Euer Partner hatte einen Unfall-bleibt ihr bei ihm?

 
05. Februar 2012

http://www.joyclub.de/my/1094342.cleopatra77.html (User gelöscht) gerne überlasse ich Dir hier den Status der Threadwächterin.

Keine Ahnung warum Du meine Worte nun explizit auf Dich beziehst, aber dazu wirst Du sicher Gründe haben...und falls ich zu etwas hier konkretes "Wissen" mitgeteilt habe, darfst Du mich gerne zitieren...unglücklicherweise kennst Du auch nichts aus meinem Leben. urteilst aber dafür.

Im Gegensatz zu Dir maße ich mir auch nichts an, sondern erlaube mir nur einige der Aussagen in Zweifel zu ziehen bzw. skeptisch zu hinterfragen. Das sollte in so einem Forum doch im Rahmen der sachlichen Diskussion auch bei sensiblen Themen zulässig sein oder?

Kein Grund für Dich -mal wieder- aus dem Vollen zu schöpfen und auf Angriff überzugehen...aber das ist nichts Neues leider.




el_don.
 
05. Februar 2012

gut ist dieser thread bald voll.

den nächsten bitte dann über:

* Als ich in einer schwierigen Situation war und vom Partner verlassen wurde

* Warum ich meinen Partner trotzdem verliess

*Warum mir die notwendige Unterstützung fehlte.

Hoffentlich schreiben dann nur Leute mit Ahnung. Danke
 
05. Februar 2012

@ adular: Vielleicht machst du dafür den Anfang!? Ich würd mich auch freuen wieder etwas mehr Inhalt als "Schlumpfzeigefingermentalität" zu lesen...von Leuten mit Ahnung. *top*

@ eldon: Ich habe nichts auf mich bezogen, ich hab nur ein Problem damit wenn Menschen Werte "diktiert" und abgesprochen werden...vielleicht sparst Du Dir zukünftig einfach besser "Vergleiche"...die in ADS Foren besser angebracht wären!

@ all: Wir alle haben schließlich unsere innere Einstellung zum Thema, jeder sieht und handhabt es anders aufgrund seiner Liebe und Kraft.

Ich kann nur für mich sprechen, und habe leider sehr viele liebe Menschen in den letzten Jahren verloren. Ob ich Familie, Freundschaft, oder Partnerschaft drüberschreibe...das Gefühl und die Verbundenheit dazu sind entweder tiefer oder nicht.

Somit auch die Verantwortung und Kraft die ich dazu in mir trage.
Da ich aus privaten Gründen hier nicht weiter im Detail drauf eingehen möchte, weiß ich auf jeden Fall wie es ist wenn man jahrelange Leidenswege von geliebten Menschen begleiten muss. Mit vielen Tränen, Sorgen, Erinnerungen aber auch sehr viel Dankbarkeit diese gute Seele gekannt und erlebt zu haben. *traurig*

"Jeh mehr der Brunnen gebraucht wird, je mehr gibt er Wasser."
Im ganzen Leben kommt es auf Liebe *herz*, Verantwortung und Charakter (Werten) an. Aber vorallem diese auch schenken zu können...

In maximierten Konsumzeiten wie heute, ist Verantwortungsgefühl & Liebe leider vom aussterben bedroht. Im Supermarkt/-Internet findet sich schließlich immer was passendes...einsames *wuerg*
 
05. Februar 2012

1. Ich hasse Statments der Art, nur von dem was selbst erlebt hat, hat man Ahnung. Denn

a) gibt es Erfahrungen, die ich nicht meinem ärgsten Feind zumuten möchte

und

b) lernt nicht jeder aus dem was er erlebt hat oder ist falls doch trotzdem nicht in der Lage die Erkenntnis umzusetzen.

2. Meine diesbezüglichen Erfahrungen habe ich hier bereits angedeutet. Das muss reichen. Darüber hinaus hätte auch ich sicher schon in der einen oder anderen Situation mehr Unterstützung geben können oder es wurde mehr von mir erwartet. Oder sie wurde nicht angenommen. Hinzu kommt, dass gut gemeint nicht unbedingt gut ist.

3. Ich habe zu diesem Thema meine Werte. Falsche Erwartungen stelle ich aber keine, weder an mich noch andere. Moralkeule dürfen andere schwingen.

lg
 
06. Februar 2012

Bleiben ja....sowas muss man eh besprechen bevor man heiratet
 
06. Februar 2012

vollkommen richtig!!
ich weiß, was es heißt zu bleiben!! habe dies bis zum bitteren ende durchgemacht. habe es aber auch gern getan::
 
06. Februar 2012

Ich habe mir diese frage auch schonmal gestellt,was würde ich machen wenn??

Für mich steht fest,ich würde auf alle fälle bei ihm bleiben.Denn an meinen gefühlen zu ihm würde sich trotz allem nichts ändern.Ich denke/würde hoffen, man lernt mit der situation zurecht zukommen...und es wird sich nach und nach einspielen.

Ich persönlich würde es traurig finden von dem Partner nur weil ich ungewollt etwas anders geworden bin verlassen zu werden.

auf der anderen seite ist es auch immer eine sache wo man sich fragen sollte...kann ich das?? bin ich so stark um das auszuhalten??

Ich hoffe natürlich,das es bei uns nie der fall sein muss um über soetwas nachzudenken und alle Fam.- Mitglieder Gesund bleiben.

LG Steff
 
06. Februar 2012
31 Jahre nach dem Unfall

Wir haben uns nun alle Antworten durchgelesen und sind erstaunt wieviele Ihren Partner nicht verlassen würden,obwohl es in der Welt anders aussieht.Es ist nicht immer leicht,wenn jedes Jahr neue Probleme dazu kommen und man weiß nicht wie es enden wird.
Nun ich habe mich daran gewöhnt,das er 76 Op hinter sich hat und alle eigentlich gut verlaufen sind.Aber nun steht schon wieder eine an(2 Bandscheibenversteifung)und wie wird es danach sein.NATÜRLICH verlass ich Ihn nicht nur auch wir werden Älter und ob da alles noch so gut verläuft wie jetzt weiß auch niemand.
Bedeutet nicht das er Hilflos oder Pflegebedürftig ist so wie manche Denken hier.Muß Ihn manchmal zügeln das er es nicht Übertreibt.
Es ist egal wie man Aussieht,ob Arm oder Reich,alt oder jung die hauptsache ist das man GESUND ist.
 
14. Februar 2012

Nichts, was einem selbst widerfährt, ist unerträglich

Antoine de Saint-Exupéry in Links nur für Mitglieder
 
04. März 2012
Idealismus vs. Realität

…keine Frage ich würde auf alle Fälle bei meinem Mann bleiben, egal ob er geistig oder körperlich behindert wäre.

Ich habe hier stellvertretend eines der inbrünstigen Zitate herausgepickt, ohne damit den Inhalt werten zu wollen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sich kaum einer hier, der bisher nicht mit einer solchen Situation konfrontiert war, es sich wirklich bewusst macht, was es definitiv bedeutet einen schwer pflegebedürftigen Partner weiterhin zu versorgen.

Ich meine damit nicht die Auslagerung in ein Pflegeheim mit kurzweiligen Besuchen, sondern die häusliche eigenständige Pflege, egal ob mit oder ohne Unterstützung. Die enorme tägliche Belastung, die dies mit sich bringt, können nur selbst Betroffene nachvollziehen.

Wenn neben den geistigen Einschränkungen, die eine sinnvolle Kommunikation unmöglich machen, Wesensänderungen mit massiven Stimmungsschwankungen stattfinden und die gesamte Verbitterung über den eigenen Zustand sich an dem pflegenden Partner entläd, weil er nun den einzigen Bezugspunkt darstellt und kein anderes Ventil mehr vorhanden ist. Aussagen wie: "Wenn das alles zu belastendend für dich ist, dann bring dich doch um – du Arschloch", gehören da noch zur harmloseren Sorte.

Es ist auch sehr fraglich, wie lange der hier vorgetragene Idealismus anhält, wenn es ans Eingemachte in der Pflege geht. Wenn z.B. beim Partner keine gesteuerte Darmtätigkeit mehr stattfindet und die Exkremente dadurch halb aus seinem Hintern heraushängen. Da wird die persönliche Ekelgrenze – auch die zu dem ehemals geliebten Partner – ganz schnell überschritten.

Umso belastender auch durch die Gewissheit, dass solche oder ähnliche Situationen von nun ab zur tagtäglichen Gewohnheit werden müssen und dass dies zukünftig das Leben bestimmen wird. Früher oder später geht man auf dem Zahnfleisch und möchte nur noch, dass das alles aufhört.
 
04. März 2012

Gestern ist mein Nachbar von seiner sogenannten "Lebensgefährtin" verlassen worden.. ja, sie hat sich selbst so bezeichnet. Am Montag hatten ihm die Ärzte erklärt, dass ihm der Tumor in der Leber noch ein Jahr lassen würde, mit Chemo und Bestrahlung vielleicht zwei. Bis vor vier Jahren hatte er über 6 Jahre lang seine Frau gepflegt, ebenfalls mit Krebs, das volle Programm. Vor zwei Jahren hatte er dann die neue Frau kennengelernt.

Ich hab ihn in den Arm genommen und ihm das erste mal gesagt, wie sehr ich ihn bewundert habe für die Leistung seiner Pflege an seiner Frau. Er sagte nur, er hätte doch keine Wahl gehabt, er liebte sie doch. Ein Moment, um mal zu weinen..
 
04. März 2012
Wenige Worte

Manchmal gibt es kaum Trost für die Dinge, die passieren.

Sei ihm ein guter Nachbar.

Gut, dass jetzt Frühling wird.
 
04. März 2012
nachvollziehbar

hallo ich habe auch schwere zeiten hinter mir. meine frau ist innerhalb von einem jahr verstorben. wir wollten in urlaub fliegen und 8 wochen vorher war alles andersa. man hat bei einer routineuntersuchung krebs festgestellt und nach 13 monaten war ich allein. die letzen tage warn echt schlimm, aber wenn man einen menschen sehr liebt , ist das alles ertragbar. nun muß das leben weitergehen obwohl es schwer fällt. ich wünsche mir liebevolle und zärtliche menschen um mich die das alles verstehen und mir meinen lebensmut wiedergeben.
rewotel
 
31. März 2012

Ich kann mir nicht vorstellen, meinen Mann zu verlassen, weil er plötzlic durch einen Unfall behindert ist.
Klar, das Pflegen ist eine enorme Belastung und würde mich vielleicht je nach Schwere angreifen - das Bedürfnis nach sexueller Befriedigung würde sich wahrscheinlich eine Zeit lang verabschieden. Und später gibt es sicher viele andere Wege, die Sexualität wieder in die Gänge zu bringen.

Wenn es mich körperlich nicht gerade vernichtet, kann ich mir aber nicht vorstellen, ihn zu verlassen oder nicht mehr zu lieben. Weder nach kurzer oder längerer Zeit.

lg
 
31. März 2012

Puh...ein sehr schweres Thema.

Der Romantiker in mir will gerne sagen, dass er in jedem Fall zu seinem Partner stehen wird, ganz gleich was ihm wiederfährt. Erst recht wenn ich hier Beiträge wie den von Kaiserschmarrn lese...

Für Sexualität gebe es sicher auch andere Möglichkeiten (wir nehmen das ja beide schon jetzt nicht so genau ;)) wobei es sicher auch die Beziehung belasten würde, wenn da gar nichts mehr möglich wäre.

Trotzdem denke ich, das ich bei einer körperlichen Behinderung schon versuchen würde bei meinem Partner zu bleiben. Aber man weiß natürlich nie 100% wie man im Ernstfall wirklich reagieren würde. Gerade wenn die Behinderung schwer ist und einem zum 24/7 Pfleger macht, kann das sicher auch zu einer großen Belastung oder auf längere Sicht auch zum zum Ausgangspunkt einer handfesten Depression werden.

Im Falle einer geistigen Behinderung kommt ja noch erschwerend die Frage hinzu, inwiefern noch eine Kommunikation mit seinem Partner möglich ist und wie stark sein Wesen und seine Persönlichkeit durch diese Veränderung "verzerrt" sind.

Ich bewundere jeden, der die Kraft aufbringt in so einer Situation zu seinem Partner zu stehen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das ein sehr harter Weg werden kann.

lg
Python

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