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Das perfekte Sex-Dinner

Alles über die No-Gos beim Dinner-Date
23. März 2016

Dass Liebe durch den Magen gehen soll, ist eine altbekannte Weisheit. Inwiefern gutes Essen die Chancen auf ein heißes Sex-Abenteuer erhöht und welche No-Gos ihr bei einem Sex-Dinner am besten umgeht, hat Sophie Andresky in ihrer Kolumne herausgearbeitet.

Erst Dinner, dann Sex: So funktioniert's (nicht)!

Wenn ein Mann für eine Frau bei sich zu Hause kocht, ist das ein Zeichen dafür, dass er ernste Absichten hat. Der will was. Klar, vögeln von allen Seiten, das wissen wir. Aber außer dem feuchtfröhlichen Gefinger und Gefummel baut er uns auch ein Nest und bringt uns Würmer, um im ornithologischen Bild zu bleiben - und sei es nur für einen Abend.

Frische und leichte Küche statt deftiger Hausmannskost: Das Essen beim Dinner soll schließlich Platz lassen für 'mehr'! ©fitzer auf istockphoto.com
Frische und leichte Küche statt deftiger Hausmannskost: Das Essen beim Dinner soll schließlich Platz lassen für 'mehr'! ©fitzer auf istockphoto.com

Oft werden zu diesem Zweck aphrodisierende Lebensmittel angeboten - entweder Spargel oder Austern, wegen der Form, oder scharfe Gewürze, wegen der angeblich potenzsteigernden Wirkung. Das halte ich für Quatsch. Die meisten dieser Wundergemüse sind nur harntreibend, das gibt bestenfalls eine Wasserlatte, damit kann man gar nichts spielen. Bei zu scharfen Gewürzen verbrennt es einem die Zunge, die man doch noch beim Knutschen und französischen Vorspiel einsetzen will. Außerdem verstärken Gewürze den Schweißgeruch, was ich jeden Freitagabend live miterleben darf bei dem haarigen Typen, der während des Cycling-Kurses auf dem Rad neben mir sitzt und spätestens ab dem zweiten Berg so dermaßen nach übler Dönerbude und Verwesung müffelt, dass man am liebsten das Seuchenamt anrufen möchte.

Und entgegen der Phantasie von Männern, die Frauen, wenn man den einschlägigen Filmclips im Nachtprogramm glauben darf, gern mit allen möglichen Flüssigkeiten überschütten, sind die meisten Frauen nur zwischen den Beinen gern feucht. Ansonsten mögen wir Schwitzen gar nicht - es sei denn, der wüstenheiße Wind weht durch die weißen Vorhänge auf unsere Bettstatt, wo sich gerade der blutjunge Antonio Banderas mit glühendem Blick das Wams aufschnürt.

Vorsicht, Fettnapf: Die No-Gos beim Dinner-Date

Dass ich keine überfrachteten Aphrodisiaka wie gegrillte Büffelhoden, soutiertes Affenhirn oder frittierten Walpenis essen möchte, ist ja klar. Ansonsten gilt bei der Auswahl: less is more!

  • Hülsenfrüchte, Kohlsorten oder Rohkost gilt es zu vermeiden, denn das bläht, und wenn auch Muschiwinde beim Stellungswechsel völlig in Ordnung und geruchsfrei sind, pupsen ist es nicht und damit ein totales No-Go beim Ficken.
  • Auch mit Kohlenhydraten und Fett sollte man eher sparsam umgehen, zum einen, um ein todlangweiliges Tussi-Gespräch über gesunde Ernährung zu vermeiden und zum anderen, weil man ja schließlich noch aktiv werden will, hinterher.
  • Das Essen sollte also möglichst leicht sein - aber nicht das Dessert. Frauen, die Süßes mögen, lieben Männer, die es zubereiten können und es auch ohne dummen Spruch ("das trainieren wir ja gleich wieder in der chinesischen Pandawippe ab") servieren.

 

Aus dem Leben der Sophie Andresky

Ich stand mal bei einem Brunchbüffet vor einem grottenhässlichen Koch, der aussah wie eine riesige Nacktschnecke. Er hatte solche Glubschaugen, dass sie in meiner Erinnerung auf Fühlern aus seiner Stirn herauswuchsen. Es hätte mich nicht gewundert, wenn er eins nach vorn und das andere nach hinten hätte drehen können und nach getaner Arbeit wieder mit einem schleimigen Schmatzen in den Gulli geglitten wäre. Aber in dem Moment, in dem er sagte, "unter den kleinen Pyramiden aus dreierlei Mousse au Chocolat befindet sich ein Krokantboden, und in den Profiteroles ist flüssiges Nougat", bekam sogar Bad Boy Snail einen erotischen Anstrich.

Wie man mit dem richtigen Dessert doch noch im Bett landet!

Männer, die Ahnung vom Kochen haben, sind sexy! ©lolostock auf istockphoto.com
Männer, die Ahnung vom Kochen haben, sind sexy! ©lolostock auf istockphoto.com

Ein aufwändiger Nachtisch sagt uns: "Du bist es wert, dass man für dich stundenlang Sahne schlägt, Schokolade im Wasserbad schmilzt und Oma anruft, um zu fragen, wie man Hippen backt und was zum Henker das eigentlich ist. Für dich schütte ich meinen besten Cognac in die Pralinenmischung, ich latsche über den Ökomarkt, nur um das köstlichste Marzipan der Stadt zum tagesaktuellen Goldpreis zu ergattern, und ich wische gern die Küche, in der alles tropft und klebt, wenn es nur ein beseeltes Lächeln in dein Gesicht zaubert."

Übrigens, das fällt mir jetzt ganz nebenher beim Thema Zuckerschock ein: Es sagt viel über einen Mann und seine Tauglichkeit als Hüter von Heim und Höschen aus, wie er mit dem kleinen Keks umgeht, den man in Cafés zum Capuccino bekommt. Bei den ersten Dates zeigt uns ein Mann, der genüsslich sein Plätzchen verzehrt, dass er ein sinnlicher Genussmensch ist, fünfe grade sein lässt und sich souverän genug fühlt, um zu seinen kleinen Schwächen zu stehen. Aber sobald man sich näher gekommen ist, reicht ein wahrer Kavalier den Kaffee-Keks an seine Begleitung weiter. Kleine Geste – sehr sympathisch.

Einen Kaffee gibt es natürlich auch nach dem perfekten Dinner, das ja schließlich heiß und sündig weitergehen soll. Und wenn alles gut gelaufen ist und der Gastgeber sich nicht nur als Held der Pfannenwender, sondern auch als Pfläumchenverkoster, Stängelartist und Körpersaftbereiter bewährt hat, und er zur Krönung sogar noch alleine abspült, dann trinkt man den Kaffee danach am liebsten im Bett beim gemeinsamen Frühstück.

 
 
 
 
 
 

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