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Psychische Blockaden beim Sex - wie habt ihr diese gelöst?

Psychische Blockaden beim Sex - wie habt ihr diese gelöst?
Hallo liebe Community,

hier in diesem Unterforum wird ja viel und gerne über geistige und körperliche Behinderungen geschrieben, aber über psychische Behinderungen habe ich jetzt nicht all zu viel Hilfreiches gefunden. Daher erstelle ich einfach mal meinen eigenen Thread. Ich bin ganz neu hier, also seht mir bitte nach, wenn ich irgendeinen Codex verletzen sollte.

Ich leide schon lange unter Depressionen und Ängsten, bin daneben sehr schüchtern und introvertiert, weshalb sich meine Entwicklung trotz jahrelanger Therapie verzögert hat. Ich habe schon erhebliche Fortschritte gemacht, trotzdem stoße ich immer wieder an meine Grenzen, die schwer überwindbar erscheinen. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht jammern, ich muss manche Dinge als gegeben hinnehmen und sie akzeptieren. Da bin ich auch auf einem ganz guten Weg, denke ich, aber manche Dinge bekomme ich einfach nicht in den Griff.

Meine ersten sexuellen Erfahrungen hab ich vor ca. drei Jahren gemacht und bis vor kurzem war ich auch in einer etwa einjährigen Beziehung. Wir hatten öfters Probleme und auch unser Sexualleben war nicht immer erfüllt. Trotzdem traf mich die Trennung eher unerwartet. Aktuell habe ich deshalb Liebeskummer und versuche hier Antworten zu finden, da ich denke, dass die mangelnde sexuelle Anziehung ein erheblicher Grund für das Aus war. Ich habe ein erhebliches Vertrauensproblem und kann mich beim Sex nur schwer komplett fallen lassen. Es wurde zwar mit der Zeit besser, aber ich war trotzdem immer zu verkopft. Bei keiner meiner drei bisherigen sexuellen Kontakte konnte ich nur durch die Stimulation der Frau kommen. Das belastet mich, da dies auf die Frauen irritierend gewirkt hat und auch für mich wäre es anders einfach schöner.

Gibt es hier Männer, die ein ähnliches Problem haben oder hatten und es in den Griff bekommen haben? Oder gibt es Frauen, die einen Partner hatten mit ähnlichen Problemen und es gemeinsam geschafft haben, die Blockade zu lösen. Was hat euch geholfen? Ich freue mich über hilfreiche Tipps.

Zum Schluss noch eine Interessensfrage an die Frauen hier. Könnt ihr Männer mit offensichtlich psychischen Beeinträchtigungen als liebenswert, attraktiv und sexuell anziehend empfinden oder lasst ihr lieber von vornherein die Finger davon? Ich stelle mir halt die Frage, ob eine "normale" Frau mit mir zusammen sein wollte. Einerseits brauche ich halt viel Verständnis, Toleranz, Akzeptanz und vor allem Vertrauen. Andererseits will ich auch ein erfülltes Sexleben. Geht in meinem Fall beides oder muss ich Abstriche machen? Ich bin sehr wissbegierig und lernfähig und versuche ständig Dinge zu ändern, die ich auch zu ändern vermag und probiere auch gerne Neues aus.

So, ich glaube das reicht fürs Erste, ist wahrscheinlich ohnehin schon zu lange, dass ihr durchhaltet beim Lesen. *zwinker*
Ich freue mich aber über eure Antworten und euer Feedback.

Viele Grüße.
**********Water:
Zum Schluss noch eine Interessensfrage an die Frauen hier. Könnt ihr Männer mit offensichtlich psychischen Beeinträchtigungen als liebenswert, attraktiv und sexuell anziehend empfinden oder lasst ihr lieber von vornherein die Finger davon? Ich stelle mir halt die Frage, ob eine "normale" Frau mit mir zusammen sein wollte. Einerseits brauche ich halt viel Verständnis, Toleranz, Akzeptanz und vor allem Vertrauen. Andererseits will ich auch ein erfülltes Sexleben. Geht in meinem Fall beides oder muss ich Abstriche machen? Ich bin sehr wissbegierig und lernfähig und versuche ständig Dinge zu ändern, die ich auch zu ändern vermag und probiere auch gerne Neues aus.

Nach dem was Du geschildert hast, schaffst Du das mMn alleine nicht.
Und niemand kann und darf Heilung von einem anderen Menschen erwarten. Das überfordert jeden.

Ich kann Dir nur eine Therapie empfehlen.

Alles Gute!
(Sie)
*********5645 Frau
2.384 Beiträge
Sprichst du deine psychischen Probleme an? Es ist doch sicher schwierig, das im Vorfeld zu kommunizieren oder?
Ich meine, schwer ist es immer, aber wenn die Frau von nichts weiß, wird es natürlich auch nicht besser *nixweiss*

Psychische Probleme können halt sehr unterschiedlich sein. Sicher kann man sich in einer Partnerschaft einiges "erarbeiten" schließlich etwickelt man sich in einer Beziehung ja weiter.
Solche Probleme können aber alle auch sehr stark belasten und letztlich ist eine Partnerin "nur eine Partnerin" und keine Therapeutin.
. Einerseits brauche ich halt viel Verständnis, Toleranz, Akzeptanz und vor allem Vertrauen. Andererseits will ich auch ein erfülltes Sexleben. Geht in meinem Fall beides oder muss ich Abstriche machen?
eine Beziehung ist aber auch ein Geben und Nehmen *klugscheisser*

Und jetzt muss ich nochmal nachfragen, du schreibst von sexuellen Blockaden und einem erfüllten Sexleben.
Das wünsche ich dir gewiss auch, aber dann redest du auch (so liest sich das) von einer festen Partnerin, die du gerne hättest, um das alles zu haben.
Vergiss bitte nicht, dass Sex zwar wichtig ist, aber nicht Grundpfeiler einer Beziehung.
Was ich damit sagen will, wenn du eine Frau kennen und lieben lernst und sie dich, dann vermutlich ja nicht primär auf sexueller Ebene, sondern als Mensch und dann solltest du offen und ehrlich sein und sie wird vermutlich soviel tolerieren und akzeptieren, wie es ihr möglich ist.
Ich kann Dir nur eine Therapie empfehlen.
War er Jahrelang...
@TE Bist du es noch?
*********h_by:
Und niemand kann und darf Heilung von einem anderen Menschen erwarten. Das überfordert jeden.

Das ist mir vollkommen bewusst und erwarte ich auch nicht. Aber in diesem Fall hilft das bloße Reden nicht. Viele meiner Ängste habe ich dadurch besiegt, dass ich mich ihnen gestellt habe. Aber ich bin ohnehin gerade nicht auf der Suche, ich versuche das Geschehene zu verarbeiten und an mir und meinem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Aber das beschriebene Thema beschäftigt mich halt gerade sehr.
*********5645:
Sprichst du deine psychischen Probleme an? Es ist doch sicher schwierig, das im Vorfeld zu kommunizieren oder?

Ich muss dazu sagen, dass ich bisher nur Frauen mit ähnlichen Problemen kennen gelernt habe, daher war das auch nicht so schwierig zu kommunizieren. Aber es ist einfach nicht gut, wenn beide Partner betroffen sind. Es führt selten dazu, dass man gegenseitig an sich wächst, sondern eher sich gegenseitig herunterzieht. Daher auch meine Frage.

*********5645:
Solche Probleme können aber alle auch sehr stark belasten und letztlich ist eine Partnerin "nur eine Partnerin" und keine Therapeutin.
eine Beziehung ist aber auch ein Geben und Nehmen *klugscheisser*

Dessen bin ich mir bewusst und ich habe auch immer versucht vieles von ihr fernzuhalten, um sie nicht zu sehr mit meinen Problemen zu belasten. Und ich war tatsächlich mehr bereit zu geben als sie es war.

*********5645:
Vergiss bitte nicht, dass Sex zwar wichtig ist, aber nicht Grundpfeiler einer Beziehung.

Ich bin der letzte, der das abstreiten würde. Ich habe sie sehr geliebt und zwar am meisten ihren Charakter. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, sie wegen unserem eher unerfüllten Sexleben zu verlassen, was ja an uns beiden gelegen hat. Es hat ansonsten vieles gepasst und ich hätte daran arbeiten wollen. Was ich auch dazu sagen muss, da sie ja ähnliche Probleme hat, dass ich in einer eigenen guten Phase, in der es ihr aber ziemlich schlecht ging zu ihr gehalten habe, obwohl es nicht leicht für mich war. So etwas würde ich mir halt dann auch andersrum wünschen.

*********5645:
@TE Bist du es noch?

Ja, ich bin es wieder, aber langsam frage ich mich schon, ob dieses unendliche Gelaber noch Sinn macht. Vielleicht sollte ich stattdessen ins Tun kommen. Bei solchen Themen kann mir nämlich auch mein Therapeut eher wenig helfen.
*********5645 Frau
2.384 Beiträge
Ja, ich bin es wieder, aber langsam frage ich mich schon, ob dieses unendliche Gelaber noch Sinn macht. Vielleicht sollte ich stattdessen ins Tun kommen. Bei solchen Themen kann mir nämlich auch mein Therapeut eher wenig helfen.

Ich würde dir beides empfehlen! Der Therapeut kann deine Probleme nicht weg reden, aber er ist eine wichtige Stürze. Bewegen musst du dich schon selbst!

Keiner von uns kann in die Zukunft schauen, um einen Partner zu finden...
Naja, da spielt ja immer einiges mit rein.
Fakt ist aber, du hast es leichter, wenn du mit dir im Reinen bist und an dich und deinen Problemen arbeitest (das tust du vermutlich).

Die alte Beziehung bzw. den Trennungsschmerz aufzuarbeiten, ist sicher nicht verkehrt. Aber Frauen sind auch unterschiedlich, verrenn dich jetzt nicht in Fehlersuche, eine andere Partnerin kann wieder ganz andere Prioritären haben.

Hat deine Exfreundin denn einen Grund genannt?

Wenn sie auch psychisch nicht ganz so stabil war/ist, dann können es erst Recht 1000 Gründe sein, die du vielleicht gar nicht so empfunden hast.

Ich denke nach Vorne schauen, ist schon ein guter Weg *ja*

Ich vermute jedenfalls, dass der Sex nicht das eigentliche Problem war.

Aber dich scheint es ja trozdem zu belasten. Sexuelle Blockaden lösen, das braucht Zeit und Vertrauen.
Manchmal gibt es aber auch Schlüsselmomente, die einem auf einmal einen Sprung nach vorne bringen. In der Theorie wirst du die Blockaden allerdings nicht lösen können. Das bedeutet für die Zukunft: Klar kommunizieren und da du deine Ängste anscheinend gut kennst, wirst du auch in der Lage sein, sie zu erklären.
Das ist schon viel Wert!
Irgendwie bin ich gerade nicht mehr fähig zu antworten. Aber ich danke dir schonmal für diesen überaus wertvollen Beitrag. Selten habe ich solch reflektierte und einfühlsame Worte gelesen. Du bringst die Dinge echt gut auf den Punkt und schaffst es mit wenigen Worten, dass ich mich besser fühle. Wenn es mehrere Frauen von diesem Schlag gibt, dann mach ich mir keine Sorgen mehr. Ich bin dann mal weg, an mir arbeiten. *zwinker*
Hallo,

grundsätzlich finde ich es extrem problematisch, wenn ein gesunder Partner zum Lastenträger werden soll. Wobei jeder Mensch auch ganz ohne Diagnose seine Marotten mitbringt und das am Ende jede Beziehung zu einem Abenteuer werden lässt.

Meine Erfahrung mit Männern mit psychischen Erkrankungen ist schwierig gewesen. Leider wurde immer wieder versucht mich zur Kompensation zu missbrauchen. Ich möchte keine Stütze, keine Lastenträgerin oder private Therapeutin sein, sondern nur die Frau und Freundin. Damit bin ich genug gefordert. Und wenn mein Partner Probleme hat, dann ist es sein Job mir gegenüber offen zu sein und mir seine Bedienungsanleitung zu geben. Sonst zieht er mich in seins mit rein und mir geht es schlechter und schlechter.

Das bedeutet, wie Natascha es schrieb: wenn der Partner Probleme hat, diese bitte selbst lösen und angehen. Klar kann eine Partnerin da sein und wissende Verbündete, nur mehr nicht.

Ich finde es besser, jemanden nicht mit einem Diagnossbergriff zu konfrontierten, sondern zu erklären, wie man selbst funktioniert. Und womit im Kontakt geholfen werden kann, dass man sich gegenseitig besser versteht und so miteinander umgehen lernt, dass es beiden Menschen zumindest nicht schlechter geht. Schließlich ist der Mensch nicht seine Diagnose, sondern hat sie "nur".

Wenn jemand mir sagt, dass er Angst vor Hunden hat und dann lieber die Straßenseite wechselt, kommt ihm einer entgegen, kann ich damit gut umgehen. Sagt er mir Phobiker zu sein denke ich mir nur Oha, was kommt da auf mich zu.

Weißt du was ich meine lieber TE?

Schreibt Sie
ich denke der TE ist in diesem Fall vielen Psychisch Kranken einen Schritt voraus,er macht einen durchaus reflektierten Eindruck und weiß um seine Probleme und unternimmt etwas dagegen.
das ist bei vielen nicht der Fall.
Grundsätzlich wird ein Partner einen Fachmann nicht ersetzen aber als zusätzliche Motivation seine Psyche in den Griff zu bekommen wird das nicht schaden und da der TE auch nach einem Rückschlag die Flinte nicht ins Korn wirft,verdient meinen Respekt.
Mit diesen Hintergrund keinen Jammerthread zu eröffnen sondern Sachlich zu beschreiben was Sache ist lässt mich für hoffen.
*******xty Frau
1.387 Beiträge
"Zum Schluss noch eine Interessensfrage an die Frauen hier. Könnt ihr Männer mit offensichtlich psychischen Beeinträchtigungen als liebenswert, attraktiv und sexuell anziehend empfinden oder lasst ihr lieber von vornherein die Finger davon?"

Wenn das was Du schreibst, dass Du seit Jahren unter Depressionen und Angstzuständen leidest und diese trotz fachlicher Behandlung noch bestehen...

sowas hab ich auch schon mit einem Mann erlebt, es war unaushaltbar für mich und ich konnte das nicht ertragen. Ich bekam dessen ganze psycho- problematik ab bis hin zu suizidankündigungen...IIIHHH

Ich würde echt jeder halbwegs vernünftigen frau raten, die finger von dir zu lassen, bis du nicht gesundet bist. Und womöglich brauchst Du dafür noch mehr Zeit und auch medikamentöse unterstützung.

Und wenn die therapie gelingt bist du danach ein runderneuerter mensch, der auch andere partnerinnen suchen wird, als in der krankheitsphase, sprich: jede, die sich jetzt auf dich einlässt- auf einen kranken- wird danach ersetzt werden durch jemand, der sich auf einen gesunden einlassen will.

Konzentriere dich doch erstmal auf Deine Therapie
Es gibt nur zwei Arten Menschen:
"Diagnostizierte und Undiagnostizierte!"

Die meisten Ersteren waren im Gegensatz zu den meisten Letzteren, irgendwann mal selbstreflektiert genug, an sich zu arbeiten und sich helfen zu lassen.

Als denkender, intelligenter und tiefgründiger Mensch, hat man es leider generell sehr viel schwerer, einfach mal den Kopf abzuschalten.

Wenn es hierzu überhaupt irgendeinen Weg gibt, dann führt er nur über Selbstakzeptanz, Selbstbewusstsein,Selbsvertrauen und Furchtlosigkeit.
Die einen erreichen das über Therapie oder Meditieren. Die anderen über Lebenserfahrung.
Wir brauchen dazu alle unsere eigenen Umwege. Leicht ist es wirklich nicht, aber wert.
Medikamente können im Übrigen auch sexuelle Schwierigkeiten verursachen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, find ich es aber nicht so schlimm, was Du beschreibst. Setz Dich nicht so unter Druck. Normaler GV bringt den meisten Frauen eh nicht all zuviel.
Das was Du beschreibst, wird sich aber vielleicht auch einfach mit der Erfahrung irgendwann geben.
Wir alle mussten viel erleben und probieren, bevor wir endlich den Partner gefunden haben und wir alle waren anfangs sehr verunsichert.


"Verständnis, Toleranz, Akzeptanz und vor allem Vertrauen"
sind in gesundem Maße eigentlich die Grundvorraussetzung für jede Partnerschaft auf Erden!
Nicht nur für die Partnerschaft sondern auch die Sexualität. Insbesondere wären sämtliche BDSM-, geöffneten Beziehungen, sowie alle anderen Beziehungsformen und Spielarten, komplett hinfällig wenn die Beteiligten diese Grundvorraussetzungen nicht mitbringen würden.

Das geht natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, denn am Ende muss man natürlich lernen all diese Dinge selbst in sich zu tragen und auch zu glauben, um den Partner nicht zu überanstrengen.
Die perfekten Menschen gibt es aber eh nicht. Die guten Seiten an einem Menschen kann jeder lieben. Das ist keine Leistung auf die man eine Partnerschaft gründen solte. Es gibt Menschen nur ganz oder gar nicht.
Alle haben ihre Macken und Meisen ausnahmslos! Die Frage ist doch nur, ob die Macken und Meisen, miteinander harmonieren oder nicht.

Wenn Du irgendwann wieder eine ernsthafte Beziehung suchst, dann bleib weiter ehrlich mit Deiner Erkrankung und bleib auf dem guten Weg auf dem Du bist. Das ist der härtere Weg, aber es ist der Nachhaltigere.
Da sortieren sich die meisten (zur Selbstkritik nicht fähigen) Menschen, mit denen man seine Lebenszeit sowieso nur sinnlos vertrödelt hätte, schon ganz schnell von selbst aus *lol*
Es gibt so unendlich viele unterschiedliche Möglichkeiten und Menschen da draußen.
Das einzige was man wirklich sagen kann:
Es gibt einfach wirklich nichts, was es nicht gibt, solange man nach dem Stolpern, irgendwann wieder aufsteht.

Genug kluggeschissen für heute. Eigentlich wollte ich ja gar nicht antworten.... *gg*
*********ver62 Mann
128 Beiträge
Psychische Blockaden
Hallo SilentDeepWater,
ich habe es genauso erlebt. Ich kann dir nur raten, für die Lösung dieser Blockaden professionelle therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ich selber plage mich seit Jahren mit einer PTBS (posttraum. Belastungsstörung) rum. Die Blockaden können so verdammt tief sitzen. Gerade in diesem sensiblen sexuellen Bereich ist es ziemlich schwierig, dem Problem beizukommen. Wenn du dann noch womöglich eine Partnerin oder sexuelle Gespielin hast, die sich darüber lustig macht, ists ganz aus... - war bei mir so.

Viel Glück
Gruß Jens
******364 Paar
1.193 Beiträge
Es wäre zumindest wichtig eine Partnerin zu finden die Sex nicht als Hochleistungssport sieht...als wir den ersten PT hatten bekam keinen hoch....naja, wir lachten darüber.
Bin ja keine Maschine....
Offenheit, Geduld und Therapie
Hallo, ich kann sehr viel nachvollziehen. Seit 2013 Depris zeitweise schwere Depris mit Suizitgedanken. Ich habe immer wieder Angst wieder ins Loch zu fallen. Bin deshalb Frührentner geworden. Versuche mögl. schnell zu einer Therapie zu kommen. Auch Medikamente können unterstützend helfen. Es ist ein sehr langer Weg und das Wort "Geduld" wird für dich eine neue Bedeutung bekommen. Setze dich nicht unter Druck, nehme dir Zeit.
Lerne nach und nach mit deinen Depression offen umzugehen. Ist sau schwer, weiß ich. Die meisten Menschen werden dir sehr verwundert begegnen, dass du offen darüber sprichst. Entweder sie reagieren etwas hilflos oder erzählen dir von Familienmitgliedern die auch krank sind. Darüber sprechen macht viele Dinge leichter.
Zum Sex kann ich dir nur sagen, dass ich mittlerweile über 4 Jahre keine Frau mehr hatte. Da das Thema keines war, hat es mich auch nicht unter Druck gesetzt. Es geht auch ohne.
Meine über 30 Jahre dauernde Ehe (über 40 Jahre zusammen), hat die Krankheit nicht überstanden. Irgendwann verstehen Partner die Situation nicht. Nur wer selbst Depris hatte oder hat, versteht die Krankheit. Wenn du eine Selbsthilfegruppe findest gehe hin. Du wirst dort staunend lernen, dass deine Beeinträchtigungen nichts besonderes sind.

GANZ WICHTIG: Depression ist definitiv eine Krankheit. Du bist nicht ballaballa, bekloppt oder verrückt! Du bist nachweislich krank. Ich will jetzt nicht mit Botenstoffen und Syapsen anfangen. Es gibt im Internet genug Infos.
Einfach gesagt funktioniert die Botenstoffweitergabe nicht richtig. Ist mit heutiger Technik darstellbar. Also niemals vergessen: du verstehst es nicht, aber es ist eine organische Krankheit. Lasse dir therapeutisch helfen.

Jetzt fühle ich mich recht gut. Also bin ich in verschiedenen Partnerportalen. Mit alle 11 Minuten ist nichts. Momentan ist meine Sehnsucht nach zarten Haut und Zärtlichkeit für mich vorrangig. Ob ich überhaupt gleich wieder "kann", weiß ich nicht. Es gibt ja noch andere Möglichkeiten die Spaß machen. Der Rest kommt auch wieder. Finde ich eine Sexpartnerin, dann gehe ich sofort offen damit um. Nimmt mir den Druck und verhindert, dass die Frau meint, dass sie mich nicht erregt. Letztlich wünsche ich mir, dass aus dem Sex eine Lebensbeziehung wird. Träumen darf ich ja noch.

Ich habe dir jetzt viel geschrieben, was aus eigenem Leid kommt. Hilft vermutlich noch anderen Mädels und Buben hier.

Als Kurzempfehlung:
Setze dich hin und schreibe deine Probleme auf. Dann fängst du an die Depressionen zu bekämpfen. Alles andere ist unwichtig. Geht es dir damit besser, gehe den zweiten Punkt der Liste an usw. Dann bekommst du dich und dein Leben wieder in den Griff.
Voraussetzung: medizinische Hilfe/Therapie. Geduld ohne Ende (lernst du), offener Umgang.
Wichtigstes Ding: Nur du alleine kannst dir helfen, nur du. Alle anderen Dinge können dir nur helfen und dich unterstützen.

Ich wünsche dir, dass die vorgeschlagenen Dinge helfen und gaaaaaanz viel Mut und Geduld. Dann kommst du da auch raus. Viel Glück und alles Liebe. *victory*
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