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Fisting

Antworten auf die wichtigsten Fisting-Fragen und Tipps fürs erste Mal
17. November

Fisting bzw. Fisten ist eine Sexpraktik, bei der mehrere Finger, die ganze Hand oder mehrere Hände in die Vagina oder den Anus eingeführt werden. Was brachial klingt, ist mit unbeschreiblich intensiven Empfindungen verbunden. Um Fisting richtig genießen zu können, ist ein hohes Maß an Übung und Vertrauen erforderlich. Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen rund ums Thema Fisting!

 
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Fisting: Step by step im Video erklärt

Fisting-Anfänger stehen oftmals vor vielen offenen Fragen. Was muss ich beachten? Ist der Orgasmus wirklich intensiver? Leiern die Muskeln beim Fisting aus? Wir beantworten die wichtigsten Fragen im Video und geben Tipps für das erste Mal.

Fisting: Im Video zeigt euch unsere Sexpertin Jana Förster, wie's geht!

 
 

Wird beim Fisten wirklich die ganze Faust benutzt?

Ja, "fisten" bedeutet frei übersetzt Faustverkehr. Dennoch: Dies muss nicht zwingend wörtlich gemeint sein. Auch das Einführen mehrerer Finger oder der gestreckten Hand bezeichnet man als Fisting. Zudem werden Handbewegungen zwischen dem Strecken und der geballten Faust hier eingeordnet.

Insbesondere Anfänger sollten mit einzelnen Fingern, der gestreckten Hand oder dem sogenannten "Entenschnabel" beginnen. Diese Handstellungen werden aber auch von Fisting-Liebhabern vielfach als angenehmer empfunden. Hier gilt es einfach, seine persönlichen Vorlieben auszuloten.

Fisting muss nicht zwangsläufig mit einer Faust praktiziert werden. Der sogenannte "Entenschnabel" beispielsweise eignet sich besonders gut für Anfänger.
Fisting muss nicht zwangsläufig mit einer Faust praktiziert werden. Der sogenannte "Entenschnabel" beispielsweise eignet sich besonders gut für Anfänger.
 

Kurzum: Es muss nicht immer die ganze Faust sein, um Fisting als lustvoll zu empfinden! Das Wichtigste ist, dass der Partner, der penetriert wird, keine Schmerzen empfindet.

 

Was sollte ich als Fisting-Anfänger beachten?

  • Informieren: Gerade Anfänger sollten sich umfassend über die verschiedenen Aspekte des Fistings, wie beispielsweise die unterschiedlichen Fisting-Arten, Herangehensweisen und Risiken informieren. Nutzt unsere hiesigen Anleitungen sowie das Fisting-Forum als erste Anlaufstellen.

  • Entspannte Atmosphäre: Um lustvoll fisten zu können, ist ein entspanntes Gefühl unabdingbar. In einer lockeren Atmosphäre lässt sich selbiges am besten erzielen. Eine angenehme Lage des passiven Fisting-Parts wirkt Verkrampfungen entgegen. Beim Vaginal-Fisting könnte das Becken der Frau beispielsweise auf einem Kissen gebettet sein.

  • Kommunikation und Vertrauen: Wie bei allen Sexpraktiken ist es wichtig, offen mit seinem Partner zu sprechen und seine Wünsche und Vorstellungen zu äußern. Auch mögliche Grenzen sollten besprochen werden. Dabei spielt Vertrauen eine große Rolle.

Eine gesunde, schamfreie Kommunikation ist beim Thema Fisting unerlässlich.

  • Hygiene: Auch die Hygiene wird beim Fisting sehr groß geschrieben. Insbesondere Anfänger sollten zudem über den Gebrauch von Einweghandschuhen nachdenken. Diese sind zwar nicht zwingend erforderlich, können aber die anfänglichen Fisting-Versuche unter Umständen einfacher gestalten. Ohne Einweghandschuhe zieht das verwendete Gleitmittel gegebenenfalls sehr schnell in Finger und Hand ein, die Hand wird rau und trocken und die gefistete Person hat Schmerzen.

  • Langsames Herantasten: Als Fisting-Neuling ist unbedingt ein behutsames Herantasten angeraten. Fühlt zunächst mit einzelnen, dann mehreren Fingern vor, wo das persönliche Optimum liegt. Dies ist ein Prozess. Das heißt, nicht gleich beim ersten Mal wird alles perfekt laufen. Nehmt euch Zeit und habt Geduld.

 

Wie fange ich beim Vaginal-Fisting am besten an?

Da die Vagina als natürlicher Geburtskanal vorgesehen ist, ist sie sehr dehnbar. Dennoch sollte behutsam vorgegangen werden, damit die Frau das Vaginal-Fisting als angenehm empfinden kann.

Die Vagina ist sehr dehnbar. Dennoch sollte mit äußerster Vorsicht herangegangen werden.
Die Vagina ist sehr dehnbar. Dennoch sollte mit äußerster Vorsicht herangegangen werden.
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Grundvoraussetzung ist eine hohe Scheidenfeuchtigkeit, die natürlich nur dann zustande kommt, wenn die Frau erregt ist. Ein gefühlvolles Vorspiel darf beim Fisting also nicht fehlen.

Probiert anschließend vorsichtig aus, wie weit sich die Vagina zu diesem Zeitpunkt dehnen lässt. Dafür sollte die Scheide zunächst nur mit einigen Fingern penetriert werden, je nach Wohlbefinden kann anschließend der Rest der Hand eingeführt werden.

Dies sollte auf keinen Fall mit ruckartigen Bewegungen geschehen, da auch die Schleimhäute einer Vagina nicht unbegrenzt belastbar sind. Vorsicht und Gefühl sind hier die obersten Prämissen.

Da Hände nicht nur ein größeres Volumen als ein Penis haben, sondern die Haut an den Händen auch sehr viel rauher und saugfähiger ist, sollte bei geringer bis normaler Scheidenfeuchtigkeit unbedingt ein Gleitmittel zur Hilfe genommen werden. Dies erleichtert das Eindringen in die gewünschte Körperöffnung ungemein. Das meist kühle Gleitmittel lässt auch die Hautoberfläche glatter erscheinen. Viele Anfänger greifen auch gern auf Einweghandschuhe zurück.

 

Welche Besonderheiten gibt es beim Anal-Fisting?

Beim Anal-Fisting ist das Ausmaß an Risiken sehr viel höher, da der Anus bei weitem nicht so dehnbar ist wie eine Vagina. Hier sollte erst recht reichlich Gleitmittel verwendet und behutsam vorgegangen werden.

Ein wesentlicher Vorteil beim Anal-Fisting ist jedoch, dass es, im Gegensatz zum Vaginal-Fisting, von beiden Partnern in gleichem Maß durchgeführt werden kann, d.h. beide sowohl aktiv als auch passiv fisten können. Beide Partner haben so besser die Möglichkeit, untereinander ihre jeweiligen Grenzen klarer verständlich zu machen.

Ruppige oder gewaltsame Bewegungen können zu einer Analfissur, einem Einriss der Afterschleimhaut, führen. Dadurch kann es zu Infektionen kommen, auch wenn Geschlechtsverkehr mit Kondom stattgefunden hat. In schlimmeren Fällen kann es sogar zu einer Perforation des Darms oder gar zu einer Schädigung des Schließmuskels, beziehungsweise der Beckenbodenmuskulatur, kommen. Dies kann Inkontinenz zur Folge haben.

Deshalb: Unbedingt vorsichtig und behutsam vorgehen. Muskeln sind lernfähig, aber sie können nicht von jetzt auf gleich um ein Vielfaches ausgedehnt werden. Vergleichsweise kann man sagen, dass es sich dort wie mit einem Besuch im Fitnessstudio verhält: Niemand geht spargeldünn hinein und kommt anderthalb Stunden später muskelbepackt wieder heraus.

Fisting erfordert viel Übung. Mit zunehmender Dehnungsfähigkeit des Anus stellt sich auch das Wohlbefinden beim Vorgang selbst ein. Dem Muskel ist dies bereits bekannt, er entspannt sich, verkrampft nicht mehr. So kann der hocherogene Darmendbereich stimuliert werden, was schließlich auch zum Orgasmus führen kann.

Sollte ich vorm Fisting den Darm entleeren?

Ja, es ist ratsam, den Darm zuvor zu entleeren. Zum einen, weil beim Vaginal-Fisting unter Umständen Druck auf den Darm ausgeübt wird. Dies hat zur Folge, dass sich die Muskeln verkrampfen und die Entspannung dahin ist. Zum anderen ist eine Darmentleerung durchaus sinnvoll, weil ein Muskel auf Signale reagiert. Wird der Schließmuskel im Anus stimuliert, ist das für ihn ein Zeichen, sich zu öffnen, was unschöne Ergebnisse zur Folge haben kann.

Wie beuge ich Schmerzen beim Fisting am besten vor?

Vorsicht und Gefühl sind die Prämissen, um Schmerzen beim Vaginal- und Anal-Fisting zu vermeiden.
Vorsicht und Gefühl sind die Prämissen, um Schmerzen beim Vaginal- und Anal-Fisting zu vermeiden.
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Schmerzen beim Fisting haben Muskelverkrampfungen zur Folge, was wiederum dazu führt, dass die Vagina oder der Anus "enger" und die Schmerzen dadurch zusätzlich gesteigert werden.

Deshalb ist es besonders wichtig, sich langsam heranzutasten und immer wieder zu vergewissern, dass es auch für den Partner angenehm ist. Auch beim Herausziehen der Hand ist Vorsicht geboten. Hier gilt ebenfalls: Ruckartige Bewegungen vermeiden, da es ansonsten zu Verletzungen der Schleimhäute, etwa durch Fingernägel, kommen kann.

Beide Partner sollten nur soweit gehen, wie es ihre "erträgliche" Schmerzgrenze erlaubt, keinesfalls darüber hinaus. Regelmäßiges "Üben" wird schon bald Erfolge hinsichtlich der Erträglichkeit zeigen. Dann kann langsam und in kleinen Schritten das einzuführende Volumen gesteigert werden. Dazu müssen nicht zwingend Finger oder Hände benutzt werden, auch mit Dildos oder Vibratoren lassen sich durch langsame Steigerung Erfolge erzielen.

Anal-Fisting ist, wie jede andere Sexpraktik auch, nicht jedermanns Sache. Genau wie beim Analverkehr mit Penis oder Vibrator kann die Penetration mit der Hand sehr schmerzvoll sein. Eine Tatsache, die sich durch Übung leicht beheben lässt. Dennoch: Bei einigen Menschen übertritt Anal-Fisting eine Schamgrenze, die in diesen Fällen auch nicht verletzt werden sollte.

 

Führt Fisting auf jeden Fall zum Orgasmus?

Hinsichtlich der Empfindungen beim Fisting gibt es extreme Unterschiede. Viele Frauen empfinden Vaginal-Fisting als ungeheuer erregend und beschreiben ihre Orgasmen als sehr viel intensiver als bei einer Penis-Penetration.

Viele Frauen beschreiben ihre Orgasmen beim Fisting als extrem intensiv.

Dies kann einerseits mit dem Volumen, andererseits aber auch mit der Beweglichkeit der einzelnen Finger zusammenhängen. Dennoch gibt es beim Fisting natürlich keine Orgasmus-Garantie. Die Wahrnehmungen sind einfach zu individuell, um allgemeingültige Aussagen treffen zu können.

 

Leiert Fisting die Muskeln aus?

Ähnlich wie bei Fitness-Übungen gewöhnt sich die Muskulatur durch stetiges Training an die Belastung. Wichtig sind eine langsame Herangehensweise und eine kontinuierliche Erhöhung. Dadurch erhöht der Muskel die Dehnungsfähigkeit Stück für Stück und reagiert bei Penetration nicht mehr schmerzempfindlich.

Sobald die Finger bzw. die gesamte Hand aus der Öffnung entfernt werden, zieht sich die Muskulatur in ihren Urzustand zurück. Dieser Vorgang ist ähnlich einer Geburt: Auch hier zieht sich die Vagina wieder zusammen und bleibt nicht auf Dauer so weit gedehnt, dass ein Neugeborenes problemlos hindurch passt.

 

Kann man direkt nach dem Fisting wieder Sex haben?

Obwohl sich sowohl die anale als auch die vaginale Muskulatur wieder entspannt und zurückbildet, ist es nicht ratsam, unmittelbar nach dem Fisting auf herkömmliche Art miteinander zu schlafen.

Nach dem Fisting muss sich die gedehnte Muskulatur zunächst wieder zurückbilden. Mit normalem Sex sollte daher noch gewartet werden.
Nach dem Fisting muss sich die gedehnte Muskulatur zunächst wieder zurückbilden. Mit normalem Sex sollte daher noch gewartet werden.
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Bei der Frau ist zwar nicht mit Schmerzen zu rechnen, aber ganz so schnell funktioniert die Rückbildung der Vaginal-Muskulatur dann doch nicht. So ist es durchaus möglich, dass die Frau bei der herkömmlichen Penetration nichts spürt, denn: Eine Hand, beziehungsweise eine Faust, füllt die Frau definitiv mehr aus als ein Penis.

Zudem ist auch das Gefühl ein völlig anderes. Während beim Sex oftmals gerade die Reibung und die verhältnismäßig schnelle Bewegung das Erregende ist, reichen beim Fisting oftmals langsame, kleine Bewegungen aus, um die Partnerin sehr zu stimulieren.

Dies verspricht zwar einen sehr heftigen Orgasmus, dennoch kann die Vagina für kurze Zeit nicht nur überdehnt, sondern auch überreizt sein. Deshalb sollte zwischen Fisting und Geschlechtsverkehr mindestens eine gute Stunde liegen.

Fisting: Erlaubt ist, was gefällt

Fisting ist, egal in welcher Form, keinesfalls pervers oder abartig. Wichtig ist, dass alle Beteiligten Spaß haben. Ist diese Voraussetzung gegeben, spricht nichts dagegen, sich in der richtigen Stimmung nach Herzenslust auszuprobieren und herauszufinden, wie weit man gehen mag. Gibt man dem Vorhaben auch ausreichend Zeit, damit sich die Muskeln entsprechend daran gewöhnen können, steht einer aufregenden, neuer Erfahrung nichts im Weg.

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