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The Submission of Emma Marx

"Shades of Grey" als Vorbild für einen Porno für Paare
24. Januar 2017

In den Weiten der Pornowelt macht ein ganz spezieller Porno von sich reden: "The Submission of Emma Marx" heißt der gelungene Porno für Paare, der sich des noch immer grassierenden Hypes um "Shades of Grey" annimmt und in adäquate, stimmungsvolle und natürlich auch deftig-erotische Bilder verpackt.

Der Trailer zum BDSM-Porno für Paare


Der jugendfreie Trailer zum Film "The Submission of Emma Marx"


Die sexuelle Unterwerfung der Emma Marx

Emma hatte noch nie eine echte Beziehung. Nicht, weil es keine Gelegenheiten dazu gegeben hätte. Vielmehr kann sie sich mit den Idealen moderner romantischer Beziehungen nicht identifizieren. Sie hat die Nase voll von Liebes-Tweets, Schmacht-SMSen, Anhimmelungs-Chats und Facebook-Angestubse und wünscht sich für sich etwas ganz anderes. Nur was, das kann sie nicht so genau benennen. Blöderweise ist das Thema aber gerade besonders akut, da ihre Schwester in den nächsten Tagen heiraten will.

Studentin Emma lebt mit ihrer Schwester zusammen, ...
Studentin Emma lebt mit ihrer Schwester zusammen, ...
 

Ablenkung bietet Emma ihr Studium. Hier recherchiert sie für ihre Diplomarbeit zum Thema Geschlechterrollen in der Arbeitswelt und interviewt dazu die unterschiedlichsten Leute. Eines ihrer letzten Interviews hat sie mit William Fredericks, ein Firmeninhaber, dessen Belegschaft zu 97 Prozent aus Frauen besteht, was ihn zu einem besonders interessanten Gesprächspartner für Emma macht. Doch das Gespräch soll noch viel interessanter werden …

diese lebt mit ihrem Freund eine romantische Beziehung.
diese lebt mit ihrem Freund eine romantische Beziehung.
 

Denn Mr. Fredericks bemerkt die Unsicherheit seiner durch seine schiere Präsenz eingeschüchterten Gesprächspartnerin sofort und drückt dem Gespräch seinen ganz eigenen Stempel auf. Schnell geht es unterschwellig um mehr, als um Geschlechterrollen am Arbeitsplatz. Das Gespräch und vor allem William wirken bei Emma sehr intensiv nach, die sich sogleich in Fantasien mit William flüchtet. Zu ihrer Überraschung erreicht sie schon am nächsten Tag ein Telegramm von William. Sobald sie ihr Studium beendet habe, solle sie bei ihm vorstellig werden, er werde ihr Leben komplett verändern!

Etwas, das Emma noch nie hatte und eigentlich auch nicht will.
Etwas, das Emma noch nie hatte und eigentlich auch nicht will.
 

Die Neugier bringt Emma in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten fast um, doch irgendwann ist die lange Wartezeit durchgestanden. Emma hat bestanden und sie ruft William an. Der lädt sie in sein Anwesen ein und unterbreitet ihr dort einen Vertrag, der eine BDSM-Beziehung zwischen ihm und Emma regeln soll … Eine solche Beziehung kann sich Emma für sich aber gar nicht vorstellen, denn sie will eigentlich immer die Kontrolle über ihr Leben behalten. Doch die Neugier siegt, auch, da William auf Emmas Forderung eingeht, ihr eine sehr gut bezahlte Arbeitsstelle in seinem Betrieb zu geben.

Emma willigt in den Vertrag ein und lässt sich in eine ihr fremde Welt fallen

"Shades of Grey" und die Porno-Nachwirkungen

Was sie eigentlich will, weiß sie nicht. Zumindest nicht, bis sie ihn trifft...William!
Was sie eigentlich will, weiß sie nicht. Zumindest nicht, bis sie ihn trifft...William!
 

Schon kurz nach Erscheinen wurden die "Shades of Grey" Bücher zum Gegenstand vermehrter Verfilmungsgerüchte. Und wenn Hollywood auf einen fahrenden Zug aufspringt, warum sollte es die Pornoindustrie nicht auch tun? Und jene reagierte viel schneller. Die Folge: Der Porno "50 Shades of Grey", der in Deutschland sogar in einer "bereinigten" Softpornoversion als "Die 50 Gesichter des Mr. Grey" veröffentlicht wurde.

Er möchte mit ihr eine BDSM-Beziehung führen und legt ihr einen entsprechenden Vertrag vor.
Er möchte mit ihr eine BDSM-Beziehung führen und legt ihr einen entsprechenden Vertrag vor.
 

"The Submission of Emma Marx" beweist nun, dass die Geschichte von "Shades of Grey" noch lange nicht ausgelutscht ist. Denn selbst Nichtkennern der Romanvorlage wird aufgrund der vermehrten medialen Berichterstattung zu "Shades of Grey" und dessen Inhalt schnell auffallen, wie nah sich "The Submission of Emma Marx" an seinem Vorbild aus der Feder von E.L. James entlanghangelt.

Die schüchterne, unsichere Studentin hier, der selbstbewusste, dominante Firmeninhaber da. Das mit sexuellen Untertönen aufgeladene Interview zwischen beiden, der Vertrag über die gemeinsame Beziehung, die Einführung in die Welt des BDSM, … die Parallelen sind vor allem zu Beginn unübersehbar!

Bevor Emma einwilligt, wird sie von William nach Strich und Faden verführt.
Bevor Emma einwilligt, wird sie von William nach Strich und Faden verführt.
 

Erst mit zunehmender Laufzeit strampelt sich der Porno ein wenig von der inoffiziellen Vorlage frei und geht andere Wege. Beispielsweise will "The Submission of Emma Marx" weder Williams und Emmas Motive hinterfragen noch zu tief in die Psyche seiner Protagonisten eintauchen (keine Spur also von Traumatas und Co.). Dafür würde aber auch die Zeit nicht wirklich ausreichen. Also geht man einen etwas anderen Weg und wirft eine ganz andere, gar nicht mal so dumme Frage auf, nämlich:

Wie werden BDSM-Beziehungen von der Umwelt akzeptiert?

Sind Emma und William für andere nur Freaks oder werden sie akzeptiert, trotz ihrer "Andersartigkeit"? Leider bleibt der Film in der Beantwortung dieser Frage so sehr an der Oberfläche, wie man es von einem Porno erwarten musste. Bringt aber seine eigene Story zu einem absolut runden, hocherotischen Ende.

Tolle Darsteller geben dem Porno Herz und Seele

Und danach in eine neue Welt entführt! Bestrafungen, ...
Und danach in eine neue Welt entführt! Bestrafungen, ...
 

Wichtige Eckpfeiler für das Gelingen des Pornos sind seine beiden Hauptdarsteller, auf die "The Submission of Emma Marx" beinahe ausschließlich fokussiert: Als da wären Penny Pax, bislang vor allem in unsäglichen Gonzo-Porno Untiefen verheizt, die ihrer Emma ein sympathisches, nur zu menschliches Antlitz verleiht (etwa wenn sie mal schüchtern und zurückhaltend wirkt, nur um kurz darauf selbstsicher und mit Überzeugung ihre Meinung kundzutun).

So erstarrt Emma nie zu einer reinen Klischeefigur. Zudem glaubt man Emma aufgrund der tollen Schauspielleistung von Penny Pax durchweg, wie sehr sie die neuen BDSM-Welten faszinieren, wie neugierig sie auf neue Erfahrungen ist und wie sehr sie William begehrt.

romantische Intermezzos ...
romantische Intermezzos ...
 

William Frederick komplettiert das Duo und wird von Richie Calhoun irre souverän gegeben. Sein William ist kein Mann der großen Worte, aber was er sagt, das hat Gewicht. William ist selbstsicher, aber nicht arrogant und er nimmt sich, was er will, ohne Grenzen zu überschreiten. Die dominante Ader Williams arbeitet Calhoun ebenfalls sehr eindrücklich heraus.

So entstehen vor dem Auge des Zuschauers für einen Porno unglaublich lebendige Figuren, die in ihren Charakterzeichnungen weit über das gewohnte "blond und fickbar" und "reich und immer geil" hinausgehen. Auch vom Aussehen her bedienen beide eher den natürlichen Typ und werden auch von Maske und Co. nicht auf 08/15 Hochglanz-Schönheiten getrimmt. Zudem stimmt die Chemie zwischen den beiden Darstellern sichtlich, was ihre Interaktionen via erstaunlich gelungener Dialoge noch glaubwürdiger macht.

 

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Die filmischen Qualitäten des Pornos

und für Emma ganz neue Praktiken ...
und für Emma ganz neue Praktiken ...
 

Wo "The Submission of Emma Marx" ebenfalls punktet, ist seine gesamte technische Umsetzung. Der Porno setzt auf warme, pastellfarbene Farbtöne. Die Szenerien werden ebenfalls sehr warm und mit angenehmem, vornehmlich natürlichem Licht ausgeleuchtet.

Die Kameraführung ist stilvoll, die Bildgestaltung wirkt in manchen Szenen erstaunlich durchgeplant und der Schauplatz des Geschehens ist gut ausgewählt und sehr edel. Zudem hat man den Eindruck, dass der gesamte Porno durchgehend mit angenehmer Musik unterlegt ist, die vor allem instrumental daherkommt und sich in den Höhepunkten vor allem bei top ausgesuchten, klassischen Musikstücken bedient.

Sex-Dramaturgie in "The Submission of Emma Marx"

stellen ihre Welt auf den Kopf.
stellen ihre Welt auf den Kopf.
 

Auch wenn obiger Trailer anderes andeutet: Ja, in "The Submission of Emma Marx" wird gefickt. Vier Sexszenen haben es in den finalen Film geschafft. Gleich zu Beginn darf Emmas Schwester mit ihrem Zukünftigen durch die Laken turnen, danach spielen nur noch Emma und William eine Rolle. Diese finden in mal hocherotischen und leidenschaftlichen (vor allem die letzte Sexszene) Szenen und mal in Szenen härterer Gangart (die Analsexszene) zusammen.

Die im Film heraufbeschworenen BDSM Elemente halten natürlich auch in den Sexszenen Einkehr. Mal nur verbal (etwa wenn William Emma anweist, was sie als nächstes tun soll) und mal mit passenden Werkzeugen wie Peitschen, Knebeln, Fesseln, …

Aber es kommt zu einem Zerwürfnis, ...
Aber es kommt zu einem Zerwürfnis, ...
 

Dabei bleiben die BDSM lastigeren Szenen immer auf einem "harmloseren" Level. Man schaut in diesem Porno also keinen SM-Sessions zu. Vielmehr wirken die hier praktizierten Techniken über weite Strecken recht einsteigerfreundlich. Nur eine zwischenmontierte Sequenz, die aufzeigt, wie heftig Emma und William auch miteinander spielen, präsentiert etwas intensivere Momente.

So findet "The Submission of Emma Marx" in Sachen BDSM einen wirklich funktionierenden Mittelweg, der Fans der BDSM Spielarten nicht langweilt und Neulinge oder gar Nichtanhänger nicht vergrault bzw. stattdessen vielleicht sogar Interesse an der einen oder anderen Praktik erzeugen kann. Das wichtigste ist aber, dass "The Submission of Emma Marx" nie einen Hehl daraus macht, dass es ihm einzig und allein um die Beziehung zwischen Emma und William geht. Sowohl die BDSM-Einlagen als auch die Sexszenen allgemein sind dabei nur "Mittel zum Zweck"!

Emma ist gewillt, um die Beziehung zu William zu kämpfen!
Emma ist gewillt, um die Beziehung zu William zu kämpfen!
 

Dahingehend gefällt vor allem, dass die Sexszenen in ihrer Abfolge einer sinnvollen Dramaturgie folgen: Sexszene eins zwischen Emmas Schwester und ihrem Verlobten zeigt das Normale, was Emma nicht will. Sexszene zwei zwischen Emma und William zeigt zwei Gleichgesinnte auf gleicher Augenhöhe, bevor der Vertrag über die BDSM-Beziehung unterschrieben wird.

Alles nun Folgende arbeitet auf Szene drei hin, ein kleiner Höhepunkt des Filmes. Denn Emma will eigentlich keinen Analsex, wird aber peu a peu von William dahingehend vorbereitet, bis sie selbst zu ihm geht und sagt, sie sei bereit dafür - womit ihre Beziehung auf ein ganz neues Level gehoben wird. Und die letzte Szene ist vor allem wegen dem Schauplatz enorm interessant, denn das Betreten desselben war Emma bisher bei Strafe verboten! Alleine diese letzte Sexszene reicht, um zu zeigen, wie sehr beide einander inzwischen vertrauen …

Tolle Bilder, tolle Darsteller...
Tolle Bilder, tolle Darsteller...
 

Ein großes Problem allerdings ist, dass die Sexszenen allesamt recht lang geraten sind. Zwar machen die Sexszenen in Sachen Laufzeit nur etwa die Hälfte des Filmes aus, aber 60 Minuten auf vier Szenen verteilt, deuten schon an, dass die Sexszenen sehr breit ausgespielt werden, was in der Form natürlich zu Lasten der Handlung und deren Kohärenz geht. Man muss sich nach den Szenen irgendwie immer erst einmal wieder in Erinnerung rufen, an welchem Punkt der Handlung man gerade war, als das gefilmte Kopulieren zuletzt einsetzte.

Ein Porno-Highlight für Paare

...eine allgegenwärtige BDSM Note und ...
...eine allgegenwärtige BDSM Note und ...
 

"The Submission of Emma Marx" wirkt in fast allen Aspekten mehr wie ein Film und weniger wie einer der so oft und so gerne geschmähten Pornos: Die Bilder sind in ihrer Komposition wundervoll durchdacht, die transportierte Atmosphäre zieht in den Film, die erzeugten Stimmungen funktionieren.

Die Darsteller überzeugen auf ganzer Linie, die Dialoge zwischen ihnen sind kein lieblos hingerotzter Pornostandard, die Story wirkt gut durchdacht, auch wenn sie hier und da auch auf Klischees und Stereotype setzen muss, und die verwendete Musik weiß durchweg zu gefallen. Auch die gezeichnete BDSM Beziehung wirkt im präsentierten Rahmen durchaus glaubwürdig.

deftige Szenen machen den Porno zu einem echten Highlight!
deftige Szenen machen den Porno zu einem echten Highlight!
 

Potential verschenkt der Film, weil er seine Sexszenen zu lang ausspielt (kürzere, griffigere und dann eventuell mehr Sexszenen, die die eigentliche Handlung nicht so extrem pausieren lassen, wären die bessere Wahl gewesen) und zu wenig auf die Motive seiner Figuren eingeht.

Doch das sind im Grunde nur kleinere Schönheitsfehler! Wer "Shades of Grey" gerne vor einer eventuellen Hollywoodverfilmung im heimischen Pantoffelkino sehen möchte und sich eine Umsetzung wünscht, die nicht einfach nur lieblos hingeklatscht wirkt und sich schnellstmöglich an den Hype um die Romane anhängen will, der wird bei "The Submission of Emma Marx" definitiv fündig! Denn dieser entpuppt sich als absolut wertig inszenierter Porno, der seine Handlung ernst nimmt und gleichzeitig saftige Sexszenen nicht ausblendet. Eine echte Empfehlung für Pärchen, die sich auch gerne mal einen Porno gemeinsam anschauen.

Die DVD von "The Submission of Emma Marx"

Die DVD zum Porno kommt von dem Label "New Sensations" in deren "Erotic Stories Collection". Gedreht in HD erweist sich die Bildqualität als tadellos. Der Ton weiß ebenfalls zu gefallen, liegt aber leider nur in der englischen Sprachversion vor. Auch deutsche oder anderssprachige Untertitel sucht man auf der DVD vergebens.

Schlagkräftige Argumente für "The Submission of Emma Marx"
Schlagkräftige Argumente für "The Submission of Emma Marx"
 

An Extras findet man eine Fotogalerie, Trailer aus dem Programm von "New Sensations", Werbespots für diverse Produkte aus dem Dunstkreis von "New Sensations" und ein "Behind the Scenes" Feature, das aber recht sinnbefreit daherkommt.

The Submission of Emma Marx - Filmdetails

"The Submission of Emma Marx", der neue Porno für Frauen und Paare nach Motiven von "Fifty Shades of Grey"
"The Submission of Emma Marx", der neue Porno für Frauen und Paare nach Motiven von "Fifty Shades of Grey"
 

Originaltitel: The Submission of Emma Marx
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Eddie Powell, Jacky St. James
Darsteller: Riley Reid, Van Wylde, Penny Pax, Richie Calhoun, Jacky St. James, Lilian
Freigabe: XXX *zwinker*
Laufzeit: 117 Minuten
Bild: 1,85:1 (anamorph)
Ton: Englisch
Format: PAL
Ländercode: 0 (Codefree)
Extras: Trailer, Behind the Scenes, Fotogalerie, Werbespots
Verpackung: Amaray
Wird am Ende geheiratet? Nein! ABER, es wird geheiratet!
Studio: New Sensations

 

Fortsetzungen von "The Submission of Emma Marx"

  • 2015: "The Submission Of Emma Marx: Boundaries" - Der Film erhielt bei den AVN Awards 2016 die u.a. Auszeichnung "Best BDSM Movie".
  • 2016: "The Submission Of Emma Marx: Exposed"

 

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