.


Dann darfst du danach deinen Arbeitgeber informieren, deine Führerscheine umschreiben lassen, deinen Ausweis umschreiben lassen, deine Rentennummer wird angepasst. Da musst deine Versicherungen ändern lasse und und und und - viel Spass dabei
*****110 Frau
719 Beiträge
Zitat von *****eal:
@*****eal


Fakt ist. Dort wo es die Self-ID gibt ist bisher kein Missbrauch davon bekannt.

Self ID ja soweit gut, aber das man ständig hin und her kann - NEIN!
Man darf gerne einmal wechseln und dann auch gerne wieder zurück ( egal. wann ) dann sollte man sich aber sicher sein. Ein Hin und Her befürworte ich in keinster Weise.
*****110 Frau
719 Beiträge
Zitat von ******eet:
Ich empfinde das diese ganze Diskussion eher grotesk. Klar gibt es Menschen, die sich nicht so fühlen, wie sie geboren wurden und wie es im Pass steht. Und gleichzeitig entstehen dadurch Probleme, weil ohne Regulierung, jeder:e je nach Lust und Laune damit "spielen" könnte. Eine Frage die sich dann zwangsläufig stellt, auf welche Toilette darf man gehen? Und ja, man könnte ja noch eine dritte Variante für die X einführen...

Zu Hause auch getrennte Toiletten?
Einfach Unisex machen - fertig

Personen die "Straftaten" begehen wollen lassen sich eh davon nicht abhalten ob dort W oder M an der Toilette steht
*******frei Mann
760 Beiträge
Soweit es unseren Personalausweis betrifft ist es mir egal.

Soweit es unseren Reisepass betrifft, bin ich eher zurückhaltend, was Änderungen betrifft. Dieses Dokument ist international recht mächtig. Ich würde da eine Anpassung nur befürworten, wenn es zumindest nicht nachteilig wäre.
******_wi Paar
8.107 Beiträge
Im (west)deutschen Perso ist seit mind. 1987 keine Geschlechtsangabe enthalten. Das ist das Dokument, das man besitzen muss.

Einen Reisepass muss man nicht besitzen, benötigt ihn jedoch zur Einreise in vielen Staaten. Um die Frage der Entbehrlichkeit im deutschen Pass zu beantworten, muss die Akzeptanz der anderen Länder geklärt sein.

Es bringt ja auch nichts, wenn man einen Reisepass hat, mit dem die Einreise verweigert wird, der vielleicht sogar als gefälscht im Verdacht steht, weil übliche und im Einreiseland geforderte Angaben fehlen.
@*****eal ich habe Verständnis dafür, weil meist etwas aus Erfahrungen geschieht. Ich finde es gut, wenn darüber gesprochen wird und ich nehme es nicht persönlich, weil ich weiß, wie es richtig ist, dass ich nichts dagegen habe, noch Hetzen möchte.

Argumente, dass jemand sein Geschlecht ändert, um überhaupt eine Straftat zu begehen, halte ich schlicht für falsch. Das war auch nicht meine Aussage, bzw. wollte darauf hinaus.

Vielleicht zum besseren Verständnis. Ich habe in dem Bereich verarbeitet und mir ging es bei meiner Argumentation darum, dass ich es unglücklich finde, dass beim beantragen des Passes anzugeben, ohne (!) dass es vorher amtlich im Personenstand eingetragen wurde.

Es gibt leider genug gefälschte Pässe und hier würde es meines Erachtens auch ausgenutzt werden. Bei dem Vorgeschalteten Gang sehe ich es als nicht unbedingt gegeben an.

Das die Angleichung unbürokratischer geht, das würde ich ebenfalls befürworten.
Soweit Ich das jetzt verstanden habe, ist nach dem Angleichen erst einmal eine Sperre von 1 Jahr vorhanden, bevor ein Mensch zurück kann. Soweit ich das jetzt gelesen habe, passiert das so gut wie war nicht, von daher kann das für mich nur positiv gesehen werden.

Die Pässe sind digital, im Zweifel kann sich auch mit dem Fingerabdruck legitimiert werden, die Hürde ist nur, den dürfen die wenigsten auslesen.

Ich finde es schon einen Fortschritt, dass ein X eingetragen werden kann, obwohl ich persönlich es nicht machen würde, einfach aufgrund von bestimmten Einreisebestimmungen anderer Länder.
*****eal Mann
1.780 Beiträge
Ob und wie oft gewechselt werden kann ist je nach Land unterschiedlich. In der Schweiz gibt es theoretisch keine Begrenzungen. Aber auch deswegen, weil bisher auch niemand auf die Idee kam das ausnutzen zu wollen.

Wieso auch?
******_wi Paar
8.107 Beiträge
Als Nicht-Betroffener kann ich das vielleicht leicht sagen, aber dennoch:

Wie oft nutzt man seinen Pass? Wie viele Minuten, wenn man beim Grenzer steht? Und sind die möglichen negativen Auswirkungen es wert, dafür zu kämpfen?

Ich vermute, wir haben hier einen absoluten Nebenschauplatz. Natürlich einer von vielen, keine Frage. Aber, wenn ich in das jeweilige Land einreisen will, muss ich mich an deren Regeln halten. Und wenn dieses Land in Bezug auf ein X oder eine Leere Schwierigkeiten machen würde, würde es mir, weil ich bin, wie ich bin, nicht per se Schwierigkeiten machen? Will ich deshalb trotzdem dorthin?

Und kann ich nicht tolerieren, dass der Pass eine Angabe beinhaltet, die in Bezug auf die althergebrachte binäre "Eingruppierung" das biologische Geschlecht (Schwanz oder Vagina) abbildet, wenn ich mir überlege, dass ich das nur minutenlang verwenden muss, um die Regeln des Auslands einzuhalten?

In viele Länder kann man ohne Pass reisen. Auch außerhalb der EU. Vielen wird das reichen, womit sich für sie die Thematik eines Passes in der Praxis gar nicht ergibt.
Zwei Beispiele aus meiner damaligen Praxis:

Eltern, nicht verheiratet. Vater hat „ue“ im Ausweis, Tochter hat „ü“ und die Mutter ihren Namen. Sie durften nicht in ein EU Land einreisen, weil sie nicht nachweisen konnten, dass er der Vater ist, aufgrund der unterschiedlichen Nachnamen.

Zweiter Fall:
Pas/Perso wurde als verloren gemeldet, der kommt dann auf die internationale Liste der Polizei. Eine Frau hat den verlorenen wieder gefunden, das nicht gemeldet und dachte sich „mit dem kann ich mich doch ausweisen, ist noch gültig“

Kam nicht mehr ins Land rein, weil der als verloren gemeldet wurde.

Ich verstehe auch vieles nicht, es ist für mich vollkommen unverständlich, es ist aber einfach ärgerlich, wenn dadurch Nachteile entstehen.
******_wi Paar
8.107 Beiträge
Zitat von *****eal:
Ob und wie oft gewechselt werden kann ist je nach Land unterschiedlich. In der Schweiz gibt es theoretisch keine Begrenzungen. Aber auch deswegen, weil bisher auch niemand auf die Idee kam das ausnutzen zu wollen.

Wieso auch?

Wie in meinem Modell. Einfach sich mal einen Spaß gemacht, vielleicht auch gezielt, um sich über Transpersonen lustig zu machen. 2x 75 CHF sind ja keine Hürde für Blödsinn (6 km/h zu schnell in der Stadt kosten schon 120 CHF, 11 km/h bereits 250 CHF, [1 CHF ist ziemlich genau 1 Euro] nur um mal den Vergleich zu ziehen, was was in der Schweiz kosten kann.) Und die Leute machen jeden Blödsinn, den man sich vorstellen kann. Und noch viel mehr. Auch in der Schweiz gibt es nicht nur vernünftige Personen.
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