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Erfahrungsbericht Villa Atraides auf Korfu

Erfahrungsbericht Villa Atraides auf Korfu
So, nun sind wir zurück und sind noch immer ganz begeistert. Es war ein traumhafter Urlaub, die Insel ist wunderschön, und die Villa eignet sich hervorragend zum Erobern der Insel, da sie sich mittendrin befindet. Wer im Urlaub auf nichts verzichten will und im Prinzip sein deutsches Leben weiterführen will, nur eben in Griechenland, dem ist die Villa absolut nicht zu empfehlen, der sollte in eine der riesengroßen Bettenburgen gehen, da kann er Fußball in der ARD ansehen und auch sonst alles so erleben wie zu Hause beim Griechen um die Ecke.

Einiges ist zur Villa schon geschrieben worden. Sie ist traumhaft abseits gelegen, ohne jegliche störenden Einblicke von außen. Der Architekt hat sich einst viel Mühe gegeben, neben der Villa ist auch das gesamte Drumherum sorgfältig angelegt. Leider läßt der Erhaltungszustand etwas zu wünschen übrig. Ohne ins Detail gehen zu wollen, die Eigentümer versuchen seit Jahren die Villa erfolglos zu verkaufen und ein bißchen hat man den Eindruck, sie haben sich deshalb schon innerlich von diesem Ort verabschiedet. Das ist etwas schade.
Die Einrichtung empfanden wir als Katastrophe. Es ist eine Ansammlung grellbunter und kitschiger Geschmacklosigkeiten. Vorhänge, Deckchen, und Glitzerkram überall, keine wirkliche Einrichtungsidee ist zu erkennen und das Mobilar ist in der Tat nicht mehr das Neuste, bei uns fehlte ein Nachttisch völlig, dafür stand da ein klappriger Hocker der jede Nacht umfiel, wenn ich das Kopfkissen zu weit nach außen schob.

Inzwischen sind auf den Zimmern Klimaanlagen installiert jedoch sind die, wahrscheinlich wegen der hohen Betriebskosten nur auf Lüftung und nicht auf Kühlung eingestellt. Beim Einschalten blasen die nur Luft von Außen nach innen. Wir brauchten sie nicht, da bei uns die Nächte auf Grund des in diesem Jahr verregneten Sommers dort recht kühl waren, im richtigen Sommer jedoch sind sie nicht mehr als ein schlechter Witz.

Die Zimmer sind sehr klein und somit sind in einigen Zimmern die Bäder ausgelagert über den Flur zu erreichen. das ist unschön aber nicht das Schlimmste. Schlimmer ist, dass kaum warmes Wasser da ist, am Morgen gar nicht und Nachmittags erst wenn man das Wasser 20 Minuten laufen läßt. Duscht im anderen Bad zur gleichen Zeit jemand steht man eingeseift unter der Dusche und nichts geht mehr, auch nicht so schön.

Wie in den Mittelmeerländern üblich herrscht auch auf Korfu eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Da zu dem die Vermietung im Winterhalbjahr nicht durchgängig gesichert sein wird riecht es in der gesamten Villa muffig. Hier könnte die Klimaanlage eigentlich gute Dienste leisten, dazu müßte sie aber täglich mindestens 2-3 mal am Tag je eine Stunde laufen um eine Entfeuchtung der Villa zu erreichen.
So erinnerte mich das ganze an die gute Bauernstube vor 50 Jahren, die nur zu Weihnachten genutzt wurde, es bare keine rechte Stimmung darin aufkommen wollte, da die Wände feucht und die Luft darin muffig war.

Das Frühstück sollte als solches eigentlich nicht bezeichnet werden, das es mit einem Frühstück nichts zu tun hat. Man sollte also gleich den ersten Tag nutzen um seinen Frühstückseinkauf zu tätigen, damit der nächste Morgen auch gute Vorzeichen für den Urlaub bereithält.

Das Sahnestück ist echt der Pool. Dieser wird auch überragend gepflegt, immer wieder am Tag sieht man den Eigentümer dort für Ordnung und Sauberkeit sorgen. Solch einen Pool für max. 8 Personen darf man schon zu Recht als Luxus bezeichnen. Insbesondere hier finden auch die meisten heißen Begegnungen statt. Wem der Sinn also nach Sex oder wechselnden Partnern stand kommt hier ganz sicher auf seine Kosten, zumindestens im Gastgeber findet man dafür auf jeden Fall einen dankbaren Ansprechpartner, manchmal war uns seine Zuneigung sogar etwas viel des Guten. Eine deutlichere Trennung zwischen Geschäft und Privat hätten wir uns manchmal doch gewünscht. So haben wir den Pool nur immer am Morgen vor dem Frühstück oder zwischendurch mal kurz für eine Stunde am Tag benutzt, da wir auch viel unterwegs waren und lieber am Strand oder sonstwo auf der Insel die Zeit verbrachten.

Apropo Strand, der Mirtiotissa FKK-Strand ist nicht unser Favorit gewesen, der ist sehr klein geworden durch weggespülte Inselbereiche. Ein Traum hingegen war der FKK-Strand in Arillas. Man ist zwar ca. 1h dorthin unterwegs aber da lohnt jeder km. Kaum Leute dort, klares Wasser und feinster Sand.

Verläßt man das Grundstück steht man mitten im griechischen Alltag. Bis zur nächsten Taverne ist es ca. 1km aber die ist absolut empfehlenswert, authentische heimische Küche und kaum Touris anzutreffen, wird eher von heimischen Leuten besucht. Wir waren fast jeden Abend dort.

Insgesamt stört uns das einfache und schlichte Leben nicht. Im Gegenteil. Wir können auch mal ohne warmes Wasser, das Frühstück selbst besorgen ist für Erwachsene kein Problem, zu Hause sind auch nicht alle Möbel nagelneu, ja und wenn es etwas muffig ist machst du eben die Fenster auf....was solls, alles kein Problem. Wenn dafür jedoch knapp 100,-€/p.N. fürs Zimmer aufgerufen werden, dann stimmt irgendwas nicht. Die Relation war da für uns nicht gegeben.
Die Villa
Inselimpression
Der Pool
In der Anlage der Villa
Tina am Strand von Arillas
****mar Paar
2.113 Beiträge
Danke
Danke für diesen sehr aufschlussreichen Bericht.
****ri Paar
8 Beiträge
Villa Atraides
Auch von uns vielen Dank für den sehr informativen Bericht
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