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Haus und Betretungsverbot

eyes002eyes002
******ace Mann
15.948 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Haus und Betretungsverbot
Ihr Lieben,

folgender Fall erscheint frag-und-diskussionswürdig.

Folgende Ausgangssituation:
Ein Ehepaar betreibt Kampfkunst. Und zwar beide in gleich 2 Disziplinien, die in demselben Dojo von denselben Trainern angeboten wird. Es macht beiden mächtig Spaß und sie engagieren sich in und für die Vereine. Sie organisieren das Catering bei Veranstaltungen, buchen, mieten FeWos bei Seminaren, gießen den Rasen hinterm Dojo, führen den Hund Gassi in Abwesenheit, machen Schließdienst (das Dojo ist im Tiefkeller des Privathauses), sie führen die Vereine zu höherer Mitgliederzahl, gehen auf Lehrgänge, erringen Erfolge auf Wettbewerben und, und, und.
Nun geschehen Dinge. Dinge, die ich zunächst nicht nennen soll, weil dass manipulativ sein könnte. Diese Geschichte begann 2020 mit einem sehr unschönen Fakt und endete wohl im Dezember 2022, nachdem die Dojoleitung dem männlichen Part eine vom Landessportbund ausgerufene Ehrung "Vereinshelden" zukommen lassen wollte. In der Begründung standen alle relevanten Punkte, die das Paar in den vergangenen Jahren für die Vereine gestemmt haben. Jetzt wird es absurd. Die (weibliche) Dojoleiterin wollte einen Überraschungsbesuch des Sportbundes während einer Trainingsstunde organisieren. Alle Schüler sollten aufschreiben, was sie an den beiden so toll fanden, und warum sie sie lieb haben (?!?). Dann sollte jeder Schüler ein Marzipanherz um die beiden Idio.... zu Ehrenden legen und zwar in Herzform!
Ein paar Tage vor diesem Event kam es zu einem finalen Eklat (der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte) und das Ehepaar zog sich vorläufig aus dem Trainingsbetrieb zurück. Zwei Wochen später wurden sie aufgefordert, zu kündigen. Wenig später (Kündigung war erfolgt) stand ein Lehrgang an und prompt kam ein Hausverbot. Und zwar nicht nur für diesen Lehrgang, sondern füt beide Stile und für alle in der betreffenden Stadt von diesem Verein ausgeschriebenen Seminare / Lehrgänge.

Mich würde interessieren, ob jemand so eine Situation schon einmal hatte und wie er / sie damit umgegangen ist? Ich betreibe Kampfkunst, seit ich 8 Jahre alt bin und habe so etwas noch nie erlebt.
***le Mann
332 Beiträge
Deine Schilderung ist sehr lückenhaft. Warum wurde aus dem Ehepaar auf einmal "Idio.."?!?
eyes002eyes002
******ace Mann
15.948 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Das ist einfach. Aus meiner Sicht haben die beiden (beide sind persönlich bekannt) ALLES seit Jahren für die Vereine gemacht. Sie sind hereingefallen auf eine hochmanipulative Dojoleitung und waren schlicht zu blauäugig, zu sehen, was mit ihenn gemacht wurde. Insofern ist "Idiot" ein großes Lob
***le Mann
332 Beiträge
Zitat von ******ace:
Aus meiner Sicht haben die beiden (beide sind persönlich bekannt) ALLES seit Jahren für die Vereine gemacht. Sie sind hereingefallen auf eine hochmanipulative Dojoleitung

Das wurde aus deiner Schilderung nicht deutlich. Und wie kam es nun zu dem Zerwürfnis? Ist den beiden aufgefallen, dass sie ausgenutzt worden sind?
***86 Mann
16 Beiträge
Hallo Ghost face ich kenne das aus mehreren Vereinen. meine Vermutung in diesem Fall ist, die angesagte Ehrung. Damit kommt nicht jeder klar und kann sich übegangen fühlen.

Aus eigener Historie weiß ich, dass in Vereinen ganz oft eine ellenbogengesellschaft herrscht, die sehr oft gegen die eigenen Leute handelt, wenn Sich jemand "höheres"von "niedrigeren", auf die Füße getreten fühlt.

Ein Beispiel ich war in einem Verein fünf Jahre lang Trainer für das kinderturnen an Schulen. Habe Ehrenamtlich bei festen geholfen und 5turngruppen geleitet. Als kleine Belohnung habe ich mit dem Vorstand besprochen, dass ich an f
Tagen an denen das Dojo frei ist, dieses nutzen darf, um dort für mich privat mit einer weiteren Person zu trainieren.
Ich habe vorher immer die Hallen geprüft ob sich jemand eingetragen hat und könnte das 4jahre ohne Probleme nutzen.
Bis an einem Feiertag -ich war im dojo- der Trainer der Aikido Gruppe spontan beschlossen hat, dass er auch trainieren möchte mit seinen Schülern. Dies war für mich nicht ersichtlich, weil nicht eingetragen.

Als er mich dort vorfand war sichtlich sauer. ich bin ohne Diskussion rausgegangen habe ihm die Halle überlassen, denn es war aus meiner Sicht sein Dojo.

Doch mein gezollter Respekt war nicht ausreichend, er fühlte sich von mir übergangen, weil ich nicht ihn fragte sondern den Vorstand, der für die hallenvergabe offiziell zuständig war.

Das trat ein riesigen rosenkrieg von seiner Seite gegen mich los. So das Ich nach nicht ganz einem Monat ausgetreten bin, da der Vorstand es nicht für notwendig hielt die Sache zwischen mir und ihm zu klären. Alleine war leider nichts mehr zu machen.

So was ist sehr üblich... Ich kann noch mehrere Stunden berichten aus verschiedenen Positionen auf Vorstandsebene wird's leider nicht immer besser...
**********_Faun Paar
812 Beiträge
Hab ich das richtig verstanden: das Ehepaar sollte als Vereinshelden geehrt werden? Weil sie sich als Mitglied so sehr bemüht haben um den Verein?
Ich finde das per se eine gute Sache.
Okay, das mit den Marzipanherzen finde ich strange, aber grundsätzlich okay, wenn sie von der Leitung ein dickes "Danke" bekommen.

Da müssen aber ganz schlimme Dinge noch passiert sein. So " holtadipolta" kommt das doch nicht.

Meine Frau wurde mal als Notnagel benutzt, hatte Training geleitet.
Bei einer Weihnachtsfeier kam es dann, dass man sich bedankt hatte bei ihr: zwischen Tür und Angel mit einer kleinen Schachtel Pralinen, etwas, das offensichtlich noch im Büro vorher rumlag.
Im Vorbeigehen wurde das abgehandelt mit einem feuchten Händedruck, während andere bei einer Rede bedankt wurden.
Wir haben unsere Lehre draus gezogen, sind beide vom Verein weg (ich hatte dort auch trainiert), haben keinen Fuß mehr nach einiger Zeit reingesetzt.

Aufstehen, Krone richten, weitermachen.
*********tMars Paar
328 Beiträge
Hallo,
also...ein Verein hat kaum die Möglichkeit, einem Mitglied zu kündigen. Sollte es wirklich ein e.V. sein, war die eigene Kündigung strategisch betrachtet kein guter Schritt.
Wenn das ein e.V. ist, geht es in solchen meist um Macht, seine Position als Leitung zu zementieren und dafür zu sorgen, dass nur die eigene Linie gefahren wird.
Ein Leiter, ein Meister hat ein echtes Problem, wenn innerhalb seines Vereines sich jemand mit Leistung abgrenzt oder herausragt....
Im Kampsport gibt es eine feste Hierarchie, die eben aus dem Jahrtausenden vor Christus schon existíerte... Der Meister hat das sagen, ist allwiessend, unfehlbar...lach.
Leider sind da sehr oft nicht die Pädagogen, die Führungspersönlichkeiten und Lehrer, die es sein sollten, mit dem entsprechenden Intellekt und der entsprechenden Empathie..
ES gibt da keine klärenden GEspräche, die ein Problem lösen....
Diese ERfahrungen habe ich persönlich gemacht.... oder als DRitter erlebt als ehemalige Schüler von mir eine Kampfsporteinrichtung, einen Boxverein aufgebaut haben... Im ersten Fall .....irgendwann gab es Mitglieder, die meinten es besser zu machen.... Gespräche, die trotzdem nicht zur Klärung des Problems führten. DEr Cheftrainer hat sich dann, um Streit zu vermeiden, zurückgezogen.
Im zweiten Fall hat der Kampfsportschulenleiter die MItglieder rausgeworfen.... was ihm langfristig schadete....
Es sind eben Menschen....mit Schwächen
*********7982 Paar
264 Beiträge
Er schreibt:
Das Gleiche habe ich noch nicht erlebt, aber im Laufe der Zeit musste ich auch feststellen wie mit zweierlei Maß gemessen wird.
Solange man regelmäßig an Turnieren usw. teilnimmt, ist man voll integriert. Macht man das nicht mehr, findet man weniger Beachtung.
Es gibt natürlich die Hierarchie anhand der Graduierung. Aber Respekt ist jederzeit notwendig. Steht zumindest auf den Regeln bevor man die Trainingsflächen betritt und sollte auch so selbstverständlich sein.
Leider halten sich einige unserer Schwarzgurte um die 20, 30 für was ganz besonderes und benehmen sich dementsprechend auch immer mal wieder so. Da fehlt durchaus mal der Respekt gegenüber den niedriger Graduierten, selbst wenn diese deutlich älter sind. Manche fangen halt erst mit 30+, 40+ an und da hat man nunmal nicht die gleiche Beweglichkeit und das Gleiche Verständnis wie jemand der von kleinauf dabei ist.
Und so kommt es durchaus mal zu grenzwertigen Situationen, wo ich aufpassen muss, dass mir nicht der Kragen platzt. Vermutlich würde man dann eher mich aus dem Dojo verweisen, denn unsere elitäre Kadergruppe der Möchtegern-Leisungssportler ist natürlich wichtiger als Leute die Kampfsport als nettes Hobby betrachten.

Was den Vorfall mit dem engagierten Paar betrifft, frage ich mich, ob das so rechtlich überhaupt möglich ist. Um Hausverbot zu erteilen sollte ein schwerwiegender Grund vorliegen. Vermutlich hat man den auch gefunden bzw. erfunden. Allerdings sollte dann eine fristlose Kündigung von Seiten des Vereins erfolgen. Da die Beiden aufgefordert wurden selber zu kündigen, müsste die vorgegebene Kündigungsfrist gelten. So sind sie noch eine gewisse Zeit dabei und ich kann mir nicht vorstellen, dass man zahlenden Vereinsmitgliedern ein Hausverbot für Lehrgänge erteilen darf.
eyes002eyes002
******ace Mann
15.948 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Nun.... das Paar ist eher bescheiden. Es ging nicht um "übergangen werden", großes Lob oder naja doch Dinge, die unfair waren. Ich muss jetzt so vorsichtig wie möglich schreiben, denn wird befinden uns sonst in der Hetze.
Im Jahre 2020 fuhr der männliche Part auf einen Wettkampf nach Italien. Seine Frau hatte einen grippalen Infekt und hat aus Verantwortung der Gemeinschaft gegenüber darauf verzichtet. ER hätte das auch getan, nur leider war der Wettkampf geleitet von einem hochrangigen japanischen Sensei. Beide sind mittelbare Schüler desselben. Es würde jetzt zu weit führen, das auszulassen, aber der Lehrgang war eminent wichtig. Nur soviel: Wer gewinnt, bekommt eine Urkunde mit dem Samurai-Familienwappen aus den Händen des Großmeisters überreicht. Das gibt es nur da, sonst nirgends.
Auf der Meisterfeier, der männliche Part des Paares hatte tatsächlich gewonnen und war Erster, kam ein Anruf von seiner Frau.
"Unser Sensei steht vor der Tür!"
"Wieso, was will der um 23 Uhr?!
"Ficken!" Sie war aufgelöst vor Tränen und wusste nicht, was sie machen sollte. Man kann sich vorstellen, dass die Rückfahrt in Rekordzeit geschah. Direkt nach der Rückkehr wurden beide Vereine gekündigt, was angesichts einer Verfehlung dieser Tragweite nur logisch erscheint. Aber, und das ist der tragische Part, solche Dinge wirken lange in einem nach und die beiden überlegten, das zur Anzeige zu bringen. Unser deutsches Rechtssystem ist diesbezüglich aber eindeutig: Anzeige fruchtet nur dann, wenn es sich beim Opfer um eine minderjährige Person handelt. Das deutsche Gesetz greift nicht in adulte Verfahrensweisen ein und hält keine ethisch-moralischen Massstäbe vor. Da... oops, jetzt hätte ich fast den Namen geschrieben, es aber nicht einmal handfeste Beweise gab, erklärte der Anwalt die Sache für aussichtslos.
Als ich das hörte, wurde mir erst richtig bewusst, wieviel Macht (und dementsprehend auch Verantwortung) in dem kleinen Wort "Sensei" liegt! Doch es geht weiter. Die Ehefrau des Triebtäters bat den männlichen Part um ein Treffen. Konspirativ in der Kaffeeabteilung einer Tankstelle.

Wisst ihr was nicht witzig ist? Ich kenne jeden Ort der Handlungen....

Sie bat darum, nicht zu kündigen. Denn die Kampfkunstgemeinde in Deutschland ist nicht soo groß. Eine Doppelkündigung beider Vereine würde in den Verbänden auf jeden Fall Wellen auslösen. Man müsste viele Fragen beantworten, sich rechtfertigen, ggf dementieren blablabla. Ergo wäre es besser für das Dojo, die Sensei, die Schüler, die Verbände, die Großmeister und den Sport ansich, wenn man das totschweigen täte. Und... jetzt kommen wir zum Terminus "Idiot", was machen die beiden? Lassen sich breitschlagen! Wie blöd muss man sein! Aber ich sags ja nur....

Eine Woche später kam der verwirrte Sensei, der seine Triebe nicht im Griff hat, zum männlichen Part und bat um Verzeihung. Aus seiner Schilderung sagte er wohl fast wörtlich: "Ich weiß, du kannst mich nie wieder Sensei nennen. Aber ich hoffe, du hast den Großmut, mir zu verzeihen. Immerhin kann ich dich noch trainieren." SIE war da wohl schon völlig ausgeblendet. Muss ich "Idiot" weiter ausführen?

Natürlich hat er verziehen. Aber nicht vergessen. Kurz darauf begann Corona. Dojo dicht, keinen Kontakt, die Sensei zogen beide nach Italien, ihrem Zweitwohnsitz. Anm.d.Red. Der weibliche Part der Dojoleitung ist Italienerin.
Eine Handvoll Enthusiasten, mich eingeschlossen, strebten danach, das Dojo und die Schüler zu halten. Insgesamt 3 Personen trugen dazu bei. Man organisierte Online-Stunden, richtete WhatsAPP Gruppen ein, konferierte über Zoom und Jitsi, machte jeden Morgen ab 8 Uhr online-kata, nur um sie nicht zu verlieren und man tat alles, damit das Dojo zusammenblieb. Jedoch... alles ohne die beiden Geflohenen.

Der männliche Part unseres Paares war zugegeben der eigentliche Treiber. Pausenlos arbeitete er für die Vereine. Er schuf neue Homepages, die alten waren echt oll und nicht mehr auf der Höhe der Zeit, schuf Facebook-Präsenzen, beteiligte sich massgeblich bei der Eintreibung der Schüler zu den aufkommenden online-Seminaren.... okay, einmal was das nix. Der Nachkomme des Stilgründers veranschlagte für ein 2stündiges online-Seminar satte 55 Euro pro Person... ein Witz, etwas vom Chef vorgemacht zu bekommen, was man längst kann. Aber egal... es ging weiter. Die ersten Lockerungen kamen auf. Der männliche Part sorgte dafür, dass das Dojo gereinigt wurde zweimal im Monat. Er schuf Erfassungslisten für 2G+ und was weiß der Fuchs noch. Er schrieb die Jahresberichte für die Heeresleitung (Fachverbände).
Seine Frau redete einmal mit mir und an dieser Stelle muss ich folgendes einwerfen. ER ist immer da, immer laut, immer präsent. Alle sprechen ihn an und danken ihm und das ganze Schmonzes. Aber, und das möchtge ich ausdrücklich hervorheben: Ohne SIE hätte er das nie hinbekommen! Daher bitte (ihr beiden verzeiht mir): Wenn ich von ihm schreibe, meine ich ausdrücklich immer BEIDE!

Als Ende 2020 die ersten Lockerungen reinplatzten, kam man zu der Überzeugung, dass (das war wirklich er) es unumgänglich, auch für die Zukunft wäre, wenn man seine Chefin online dabei hätte. Ergo schleppten die beiden zu jedem (!) Training ihren Laptop mit.

Sorry, das wird zu lang, ich muss kürzen. Seit Februar 2022 trainierte die Chefin beider Vereine jedoch in einem Konkurrenzverein in Norditalien, unweit des Zweitwohnortes der beiden Dojoleiter. Facebook bzw. die Unvorsichtigkeit oder eben das Imponiergehabe der Dojoleitung verzeihen keine Fehler. Es ist ziemlich dumm, alle Schüler für Dummköpfe zu halten... in der Folge kam es zu einem Paradigmenwechsel. Unsere traditionelle Schule lehrt Kihon, Kata, Bunkai. Die Schule in Italien allerdings hat sich dem kumite verschrieben. Reiner Wettkampf. Und das floss auch hier ein. Sowohl online, als auch live, wenn sie vor Ort waren und Training geben konnten, weil in Italien gerade Schulferien waren. Die gesamte Oberstufe "rebellierte". Es kam zu einer Auseinandersetzung, man hielt die zu bemäkelnden Punkte fest (ich habe auch unterschrieben, weil alles stimmte, was in dem Brief stand) und schickte ihr eine Kopie. Passiert ist: Nichts. Außer, dass eine Leinwand mit Beamer ins Dojo eingebaut wurde. Spätestens hier vermuteten wir (die Oberstufe), dass der Auslandsaufenthalt wohl doch länger dauern würde, oder permanent anhalten sollte. Was ja noch mehr Fragen aufwirft. Denn informiert die Dojoleitung weder die Oberstufe, noch die Vorstände. Was bei einer Anzeiuge zum sofortigen Erlöschen der Gemeinnützigkeit kommen würde, damit wäre alles platt. Mit den Vorwürfen konfrontiert, drehte die Dojoleitung mehr und mehr frei. Einzelpersonen (die, die gschmeidig sich herausgehalten hatten), wurden gepusht und gefördert, der weibliche Part unserer Hauptakteure durfte blödsinnige Übungen für sich alleine machen. Wir (die Oberstufe) waren ja die Bösen! O-Ton der Dojo-Leitung: Ein Schüler stellt keine Fragen. Das Ganze ging soweit, dass die "Linientreuen" massiv gefördert wurden. Einer war der Sohn der Dojoleitung, der andere war... Italiener. Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Und ebendieser Italiener durfte, frisch aus dem Shotokan entlassen, direkt eine Prüfung überspringen.
Die alten Hasen werden sagen: GEHT DOCH GAR NICHT. Doch, geht. Man kann zwei Prüfungen an einem Tag machen, das sieht die Satzung des DKV vor. Allerdings nur, wenn die Wartezeiten erfüllt sind. ABER DIE WAREN BEI ALLEN ERFÜLLT. Demnach hätte das gesamte Dojo, einschließlich der neuen 13 Kinder starken Jugendlichengruppe geprüft werden müssen. Dieses selektive Verhalten (und danach sofort wieder nach Italien abdampfen) führte mehr und mehr zu schlechter Laune. Man muss dazu sagen, dass die Oberstufe gar keinen Unterricht mehr bekam, weil sie während der Online-Stunden, so die Sensei anwesend war, als Fuß-Korrigierer und Stand-Verrücker unterwegs waren. Es wurde schlimmer und schlimmer, der Italiener bekam einen Höhenflug, weil er fortan unterrichten durfte. Notabene: Zwei der Oberstufe ( ein 3. und ein 1. Dan) hatten sich schon zurückgezogen, ein dritter 1. Dan gekündigt. Anja (1. Kyu) hatte gekündigt. Es blieb unser Paar und ich. Mir reichte es und ich kündigte endgültig.
Dann kam es zur finalen Auseinandersetzung am 27. Dezember 2022. Der weibliche Teil unseres Paares stand kurz vor einer Prüfung und wollte mit den anderen beiden (alle gleichgraduiert) ihr Programm ablaufen. Madame kam rein, nahm sich die Jungs zum kumite und schickte sie in eine Ecke für "andere" Übungen mit den Worten "Du darfst nicht mit den Jungs trainieren". Die Dame rastete gepflegt aus und das kann ich sehr gut verstehen. Sie zog sich um, rief ins Dojo: "DU stellst mich nie wieder in die Ecke!"

Alles okay und nachvollziehbar. Besonders nach allem, was die beiden so alles getan hatten für den Verein. Die Vereine. Er, der männliche Part zog natürlich auch ab, die Sensei hinter ihm her und giftete: "Hey, korrigiere die Fehler deiner Frau!"
Er ist aber weder dumm, noch auf den Mund gefallen. Die Antwort war:
"Und wer korrigiert deine?"

Well, die Situation war total verfahren. Ein persönliches Gespräch im Februar ergab scheinbar, dass man nicht zueinander fand. Das Paar zog sich vorläufig aus allen Vereinsaktivitäten zurück, was aus meiner Sicht nur logisch ist. Die Perfidie dieses Sensei-Duos entlud sich, als die beiden Mitte April einen Brief zustellten, indem sie unserem Paar die Kündigung anheim stellte, weil ja laut Satzung das "gemeinsame Üben" nicht mehr gegeben war. Natürlich wurde ausgeblendet, dass die beiden seit nunmehr 3 Jahren selbst nicht mehr gemeinsam mit uns übten. Und wer von den Schülern hat schon eine Satzung bekommen.... well, man kündigte zu Ende April. Scheinbar war alles gut. C und R (ich nenne nur die Anfangsbuchstaben der Einfachheit halber) gründeten einen eigenen Verein. nicht leicht, viele Dinge zu beachten, aber sie schafften es. Natürlich muss man sich fortbilden. Ein öffentlich ausgeschriebenes, stiloffenes Karate-Seminar stand an Anfang Juni in ebendieser Stadt. Die beiden Idi..... unbedarften, blauäugigen Herrschaften schrieben sich online ein, bezahlten, alles gut, ole ole.

Einen Tag vorher platzte die Bombe. Hausverbot. Nicht nur für diesen Lehrgang, sondern für alle Disziplinen in beiden Sportarten für immer. Der Grund (das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen):
....ist es aufgrund mangelnden Vertrauens den Übenden auf dem Seminar nicht zuzumuten, mit euch zu üben, weil Karate ja perse nicht ungefährlich ist.

Notabene: Die Mehrzahl der Übenden hatten die beiden vorher 2,5 Jahre selbst ausgebildet. Und in dem Pamphlet stand ja durch die Blume, dass die beiden zu Lehrgängen kommen würden, um fahrlässig oder sogar vorsätzlich hingingen, um Menschen zu verletzen.
Als man dann dennoch hinging (ein Hausverbot, das rechtsungültig ist, ist keines), wurde die Polizei geholt. In Unwissen der Gesamtsituation wurde ein Platzverweisa erteilt. Ich war live vor Ort und Zeuge. Das hat es m.W. so noch nicht gegeben
**********_Faun Paar
812 Beiträge
Ach herrje...... eine Tragödie.
Die beiden können einem einfach nur Leid tun!
***le Mann
332 Beiträge
@******ace Daran sieht man, wie wichtig gute innere und äußere Führung ist. Die beiden Senseis haben's - wenn man deiner Geschichte Glauben schenkt - echt verbockt.


Zitat von *********7982:

Was den Vorfall mit dem engagierten Paar betrifft, frage ich mich, ob das so rechtlich überhaupt möglich ist. Um Hausverbot zu erteilen sollte ein schwerwiegender Grund vorliegen. .

Tatsächlich kann ein Hausverbot grundlos vom Eigentümer bzw. sonstigen Berechtigten erteilt werden. (Es gibt Ausnahmen wie öffentliche Einrichtungen. Ein Dojo ist aber i.d.R. Privateigentum.)
*********7982 Paar
264 Beiträge
@***le
Danke für den Hinweis, was das Hausverbot betrifft. Aber wenn man zahlendes Mitglied ist, dann gehört man doch dazu. Die Beiden haben zwar gekündigt, sollten doch aber bis zum Schluss Anspruch auf das Training, Leergänge usw. haben oder?
Es ist ja nicht irgendjemand, der im Dojo nur zu Besuch kommt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Hausverbot bei Vereinsmitgliedern rechtlich wirksam ist.
eyes002eyes002
******ace Mann
15.948 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
...nur zum Verständnis:

• die beiden wollten das Dojo im Hause der beiden "Zenzi" nicht, nie wieder betreten. In diesem Falle wäre ein hausverbot auch ohne Begründung Rechtswirksam.
• die beiden wollen aber fortan an allen öffentlich ausgeschriebenen, in öffentlichen Sporthallen
stattfindenden Lehrgängen teilnehmen.
• aus Anwaltlicher Sicht stellt es sich folgendermaßen dar:
1. Ein Rechtsmittel (Hausverbot) von dieser Tragweite MUSS in einem e.V. vom Vorstand beschlossen
werden. Das ist nicht geschehen.
2. Es gibt ein Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes, indem eindeutig klar gestellt wird, dass
man Einzelpersonen NICHT ohne eine ausreichende Begründung ausschließen kann. Hintergrund: Ein
Fußballverein wollte einen stadtbekannten Hooligan präventiv von einem Spiel, bzw. für immer aus
dem Stadion verbannen. Aber präventiv ist so etwas illegal. Man kann niemanden abstrafen für etws,
das er/sie noch nicht getan hat.
3. R. wurde sogar vom Anwalt gesagt, er könne gegen die beiden Polizeiubeamten vorgehen. Denn
ohne eindutige Kenntnis der Rechtslage hätten die den Platzverweis nicht aussprechen dürfen.

Nun, R. erklärt, es ginge nun seinen juristischen Gang. Die bedien haben einen eigenen Verein und allein aus diesem Grund kann und darf der Vorwurf der Körperverletzung nicht im Raume stehen bleiben. Ich iinformiere euch, wenn ich Neuigkeiten bekomme
***le Mann
332 Beiträge
Zitat von *********7982:
@***le
Danke für den Hinweis, was das Hausverbot betrifft. Aber wenn man zahlendes Mitglied ist, dann gehört man doch dazu.

Kommt drauf an, ob sie Vereinsmitglieder sind, oder nur Trainierende. Siehe Punkt 1 meiner Antwort an Ghostface:

Zitat von ******ace:

• aus Anwaltlicher Sicht stellt es sich folgendermaßen dar:
1. Ein Rechtsmittel (Hausverbot) von dieser Tragweite MUSS in einem e.V. vom Vorstand beschlossen
werden. Das ist nicht geschehen.

Ja, im Innenverhältnis muss aufgrund des Vereinsrechts definitiv mehr getan werden, als nur ein Hausverbot auszusprechen. Dazu gehört zumindest eine Anhörung der Betroffenen. (Ein Hausverbot ist im Übrigen kein Rechtsmittel. Rechtsmittel sind Rechtsbehelfe im Gerichtsverfahren, also Antrag auf Berufung, Revision und Beschwerde.))

Zitat von ******ace:

2. Es gibt ein Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes, indem eindeutig klar gestellt wird, dass
man Einzelpersonen NICHT ohne eine ausreichende Begründung ausschließen kann. Hintergrund: Ein
Fußballverein wollte einen stadtbekannten Hooligan präventiv von einem Spiel, bzw. für immer aus
dem Stadion verbannen. Aber präventiv ist so etwas illegal. Man kann niemanden abstrafen für etws,
das er/sie noch nicht getan hat.

Reden wir vom Beschluss vom 11. April 2018 - 1 BvR 3080/09? Falls ja, hätten wir einigen Redebedarf.

Zitat von ******ace:

3. R. wurde sogar vom Anwalt gesagt, er könne gegen die beiden Polizeiubeamten vorgehen. Denn
ohne eindutige Kenntnis der Rechtslage hätten die den Platzverweis nicht aussprechen dürfen.

Ein Hausverbot ist die Geltendmachung eines zivilrechtlichen Anspruchs. Die Polizei ist ausdrücklich nicht für die Klärung zivilrechtlicher Streitigkeiten zuständig. D.h. bei der Frage, ob ein Platzverweis zu erteilen ist, ist nur auf die drohende Gefahr für die öffentliche Sicherheit abzustellen. Wenn der Polizeibeamte seinen Beurteilungsspielraum zulässig ausgenutzt hat und zu dem Ergebnis kommt, dass es bspw. mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu weiteren Streitereien oder gar Handgreiflichkeiten kommen könnte, ist der Platzverweis zulässig. Da du schilderst, dass das Ehepaar eher friedlich ist, glaube ich auch nicht, dass der Platzverweis zulässig war - mir war nur wichtig, zu betonen, dass die Wirksamkeit des Hausverbots für die polizeiliche Entscheidung unerheblich war.

Viel wichtiger ist jedoch: Wie soll man dagegen vorgehen? Die Sache hat sich ja eh schon erledigt. Man kann ja nicht in die Zeit zurück reisen und den Eingriff aufheben.
eyes002eyes002
******ace Mann
15.948 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Jööööööööööööööööööö, die sprachlichen Feinheiten. Also, die beziehen sich anwaltlicherseits auf das BVG Urteil - 1 BvR 3080/09 – tatsächlich. Ich habs gelesen und finde es zhiemlich eindeutig. Insbesondere der Teil "Begründung".

Und nein, nichts ist erledigt. Gestern war R. beim Training und es fühlt sich an wie die Ruhe vor dem Sturm, der Burschi ist geladen wie eine Schrotflinte. Das Ganze ist beim Anwalt und nimmt wohl seinen Lauf.
Bei der Konfrontation vor der Halle mit der Poliztei war R. ziemlich cool. Weder aggressive, noch drohende Dinge sind geschehen (62 Zeugen), also war aus polizeilicher Sicht keine "Gefahr im Verzuge". Ich bin ziemlich gespannt, wie das weitergeht...
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