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Unterschied zwischen offener Beziehung und Polyamorie

******n68 Mann
3.448 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Unterschied zwischen offener Beziehung und Polyamorie
Grenzen sind immer fließend. Und die Lesart von Begriffen wahrscheinlich so bunt und unterschiedlich wie die vielen Mitglieder dieser Gruppe. Ich bin also nicht auf der Suche nach einer dogmatischen Definition, sondern. Ach unterschiedlichen Sichtweisen.

Was ist Eure Definition von "offene Beziehung"? Wie grenzt sich das von Polyamorie ab?
*******OfMe Frau
2.525 Beiträge
Eine offene Beziehung bezieht sich für mich vorwiegend auf sexuelle Abenteuer. Ich habe also eine Beziehung, mit der ich all die Beziehungsdinge mache: Unternehmungen, Alltag, Zukunftsplanung, evtl zusammen wohnen... Nur dass ich sexuell nicht monogam bin, sondern mich daneben sexuell ausleben kann, in Form von überwiegend sexuellen Begegnungen wie ONS, Affären, Casual Sex (Freundschaft Plus wäre für mich schon an der Grenze). Dabei sind diese anderen Begegnungen überwiegend auf Sex beschränkt - vielleicht mal ein Abendessen oder so, aber keine gemeinsamen Hobbys, Urlaube, Zukunftsplanung etc

Polyamory geht für mich weit darüber hinaus. Da ist im Grunde alles erlaubt, es kommt nur auf offene, ehrliche Absprachen an. Ich kann also zwei oder mehr Beziehungen parallel führen. In jeder Beziehung mit dem Flow gehen und erkunden, was für mich und den Partner stimmig ist - in Absprache mit allen anderen Beteiligten. Dabei gibt es hierarchische Polyamory, d.h. ich habe eine Hauptbeziehung, die Priorität hat, und daneben eine oder mehrere Nebenbeziehungen, die ich im Rahmen der mit meinem Hauptpartner abgesprochenen Regeln ausgestalten kann. Oder ich habe mehrere gleichberechtigte Beziehungen und es ist alles eine Frage der Absprache zwischen allen Beteiligten.
*******ella Frau
464 Beiträge
Das könnten meine Worte sein. Genau so sehe und lebe ich es auch.
***la Frau
991 Beiträge
genauso ist es bei uns auch... *genau*
**********nigin Frau
177 Beiträge
Ich lebe poly.
Ich wohne mit P1 aber auch mit P2 gehe ich in Urlaub, übernachte mehrfach die Woche bei ihm. Ich kenne seine Eltern, Großeltern, Neffen.
Sie wissen (z.T.) dass ich nicht für immer bleiben werde. (Er wünscht sich Familie, ich nicht)
Aber solange es sich gut anfühlt, werden wir es genauso machen, bis seine Ms. Right vorbei kommt und ich ihn weinend, aber zuversichtlich, in die richtigen Hände geben kann.
Ich habe mehr Einfluss auf sein Leben genommen als irgendeine Person in seinem Erwachsenenalter. Er bespricht quasi alles mit mir. Wir teilen ein Leben. Oder zumindest einen Teil davon.

Ich liebe ihn.
Ich liebe meinen P1.
Beide kennen sich.

Die Beziehungen haben nicht nur Höhepunkte.
P1 tröstet mich wenn P2 mich verletzt und umgekehrt.

Meine Satelliten (2-3 Männer in unregelmäßigen Abständen) teilen viel weniger mit mir.

Das Leben ist schön. Aber es heißt nicht ohne Grund "Beziehungsarbeit".

❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️🧡💛💚🩵💙💜🩶🤍🩷❤️❤️❤️
******eek Frau
4.817 Beiträge
Ich glaube auch, dass die Grenzen zum Teil fließend sind.

Ich nenne mein Konstrukt offene Beziehung. Neben meinem Freund habe ich Freundschaften mit Benefits. Das heißt, man trifft sich auch mal zum Kochen, geht essen, guckt was zusammen im Kino oder daheim und hat hin und wieder Sex.

Der Unterschied zum Poly-Konstrukt ist für mich die Gefühlslage. Mit meinem Freund möchte ich mein Leben teilen und mit ihm alt werden. Ich kann mir vorstellen, ihn in meine Patientenverügung einzusetzen, etc.

Die F+ sind eher Wegabschnittsgefährten. Ich mag sie sehr gern und wäre vermutlich auch jederzeit für sie da, wenn sie Kummer haben - wie man für Freunde halt da ist. Aber ich hege nicht den Wunsch, mit ihnen alt zu werden, und gehe nicht davon aus, dass diese Beziehungen für die Ewigkeit halten.
****h82 Frau
572 Beiträge
Vielen Dank für Eure Worte. Ich selbst „experimentiere“ noch mit der Hypothese „Was geht wie für mich emotional“ und ich merke zunehmend, dass ich viel eher loslassen, gönnen und genießen kann, wenn alle voneinander und über ihre Verbindungstiefe mit mir wissen. Das ist in meinen Augen fair und respektvoll, da jeder für sich entscheiden kann, ob eher mit der jeweiligen Verbindungsart zu mir klarkommt oder nicht. Ich selbst habe 1 *herz*, was mich emotional sehr berührt und damit Exklusivität in Bezug auf Übernachtung, puren Sex und bestimmte Spielarten sowie Unternehmungen genießt. Probier ich das mit anderen, endete das oft mit Tränen bei mir, da es für mich der „falsche“ Mensch ist. Deshalb würde ich mich mich viel eher als polysexuell statt polygam sehen, weil es mir abseits vom *herz* eigentlich schon eher ums sexuelle Spiel geht, auch wenn ich mich mit festen Spielpartnern wohler fühle und man da natürlich schon auch freundschaftlichere Basis aufbauen kann. Die 3 wissen um „Ihn“ und können diese „Hierachie“ gut akzeptieren.
*****s42 Mann
11.806 Beiträge
Ich grenze das nicht voneinander ab.

Polyamory ist für mich ein Teil der offenen Beziehungen. Es sind all die offenen Beziehungen, in denen es nicht "nur" um eine rein sexuelle Erweiterung einer Partnerschaft geht, sondern diese offenen Erweiterungen auch von gegenseitiger Liebe getragen sein können.
*********be72 Paar
213 Beiträge
Für uns ist es auch schwer, konkrete Abgrenzungen zu finden.

Unsere Beziehung ist eigentlich schon seit drei Jahren offen, eigene Abenteuer ohne den Anderen hatten wir bislang aber nicht.

Das lag an mehreren Faktoren, insbesondere daran, so haben wir es jetzt für uns beide herausgefunden, dass wir als Einzelpersonen das was wir eigentlich suchen nicht richtig wahrgenommen haben.

Dabei sind wir uns tatsächlich einig, dass wir uns jeweils nicht auf oberflächliche Abenteuer beschränken wollen, auch Gefühle zulassen und ganz bewusst haben wollen. Liebe ist in unseren Augen eh nicht steuerbar, warum also dann an dieser Stelle die Reißleine ziehen müssen. Wir würden uns und unsere Bedürfnisse wieder zu sehr beschränken.

Aber auch das Entwickeln und Führen einer - wie auch immer gearteten - Beziehung soll nicht ausgeschlossen sein. Warum nicht auch mit über 50 nochmal Kribbeln spüren, das 'volle Programm', mit Höhen und Tiefen...

Und da, so denken wir, sind wir schon bei einem deutlichen Stück polyamorösen Wünschen und auch bereit uns darauf einzulassen. Nun muss sich nur etwas aufbauen...
*******a74 Frau
408 Beiträge
Eine Beziehung bedeutet erst mal mehr als eine Freundschaft + … Es ist ein Versuch eine echte Beziehung und Partnerschaft zu führen und damit viel mehr Verbindlichkeit.

In meinem Fall wäre aber hier von Anfang an trotzdem kein Exklusiv-Versprechen mehr, denn wenn ich mich verliebe kann es sein das es noch jemanden zusätzlich geben könnte.

Das Wort Offene Beziehung wird meist nur als offen für sexuelle Abenteuer definiert. Ich selber ziehe diese Grenze nicht, denn man weiß nie wie sich etwas entwickelt. Emotional bin ich der Polyamorie fähig …

Freundschaft + ist somit bei mir meist das beständigste überhaupt, denn seltsamerweise wollen die meisten Männer zwar die Freiheiten für sich selber aber nicht für die Partnerin. Das Missverhältnis sieht man ganz gut bei der Anzahl an geheimen Affairen.

*sonne*
*********eganz Paar
208 Beiträge
Wir unterscheiden ganz klar zwischen emotionaler Treue und sexueller Treue.

Mit meiner Frau gilt das Konstrukt "Feste Beziehung" - nur, dass wir uns nebenbei auch mit anderen Sexualpartnern treffen. Ob F+ oder ONS ist dabei unerheblich.

Die Priorität hat dabei stets der Partner.
***en Mann
4.064 Beiträge
Es muss nicht immer einen Unterschied geben,Poly Veranlagt zu sein kann auf jeden Fall ein Argument für eine Öffnung sein
*****s42 Mann
11.806 Beiträge
Zitat von *******a74:
denn seltsamerweise wollen die meisten Männer zwar die Freiheiten für sich selber aber nicht für die Partnerin. Das Missverhältnis sieht man ganz gut bei der Anzahl an geheimen Affairen.
Nun, die meisten Fremdgeher haben nichts dagegen, dass verheiratete Frauen Affairen haben - solange es nicht die eigene Frau ist *zwinker*

Und ich bin voll und ganz bei dir:
Man weiß nie, ob und wie sich Gefühle entwickeln - und Liebe ist doch ein sehr schönes Gefühl.
Warum also aufhören, wenn es gerade erst anfängt richtig schön zu werden?
********2012 Paar
5.996 Beiträge
'
Zitat von ******n68:
Grenzen sind immer fließend...

Genau das ist unsere Erfahrung und somit ein wunderbarer Einstieg in das Thema.

Offen ist unsere Beziehung erst mal für Sex mit anderen. Diese Offenheit hat auch bereits Grenzen. Wir haben aus Erfahrung, wann sich Dinge für einen von uns nicht mehr gut und richtig anfühlen können, bestimmte Absprachen getroffen, unter welchen Rahmenbedingungen wir sexuelle Kontakte mit anderen eingehen und pflegen. Das ist nicht in Stein gemeißelt, aber über Wünsche, die ausnahmsweise mal über diesen Rahmen hinaus gehen, muss zuvor geredet werden.

Und dann sind wir ja aber weder herzlos noch wollen wir andere als reine sexuelle Erfüllungsgehilfen benutzen.
Also gehen sexuelle Kontakte zu anderen bei uns in der Regel damit einher, dass sich neben dem Begehren mindestens eine enge Freundschaft entwickelt. Und neben der Freundschaft kann sich auch echte Zuneigung entwickeln oder sogar von Anfang an da sein.

Und da kommen wir für uns ganz klar an die Grenze zur Polyamorie, auch wenn wir sie nicht konkreter beschreiben können.

Was wir dabei nicht wollen, aber das ist erst mal eine rationale Entscheidung auf Grund der bereits gemachten Erfahrungen, dass wir damit im täglichen Zusammenleben mehr verlieren als gewinnen, sind Liebesbeziehung zu anderen, die wir emotional und praktisch unserer Beziehung gleichstellen.

Die Intensität der Zuneigung, die wir dennoch zu anderen Partnern empfinden können und teils auch wollen (wir sind da beide etwas unterschiedlich gestrickt), können wir aber nun mal schwer bewerten oder gar mit den Gefühlen anderer vergleichen, die sich selbst als klar polyamor bezeichnen.
Wir können es schlicht nicht sagen, ob das vielleicht auch Liebe ist und ob sie genauso stark ist, wie andere sich das bei Verwendung dieses Begriffs vorstellen.

Da lässt sich eben schwer eine klare Grenze definieren und es ist mit unterschiedlichen Partnern auch immer wieder anders.

Um aber gar nicht erst falsche Erwartungen bei anderen zu wecken, sagen wir deshalb lieber, dass wir nicht polyamor veranlagt sind und dass das Offene an unserer Beziehung sich nur auf bestimmte Bereiche und Zeiten bezieht.

LG, Fix & Foxy (m)
*******feCH Mann
213 Beiträge
Es wurden schon viele Punkte erwähnt, welche wir als Ehepaar auch unterschreiben können, auch wenn nicht alle in gleichem Masse.

Für mich ist einer der Unterschiede die hierarchische/zeitliche Komponente.
Meine Frau und ich plfegen eine offene Beziehung, wobei unsere Ehe das Zentrum ist und die weiteren Beziehungen dazu kommen und uns bereichern aber keine Priorität geniessen. Wie ein Sport-Partner, welcher einen von uns auch über Jahre begleiten kann, aber eben auch keine Priorität ist.

Das hat nichts mit der Verlässlichkeit gegenüber unseren Aussenbeziehungen zu tun, denn was wir abmachen weiss der andere immer und daher gibt es auch keine kurzfristigen Absagen. Auch haben wir keine Einschränkung betreffned Gefühlen, denn das funktioniert z.B. für mich gar nicht. Wenn ich mit einer Frau längere Zeit eine Bezeihung pflege, und genau diese Stabilität wünschen wir uns auch als Ehepaar, sind automatisch auch Gefühle mit dabei und es entsteht ein gewisses "Commitment". Begrenzt auf Sex muss es nicht sein, ist aber meist das tragende Element. Dazu kommen aber begleitend Abendessen, zusammen in den Ausgang/auf eine Party gehen sowie normalerweise ein intensiver Austausch über das "andere" Leben, welches man in seiner Stammfamilie und dem entsprechenden Umfeld führt. Man lernt sich also weit über die Bettkante hinaus kennen.

Wir würden uns aber nicht Polyamor nennen, denn die zeitlichen Grenzen, welche wir uns als Paar im Rahmen einer Familie setzen, lässt das nicht zu. Eine weitere Komponente der Polyamorie ist die viel grössere Verflechtung des Lebens aller beteiligten Partner. Dies findet bei uns (meist) nicht statt.
*******bre Frau
708 Beiträge
Für mich ist „offene Beziehung“ ein Oberbegriff, den jeder einzeln und als Paar oder mit mehreren definieren muss.
Auf jeden Fall ist es keine monogame Beziehung und auch keine heimliche.
Alles andere - ob es „nur“ gemeinsam oder einsam swingen ist, man sich einzeln mit anderen trifft, man Freundschaften oder Beziehungen pflegt oder sogar Beziehungsgeflechte bei denen alle Beteiligten eine Beziehung miteinander führen ist eine Frage der individuellen Absprachen, Vorlieben und Möglichkeiten.
***en Mann
4.064 Beiträge
Ich mag den Begriff Offene Beziehung überhaupt nicht.
Das klingt immer so als wenn sich jemand einmischen soll.
********2012 Paar
5.996 Beiträge
Wir sind oft vorsichtig mit der Verwendung des Begriffs 'Offene Beziehung', weil er von zu vielen Leuten einfach so verstanden wird, dass da eine ehemals feste monogame Beziehung wohl wegen irgendwelcher schlimmen Probleme nun aus den Fugen geraten und zerrüttet ist, so dass die Beziehungspartner nun prinzipiell auf dem Weg zur endgültigen Trennung sind oder nur noch an einer Alltags-Zweckbeziehung miteinander festhalten, aber tatsächlich nun jeder für sich und, ganz ohne weiter Rücksicht auf den anderen oder auf das bisherige Umfeld zu nehmen, nach neuen losen oder festen Partnern und nach Vergnügungen oder gar einem ganz neuen Leben suchen, um Ihre bisherige Beziehung und Ihren ursprünglichen Partner letztlich damit und dadurch zu ersetzen oder gar endlich davon errettet zu werden... *zwinker*

LG, Fix & Foxy (m)
***en Mann
4.064 Beiträge
@********2012 ..
So kann man das durchaus auch sehen.
*******feCH Mann
213 Beiträge
Zitat von *******bre:
Für mich ist „offene Beziehung“ ein Oberbegriff, den jeder einzeln und als Paar oder mit mehreren definieren muss.
Auf jeden Fall ist es keine monogame Beziehung und auch keine heimliche.
Alles andere - ob es „nur“ gemeinsam oder einsam swingen ist, man sich einzeln mit anderen trifft, man Freundschaften oder Beziehungen pflegt oder sogar Beziehungsgeflechte bei denen alle Beteiligten eine Beziehung miteinander führen ist eine Frage der individuellen Absprachen, Vorlieben und Möglichkeiten.

Da stimme ich dir nicht ganz zu, denn der Oberbegriff wäre für mich die nicht-monogame Beziehung um damit auszudrücken, dass keine sexuelle Exklusivität gefordert/vorhanden ist.

Du hast mir aber einen Punkt in Erinnerung gerufen, welchen ich in meinem obigen Beitrag vergessen hatte. Eine offene Beziehung impliziert für mich auch die Freiheit jedes einzelnen zu entscheiden, mit wem er Sex hat und auch in welchem Rahmen. Ein klassisches Swingerpaar, welches eben (nur) gemeinsam untewegs ist, geht bei mir nicht unter offene Bezeihung durch, aber als nicht monogam lebendes Paar. Offen verstehe ich auch als offen für die eigenen Entscheidungen.

Als Nebensatz: Ja, jeder soll seine eigenen Entscheidungen treffen können, allerdings trägt jeder auch die Verantwortung dafür. Wenn die Entscheidungen nicht im Wohlwollen zur existierenden Beziehung gefällt werden, ist das wohl nicht so klever und kann durchaus auch negative Konsequenzen für diese Beziehung haben. Aber ehrlicherweise, das ist auch in anderen Bereichen des (normalen) Lebens so.
********2012 Paar
5.996 Beiträge
Zitat von ***en:
@********2012 ..
So kann man das durchaus auch sehen.

Ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Wer so schlimm und falsch über offene Beziehungen denkt, dass das eben grundsätzlich nur bereits gescheiterte Beziehungen sein können, und sich dann auf jemanden einlässt, der in einer harmonischen und glücklichen offenen Beziehung lebt, in der es den Partnern an nichts mangelt, die keinesfalls beendet werden soll und in der keine Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Partner an der Tagesordnung ist, der wird bestenfalls schnell durchschaut und eines Besseren belehrt oder wird im schlimmsten Fall nur Chaos und Probleme stiften, wo bisher keine waren.

Und genau deswegen überlegen wir uns sehr genau, wem gegenüber wir diesen Begriff überhaupt verwenden.

LG, Fix & Foxy (m)
***en Mann
4.064 Beiträge
@********2012 ..
Wo habe ich das erwähnt,das eine OB aus einer gescheiterten Beziehung Resultiert?
Ich habe lediglich Euren Ausführungen zugestimmt
Wir sind Uns doch hier alle einig,daß die eigene Beziehung absolut in Takt sein sollte um so etwas durchzuziehen.
*******bre Frau
708 Beiträge
Zitat von *******feCH:
Zitat von *******bre:
Für mich ist „offene Beziehung“ ein Oberbegriff, den jeder einzeln und als Paar oder mit mehreren definieren muss.
Auf jeden Fall ist es keine monogame Beziehung und auch keine heimliche.
Alles andere - ob es „nur“ gemeinsam oder einsam swingen ist, man sich einzeln mit anderen trifft, man Freundschaften oder Beziehungen pflegt oder sogar Beziehungsgeflechte bei denen alle Beteiligten eine Beziehung miteinander führen ist eine Frage der individuellen Absprachen, Vorlieben und Möglichkeiten.

Da stimme ich dir nicht ganz zu, denn der Oberbegriff wäre für mich die nicht-monogame Beziehung um damit auszudrücken, dass keine sexuelle Exklusivität gefordert/vorhanden ist.

Du hast mir aber einen Punkt in Erinnerung gerufen, welchen ich in meinem obigen Beitrag vergessen hatte. Eine offene Beziehung impliziert für mich auch die Freiheit jedes einzelnen zu entscheiden, mit wem er Sex hat und auch in welchem Rahmen. Ein klassisches Swingerpaar, welches eben (nur) gemeinsam untewegs ist, geht bei mir nicht unter offene Bezeihung durch, aber als nicht monogam lebendes Paar. Offen verstehe ich auch als offen für die eigenen Entscheidungen.

Als Nebensatz: Ja, jeder soll seine eigenen Entscheidungen treffen können, allerdings trägt jeder auch die Verantwortung dafür. Wenn die Entscheidungen nicht im Wohlwollen zur existierenden Beziehung gefällt werden, ist das wohl nicht so klever und kann durchaus auch negative Konsequenzen für diese Beziehung haben. Aber ehrlicherweise, das ist auch in anderen Bereichen des (normalen) Lebens so.
Eine nicht-monogame ist für mich eben eine offene Beziehung 🤷🏼‍♀️
Diesen Ansatz Swinger, die zu zweit unterwegs sind als im Gegensatz dazu feste Beziehung zu bezeichnen (gerne auch mit Auf- und Abwertung verbunden) finde ich albern.
Das ist offen, weil man eben nicht monogam lebt, that easy.
Eine polyamore Beziehung im Gegensatz grenzt das darauf ein, dass es mehrere Parallele Beziehung gibt, gerne auch kreuzweise.
*******feCH Mann
213 Beiträge
Zitat von *******bre:
Eine polyamore Beziehung im Gegensatz grenzt das darauf ein, dass es mehrere Parallele Beziehung gibt, gerne auch kreuzweise.
Aber bitte nicht vergessen, auch wenn eine polyamore Beziehung meist nicht mongam ist heisst es noch lange nicht, dass in diesem Netzwerk auch eine in meinem Sinn offene Beziehung gelebt wird. Denn es kann durchaus sein, dass dieses Netzwerk die Grenze ist und keine weiteren Aussenbeziehungen zugelassen sind.
********er62 Mann
2.274 Beiträge
Zitat von *******feCH:
Zitat von *******bre:
Eine polyamore Beziehung im Gegensatz grenzt das darauf ein, dass es mehrere parallele Beziehungen gibt, gerne auch kreuzweise.
Aber bitte nicht vergessen, auch wenn eine polyamore Beziehung meist nicht monogam ist, heißt es noch lange nicht, dass in diesem Netzwerk auch eine in meinem Sinn offene Beziehung gelebt wird. Denn es kann durchaus sein, dass dieses Netzwerk die Grenze ist und keine weiteren Außenbeziehungen zugelassen sind.

*genau* - das ist der Inhalt der Kritik von Oliver Schott in seinem Buch "Lob der offenen Beziehung" gegenüber der Polyamorie.
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