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Fetisch oder Vorliebe?

Zitat von ********er84:
@********eeds

Na dann sind wohl ein Großteil der Männer Frauen Fetischisten da sie eine Frau für ihre Sexualität brauchen und auch viel / alles dafür tun um zum Stich zu kommen

Diesen Gedanken hatte ich auch schon
Aber ein knastfilm hat mich dann nicht bestätigt.

Zumal man dann auch sagen könnte jeder hat ein Sauerstofffetisch weil ohne den überhaupt kein sex möglich wäre.

Auch könnte man sagen das jeder einen fetisch für schöne Menschen hat weil das ja im Auge des Betrachters liegt.
Nur würde dir da jeder fetischist mit den A ins Gesicht springen

Genauso würde jeder Käse fetischist mit dem Kopf schütteln wenn du ihm sagt hier ist Milch musste nur lange genug Reifen lassen.
****yn Frau
13.442 Beiträge
Ich sage nochmal, dass ein Fetisch für mich etwas Unbelebtes ist - ein Gegenstand, oder ein isolierter Körperteil.

Zwischenmenschliche Dynamiken und Praktiken, die primär auf emotionaler Ebene wirken (wie Küssen), gehören für mich nicht zu Fetischen. Die meisten haben irgendwelche Must-Haves, ohne die sie keine sexuelle Erregung spüren, oder ohne die Sex für sie dramatisch schnell uninteressant wird und nicht alle davon sind automatisch Fetische, ganz zu schweigen von krankhaften Zwängen.
Ich habe mal von einem fetischisten eine sehr emotionale Beschreibung gehört von der ich anfangs dachte es wäre das Gesicht und der Körper einer Frau
Wie gesagt sehr emotional.

Was er aber beschrieben hat war eine Dampflok
********er84 Mann
6.487 Beiträge
@********eeds

Wie Sex (GV) funktionieren soll wenn Frau im Schneidersitz mit Rock da sitzt versteh ich nicht. in dem Fall währe wohl nur nen Bj möglich.

Nem gutem BJ bin ich jetzt auch sicher nicht abgeneigt und wenn Frau lust hat mir einfach nur mal einen zu Blasen ist das ja auch ganz nett. Doch mein Verhalten dabei würde ganz automatisch nicht nur einfach still stehen und genießen werden sondern wenn man es so sehen möchte deutliche D/S Aspekte enthalten. (Hände am Kopf mehr oder weniger auch mal ihre Bewegungen damit Kontrollierend oder wenn sie drauf steht auch der DT bis zum erbrechen)

Wenn es ein BJ währe wo es heißt stehenbleiben, still halten, dann würde ich mir das vielleicht bei zu dicken Eiern und Notstand zum Druckabbau vielleicht mal gefallen lassen aber häufig oder gar die Regel darf es nicht sein da verzichte ich dann doch. Und ich behaupte auch das ich da nicht als Einziger verzichten würde wenn so ein "halt Still" BJ alles an Sex währe was Frau zu geben bereit ist.
Ja klar und ein bj ist kein sex?
Darum geht es nämlich
Dem fetischisten ist KEINE sexuelle Handlung ohne seinen fetisch möglich.
Zitat von ****yn:
Ich sage nochmal, dass ein Fetisch für mich etwas Unbelebtes ist - ein Gegenstand, oder ein isolierter Körperteil.

Das ist eben die offizielle (und für mich auch richtige) Definition von "Fetisch".

Ein "Fetisch" schließt den menschlichen Bezug aus, das macht für mich den Unterschied zu sexueller Präferenz.
****yn Frau
13.442 Beiträge
Zitat von ********eeds:
Ich habe mal von einem fetischisten eine sehr emotionale Beschreibung gehört von der ich anfangs dachte es wäre das Gesicht und der Körper einer Frau
Wie gesagt sehr emotional.

Was er aber beschrieben hat war eine Dampflok

Und genau darum geht es meiner Wahrnehmung nach. Zwischenmenschliche Emotion, eventuell unterstützt durch Praktik/Dynamik, ist meines Erachtens kein Fetisch - Fetische gehören für mich zu sexuellen Devianzen - sondern etwas vollkommen Normales. Die allermeisten Menschen können sich Sex ohne Küssen überhaupt nicht vorstellen und haben keinerlei Interesse an Intimitäten, wenn nicht auch geküsst wird. Das ist deswegen noch lange kein Fetisch. Der Fokus liegt nicht auf dem Mund als isoliertes Körperteil, sondern auf der emotionalen und/oder erregenden Zwischenmenschlichkeit, die durch Küssen entsteht.

Der Fokus auf die Dampflok - eben ein unbelebter Gegenstand - macht daraus einen Fetisch, sofern dieser Fokus essenziell für die eigene Sexualität ist (ich liebe meinen Satisfyer, aber einen Fetisch dafür habe ich nun wirklich nicht).

Persönlich kann ich auch mit deiner Behauptung, ein Fetisch sei generell immer ein sexueller Zwang und ein Fetischist im Grunde wie ein Drogenjunkie, nichts anfangen. Dieser Absolutismus lässt für mich die Komplexität der Sache und die Individualität der Betroffenen vermissen.
Ich denke durchaus, dass ein Fetisch zu einem derart einnehmenden Zwang werden kann, dass Leid entsteht, aber ich denke nicht, dass ein Fetisch generell nur so aussieht, oder dass das unweigerlich das Schicksal jedes Fetischisten ist.
Es zum Leid und Zwang da er keine Alternativen hat.
Und da er wie wir auch hier schon lesen können auf wenig Verständnis trifft wird er sich auch was verständlich usw mit seinem fetisch isolieren.

Es gibt zwar für fast jeden fetisch eine com in der sich sie fetischisten austauschen nur werde da meist die sein die Erfüllung suchen und nicht die die sie bringen

Wenn ich für meinen fetisch
Schmelzkäseausderohrmuschellecken
Eine Partnerin suche stoße ich meist auf taube Ohren

*sorry*
Der musste jetzt raus
********1965 Mann
724 Beiträge
Zitat von *******exe:
Für mich ist es ein Fetisch wenn die Person zwanghaft diese Vorliebe braucht um seine Befriedigung im sexuellen Bereich zu bekommen. Alles andere sind Vorlieben welche jedoch nicht immer gegeben sein müssen.


ich mag Brüste gerne ,mag sie knuddeln ,mit meinem mund liebkosen und auch an den warzen nuckeln .dabei bekomme ich eine unheimlich starke erektion und komme dann wenn ich dabei onaniere auch intensiver wie beim sex .bei der selbstbefriedigung schau ich mir gerne filme an wo der mann den busen einer Frau verwöhnt auch auch ihre milch zu trinken bekommt . also ist das schon ein Fetisch bei mir den ich habe und keine vorliebe
@**nn du NUR dabei eine Erektion bekommen würdest dann ist es ein tittenfetisch.
Wenn aber auch andere Handlungen zu einer Erektion führen dann ist es eine Vorliebe.

Da du aber bi bist und schreibst das das beim bösen einer Frau passiert dann gehe ich davon aus das dich auch Dinge mit Männern erregen von daher bist du kein tittenfetischist es sei denn das lieblos von männerbrüsten macht dich genauso an.
********er84 Mann
6.487 Beiträge
@********eeds

und dein Fethisch scheint es zu sein das du jedes Argument mit deinem Schmelzkäse versuchst zu überlagern
Nein es ist kein fetisch
Wahlweise hätte ich noch zuckerrübensigup für den Bauchnabel im Angebot wobei ich so richtig steil gehe.
Aber *ja* Schmelzkäse ist echt meine Vorliebe.
****hop Mann
1.687 Beiträge
Erstaunlich wie man sich über Definitionen, von bereits Definiertem, verzetteln kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Fetischismus
*****a_S Mann
6.935 Beiträge
JOY-Angels 
@****hop So ist es. Allerdings macht der Wikipedia-Artikel auch schon in der Einleitung deutlich, wo die Schwierigkeit liegt, darin "Darüber hinaus gibt es sowohl therapeutisch als auch umgangssprachlich verschiedene Verwendungen des Begriffs, die zum Teil stark voneinander abweichen". Unter anderem gibt es nämlich unterschiedliche Meinungen darüber, ob es sich beim Fetischismus um eine Vorliebe, also sexuelle Präferenz, handelt.

Gleichwohl macht es wenig Sinn, angesichts definitorischer Schwierigkeiten ganz das Handtuch zu werfen, und völlig scheißegal-liberal ungefähr alles als Fetisch zu bezeichnen. Auf der anderen Seite wollen wir im Joy ja offen sein für alle Vorlieben, die legal, einvernehmlich und nicht leiderzeugend sind, und somit ist Fingerspitzen-Gefühl verlangt, bei einer sinnvoll abgrenzenden Definition. Ich will mich auch mal versuchen:

Zunächst mal sollte Fetischismus schon das bezeichnen, was wir üblicherweise darunter verstehen, nämlich die starke sexuelle Erregung durch bestimmte Dinge oder einzelne Körperteile. Somit fällt darunter z.B. Fuß-, Brust- und Haar-Fetischismus und auch Stiefel, Korsett, LLL-Fetischismus. Was nicht darunter fällt ist die Vorliebe für weibliche Körper (die wird, wenn man ein Mann ist, einfach Heterosexualität genannt), die Vorliebe für bestimmte Praktiken (Küssen, Anal, etc.) und auch nicht die Vorlieben, die unter den Sammelbegriff BDSM fallen.

Und nun zu der schwierigeren Frage, wo ein Fetisch anfängt, wenn man durch bestimmte Dinge oder Körperteile erregt wird, denn viele Männer finden Brüste und Frauen in Latex toll, sind aber noch keine derartigen Fetischisten und würden sich auch nicht so bezeichnen. Wo also die Grenze ziehen, wenn wir ja die "Stärke" dieser Erregbarkeit nicht wirklich messen können?

Hier wurde immer wieder der Leidensdruck als Grenze gesehen, und ich möchte dem widersprechen: Leidensdruck ist eine Grenze, aber die zwischen psychisch krank und und nicht (wenn man vom Leid anderer absieht, was man beim Fetisch aber gut kann (was eher beim BDSM definitorisch spannend wird)). Ich kenne krasse Latexfans, die nicht darunter leiden, sie aber deshalb nicht als Fetischisten zu bezeichnen, finde ich absurd. Auch Russ Meyer hat wohl nicht unter seinem Brustfetisch gelitten, war aber wohl sicher ein Fetischist.

Daher hier mein Abgrenzungskriterium: Ich würde es Fetisch nennen, wenn jemand ohne diesen unglücklich wird und ohne diesen auch keine (treue) Beziehung führen kann. Das bedeutet nicht zwangläufig Leidensdruck, aber ist schon mehr als einfach nur "etwas drauf stehen". Und Fetischismus ist somit ganz wunderbar in eine Reihe zu stellen neben BDSM, Homo- und Heterosexualität. Eine BDSMerin wird nämlich auch unglücklich in einer treuen Beziehung mit einem Vanilla. Ein Schwuler unglücklich, wenn er seinem konservativem Umfeld eine Hetero-Beziehung vorleben muss.
****100 Mann
3.231 Beiträge
Nun , ich habe einen ausgeprägten Fuß-Fetisch...ob es das ist oder nur Vorliebe , weiss ich nicht....jedenfalls üben schöne, gepflegte Füsse in High Heels eine extrem sexuelle Anziehungskraft...ich habe dann immer den Wunsch, sie via Fussmassage zu verwöhnen, zu streicheln, zu küssen, an meinem Körper zu spüren, davon an Schwanz und Arsch stimuliert zu werden, zu besamen und anschließend sauber zu lecken , mit den Absätzen traktiert zu werden u.v.m.... *zwinker*
*********Cat75 Frau
861 Beiträge
Bei Vorlieben ist der Mensch, mit dem die Vorliebe ausgelebt wird auch wichtig.
Beim Fetisch zählt nur der Gegenstand und die Person ist eigentlich egal.
Eine Vorliebe für Strümpfe wäre wenn man es mag, dass sein Gegenüber schöne Strümpfe trägt und man eben bei Strümpfen sofort einen zweiten Blick riskiert ob der Rest ebenso passt
Beim Fetisch ist es egal, wer die Strümpfe trägt und wie der Rest aussieht. Hauptsache der Fetisch ist dabei. Alles andere wäre unwichtig
*****a_S Mann
6.935 Beiträge
JOY-Angels 
@********ss75 Das ist eine unnötig starke Definition von Fetisch und sie ist zudem böswillig und absurd, denn selbst der krasseste Fetischist wünscht sich doch, dass die Person, die den Fetisch trägt auch schön und freundlich ist oder vielleicht auch noch dominant. Und wenn es gar nicht im die Person ginge, dann wären Fetischisten total zufrieden, wenn sie nur die Klamotten zu Hause hätten oder eine Schaufensterpuppe. Warum aber wünschen sich so viele Fetischisten eine nette und gutaussehende Freundin? Haben die dann keinen Fetisch sondern nur eine Vorliebe wegen dieses Wunsches? Ich hoffe, klargemacht zu haben, dass deine Definition zu stark ist.
Zitat von *****a_S:

Das ist eine unnötig starke Definition von Fetisch und sie ist zudem böswillig und absurd, denn selbst der krasseste Fetischist wünscht sich doch, dass die Person, die den Fetisch trägt auch schön und freundlich ist

Nein, sie ist die richtige Definition von Fetisch. Auch wenn sie Dir scheinbar nicht passt.
Da braucht man nicht Böswilligkeit zu unterstellen.
Fetischisten werden primär von einem
Gegenstand oder einer Körperpartie sexuell erregt, nicht von einem Menschen.
Klar gibt es welche, die sich auch für den Menschen interessieren, hier ging es aber rein um die eigentliche Bedeutung von Fetisch.
****hop Mann
1.687 Beiträge
Zitat von ****_75:
Fetischisten werden primär von einem
Gegenstand oder einer Körperpartie sexuell erregt, nicht von einem Menschen.
Wenn man 'Objektifizierung' auch zu einem Fetisch erklärt,
dann lassen sich mit 'selbst Objektifizierung', die fehlenden weiblichen Fetischisten finden.
Aber 'sexuell erregt' wurde mit 'unangemessene Wichtigkeit' ersetzt.
https://www.researchgate.net/publication/334469093_Fetishism_and_Ge
*********Cat75 Frau
861 Beiträge
@*****a_S diese Menschen gibt es doch, die brauchen keine anderen Menschen sondern leben ihre Sexualität ausschließlich mit ihrem Fetisch aus. Durch Reibung und Berührung von diesem Gegenstand werden die erregt und finden ihre Sexuelle Befriedigung.
Sicher wollen einige auch eine Partnerschaft aber die Sexualität ist eben nur mit dem Fetisch möglich. Unabhängig davon wie toll der andere ist, Befriedigung ist nur durch den Fetisch möglich.
******ird Frau
1.292 Beiträge
@********ss75 nur weil es "Menschen gibt" bei denen es in eine ganz extreme Richtung geht, heißt das doch nicht, dass dies Fetischisten im Allgemeinen entspricht.

Folgenden Absatz als Zitat, weil irgendwie hab ich das Gefühl, hier möchte man nur noch falsch verstehen. (Bzw. selektiv lesen)
Zitat von *****a_S:
Und wenn es gar nicht im die Person ginge, dann wären Fetischisten total zufrieden, wenn sie nur die Klamotten zu Hause hätten oder eine Schaufensterpuppe.

Achja, nein ich bin kein Fetischist im Übrigen.
Körperteil fetischisten ist der Rest vom Mensch egal.
Sachfetischisten brauchen keinen Menschen schließt aber nicht aus das sie einen Partner haben oft dann eben einen a sexuellen, passt ja dann.

Ich finde wohlgeförmte und gepflegte frsuenfüsse spitzeund mittlerweile hatte ich genug Frauen im Bett um wählerisch sein zu können.
Krumme hässliche Füße führen zum Ausschluss von sexueller Begierde.

Trotzdem würde ich mich nicht als fetischist bezeichnen weil es noch viele andere Dinge gibt die mir genauso wichtig sind wie es Dinge gibt die genauso zum Ausschluss führen.

Ich bin da son Vorlieben Typ
Und muss mich nicht zum fetischisten erhöhen um mich interessanter zu machen als ich bin.
Wenn es denn überhaupt interessant ist ein fetischist zu sein.
Ich denke selbst fetischisten wären lieber keine sondern einfach nur Menschen mit gewissen Vorlieben.
*****a_S Mann
6.935 Beiträge
JOY-Angels 
Ich bin so nett und erkläre noch einmal:

Wir könnten Masochisten so definieren, dass sie nur darauf aus sind, Schmerzen zugefügt zu bekommen, der Mensch dazu ist egal usw.. Solche Masochisten suchen also nicht nach schönen Dominas oder gar einer SM-Beziehung, sondern provozieren Schlägertypen hinterm Bahnhof oder springen vor Autos. Es mag solche Masochisten geben, aber sie sind sehr selten. Die meisten Masochisten hier im Joy suchen für ihre Neigung einen Menschen, den sie attraktiv und nett finden. Natürlich, nicht alle suchen eine Beziehung, manche auch einfach nur eine Spielmöglichkeit und SM-ONS, aber ich behaupte: Den meisten Masochisten ist der Mensch dazu schon wichtig.

Wir könnten Swinger so definieren, dass es ihnen nur ums Bumsen geht, der Mensch dazu ist ihnen völlig egal, Geschlecht, Aussehen, Spezies - hauptsache Loch. Auch solche Swinger mag es geben, aber ich glaube auch hier ist klar, dass dies eine sehr geringe Minderheit ist. Warum also, wenn wir BDSMer*innen und Swinger*innen zugestehen, eine Neigung zu haben, die ihnen wichtig ist, aber sie dennoch sich in Menschen verlieben und Beziehungen führen wollen - warum gibt es hier Joyclubber, die das Fetischisten nicht zugestehen? Bei BDSM und Swingen gibt es seltene extreme Formen, die vom Menschen absehen, aber die meisten sind normal und gesund und eben nur auch BDSMer/Swinger*in?

Aber Fetischisten sind alle krank und nicht an Menschen interessiert? Nennt mich ruhig sonderbar, aber für mich klingt das nach zweierlei Maß in den Definitionen.
****yn Frau
13.442 Beiträge
Ich gehe da mit @*****a_S absolut konform. Wahrscheinlich auch, weil ich schon diverse reale Berührungspunkte mit Fetischisten hatte. Das erste Mal mit 18, da lernte ich jemanden mit einem sehr ungewöhnlichen Fetisch kennen: Er stand auf Blut, insbesonders auf sehr heller Haut. Und so, wie ich ihn verstanden habe, war dieser Fetisch für ihn zwar insofern essenziell in seiner Sexualität, als dass er eine langfristige sexuelle Beziehung ohne Ausleben dieses Fetisches nicht eingehen würde und es ihm auch sehr wichtig war, das regelmäßig auszuleben, aber es war nicht so, dass Blut das Einzige war, das ihn erregte. Es war aber definitiv sein stärkster sexueller Trigger und er "brauchte" das in seiner Sexualität. Nicht täglich, nicht jedes Mal, aber oft. War eine Frau zu sowas nicht bereit, war sie zumindest sexuell für ihn uninteressant (in dem Sinne, dass er sich dann nicht auf Sexualität mit ihr einließ, selbst wenn ihn vielleicht der Gedanke anmachte, mit dieser Frau seinen Fetisch auszuleben). Die generelle Bereitschaft dazu war also ein essenzielles Kriterium in seiner Partnerwahl.
Das hieß aber eben nicht, dass es bei jedem Sex zu Blutspielen kommen musste. Aber schon regelmäßig und häufig, das leugne ich nicht. Daneben erregten ihn aber auch andere Dinge, nur eben nicht so extrem stark wie sein Fetisch. Er wollte diesen auch nicht willkürlich mit irgendwelchen Frauen ausleben, sondern es gab neben der Bereitschaft zu Blutspielen auch noch eine Vielzahl anderer Kriterien und ja, selbstverständlich auch charakterliche.

Einen anderen Fetischisten, den ich kenne, hat diesen klassischen Frauenfußfetisch und geht damit regelmäßig zu Sexworkerinnen - seine Kriterien beschränken sich auch nicht auf schöne Füße allein und Rest egal, sondern die Frau muss generell attraktiv für ihn sein UND dominant, da er auch devot ist. Und surprise: Der ist insgesamt nicht wirklich glücklich damit, für seinen Fetisch zu Sexworkerinnen zu gehen, er täte es lieber in einer Beziehung mit einer Partnerin ausleben. Und zwar wegen dem emotionalen Gedöns, nicht wegen dem Geld.

Ich kenne durchaus auch ein paar krassere Fetischisten, die man wohl eher ganz am Ende der Skala findet und für die außer ihr Fetisch nichts mehr erregend ist und die sich im Grunde permanent damit beschäftigen. Das sind aber, zumindest meiner Erfahrung nach, bisher 1) ausschließlich Männer und 2) nahezu ausschließlich Fetische, die keinen menschlichen Gegenüber brauchen, also sowas wie Windelfetisch. Die einzige Ausnahme wären da Exhibitionisten, die wollen ja ein Publikum.
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