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SSC, RACK und verantwortungsbewusstes Handeln84
Liest man sich die Beschreibung verschiedener Playpartys in SM-Clubs…
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Diskussion zu SSC und RACK

*******onne Frau
5.740 Beiträge
@*******011 ich wehre mich ja nicht gegen Rack, um Gottes Willen...praktiziere in dem Bereich genug😉

Meine bzw unsere Spannbreite an gefühlten( für uns)SSC-Praktiken ist einfach anders gesteckt und sind nicht so zimperlich.

Klar kann man nen Arsch schlumpfblau bekommen 😎 trotzdem kein Rack für uns. Ist paar Tage blau, dann Regenbogen , dann weg🤷‍♀️
und man stelle sich für ( ist mir bekannt aus meinen Sub-Zeiten) es gab Tage , da ging das schnell und dann Tage da passierte garnichts bzw dauerte ewig. Lag am Zyklius.
Gleiche Tätigjeit also mal SSC und dann mal Rack? Glaube eher nicht.


Im .übrigen halte ich die Gefahr psychisch Schäden zu nehmen durch falsche Kontakte im BDSM größer als physisch.
Zitat von *********nn82:
Weil "safe" sicher heißt?!?!

Was im einzelnen sicher (Safe) und vernünftig (Sane) im BDSM wäre, ist für mich eine persönliche Festlegung. SSC oder auch RACK damit individuelle moralische Konzepte, wie man BDSM als Paar (einzig) für sich auslebt.

Egal wie das jeder für sich definiert, es bleiben die gemeinsamen Vorstellungen was man zusammen als Paar im BDSM tut oder besser lässt.
********n_84 Frau
6.083 Beiträge
@*********nn82
Weil "safe" sicher heißt?!?! *skeptisch*
Sicher = kein Risiko....

Ich kann mir in diesem Zusammenhang ein Zitat von Karl Lauterbach nicht verkneifen (wobei er nicht der einzige ist, der das so oder so ähnlich gesagt hat): „Die Impfung ist sicher“.

Ich sehe es wie @*******dor, dass das Wort „sicher“ im Sprachgebrauch so gemeint ist, dass man annimmt etwas sei „sicher“ oder sich bestmöglich bemüht, dass etwas „sicher“ ist. Eine tatsächliche 100%ige Sicherheit ist damit nicht gemeint; oder andersherum der garantierte Ausschluss unerwarteter Schäden oder Unfälle.
Und so ist das auch im BDSM und SSC.
********chaf Mann
7.459 Beiträge
JOY-Angels 
Ich denke, hier besteht die Meinungsverschiedenheit darin, dass man glaubt, dass bei SSC kein Risiko vorkommen darf. Dem ist aber nicht so. *nein* Man ist nur darauf aus, dass jegliches Risiko so klein wie möglich ist, während diese Prämisse, dass das Risiko so klein wie irgend möglich sein muss, bei RACK wegfällt.

Bei SSC beispielsweise "niemals jemanden geknebelt alleine lassen!" Ist eine gute Regel, aber das bedingt auch, dass der Knebel ab muss, wenn Top kurz mal die Flasche Wasser aus dem Kühlschrank aus der Küche holt. Diese fünf Sekunden sind dann schon der Unterschied zwischen SSC und RACK! Bei SSC kommt selbst für diese fünf Sekunden der Knebel ab, bei RACK nicht mehr.

Die Übergänge sind bei vielem fließend, ich wiederhole es aber noch einmal: Es geht nicht darum, dass es keine Risiken gibt, sondern um die Haltung dazu.
Möchte man Risiken minimieren, so gut es irgend geht? Dann ist es SSC.
Möchte man Risiken in Kauf nehmen, unter der Prämisse, dass man sie trotzdem im Blick behält? Dann ist es RACK.

Ich bin eben der Ansicht, dass wenn man sich noch nicht oder nicht gut kennt, es richtig ist, Risiken erst einmal so gut wie irgend möglich zu minimieren. Und das ist dann nun einmal noch vollkommen im Rahmen von SSC.
********n_84 Frau
6.083 Beiträge
@********chaf
Sehr gute (erneute) Erklärung.
Ich würde bei RACK noch ergänzen, dass man gewisse Risiken nicht nur in Kauf nimmt, sondern die Risiken auch einen Reiz auf beiden Seiten ausmachen. Trotzdem heißt das nicht, dass man dann völlig unverantwortungslos und unbedacht agiert (aber das schrieb ja meine ich auch niemand).
********chaf Mann
7.459 Beiträge
JOY-Angels 
@********n_84 Ja, gute Ergänzung. *top* Passt auch zu jenen, die mir auf Stammtischen sagten "Wir spielen RACK", sie nannten als Beispiele dann regelmäßig eher fortgeschrittene Techniken, bei denen schon gerne mal ein gewisses Risiko höher geschraubt wird. Der Reiz auch darin besteht, dass es dieses Risiko gibt und damit beide eine höhere Intensität erschaffen.
****ond Mann
1.593 Beiträge
Ich stimme da SEHR mit @********chaf überein.

Zu safe und Risk denke ich, die Verischerungsunternehmen geben uns da gute Leitplanken an die Hand.

Mit der Geburt hat man auch unwiederbringlich den Tod gebucht.
Beim Essen kann man sich Tödlich verschlucken, ohne Essen stirbt man...

Wenn man über eine Strasse geht hat man ein Risiko, das aber nicht als überhöht eingeschätzt wird.
Zur Risiko Minimierung kann man Zebrastereifen und weiter Ampeln aufstellen.
Dann kommt man noch sicherer über die Strasse.

Es kann aber auch vorkommen das ein Verkehrsteilnehmer eine rote Ampel übersieht und mich tod fährt.

Diese alltäglichen kalkulierten Risiken als RACK darzustellen, ist für mich nur eine sehr freche Provokation.

Vielleicht auch eine dumme Rechtfertigung ala "Wenn eh alles RACK ist, dann kann ich ja machen was ich will"

*neck*

Bei erhöhten Risiken zahlt man höhere Versicherungsbeiträge oder die Versicherung verweigert bei bestimmten Berufen oder Hobbys den Service.
Da hat man eine wunderbare definition von RACK, die man recht gut auf BDSM übertragen kann.

Für mich kommt es bei der Unterscheidung Safe oder Risk also auf die Prozentuale Warscheinlichkeit von lang anhaltenden- oder dauerschäden oder Todesfolge an.

Das man mit der Geburt auch den Tod gebucht hat ist schon Insane. *lol*

100% Konsens kann es auch nicht geben, da kann man sich auch nur bemühen.
Wenn man sich länger kennt und in den Metakonsens geht, ist das für mich auch als Konsens vereinbart (stillschweigende Zustimmung).
Auch wenn keiner der Beteiligten vor einer Session, einen Konsens verhandelt oder fordert, ist das dann stillschweigend vereinbarter Metakonsens.

Ich mache den Unterschied von SSC zu RACK also Hauptsächlich an der Risikobewertung fest.

Bei Sane gehe ich immer von 2 Menschen mit normalen Verstand aus, die Vorüberlegungen angestellt haben.

Bekommt man den "Darwin Award" war man nicht Sane *zwinker* :
https://www.stern.de/panoram … rten-zu-sterben-7247784.html

BDSM ohne Konsens ist eine Straftat.
(Metakonsens ist auch ein Konsens)

Bei Safe Wörtern sagt das Wort Safe für mich schon aus, das es sich um Risiko Vermeidung handelt und NICHT um Konsens, auch wenn in dem Moment der Konsens aufgekündigt wird. Ebenso der Ampelcode.

*my2cents*
*********nn82 Frau
6.550 Beiträge
@********head
Davon rede ich ja die ganze Zeit.
*****976 Paar
15.212 Beiträge
Um es auf den Punkt zu bringen, die meisten Paare werden - zum Glück - einfach machen was ihnen Freude bereitet.

Die gesamte Diskussion SSC - Rack hat im echten Leben keine (besondere) Bedeutung. *g*
Selbst in der Theorie bringt sie auch nur Verwirrung.



Es entwickelt sich ja doch gemeinsam, oder gar nicht. *blume*

Wenn sich zwei Menschen zum ersten Mal zu einer Spanking Session treffen, wird vermutlich "keiner von Beiden" eine exakte Risikoabwägung durchführen wollen.
Viel natürlicher ist es zu sagen, bitte möglichst keine Spuren, oder "hau drauf" was nur geht... *paddle*

Natürlich kann es zu "Problemen" kommen, wenn jemand einfach draufzimmert ohne Rücksicht auf Verluste - aber bitte nicht böse sein - dann hätte eine Risikoabwägung auch nichts genutzt.

Mancher Mann "muss" gegen einen elektrischen Zaun pinkeln, einfach um es erlebt zu haben.
Aber sein Arsch wird ihm trotzdem nicht abfallen.

---

Wer möchte bei einem Treffen, wo gewisse Gefühle bereits im Vorfeld entstehen eine Risikobewertung durchsprechen, wie bei einer Operation im Krankenhaus?

Wer möchte (wie in Schweden) vor dem Sex und/oder BDSM eine genaue Willenserklärung unterschreiben?

Was ich hingegen wissen will ist ob mein Partner Erfahrung hat, bei dem was er tut.
Dazu nutzen wir in Österreich den Hausverstand. Nein nicht den vom Billa. *traenenlach*
Will mir jemand einen Strick um den Hals legen, trifft mich beim ersten Schlag in die Nieren oder "duftet" nach Whisky... dann laufe ich. Schnell und weit...

---


Mein persönliches Fazit:

Daher sehe ich die gesamten Definitionen und Ab(Aus)grenzungsversuch als Nutzlos, ja sogar als Kontraproduktiv an.
Die gesamte Einteilung hilft mir nichts im echten Leben und bringt nur Streit und Unklarheit in Forendiskussionen. *g*

Denn die Risiken bei "extremeren" Praktiken, sollte ohnehin jeder BDSMer kennen, wenn sie diese anwenden wollen.
Egal ob Dom oder Sub, da jeder den Wunsch in sich trägt eine schöne Zeit miteinander zu verbringen und nicht in der Notaufnahme zu landen.

Wir sind alle "normale Menschen" und keine rücksichtslosen Psychopathen.
Ja ab und an wird auch etwas schief gehen.
Solange Niemand unerwünschte, das zukünftige Leben stark beeinträchtigenden Dauerschäden davonträgt, wird man es trotzdem überstehen ohne sich - wie in Amerika - vor Gericht zu treffen.

Lassen wir die Begriffe doch den Amerikanern, die sie brauchen um vor Gericht zu bestehen.


Wir, in Deutschland, Österreich und der Schweiz schützen uns stattdessen gegenseitig, so gut es eben geht.
Das nennt sich Verantwortung und Liebe.

Lg. M *hutab*



Das Geschriebene spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder, so wie ich sie an einem Stammtisch aussprechen würde. Ich kann mich natürlich auch irren. Es wäre toll wenn sich niemand ausgegrenzt, beleidigt oder von einer Verallgemeinerung betroffen fühlt. *blume* Diskussionen zum Thema führe ich gerne weiter, Diskussionen zu uns als Personen, lehne ich hingegen ab.
******ara Frau
9.091 Beiträge
Gruppen-Mod 
Zeit für *popcorn* oder den Thread zu verlassen. Ich tue letzteres...
*******dor Mann
5.892 Beiträge
@*********nn82
Es gibt nichts, wirklich nichts ohne Risiko. Jede Auswahl schafft Opportunitätskosten, die wiederum ein Risiko sind.
****ond Mann
1.593 Beiträge
@*******dor opportunitätskosten in den Kontext von SSC oder RACK zu stellen, finde ich doch recht weit hergeholt.

Hast Du ein Beispiel dafür?
*******dor Mann
5.892 Beiträge
War ein rhethorische Überhöhung. Gesundheitliche Nullrisiken zu verteidigen ist ähnlich absurd. Beweg dich gar nicht und du stirbst an Fettsucht oder Lungenembolie.

Ums nochmal aufzudröseln.
1) Jede (BDSM-)Technik birgt irgendein Restrisiko, wenn man nur verdreht genug denkt. Kuschelsex? Jeez, jedes Jahr ersticken Menschen unter ihrer Bettdecke! 😱
2) Es gibt also immer ein Restrisiko. In SSC und in RACK. Das ist nicht* das unterscheidende Merkmal
3) Unterscheidbar sind SSC und RACK
a) dadurch, dass im SSC eine Liste gemeinsam oder allgemein definierter Techniken als "risikoarm genug" (nicht: risikofrei) eingestuft wird und das Handeln nicht darüber hinaus geht und
b) im RACK der Konsens getroffen wird, dass beide Partner Risiken im Handeln laufend neu einschätzen und aushandeln in jedem Monent.
c) damit ein statisches Repertoire einem dynamischen Repertoire von BDSM-Handlungen gegenüber steht.

Nuff said.
********chaf Mann
7.459 Beiträge
JOY-Angels 
Zitat von *****976:
Um es auf den Punkt zu bringen, die meisten Paare werden - zum Glück - einfach machen was ihnen Freude bereitet.

So soll es ja auch sein. *ja* Es wünschen sich nur gerade Anfänger gerne mal ein paar Leitplanken, die ihnen eine gewisse Sicherheit geben, nichts falsch zu machen.
Da könnte man jetzt bei jeder einzelnen Praktik ein Sicherheitsbrevier machen und zu jeder die Risiken aufzählen. Das tötet dann aber auch schnell mal die Lust, je ausführlicher es gemacht wird.

Oder eben - man kann SSC und die Ampel als "Einstiegslösung" anbieten.

Denn die Begriffe hinter SSC versteht jeder: Man soll also gesund sein bei dem, was man tut, es soll sicher sein und einvernehmlich. Fürs Schlagen dann für den Anfang, wenn man gerade sich noch kennen lernt, die Ampel vorschlagen, sodass gewährleistet ist, dass beide auch darauf achten, nicht gleich von vorneherein Grenzen zu überschreiten, bewusst oder unbewusst.

Wichtig bleibt dann nur noch zu erwähnen, dass dies für den Einstieg gilt. Also man sehr wohl noch weiter gehen kann, wenn man sich besser kennt.

Mehr ist das mit diesem "ominösen" SSC auch gar nicht. Es ist ein knapper Leitfaden, wie man es am besten am Anfang angehen lässt.

RACK halte ich in dem Zusammenhang, wenn wir jetzt von Anfängern reden, schon etwas zu "drüber". "Sich der Risiken bewusst sein", wo sind denn hier die Grenzen? Gibt es welche? Welches Risiko wo? Da tauchen doch gleich tausend Fragen auf bei einem Anfängerpaar.
Das kann man dann immer noch nachlegen, wenn schon die ersten Erfahrungen gemacht wurden und diese gut waren und dieses "consensual" wie "safe" auch schon mal mit Leben gefüllt wurde.
*****976 Paar
15.212 Beiträge
@********chaf Dankeschön!

Wir haben gerade in unserer Gruppe darüber reflektiert, wo der Unterschied in der Betrachtung liegen könnte. Beim Rack Begriff geht es ja - vielen hier - darum über mögliche Risiken zu reflektieren.

Wir sind beide ausgebildete Rettungssanitäter mit einigen Jahren Praxiserfahrung im Rettungsdienst, eventuell betrachten wir deshalb den SSC Bereich weiter als manche hier. *tuete*

Wir haben viel erlebt, was im normalen Alltag geschehen kann, dagegen geschieht im BDSM sehr wenig.


Wir wollen natürlich niemanden zu "sorglosem Umgang" im BDSM verleiten. *blume*

Lg. M *hutab*
Zitat von *****976:
Wir sind beide ausgebildete Rettungssanitäter mit einigen Jahren Praxiserfahrung im Rettungsdienst, eventuell betrachten wir deshalb den SSC Bereich weiter als manche hier.

Und seit ihr auch ausgebildete Psychologen mit jahrelanger Praxiserfahrung bzw. Therapieerfahrung?

Bei der Diskussion um SSC und RACK werden allgemein die SM Handlungen als Beispiel herangezogen. Im BDSM und speziell im D/s wird aber durchaus bewusst mit der Psyche gespielt. Ein mentaler oder emotionaler Absturz, kann für die betreffende Person, weitreichende Folgen haben. Fraglich wie man das sicher umschiffen kann.
******ara Frau
9.091 Beiträge
Gruppen-Mod 
Zitat von *****976:

Wir sind beide ausgebildete Rettungssanitäter mit einigen Jahren Praxiserfahrung im Rettungsdienst, eventuell betrachten wir deshalb den SSC Bereich weiter als manche hier.

Oder einfach leichtsinniger?
Das hier ist eine Anfängergruppe. Und was Ihr gezeigt habt auf Euren Bildern ist ganz weit weg von SSC. Das ist RACK in Reinform!
********n_84 Frau
6.083 Beiträge
@******ver
Und seit ihr auch ausgebildete Psychologen mit jahrelanger Praxiserfahrung bzw. Therapieerfahrung?

Bei der Diskussion um SSC und RACK werden allgemein die SM Handlungen als Beispiel herangezogen. Im BDSM und speziell im D/s wird aber durchaus bewusst mit der Psyche gespielt. Ein mentaler oder emotionaler Absturz, kann für die betreffende Person, weitreichende Folgen haben. Fraglich wie man das sicher umschiffen kann.

Wie soll das denn zu verstehen sein?
Muss man jetzt schon Psychologe sein, um im BDSM mit der Psyche zu spielen? Das ist ja absurd.

Apropos, eine kleine Anekdote aus meinem Leben: ich hatte eine Affäre mit einem dominanten Mann mit psychologischer Ausbildung und Hypnose Erfahrung. Das hat der Mann ganz gezielt ausgenutzt, um mich und andere Frauen übel zu manipulieren!

Vermutlich sind also der gesunde Menschenverstand und Moral viel wichtiger.

Im BDSM für alle Praktiken eine Ausbildung zu verlangen halte ich für völlig unrealistisch. Und da wären wir wieder beim Risiko. Es ist eine freie Entscheidung, wer hier was und mit wem machen möchte… das Risiko sollte Erwachsenen dabei bewusst sein.
*******dor Mann
5.892 Beiträge
Wie das zu verstehen war: es gibt das Risiko nicht nur körperlicher, sondern psychischer Schäden des BDSM. Und da hilft die Notfallmedizin nur begrenzt weiter.
Ist doch ein richtiger und wichtiger Hinweis. Man muss weder Rettungssanitäter noch Psychologe für unseren Kink sein. Und ja: Menschenverstand, Moral und Herz ist eine gute Grundlage.
Fraglich wie man das sicher umschiffen kann.

Indem man nichts tut.
Nur wer nichts macht macht gar keine Fehler oder geht kein Risiko ein außer das er Depressionen aufgrund von Langeweile bekommt.

Für jeden BDSM geschädigten gibt es Tausende die durch ihren Job zu schaden kommen physisch und psychisch aber da muss du funktionieren oder bist rau da fragt keiner nach SSC
Da wird RACK in kauf genommen im Sinne des "Wohlstandes"

Das Leben ist generell Risikobehaftet und je mehr man Lebt umso mehr Risiko geht man ein.
Zitat von ********n_84:
Apropos, eine kleine Anekdote aus meinem Leben: ich hatte eine Affäre mit einem dominanten Mann mit psychologischer Ausbildung und Hypnose Erfahrung.

Kleine Anekdote aus meinem Leben: War mit einer Psychologin verheiratet, Mutter meiner Kinder *lach*
******tra Frau
8 Beiträge
Ich schlage meinen Sub ausschließlich auf den Hintern. Denn der Hintern besteht nunmal großteils aus Mukeln und Bindegewebe. Da kann nicht viel kaputt gehen, zumindest nichts, was einen direkt in die Notaufnahme bringt. Mein Sub und ich sehen hier ein geringes Risiko. Klar gibts blaue Flecken oder auch mal Striemen. Aber die sind für uns vertretbar. Kaum einer wird wegen blauer Flecken zum Arzt gehen.

Beim Rücken habe ich derzeit noch zu viel Angst die Nierenpartie zu treffen (an dieser Stelle danke für den Tipp hier mit dem Tiefschutz und Nierengurt) und damit schwerwiegende Verletzungen hervorzurufen. Das wäre für mich (als durchführende Person) RACK. Das heißt aber nicht, dass Schläge auf den Rücken per se RACK sind. Ein anderer Dom schwingt vielleicht schon seit Jahrzehnten die Bullwhip und weiß auf den Zentimeter genau, wo er treffen wird. Wenn dieser Dom sein Sub auf den Rücken schlägt ist das durchaus SSC, da durch seine eigene Erfahrung die Risiken minimiert werden. Sein Sub wird vermutlich ein wunderschönes Muster auf dem Rücken haben am Ende der Session, aber sie sind sich beide vorher schon ziemlich sicher, nicht den Notarzt rufen zu müssen.
Passieren kann natürlich immer was. Das steht auf einem anderen Blatt.

Aber eigentlich würde ich sogar sagen, dass RACK und SSC als Begriffe nicht wirklich hilfreich sind. Denn jede Praktik birgt Risiken und kann dich ins Krankenhaus bringen, selbst Vanillasex. Und es spielen sehr viele Faktoren mit rein, wie hoch die Risiken letztlich für einen persönlich sind. Dieser Risiken muss man sich immer bewusst sein, sonst kann es schlimm enden.
Wichtig ist doch, dass man mit dem gesunden Menschenverstand an die Sache herangeht und gemeinsam entscheidet, was man sich zutraut und mit welchen Konsequenzen man rechnen muss. Da muss ich nicht erst noch ein fingiertes Regelwerk befragen, ob die Praktik noch SSC oder RACK ist. Denn wie ich mit meinem Beispiel schon versuchte zu erklären, können solche Regeln gar nicht universell sein.
********chaf Mann
7.459 Beiträge
JOY-Angels 
Zitat von ******ver:
Zitat von *****976:
Wir sind beide ausgebildete Rettungssanitäter mit einigen Jahren Praxiserfahrung im Rettungsdienst, eventuell betrachten wir deshalb den SSC Bereich weiter als manche hier.

Und seit ihr auch ausgebildete Psychologen mit jahrelanger Praxiserfahrung bzw. Therapieerfahrung?

Bei der Diskussion um SSC und RACK werden allgemein die SM Handlungen als Beispiel herangezogen. Im BDSM und speziell im D/s wird aber durchaus bewusst mit der Psyche gespielt. Ein mentaler oder emotionaler Absturz, kann für die betreffende Person, weitreichende Folgen haben. Fraglich wie man das sicher umschiffen kann.

Der psychische Aspekt ist nicht zu unterschätzen, in der Tat.
Allerdings muss man nicht Psychologie studiert haben, um BDSM betreiben zu dürfen. *zwinker* Es genügen Empathie und der gesunde Menschenverstand.

Nichtsdestotrotz sind medizinische Ausbildungen von Vorteil, wenn es um den rein körperlichen Aspekt geht. Schließlich weiß man dann bereits aus der beruflichen Ausbildung sehr viel um mögliche körperliche Risiken.

Und das führt wiederum zu ontopic: Es ist von Vorteil für SSC und RACK.

Für SSC, weil Risikominimierung so noch viel einfacher ist, da Top weiß, was er/sie zu unterlassen hat. Vielleicht sogar noch viel mehr im Detail als so manch erfahrener BDSM-ler und vielleicht auch dort nicht schlägt, wo sich andere sicher wähnen. Menschen, die die menschliche Anatomie bestens kennen, können hier noch viel mehr Risikominimierung und -vermeidung betreiben als welche, die diese nicht haben.
Was nicht bedeutet, dass andere das nicht auch hinkriegen. Nur halt nicht ganz so gründlich.

Für RACK ist es von Vorteil, weil im Wissen der Risiken dann auch härtere Praktiken leichter beherrschbar sind. Jemanden kurz mal "Ausknipsen" beispielsweise: Da ist es schon wichtig, dass man den Carotis-Sinus-Effekt sehr gut kennt, genau weiß wo man ansetzen muss und was man tun muss, damit nichts Unvorhergesehenes passiert. Das ist eine klare RACK-Praktik, denn das Risiko ist nicht minimal, sondern im Vergleich zu Anfängerpraktiken beträchtlich. Aber für Fachleute besser beherrschbar als für jene, die sich das nur angelesen haben, worauf man achten muss.

Ich beispielsweise habe in meiner Ausbildung gelernt, wie man Menschen, die gerade nicht mitmachen können, schmerzfrei bewegt. Das ist mir auch sehr nützlich für Bondage. Beispielsweise ist der Bewegungsablauf, wie man eine Person, die gestürzt ist, wieder auf die Beine kriegt, genau derselbe wie jemand, der steht und auf den Boden soll. Wirklich genau derselbe. Nur halt von der Richtung her umgekehrt.

Man kann also schon sagen, dass SSC bei vorerfahrenen Menschen noch länger möglich ist als bei jenen ohne Vorerfahrung.
@******tra hat das, finde ich, schon gut beschrieben: Der Beitrag klingt nach wenig bis keiner Vorerfahrung. Also ist sie sehr vorsichtig. Genau diese Vorsicht gibt SSC vor.
Zitat von ********chaf:
Allerdings muss man nicht Psychologie studiert haben, um BDSM betreiben zu dürfen. *zwinker* Es genügen Empathie und der gesunde Menschenverstand.

Was ist der viel bemühte "gesunde Menschenverstand" genau? Im Grunde wird er den BDSMer schon von der Allgemeinheit abgesprochen *zwinker*

Wer auf Verstand und Empathie im BDSM setzt, bewegt sich bereits im RACK Bereich. Auch wenn man schon lange im BDSM zusammen "spielt", den anderen genau zu kennen glaubt ist die vermeidliche Empathie genau einer der wesentlichen Risikofaktoren - darüber sollte man sich bewusst sein.
*******dor Mann
5.892 Beiträge
"vermeidliche Empathie" ist ein hübscher Verschreiber hier. 🙂
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