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Ab welchem Punkt konntet ihr eure Körper lieben?

****el Frau
217 Beiträge
Themenersteller 
Ab welchem Punkt konntet ihr eure Körper lieben?
Hallo liebe Comm :),

Ich bin jetzt meine 10,5 Monate auf Hrt (27 Jahre alt) und oh girl, die Transition ist wirklich manchmal eine Achterbahn.

Mein Körper verändert sich gut, wobei ich mir manchmal nicht sicher bin ob die Hormone gut wirken oder ich einfach Glück mit der Ausgangslage hatte (Ein bisschen von beidem schätze ich. Mein Gesäß habe ich auffällig von meiner Mutter, Großmutter und deren Mutter geerbt. Der Arsch ist sowas wie ein Familienwanderpokal^^.) und ich komme jetzt so langsam an den Punkt wo ich die Eigenschaften meines Körpers wirklich genießen kann. Sicher gibt es Punkte bei denen ich unsicher bin. Das Bäuchlein erscheint einem immer ein wenig zu groß, die Brüste wachsen noch und das Gesicht ist ohnehin so ein Dauerthema aber....es wird. Allerdings ist es nicht wirklich stabil. Alles in allem ist es schon stabiler geworden aber ich kann mir nie ganz sicher sein an welchen Tagen die Dysphoriah zuschlägt.

Nun zur eigentlichen Frage: Wann ward ihr an dem Punkt an dem ihr mit eurem Körper wirklich zufrieden ward? Von kleineren Dingen wie "Ohh ich hab über die Feiertage wieder zugenommen" mal abgesehen, so im groben und Ganzen, wann ward ihr in eurer Körperwarnehmung zufrieden und vor allem stabil (Stichwort: Dysphoriah) ?
*********Devil Frau
20 Beiträge
Möp 💋

ich musste gerade ein wenig schmunzeln, wo ich deinen Beitrag gelesen hab und dachte so bei mir "erst jetzt" .

Letztlich aber auch erst mit meiner letzten Fragestellung an mich und Disput in mir, die Antwort darauf und das herauszufinden brachte neue Themen mit.

Schlussendlich jedoch auch mit sich, dass ich mein Ziel für mich erreicht habe und die Transkiste hinter mir lassen, da ich mich erst jetzt als Frau definiere und nicht mehr als Transfrau.

Des macht einen Unterschied, in der Sache, Eigenwahrnehmung, und noch vielem mehr.

Zurück zur Frage und ich selber habe seit 2016 unterschiedliche Wahrnehmungen, in der Zufriedenheit meines aktuellen Körperzustandes gehabt, auf meinem Weg.

Dabei sehr viel Glück gehabt und eine gute Veranlagung, so dass auch die Hrt gut wirken konnte.

Defacto bleibt am ende immer das Wissen über den Chromosomensatz und das Arschloch welches sich Selbstwahrnehmung nennt und die Erkenntnis, dass man einen Kompromiss eingegangen ist, mit seinem Körper, um diesen annehmen zu können.

Letztlich ist es aber mein Weg und meine Wahrnehmung zu deinem Thema und diese ist individuell zu betrachten und passt nur zu mir.

Vielleicht antworten dir hier auch noch andere, um das zu erkennen und auch, das es kein richtig oder falsch gibt, in der eigenen Wahrnehmung, weil sie ist so, wie sie ist und das wäre einmalig.

Ich wünsche aber jedem Transgender den Tag, wo er das Transsein ablegen kann und nicht mehr dadurch Gefangener seiner selbst ist, weil der Begriff "Trans" definiert nur den Weg, in das für sich richtige Geschlecht, wenn dieses Ziel erreicht wurde, ist man nicht mehr Trans*, sondern in seinem Sein angekommen, des verstehen aber nur die wenigsten...
Zitat von ****el:
Ab welchem Punkt konntet ihr eure Körper lieben?
und oh girl, die Transition ist wirklich manchmal eine Achterbahn.

Ja, eine Transition ist nichts für Feiglinge.

Zitat von ****el:
so im groben und Ganzen, wann ward ihr in eurer Körperwarnehmung zufrieden und vor allem stabil (Stichwort: Dysphoriah) ?

Wenn mensch eine wirklich sensible Wahrnehmung hat, wird sie immer wieder an einen Punkt kommen, an dem sie sich selbst sehr kritisch sieht. Das ist nicht zu vermeiden. Es gibt einige wenige die da ehrlich sind, ich zähle mich dazu, es gibt immer Momente, und es wird sie immer geben, da haut einem die Dysphorie einen nassen Wschlappen ins Genick.

Wobei, mir ist es für mich egal. Je männlicher ich mich empfinde, um so mutiger finde ich mich. Das gleicht sich aus. Aber gelegentlich kostet mein Spiegelbild in den Augen der anderen ganz viel Kraft.
****el Frau
217 Beiträge
Themenersteller 
An alle Beide ein Danke für eure Beiträge :),

Es stimmt, "irgendwas ist immer", ich schätze das bedeutet allein schon als Frau in einer patriarchalen Gesellschaft zu leben (Und die Wenigen die nichts zu meckern haben, Hut ab, die Selbstliebe hätte ich gern^^.)

@*********Devil

Ich denke mein Trans sein wird für mich immer irgendwie ein Faktor bleiben. Vielleicht keiner über den man jeden Tag nachdenkt, aber doch etwas das bleibt. Im Moment ist es natürlich alles noch sehr präsent aber ich beginne langsam Dinge an mir zu finden, die ich so nicht hätte wenn ich nicht trans wäre und die mir gefallen.

Ein Beispiel wäre meine (teilweise extreme) Knochenstabilität. Ich war in manchem lustigen Umfal und habe mir kaum je etwas verstaucht. Das wäre so vermutlich nicht der Fall wenn meine Knochen nicht Testosteron ausgesetztgewesen wären.

Ein anderer Aspekt ist, dass es mir gewissermaßen "ersparrt" blieb, als Mädchen erzogen zu werden. Das klingt im ersten Moment vielleicht komisch, aber mir hat nie jemand beigebracht. "Geh Nachts nicht raus", "Zeig bloß nicht zu viel Haut" und solcherley. Ich lebe sehr angstfrei, auch nachts (ich gehe bewusst nachts spazieren weil ich die Freiheit die damit einher geht liebe). Und selbst wenn ich mal in eine unschöne Situation mit einem Mann komme (heute erst so einen Creep gehabt der "Lesbe!" einfach nicht akzeptieren wollte), dann fühle ich mich zwar unwohl weil ich objektifiziert werde, aber ich habe keine Sorge um meine körperliche Sicherheit. Heck, das Exemplar heute hätte ich vermutlich sogar relativ problemlos händeln können, wenn er mich körperlich und nicht "nur" verbal belästigt hätte. Und diese Freiheit, welche in einer patriarchalen Gesellschaft oft ein maskulines Privileg ist, genieße ich sehr weil ich mir dieses Privileg erhalten konnte.

Ein wieder anderer Punkt wären Regelblutungen. Ich habe so manche Freundin, welche von wirklich heftigen Regelschmerzen geplagt werden. Aber selbst eine leichte Regel ist wohl kaum angenehm. Würde ich das gerne mal erleben weil ich neugierig bin? Sicher. Aber ich bin wirklich froh, dass ich nicht einmal im Monat von meinem eigenen Körper maltretiert werde. Darauf bin ich nicht neidisch^^. Im Gegenteil, wenn ich einmal eine Partnerin finde (mal angenommen sie ist cis), dann weiß ich dass wenn sie leidet, ich bereit sein kann ihr Leid zu erleichtern mit allem wonach ihr dann der Sinn steht, denn ich werde selbst nie (aus diesem Grund) danieder liegen.

Ein letzter Punkt zum Abschluss: Empfängnisfähigkeit. Ich bin sowohl zeugungs als auch empfängnisunfähig. (ersteres könnte ich widerherstellen wenn ich temporär meine Hormone absetzen würde, habe ich aber nicht vor und das gilt auch nur bis zum großen Schnipp Schnapp) und ganz ehrlich? Für mich ist es toll! Sicher, da ist ein Teil der gerne Mutterschaft (auch Schwangerschaft) erleben würde. Aber das ist nur ein schwaches Wehklagen. Ich wöllte so oder so kein Kind in diese Welt setzen. Aber es mangelt wirklich nicht an Kindern, die nach Eltern suchen. Ich werde es vielleicht nie erleben ein Baby zu stillen, aber Mutterschaft ist mir nicht verwehrt (Adoptionsgesetze mal außen vor gelassen). Und dazu muss ich mir niemals Gedanken machen schwanger zu werden und selbst wenn ich jemals irgendwie eine Partnerin vaginal penetrieren würde, es ist nahezu unmöglich dass da irgendwas passieren kann (Keine Sorge, ein Kondom ist trotzdem immer in der Handtasche, allein schon weil std's nicht aus der Welt sind). So eine große Bürde die so vielen Frauen auferlegt ist, dass sie jederzeit Schwanger werden könnten, eine tief liebenseinschneidende Erfahrung, ist mir nicht auferlegt. Und von den lustigen Nebeneffekten der Pille fang ich grad mal garnicht an^^.

Das alles sind zwar keine Punkte, die direkt mit der Optik meines Körpers zusammen hängen. Aber alles sind Bürden, die ich nicht schultern muss. Energie, die mir nicht entzogen wird. In gewisser Weise bin ich in einer selten glücklichen, vielleicht sogar in der Hinsicht privilegierten Position, diese Welt als Frau erleben zu dürfen ohne mich mit all diesen Dingen herum schlagen zu müssen.

Gewiss, wir Transfrauen haben genug eigene Bürden. Aber das hindert mich nicht daran, zu sehen wo ich gesegnet und nicht nur verflucht bin. Und wenn ich irgendwann soweit bin, stabil in meiner Selbst und meiner Körperwarnehmung zu sein, kann ich all diese freie Energie darauf verwenden die Welt um mich herum zu bessern...das ist eine schöne Aussicht.

Huch das wurde grad etwas lang^^.
*****kin Frau
102 Beiträge
antwort ist ziemlich einfach: ich weiss das der punkt wo ich "meinen Körper akzeptieren könnte" nicht kommen wird und ein warten darauf sinnlos wäre und sehr frustrierend.
ich habe meinen Frieden mit den Möglichkeiten gemacht die ich habe und erforscht habe aber ich weiss das an 185cm und 100 kilo mit typischer V Form auch mit Eimerweise Östrogen sich nichts zufriedenstellenderweise ändern wird. . Ergo hab ich den jetzigen Körper zu schätzen gelernt . "Ich" dagegen werde nie Realität sehen . =)
Nope, werde ich auch nie und geb auch nen feuchten drauf.
Ich geh zudem mit diesem Körper auch nicht zimperlich um, davon zeugen die vielen Unfallnarben.
Verheilt ja eh alles wieder, von daher wayne. Wo gehobelt wird....
****el Frau
217 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *****iko:
Nope, werde ich auch nie und geb auch nen feuchten drauf.
Ich geh zudem mit diesem Körper auch nicht zimperlich um, davon zeugen die vielen Unfallnarben.
Verheilt ja eh alles wieder, von daher wayne. Wo gehobelt wird....

Den Ansatz kann ich verstehen. Ich hatte das früher auch ein Stück weit, heute immernoch ein bisschen weil "zu wenig Angst und deshalb leichtsinnig". Ironischer Weise mag ich meine narben aber auch. Jede Narbe eine Story.
Zitat von ****el:
Zitat von *****iko:
Nope, werde ich auch nie und geb auch nen feuchten drauf.
Ich geh zudem mit diesem Körper auch nicht zimperlich um, davon zeugen die vielen Unfallnarben.
Verheilt ja eh alles wieder, von daher wayne. Wo gehobelt wird....

Den Ansatz kann ich verstehen. Ich hatte das früher auch ein Stück weit, heute immernoch ein bisschen weil "zu wenig Angst und deshalb leichtsinnig". Ironischer Weise mag ich meine narben aber auch. Jede Narbe eine Story.

Bei mir ist es Selbsbtlosigkeit.
Die meisten Narben sind während meiner freiweilligen Deinstzeit bei der Feuerwehr bei Einsätzen entstanden.
Eigentlich wird Eigensicherung vor allem anderen gepaukt, mir wars egal was mit mir passiert. Hauptsache Menschenleben gerettet. Kolateralschänden an mir selber, habe ich billigend in Kauf genommen.
Zitat von ****el:
ein bisschen weil "zu wenig Angst und deshalb leichtsinnig".

Ich empfand es immer so, als wäre ich in einem Film und würde irgendeinem Typen dabei zusehen, wie er mein Leben lebt. Das war nicht ich, das war irgendjemand anders. Der machte seine Sache ganz gut, aber er war nicht ich. Und da passierten dann so Sachen wie "Mal sehen was passiert, wenn ich das Gas stehen lasse". Wenn dann ein Flug im Rettungshubschrauber, und ein paar Tage Koma passierten, dann war das halt so.
****el Frau
217 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *********onde:
Zitat von ****el:
ein bisschen weil "zu wenig Angst und deshalb leichtsinnig".

Ich empfand es immer so, als wäre ich in einem Film und würde irgendeinem Typen dabei zusehen, wie er mein Leben lebt. Das war nicht ich, das war irgendjemand anders. Der machte seine Sache ganz gut, aber er war nicht ich. Und da passierten dann so Sachen wie "Mal sehen was passiert, wenn ich das Gas stehen lasse". Wenn dann ein Flug im Rettungshubschrauber, und ein paar Tage Koma passierten, dann war das halt so.

Das kann ich gut nachvollziehen.

Ich glaube es ist im Kern der selbe Effekt, wie wenn man in eine wirklich schäbige Bar geht wo man weiß, dass es zu Gewalt kommen kann. Man geht da ja eher selten für das Ambiente hin. Dieses..."Suchen der Gefahr", das Universum heruasfordern, jap das kann ich ganz gut verstehen. Warum auch nicht? Wenn man nur so begrenzt am eigenen Leben hängt weil es ja eh nicht ganz "richtig" ist, wozu nicht den Kick suchen?
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