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Perspektivwechsel - Was habt ihr beim Bi-Dating gelernt?

JOYclub-Herz
*********tion Frau
268 Beiträge
Themenersteller JOY-Team 
Perspektivwechsel - Was habt ihr beim Bi-Dating gelernt?
Wer Menschen aus mehr als einem Geschlecht datet, macht dabei auch neue Erfahrungen. Unsere Autorin schildert ihre Dating-Erlebnisse und und den damit zusammenhängenden Perspektivwechsel im Artikel Weiblich, geoutet bisexuell, sucht ....

Es geht um die Akzeptanz des eigenen Körpers und Unterschiede im Dating-Verhalten zwischen Geschlechtern, aber auch darum, was Bi- (und Pan-) Menschen gemeinsam haben.

Wir interessieren uns nun auch für eure Perspektiven.
  • Was hast du beim Daten von Menschen unterschiedlicher Geschlechter über dich selbst gelernt?
  • Wie hat es euer Leben bereichert, Menschen unterschiedlicher Geschlechter zu daten?



Wir sind gespannt
eure JOY-Redaktion
Ich brauche keine Menschen zu daten, die eine andere Orientierung haben, als meine.

Ich kenne bereits einige Bi Menschen in Alltag,
Es sind Freunde, Bekannte oder Arbeitskollege von mir.
Noch nie fand ich einen, von der Art her, für mich so anziehend, dass ich mir eine Beziehung oder ein sexuelles Verhältnis vorstellen konnte.
Das beruhte interessanterweise immer auf Gegenseitigkeit.

Ich würde selber auch nie von Homo oder bisexuelle Menschen begehrt.
Ich glaube Menschen spüren instinktiv, ob sie neigungskompatibel sind und das finde ich gut so.
****_AA Mann
2.628 Beiträge
Ich lerne bei jedem Dating, was dazu, über mich, meine Mitmenschen.
Gut, für die die erst ihr Bi-Sex entdecken, wird es bedeutsamer sein, wie die ersten Erfahrungen ausfallen.
Wichtig ist doch unvoreingenommen und ohne, "Ist gerade In" Leute kennen zu lernen.
******amp Mann
1.059 Beiträge
Das ich mich von ganz vielen Männern fernhalte, weil die sich unter der eigeben Würde verkaufen und auch gesundheitlich sich selbst gefährden.

Sehr schade, da ich extrem Bi bin, aber ich mich auf Spielchen niemals einlassen möchte.
**********athic Mann
21 Beiträge
Tatsächlich posaune ich es nicht heraus; ich erzähle es nur dann, wenn es sich ergibt.
Ich lebe im Speckgürtel von Berlin, da ist es nach wie vor eher konservativ und ich habe keine Lust auf den hiesigen Veranstaltungen dumm angequatscht zu werden. Ist ja auch ein Thema bzgl. Frau und Kids.
Wer mich hier zufällig findet, der findet mich halt. Was wollen sie denn machen? "Ich war da REIN ZUFÄLLIG in einem Erotikportal und dann habe ich DEN ZUFÄLLIG GEFUNDEN!" ?

Aus sexueller Sicht sage ich mir, wenn das Wesen und der Charakter anzieht, why not? Es geht dabei ja nicht ums heiraten oder fortpflanzen. Aber ich habe es auch erlebt, dass Bisexualität im Bereich Dating durchaus Ablehnung erfährt, sowohl bei Pärchen als auch Frauen. Es ist durchaus merkwürdig.
Seit ich das erste mal eine Frau geküsst und gestreichelt hab, kann ich die Männer verstehen. Diese weiche Haut, die Sinnlichkeit, die tollen Brüste, unglaublich wie gut sie duftet, dass hat mich umgehauen.
Seit dem bildet es für mich einen Gegenpol zur Sexualität mit Männern. Ich mag Männerkörper, Körperbehaarung, ich mag fordernde Küsse und Moschus☺️Duft, schwitzen und Reibung und ich mag auch Penetration.
Bei der Frau die ich auch date finde ich mehr Erotik und vielleicht ein offeneres Begegnen, ein anderes verstehen, Absichtslosigkeit?
Ich bin noch ganz am Anfang.
*****kua Frau
4.392 Beiträge
JOY-Angels 
Ich bin keine der Frauen, die explizit auf die Dualität in der Bisexualität abfährt.
Den weitaus „härtesten“ Sex hatte ich mit Frauen, schon ganz früh in meiner erotischen Vita.

Ich begehre Menschen so, wie sie sich selbst am besten finden. Das inkludiert alle Geschlechter, fühlt sich der Mensch und sein Verlangen echt an für mich.

Dass ich zufällig nun bigam in Beziehung mit einer Frau und einem Mann lebe, war für mich nie absehbar. Aber es entspricht mir wohl am besten.

Dass ich - je nach Perspektive- holy grail und das Allerletzte in Personalunion bin, nehme ich dabei gerne in Kauf, darf ich echt bleiben.

Danke, privilegiertes Leben.
****_AA Mann
2.628 Beiträge
Zitat von ****fi:
Seit ich das erste mal eine Frau geküsst und gestreichelt hab, kann ich die Männer verstehen. Diese weiche Haut, die Sinnlichkeit, die tollen Brüste, unglaublich wie gut sie duftet, dass hat mich umgehauen.
Seit dem bildet es für mich einen Gegenpol zur Sexualität mit Männern. Ich mag Männerkörper, Körperbehaarung, ich mag fordernde Küsse und Moschus☺️Duft, schwitzen und Reibung und ich mag auch Penetration.
Bei der Frau die ich auch date finde ich mehr Erotik und vielleicht ein offeneres Begegnen, ein anderes verstehen, Absichtslosigkeit?
Ich bin noch ganz am Anfang.
Das selbe kann ich in umgekehrter Weise bestätigen...
Ich streichle, fühle und rieche gerne den Körper eines Mannes, seine Kraft, Leidenschaft ....
Und natürlich auch gerne den "weichen" Frauenkörper ....
Es ist beides so schön 🤗😘
*****age Frau
77 Beiträge
Hab den Artikel mit viel Freude gelesen, es ging mir tatsächlich in vielen Situationen sehr ähnlich.

Sicherlich auch weil ich im Alltag ebenso offen mit meiner Bisexualität umgehe und immer noch erstaunt darüber bin wie wenig Berührung viele Menschen damit haben.

Am wichtigsten war aber dann sicherlich die Erkenntnis, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht so groß sind, wie die zwischen den Menschen selbst. Es muss einfach passen und ich möchte weder Frauen noch Männer in meinem Liebesleben missen.
*********k_typ Frau
6.354 Beiträge
Mich persönlich stört nur das "Dating" etwas, denn bis auf 1x lerne ich meine realen Kontakte nicht über ein Date-Gesuch kennen, sondern in meinen eigenen Gruppen, anderen Bi-Gruppen und durch Forenbeiträge.

Dass ich bisexuell bin habe ich schon in meiner Kindheit und Jugend gemerkt.
Auch bereits mit 17 hatte ich ein schwules Paar kennengelernt und mich in einen davon verliebt, aber es kam natürlich nie zum Sex zwischen uns, hat aber mein großes Interesse an Sex unter Männern geweckt, und mit Anfang 20 hat mich mein erster Schwulenporno extrem geil gemacht, dass das im Grunde der Einstieg für meine heutige Vorliebe für Bi-Männer war *zwinker*

Trotzdem war es noch ein sehr weiter Weg bis dorthin, und ich habe in 3 längeren Hetero-Beziehungen gelebt, aber im Grunde war es nur eine Frage der Zeit, wann ich endlich einmal Sex mit einer Frau genießen durfte und Bi-Männer kennenlernte:

Ca. 2 Monate bevor ich zum *joyclub* kam, hatte ich eine junge, lesbische Frau in einem anderen Portal kennen- und liebengelernt, mit der ich dann 1 1/4 Jahre fast jedes WE 1-2 Tage lang zusammen war. Für mich war es eine schöne Freundschaft +, für sie scheinbar eine Beziehung.

Dabei merkte ich aber auch immer mehr, dass ich mich eingeengt fühlte und mir der Sex mit Männern fehlte, und ich mit ihr da nur sehr begrenzt darüber reden konnte. Zu dem Zeitpunkt war ich dann im Joy und konnte dort wieder mit Männern Kontakt aufnehmen. Aber ich musste ihr diese Kontake verschweigen, genauso wie 3 Treffen mit einer anderen jungen Lesbe, da sie mir endeutig klarmachte, dass wenn ich wieder mit einem Mann etwas anfangen würde, unsere Freundschaft/Beziehung beendet wäre.
Ich gebe zu, dass ich mich auch endlich mal etwas ausleben wollte, wenn es prima gepasst hat.

Mich hat dieses Versteckspiel und die ganzen heimlichen Kontakte ziemlich belastet, aber ich wollte sie auch nicht verlieren, da ich sie ja wirklich mochte.
Durch einen blöden Zufall hat sie es dann rausbekommen, es war vorbei, und ich aber trotz allem auch erleichtert - und damals habe ich mir geschworen, dass ich so etwas nie mehr machen werde.

In dieser Zeit habe ich mich dann auch vermehrt nach Bi-Männern hier im Joy umgeschaut und bin in entsprechende Bi-Gruppen gegangen. Dort habe ich viel in Foren geschrieben und recht schnell dadurch Bi-Männer kennengelernt, mich auch in persönlichen CMs mit ihnen ausgetauscht und all ihre privaten Probleme erfahren:
Ihre Offenheit mir gegenüber hat mich zutiefst berührt, und ich habe durch sie viel mehr erfahren, als in meinen 3 Hetero-Beziehungen davor, sowohl auf sexueller wie auch auf emotionaler Ebene, und ich kann nun sagen, dass Bi-Männer wahnsinnig sinnliche, offene, herzliche, gefühlvolle Menschen und Männer sind, wenn man sie versteht und auf ihr Verlangen, wie ihre Probleme, Ängste, Sorgen etc. eingeht. Voraussetzung ist natürlich Vertrauen, Sympathie und dass die Chemie stimmt.
Durch das Kennen und Wissen der gleichgeschlechtlichen Bedürfnisse und Erlebnisse von Bi-Frauen und Bi-Männern ist da eine unglaubliche gemeinsame Wellenlänge, Faszination und Verständnis füreinander *zwinker*

Durch SIE habe ich gemerkt, dass eine ganz feste, monogame Beziehung für mich heute nichts mehr wäre, und ein Hetero-Mann als Partner auch nicht mehr in Frage kommen würde, und wenn dann wollte ich eine offene Beziehung mit Berichterstattung, wo jeder weiß wann, wo, mit wem der andere unterwegs ist, und man sich bei Bedarf darüber auch austauscht, ABER die meisten Sex-Erlebnisse gemeinsam auslebt, am besten in Form einer Freundschaft +.

In meiner Familie und in meinem Umfeld bin ich nicht geoutet, finde ich aber auch nicht notwendig.
Zwei Freundinnen wissen vom Joy, meiner Bisexualität und dass ich auf Bi-Männer stehe, finden das total klasse, und bestärken mich auch immer wieder in meiner Freude und Aufgaben hier im *joyclub* *zwinker*

Es ist total schön Freunde hier und draußen zu haben - ich möchte beides nicht mehr missen *love* *herz2*
Zitat von *********tion:
Perspektivwechsel - Was habt ihr beim Bi-Dating gelernt?
Wir interessieren uns nun auch für eure Perspektiven.
  • Was hast du beim Daten von Menschen unterschiedlicher Geschlechter über dich selbst gelernt?



Wir sind gespannt
eure JOY-Redaktion


Was habe ich über mich gelernt?
Das Männer, auch wenn diese recht attraktiv aussehen, sexuell so gar keine Reize auf mich ausüben
und ich somit rein auf die Lesbische Seite gehüpft bin.
Ich hab es echt versucht mit Männer im Bett zu harmonieren, aber da regt sich bei mir nichts.

Ich finde das gehört auch mal gesagt.
*******s_bw Mann
4.279 Beiträge
"Was hast du beim Daten von Menschen unterschiedlicher Geschlechter über dich selbst gelernt?"
Ich habe innere Grenzen verschoben und ohne mir Gedanken über das Geschlecht zu machen mir einfach erlaubt, zu genießen. Neues probieren, das Gute wiederholen.

"Wie hat es euer Leben bereichert, Menschen unterschiedlicher Geschlechter zu daten?"
Ich versuche, eher "weibliche" Präferenzen auch mit Männern zu genießen: Nicht auf das Ziel Orgasmus hinzuarbeiten, sondern einfach absichtslos zu spüren und zu genießen. Dabei merke ich, dass es nicht typisch weiblich ist, sondern einfach natürlicher und mehr Begegnung als Akt ermöglicht, Entspannung und gleichzeitig tiefere Erregung schafft.

Mit einer Frau erlebe ich die Unterschiede bewusster und angenehmer. Weniger Unsicherheit und Aufregung, mehr Nähe und Erregung.
********lady Frau
61 Beiträge
Sehr schöne Fragestellung!

Für mich persönlich gibt es schon große Unterschiede,ob ich einen Mann oder eine Frau als Bi Person "date" .
Bei einer Frau bin ich trotz meiner Erfahrungen aufgeregt, weil wenn sie mir gefällt,ich viel mehr das Bedürfnis habe,ihr auch gefallen zu wollen - denn es ist sehr selten, dass ich mich sexuell zu einer Frau hinziehe. Die Harmonie und das Verstehen ist mir bei Frauen viel wichtiger! Daher fühlt es sich auch einfach immer viel exklusiver an als mit einem Mann. Bei Männern ist es einfach routinierter, wenn es nicht funkt, ist total ok und man sucht weiter.

Und vor allem ist der erste Kuss bei einem Frauen Date auch viiiel aufregender,weil jede Frau da total anders ist und sich komplett anders anfühlt. Die Begegnungen sind viel intensiver...mehr Genuss, mehr Offenheit, mehr Zärtlichkeit und Gefühl...ich war überrascht, dass mir Sex mit Frauen so gut gefällt und es hat mein Sexleben nochmal auf eine ganze andere Art bereichert.
Und genau das liebe ich aber auch daran,eine Frau zu daten. Es wird nie langweilig *love*

PS. Allerdings muss ich zugeben, das der weg bei Frauen,bis es zu einem Treffen bzw. bis es erstmal zu einem Gespräch kommt, sehr viel schwieriger ist. Männer zum Treffen findet man auf joy theoretisch wie Sand am Meer, aber viele Bi Frauen,sind entweder doch gar nicht so Bi oder sind es von den Männern gewohnt, dass die die den ersten Schritt machen. Also liebe Bi Frauen, ruhig offene für Gespräche sein und auch Mal den ersten schritt wagen *zwinker* und das Thema : wer bezahlt beim Date,ist bei Frauen vlt.auch nciht immer so leicht zu beantworten *gg*
***oe Mann
1.195 Beiträge
Ich lebe meine Bisexualität im realen Leben nicht aber hier auf Joy habe ich bereits 8 Männer gedatet und viele lustige/sinnliche Erfahrungen gemacht.
Ich finde Dats mit Männern viel offener als mit Frauen obwohl mehr Nervosität in der Luft liegt und ein Treffen genauer geplant wird damit es nicht auffällt das eine erotische Schwingung in der Luft liegt, kann es nicht richtig mit Worten beschreiben *g*
Bei Frauen bin ich gehemmter als bei einem BI Mann ,das haben mir auch die Männer gestanden die ich getroffen habe.
Hatte zum ersten Mal einen Mann verführt und mit ihm eine kurze ,leidenschaftliche Affäre gehabt und wir sind beide nicht geoutet.
Durch Joy bin ich auch zum ersten Mal in den Genuss gekommen einen Mann intensiv zu küssen und das war das geilste was ich seit langen getan habe.
Aber in meinem realen Leben , bin ich ein ganz normaler Hetero Mann *zwinker*
Was ich gelernt habe: Dass es sich für mich völlig normal anfühlt mit Frauen Sex zu haben. Sonst fällt mir nicht viel dazu ein, hatte schon Jahre kein Date mehr mit einer Frau, ergibt sich irgendwie nicht. Aber ich habe sowieso kein großes Interesse an Sex momentan.
*******ght Frau
9 Beiträge
Ich würde mich eigentlich als absolut Hetero bezeichnen.

Nur empfinde ich manche Frauen als unglaublich anziehend und erotisch und kann mir definitiv Berührungen, Küsse und auch mehr vorstellen. Aber ehr als Freundschaft+ nicht als Beziehung.
Ne Kuschel, Knuddel Knutschfreundin sozusagen 🙂☺️

Der Beitrag war sehr interessant zu lesen.

Ich habe des Öfteren das Interesse von Lesbischen Frauen geweckt… konnte mir dann aber nichts vorstellen da ich eben nicht an einer Monogamen Lesbischen Beziehung interessiert bin.

Ich denke es ist Glücksache ob man den „passenden“ Menschen begegnet
**********_Keks Frau
391 Beiträge
Ich habe vieles im Bericht der Autorin auch erlebt und teilweise den selben Wortlaut zu hören bekommen.

Es gibt ja gerade Männer die Bisexualität unter Frauen komplett falsch einschätzen, aber auch Hetero Frauen die mir ihrer Einstellung ein wenig Angst einjagen.
Da steckt das Wort "Sexualität" in "Bisexualität" und dann wollen sie mit mir nur Küsse austauschen und gar keinen Sex haben.
Ich geh jetzt mal weg von klassischen dates:
Auf Swingerpartys mit dem Motto "Bi-Abend" benutzen Männer gerne ihre Frauen als "Köder" und sagen einem dann ernsthaft "super, jetzt hab ich zwei Frauen die mich verwöhnen" "zwei Frauen die mir einen Blowjob verpassen" und ich bin dann als ganz verdutzt und sage dann auch ehrlich "sorry, ich bin hier wegen der Frauen und ich will mit einer Frau Sex haben"
Häufige Antwort von ihr "ich bin nicht bi, ich mache das ihn zu Liebe, er will nur gucken" oder "er will, dass zwei Frauen ihn verwöhnen"
"ich will nicht mehr als Küssen"
Dann kommt immer so ein "echt, du willst richtigen Sex mit ner Frau haben?"
und ich
"wir sind auf einer Swingerparty, natürlich will ich Sex haben" *headcrash*

Anscheinend ist es erst "richtiger" Sex, wenn ein cis Mann beteiligt ist...
Was für blöde Dialoge.

Wenn ich auch mit Männern auf einer Swingerparty Sex haben möchte, dann geh ich auf die normalen Swingerpartys ohne das Motto "Bi-Abend/Ladys Night". Da ist alles offen wie ein Abend enden kann.

Wieso ist denn die Vorstellung so seltsam, dass Frauen untereinander ein wenig mehr anstellen könnten?

Und zu lesbischen Frauen kann ich nur sagen, dass ich durchweg schlechte Erfahrungen gesammelt habe, man wird nicht richtig ernst genommen.
Da kommt das Thema Beziehung erst gar nie auf, weil ich ja dafür nicht in Frage komme, ich könnte ja einen Mann vermissen. Dates sind schon schwierig, weil ich angeblich "zu direkt und zielstrebig" bin. Ich spreche frei über alles, mache da keinen Unterschied, ob Mann, Frau oder Div.
Es gab Frauen die hatten gedacht ich wüsste nicht was ich will, denn "Bi" sind ja die, die sich nicht entscheiden können.
Das ist wie mit den Switchern im BDSM - da kommen auch immer wieder Kommentare, dass man sich mal für die dominante oder devote Seite oder die sadistische oder masochistische Seite entscheiden soll.

Schubladen sind doof!

Ich will mich nicht festlegen, ich will Diversität, ich feiere Paradiesvögel, ich würd auch jemanden mit Schwanz und Titten vögeln...^^
Ich bin offen und neugierig und ich experimentiere gerne, denn ich mag es Abwechslungsreich.

Ich will zudem nur noch in offenen Beziehungen oder polyamor leben, damit ich meine Sexualität frei ausleben kann und auf nichts verzichten muss.
Ein Partner alleine kann mir nun mal nicht alles geben und ich verzichte auf nichts mehr.
Guter, erfüllender Sex macht glücklich - warum auf Glück verzichten wegen blöder gesellschaftlicher, rückständiger Konventionen?

Was ich gelernt habe?
Es gibt zu viele Vorurteile und zu wenig offene Kommunikation.
*******nder Mann
2.050 Beiträge
*top* geschrieben, @**********_Keks ! *spitze* Viele der Dinge, die Du an Erfahrungen gemacht hast, habe ich auch machen müssen, als in meinem Fall auch Frauen für mich interessant wurden. Ich habe in meinen 20ern als schwuler Mann gelebt, und als ich mit Anfang 30 dann auch Frauen zu daten anfing, wobei ich aber nie das Interesse an Männern verloren habe, kamen gerade aus meinem damaligen schwulen Bekanntenkreis viele um die Ecke, die mir vorgeworfen haben, ich würde das machen, um mich an die Heteronormativität anzupassen, ich wäre ein "Verräter an der Sache" (also dem Kampf für Gleichberechtigung homosexueller Lebensgemeinschaften) usw. Einer hat sogar direkt zu mir gesagt: "Sex mit Frauen kannst du ja meinetwegen haben, aber zeuge nicht bitte auch jetzt noch Kinder, das wird dann richtig eklig." Wörtliches Zitat und definitiv nicht meine Meinung. Dass ich tatsächlich kinderlos geblieben bin, hatte andere persönliche Gründe, die mit meiner Behinderung zu tun haben.

Gegenüber den Frauen, die ich gedatet habe, habe ich meine Bisexualität nie verheimlicht, immer offen kommuniziert. Da gab es auch Irritationen, vor allem bei solchen, die einen Exklusivitätsanspruch hatten, oder sich gar nicht vorstellen konnten, dass ein Mensch mehr als ein Geschlecht toll finden kann. Mit bisexuellen Frauen ergab sich nie ein Date, da hätte die Reaktion eventuell anders aussehen können.

Meine aktuelle (seit 11 Jahren) Partnerin wusste auch schon vor dem ersten Date, dass ich bi bin, da wir uns auf Social Media kennengelernt hatten und ich damals über meine Dates mit Frauen und Männern ab und zu geschrieben hatte. Sie fand es einen sehr spannenden Aspekt an mir, und heute haben wir hier auch ein Paarprofil. Aber wir sind beide neurodivers, da ticken viele Dinge sowieso oft etwas anders. *zwinker*
*******s_bw Mann
4.279 Beiträge
@**********_Keks Das ist so treffend - und dabei impulsiv-persönlich *blume* - geschrieben, da kann ich nur zustimmen.

Aus männlicher Perspektive sind es dieselben Problemfelder, vom Prinzip her, aber natürlich äußern sie sich anders. Aber es sind die "Schubladen", begrenzen auf Sex, oder "Bi" als nicht ehrlicher Vorwand, um etwas ganz anderes zu erreichen.

Den letzten Satz kopiere ich wegen 100%iger Zustimmung aus meiner Perspektive als Mann:

"Was ich gelernt habe?
Es gibt zu viele Vorurteile und zu wenig offene Kommunikation."
Leider habe ich beim Dating mit vielen Bi sexuellen sowie pansexuellen Männern die Erfahrung gemacht, das die meisten sehr klare Unterschiede machen, Sprüche wie: Sex mit einer Transfrau gern aber Liebe und Romantik nur mit Cisfrauen, viele stehen nicht dazu, es muss alles ganz diskret sein und auch in Clubs ist man erst interessant wenn die cis Damen auf dem Heimweg sind. Auch viele Schwule freunde von mir berichten da ähnliches, man taugt meist nur dafür die bi ader zu befriedigen. Ich denke es muss noch viel in unserer Gesellschaft passieren das dieses Thema auch endlich lockerer aufgefasst wird und auch bi menschen zu sich stehen können.
****_AA Mann
2.628 Beiträge
Zitat von *********hick:
Leider habe ich beim Dating ....
Auch viele Schwule freunde von mir berichten da ähnliches, man taugt meist nur dafür die bi ader zu befriedigen. Ich denke es muss noch viel in unserer Gesellschaft passieren das dieses Thema auch endlich lockerer aufgefasst wird und auch bi menschen zu sich stehen können.

Ich gehe in der Gay-Sauna ganz offen mit meiner Bi-sexualitat um und mir geht es genau andersrum, ich werde erst interessant, wenn die "hübsch jungen" fort sind.

Liegt wohl in der Natur des Menschen *lach* 😉
**********_Keks Frau
391 Beiträge
@*********hick
Ja, in der Gesellschaft muss noch viel passieren.
Meine eigenen christlich konsertvativen Eltern behaupten Homosexualität sei eine Krankheit und auch Transmenschen seien krank und gehören in die Psychiatrie engeliefert und das höre ich erschreckend oft aus unterschiedlichen Ecken...und ich kenne Menschen z.B. nonbinary die sich selbst haben einweisen lassen, weil sie so viel davon zu hören bekommen, bis sie selbst glauben sie seien nicht ganz richtig im Kopf - dabei ist der Großteil unserer Gesellschaft nicht ganz normal im Kopf...in Bezug auf Sexualität, Moralvorstellungen, Toleranz usw...
Und auch hier in joy sind sehr viele Menschen nicht sehr tolerant, auf den ersten Blick schon, sie stehen auf Sex und schreiben hier darüber mehr oder weniger offen worauf sie stehen, zeigen offene Fotos und Videos aber dann haben sie so viele Schubladen und Vorurteile...aber hier in joy können wir schon mal einen Anfang machen überhaupt darüber zu schreiben und vielleicht ändern hier einige ihre Denkweise...es hilft halt nur offene Kommunikation, aber viele verlieren die Lust daran auch kontrovers zu diskutieren, weil man oft so angegiftet wird...ich will aber nicht so pessimistish klingen, sorry, ich denke joy ist auf dem richtigen Weg so viele Themen anzusprechen und Berichte darüber zu verfassen und Lifestreams zur Sexeducation anzubieten, Videos zu veröffentlichen und Threads zu eröffnen, um zur Aufklärung und einem toleranterem Miteinander beizutragen.
Daher *danke* liebes joyteam. *happy*
******ver Paar
1.611 Beiträge
Vielleicht wird auch zu viel geredet inzwischen!
Wen gehen derartige persönliche Dinge etwas an und warum schwappen Sie über in Bereiche, in denen sie nichts zu suchen haben?
Warum muss ich meinem Arbeitskollegen mitteilen, mit wem ich ins Bett gehe?
Warum interessiert es beim Sport?
Frende ja, Bekannte nein.......
Muss man sein Wesen wie eine Fahne vor sich her tragen und wenn ja, warum?
Etwa, um sich zu profilieren? Um zu zeigen! dass man "anders" ist?

Leben und genießen.....
Jeder seines und wenn es passt, gemeinsam....
Zitat von ******ver:
Vielleicht wird auch zu viel geredet inzwischen!
Wen gehen derartige persönliche Dinge etwas an und warum schwappen Sie über in Bereiche, in denen sie nichts zu suchen haben?
Warum muss ich meinem Arbeitskollegen mitteilen, mit wem ich ins Bett gehe?
Warum interessiert es beim Sport?
Frende ja, Bekannte nein.......
Muss man sein Wesen wie eine Fahne vor sich her tragen und wenn ja, warum?
Etwa, um sich zu profilieren? Um zu zeigen! dass man "anders" ist?

Leben und genießen.....
Jeder seines und wenn es passt, gemeinsam....

zwischen es in die welt hinausposaunen und offen damit umgehen sind aber unterschiede!! Beispiel: wenn ein mann mir sagt ich will mich nicht mit dir in der öffentlichkeit zeigen, nee was sollen meine freunde denken, und anderes dann würde ich darunter leiden und automatisch als mensch zweiter klasse gehandelt werden darum geht es, nicht darum es jedem mitzuteilen sondern einfach dazu zu stehen und eben kein drama machen wenn ein mann die hand seines liebhabers halten will...
**********_Keks Frau
391 Beiträge
Da stimme ich @*********hick zu,
das sind doch zwei Paar Schuhe, offen damit umzugehen und es jedem zu erzählen.
@******ver
Es kann nie "zu viel" geredet werden, unterschwellig hast du ja Probleme mit dem Thema "anders"/ "divers" sein und die lösen sich nur durch Kommunikation und Selbstreflexion.

Ehrlich gesagt verstehe ich deinen Kommentar nicht recht, was hat der denn mit den Datingerfahrungen Bisxueller Menschen zu tun? Du scheinst nicht Bisexuell zu sein.

Leute die "anders" sind, sollen also daraus ein Geheimnis machen? Warum? Weil sie sich schämen sollen?
Was hat denn Gleichberechtigung mit Profilierungssucht zu tun? Leute die "anders" sind, wollen vielleicht auch einfach mal normal behandelt werden.
Da will man nicht ständig angestarrt werden, da mag man kein Getuschel hinter dem Rücken etc....und dann kommt so oft der Spruch von Leuten "ihr hättet das ja auch daheim machen können" "was müsst ihr provozieren" Dabei will man nur die selben Rechte, man will mit seinem Partner/Partnern/Partnerinnen auch Händchen haltend durch die Gegend laufen und sich küssen.
Wie soll man da denn "Leben und Genießen"?
Wenn sich davon jemand gestört fühlt, dass z.B. homosexuelle oder Transsexuelle Menschen sich eigentlich "normal" in ihrer Partnerschaft benehmen, dann soll er/sie wegsehen...das Problem ist der doch der, der damit ein Problem hat....
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