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Dein(e) Partner(in) will zur Tantramassage. Wie reagierst du243
Unangenehm sind Situationen, in denen ich eigentlich gerne sagen…
Haha, eine Tantramasseurin!
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Tantramassage geben als Beruf

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*******hexe
88 Beiträge
Wie sind denn Eure Erfahrungen?
Wenn Ihr noch aktiv seid, wie geht Ihr mit den Erwartungen und dem Verhalten der Kundschaft um? Habt Ihr Wünsche an mögliche Kunden, die Ihr teilen möchtet?
Was macht den Beruf für Euch reizvoll?

Ich gebe seit vielen Jahren hauptberuflich ganzheitliche Massagen. Das drücke ich absichtlich so aus, da ich zwar größtenteils tantrischen Werten folge, mich jedoch über die lange Zeit selbst mit Gefühl und Herz eingearbeitet habe, also keine Zertifikate habe, und mich daher auch nicht mit dem Begriff Tantramassage schmücken möchte. Meine Massagegäste waren zum Teil aber auch schon bei zertifizierten Tantramasseuren und meinen, ich bräuchte so einen Zettel nicht, der sei auch keine Garantie für eine wertvolle Massage. *g* (Das nur als kurze Vorstellung, ich möchte hier kein Off-topic aufmachen.)

Angefangen habe ich damals in einem Massagestudio. Das hatte den Vorteil, dass Räumlichkeiten und Team einen gewissen Schutz boten und auch am Telefon schon über das Angebot aufgeklärt wurde. Aber auch den Nachteil, dass einige Frauen hinter verschlossener Tür doch Sex angeboten haben und daher einige Stammgäste des Studios das auch bei mir vorausgesetzt haben und dann enttäuscht waren. Da die anderen Frauen das heimlich gemacht und erst im laufenden Termin angeboten haben, war da kaum eine klare Kommunikation oder Abgrenzung im Voraus möglich.

Da mir auch die Massenabfertigung, die Atmosphäre und die hohen Abgaben nicht mehr zugesagt haben, bin ich irgendwann auf eigene Räumlichkeiten umgestiegen. Nun übernehme ich selbst die Werbung und Kommunikation im Voraus und kann da ein gutes Stück weit filtern. Der Rest filtert sich selbst, denn nur ungefähr die Hälfte der vereinbarten Termine (bei Neugästen) taucht auf. Die Gäste, die dann auftauchen, sind überwiegend sehr nett und respektvoll.
Ich denke, man lernt mit den Jahren, ein Gefühl für die Menschen zu entwickeln. Und man lernt auch sonst so seine Tricks. In meiner Dusche hängt inzwischen eine humorvolle Duschanleitung, die einem anderen größeren Problem meiner Branche etwas abgeholfen hat.

Auch ich habe den Wunsch, dass meine Gäste sich auf sich selbst und das Berührungen-annehmen konzentrieren. Wenn mich jemand an Arm, Bein oder Rücken berührt, betrachte ich das als Grauzone und als Lernfeld, versuche aber darauf hinzuwirken, dass das mit der Zeit weniger wird und derjenige diese oft reflexhaft ausgeführten Ideen loslassen kann.
Was für mich persönlich gar nicht funktioniert, ist, wenn ein Gast sein sicher so erlerntes Muster abspulen möchte, mich erregen zu wollen, um dadurch seine eigene Erregung zu steigern.

Ich empfinde Sex zwar nicht per se als untantrisch oder so, aber an Menschen, die mich berühren wollen und dürfen, habe ich völlig andere Erwartungen als an meine Massagegäste.
Ich kann jeden Menschen berühren, der frisch geduscht ist und Respekt vor meinen Grenzen hat. Das kann ich garantieren, unabhängig von Geschlecht, Aussehen oder sonstigen Eigenschaften. Aber mich berühren lassen - das möchte ich nun mal nur, wenn mein Gefühl zu der Person stimmt. Und da möchte ich bei meiner Arbeit generell keine Vermischung.
Wie schon geschrieben wurde, ich denke, um diese Arbeit langfristig machen und sich dabei gut fühlen zu können, sollte man seine eigenen Grenzen klar haben und gut kommunizieren können. Das strahlt man dann auch aus und so wird nur selten dagegen verstoßen.

Was mir in diesem Beruf Freude macht, das sind hauptsächlich meine vielen Stammgäste, mit denen es keinerlei Diskussionen oder komische Erwartungen mehr gibt, sondern die mein Angebot ganz genau so schätzen, wollen und genießen, wie es ist. Diese Gäste sich über die Jahre positiv entwickeln zu sehen, wie sie sich, ihren Körper, ihre Wahrnehmung und ihre Lust neu entdecken, das ist ein wirklich gutes Gefühl für mich.
Natürlich freue ich mich genauso über die Neugäste, die zum allerersten Mal so etwas erleben, es gut annehmen können und oft völlig überwältigt von all den neuen Gefühlen sind. *g*

Ungeachtet meiner Freude an dem Beruf baue ich mir trotzdem allmählich ein zweites Standbein auf. Zum einen, weil ich mich auf eine neue Herausforderung freue.
Zum anderen aber auch, weil ich nun über 30 bin und Bedenken habe, vielleicht in 10, spätestens 20 Jahren nicht mehr entspannt von der Massage leben zu können. Ich weiß, sich als Gast die gebende Person nach Alter oder optischer Attraktivität auszusuchen, ist kein besonders tantrischer Gedanke. Aber meine Gäste sind ja auch keine ausgebildeten Tantriker. Sie gehen da halt doch ein gutes Stück nach ihren persönlichen Vorlieben.
Falls sich hier also jemand dazu äußern mag und es noch zum Thema passt (was ich hoffe), würde es mich interessieren, ob ältere Masseur_innen noch gut davon leben können oder ab welchem Alter es schwieriger wurde.
*********rgara Frau
8.623 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Zitat von *******hexe:
Falls sich hier also jemand dazu äußern mag und es noch zum Thema passt (was ich hoffe), würde es mich interessieren, ob ältere Masseur_innen noch gut davon leben können oder ab welchem Alter es schwieriger wurde.

Erst mal lieben Dank für Deinen ausführlichen , offenen und reflektierten Beitrag! *herz2*

Es wäre sehr schön von älteren Masseuren/Masseurinnen zu lesen, ob sich mit dem Alter die Arbeitsbedingungen verändert haben.
Ich habe ca. ein Jahr hin und her überlegt, ob ich professionelle Tantramassagen (nebengewerblich) anbieten möchte. Seit einem halben Jahr bin ich nun im Team eines Studios und geniesse es sehr. Es kommen nur wenige Anfragen, mal Männer, mal Frauen, auch Paarmassagen (in einem oder in getrennten Räumen) oder begleitete Paarmassagen habe ich schon gegeben. Davon leben muss ich nicht. Ich glaube, das wichtigste ist es, eine sichere Bindung und einen klaren Rahmen anbieten zu können, den Raum zu öffnen für alle Emotionen, die in diesem Rahmen transformiert werden möchten, meine Hände mit meinem Herzen zu verbinden. Für mich ist der heilsame Aspekt wichtiger als der erotische, darum beschäftige ich mich viel mit Focusing, Somatic Experiencing, Shiatsu etc. Und meine Erfahrung ist: wenn ich das klar formuliere, finden 'die richtigen' Menschen ihren Weg zu mir, also genau die, die das suchen, was ich anbieten kann und möchte. Und ich darf genau beobachten, bis wohin es mir gut tut und wo ich ggf. Unterstützung benötige, zum Beispiel in einem Austausch wie hier.
******Moi Mann
728 Beiträge
Oh Gott, über welche Trivialitäten gibt es denn hier Fragen?

Es wäre sehr schön von älteren Masseuren/Masseurinnen zu lesen, ob sich mit dem Alter die Arbeitsbedingungen verändert haben.

Das Leben hat Zyklen. Es gibt den berühmten 7-Jahres-Zyklus. Den tue ich jetzt hier nicht ausführen, dazu gibt es im Internet viele viele gescheite und dumme Beiträge. Welchen Beiträgen jemand glaubt, ist von mir hier nicht zu beeinflussen.

Wer den Anspruch hat, von tantrischen Massagen leben zu wollen, hat aus meiner Sicht mehrere Probleme. Das erste ist, mindestens x Massagen am Tag zu bewerkstelligen. Je nach Anspruch an den Lebensunterhalt. Das zweite ist, dass jede Tantra-Massage ja auch etwas mit dem/r Massierenden selbst macht. Das dritte ist, dass nicht meine Massagequalität darüber entscheidet, ob das Geschäft weiter gut geht, sondern die Erwartungshaltung der potentiellen Kunden/innen an das, was die Massage ihnen bringen möge.

Und da gehen heute die Erwartungshaltungen eben auseinander. War früher irgendwann einmal die Weisheit der älteren Generation gefragt, so ist es heute die (Un)Wissenheit der Jugend.
Einen Ältestenrat wie bei den Indianern gibt es heute nicht mehr. Wer mit 17 ein Unternehmen gründet und schnell mal ein paar schlappe Millionen verdient, der fragt nicht nach Weisheit. Der fragt nach Euro.

Konzentriere Dich auf diejenigen Menschen, die nach Weisheit streben. Konkurriere nicht mit den Menschen, die erst mal auf dem Weg sind, sich selbst zu finden oder zu erahnen.
Wenn Du zu den Silberlocken gehörst, gib das weiter, was man Lebenserfahrung und Weisheit nennt. Wenn das die Jüngeren nicht hören wollen, bleiben die halt weg. Konzentriere Dich auf die, die darin einen Sinn sehen und fühlen.

Von Tantra-Massagen leben zu wollen ist ein sehr ambitionierter Ansatz, der vermutlich bei den meisten zum Scheitern führt. Besser gelingt es temporät, wenn die Tantra-Massage "erweitert" wird. Dann kann das noch mal ein paar Jahre überbrücken.

Nein, Tantra-Massagen im Alter der Weisheit sind nicht zum Lebensunterhalt da, sondern um den Geist des Spirituellen weiter zu tragen.

Grüße und Namaste
CCM
****a_S Frau
3.135 Beiträge
Nach der wunderbaren Ausbildung bei Michaela habe ich ca. 10 Jahre lang Massagen gegeben. Was mir - gerade am Anfang - sehr geholfen hat, war ihr Bild, daß wir uns und unseren Massagen einen "Rahmen" geben müssen. Und daß WIR bestimmen, wie dieser Rahmen aussieht.
Ich habe in einer Urlaubsregion im Ausland gearbeitet und hatte viel Klientel, welches auch aus medizinischen Gründen bei mir war.
Man wird sicherlich mit Tantramassagen nicht reich. Aber ich konnte bescheiden damit leben.
Aus gesundheitlichen und Altersgründen gebe ich keine Massagen mehr. Alles hat seine Zeit.
Aber ich bereue nichts!
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*******hexe
88 Beiträge
Zitat von ******Moi:
Oh Gott, über welche Trivialitäten gibt es denn hier Fragen?

Ich empfinde deine Kritik an meiner Frage als ziemlich unhöflich.

Wer den Anspruch hat, von tantrischen Massagen leben zu wollen, hat aus meiner Sicht mehrere Probleme. Das erste ist, mindestens x Massagen am Tag zu bewerkstelligen. Je nach Anspruch an den Lebensunterhalt. Das zweite ist, dass jede Tantra-Massage ja auch etwas mit dem/r Massierenden selbst macht. Das dritte ist, dass nicht meine Massagequalität darüber entscheidet, ob das Geschäft weiter gut geht, sondern die Erwartungshaltung der potentiellen Kunden/innen an das, was die Massage ihnen bringen möge.

Es handelt sich bei mir auch nicht um eine theoretische Idee, sondern ich mache das seit vielen Jahren hauptberuflich, wie ich ja auch weiter oben ausführlich beschrieben habe. Du brauchst mir also nicht meinen Beruf zu erklären, aber trotzdem nett von dir.

Auch brauchst du mir nicht zu erklären, dass sich mein Körper und mein Geist mit dem Alter verändern, das ist soweit Allgemeinwissen.

Was mich interessieren würde, sind konkrete Erfahrungen von Menschen, die diesen Beruf selbst ausüben und das vielleicht über Jahrzehnte, sodass sie eine eigene Entwicklung mit dem Älterwerden erlebt haben. Noch konkreter geht es mir hauptsächlich darum, ob sie noch entspannt genug Buchungen haben und ob ihre Erfahrung geschätzt wird oder ob sie aufgrund ihres älteren Körpers nicht mehr so beliebt sind.
Natürlich kann ich die Vermutung anstellen, dass das wohl so sein wird, aber reale Erfahrungswerte wären mir lieber.

So wie ich dich verstanden habe, kannst du zu meiner Frage eigentlich nichts beitragen, weil du nie von Tantramassagen gelebt hast.
Also bitte ich dich, auf weitere Angriffe gegenüber meiner Fragestellung oder meiner Person zu verzichten.
******Moi Mann
728 Beiträge
So wie ich dich verstanden habe, ..., weil du nie von Tantramassagen gelebt hast.

Das ist korrekt und das ist auch meine ganz praktische Erfahrung nach 15 Jahren Steuerklärung. Wenn Du mal bei den Tantra-Instituten im nördlichen Bayern vorbeischauen tust, wirst Du da vielleicht eine Entdeckung machen.

Und zum "davon Leben" gehören für mich nicht nur die Einnahmen für Konsum, sondern auch Steuern, Gewerbeabgaben, Krankenversicherung und Altersrücklagen, Werbung, Weiterbildung, usw. usw., die ja auch alle noch zu berücksichtigen sind.
Meine Erfahrung ist - und das nicht nur für männliche Masseure - mit Tantra-Massagen alleine wird es schwer. Da ist Escort eher eine Nische.
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*******hexe
88 Beiträge
Wie nett von dir, dass du dein überhebliches Mansplaining dennoch fortsetzen musst.
Und dass du meinen Beruf als Masseurin hier in die Nähe der Prostitution rücken möchtest. Alles sehr nett und konstruktiv von dir.

@*********rgara
Darf ich dich um etwas Moderation bitten? *g*
******Moi Mann
728 Beiträge
??? Ähhh, wie??? Ich habe meinen 35-Euro-Ausweis für Tantra-Massagen. Das ist doch nichts Schlimmes, oder?
*********rgara Frau
8.623 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Dann zitiere ich mich mal selber:
Der Thread ist ausdrücklich nur für beruflich Aktive oder ehemalige Aktive gedacht

Ich hatte ausdrücklich beruflich Aktive um ihre Erfahrungen gebeten und empfinde es es ebenfalls als wenig respektvoll Fragen anderer als Trivialität zu bezeichnen.
Wie soll sich jemand sicher mit seinen Beiträgen zeigen und einbringen können, wenn das das Echo ist?

Ich bin unangenehm überrascht sowas moderieren zu müssen unter erfahrenen Tantrikern.

Bitte keine "Meinungen" von nicht beruflich aktiven. Klar ist Lebenserfahrung auch übertragbar, aber man kann sowas letztlich nur wirklich beurteilen, wenn man es selber lebt.

Nebenbei : Ich bin tagsüber auch beruflich tätig ( und das nicht im Tantrabereich ) und kann nur in meiner Freizeit moderieren...
******Moi Mann
728 Beiträge
Gina, wenn ich nun demnächst im 16. Jahr eine Steuerklärung abgebe für das Institut, dann heißt das doch, dass ich beruflich in diesem Bereich aktiv bin. Oder was soll sonst eine Steuerklärung? Seit ebenso vielen Jahren gibt es eine Internetseite. Zum Spaß?
Gina, ja, ich bin in diesem Bereich aktiv. Ich weiß schon, wovon ich rede.
*********rgara Frau
8.623 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Das weiß Massagehexe auch.
Ihr habt verschiedene Erfahrungen und Ansichten und das sollte gleichwertig gegenüberstehen.
Das wirkt aber anders, wenn einer von Trivialitäten schreibt und Tips ausgibt und das Modell des anderen in Frage stellt.
******n68 Mann
3.773 Beiträge
Gruppen-Mod 
Au weh, so viele Befindlichkeiten auf allen Seiten.....

Einatmen - ausatmen

Professionelle Tantramassagen fallen unter das Prostituiertenschutzgesetz. Daran gibt es nichts zu rütteln

Der Thread richtet sich an Menschen, die professionell Tantramassagen geben. Die natürlich auch wichtigen Tätigkeiten wie Raumreinigung, Webseite betreuen, Steuererklärung, etc. stehen dabei eher im Hintergrund.

Bitte nehmt doch ein bisschen den persönlichen Zunder aus der Diskussion. Jeder hat eigene Erfahrungen und Sichtweisen. Und das ist gut so.
*frieden*
******Moi Mann
728 Beiträge
Klar, lieber Soulman, cool down. Aber ich spreche aus einem Institut, in dem wir unser Küken weit über 60 nennen dürfen. Und da gibt es halt Erfahrungen, die evtl. nicht von anderen Altersstufen nachvollzogen werden können. Diese habe ich versucht, zu transportieren.

Die Sache mit Steuer, Gewerbeabgaben, Altersvorsoge usw. ist schon wichtig, denn Du brauchst 6.000 Euro Umsatz, um 2.000 Euro netto im Portemonnaie zu haben. Da denken viele nicht dran. Und das ist wichtig, wenn wir das angefragte Thema bzgl. "von Tantramassagen leben" bis ins Alter verstehen wollen.
Aus meiner Sicht ist ein 2. Standbein Gold bzw. Geld wert.
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*******hexe
88 Beiträge
Also auch in "deinem" Institut ist keine einzige Masseurin/kein einziger Masseur dabei, der schon in jüngeren Jahren Massagen beruflich gegeben hat? Und vermutlich auch keine/r, der das hauptberuflich macht?

Was genau ändert sich denn deiner Meinung nach an den ganzen Abgaben und Nebenkosten, wenn man älter wird? Werden die dann höher oder anders? Oder wieso genau bist du immer noch der Meinung, ich würde diese ganzen Kostenpunkte als hauptberufliche Masseurin nicht kennen?

Übrigens, natürlich ist mir klar, dass ich gesetzlich als Prostituierte zähle und auch als solche angemeldet bin.
Was ich aber allerunterstes Niveau und völlig daneben finde, ist einer Masseurin vorzuschlagen, dass sie doch lieber "Escort" machen soll.
Ich denke, jedem hier in der Gruppe ist völlig klar, dass der Unterschied zwischen Massage und Escort ist, dass man dann Sex, Blowjob, Küssen, Fummeln etc. anbieten muss.
Ich empfinde das als so niveaulos, stillos und abwertend, dass ich mich mit einem solchen Menschen gar nicht mehr unterhalten möchte.
******Moi Mann
728 Beiträge
Das ist alles toll, was Du schreibst, aber ich habe versucht, auf den Eingangspost zu antworten. Und da kommen ganz andere Thematiken zur Sprache.

Einfach mal relaxen und Reset auf Start. Dann haben wir doch wieder das Ausgangsthema im Fokus.
Und da geht es um eine wesentlich breitere Thematik in Sachen Tantramassage.
Aus 40 Jahren Tantramassagen könnte wohl nur Andro berichten. Nur ist der seit ein paar Jahren tot. Blöd.

Schau noch einmal in den Ausgangspost, dann klärt sich manches.
*******ed70 Mann
585 Beiträge
Weshalb spielt sich das hier eigentlich so Hoch 🤔❓ Weshalb kommt hier keine Kommunikation zustande wie man es vielleicht beim Tantra kennenlernt❓🤔 Die Moderatoren werden gerufen und haben etwas zu dem Verhalten hier gesagt. 🤷‍♂️ Aber irgendwie ohne Erfolg, vielleicht sollte man das Thema erstmal schließen und nach einer gewissen Zeit wieder öffnen.... ⏳
*********rgara Frau
8.623 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Mir wäre es lieber zum ursprünglichen Thema zurück zu kommen:

Wie sind denn Eure Erfahrungen?
Wenn Ihr noch aktiv seid, wie geht Ihr mit den Erwartungen und dem Verhalten der Kundschaft um? Habt Ihr Wünsche an mögliche Kunden, die Ihr teilen möchtet?
Was macht den Beruf für Euch reizvoll?

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*********iger
353 Beiträge
Ich habe erst spät angefangen, Tantramassagen zu geben: ich war 60 und hatte wegen einer Lebenskriese mein altes Leben als Kunstmaler fast komplett aufgegeben. Tantramasseur, das war mir unzweifelhaft, Tantramasseur wollte ich ab jetzt sein. Ich hatte in den 1970er Jahren interessiert verfolgt, wie Kommilitonen zu Bhagwan nach Poona pilgerten und wie sie zurück kamen. Ich war mehr beim Lesen hängen geblieben und meine damalige Partnerin und Frau fand weder Tantra noch Massage gut – so waren dann andere Dinge in meinem Leben wichtig. Familie gründen und Bilder malen vor allem. Jetzt aber hatte ich Beruf und Familie hinter mir gelassen und konnte das tun, was ich wirklich wollte. Also habe ich mich zur professionellen Ausbildung zum TMV-Tantramasseur angemeldet, die Ausbildung mit Zertifikat abgeschlossen und sowohl in meiner „mobilen Praxis“ als auch in einer bestehenden Tantramassagepraxis gearbeitet.
Für mich war an dem Tantra-Gedanken von Anfang an so reizvoll, dass kein Unterschied gemacht wurde zwischen sexuellem Trieb und spiritueller Erleuchtung. Tantra sieht die Welt nicht in zwei Gegensätze geteilt, sondern als Verschmelzung unterschiedlicher Aspekte.
Meine Ausbilder waren da nicht ganz so konsequent, sie fanden immer vieles, was für sie nicht zum Tantra, zur Tantramassage gehört. Sex zuzm Beispiel. Wir erwecken zwar die sexuelle Energie in unseren Gästen, lassen die Energie ganzkörperlich erfahrbar werden, aber Sex ist dann doch Pfui, der gehört da nicht hin. Während der Ausbildung wurde großer Wert darauf gelegt, sich abzugrenzen von der Prostitution und auch von erotischen Massagen. Aus meiner heutigen Sicht wurden dabei auch nur die üblichen Vorurteile gegenüber Sexarbeitenden weitergegeben. Es gipfelte immer darin, dass wir ja spirituell unterwegs sind, während es bei den anderen ja bloß um Triebbefriedigung gehe.

Die Arbeit in der Praxis hat mich dann gelehrt: kaum jemand ist wegen der spirituellen Entwicklung zur Massage gekommen – es ging den Gästinnen(?) um ihre Körperlichkeit, ihre Sexualität, wohl in dem sicheren und wertschätzenden Rahmen, den die Tantramassage bietet. Auch mit der Erwartungslosigkeit: ein Orgasmus muß nicht, aber er darf. Und so haben auch viele zum ersten Mal ejakuliert. Sich völlig als Frau gefühlt, nur auf sich selbst bezogen, keinerlei Erwartungen erfüllen müssend.
Das waren oft Frauen, die plötzlich ohne Partner waren, deren Kinder endgültig das Haus verlassen hatten, die sich endlich auf ihre ganz persönliche Reise zu sich, ihrem Körper und ihrer Sexualität begeben konnten.
Manchmal waren das auch Frauen, die sexuell missbraucht worden waren und die jetzt nach psychologischer Aufarbeitung auch ihren Körper und ihre Lust zurück haben wollten. Auch Frauen mit Vaginismus, die genau die „absichtslosen“ Berührungen der Tantramassage nutzen wollten, um sich doch schließlich wieder öffnen zu können.
Und die Frauen, die sich einfach etwas gutes tun wollten, ihren Körper und ihre Sexualität unter den Händen eines professionellen Berührers genießen wollten.
Gerne auch mit mehreren Orgasmen.

Und für mich ist das völlig in Ordnung so, dass meine Tantramassage auch als sexuelle Dienstleistung gewollt ist. Ich sagte ja schon zu Anfang: keine Trennung in Sexualität(pfui) und Spiritualität(wow) – es gehört alles zusammen!

Es kamen sogar ganz konkrete Nachfragen nach Sex: „können wir uns nicht zumindest am Ende der Massage vereinigen?“ „Wieso ist es erlaubt, dass du mich mit den Fingern berührst, ich die in mich aufnehme, aber nicht deinen Lingam?“ „Ich fühle mich eigentlich das erste Mal in meinem Leben als Frau völlig angenommen – aber mir fehlt die geschlechtliche Vereinigung, damit das sich das auch wirklich komplett anfühlt“.

Ich bin noch genau so begeistert wie vor zehn Jahren von der Erfahrung, bei der Massage einem anderen Menschen so nahe zu kommen, universelle Liebe körperlich erlebbar werden zu lassen, so eine unglaubliche Intimität zu erfahren.
Ich gehe gerne auf die Wünsche meiner Klientinnen ein, wenn mir das möglich ist und so kann man ausser einer klassischen Tantramassage auch eine Massage nach tantrischer Art plus Sex buchen – und so diese körperlich/seelische Nähe erleben.
Das ist für mich auch eine spirituelle Erfahrung.
Eben Tantra – das verbunden sein von allem mit allem.
*********cream Paar
1.668 Beiträge
Zitat von *********rgara:

Der Thread ist ausdrücklich nur für beruflich Aktive oder ehemalige Aktive gedacht.

schade ... eine Diskussion mit Kunden wäre sicher für die Anbieter oder ehemaligen Anbieter hilfreich ...
*********rgara Frau
8.623 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Zitat von *********cream:
Zitat von *********rgara:

Der Thread ist ausdrücklich nur für beruflich Aktive oder ehemalige Aktive gedacht.

schade ... eine Diskussion mit Kunden wäre sicher für die Anbieter oder ehemaligen Anbieter hilfreich ...

Das wäre ein denkbarer Inhalt für einen separaten Thread.
Hier war die Absicht beim Thema zu bleiben. Das macht allgemein Sinn, weil sonst überall dasselbe bunt durcheinander diskutiert würde....
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