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Leise Momente- seht Ihr sie?

*********eufel Frau
559 Beiträge
Themenersteller 
Leise Momente- seht Ihr sie?
Hallo liebe und böse Spielkinder,

mich beschäftigt der Umstand, daß wir uns hier oft über BDSM in allen dunkelbunten und schillernden Facetten austauschen. Über das Machtgefälle, Praktiken, wer darf dies und wer darf nicht, Spielzeuge, Bezeichnungen, Erniedrigung, höher weiter schneller, ... etc.
Konsens- klar!
Aber meist wird sich über das ausgetauscht, was ausprobiert werden soll oder nachgearbeitet wird.
Aber gibt es auch den Raum für einen Austausch über die *stillen Momente*?
Ich frage die Top's und die Bottems, egal in welcher Konstellation ihr seid, nehmt ihr es war wenn der andere etwas vermisst und darum bittet? Könnt ihr damit umgehen?
Habt ihr da Raum für oder ist das vielleicht dem einen oder anderen nicht so wichtig- oder vielleicht sogar zu viel?
Wieviel Aufmerksamkeit gesteht ihr da ein.
Mich würde Eure Erfahrung interessieren und wie Ihr damit umgeht, vielleicht mag der ein oder andere berichten, was er schon erlebt hat.

Ich hatte vor ein paar Tagen gerade eine Erinnerung veröffentlicht und so tiefgehende Rückmeldungen bekommen, daß es mich wirklich beschäftigt und nicht loslässt.

Danke: @********dy76 für den Anstoß💬

Anbei noch einmal der Link:
BDSM: Still und ohne Worte

Die Rechtschreibfehler gibt's bei mir wie immer gratis vom Handy 📲 !
Fotoquelle: Internet
*******odot Frau
1.614 Beiträge
In "meinem" BDSM gibt es mehr stille Momente als laute.
Und in diesen stillen Momenten gibt's solche mit großer Anspannung (schmerzhaft im Seil wartend, mit großem Druck auf der Blase ohne sie entleeren zu dürfen, auf Knien vor dem Bett in Ungeduld und Kühle, in fortwährender Reizung und Pause befindlicher Erregung)
und in Entspannung (sein Kopf vergraben in meinem Schoß unter meiner streichelnden Hand, am Fußende unter der Decke meine Zehen liebkosend, gefesselt und als das kleine Löffelchen meine Umarmung genießend, im Redeverbot einer Geschichte lauschend, mir in der Küche beim Kochen schweigend Handreichungen machen)

Laut wird es meistens nur um Impulse zu setzen oder ein Gefühl zu unterbrechen oder auszulösen.
****erz Mann
536 Beiträge
Zitat von *******odot:
In "meinem" BDSM gibt es mehr stille Momente als laute.
Und in diesen stillen Momenten gibt's solche mit großer Anspannung (schmerzhaft im Seil wartend, mit großem Druck auf der Blase ohne sie entleeren zu dürfen, auf Knien vor dem Bett in Ungeduld und Kühle, in fortwährender Reizung und Pause befindlicher Erregung)
und in Entspannung (sein Kopf vergraben in meinem Schoß unter meiner streichelnden Hand, am Fußende unter der Decke meine Zehen liebkosend, gefesselt und als das kleine Löffelchen meine Umarmung genießend, im Redeverbot einer Geschichte lauschend, mir in der Küche beim Kochen schweigend Handreichungen machen)

Laut wird es meistens nur um Impulse zu setzen oder ein Gefühl zu unterbrechen oder auszulösen.
Moin MadameGodot,
ich glaube diese von Dir beschriebene Stille hat Halbzeitteufel nicht gemeint.
Wiewohl ich mich weder über Deine oder ihre Gedanken und Gefühle erheben mag.

Ich verstehe es so: die Zeit, in der ohne Schweigen nichts gesagt wird, ob nun quaselnd oder stumm.
Ich finde das ist wie die Vorlieben hier
Also alles ist möglich aber nicht mit, in meinem Fall mit jeder.

Wünsche wie Tritte mit Springerstiefeln in den Unterleib lehne ich ohne Diskussion ab.
Diese Kategorie ist nicht meins.

Grundsätzlich kommunizieren ich das aber im Vorfeld umgänglich was geht und was nicht
Für Dinge innerhalb diesem sehr grossen Rahmen geht dann alles.
Fraktion offenes Ohr *ja*
*********Seil Mann
1.210 Beiträge
Zitat von *********eufel:
Ich frage die Top's und die Bottems, egal in welcher Konstellation ihr seid, nehmt ihr es war wenn der andere etwas vermisst und darum bittet? Könnt ihr damit umgehen?

Also bei uns ist das so, dass ich Dominanz eher wie Führungstätigkeit betreibe und da ist es ja bekanntlich geschickt, die Mitarbeiter Innen wie Außen in Entscheidungsfindung und Ausgestaltung von Aktivitäten mit einzubeziehen.
Vorschläge und Anregungen sind jederzeit willkommen und wenn ich nichts damit anfangen kann, dann kann ich die immer noch ablehnen oder nach eigenem Gutdünken so zurecht biegen, dass sie mir in den Kram passen.

Und natürlich gibt es bei uns auch stille Momente oder (so nenne ich es lieber) Momente der subtilen Dominanz/Devotion.
*********_2023 Frau
147 Beiträge
Zitat von ******oom:
Ich finde das ist wie die Vorlieben hier
Also alles ist möglich aber nicht mit, in meinem Fall mit jeder.

Wünsche wie Tritte mit Springerstiefeln in den Unterleib lehne ich ohne Diskussion ab.
Diese Kategorie ist nicht meins.

Grundsätzlich kommunizieren ich das aber im Vorfeld umgänglich was geht und was nicht
Für Dinge innerhalb diesem sehr grossen Rahmen geht dann alles.
Fraktion offenes Ohr *ja*

Du hast wohl überhaupt nicht verstanden um was es geht ?
****ody Mann
11.282 Beiträge
Diese leisen Momente sind meine Essenz, der Grund, weshalb es mit mir keine Sessions und kein Feedback wie nach einer sportlichen Übung gibt. Ich bin so dicht dran an einer Frau, als könnte ich die Zeit anhalten. Ich sammle Blickbotschaften ein und lasse Energie hin- und herfließen. Ich archiviere jeden Moment. Danach brauche ich unser beider Stille noch viel mehr, weil alles in mir nachklingt. Es ist pure Verbindung, tief berührend. Ich brauche das von ihr, dieses lange nur in den Augen Lesen. In dieser Stille verbirgt sich ganz viel Sinnlichkeit.
*******odot Frau
1.614 Beiträge
Zitat von ****erz:
Zitat von *******odot:
In "meinem" BDSM gibt es mehr stille Momente als laute.
Und in diesen stillen Momenten gibt's solche mit großer Anspannung (schmerzhaft im Seil wartend, mit großem Druck auf der Blase ohne sie entleeren zu dürfen, auf Knien vor dem Bett in Ungeduld und Kühle, in fortwährender Reizung und Pause befindlicher Erregung)
und in Entspannung (sein Kopf vergraben in meinem Schoß unter meiner streichelnden Hand, am Fußende unter der Decke meine Zehen liebkosend, gefesselt und als das kleine Löffelchen meine Umarmung genießend, im Redeverbot einer Geschichte lauschend, mir in der Küche beim Kochen schweigend Handreichungen machen)

Laut wird es meistens nur um Impulse zu setzen oder ein Gefühl zu unterbrechen oder auszulösen.
Moin MadameGodot,
ich glaube diese von Dir beschriebene Stille hat Halbzeitteufel nicht gemeint.
Wiewohl ich mich weder über Deine oder ihre Gedanken und Gefühle erheben mag.

Ich verstehe es so: die Zeit, in der ohne Schweigen nichts gesagt wird, ob nun quaselnd oder stumm.

Ich weiß, dass sie nicht diese stillen Momente gemeint hat. Aber unter diese Überschrift wollte ich meine schreiben.

Unter "Verschwiegene Wünsche" hätte ich vielleicht passenderes beizutragen gehabt. 😎
Zitat von *********eufel:
Ich frage die Top's und die Bottems, egal in welcher Konstellation ihr seid, nehmt ihr es war wenn der andere etwas vermisst und darum bittet? Könnt ihr damit umgehen?

Klar, warum sollte ich damit nicht umgehen können? Oft wird mir damit eine neue Tür im SM geöffnet. Als Top spiele ich erstmal meine Linie, jedoch bringt meine Sub mehr als 15 Jahre SM Erfahrung mit in unsere Beziehung mit ein. Also stelle ich mir doch nicht selbst ein Bein, sondern höre gespannt und aufmerksam zu, wenn wir über unseren SM und unserem gelebten (B)DSM sprechen. Ich kann dann oft das ernten, was ein Vorgänger gesät hat.

Ich baue dann ihre Ideen und Wünsche in das Setting meiner Sessions mit ein. Zumal Sie mir die Ausgestaltung und den Zeitpunkt immer überlässt. Die Kontrolle im (B)DSM abzugeben, bedeutet für meine Sub nicht sich mit dem zu begnügen, was gerade in meinen Sessions läuft.

Sehe das also völlig entspannt, kann aber damit begründet sein, dass wir uns als Paar eher im SM verorten als im D/s und ich als Top eigentlich auch nur mit Wasser koche *nixweiss*
********chaf Mann
7.321 Beiträge
JOY-Angels 
So wirklich weiß ich nicht, welche stillen Momente du meinst. Deine Frage klingt ein wenig so, als wäre es ein eher unangenehmer stiller Moment, das passt aber nicht zum Rest deines Postings *gruebel*

Auch deine Homepage kann ich nicht gut greifen. Du erzählst von einem Moment des Glücks, den er aber gar nicht bemerkt, weil er in sein Handy sieht. Ist das nun ein guter oder ein schlechter Moment, den du da beschrieben hast?

Das Thema hinterlässt in mir eher Fragezeichen als irgend etwas anderes. *gruebel*
*******odot Frau
1.614 Beiträge
Zitat von ********chaf:
So wirklich weiß ich nicht, welche stillen Momente du meinst. Deine Frage klingt ein wenig so, als wäre es ein eher unangenehmer stiller Moment, das passt aber nicht zum Rest deines Postings *gruebel*

Auch deine Homepage kann ich nicht gut greifen. Du erzählst von einem Moment des Glücks, den er aber gar nicht bemerkt, weil er in sein Handy sieht. Ist das nun ein guter oder ein schlechter Moment, den du da beschrieben hast?

Das Thema hinterlässt in mir eher Fragezeichen als irgend etwas anderes. *gruebel*

Danke.
Ich habe es auch nicht so richtig verstanden, fand aber die Frage nach stillen Momenten im BDSM so toll und auf die hab ich mich konzentriert.
*********_KIEL Frau
20 Beiträge
Ein Thema, dass ich nie vermutet hätte es hier zu finden, Danke @*********eufel !

Da die große Basis aller BDSMler nur spielt und sich auslebt wird Dein Thema hier vielleicht viele Leser aufrütteln oder zum Nachdenken anregen.

Leise Momente - wenn die Seele singt,
die Hingabe als absolute Leidenschaft wahrgenommen werden kann.
Dass ist tiefe Devotion, tief gelebtes D/s.

Ich denke die Meisten können hier garnicht mitreden, da sie diese Tiefe der Verbindung nicht verstehen oder ihr Denken einfach übersteigt.

Mein Liebling wäscht mir gerne die Haare wenn ich in der Badewanne liege oder kämmt sie, trocknet mich ab, cremt mir die Hände oder den Körper ein.
Dazu benötigt es keine Kommandos oder vorgegebene Regeln.
Er kann mich lesen, daß was meine Seele streichelt
und ich gebe ihm dafür die Möglichkeit, denn er tut aus aus seinem tiefsten Inneren heraus.
Freiwillig und ohne eine Gegenleistung dafür zu fordern oder zu erwarten.
****ra Paar
770 Beiträge
Ab und zu wäre mir das zu wenig.
Ich finde, "auf einander achten" ist eine der wichtigsten Grundlagen für positive Beziehungen.

Also ja, es gibt viele solcher Momente, in denen wir Geschwindigkeit raus nehmen und den anderen auf besondere Weise, manchmal sogar neu, wahrnehmen.
Zitat von ********chaf:
So wirklich weiß ich nicht, welche stillen Momente du meinst. Deine Frage klingt ein wenig so, als wäre es ein eher unangenehmer stiller Moment, das passt aber nicht zum Rest deines Postings
und @*******odot
Ich kann das ganz gut nachvollziehen und versuche das mal zu erklären auch wenn es schwer ist zu beschreiben.
es sind die momente im alltag die man erst rückblickend als bedeutsam empfindet.
es ist nicht so plump wie eine einzelne gehste die sich jeder aus dem Arsch ziehen kann wie das glass Rotwein beim essen im Kerzenschein.
Es ist die erkentniss der normalität und das der Alltag mit jemanden mit jemanden zusammen zu sein eine innere ruhe ausstrahlt die tiefere Verbundenheit und bestand vermittelt.
Die Erkenntnis das der status quo schon das glück ist nach dem man sucht.
****erz Mann
536 Beiträge
Zitat von *********_KIEL:
Ein Thema, dass ich nie vermutet hätte es hier zu finden, Danke @*********eufel !

Da die große Basis aller BDSMler nur spielt und sich auslebt wird Dein Thema hier vielleicht viele Leser aufrütteln oder zum Nachdenken anregen.

Leise Momente - wenn die Seele singt,
die Hingabe als absolute Leidenschaft wahrgenommen werden kann.
Dass ist tiefe Devotion, tief gelebtes D/s.

Ich denke die Meisten können hier garnicht mitreden, da sie diese Tiefe der Verbindung nicht verstehen oder ihr Denken einfach übersteigt.

Mein Liebling wäscht mir gerne die Haare wenn ich in der Badewanne liege oder kämmt sie, trocknet mich ab, cremt mir die Hände oder den Körper ein.
Dazu benötigt es keine Kommandos oder vorgegebene Regeln.
Er kann mich lesen, daß was meine Seele streichelt
und ich gebe ihm dafür die Möglichkeit, denn er tut aus aus seinem tiefsten Inneren heraus.
Freiwillig und ohne eine Gegenleistung dafür zu fordern oder zu erwarten.

Haare waschen und Körper eincremen hat jetzt aber mal nix mit BDSM zu tun.
Das gehört auch zu einer 'ganz normalen' Vanilla Beziehung dazu.
Das sind schöne Dinge, die man oder frau eben macht, wenn in einer Liebesbeziehung.
****ara Frau
298 Beiträge
Ich kenne die leisen Momente in verschiedenen Konstellationen.

Mit meinem ersten Herrn, eine Beziehung auf Abstand, Online unterstützt. Wenn ich anhand seines Schreibstils spüren konnte, dass ihm meine Nähe fehlt und ich mir irgendetwas einfallen lassen hab, um sie ihm zu zeigen, was er dann auch immer dankbar kommentierte.

Mit meinem jetzigen Herrn sind die leisen Momente die, wo eine Träne kullert, nicht aus Schmerz, auch während der Session, aus tiefer Dankbarkeit, weil es sich "richtig" anfühlte, weil wir uns gegenseitig etwas gegeben haben. Weil ich etwas Kostbares erhalten habe, nach dem ich vielleicht nicht gefragt habe und er es trotzdem gefühlt hat.
*********eufel Frau
559 Beiträge
Themenersteller 
Sich etwas geben, gegenseitig geben und in der Erkenntnis anzukommen, daß du dies im Machtgefälle mit voller Hingabe tust.
Mein Spielpartner (keine Liebe) hat mir in dem Moment (1Std) seine Zeit geschenkt.
Tiefe emotionale Zeit, diese Zeit hat in mir mehr Spuren hinterlassen als jede Peitsche. Und ja er hat mich gesehen, natürlich hat er mich gesehen und er hat mich auch in der Tiefe meiner Hingabe gefragt ob mich Füße sexuell erregen. Nein das tun sie nicht. *nein*! Und Füße küssen ist so ziemlich das Schlimmste was man mir abfordern kann.
Und andere Füße zu hobeln ist nur auch echt nicht daß, was ich mir bei einen Tombolagewinn ziehen würde.

Dieses gewaltige, positive Gefühl von Verehrung, von Passion kann ich nicht beschreiben. Mir ging es darum mich um ihn zu kümmern, kümmern zu dürfen, etwas tun zu dürfen von dem ich wusste, daß er es nicht fragen oder erbitten würde- erst recht nicht beauftragen würde.
Ein Geben und Nehmen ohne sexuelle Grundlage, ohne Schläge, ohne Adrenalinrausch.
Es war mir ein tiefes Bedürfnis aus mir selbst heraus dies tun zu dürfen.
Ja, es hat meine Seele gestreichelt und mich in eine unglaubliche Schwingung versetzt.

Das ist nicht mit einer Aufmerksamkeit wie einen Becher Kaffe hinzustellen oder den Frühstückstisch zu decken vergleichbar.

Ob daß jemand versteht weiß ich nicht, daher frage ich ja ob andere es auch so oder so ähnlich warnehmen.
*********nder Mann
1.607 Beiträge
Als HSPler, der sein Umfeld deutlich schärfer, vielschichtiger und bunter wahrnimmt, kenne ich sowohl die stillen, als auch DIE stillen Momente, in denen nichts gesagt werden muss, wo alles feinstofflich, intuitiv, mit Blicken, Bewegungen und Berührungen abläuft und auch DIE stillen Momente, wo Wörter nur stören, wo die Hingabe am Größten ist, wo Tränen der Dankbarkeit fließen, Augen sich treffen, Körper sich berühren, wo Geborgenheit spürbar ist, wo Raum und Zeit plötzlich still sind..
******ala Mann
498 Beiträge
Hallo Halbzeitteufel,

Bei mir war das in der Vergangenheit unterschiedlich.
Wenn ich mich "nur" zum spielen getroffen habe waren die Momente eher wenig, aber aftercare gab es immer.
Wenn das Spiel über die Bettkante hinausgeht, dann gab es immer Treffen ohne sexuellen Hintergrund zum Essen gehen, Austausch über Tagebuch schreiben, oder ich habe mich bekochen lassen und wir haben nebenbei geplauscht. Und da ich gerne im D/S unterwegs bin macht das ganze erst richtig Spaß wenn man sich ein wenig kennt *fiesgrins*
IchIch
********dy76 Frau
311 Beiträge
Stille Momente aus der Sicht einer Mommy Domme
Hallo,
zu so später Stunde möchte ich auch mal von den Momenten schreiben, die mich still werden lassen. Das sind die Momente, in denen mich meine Partnerin ganz tief in sich blicken lässt. Wo ich sie erkenne. In ihrem Innersten erkenne (und nein ich meine nicht im biblischen Sinne, ihr Ferkel *lach* ).
Bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe, habe ich mich lange gefragt, womit ich das am besten beschreibe. Ich habe lange überlegt, ob ich eine Szene mit meinen vergangenen Partnerinnen hier beschreibe und mich dann dagegen entschieden. Doch dann fiel mir eine Szene aus einem meiner Romane ein. Und die beschreibt sehr gut, wann ich einen stillen Moment habe. Einen der so nachhaltig wirkt, dass ich eine geraume Zeit auf dieser "Wolke" der liebevollen Fürsorge bin und von dem ich tagelang zehren kann.


„Schau mal Amelie. Du hast gerade die ganze Suchaktion auf ein Viertel des gesamten Areals eingeschränkt. Das ist eine ganze Menge, was Du für uns getan hast. Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel.“
Amelie sah fragend zu Odine.
„Siehst Du das auch so?“
„Ja, mein Schatz, das tue ich. Remzi hat mit allem Recht, was er sagt.“
Amelie wusste nicht mehr, was sie sagen sollte. Irgendwie war da gerade etwas anders. Remzi lobte sie und er wirkte gar nicht mehr so nervig. Er hatte bisher auch nicht einmal eine dieser beiläufigen Bemerkungen gemacht, die sie damals so aufgeregt hatten. Kein Baggerversuch, seit er wusste, dass Amelie verheiratet war, keine spitzen Bemerkungen darüber, wen sie liebte. Nein, er schien Odine wertzuschätzen. Das alles machte sie nachdenklich. Dazu die Aussagen darüber, dass Odine sich wie eine Mommy verhielt, wie Amelies Mommy. Aber auch Remzi bemerkte, dass sich Amelie unwohl fühlte.
„Kommt, lasst uns mit der Suche anfangen. Je eher wir den Tatort finden, umso eher haben wir eine Chance, dass die SpuSi hier anrücken kann und uns weitere Informationen liefern kann.“
„Ja, Du hast ja Recht, Remzi!“, sagte Amelie mit belegter Stimme.
Odines Augenbraue ging nach oben als sie Amelie ansprach.
„Amelie, schau mich an!“
Sofort drehte Amelie sich zu Odine und sah ihr in die Augen. Odine konnte die Unsicherheit in Amelies Augen erkennen. Amelie war
aufgewühlt und ihre Gedanken waren überall und nirgends.
Odine zog Amelie wieder in ihre Arme und flüsterte ihr leise folgende Worte ins Ohr.

„Soll Mommy Dich nach Hause bringen?“
Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, füllten sie Amelies Augen mit Tränen. Odine hatte sie wieder mal erkannt.
Ihre Sorgen, ihre Ängste, all das, was ihr durch den Kopf ging, hatte Odine erkannt. Schnell wischte sie die Tränen weg. Schluckte ein paar mal und sagte dann.
„Nein, aber wenn Mommy heute Abend mit Amy ganz viel kuschelt, wäre das super toll.“
Odine gab Amelie einen sanften Kuss auf die Stirn und erwiderte dann mit sanfter, liebevoller Stimme.
„Wir werden das heute Abend machen. Versprochen.“

Was macht Momente wie diese für mich so wertvoll, dass ich davon sehr lange zehren kann?
Momente, in den zwei Menschen einander so erkennen, ohne Masken beieinander sind. Das sind für mich die wahren Momente im Leben. Die Momente, für die es sich lohnt, zu leben. Und wenn ich einen solchen erleben darf, berührt es mich sehr.

@*********eufel Ich weiß, Dir hat bestimmt etwas anderes vorgeschwebt, aber neben den reinen körperlichen Momenten gibt es eben auch andere Momente, die es schaffen, einen innerlich still werden zu lassen. *zwinker* Und ja, man kann diese Momente auch im "normalen" Alltag erleben. Ich habe es bereits erlebt. lächel Man muss dafür nicht zu zweit in einem stillen Kämmerlein sein.
Liebe Grüße
Daira

***dl Mann
1.397 Beiträge
Von Alltagsneckereien bis zur Session. Die "Basis" Werkzeuge gibt´s in allen Abstufungen des Spieles. Nur die Varianten sind komplett unterschiedlich.

Ich mag das heute nicht, aber die Atmung sagt mach weiter. Ein stiller Moment, das diese Wahrnehmung überhaupt funktionieren kann. Romantisch an einander gekuschelt, bevor die nächste "Gemeinheit" kommt. Ein nächster Schluck vom Weinglas wird zur Verhandlungssache.
In unserem "Alltags" BDSM wo die Herzen die Oberhand haben. Kein derber Anteil mit dabei ist. Da ist es sicher auch ein Wechselspiel mit stillen Momenten.

Fesseln her gerichtet, ein bewusste Session. Eine Musterung, der erwischte Ladendieb ..... wenn du mich dort gefesselt einfach liegen lässt wird mir Fad, die Gedanken schweifen ab was wir nächste Woche einkaufen gehen müssen. Da geht´s "Schlag auf Schlag". Ich hätte Lust jetzt auf eine ruhige Massage. Für beide Seiten das passt jetzt einfach nicht zum Spiel.

Nur die "Panne" das wir beim Einstieg ins derbe Spiel statt dessen beim leidenschaftlichen Sex landen passiert uns immer wieder mal.
*********_KIEL Frau
20 Beiträge
Zitat von ****erz:
Zitat von *********_KIEL:
Ein Thema, dass ich nie vermutet hätte es hier zu finden, Danke @*********eufel !

Da die große Basis aller BDSMler nur spielt und sich auslebt wird Dein Thema hier vielleicht viele Leser aufrütteln oder zum Nachdenken anregen.

Leise Momente - wenn die Seele singt,
die Hingabe als absolute Leidenschaft wahrgenommen werden kann.
Dass ist tiefe Devotion, tief gelebtes D/s.

Ich denke die Meisten können hier garnicht mitreden, da sie diese Tiefe der Verbindung nicht verstehen oder ihr Denken einfach übersteigt.

Mein Liebling wäscht mir gerne die Haare wenn ich in der Badewanne liege oder kämmt sie, trocknet mich ab, cremt mir die Hände oder den Körper ein.
Dazu benötigt es keine Kommandos oder vorgegebene Regeln.
Er kann mich lesen, daß was meine Seele streichelt
und ich gebe ihm dafür die Möglichkeit, denn er tut aus aus seinem tiefsten Inneren heraus.
Freiwillig und ohne eine Gegenleistung dafür zu fordern oder zu erwarten.

Haare waschen und Körper eincremen hat jetzt aber mal nix mit BDSM zu tun.
Das gehört auch zu einer 'ganz normalen' Vanilla Beziehung dazu.
Das sind schöne Dinge, die man oder frau eben macht, wenn in einer Liebesbeziehung.

Wie ich schon in meinen Zeilen betonte, wer nur Spielt und es nicht erfassen kann, sollte nicht sagen was mit BDSM zu tun hat und was nicht.

Sitzt deine Sub im Machtgefälle nackt vor dir und schnibbelt dir die Hornhaut von den Füßen? Küsst sie dir dabei die Füße und freut sich- owohl du weißt, daß Füße so gar nicht ihr anbetungswürdiges Ding sind? Sie hat es ja erklärt.
Hast du daß denn schon in einer Stino- Beziehung bekommen?
Wir reden hier nicht von Alltagsnettigkeiten.

Mein Malesub ist dann so nackt, so emotional offen, er, der ein Hüne von einem Mann ist, mit einem starken Wesen, zeigt sich so klein und und das sind ganz seltene und kostbare Moment indem er zutiefst verwundbar ist.
Diese Momente sind unschätzbar und sollten mit großer wertschätzender Vorsicht bedacht und gesehen werden.
Denn nur bei mir zeigt er sich so- niemals auf normaler Augenhöhe.
***_E Frau
817 Beiträge
Die BDSM Welt ist bunt und schillernd, bietet unendliche Möglichkeiten Ideen und Stile. Aber das was verbindet ist nicht die Show mit dem größten WOW sondern die Momente dazwischen.
Die stillen Momente in denen man einfach nur sein darf, getragen von Verbindung und Emotionen.
Sei es im Nachklang einer Session oder auch im Alltag. Das sensibel Seil für die Bedürfnisse des anderen. Egal ob es körperliche oder emotionale sind.
Dinge die nicht ausgesprochen werden müssen sondern wahrgenommen werden.


Dominanz und alles müssen nicht laut sein, die Zwischentöne und die Stille sind viel spannender
******dja Frau
876 Beiträge
Klar gibt es sie diese stillen Momente. Jede Menge davon sogar. Wenn man nicht reden muss, um sich zu verstehen. Die Momente in denen man einfach nur existiert. Wenn er zb zusammengerollt an meine Füße gekuschelt liegt und sie wärmt oder er am Boden kniet und ich ihm den Kopf kraule oder wenn er wartet bis ich esse um auch zu essen oder wenn ich schlafen gehe und er automatisch auch sein Licht ausschaltet. Dann ist diese starke Verbindung im Oben und Unten deutlich zu spüren und wir können sie beide sehr genießen.
*********ether Mann
502 Beiträge
Zitat von *********eufel:
Sich etwas geben, gegenseitig geben und in der Erkenntnis anzukommen, daß du dies im Machtgefälle mit voller Hingabe tust.
Mein Spielpartner (keine Liebe) hat mir in dem Moment (1Std) seine Zeit geschenkt.
Tiefe emotionale Zeit, diese Zeit hat in mir mehr Spuren hinterlassen als jede Peitsche. Und ja er hat mich gesehen, natürlich hat er mich gesehen und er hat mich auch in der Tiefe meiner Hingabe gefragt ob mich Füße sexuell erregen. Nein das tun sie nicht. *nein*! Und Füße küssen ist so ziemlich das Schlimmste was man mir abfordern kann.
Und andere Füße zu hobeln ist nur auch echt nicht daß, was ich mir bei einen Tombolagewinn ziehen würde.

Dieses gewaltige, positive Gefühl von Verehrung, von Passion kann ich nicht beschreiben. Mir ging es darum mich um ihn zu kümmern, kümmern zu dürfen, etwas tun zu dürfen von dem ich wusste, daß er es nicht fragen oder erbitten würde- erst recht nicht beauftragen würde.
Ein Geben und Nehmen ohne sexuelle Grundlage, ohne Schläge, ohne Adrenalinrausch.
Es war mir ein tiefes Bedürfnis aus mir selbst heraus dies tun zu dürfen.
Ja, es hat meine Seele gestreichelt und mich in eine unglaubliche Schwingung versetzt.

Das ist nicht mit einer Aufmerksamkeit wie einen Becher Kaffe hinzustellen oder den Frühstückstisch zu decken vergleichbar.

Ob daß jemand versteht weiß ich nicht, daher frage ich ja ob andere es auch so oder so ähnlich warnehmen.

Jetzt habe ich verstanden, worum es dir geht. (glaube ich)

Bei mir ist es das, was ich als tiefste Dankbarkeit empfinde. Ich habe gerade so wundervolle Menschen in meinem Leben ... und wenn sie mir Zeit schenken, sei es um zu spielen oder einfach im realen Leben - dann ist nichts davon selbstverständlich, nichts davon muss so sein. Niemand und nichts zwingt sie ... und dennoch sind sie da.
Klingt sicher komisch, aber ich bin dafür wirklich einfach immer und immer wieder dankbar.
Und das spüre ich am stärksten in den Momenten der Ruhe. Wenn man sich einfach ansieht oder einfach nur in Ruhe fühlt.


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Ich verstehe leider deinen Bogen von ruhigen Momenten hin zum Äußern von Wünschen und dem möglichen damit klar kommen nicht.
Ruhige Momente sind für mich die Momente, in denen nicht verbal kommuniziert wird.

Aber generell: Natürlich höre ich mir die Wünsche an und versuche darauf einzugehen. Darum geht es, es geht um die Menschen, um die Seelen ... um Wünsche und Sehnsüchte, um Glück und Erfüllung ...
also ja, immer. (im mir möglichen Rahmen)
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