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Die Lust an Erniedrigung...

Die Lust an Erniedrigung...
... Wie weit geht das wohl so?

Ich habe mich im Laufe der letzten Jahrzehnte immer wieder gefragt, wie weit Menschen wohl gehen, was Erniedrigung und Demütigung betrifft.

Ich selber habe da ein Faible für, welcher sich oftmals im Rahmen von Dirtytalk manifestiert. Ich bin da noch relativ verhalten und komtrolliert, da ich selbstverständlich auch eine gewisse Empathie besitze und genau weiss, wie sehr Worte verletzen können und im allgemeinen ist mein Spielpartner ein mir wichtiger Mensch, dem ich nur gern schmerzen zufüge, aber nicht verletzen will.

Dennoch weiss ich, das ich da immer wieder durch eine Tür gehe, deren Räume dahinter sehr weiträumig sind, ich aber im allgemeinen die Klinke nicht loslasse.

Und über Erniedrigung und Demütigung wird oftmals nur im Rahmen von Dominanz und Submissivität und gehorsam gesprochen, scheint es mir.
Ich würde mich aber gerne mal mit menschen austauschen, die von sich aus zugeben, ja, ich liebe es, jemanden so sehr zu erniedrigen, das Tränen fliessen, ohne dass das Sub berührt wurde...

... Und andersherum möchte ich auch die Erfahrungen der Subs lesen, die von sich sagen, ja, beschimpft mich, bespuckt mich, macht mich zum niedrigsten Wesen im Raum.


Und was mich dabei am meisten interessiert... Wie passt dabei (verabredeter) Zwang in die Sache für euch?
Wie lebt ihr damit, erniedrigt zu werden, und am nächsten Tag doch wieder bereit zu stehen, doch wieder Aufgaben zu erledigen; genau zu wissen, dass ihr es liebt, so behandelt werden?
Und wie sehen die Tops es?
Wird es langweilig, wenn das Sub wieder angekrochen kommt und um mehr bettelt?
Verliert ihr das Interesse oder richtet ihr es dann immer ausufernder ab?

Ich bin gespannt auf eure Geschichten und Meinungen. Und bitte, keinen Streit. Hier soll jeder alles beschreiben, ohne dafür bewertet zu werden. 😉

Gruss, Ragnar.

... Aber denno
****yn Frau
13.442 Beiträge
*******Rock:

... Und andersherum möchte ich auch die Erfahrungen der Subs lesen, die von sich sagen, ja, beschimpft mich, bespuckt mich, macht mich zum niedrigsten Wesen im Raum.

Ich formuliere es anders:

Beschimpf mich, bespuck mich, mach mit zum niedrigsten Wesen im Raum.

Diese Worte richten sich nicht an eine Masse, sondern an den Einen. Das ist das ganz Entscheidende an der Sache. Es geht um ihn, nur um ihn. Ich fühle mich nicht wirklich kleingemacht dabei, sondern ... entkleidet. All die Fassaden, die ich stolz trage, sie werden mir entrissen und ich bin das, was ich im Innersten wirklich bin und niemandem zeige. So verletzlich. Und nur er darf das sehen. Und nur er darf mir zeigen, wer ich bin, weil er damit umgehen kann. Er ist derjenige, der erniedrigen kann, bis aufs Äußerste, ohne mir die Flügel zu brechen.

Für mich ist Demütigung und Erndiedrigung ungeheuer intim. Ich könnte mich von Wildfremden eher schlagen als wirklich erniedrigen lassen. Ich sitze zitternd da und es freut mich trotzdem so unendlich, weil es eben um ihn geht. Weil es ihm gefällt und ihm eine Freude bereitet, weil er es kann, mich so behandeln. Dieses Vertrauen kann ich einfach nicht jedem schenken.

Von jedem anderen würde ich mich tödlich beleidigt fühlen, würde aufstehen, den Mittelfinger zeigen und ihm sagen, dass er bleiben kann, wo der Pfeffer wächst. Demütigung, die mit meinen Schamgrenzen spielt, die meinen Stolz auf eine Streckbank legt, genieße ich nur durch die Hand und Worte des Einen. Weil er es eben ist.


*******Rock:

Und was mich dabei am meisten interessiert... Wie passt dabei (verabredeter) Zwang in die Sache für euch?
Wie lebt ihr damit, erniedrigt zu werden, und am nächsten Tag doch wieder bereit zu stehen, doch wieder Aufgaben zu erledigen; genau zu wissen, dass ihr es liebt, so behandelt werden?

Zwang liebe ich dabei ganz besonders. Ich möchte sagen, dass es mich hinterher mit immensem Stolz erfüllt, dass ich so stark bin. Dass ich Grenzen überwunden habe und feststelle, dass ich Dinge kann, die ich nicht für möglich gehalten habe.
Mir ist Aftercare dabei sehr wichtig. Nur dann kann ich auch immer wieder Erniedrigung empfangen, wenn ich weiß, dass mein Gegenüber mich im Grunde für genauso stark hält und mich nur deswegen biegt und streckt, bis ich weine. Weil er weiß, dass ich nicht breche. Und er das auch nicht vorhat.

Ich stehe dabei auf eine gewisse Willkür - Zwang, der fast schon unangemessen ist, sinnlose Aufgaben, an denen ich zunächst scheitere, weil sie so schwer sind... Einfach, weil er es kann und gerade Bock darauf hat. Mir gefällt die Macht, die er dabei über mich hat. Dass er auch der einzige ist, den ich so stolz machen will, dass er meinen Stolz auch ernsthaft berühren und darin herumwühlen kann.

Ich halte Erniedrigung für die intimste aller Spielarten, obwohl ich mich ungern von anderen außer meinen "Auserwählten" schlagen lasse und mich noch viel weniger gern irgendwem gegenüber submissiv verhalte. Erniedrigung ist das obere Ende der Leiter und für mich nur möglich, wenn ich gegenüber jemandem absolut devot bin und eine sehr innige Bindung zu ihm habe.

Ich gebe aber zu, dass es für mich nochmal ein Unterschied ist, ob ich lächerlich gemacht werde. Das ist etwas, das ich so ganz und gar nicht aushalte und mich derzeit noch verzweifelt und wütend macht und etwas ist, das ich auch momentan noch nicht erleben will.
*******dev Frau
17.679 Beiträge
@kaylin
*hutab*

Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
*bravo*
Wie weit geht das wohl so?
Es geht genau bis dahin wo aus Erniedrigung Beleidigung wird.
Wann das so ist entscheidet die Person die sich der Erniedrigung oder Demütigung hingibt.
also immer schön vorsichtig sein mit dem was man sich wünscht.
Der Grat ist da oftmals schmaler als man denkt.
*******nee Frau
29 Beiträge
@Kailyne
Ich schließe mich dem an, besser kann man es nicht beschreiben. Ich erkenne mich zum Teil selbst wieder. Es ist eine große Aufgabe den Körper und den Mensch dahinter lesen zu können.Nur ein wahrer Herr weiß mit dieser Macht umzugehen. Danke für deine tollen Worte. Lg O Sonee
https://www.joyclub.de/profile/4953746.ragnar_rock.html Ich hätte gerne etwas zu deinen Fragen geschrieben, aber besser wie der wunderbare Beitrag von Kailyn hätte ich es für mich nicht formulieren können 😉 ich schließe mich ihr da völlig an.
*****kua Frau
4.378 Beiträge
JOY-Angels 
Ich treffe mich mit Männern, um sie weniger sachte auseinanderzunehmen und ihnen dann beim Wiederaufbau und der Neustrukturierung zu helfen.

In der Regel ist es nichts, worum explizit - wie zB Schläge - zur Läuterung gebeten wird. Jedenfalls nicht in der Form des beißend Bösen, des Ungehörigen und bewusst Verletzenden. Und genau das macht es zum effektivsten Werkzeug für die mit Rückgrat und Moral ebenso wie für die mit Stolz und Selbstbetrug.
Nicht weniger anstrengend als Züchtigung, aber sicherlich mit mehr Tiefgang als jede Strieme.

Von daher - nicht das Mittel des Alltäglichen. Aber für Alltag fühle ich mich auch nicht kompetent *zwinker*
Tatsächlich...
habe ich ein Faible für verbale Erniedrigung auch außerhalb des BDSM Play. Damit meine ich nicht, dass ich erst glücklich bin, wenn mein berufliches bzw. soziales Umfeld dauerhaft schluchzt und weint. Aber gerade in beruflichen Auseinandersetzungen, wenn mir jemand persönlich oder fachlich an den Kragen wollte, genieße ich es schon, wenn ich ihn oder sie anschließend genüsslich grillen kann. Dabei ziehe ich ein intimes Ambiente der öffentlichen Folter und Hinrichtung eindeutig vor. Gerade dann wirken die kleinen Pfeile am Stärksten und man kann offen Tacheles reden.
*******987 Frau
8.361 Beiträge
Es ist die Frage, was erniedrigt wird, die für mich den Unterschied macht. Ich werde versuchen, mich zu erklären, aber ob ich die geeigneten Worte finde, weiß ich nicht.
Erniedrigung greift das Selbstbild an. Dieses speist sich für gewöhnlich aus mehreren Quellen. Wie man seine Fähigkeiten einschätzt, wie man sein Aussehen einschätzt, wie hoch man seinen Wert einschätzt, für wie moralisch gut man sich hält, was man für ein Bild von seiner Sexualität hat, für wie erfolgreich man sich in bestimmten Gebieten hält und so weiter und so fort. Manche dieser Säulen sind keine tragenden für das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein, andere schon. Es ist nun die hohe Kunst, genau jene Säulen zu erniedrigen und zum Umfallen zu bringen, die eben nicht das komplette Selbst zerstören, sondern nur ins Wanken bringen und mehr nicht.
Ein Beispiel: da ist ein Mensch, der zieht seine ganze Kraft und seinen ganzen Wert daraus, dass er erfolgreich im Beruf ist, Karriere macht und viel Geld verdient. Wenn dieser nun im Bdsm-Kontext erniedrigt wird, dann kann man zu ihm sagen, wie hässlich er ist, wie körperlich schlapp, wie sexuell unerfahren, wie böse und was auch immer. Wenn derjenige auf Erniedrigung steht, wird ihn das zwar schmerzen, aber es wird ihm auch gefallen. Aber wenn Dom/Top den Fehler macht und seinen Berufserfolg ankratzt, nieder macht und abwertet, dann wird das nur zu negativen Auswirkungen führen, sei es ein Beziehungsabbruch, ein Nervenzusammenbruch oder einfach nur eine sehr schlechte Stimmung.
Man will als Top zwar die Seele berühren, vielleicht sogar erschüttern, aber kaputt machen in den allermeisten Fällen (schön wäre in allen) nicht. Deshalb muss man aufpassen, dass man nicht an die Säulen gerät, die dazu führen würden.
Wenn Top ein Auge, oder besser beide, darauf hat, dann ist es etwas sehr schönes für den, der darauf steht.

Ich persönlich durfte jetzt die ersten Male diese Erfahrung machen, erniedrigt zu werden und es gibt mir sehr, sehr viel, was ich vorher nicht gedacht hatte.
*******mlos Frau
2.472 Beiträge
die von Seelenfänger beschriebene Gradwanderung, das exakte beobachten der kleinen Zuckung wenn Worte schneident wie glühende Klingen tiefgreifend berühren ...es braucht die eigene Identifizierung mit dieser geschaffenen Situation...

Meiner sagte mir beim ersten mal als er mich gesehen hat und als er mich aus der Begrüßungsumarmung entließ : Du willst nicht gedemütigt werden und mit diesem Satz hat er in dem Moment punktgenau das getroffen was ich genau so sehe...Demütigung geht gar nicht.

Eben das hat sich geändert , es ist aber keine gestellte entwürdigende Beschimpfung mit der er mich gefangen hat, es ist die Überwindung ungewohntes ( für mich scheinbar unmögmögliches ) zu tun, weil er es verlangt und das als Selbstverständlichkeit hervorbringt ...ich muß ihn um Erlabnis bitten, wenn ich zur Toilette muß...er sagt dann: ja, später ...und später wenn ich der Dringlichkeit wieder frage ja aber unbekleidet ...und es ist eine Spiellokation in der auch andere zur gleichen Zeit in anderen Räumen sind und nicht jedes Zimmer eine Toilette hat ...das schockt mich jedes mal ..wie kann der das nur verlangen und ich muß das dann genau so tun wie er das verlangt ...( das möchte ich jetzt nicht weiter ausführen nur wollte ich zeigen wie subtil die Vorgehensweise von ihm ist...für mich komplett ausweglos und nachher sagt er frech...war doch klar wie das geht...Du läßt das ja nicht enfach laufen , das wär dir noch viel peinlicher ...vielleicht mach ich das beim nächsten mal ...und ich denke mir...das vergißt der bestimmt nicht, das er das mit mir machen kann...bis jetzt hatte ich Glück...

Das kickt einfach...weil es im Kopf alles Karussel fährt ..."alles was normal " ist wird aufgehoben..
*******ieTS Mann
252 Beiträge
Ist es wirklich Lust oder kann es auch eine Bestimmung sein
Für mich ist es eine Bestimmung dass ich meinen Herrn kennen und lieben gelernt habe.
Ja ich lasse mich gerne von ihn Demütigen erniedrigen und Schmerzen zufügen
Er dankt es mir durch seine Fürsorglichkeit und Liebe
Mein Herr weiß wie er mich zu führen hat und was ich benötige um mich gut zu fühlen
Er würde und wird es nie zulassen, dass jemand anders mich so behandelt darf.
*******mlos Frau
2.472 Beiträge
ich sehe das als " Neigung " etwas das geweckt werden kann , etwas das in einem schäft bis es geweckt wird. Wenn das was geschieht jemanden tatsächlich abstößt wird er dagegen aufbegeren es abstellen wollen weil es einfach unmöglich ist ....ist dieser Mensch aber geneigt das erleben zu wollen, will er diese Erfahrungen auch vertiefen..
also wer Erniedrigung sucht der sollte es mal 2Wochen mit meinen Kollerischen Arbeitskollegen versuchen bestimmt braucht das dann keiner mehr *ja* *haumichwech*
*******mlos Frau
2.472 Beiträge
@ Rose kontrollabgabe und nichts anderes ist kollierisch sein oder so zu reagieren und geht einher mit Ansehensverlust ...und da kann man jemanden fein packen...sich zur " schnecke " machen lassen geschieht dann nicht ( mit oder bei mir ), weil ich einfach gehe ..ich mach da nicht mit ...eine andere Variante ist die Frage : ich würde das jetzt gern filmen und mitschneiden, Dein Einverständniss setze ich voraus .

Weder man noch Frau muß sich so was antun...

und das worum es hier geht steht in einem gewünschen Machtverhältnis und hat wenig mit Kontrollverlust
der zur Führung angetretenen Menschen zu tun. die tun das weil das auf der anderen Seite auch gut ankommt .
Ein Beispiel ist doch Ekel Alfred ..der konnte das sogar beruflich machen, öffentlich im Fernsehn ..ohne Einschaltquote wär auch der Superstarfinder Penisbuch Dieter nix ..
aus Sicht männlicher subs...
Seitens männlicher subs ist es ja häufig so, dass bei unserer Spezies der Wunsch nach Erniedrigung und Demütigung weit verbreitet und stark ausgeprägt ist und nicht wenige meiner Zeitgenossen sich aufgrund dieses starken Bedürfnisses bereits im Vorfeld erniedrigen und ihr Gegenüber zusätzlich erhöhen. Das ist dann häufig nicht dem Gegenüber geschuldet, sondern einfach die alles dominierende sexuelle Neigung. Häufig ist dieses Bedürfnis so stark ausgeprägt, das alles andere dahinter zurücksteht und diese Männer die Erniedrigung „brauchen“. Daher scheitern bereits viele männliche subs an den Wünschen ihrer Angebeteten nach Erfüllung weiterer Rollenanteile, wie z.B. nach einem starken selbstbewussten Verführer, einem treuen liebevollen Versorger und aufmerksamen Diener.
Dieses Bedürfnis ist manchmal so stark ausgeprägt, das es in Beziehungen alles überlagert – selbst bei festen Vorsätzen fangen diese subs an, sobald einmal nur ein kleines Stück an ihrer „Erniedrigungsschiene“ entlang gespielt wurde, sich scheinbar unersättlich in diese Richtung hinein zu begeben und ihr Gegenüber für ihre Bedürfnisse zu instrumentalisieren. Ich denke das ist häufig mit ein Grund warum Beziehungen bereits im frühen Stadien scheitern – weil sub die Partnerin mit ihren Bedürfnissen nach Vertrauen, Respekt, Fürsorge, Zuneigung etc. aus den Augen verliert. Es ist wie auf zwei verschiedenen Kommunikationsebenen aneinander vorbei zu reden.
Warum dieses Bedürfnis so stark und vordergründig ist, habe ich bisher für mich nicht feststellen können. Ich weiß nur dass es bei mir auch funktioniert – und zwar unmittelbar vom Stammhirn hinunter zwischen die Beine. Das ist dann manchmal nicht einfach seinen sexuellen Trieb adäquat zu handhaben, insbesondere wenn die Partnerin überhaupt nicht auf diese Schiene abfährt oder vorrangig andere Rollenanteile für ihr Wohlbefinden vom sub haben will.
Das kann dann zu so absurden und respektlosen Situationen führen, das Femdom angepieselt sub zurechtweist, weil er schlicht auf der Sachebene seinen Job nicht erfüllt und sub von dieser Anmache geil wird, weil seine Erniedrigungsschiene getriggert wird.
PS: Kailyn hat es wunderbar formuliert – Erniedrigung macht nackt und befreit und macht ganz sensibel und fluide – und lässt einen in die Richtung fließen wo es hin soll.
Erniedrigung
Ich lebe D/S in Affärenform.
Für mich ist es einfacher abseits meines normalen Lebens.
Ich bin dann schließlich "darauf" vorbereitet.

Was ich in diesem Bereich mag ist weiter gefächert. Von verbalen, über ns passiv, rimming.. auch Schmerzen erniedrigen nicht- ich bin nämlich nicht maso.

Ich denke das man das nur "erträgt", wenn man selbstbewusst und stark ist.
Wenn man eh schon an sich zweifelt ist verbale Erniedrigung gefährlich.
Wenn ich weiß das ich klug bin dann kann es mich zwar erniedrigen "dumm, blöd, unfähig, usw" genannt zu werden, aber es arbeitet danach nicht in mir.
Dadurch hinterfrage ich mich dann nicht und/oder rutsche in Zweifel.
Genau da liegt der Knackpunkt, fast niemand ist 100% zufrieden und mit sich im reinen. Diese Grenze muss ich ziehen und kommunizieren.

Ob es darum geht nicht lächerlich gemacht und ausgelacht zu werden oder sonstiges.


Ich selbst lasse verbale Erniedrigung auch bei einmaligen Ficks zu. Kommuniziere aber ganz klar meine Grenzen.
Alles andere finde ich da oft intimer und deswegen überlasse ich das lieber einem festen Dom. Jemanden der mich lesen kann und bereit ist sich mit mir wirklich auseinander zu setzen.


Wo der Reitz dabei liegt... weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Reflektion finde wichtig. Trotzdem nehme ich meine Vorlieben einfach hin, solange sie mich nicht nachhaltig prägen und noch im legalen Bereich liegen.



Eure Lena *kuss2*
Wie lebt ihr damit, erniedrigt zu werden, und am nächsten Tag doch wieder bereit zu stehen, doch wieder Aufgaben zu erledigen; genau zu wissen, dass ihr es liebt, so behandelt werden?

Das ist für mich überhaupt kein Thema - ich habe gelernt es mir einzugestehen, das ich einfach so bin und das es auch nicht an meinem Ego kratzt. Nö eigentlich denke ich, das es mich stärker macht - am nächsten Tag mit noch mehr Energie die selber Tortur zu durchschreiten *lach*

Problematisch ist für mich eher die Tatsache, das sich bei mir verschiedene Gefühle gleichzeitig überlagern. D.h. mir generell einzugestehen, das ich ein sexuell getriebenes Wesen bin und ich dadurch häufig nicht so willensstark bin wie ich es vor mir selber sein will.

Selbst wenn ich in einem Augenblick der willensstarke, verbindliche Macker bin der seine Liebste auf den Händen trägt, reicht manchmal eine hochgezogene Augenbraue und ich komme mir vor wie ein verliebter Teenager dem ganz warm ums Herz wird vor der ruhenden Dominanz seiner Partnerin. Und schwupps 3 Sekunden später triggert es zusätzlich meinen Sexualtrieb und ich sabber vor mich hin...

D.h. es ist eher die Gleichzeitigkeit und die Gegensätzlichkeit der Gefühle die in mir toben, die ich manchmal schwer unter einen Hut bekomme. Da ist das Thema Erniedrigung nur noch die Krone die oben auf das Gefühlschaos drauf kommt und den Bock auch nicht mehr weiter fett macht... *nachdenk*
****nas Mann
528 Beiträge
Für mich gibt es zwei unterschiedliche Arten von Erniedrigung. Sie tauchen sowohl getrennt als auch zusammen auf.

Einerseits gibt es die Beleidigung, Beschmutzung. Dabei wird die Sub als dreckig, schmutzig, unfähig, dumm oder was auch immer bezeichnet und gezielt in ansonsten unantastbaren Punkten der Würde angegriffen. Das kann verbal geschehen oder durch entsprechende Behandlung. Teile von Petplay gehören in diesen Bereich, etwas das aus-dem-Napf-fressen oder in-einem-Hundekörbchen-schlafen.

Zweitens gibt es die Herabsetzung. Hier wird der Sub ihre Stellung gegenüber dem Dom klar gemacht, ihr jegliche Macht (und Verantwortung!) entzogen. Es wird klargestellt, dass sie bedingungslos zu gehorchen habe und selbst dann der Dom noch entscheidet, ob es ihm gut genug ist oder nicht. Auch dies kann verbal geschehen oder durch Handlungen.

Oftmals überschneidet sich beides. "Du wertloses Miststück, blas meinem Freund einen und streng Dich ja an!" degradiert die Sub in beiden Bereichen. Selten wird in der Praxis völlig trennscharf gespielt, aber zumindest ich habe bei mir selbst und in meinem Umfeld festgestellt, dass der Schwerpunkt sehr oft ziemlich klar auf dem einen oder dem anderen liegt.

Und die Lust daran kommt eben aus unterschiedlichen Quellen. Beim Hergeben der Würde ist es Selbstaufgabe und Opferung, Willenlosigkeit und Hingabe in etwas, das man unter normalen Umständen nicht erlauben würde. Beim Machtspiel ist es das Herschenken an den Dom, das Empfinden der devoten Lust der Unterordnung, der klaren Machtstruktur.

Auch hier geht das eine in der Praxis fließend in das andere über, aber auch bei den Subs die ich kenne gibt es klare Präferenzen, etwa solche die zwar bedingungslos devot sind und sich lustvoll völlig in die Hand ihres Doms begeben, aber keine Lust daraus ziehen, schlicht beleidigt zu werden.
*******987 Frau
8.361 Beiträge
Ich stimme Kamanas zu, es gibt unterschiedliche Qualitäten von Erniedrigung.
Ich weiß nur nicht, ob ich die Trennung an der selben Stelle ziehen würde. Für mich liegt der Unterschied eher darin:
Es gibt Dinge, die einen als Mensch erniedrigen, man bleibt aber trotzdem ein Mensch, wenn auch ein wertloser, unwürdiger. Dazu zähle ich alles, was in Richtung Sexualität entwürdigt, dazu zähle ich Ohrfeigen, Schläge etc., dazu zähle ich niederknien und gefesselt werden und so weiter.
Und dann gibt es jene Dinge, die einen die Menschlichkeit entziehen und einen so erniedrigen. Dazu zähle ich Dinge wie aus dem Napf fressen ohne Hände, auf allen Vieren krabbeln müssen, im Hundekörbchen oder auf dem Boden schlafen müssen, vielleicht auch nicht sprechen dürfen (was aber auch in die erste Gruppe fallen könnte), als Toilette oder Aschenbecher herhalten zu müssen und so weiter.

Es macht für mich halt einen Unterschied, ob man auf dem Boden essen muss und dazu einen Plastikteller und Kinderbesteck bekommt oder ob man dazu einen Napf vorgesetzt bekommt ohne Besteck.

Und ich stimme auch zu, dass zum einen die Grenzen sehr unscharf sind und dass trotzdem tatsächlich bei vielen eine Präferenz festgestellt werden kann. Ich persönlich bevorzuge klar Kategorie 1, aber es gibt auch welche von denen ich weiß, dass sie ganz deutlich Kategorie 2 bevorzugen. Keine von beiden ist besser und wie gesagt, manche Dinge lassen sich entweder nicht klar zuordnen oder gefallen einem, obwohl sie zur anderen Seite gehören.
*******mlos Frau
2.472 Beiträge
auf dem Boden, auf allen vieren und aus dem Napf.....es kann Erniedrigung sein und für mich ging das gar nicht ; trotzdem verstehe ich und kann diesbezüglich eine ganz ander Position akzeptieren:

ich sub begebe mich vor Dir meinem Herrn in diese tiefe Position, um dir zu zeigen wie tief Du mich sinken lassen sollst und darfst, weil Du mich damit zu der " einzigen erhebst, die das für Dich bereit ist zu tun " du machst mich damit wertvoll für Dich , daraus erwächst meine Stärke "

Das mag sich widersinnig anhören..

das vorausgegangene Szenario hat mit " Meiner " mal beschrieben..
Er : lad mich mal zum essen ein
Sie : ich kann nicht gut kochen
Es : das macht nix

Stell Dir vor du hättest gekocht den Tisch schön eingedeckt er bittet Dich ihm das Essen vorzulegen ( so nennt sich das wenns auf dem Teller seviert wird ), willst gerade selbst Deinen Teller fertig machen und er schaut Dich nur an, Du siehst und merkst sofort...das sollst Du jetzt nicht , willst Dich aber zu ihm setzen und wirst aufgefordert neben ihm zu kien und folgst dieser Aufforderung. Er ist fertig, bedankt sich für Deine Mühe, sagt : steh auf, mach Dir eine Portion fertig und bring mir den Pürierstab und einen Napf .

und dann kommt das unter dem Tisch auf allen vieren
aus dem Napf fressen ( wollen ) oder müssen..

Dem Herrn zu zeigen wie hoch er über sub steht , welche Macht er hat und ausüben kann , welche Macht er übertragen bekommt und in diesem spürbaren Gefälle kommt das doch ganz gut zum Ausdruck

Das hat für mich mit sehr tieder Hingabe zu tun...eben sehr sehr demütig sein können, wollen und dürfen...

frei nach dem Spruch..wer sich erniedrigt wird erhöht werden..
subschamlos:

wie tief Du mich sinken lassen sollst und darfst, weil Du mich damit zu der " einzigen erhebst, die das für Dich bereit ist zu tun "

Danke für Deinen Beitrag - ich finde genau das spannend. Wo unterstreicht oder verstärkt Erniedrigung die eigene "Devotion" die man vielleicht - wie in Deinem Fall nur ausgewählten Personen gewährt - und wo kommt Erniedrigung und Demütigung über die Schiene des psychischen Masochismus "dreckig und direkt" daher und haut einen sein eigenes Selbstbild vom anständigen und kontrollierten Wesen durcheinander und macht einen binnen Sekundenbruchteilen unsicher, weil man ungehemmt geil wird.

Ich kenne beides das bewußt runtergestuft werden um erfüllt von Devotion dem anderen gehören zu wollen - und den psychischen Masochismus - zwei zugeflüsterte erniedrigende Worte die einen geil machen und einem quasie die "Füße wegreissen" erfüllt mich mit einer Art von Hassliebe, da ich dies einfach nicht kontrollieren kann - mein Körper reagiert trotz Willens ein willenstarker und moralisch integrer Mensch sein zu wollen. Dieser Wirkungskraft ist fieser als manch eine Peitsche...
*******_nw Frau
7.610 Beiträge
Ein wirklich spannendes Thema - vielen Dank für die Einblicke die hier gewährt werden. Das hat auch in mir so einige Denkprozesse ausgelöst.

Ich kenne das Gefühl, sich wehrlos und angreifbar zu präsentieren - und auch die Stärke die man dadurch empfinden kann. Nur mache ich das selbst und gebe das nicht an jemand anderen ab. Offenheit nach außen, zu den eigenen Unzulänglichkeiten und Fehlern stehen und die auch sehen lassen hat für mich da einen sehr ähnlichen Effekt. Das war für mich ein Lernprozess da ich sehr früh gelernt habe, keine Emotion, keine Regung nach außen dringen zu lassen die ich nicht zeigen wollte. Und das waren eine ganze Menge. In der Zeit wäre ich möglicherweise auch empfänglich gewesen für jemanden, der mich gezwungen hätte, mich mir selbst zu stellen - und mir gleichzeitig das Gefühl gegeben hätte dass mein ich ihn nicht abschreckt. Ich habe da allerdings dann einen anderen Weg gewählt und das selbst in die Hand genommen.
*********2836 Paar
44 Beiträge
Verbale Erniedrigung
Hallo ihr Lieben,

wie haltet ihr das eigentlich so mit verbaler Erniedigung bis hin zum extremen Brainfuck?

Hab darüber schon öfter gehört und bin total neugierig irgendwie *zwinker*

Erzählt doch mal.

LG
****yn Frau
13.442 Beiträge
Verbale Erniedrigung finde ich schwierig, weil ich mich von bestimmten Worten schlichtweg nur beleidigt fühle und sie als plump empfinde. Worte sind mir ganz unabhängig vom erniedrigenden Kontext sehr wichtig, nichts macht mich schärfer als jemand, der mit Worten umgehen kann. Nicht nur die Worte sind wichtig, sondern auch die Situation, in der sie gesagt werden. Es gibt ein paar Wörter, da müsste ich wahrscheinlich lauthals loslachen, bei anderen wäre ich nur angewidert.

Mich hat einer mal wirklich sehr tief im Hirn erwischt, weil ich mich selbst eigentlich als schüchterner, anständiger, freundlicher Mensch wahrnehme, mit hohem Moralempfinden. Verbal dann während des Ficks immer mehr und mehr zum Körper heruntergewürdigt zu werden, bis er mich zwang, in den Spiegel zu sehen, mich als nichts weiter wahrzunehmen als Körper mit Löchern, als Fickstück, fast vollständig entmenschlicht, das war eine Grenzerfahrung, die mich sehr gekickt hat. Klingt vielleicht klischeehaft, aber ich habe mich nie so gesehen und wollte mich auch nie so sehen, vor allem nicht in Gegenwart eines Menschen, den ich beeindrucken und dem ich gefallen will.
*******mlos Frau
2.472 Beiträge
das hatte ich auch schon andeutungsweise beschrieben... Beispiel

wenn er sagen würde : Du geile Nutte ich will dies und das ..ich würd mich anziehen und gehen

wenn er sagt : meine geile Fotze trifft das zu , ich bin geil meine Fotze ist naß und ich kann mich selbst in diesen orten wiederfinden ..sie kommen mir selbst aber schwer über die Lippen
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