
Das Frauenmotiv des Monats Juni in unserem JOYclub-Kalender für das Jahr 2011 steuerte der Fotograf Heiko Polaczek bei, der in unserer Community als Askaban unterwegs ist und den wir euch in diesem Portrait etwas näher vorstellen wollen.
Hier erfahrt ihr alles über Heiko, der behauptet, dass jeder Mensch fotogen sei und dass es schlicht und ergreifend nur an dem jeweiligen Fotografen läge, dies zu erkennen und die richtige Szene für "das Model" zu finden.
Natürlich präsentieren wir euch auch einen umfassenden Einblick in sein Repertoire an Aktfotos.
Viel Spaß!
- Inhaltsverzeichnis
- Der Mensch hinter dem Aktfotograf
- Askabans langer Weg zur Fotografie
- Ideen für seine Aktfotos kommen spontan, wenn er das Model sieht
- Humor, Erotik und das Kopfkino
- Askabans Werkzeuge für erotische Fotos
- Ein Aktfoto-Shooting mit Askaban
- Öffentliche Bühnen für Askabans Aktfotos
- "SAW" fotografisch neu interpretiert – das bringt die Zukunft
- Aktfoto-Shootings voller Menschlichkeit
- Kommentare
Der Mensch hinter dem Aktfotograf
Mein Name ist Heiko Polaczek und geboren wurde ich 1974 im schönen Münsterland. Als gelernter Dachdecker und Informatiker (ITSE) habe ich schon immer viel mit der Kreativität spielen dürfen. So habe ich für Spielehersteller als auch PC Magazine PCs gebaut und nach meinen Vorstellungen für Promotionzwecke umgebaut.
Zusammen mit meiner Familie (wir haben einen 16jährigen Sohn) lebe ich ein ruhiges, aber dennoch spannendes und aufregendes Leben. Tagsüber gehen meine Frau Karina und ich unserer regelmäßigen Arbeit nach und abends beantworte ich Shooting Anfragen oder bearbeite noch das ein oder andere Bild, um dann mit meiner Frau auch mal ein Gläschen Sekt zu heben oder einfach die Seele baumeln zu lassen.
Wir sind der Meinung, dass die heutige Zeit viel zu hektisch und schnell ist. Deswegen nehmen wir uns immer Zeit für uns und unseren Hund Cindy.
Askabans langer Weg zur Fotografie
Der Weg bis dato war ein langer Weg, da ich die Fotografie schon seit über 16 Jahren betreibe. Ausschlaggebend für die Menschenfotografie war unser erstes Paarshooting bei unseren Freunden Frauke und Florian Schiller, hier im JOYclub bekannt als f_schiller, da ich zuvor "nur" Tiere und Landschaften sowie ungewöhnliche Augenblicke fotografiert habe.
Ich habe begonnen, die Menschen mit einem anderen Auge zu sehen. Im Alltag sehe ich beispielsweise immer wieder viele Menschen, die ich automatisch vor meinem inneren Auge mit Szenen oder Portraits verbinde. So kann es schnell passieren, dass ich jemanden unbewusst anstarre. Zitat meiner Frau: "Das ist manchmal nervig beim Einkaufen."
Für meine Frau und mich ist jedes Shooting ein Erlebnis und es gibt immer viel zu entdecken. Als ich dann meine erste Shooting Dame fotografiert hatte, war diese so begeistert, als sie die bearbeiteten Bilder erhielt, dass sie mich mit folgenden Worten anrief: "Heiko, Du bist wie Harry Potter, du kannst die Menschen verzaubern." Da wusste ich, dass es der richtige Weg für mich war. Und genau das wurde mir im Laufe der Jahre immer deutlicher. Somit wäre auch das Geheimnis, wo der Nick "Askaban" eigentlich herkommt, gelüftet.
Ideen für seine Aktfotos kommen spontan, wenn er das Model sieht
Bestimme Motive gibt es für mich nicht. Es verwundert sehr viele, dass ich von meinen "Models" keine privaten Bilder aus dem Alltag vor einem Shooting brauche. Sobald ich die Haustür öffne, weiß ich schon, welche Bilder entstehen können. Das ist sehr hilfreich für Menschen, die nicht wissen, welche Bilder sie eigentlich möchten.
Ich lege Wert darauf, die Bilder entsprechend an die Models anzupassen. Wenn jemand einen Fetisch hat, versuche ich diesen hervorzuheben. So können sowohl erotische Bilder als auch Fetisch- sowie Gruselszenen entstehen. Es ist immer wieder schön zu hören, dass im Nachhinein Models sagen: "Boah, das bin ich?".
Wir sind nicht die typischen Bunny-Fotografen und wollen das auch nicht sein. Wir beeindrucken lieber Menschen aus dem Alltag und zeigen ihnen so, dass man sie auch ganz anders sehen kann. So, wie sie sich selber vermutlich nie sehen oder fotografieren würden. Dennoch muss ein gewisser Wiedererkennungswert vorhanden sein und vor allem müssen sich unsere Models mit den Bildern identifizieren können. Das ist unser Ziel: die Seele zu berühren.
Humor, Erotik und das Kopfkino
Der Stil, den meine Frau und ich verfolgen, liegt im geheimen und nachdenklichen Bereich "Kopfkino". Das Spiel mit Licht und Schatten. Ebenso die Lowkey als auch die Highkey Bilder. Dieser Bereich hat uns gefangen. Sicherlich erstellen wir auch erotische Hardcore Bilder, aber auch diese immer verbunden mit ein wenig Humor und Erotik und auch nur mit vorheriger Absprache. Also keine plumpen Bilder, die man an jeder Tankstelle kaufen kann.
Es sei gesagt, dass hauptsächlich ich, Heiko, fotografiere, jedoch meine Frau immer mit Rat und Tat zur Seite steht, auch um den Models Tipps zu geben. Egal ob es um Kleidung oder Schminke geht. Das ist insofern hilfreich, wenn eines meiner Models alleine kommt, da ich selber keines meiner Models berühre. Weder schnüre ich die Corsage noch style ich die Haare. Daher ist es immer hilfreich, wenn bei einem Solo Shooting eine Person des Vertrauens mitkommt. Darauf weisen wir auch immer explizit hin. Aber falls das nicht klappt, ist meine Frau wie gesagt hilfreich an meiner Seite.
Askabans Werkzeuge für erotische Fotos
Im Laufe der Jahre habe ich mir ein professionelles Equipment zusammengestellt, welches von Weitwinkel bis Macro und Fisheye reicht. Ebenso sind drei Studioblitze von Walimex mit einer stufenlosen Einstellung und ein Ringblitz vorhanden. Dazu kommen mehrere Softboxen und vier Stative, die bis auf eine Höhe von vier Metern ausgezogen werden können. Ein Kamerastativ ist auch dabei, genau wie Rückwände in Schwarz und Weiß sowie einiges an Accessoires.
Fotografiert wird mit einer Canon EOS Kamera, die mit einer Auflösung von 15 Megapixeln die Momente festhält. Wir haben den Vorteil, dass sich unser Studio in unserem Haus befindet. So kann man die Kosten gering halten, was natürlich auch den Shooting-Gästen zugute kommt. Die Bearbeitung der Bilder wird mit Photoshop CS4 in Angriff genommen. Da viele unserer Models von sehr weit weg kommen, ist es nicht immer möglich, Outdoor Shootings in Angriff zu nehmen. Ich fühle mich allerdings sowohl im Bereich Indoor im Studio als auch Outdoor heimisch.
Ein Aktfoto-Shooting mit Askaban
Die Kontaktaufnahme für ein Shooting basiert zu 99% auf Mundpropaganda, worauf wir sehr stolz sind. Es sind die Bilder, die die Menschen ins Gespräch bringen und somit auch Askaban. Es ist uns völlig egal, ob dick oder dünn, groß oder klein, alt oder jung und ebenso die Nationalität.
Jeder Mensch ist fotogen und es gibt immer etwas an einem Menschen zu entdecken. Es ist uns wichtig, dass ein Lachen von Herzen kommt und dass eine Berührung bei einem Paar-Shooting nicht gestellt wirkt.
Der Bereich unserer Fotografie ist weitreichend. Von Soloherren- oder Solodamen-Shootings über Paarshootings bis zu Baby- als auch Schwangerenshootings decken wir das gesamte Spektrum ab. Ein Vorgespräch mit unseren Models ist meist aufgrund der Mundpropaganda nicht notwendig. Die letzten Zweifel werden in unserem Gästebuch hier im JOYclub ausgemerzt. Auch darauf sind wir sehr stolz. Auch dass wir nach etwas über drei Jahren JOYclub-Mitgliedschaft auf über 48800 Besucher auf dem Profil von Askaban kommen würden, hätten wir uns nicht träumen lassen.
Nach den Shootings setzte ich mich daran, die TOP Bilder des jeweiligen Shootings auszusuchen. Also Bilder, wo alles (Ausdruck, Licht, etc.) gepasst hat und bearbeite diese dann. Das können 25 aber auch 35 sein. Die Auswahl, die ich meist zusammen mit meiner Frau treffe, stimmt zu 90% mit der Auswahl unserer Models überein. Die bearbeiteten Bilder setzte ich dann auf meinen Server, so dass diese - insofern sie fertig sind (meist dauert das ca. 3-5 Werktage) -, einfach gedownloadet werden können. Nach dem Shooting gibt es immer eine CD mit allen Bildern als JPEG für den Shooting-Gast, damit für weitere Bearbeitungswünsche die Nummern vorhanden sind.
Zudem arbeiten wir immer mit Vertrag zur Absicherung der Bilder. Da wir sehr viele Menschen hier empfangen, die es sich nicht leisten können, dass unvermutet irgendwo in irgendeiner Form eines der Bilder (vielleicht sogar in Verbindung mit dem jeweiligen Namen) auftaucht, arbeiten wir mit solch einem Vertrag. Alle Rechte und Bilder liegen demnach beim Model. Also kein TFP (Time for Print). Sicherlich gibt es dann auch das eine oder das andere Bild, das ich gerne als Arbeitsprobe veröffentlichen würde, dann frage ich aber explizit via Mail nach, ob ich ein Bild nutzen darf.
Öffentliche Bühnen für Askabans Aktfotos
Bisherige Veröffentlichungen und Ausstellungen fanden im FetischXStudio sowie diversen Clubs statt. Eines der schönsten Club-Shootings fand in der SchickeriaDO statt. Die Gegebenheiten dort sind für Fotografen mit Blick für Details einfach immens und vielfältig. Ansonsten habe ich für Werbezwecke die Betreiber diverser Locations fotografiert. In Foren gebe ich gerne Tipps und Hilfestellungen für Lichteinstellungen oder berate auch einfach nur in Hinblick auf eine neue Kamera oder passendes Zubehör.
"SAW" fotografisch neu interpretiert – das bringt die Zukunft
Wir planen in Zusammenarbeit mit Maskenbildnern sowie einem Bühnen Requisiteur in einer alten stillgelegten Psychiatrie eine Nachstellung des Films "SAW". Ein sicherlich enormes Projekt und wir freuen uns darauf. Es werden über zehn ehemalige Models von uns sowie sechs weitere Leute in unserem Team sein. Die Kontakte hierzu entstanden alle über ehemalige Models von uns.
Aktfoto-Shootings voller Menschlichkeit
Wir freuen uns immer wieder, Menschen "ins rechte Licht zu rücken". Wir wollen keine professionelle / kalte Atmosphäre. Wir legen Wert auf Menschlichkeit und nehmen uns für ein Shooting immer die Zeit, die wir brauchen. Somit trage ich auch niemals eine Uhr bei einem Shooting. Es kann sein, dass ein Shooting drei oder auch fünf Stunden dauert.
Ein Gespräch mit Kaffee und anderen Knabbereien ist uns wichtig, um Sympathie zu schaffen. Denn ohne eine gewisse Portion Sympathie wirken die Bilder nicht und man kann sich nicht "fallenlassen". Ein Shooting ist erst dann vorbei, wenn die Ergebnisse stimmen oder ich durch das viele Blitzen nichts mehr sehe.
Wir sehen uns selber als Menschen, die sehr gerne neue Kontakte knüpfen und selber bei alldem Mensch geblieben sind. Unser Leitfaden "Man muss nicht jeden akzeptieren, aber respektieren muss und soll man jeden" hat uns im Leben sehr häufig weitergeholfen.
Wir stehen allem offen gegenüber und hören gerne zu. Wie oben schon erwähnt, ist es uns wichtig, uns Zeit für jeden Gast zu nehmen. Ein Shooting unter Zeitdruck ist für uns undenkbar. Wir lachen gerne mit und nicht über Menschen. Gehen gerne raus und treffen uns mit Freunden.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Frau bedanken, ohne die ich diese Leidenschaft nicht verfolgen könnte. Ihre Einstellung zu den Menschen ermöglicht eine eifersuchtsfreie private Atmosphäre - auch nach dem Shooting. Und hinter jedem großen Künstler steckt eine ebenso große Frau.
Danke……


































