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Schmerzfabrik
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Was haltet ihr von Hedonismus?58
Ich will noch mal ein kontroverses Thema ansprechen: Was haltet ihr…
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Wie haltet ihr den Schmerz aus?

**********tchen Frau
3.389 Beiträge
Zitat von *******_nw:
Jetzt wo ich hier so viel gelesen habe, frage ich mich, ob ich es mir unnötig schwer mache. Ich neige dazu sehr viel zu zappeln. Und mein Herr ist niemand der "filigran" (mir fällt gerade kein passendes Wort ein) zuschlägt. Bei ihm geht es direkt von 0 auf 100 und wenn ich viel zappel, geht auch mal der ein oder andere Schlag daneben. Was auch sehr schmerzhaft werden kann.
Vielleicht sollte ich wirklich mal mehr atmen oder die Technik von @****aSw ausprobieren.

Ich verwende jetzt einen Begriff, den ich vor kurzem von einem Top "aufgeschnappt" habe:
"Duldungsstarre" könnte dir in der Tat helfen. Versuche es doch mal mit Konzentration und Fokus. Zu Beginn neige ich auch dazu, den Hieben auszuweichen. Wenn mein Gegenüber mich dann anweist "still zu halten", dann füge ich mich dem und dieses "Inne halten" und sozusagen "Loslassen des inneren Kampfes" hilft tatsächich sehr, Schmerz anzunehmen und in den Space zu kommen.
Es gibt ja eben dieses Modell, wie der Körper bei Stress reagiert. Zunächst schaltet sich wohl der Flucht-Reflex ein und wenn einem die Ausweglosigkeit bewusst wird, dann schaltet sich der "Überlebensmodus" ein, indem man erstarrt und erduldet. Vielleicht ist es tatsächlich ein Stück weit ein dissoziativer Zustand, aber eben positiv konnotiert und nicht wie bei traumatischen Erlebnissen..
****ula Mann
623 Beiträge
Zitat von **********tchen:
Bei einer herausfordernden Schmerz-Session gibt es zunächst einen inneren Struggle. Wenn die Ausweglosigkeit akzeptiert ist, folgt ein Gefühl des Loslassens und dann lasse ich mich sozusagen in den Schmerz hineinfallen und auf den Wogen der Schmerz-Wellen davongleiten.
Mir hilft definitiv der Fokus auf seine Stimme bzw. seine Nähe, die mich ermutigt, Mehr auszuhalten. Und ja, bei manchem Schmerz hilft es, diesen ein Stück weit "wegzuatmen"..

Zitat von ****tef:
Sie schreibt
Als masochistin mit sehr wenig devot Anteil, kann ich nur sagen, daß ich mir unangenehmen Schmerz NICHT aushalte. Am Anfang eines Spankings kann ich den Schmerz veratmen, eine Art Yoga-Atmung. Das geht aber schnell in Genuss und Trance über. Bei schlechter Tagesform (abgelenkt weil Z.B. ärger im Job und zu viele Gedanken) kann es vorkommen daß ich das gleiche nicht ertrage, mich nicht fallen lassen kann. In solch einer Situation sollte man sich nicht scheuen die Session abzubrechen und stattdessen auszuhalten. Das würde mir jede Folgesession vermiesen

Ja. Darum ist es kein Schmerz wie Zahnweh oder so. Das Lesen des Doms in all den Situationen, das Vertrauen der Sub sind Voraussetzungen, all diese Schmerzen der Lust herbeizuführen und zu "ertragen" da sie süchtig machen.
**********lavin Paar
648 Beiträge
Zitat von *******horn:


Aber mental ist nicht zu unterschätzen: der Drang zu gefallen und stolz zu machen, der Kontrast zu Zärtlichkeiten währenddessen und danach, das Wissen um den Rausch, der kommen kann...

Genau das schwingt bei mir auch immer mit. Vor allem das Gefühl wenn mein Herr, so sadistisch er gerade war, ganz anerkennend und zärtlich die Spuren streichelt oder küsst. *wolke7* In diesen Momenten liebe ich ihn einfach.

Sklavin S
*******_nw Frau
317 Beiträge
Zitat von **********lavin:


Genau das schwingt bei mir auch immer mit. Vor allem das Gefühl wenn mein Herr, so sadistisch er gerade war, ganz anerkennend und zärtlich die Spuren streichelt oder küsst. *wolke7* In diesen Momenten liebe ich ihn einfach.

Sklavin S

Ja, das Gefühl kenne ich auch. Aber bei uns ist es auch oft ein ständiger Wechsel. Mein Herr hält dann inne, streichelt mir ganz sanft über meine Spuren um dann im nächsten Moment reinzukneifen. Oder er streichelt mir ganz sanft die Tränen aus dem Gesicht, um mir im nächsten Moment eine Ohrfeige zu geben. In seinen Augen ist dann immer entweder Zärtlichkeit oder Lust, fast schon Gier (manchmal auch beides).
Genau diese Momente geben mir zwischendurch wieder Kraft.
********e_89 Frau
396 Beiträge
Wow! Ein spannendes Thema!
Danke dafür 🌻

Ich hab fasziniert alle Antworten gelesen. Danne für die Einblicke in Eure Gefühlswelt ❤️

Ich halte gar nicht aus.
Es ist entweder ein Schmerz, den ich geniesse. Wenn ich geil bin, kann der Schmerz auch ziemlich weit gehen. Dann dränge ich dem Schmerz entgegen, freue mich darauf, ziehe msximal zischend die Luft ein, fühle rein, geniesse und freue mich auf den nächsten Schmerzimpuls...
Ist es aber ein Schmerz, den ich nicht geniesse, wehre ich mich. Mit allem was ich habe. Ich fletsche die Zähne, schreie, zapple, trete, beisse, kratze... Wenn ich die Ausweglosigkeit erkenne, folgt Akzeptanz. Und dann kommen die Tränen.
Aber niemals leide ich leise. Nicht mehr.
****is Frau
41 Beiträge
Ich antworte mal auf die Eingangsfrage und lese die ganzen Antworten erst danach.
Grundlage ist erstmal Vertrauen in den Top. Das bewältigt zwar noch keinen Schmerz, doch es ist hilfreich, sich keinen Kopf darum machen zu müssen, ob das Gegenüber wohl weiß, was er tut und was er mir zumuten kann.
Als nächstes ist ganz wichtig, den Schmerz auch haben zu wollen. Ich weiß nach all den Jahren, dass ich den Schmerz will, ihn für meine Lust brauche, und ich weiß, dass ich manchmal erst dann Lust empfinde, wenn ich völlig am Ende bin und die Session vorbei ist.
Hilfreich ist auch zu wissen, dass ich selbst in der Lage bin, einiges an Schmerz zu bewältigen.
Das alles ändert natürlich nichts daran, dass die Session sehr herausfordernd werden kann. Jammern ist da irgendwann eine normale Reaktion. Ich weiß dann, ich komme langsam auf Betriebstemperatur.
Pausen nutzen, um mich selbst zur Ruhe zu bringen. Wenn es schwierig wird, irgendwie durchlaufen lassen.
Das klingt jetzt alles so idealtypisch und leicht. Doch wenn alles leicht wäre, müsste man nicht von Masochismus sprechen. Ja, ich habe mich jetzt nur auf Masochismus bezogen. Welche Rolle möglicherweise Devotion spielt, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht.
**Su Paar
1.098 Beiträge
Bei mir ist eine Spanking-Session sowohl eine Konzentrationsübung um meinen Kopf völlig frei zu bekommen, und gleichzeitig ist es für mich eine Challenge möglichst lange den Schmerz zu ertragen (um den gedankenfreien Zustand möglichst lange zu halten).

Dabei kann ich den Schmerz anfangs gut wegatmen (drei Spontangeburten sei Dank 😅). Meist summe ich in Endlosschleife irgendeinen Song in mich hinein, der gut zum Schlagrythmus passt.
Wird der Schmerz unangenehmer summe auch ich beim Ausatmen. Und wenn sich der Schmerz weiter steigert, fange ich irgendwann an auf der Stelle zu tänzeln.
Das dauert aber recht lange, ich empfange gerne lange still.

Wenn der Schmerz gleichmäßig gesteigert wird, komme auch ich in Trance - meine persönliche Wattewolke -, da ich aber dabei um ein Vielfaches schmerzunempfindlicher werde und auch schnell mal abkippe, weiß mein Mann das sehr zuverlässig zu verhindern... Leider! 🥺
****eth Paar
765 Beiträge
Mir hilft es, wenn mein Herr zwischendurch meinen Mund fickt. Das hat eine unglaublich beruhigende Wirkung auf mich, warum auch immer.

Manchmal, wenn ich mich wehre oder rumzappele hilft es mir, wenn mein Herr eine kurze Pause macht und mir einfach befiehlt, wieder in meine Position zu gehen. Dieses Gefühl, "zurückgekrochen" zu kommen und mich freiwillig wieder weiterschlagen zu lassen, mag ich sehr. Da ich mir mein Schicksal ja offensichtlich selbst ausgesucht habe, fällt es mir leichter.

Beim Schlagen nicht die Luft anhalten, sondern ausatmen, dass machen wohl die meisten, dabei zu summen muss ich mal ausprobieren.

Mir hilft es auch, wenn mein Herr sagt, wie gut ihm das gefällt und dass er am liebsten einen rot gepeitschten Körper fickt ... das ist für mich eigentlich die grösste Motivation. Weil es zeigt, wie sehr es ihm gefällt. Und weil so eine Belohnung winkt, die mein Herr mir wie eine Karotte vor die Nase hält.
**********tchen Frau
3.389 Beiträge
Zitat von ****eth:


Manchmal, wenn ich mich wehre oder rumzappele hilft es mir, wenn mein Herr eine kurze Pause macht und mir einfach befiehlt, wieder in meine Position zu gehen. Dieses Gefühl, "zurückgekrochen" zu kommen und mich freiwillig wieder weiterschlagen zu lassen, mag ich sehr. Da ich mir mein Schicksal ja offensichtlich selbst ausgesucht habe, fällt es mir leichter.


Das kann ich absolut unterstreichen! Aber auch die anderen Aspekte *zwinker*
****ni Frau
954 Beiträge
Wegatmen und summen, sollte ich vielleicht auch mal probieren *g*

SM-Session:
Ich fluche, schimpfe, brülle, wimmere oder schnaube. Solange ich das tu, weiss mein Partner dass alles in Ordnung ist und haut mich bis ich ruhig (und selig) bin *grins*

In einer wellness-session, schlägt er nur so das ich schnell in den Flow komme und da muss ich nix aushalten, das geniess ich dann einfach.
Wenn es richtig hart kommt, fauche ich wie eine Großkatze und wenn ich etwas Spielraum habe, weil "nur" angekettet, gehe ich auch mal die Wand hoch oder zerlege ein Andreaskreuz das nicht stabil genug ist.
Ein Schwerlastdübel flog auch mal aus der Wand *augenzu*
MyLady hat hinterher glaubhaft versichert, "wir waren es nicht" *engel*
*******_nw Frau
317 Beiträge
Zitat von **********Lilly:
Wenn es richtig hart kommt, fauche ich wie eine Großkatze und wenn ich etwas Spielraum habe, weil "nur" angekettet, gehe ich auch mal die Wand hoch oder zerlege ein Andreaskreuz das nicht stabil genug ist.
Ein Schwerlastdübel flog auch mal aus der Wand *augenzu*
MyLady hat hinterher glaubhaft versichert, "wir waren es nicht" *engel*

Das kenne ich. Mein Herr darf mich nicht mit den Beinen ans Kreuz fesseln. Sonst reiße ich das aus der Wand. *traenenlach*

Er meinte schon, dass er sich in der nächsten Wohnung was überlegt, damit es auch für mich stabil genug ist.
***_E Frau
819 Beiträge
Zitat von *******_nw:
Zitat von **********Lilly:
Wenn es richtig hart kommt, fauche ich wie eine Großkatze und wenn ich etwas Spielraum habe, weil "nur" angekettet, gehe ich auch mal die Wand hoch oder zerlege ein Andreaskreuz das nicht stabil genug ist.
Ein Schwerlastdübel flog auch mal aus der Wand *augenzu*
MyLady hat hinterher glaubhaft versichert, "wir waren es nicht" *engel*

Das kenne ich. Mein Herr darf mich nicht mit den Beinen ans Kreuz fesseln. Sonst reiße ich das aus der Wand. *traenenlach*

Er meinte schon, dass er sich in der nächsten Wohnung was überlegt, damit es auch für mich stabil genug ist.

Ich gehöre auch in die Kategorie „ooopsi kaputt“
Ich bin jedes Mal aufs Neue erstaunt wie viel Kraft ich in so einem Moment aufbringen kann.
Schämt Euch aber auch @*******_nw und @**la e_l *schimpf*

So ist das, wenn Top noch keine Arbeitsschutzschulung hatte ^^
***_E Frau
819 Beiträge
@**********Lilly zu meiner Verteidigung:
Alles was an der wand fixiert ist, ist bombenfest. In meinem falls war’s der „Thron“ der ein unschönes knacken von sich gab *engel*
Oh weh, Du hast am Thron gerüttelt. *schock*

Das ist ja noch Verwerflicher und bestimmt keine Verteidigung.
Bei mir brauchst Du aber nicht um Strafe betteln, da kommt nix. 😂
***_E Frau
819 Beiträge
Wenn der Herr so ein schönes Stück herstellt und mich dran kettet ist es eben ein Risiko *augenzu*
Womit wir wieder hier wären:

BDSM: Wie haltet ihr den Schmerz aus?

Aber am Ende sind eh die subbies Schuld.
Komm lass uns umschulen gehen *cool*

Heimlich einen Aufstand anzettelt *hihi
Um nochmal sachlich zu werden.
Ich bin wenig bis kaum maso, was meine Tops auch immer wussten und zumeist auch respektierten.

Demzufolge gelingt es mir nur höchst selten zu "fliegen",
aber ich kenne den Flow und weiß wie es ist um nonverbal um mehr zu betteln. (Po rausstrecken u.ä. Gesten)
Der Schmerz wird dann tatsächlich in Lust umgewandelt.
Die Tränen wandeln sich quasi zu lustvollen Freudentränen.

Aber am schönsten sind die Momente danach.
Wenn man zerschunden und vollkommen fertig zu Ihr (in meinem Fall halt) gekrochen kommt und dankbar seinen Kopf in den Schoss betten darf.

Dieser tiefe Augenblick der Dankbarkeit ist es bei mir, der erst den Wunsch nach einer Wiederholung auslöst.
****is Frau
41 Beiträge
Zitat von ****eth:

....... und mir einfach befiehlt, wieder in meine Position zu gehen. Dieses Gefühl, "zurückgekrochen" zu kommen und mich freiwillig wieder weiterschlagen zu lassen, mag ich sehr. .......
Mir hilft es auch, wenn mein Herr sagt, wie gut ihm das gefällt und dass er am liebsten einen rot gepeitschten Körper fickt ... das ist für mich eigentlich die grösste Motivation. Weil es zeigt, wie sehr es ihm gefällt. Und weil so eine Belohnung winkt, die mein Herr mir wie eine Karotte vor die Nase hält.

*genau* Das sind wohl so Strategien aus devoten Beweggründen heraus. Danke dafür. Das hätte ich so gut gar nicht formulieren können!
Dabei fiel mir gerade noch ein. Es gab eine Zeit in meinem SM-Leben, da haben wir viele Session-Fotos gemacht und hochgeladen. Und bereits während der Session habe ich daran gedacht, welche Fotos ich wohl hochladen werde und wie ich die betiteln werde. Das war ein Kopfkino für sich während die Session lief. Und das hat mich wohl damals auch beflügelt. Ich bin damals deutlich schmerzresistenter als heute gewesen, und ich frage mich gerade, ob das auch etwas mit dieser damaligen Strategie zu tun gehabt haben mag.
Innere Bilder können also sehr wirkungsvoll sein, sei es die Vorstellung, ich lade geile Bilder hoch oder die Vorstellung, mein Top erfreut sich gerade an meinem Anblick.
****is Frau
41 Beiträge
Zitat von **********Lilly:
Wenn es richtig hart kommt........ gehe ich auch mal die Wand hoch oder zerlege ein Andreaskreuz das nicht stabil genug ist.

Zitat von *******_nw:
Das kenne ich. Mein Herr darf mich nicht mit den Beinen ans Kreuz fesseln. Sonst reiße ich das aus der Wand.

Hier habe ich mich gefragt, inwieweit es sich um Strategien handelt, den Schmerz zu bewältigen?
Ich kenne das von mir zumindest aus früheren Jahren auch. Zwar habe ich keine Dübel aus der Wand geholt, doch immerhin meine Hände aus den Handfesseln gezogen oder bin mit den Beinen herumgetanzt, obwohl das nicht gern gesehen war. Was mich an der Stelle betrifft, würde ich ja sagen, das war eher Ausdruck davon, dass ich da grad keine Strategie angewandt habe. Ich habe mich weder um Disziplin bemüht, noch habe ich mich submissiv in die gewünschte Haltung gefügt, und Strategien um meinen Masochismus gut leben zu können, hatte ich damals noch keine gefunden, zumindest nicht bewusst.
Doch nur weil drei Leute ähnliche Dinge tun, müssen sie das ja nicht aus denselben Gründen heraus tun. Deswegen frage ich. *nachdenk*
Man kann sich natürlich auch am Ende einer Session befinden, und der Stresspegel, Schmerzpegel oder was auch immer, ist derartig hoch, dass alle Strategien aufgebraucht sind. Da wird es dann immer enger mit der Bewältigung *mrgreen*
Zitat von ****is:
Zitat von **********Lilly:
Wenn es richtig hart kommt........ gehe ich auch mal die Wand hoch oder zerlege ein Andreaskreuz das nicht stabil genug ist.

Ich bin da eher impulsiv und bestimmt nicht strategisch.
Und ich wollte auch höchstens einen Ratschlag geben, wie man es nicht machen sollte.

Hilft Dir jetzt nix. Weiß und verstehe ich. *sorry*
*******_nw Frau
317 Beiträge
Zitat von ****is:
Zitat von **********Lilly:
Wenn es richtig hart kommt........ gehe ich auch mal die Wand hoch oder zerlege ein Andreaskreuz das nicht stabil genug ist.

Zitat von *******_nw:
Das kenne ich. Mein Herr darf mich nicht mit den Beinen ans Kreuz fesseln. Sonst reiße ich das aus der Wand.

Hier habe ich mich gefragt, inwieweit es sich um Strategien handelt, den Schmerz zu bewältigen?
Ich kenne das von mir zumindest aus früheren Jahren auch. Zwar habe ich keine Dübel aus der Wand geholt, doch immerhin meine Hände aus den Handfesseln gezogen oder bin mit den Beinen herumgetanzt, obwohl das nicht gern gesehen war. Was mich an der Stelle betrifft, würde ich ja sagen, das war eher Ausdruck davon, dass ich da grad keine Strategie angewandt habe. Ich habe mich weder um Disziplin bemüht, noch habe ich mich submissiv in die gewünschte Haltung gefügt, und Strategien um meinen Masochismus gut leben zu können, hatte ich damals noch keine gefunden, zumindest nicht bewusst.
Doch nur weil drei Leute ähnliche Dinge tun, müssen sie das ja nicht aus denselben Gründen heraus tun. Deswegen frage ich. *nachdenk*
Man kann sich natürlich auch am Ende einer Session befinden, und der Stresspegel, Schmerzpegel oder was auch immer, ist derartig hoch, dass alle Strategien aufgebraucht sind. Da wird es dann immer enger mit der Bewältigung *mrgreen*

Hm.. Also im SM Kontext bin ich grundsätzlich nie um Disziplin bemüht. *traenenlach* Ich bin einfach keine sub, die sich diszipliniert hinkniet und still und dankbar Schläge in Empfang nimmt. Das ist einfach nicht meine Art. Im Alltag bin ich diszipliniert und (meist) unterwürfig. Aber sonst bin ich sehr körperlich und zeige auch vollen Körpereinsatz. Sei es beim Sex oder beim SM. Und mein Herr braucht das auch. Alles andere wäre ihm zu langweilig. Uns ist beiden die ganze Zeit klar, dass ich ihm hilflos ausgeliefert bin. Dass ich mich wehren kann wie ich will und es dennoch kein Entkommem gibt.
Und vielleicht ist das auch mehr als nur meine Art sondern auch schon eine Strategie. Ich steigere mich in den Schmerz hinein. Zappel, schreie, bin wild, weine und bettel. Der Schmerz ist nichts was ich genieße, es ist eher wie eine Katharsis. Ich bin komplett ausgefüllt von Schmerz. Und sobald mein Herr aufhört bin ich zum einen körperlich sehr erregt aber zum anderen auch sehr entspannt.

Nichtsdestotrotz will ich es mal ausprobieren, wie sich der Schmerz anfühlt wenn ich kontrollierter atme oder summe etc. Einfach um zu gucken, wie das so ist. *nixweiss*
****is Frau
41 Beiträge
@**********Lilly:
*danke* für Deinen Kommentar! Ok, ähnlich wie ich damals, hast Du da auch keine Strategie angewandt, als Du das Kreuz aus der Verankerung geholt hast. Ja, impulsiv sind wir ja manchmal, wenn uns etwas geboten wird, das wir zu bewältigen haben und uns vielleicht keine ausreichenden Strategien zur Verfügung stehen. Kenne ich auch.
Ob mir Deine Antworten helfen, muss Dich nicht unbedingt kümmern. Trotzdem nett, dass es Doch offenbar kümmert *g*
Darf ich Dich nach Deinen Zielen fragen? Also, was ich meine ist..... Wenn ich maso bin, will ich mehr oder weniger leiden und werde den dargebotenen Schmerz vermutlich bewältigen wollen. Wenn ich submissiv bin, werde ich vielleicht den Wünschen meines Top Folge leisten wollen. Und ich habe gelernt, Masochismus und Submissivität kann gleichzeitig in einer Person vorhanden sein oder auch nicht. Wenn ich Dich oben richtig gelesen habe, bist Du wohl eher nicht maso. Du hast jedoch eine Lady. Daher ist meine Vermutung, Du wirst wohl submissiv sein. Du musst wohl nicht oft durch eine Session mit Schmerz. Doch im oben beschriebenen Beispiel am Kreuz scheint es mal so gewesen zu sein *mrgreen*

Noch eine Schleife.... Die sub aus dem Paar Mylaeth hier in dem Thread hat oben wunderbar beschrieben, wie sie mit devoten Strategien dem Schmerz begegnet. Sie schreibt das nicht, doch ich unterstelle ihr mal, dass sie irgendwie auch ein wenig maso sein muss, denn sonst würde ihr das trotz ausgeprägter Submissivität kaum gelingen. Du, Lilly, bist nicht oder kaum maso, und Deine Lady schickt Dich in eine Schmerz-Session.

Meine Frage an Dich ist, was ist Dein Ziel in dieser Lilly-Lady-Verbindung und was ist Dein Ziel in einer solchen Schmerz-Session? Und bitte fühle Dich frei, meine Fragen nicht zu beantworten, wenn Sie Dir zu persönlich sind.
****is Frau
41 Beiträge
@*******_nw:
*danke*auch Dir für Deinen Kommentar! Sehr interessanter Einblick in Deine Gefühlswelt. Und schön dass es damit so gut harmoniert zwischen Dir und Deinem Herrn.
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