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Was braucht ein Masochist?

****aSw Frau
2.255 Beiträge
Themenersteller 
Was braucht ein Masochist?
Das Thema dieser Frage entstand aus der jüngsten schönen Diskussion - was ein Sadist braucht. Ich habe schon eine Weile darüber nachgedacht, und was braucht ein/e Maso? Ich kenne mich und meine Neigungen ziemlich gut und weiß, wie es in meinem Kopf funktioniert, und wie ist es bei anderen?

Und ich habe eine Theorie bekommen in einer privaten Diskussion mit meiner Freundin, einer Psychologin - die Natur des Masochismus ist noch Dissoziation und ein Versuch, eine negative Erfahrung mit positiver Verstärkung zu erleben, die in BDSM durchaus machbar. Oder ist das etwas anderes?
Meine Kindererfahrung passt perfekt in diese Theorie. Ich wurde als Kind stark und brutal bestraft und den Wunsch nach Schmerz hatte ich schon sehr früh in der Kindheit. Das gleiche erklärt sich für mich in meinem späten Interesse an Spanking, obwohl ich viele andere Arten von Schmerz gerne akzeptierte und erotisieren konnte. Schlagen war fest in meinen Kopf mit den Kinderstrafen verbunden und hat dazu geführt, dass ich auf keinem Fall für mich Spanking akzeptieren konnte und mich niemand schlagen durfte. Bis ein Spanking-Partner auftauchte, der mir beibrachte, Spanking zu lieben und es nicht als Strafe, sondern als Zeichen der Liebe anzunehmen.
Das heißt, ich glaube mein Kindheits-Trauma kam für mich in Form von Masochismus in einem bewussten Alter heraus. Und ja - ich mag es nicht kategorisch zu leiden und Schmerzen zu ertragen. Ich bin nicht submisiv und für mich ist Schmerz keine Strafe. Aber wenn ich Gefühle für einen Partner habe, kann ich ruhig und glücklich ziemlich ernste Einflüsse ertragen und wenn er mein Leiden braucht, werde ich leiden, weil es ihm Freude bereitet. Liebe bis zum Schmerz.
Nach meiner Theorie habe ich meinen psychischen Schmerz in einen körperlichen umgewandelt und jetzt kann m ich das Vergnügen daraus ziehen. Schmerzen, die ich seit meiner Kindheit kenne.

Wie ist das bei Euch?
*******ub70 Frau
627 Beiträge
Ich weiß nicht. Ich wurde als Kind auch geschlagen, nicht sehr oft und sicher auch nicht allzu hart. Es war wohl mehr die Demütigung und mein sehr großer, dicker Vater, der mir Angst machte. Ich habe es gehasst. Aber als traumatisch würde ich es nicht bezeichnen. Es war damals ja leider irgendwie normal, dass Kinder verhauen wurden.

Dennoch war Spanking das erste, was mir in der Pupertät und auch in den 20ern als reizvoll erschien und mich erregte. Das durfte aber Niemand wissen, ich hielt mich für absolut krank im Kopf. Erst mit 30 fand ich zu BDSM und es war befreiend. Ja, Spanking ist einfach das ultimative für mich. Warum? Ich weiß es nicht. Ist mir auch egal. Hauptsache, ich habe Spaß.

Andere Schmerzen, wie z. B. Brustfolter mag ich von der Sache her nicht. Das selber erregt mich nicht. Dieses Leiden ist dann von mir ein Geschenk an den Sadisten von mir. Dann in seinen Augen das Glitzern der Faszination und der Lust zu sehen, das macht mich dann glücklich und geil. Ich bin Reaktionsfetischistin.

LG Rubenssub
*****rja Frau
165 Beiträge
Moin,

ich habe in meiner Kindheit keine negative Erfahrungen mit Gewalt gemacht, weder psychischer, noch physischer Natur. Auch danach nicht (ok, von einer Rangelei auf dem Schulhof mal abgesehen. *zwinker* )
Dennoch war mein Masochismus von Anfang an Teil meiner Sexualität, gehörte immer wie selbstverständlich dazu.
Gibt es vielleicht Gewalterfahrungen, an die ich mich nicht erinnern kann, weil ich möglicherweise zu jung war? Das glaube ich tatsächlich nicht.

Ich weiß nicht, woher meine Freude und Befriedigung durch Schmerzen kommt.

Es spielt für mich aber auch keine Rolle. *g*
*****976 Paar
14.770 Beiträge
Mein Masochismus zielt rein auf den richtigen Hormonspiegel im Blut ab.

Gleichmäßiges Schlagen, die Intensität gesteigert mit der Erregung immer kurz vor dem Luftanhalten.


Da startet mein Flug sehr früh und gipfelt nach geraumer Zeit in einem Orgasmus.


Lg. M *hutab*

Ab und zu genieße ich auch Strafspankings, diese wirken aber ganz anders, da geht es mir mehr um das "Aushalten wollen".
****rk Mann
156 Beiträge
Ich sehe keine Wurzeln in der Kindheit für meinen Masochismus. Auch wurde ich mir dessen wirklich erst sehr spät bewusst.
Ich denke ich bin da recht nah bei @*****976, mich treibt wohl auch der Hormonspiegel, zumindest ein Stück weit.
Außerdem denke ich das hat auch mit der Übergabe von Verantwortung zu tun, nach der ich mich wohl ein ganzes stück weit sehne, da ich in meinem Leben oft selbige übernehmen will wenn ich es eigentlich gar nicht will. Da driften wir aber bereits an der grenze zwischen SM und D/s.
******una Frau
6.819 Beiträge
Nicht privat, bei einem aus meiner Sicht sensiblen Thema. Absicht?
Auch ich (Maso) habe mich schon des öfteren gefragt, woher meine Neigung kommt. Diverse Beiträge hier im Forum haben mich zum Nachdenken gebracht.

Als Kind wurde ich regelmässig von meinem Vater nach alter Schule gezüchtigt. Immer wenn ich etwas angestellt hatte, (und das war nicht selten) hatte er mich ins Badezimmer geschickt und gesagt,ich solle schon mal die Hosen runter lassen. Nach einer Weile ist er dann gekommen, in seiner Hand eine hölzerne Kochkelle oder einen Leder Gürtel. Damit hatte er dann meinen Po bearbeitet. Einmal ist dabei die Kochkelle sogar zerbrochen!

Komisch aus heutiger Sicht ist für mich, dass ich zwar jedesmal, wenn ich im Badezimmer auf ihn gewartet habe panische Angst hatte, vor dem was mich erwartete, es mich aber nie davon abgehalten hatte, wieder irgendeinen Blödsinn anzustellen. Ich hatte erstaunlicherweise auch nie einen Groll gegen ihn, denn ich sah irgendwie ein, dass er das machen musste, um mich zu bestrafen.

Schon schräg, dass es mir heute Lust und Vergnügen bereitet, wenn ich geschlagen und gequält werde. *nixweiss*
*********vers Paar
844 Beiträge
Sehr interessantes Thema.
Ich habe mich ebenfalls sehr mit diesem Thema befasst. Weil ich natürlich ich auch deutliche masochistisch veranlagt bin. Die wissenschaftlichen Studien dazu kommen übrigens zu keinem eindeutigen Ergebnis. Es ist wohl, wie so oft eine Kombination aus verschiedenen Faktoren. Mittlerweile wird auch die Epigenitik damit reingerechnet, also Schmerzverabeitung aufgrund Generations übergreifenden Vorkommnissen. Sehr spannend...
Ich für meinen Teil kann sagen für mich hat das viel damit zu tun, das ich mich selbst spüren kann. Leben im Hier und Jetzt. Ausstieg aus Gedankenspiralen und atmen. Und ich mag, daß ich mich unterlegen fühle. Das der andere spürbar für mich da ist. Und mich *hält*. Oft denke ich, ich brauche den Reiz des Schmerzes das ich wirklich begreife : dem bin ich wirklich wichtig. Jetzt und hier. Der will mich. Wirklich. Mit allen Sinnen. Der kennzeichnet mich als SEINS. Das gibt mir einen totalen Kick und eine tiefe innere Zufriedenheit und Bestätigung, wie Worte es niemals könnten.

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