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Geschichten, Gedichte, Sprüche, Zitate, Weisheiten

*****ess Frau
18.675 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Den folgenden Text habe ich in einem Beitrag in einer anderen Gruppe gelesen.
Der Beitragsposter hat mir erlaubt, den Text zu übernehmen und auch hier zu posten.

Ich finde die Parabel sehr schön:


Der schwarze Punkt:
Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes:
„Ich möchte Sie bitten, das aufzuschreiben, was Sie dort sehen.“
Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.
Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc.
Nun lächelte der Professor und sagte:
„Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken.
Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten, und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen.
Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund, Erwartungshaltung usw.
Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.
Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen sie es mit anderen Menschen!

*****ena Frau
3.425 Beiträge
Ich möchte den ersten Spruch für mein neues Bullet Journal Jahr mit euch teilen...

allow the stars to remind you why the darkness is necessary

Oder auf deutsch:

Nur in der Dunkelheit ist es möglich die Sterne zu sehen


Ich möchte dieses Jahr versuchen mich mehr auf das positive in meinem Leben zu fokussieren, auch mit Hilfe meines BuJos, darum steht der Text gleich am Anfang.
**********ige_S Frau
2.965 Beiträge
Gruppen-Mod 
Meine Mutter hat mir folgenden Spruch mitgegeben:
Denk immer daran, dass auch hinter Wolken die Sonne scheint.

Tut mir immer gut.
*****ess Frau
18.675 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Zitat von **********ige_S:
Denk immer daran, dass auch hinter Wolken die Sonne scheint.

Scheint sicher ein Äquivalent zum englischen
******************************************as a silver lining.

zu sein.

Auf deutsch:

"Jede Wolke hat einen Silberstreifen."
**********ige_S Frau
2.965 Beiträge
Gruppen-Mod 
Das ist auch schön!
Keine Beschreibung angegeben.
**SK
7.791 Beiträge
ich fand den glückskekszettel so passend. *grins* für die aktuelle situation. nicht unbedingt meine, die ist momentan ziemlich geklärt und aufgeräumt. aber für die anderer leute. und im allgemeinen.
Keine Beschreibung angegeben.
**SK
7.791 Beiträge
ich habe zu weihnachten einen achtsamkeitskalender geschenkt bekommen. einen kleinen tischkalender zum abreißen. und heute steht da u.a. drin:

"Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg."

Also einfach es sein und sich nirgendswohin "arbeiten", um es dann erst zu sein.

Das finde ich gut. *sonne*
*****ess Frau
18.675 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Folge deinen Träumen. Sie kennen den Weg.
Keine Beschreibung angegeben.
**SK
7.791 Beiträge
lebe sie. setze sie um.
Keine Beschreibung angegeben.
**SK
7.791 Beiträge
insbesondere die 2. hälfte verstehe ich gut, kann ich aufgrund meiner bisherigen erfahrungen recht gut nachvollziehen.

der erste teil ist mir allerdings zu sehr möglichkeitsform. es erscheint mir "fremd", also eigentlich das gegenteil. aber ich mag das nimmer haben. bzw. erinnert mich zu sehr an meinen tagträumer. iwie
**********ige_S Frau
2.965 Beiträge
Gruppen-Mod 
Eher so?
Wenn du aufhörst, so sein zu wollen, wie du nicht bist, wirst du, wer du wirklich bist.
Die genaue Formulierung kriege ich grade nicht zusammen.
Keine Beschreibung angegeben.
**SK
7.791 Beiträge
Japp, das trifft es eher. 🙃
****ish Mann
793 Beiträge
Regentropfen, die oft unliebsame Erinnerung
an die Wahrheit, an das Hier und Jetzt,
an uns selbst
********nNRW Mann
135 Beiträge
Hallo ihr Lieben, schon vor Jahren hatte ich hier Gedichte von mir gepostet und möchte nun ein weiteres hinzufügen. Inspiriert von Begegnungen, mit wundervollen Menschen, mit teils tragischen Geschichten und von meiner eigenen Sehnsucht...

Seelenkrieger:

Ja ich will deine Seele fühlen, im Regen tanzen… Schmerz weg spülen. Ich will sehn, wofür das Auge blind, die starke Frau und auch das Kind. Die Reise tief hinein in Dich, soll helfen auch verstehen mich. Verfliegen sollen so die Stunden und heilen unsre tiefste Wunden…

Ich will nichts von deinem Schein, ich will dein pures echtes Sein. Erleben will ich was verdeckt, was viel zu tief hast Du versteckt. Und wenn es hilft beim tiefen graben, so zeig ich Dir all meine Narben. Auch Du sollst wissen wer ich bin, zum tiefsten Seelengrunde hin…

Drum bitte bitte hab den Mut, zu brennen in der Herzensglut. Nicht immer wird es einfach sein und nicht nur eitel Sonnenschein. Du wirst bestimmt mich oft verfluchen, wenn wir nach echter Tiefe suchen. Doch will man sein sich wirklich nah, droht immer uns auch die Gefahr…

Nur mein Motiv, so glaube mir, ist gut zu sein zu mir und Dir. Wir stehen mitten drin im Leben und haben noch so viel zu geben. Doch feige warn wir, zu bequem, den steinig Weg zum Ziel zu gehen. Sie musste wohl so lange reifen, die Chance, bevor wir sie ergreifen…

Doch ich für mich, habe entschieden, zu streben nach dem tiefen Frieden. Der tief verborgen in uns ruht und warm und fließend hält das Blut. Die Hoffnung lebt, sie atmet weiter und wird zu dieser hohen Leiter. Die uns in Höhen bringen kann, macht glücklich Frau und auch den Mann…

Und will ich auch zum Glück mich strecken, so will ich Dich doch nicht verschrecken. Geduld und Zeit sind mir mein Schwert, zu zeigen wie viel Du bist wert. Ich will in deine Seele dringen, dein Herz berührn Dich nieder ringen. Den Wall den Du hast aufgebaut, zum Schutz wie eine Panzerhaut…

Ein Zeichen reicht und ich zieh los, in diesen unsern Seelenkrieg, beharrlich werd ich ihn erringen den einen großen wahren Sieg. Bis unsre Seelen offen liegen und keiner mehr sich muss verbiegen. Kein Schein zum Schutz vor einem Schmerz, nie wieder kaltes totes Herz…

Seit ich Dich sah, zum ersten mal, so voller Stärke und doch Pein. Da wollte ich für uns…für Dich, dein Seelenkrieger sein…

C.S.

Für wen darf ich genau das werden oder sein?
*****nja Frau
30.390 Beiträge
*wow* ein wunderschönes Gedicht.
********nNRW Mann
135 Beiträge
Ein kleiner poetischer Mutmacher für alle, die sich darin wiedererkennen und es annehmen möchten.

Spreng die Ketten...

Sie liegt auf Dir, die dunkle Last
und bremst Dich immer wieder.
Sie wiegt so schwer, erdrückt Dich fast,
aus Angst sind ihre Glieder.

Geschmiedet hast Du sie nicht selbst,
sie wurde Dir gegeben.
Es waren immer andere
und formten so dein Leben.

Nie durftest Du, aus freiem Stück,
nach deinem Glücke streben.
So zwangen sie Dich Schritt für Schritt,
die Träume auf zu geben.

Und meinten sie es noch so gut
und wollten Dir das Beste.
Von deinen Wünschen blieb nicht viel,
nur kümmerliche Reste.

So warst Du viel zu lange schon,
in deiner Haut gefangen.
Gewachsen ist nach Freiheit nun,
ein riesiges Verlangen.

Die Kette, die Dir umgelegt
und Dich hat fest gebunden,
schneidet Dir in Herz und Fleisch
und reißt dort tiefe Wunden.

Nach langem Kampf, bist Du gefolgt,
gebrochen war dein Wille.
Was Du gewollt und Dir erträumt,
versank in tiefster Stille.

Doch das muss nicht dein Ende sein,
Du sprengst bald deine Ketten.
Es schlummert große Kraft in Dir,
darauf würde ich wetten.

Du musst es nicht alleine tun,
drum nimm doch Hilfe an.
Auch ich wär gern bereit dazu,
so gut ich eben kann.

Doch leg ihn völlig frei nun fest,
den Kurs in deinem Leben.
Für deinen Willen und auch Weg,
brauchst Du nicht fremden Segen.

Du schaffst das schon, nun fang es an
und hab in Dich Vertrauen.
Sei mutig nun und kreativ,
Du kannst Dir dein Glück bauen.

Den ersten Schritt hast Du getan,
die Zukunft Dir zu malen.
Und ist die Kette erst gelöst,
wird hell dein Herz erstrahlen.

C.S.
*****ess Frau
18.675 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Toll, @**********r1980, ich bin beeindruckt!

Ich selber habe Null Talent zum Gedichteschreiben und bin immer fasziniert, wenn andere das können.
Und dann noch dazu mit so tiefsinnigem Inhalt!
*****o83 Mann
750 Beiträge
Lukulisch-Homöopathische Verhütung-oder Peggy Chantal, das Entrecoute und ich

Vor einer Weile fand ich mich bei einem Klassentreffen wieder. Irgendeiner meiner ehemaligen Mitschüler hatte das Bedürfnis, den zwanzigsten Jahrestag des Schulabschlusses groß und ausschweifend zu zelebrieren. Als ich etwas verspätet in der Lokalität eintraf, saß ein Grüppchen von 18 Mitdreißigern an einer langen Tafel. Dekoriert mit kleinen Vergiß- Mein-nicht Blumentöpfchen. Bei der Begrüßung fielen mir inzwischen Wildfremde Personen um den Hals. Nun saß ich da, inmitten des letzten Inventars der Sozialisation meiner Jugend. Von ursprünglich 28 ehemaligen Mitpennälern konnte man 10 nicht ausfindig machen, erfuhr ich. Vermutlich verspürten sie einfach keine Lust auf diese Veranstaltung, oder das Leben hatte sie verschluckt. Ich lauschte den Kreuzkonversationen am Tisch. Über die familiären Freuden, sozialen Auf und Abstiege, beruflichen Laufbahnen , Verlauf der Scheidungen und private Sorgen der Anwesenden.
Im Fortgang der Festivität spalteten sich die Lager am Tisch. In die Verheirateten, die getrennten und Singles. Ich gesellte mich zu den letzteren Beiden. Man small talkte ,revidierte alte gemeinsame Erlebnisse. Irgendwann trat ich vor die Türe um ein Wenig die klare laue Abendluft zu genießen. Hierbei leistete mir zu meinem minderen Wohlgefallen Peggy-Chantal Gesellschaft. Selbige war schon zu Schulzeiten von der Intelligenz einer Tüte Pop Korn gesegnet, damit einher gehend mit der Empathie einer Ritterrüstung und Vegetarierin. Ersteres nahm Peggy Chantal, inzwischen Mutter von fünf Kindern, von deren jeweiligen Erzeugern ihr nicht mal mehr die Namen geläufig waren, etwas zu wörtlich. Begleitet wurde sie von Sabine. Selbige glücklich verheiratet, geerdet und Geschäftsführerin eines Familienbetriebes. Die beiden Damen verwickelten mich in einen Austausch. Beide zollten mir Respekt ob meines Single- Lebens. Sie betonten die vielen Freiheiten die ich ausleben könne, Flexibilität, Spontanität, ich könne essen und kochen was ich wolle, müsse auf niemanden Rücksicht nehmen und müsse nur mir selbst gegenüber Ethos tragen. Ich nickte bestätigend. Beide Damen schauten mich etwas verschüchtert, beinahe verschämt an. „ Dürfen wir Dich mal was fragen?“ druckste Sabine. Ich nickte zustimmend. „ Ähhhm also fehlt Dir als Single eigentlich wirklich nichts im Alltag?“ Ich ließ sie ins Leere laufen. „ Also ich weiß dass Du viel Sport treibst, aber vermisst Du nichts anderes körperliches in deinem Leben?“ unternahm sie einen weiteren Anlauf. Ich ließ die Erkundigung offen. Sabine legte zum Fangschuss an: „ Naja, du bist ja ein gestandener Kerl und stehst voll im Saft. Du musst doch diesbezüglich Bedürfnisse mir Dir herum tragen“ Ich stellte mich erst einmal blöde. „ Also was machst Du wenn dich die Fleischeslust überkommt?“ ergänzte Peggy Chantal mit einem Augenzwinkern dieses doch so tiefgründige Gespräch.
„“ Das ist nicht so kompliziert wie ihr denkt“ lotste ich die Beiden in die Realität zurück. Blickte hierbei in zwei verdutzte Augenpaare. „ Mich plagt öfter die Fleischeslust. Hierbei habe ich dann die Qual der Wahl wie man die Gier nach Fleisch am besten stillt. Eine gastro-erotische Entschließung. Entweder Bordell oder Fleischwarenfachgeschäft“ führte ich aus. „ Was, wie bitte?“ hallte es mir entgegen. „ Also Ladies, in meinem Fall gebe ich einer Metzgerei grundsätzlich den Vorrang. Denn mit einem saftigen Stück Entrecoute ist mir ausreichend geholfen. In der Pfanne zubereitet, je nach Laune medium oder durch gebraten. Als Beilage Kohlenhydrate und Vitamine. Das Ganze mit einem Perlenden Hefehaltigen Hopfengetränk runtergespült und die Welt ist ein Döschen“ beendete ich meine Ausführung. Peggy Chantals Gesichtsfarbe wurde fahl und blass. Sabine zündete sich erstmal eine Zigarette an. Peggy Chantal`s Enzephalon schien wegen Überforderung kurz vor der Kapitulation zu stehen. Die Gehirnwindungen liefen Marathon, so mein Eindruck. „ Ja ähh aber hast Du nie Sehnsucht nach körperlichen Zweisamen Stunden? Auch nicht hin und wieder?“ stammelte Peggy Chantal völlig Konfus. Ich suggerierte ihr, dass gutes Essen und Askese für Langzeit-Singles ein vollwertiger Ersatz für libidinöse Freizeitbeschäftigungen darstelle und das sei auch gut so. In einer Beziehung beinhalte diese Begebenheit eine gewisse Wirkung und Absicherung. Ich band ihr weiter den Bären auf, dass ein mit einer opulenten Fleischmahlzeit gefüllter Männerbauch das zuverlässigste Verhütungsmittel sei. Da hierdurch alle Gelüste für die Dauer des Verdauungsprozesses vollständig abgeerntet sind. Auch Stunden und Tage danach keinerlei Gelüste aufkeimen, mit einem anderen Menschen irgendetwas aus zu tauschen was die Erbanlagen und die DNS beider Parteien bereichere. .
Endgültig ihrer Lebensphilosophie desillusioniert, wankte Peggy zurück ins Lokal, zu den übrigen Feiernden. Sabine hatte sich längst verzogen. Ich trat einen strategischen Rückzug in meine Wohngemächer an.
Ein paar Monate später, ich hatte das Klassentreffen längst vergessen, traf ich zufällig auf Peggy Chantal. Zu meiner Verblüffung beim Metzger, als ich mir etwas Wurst für eine Pausenstulle käuflich erwarb. Auf meine Erkundigung, weshalb sie sich als Vegetarierin ein Fleisch und Wurstwarenfachgeschäft verirre, traute ich meinen Ohren kaum.
Peggy eröffnete mir , sie hätte seit einigen Wochen einen neuen Partner. Selbigem kaufe sie grade ein saftiges Stück Entrecoute, weil sie nicht wieder schwanger werden wolle. Fünf Kinder seien ja schließlich genug.
*****o83 Mann
750 Beiträge
Nachdenkliches für den Arbeitsalltag
Das Leben ist kein Ponyhof. Die Berufswelt kein nach Rosen und Kardamon duftendes Döschen. Unser blauer Planet nicht überall ein Paradies. Die Vorfahren unserer Zeit lebten in ihren jeweiligen Epochen konforme Überlebens-Strukturen, Formen und Maßnahmen. Heutzutage ist es nicht anders. Immer schnellere und kurzweiligere Möglichkeiten, welche eine nie endende Dynamik eines jeden von Nöten macht. Hierbei geht vieles menschliche verloren. Man agiert nicht mehr auf einem offenen, einsehbaren Feld, weit vor den Toren der Metropolen, um eine ritterliche Auseinandersetzung, Mann gegen Mann, mit Keule, Schwert und Schild auszutragen. Mit klarem eindeutigem Ausgang. Heutzutage geht es hoch technisch und globalisiert zur Sache. Nicht auf Augenhöhe, sondern von oben nach unten. Solange man funktioniert ist man für jeden Vorgesetzten der beste Mitarbeiter. Der Ritter ohne Furcht und Tadel Anders als bei den Rittersleuten wird in unseren Zeiten von oben nach unten nach geprügelt, wenn man Bewegungslos auf dem Rücken liegt und sich der Harnisch in seine Bestandteile auflöst. Oder Du wirst bereits schon ersetzt, während Du gerade geschlagen vom Ross stürzt.
In weit zurück liegenden Epochen war man gefordert, in Situationen wie diesen Mut und Kühnheit erkennen zu lassen um sein persönliches Glück, Existenz und sein Leben aufrecht zu erhalten. Hatte man sich erst einmal bewährt, war einem Respekt und Anerkennung sicher. Im Zeitalter von W-LAN, Smartphone, Tablett und Co ist der Mensch gezwungen, sich in der Weltweit verknüpften Berufswelt zu behaupten. Natürlich ohne Schwäche zu zeigen. Bis auch die letzten Reserven und darüber hinaus jegliche Kondition aufgebraucht ist. Du funktionierst für Andere, nicht für dich. Dein Reflex in diesem Strudel die Reißleine zu ziehen ist dir schon lange verloren gegangen. Dein Körper gehorcht nicht mehr den Regungen des Enzephalons. Du hast das Gefühl, als ob Du dich einen Kurvigen Gebirgspass im Leerlauf hinauf quälst. Deine komplette Apperzeption auf Standby . Deine Seele und der Körper haben Jahre lang reibungslos ihren Dienst getan und gebrannt. Irgendwann allerdings breitete sich das Feuer unkontrolliert aus. Die Floriansjünger konnten diesen Flächenbrand nicht mehr löschen oder eingrenzen, weil die Feuerwehr alarmiert wurde, als alles zu spät war. Du weißt nicht mehr was um Dich herum von statten geht. Deine Umwelt nimmst Du nur noch wie in einer trüben Blase wahr.
Schlussendlich findest Du Dich in einer Einrichtung wieder. Inmitten anderer ausgesaugter, ausgebrannten Zeitgenossen. Keiner weiß wie lange er in diesen geschlossenen Verhältnissen verweilen muss. Jedoch so lange bis auch dem letzten Vorgesetzten bewusst wird, dass er einer der Pyromanen ist welcher für den Aschenhaufen Bürgschaft trägt, welcher mal Deine Seele war. Das Rad dreht sich weiter.
So lange bis man den nächsten Ehrenmann oder Ehrenfrau findet, welchen/ welche man in die Feuerlinie schickt und mit der Zeit vom Paarhufer stößt und hierbei noch nachtritt.
H. Hesse
**********ige_S Frau
2.965 Beiträge
Gruppen-Mod 
Das habe ich gerade beim Stöbern im Internet gefunden. Nicht neu, aber schön geschrieben.
"Das rote Strümpfchen

Als ich eines Tages wie immer traurig durch den Park schlenderte und mich auf einer Parkbank niederließ, um über alles nachzudenken, was in meinem Leben schief läuft, setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir.

Sie spürte meine Stimmung und fragte:

„Warum bist du so traurig?“

„Ach“, sagte ich, „ich habe keine Freude im Leben. Alle sind gegen mich. Alles läuft schief. Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.“

„Hmmm“, meinte das Mädchen. „Wo hast du denn dein rotes Strümpfchen? Zeig es mir mal. Ich möchte da mal hineinschauen.“

„Was für ein rotes Strümpfchen?“, fragte ich sie verwundert. „Ich habe nur ein schwarzes Strümpfchen.“

Wortlos reichte ich es ihr.

Vorsichtig öffnet sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und sah in mein schwarzes Strümpfchen hinein. Ich bemerkte, wie sie erschrak.

„Es ist ja voller Alpträume, voller Unglück und voller schlimmer Erlebnisse!“

„Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern.“

„Hier, nimm“, meinte das Mädchen und reichte mir ein rotes Strümpfchen. „Sieh hinein!“

Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rote Strümpfchen und konnte sehen, dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens. Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war!

„Wo ist dein schwarzes Strümpfchen?“, fragte ich neugierig.

„Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum“, sagte sie. „Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mein rotes Strümpfchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen. Da stopfe ich so viel wie möglich hinein. Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne, traurig zu werden, dann öffne ich mein rotes Strümpfchen und schaue hinein. Dann geht es mir sofort besser. Wenn ich einmal alt bin und mein Ende droht, dann habe ich immer noch mein rotes Strümpfchen. Es wird voll sein bis obenhin und ich kann sagen, ja, ich hatte etwas vom Leben. Mein Leben hatte einen Sinn!“

Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte, gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden. Neben mir auf der Bank lag ein rotes Strümpfchen mit der Aufschrift: Für dich! Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein. Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuss, den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte. Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm ums Herz. Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend, mich am nächsten Papierkorb meines schwarzen Strümpfchens zu entledigen."
https://www.lichtkreis.at/ge … n/das-rote-str%C3%BCmpfchen/
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