Unsere Autorin und ihr Partner träumen von einem flotten Dreier. Die doppelte Anzahl Hände, Münder, Schwänze: Das muss doppeltes Vergnügen bedeuten. Oder? Ein Bericht über gescheiterte Anläufe, erprobte Tipps – und über den Abend, an dem die Fantasie endlich zur lustvollen Realität wurde.
Von Michaela Reifeland | Der Beitrag erschien ursprünglich in der Séparée Ausgabe 23.
Editiert von der JOYclub-Redaktion
Dreier-FAQ:
- Vorbereitung: Kommunikation & Grenzen
- Safeword & Sicherheit
- Dritten finden
- Emotionen & Eifersucht
- Erfahrungsbericht: gelungener Dreier


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Warum faszinieren Dreier-Fantasien?
Ein Dreier gehört für viele zu den größten erotischen Fantasien. Der Gedanke, gleichzeitig von mehr als einer Person verwöhnt zu werden und dabei im Mittelpunkt zu stehen, macht auch mich unglaublich an. Mich reizt vor allem die Dynamik, die jenseits der gewohnten Zweisamkeit entsteht: doppelt Nähe, doppelt Lust, ein bisschen erotische Grenzerfahrung.
Ein MMF-Dreieck (Mann-Mann-Frau) wird sich dabei vollkommen anders als ein FFM-Dreieck (Frau-Frau-Mann) gestalten, und darüber hinaus gibt es einige andere Konstellationen, die die Sache noch bunter machen können.
Die Vorbereitung auf den Dreier
Grenzen und Erwartungen abstecken
Für mich war klar, dass ich zwei Männer an meiner Seite wollte. Beim Küssen macht mir eine Frau nichts aus, und auch von einer Frau gefingert oder geleckt zu werden, ist okay, doch wirkliche Erregung verspüre ich dabei nicht. Die Vorstellung dagegen, von zwei Männern gleichzeitig begehrt zu werden, löst in mir eine lustvolle Vorfreude aus.
Klare Kommunikation mit Partner
Mein Freund findet es reizvoll, wenn ich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehe und nicht er. Die Vorstellung, mich, seine begehrenswerte und angebetete Frau, einem anderen Mann zu präsentieren, macht ihn ziemlich an. Er stellt sich vor, dass er mit dem anderen Mann ein Team zu meiner Verwöhnung bildet, er selbst hätte es in der Hand, den grundlegenden Ton und die Richtung anzugeben, der Dritte würde sich in Tempo und Intensität an ihm orientieren.
Den richtigen Dritten finden
Fängt man an, darüber nachzudenken, die Fantasie in die Realität umzusetzen, merkt man, dass die Angelegenheit ganz schön komplex ist, denn je nach Konstellation der Teilnehmer kann das Geschehen sich völlig unterschiedlich entwickeln. Sind drei Unbekannte vielleicht unbefangener miteinander, oder gibt ein Vertrauter in der Runde eher Sicherheit? Würde die Freundschaft den Dreier unbeschadet überstehen?
Der Dritte müsste in seiner Auffassung von Sexualität zu uns passen, überlegen wir. Er sollte prozess- und nicht ergebnisorientiert sein. Und kein pur testosterongesteuerter Draufgänger, der übergriffig sein eigenes Ding durchziehen würde, ohne auf uns als Paar zu achten.


So setzt du die Dreier-Fantasie sicher um
- Safeword: Auch wenn Fantasie und Erregung im Vordergrund stehen – wir wollen uns absichern. Als Safezeichen machen wir einen Zwick ins Ohrläppchen aus. So können wir aussteigen, wenn es zu viel wird oder eine:r von beiden keinen Spaß hat.
- Safer Sex: Wir wollen körperlich sicher spielen. Schutz und Hygiene sind auch beim Spiel zu dritt entscheidend, um entspannt genießen zu können. Wir sorgen für einen Vorrat an Kondomen und Gleitgel und haben stets Desinfektionsmittel dabei.
- Eifersucht: Die Emotionen spielen mit! Wir nehmen uns vor, immer ehrlich zu sein und auch Unsicherheiten zu kommunizieren. Gefühle lassen sich nicht wegreden, sie müssen Platz haben.
Die erste Hürde: Dreier-Dating
Als Erstes durchforsten wir in Gedanken unseren Freundeskreis bzw. seinen, denn er will ja mit mir angeben. Da gibt es einige, die scharf auf mich und nicht abgeneigt sind, allerdings wollen wir nicht Gefahr laufen, womöglich die Freundschaft zu ruinieren.
Also ein Fremder. Wir fangen an, uns langsam an die Auswahl des Dritten heranzutasten. Wenn wir tanzen gehen, stupst mein Freund mich hin und wieder an und deutet auf einen Mann in der Menge. "Wollen wir den mitnehmen?" Aber mir gefällt keiner seiner Vorschläge.
Als Nächstes bemühen wir die digitale Suche. Wir melden uns jeder bei einer Dating-App an und fahnden dort nach unserem künftigen Hausfreund. Wir vereinbaren, dass wir jeder einen potenziellen Kandidaten für ein Kennlerntreffen herauskristallisieren. Doch auch diese Dates führen nicht zu mehr. Wir merken: Die Chemie muss einfach stimmen.
Testlauf: Der Dreier-Versuch
Danach liegt das Projekt eine Weile auf Eis, bis wir auf einer Party einen Freund von Freunden kennen lernen, der uns gleichermaßen sympathisch ist – optisch und charakterlich. Als ich ihn einige Tage später behutsam auf unser Vorhaben ansprechen will, kommt er mir schmunzelnd zuvor, dass er auch schon drüber nachgedacht hätte.
Dass wir uns so unkompliziert fast ohne Worte verstehen, ist vielversprechend. Die Sympathie ist auch bei der zweiten Begegnung noch da und wir nehmen ihn mit zu uns. Ich ziehe mich also aus und lege mich mitten auf das Bett, die beiden Männer lassen sich zu meinen beiden Seiten nieder.
Ja, wir hatten gesagt, wir gehen es langsam an. Aber so langsam? Mein Freund liebkost immerhin gekonnt meine Möse, darauf ist Verlass, und wir fangen schließlich relativ zurückhaltend an zu vögeln. Unser Gast versucht sich zwischendurch auch, aber mit Kondom gelingt es ihm nicht richtig. Ich mag auch weder seine Küsse, noch seinen Schwanz, noch seine Berührungen wirklich, muss ich mir eingestehen.
Er allerdings fühlt sich sichtlich wohl und würde am liebsten gleich bei uns übernachten. Aber die Vorstellung, ihn beim Aufwachen immer noch neben mir zu haben, entsetzt mich geradezu. Ich beiße meinen Freund kräftig ins Ohrläppchen und er leitet die Verabschiedung mit dem nötigen Taktgefühl ein. Als unser Gast weg ist, gehen wir endlich von den Bremsklötzen und fallen ausgiebig übereinander her.


Nach dem Dreier: Reflexion & Gefühle
Das nächste Mal bitte etwas mehr Porno, stelle ich am nächsten Tag fest. Mein Freund lacht. Mir hat es eindeutig zu wenig geknistert. Wir lernen: Der passende Mann ist für die erfolgreiche Umsetzung genauso wichtig wie ein emotional und erotisch stimmiger Abend. Die nötige Portion Leidenschaft lässt sich nicht planen, nur erleben.
Mein Freund überlegt, es noch ein zweites Mal in der gleichen Konstellation zu versuchen, er kann die Zurückhaltung und vielleicht auch Unsicherheit unseres Gastes vollkommen nachvollziehen, ihm würde das mit einem fremden Paar auch so gehen. Mit etwas mehr Vertrautheit würde es gewiss lockerer werden. Dem stimme ich grundsätzlich zu, aber er hat mir nun mal nicht gefallen, und wir haben vereinbart, dass ich in der Sache das letzte Wort habe, denn es geht ja in erster Linie um meinen Körper.
Dreier-Fantasie: Was, wenn die Eifersucht kommt?
Etwas später lernen wir auf einer Party einen anderen Mann kennen, der keinen Hehl daraus macht, wie anziehend er mich findet. Ein gut aussehender Kerl in unserem Alter, intelligent, stilvoll, charmant. Und ganz bestimmt nicht schüchtern. An einem bald darauffolgenden Abend gehen wir zu dritt tanzen. Unser neuer Kandidat tanzt zuweilen recht eng mit mir, macht mir Komplimente und küsst mich einmal relativ keusch auf die Wange.
Seine Werbung macht mir großen Spaß. Mein Freund indes, dessen Fantasien im Vorfeld wieder fast mit ihm durchgegangen sind, wird im Laufe des Abends immer stiller. Davon, den Mann mit zu uns zu nehmen, ist keine Rede mehr, er fühle sich nicht wohl. Erst am nächsten Tag gesteht er, eifersüchtig gewesen zu sein. Das hat er noch nie erlebt, das macht ihm ganz schön zu schaffen. Er braucht ein paar Wochen, bis er wieder bereit ist, unser Vorhaben weiter zu verfolgen.
Fantasien maßgeschneidert: Der stille Fremde
Wir überlegen neue potenzielle Szenarien zum Einstief, um der Sache gleich von Anfang an mehr Pepp zu geben. Zum Beispiel, wenn wir zu zweit schon aktiv wären und der Dritte einfach auf Bestellung von meinem Freund durch die offen gelassene Terrassentür hereinkäme und plötzlich mitmachen würde. Diese Vorstellung finde ich ziemlich reizvoll.
Ich könnte ihre Berührungen genießen, ohne selbst aktiv werden zu müssen. Das käme auch meinem Freund und seiner doch latent schlummernden Eifersucht entgegen. Ich könnte mich einfach fallen lassen, ohne mich darum kümmern zu müssen, ob ich dem Dritten vielleicht zu viel Aufmerksamkeit schenke und meinem Freund zu wenig. Er hätte das dann erst einmal selbst in der Hand, zum Eingewöhnen. Diese Vorstellung gefällt uns beiden.
Und eines frühen Abends als ich nach Hause komme – ich habe gar nicht mehr damit gerechnet und hätte mich ohne vorherige Absprache wahrscheinlich mächtig erschrocken – fragt mein Freund, ob es okay wäre, wenn unser neuer potenzieller Hausfreund später käme.
Gelungene Dreier-Fantasie: Der Erfahrungsbericht
Ich bin ganz schön aufgeregt. Mein Freund mixt uns ein paar starke Drinks. Mit bloßem Kerzenschein beleuchtet liegt der Raum in schummriger Dunkelheit. Amüsiert bemerke ich, dass er wie schon beim letzten Mal sehr gründlich aufgeräumt und geputzt hat.
Während mein Freund mich auszieht, versichern wir uns zwischen unseren Küssen nochmal einiger Absprachen, doch was genau er ausgeheckt hat, verrät er nicht. Dann bindet er mir ein breites schwarzes Tuch über die Augen und legt mir unsere ledernen Handfesseln an. An einem unserer Seile, das immer noch nach Stall riecht, bindet er mir die Arme über dem Kopf an einen Haken an der Decke.
Ich zittere leicht, erwarte jeden Moment die fremde Berührung einer dritten Hand. Ob er schon da ist und zusieht, wie mein Freund mich liebkost? "Bist du bereit?", fragt er nach ein paar andächtigen Minuten. "Dann schreib ich ihm jetzt, dass er reinkommen soll."


Mein Freund stellt sich nun hinter mich und streichelt mich von hinten. Den neuen Mann nehme ich als erstes an seinem Tabakgeruch wahr, sicher hat er auf der Terrasse gerade noch schnell eine geraucht. Dann rieche ich die Minzbonbons. Gut. Er sagt nichts. Ob mein Freund das so mit ihm vereinbart hat?
Seine von der Abendluft kühlen Hände verstärken die Erregung auf meiner bereits erhitzten nackten Haut. Seine bestimmten und doch achtsamen Berührungen gefallen mir. Offenbar findet er mich ziemlich heiß. Die beiden Männerkörper – der hinter mir behaart, der vor mir rasiert – pressen sich eng an mich.
Ich merke, wie ich anfange, bis über beide Ohren zu grinsen. Wenn der Neuankömmling von meinem Mund ablässt, um an meinen Brustwarzen zu knabbern, lege ich meinen Kopf seitlich in den Nacken, um meinen Freund zu küssen. Mit den fremden Fingern auf meiner Vulva und den vertrauten meines Freundes von hinten in meiner Möse komme ich das erste Mal. "Du bist wundervoll", haucht mir mein Freund ins Ohr. "Ihr seid auch nicht schlecht", gebe ich schmunzelnd zurück.
Dann macht mein Freund mich von der Decke los und geleitet mich zum Bett... Ja, so habe ich mir das vorgestellt!
Lange geplant, aufregend erlebt
Das Umsetzen unserer Fantasie hat uns gezeigt: Ein Dreier ist kein Selbstläufer, sondern ein Abenteuer, das viel Offenheit und Vertrauen braucht. Die richtige Mischung aus Vorbereitung und Spontanität war für uns der Schlüssel zu einem wirklich befriedigenden, gemeinsamen Erlebnis.
Für mich war es eine Erfahrung, die meine Lust erweitert hat. Nicht nur durch den Sex selbst, sondern auch durch die Nähe zu meinem Freund, die dabei entstanden ist. Wir waren beide bereit, uns auf die Erfahrung einzulassen, flexibel in den Details zu sein und aufeinander acht zu geben – und wurden mit einer einzigartig lustvollen Nacht belohnt.
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Aus der JOYclub-Mediathek: "Alle lieben Sofi"
Ist das noch retro oder schon gelebte Flower-Power-Fantasie? Der Rotschopf Sofi liebt Cedric, aber ein Mann ist ihr nicht genug. Vom Dreier auf dem Sofa ist es zur Orgie nicht weit, als Gami und Puck dazukommen. Denn happy haben wir Sofi am liebsten! Alle lieben Sofi ist der passende Porno zum Gruppensex-Guide.
Regie: Jana Nowak | 2025 | leihen für 2,99 Euro | kaufen für 7,95 Euro | kostenlos für Premium


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Zu dritt – und mehr!
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