08.01.2012

Dominant

Die Lust an der Dominanz gegenüber devoten Personen

Dominant im BDSM Zusammenhang sind jene Menschen, die ihre Lust und Erregung vordergründig aus einer überlegenen und herrschenden Rolle gegenüber einem devoten Sex Partner erzielen. Leute mit einer dominanten Rolle werden häufig als Tops bezeichnet.

Dominant während einer BDSM Session...
Dominant während einer BDSM Session...

Dominant heißt nicht nur aktiv zu sein

Dominanz im sexuellen Bereich ist vielfach mit Klischees behaftet, mit denen aufgeräumt werden muss, um dominante Neigungen zu definieren und zu verstehen. Beim Sex dominant zu sein und einen submissiven bzw. devoten Partner zu haben, wird oft damit verwechselt, schlicht aktiv zu sein.

Die Begriffe sind nicht ganz unverwandt, doch geht es bei Aktivität und Passivität in einer sexuellen Beziehung viel mehr um ein Verhalten als eine Rolle. Bei Sexstellungen kann man beispielsweise aktiv oder passiv sein. Auch das Ergreifen der Initiative kann als aktiv bezeichnet werden.

Dominant und devot sind hingegen tatsächlich sexuelle Neigungen aus dem BDSM Bereich. Hier geht es um eine Rolle, die während einer Session eingenommen und in teilweise extremer Art und Weise ausgelebt wird, kommt es doch bei der Vorliebe für SM vielfach auch zu Lustschmerzen beispielsweise durch Schläge oder Bondage Spiele.

Das irreführendste Klischee ist dabei vielleicht die Vorstellung, dass es immer einen männlichen Partner gibt, der einen weiblichen Partner dominiert und die Führung übernimmt. Dominant-submissive Rollenspiele können gerade diese Stereotypen hinterfragen und aufbrechen. Oftmals übernimmt nämlich die Frau als Domina im BDSM Spiel die Zügel, mitunter auch im wahrsten Sinne des Wortes.

Dominanz und Submission im BDSM

Die Begriffe dominant und submissiv stecken bereits in den sechs Begriffen bzw. drei Begriffspaaren, aus denen sich die Abkürzung BDSM zusammensetzt: Bondage - Discipline, Dominant - Submissive, Sadism - Masochism.

Wichtig zum Verständnis der dominant angelegten Rolle ist dabei, dass es sich bei den Praktiken und Handlungen im BDSM, ganz gleich ob sie tatsächlich Sex involvieren oder nicht, nicht zwingend um Wesenszüge der Menschen handeln muss, die sie ausführen. Es werden Rollen angenommen, die für die Dauer einer Session oder unter bestimmten Bedingungen gelten. Dafür gibt es klare Regeln. Jeder geht in dem Spiel seinen Gefühlen und Neigungen nach, aber alles wird nur mit Einverständnis und Zustimmung aller Partner getan.

Dominanz muss kein Teil der Persönlichkeit sein

Auch wenn Menschen allgemein eher dazu neigen dominant zu sein, macht das nicht zwangsläufig ihre sexuelle Neigung aus. Zudem ist ein Mensch, der beim Sex stets aktiv ist, nicht automatisch dominant im BDSM Spiel. Erst wenn er im Einverständnis mit seinem Partner eine dominante Rolle ausübt und dabei Fantasien von Dominanz und Unterwerfung innerhalb eines Spiels auslebt, lässt sich wirklich von Dominanz im sexuellen Sinne sprechen.

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