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Sollte die Polygamie in Deutschland rechtlich möglich sein?

*****kua Frau
4.376 Beiträge
JOY-Angels 
Gerade aber in den Bereichen Unterhalt, Sorgerecht und Altersvorsorge jedoch hilft auch eine solche Vollmacht nichts da eben doch noch immer große Unterschiede zwischen M und W gemacht werden.

Und daher: wie viele Unterhaltsverhältnisse zu erwachsenen Ex-Partnern kannst du dir leisten?
********er84 Mann
6.487 Beiträge
@*****kua

Die Frage ist doch erst einmal ob es sich um Unterhalt für den Ex Partner oder für Kinder handelt.

Des weiteren gibt es politische Gedanken um sowas wie ein Bürgergeld woraus sich auch weiter Entwickelt denken lässt, dass dieses sich auch im Bereich von Unterhaltszahlungen auswirken würde bzw. diese sogar unnötig machen würde.

Zum Thema des Kindesunterhalts habe ich ja bereits etwas geschrieben.

Wie im vorangegangenem Post schon geschrieben muss sich einiges im gesamtem Sozial und Rechtssystem verändern und tatsächliche Gleichheit hergestellt werden.

Einmal abgesehen davon, dass es hier nicht darum geht wie viele Unterhalte ich oder irgendwer sonst hier leisten kann, kann ich dir zumindest so viel zu mir sagen, in meinen poly Partnerschaftszeiten hat jeder seinen Teil zur Gemeinschaft beigetragen und das nicht z.B. jeder X € sondern in % vom Geld eines jeden an der Beziehung, bei mir sogar in einem Haupthaushalt, ,beteiligten Personen. Doof gesagt haben wir mit sozialem Menschenverstand unsere Leben und Möglichkeiten geteilt. Zumindest ich kann von mir sagen das wenn mich jetzt eine meiner Exen um Hilfe, im Ernstfall auch Finanziell, bitten würde ich ihr auch nach meinen Möglichkeiten helfen würde. Ich nenne das soziales Gewissen denn ich hatte in der Gemeinsamen Zeit Einfluss auf die Entwicklung von ihr und ihrem Leben wo für zumindest ich bereit bin Verantwortung zu tragen.

Vielleicht hilft es der Gesellschaft auch wenn sich unser Denken einmal mehr weg von Geld / Kapital im Denken bewegt und mehr Menschlichkeit statt Bürokratie ins Handeln kommt.
*****kua Frau
4.376 Beiträge
JOY-Angels 
Welchen Vorteil soll dann die Zivilehe deiner Meinung nach überhaupt bringen?
*********Soul
49 Beiträge
Themenersteller 
@*****kua

Es ist nicht Aufgabe dieses Themas dich über die aktuelle Rechtslage in Deutschland aufzuklären. Dafür nutze doch bitte die vielfältigen Informationsquellen des Internets.

Auch geht es in diesem Thema nicht um Sinn oder Unsinn der Ehe. Jeder Mensch darf frei entscheiden, wie er leben möchte und dazu gehört auch die Entscheidung zivilrechtlich zu heiraten. Niemand muss sich dafür vor dir rechtfertigen.
*****kua Frau
4.376 Beiträge
JOY-Angels 
*g* das schaffe ich schon selber, Danke.
Aber wenn man die Vielehe schon einfordert, will ich gerne auch wissen, wie man sich das dann praktisch vorstellt.
********er84 Mann
6.487 Beiträge
@*****kua

Wie @*********Soul
es schon schrieb ist es eigentlich nicht das Thema hier über das wie ist das Recht und wie muss es sein zu Diskutieren, dennoch aber bekommst du ne Antwort von mir, denn irgendwie gehören deine Fragen ja doch im weitesten Sinne dann mit zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Themas.

Zum einem währe eine zivilrechtliche Eheschließung dann der für Ämter und Behörden Gültige Nachweiß welche Personen gemeinsam in einer Lebensgemeinschaft leben und für einander Sorge tragen. Was somit das gleiche ist wie jetzt nur eben nicht mehr rein auf 2 Personen beschränkt.

Auf der anderen Seite die Gegenfrage:

Wofür bedarf es einer zivilrechtlich anerkannten Ehe (egal ob mono oder poly) wenn es ein Sozialsystem gibt bei dem wirklich alle gleich sind und mit dem zum Leben notwendigem und ohne Zukunftsängste versorgt währen?

Ich sage immer, meine Liebe braucht keinen Stempel vom Amt und eine ehe würde für mich rein aus wirtschaftlichen Gründen eine Option sein. Genau da liegt auch für mich der Knackpunkt, ich muss eine zivilrechtliche Ehe mit 1 Partnerrin schließen denn sonst werde ich auch trotz aller Liebe zu meiner Partnerrin nicht mit Verheirateten in Recht und Finanzen gleichgestellt und wenn sich mehr als 2 Menschen Lieben und für einander Sorge tragen wollen ist dieses rechtlich nicht nur nicht möglich sondern aktuell sogar unter Strafe verboten. Dieses Verbot ist es was ich ins Besondere stark anprangere.
*****kua Frau
4.376 Beiträge
JOY-Angels 
Um diese zweifelhaften “rechtlichen und finanziellen” Privilegien genießen zu dürfen, musst du ja auch Verpflichtungen eingehen. Daher bleibt die Frage: für wie viele erwachsene Menschen kannst du Unterhalt garantieren? Oder was bedeutet dann zivilrechtlich “Füreinandersorgetragen”?

Da kommt halt nix Konkretes von den Befürwortern der Vielehe - außer, dass der Staat qua Bürgerversicherung einsteht. Aber das täte er ja auch bei Unverheirateten. Woraus rechtfertigen sich dann Steuervorteile?
*********Soul
49 Beiträge
Themenersteller 
Zum Thema Unterhalt kann ich dir von meiner Seite aus nur soviel sagen, dass ich darüber nicht nachgedacht habe als ich geheiratet habe, dass ich darüber nicht nachgedacht habe als ich mit meinem Ex-Mann Kinder gezeugt habe, und dass ich trotz Scheidung auch zukünftig nicht darüber nachdenken werde. Ich habe da scheinbar eine etwas andere Lebenseinstellung als du.
*****kua Frau
4.376 Beiträge
JOY-Angels 
Du fragtest:
Sollte die Polygamie in Deutschland rechtlich möglich sein?
In Zeiten des kulturellen Wandels, frage ich mich, ob nicht auch das möglich sein sollte. Wie steht ihr dazu?

Ich frage seit meinem ersten Beitrag, welche Privilegien die Zivilehe mit einem oder mehreren nach den Vorstellungen der Befürworter mit sich bringen soll und welche Verpflichtungen sich konsequent daraus ergeben sollen. Da kam bis jetzt nur Geschwurbel.
*********Soul
49 Beiträge
Themenersteller 
Das liegt daran, dass wir schon allein diese Fragen anders interpretieren.
********er84 Mann
6.487 Beiträge
und ich stelle die Gegenfrage warum sollten 1:1 Ehen wirtschaftlich und rechtlich bevorteilt werden wenn doch alle gleich sind und gleiche Rechte haben sollten?

Auch ist es vielleicht allgemein Sinnvoller vor der Kinderplanung nicht zu Überlegen ob man eine Unterhaltszahlung von wem bekommt sondern sich klar zu machen das es immer Situationen geben kann wo man sich alleine um das gezeugte Kind kümmern muss. Das kann nämlich auch ohne Trennung / Scheidung durch z.B. Unfalltod ereignen. Wenn man sich bei der Kinderplanung tatsächlich Gedanken um Unterhalt macht / machen muss ist das für mich ein Zeichen das Kinder in der Gesellschaft nicht den Stellenwert haben und es bei bedarf da genug Unterstützung gibt. Keiner, Mutter, Vater oder Kind sollten in einem Sozialsystem sich sorgen / Gedanken um den Unterhalt von Kindern und deren Bildung machen müssen.

Wenn es also rein Punkte von Unterhalt und Finanzen sind die Gründe für eine rein monogame Ehe sind, sind wir also an dem Punkt das nur Heiraten darf und Kinder Bekommen darf der auch reich genug ist / genug Geld auf Tasche hat?

In meinen Augen ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft wenn Finanzielle Möglichkeiten entscheiden wer mit wem eine Beziehung führt oder wer mit wem ein Kind zeugt.

Warum also sollten Monogame Ehen einen Vorteil in Recht und Finanzen geben und Lebensgemeinschaften mit mehreren Partnern bekommen diese Vorteile nicht? Gleichberechtigt ist doch was anderes.
*****kua Frau
4.376 Beiträge
JOY-Angels 
Wenn es also rein Punkte von Unterhalt und Finanzen sind die Gründe für eine rein monogame Ehe sind, sind wir also an dem Punkt das nur Heiraten darf und Kinder Bekommen darf der auch reich genug ist / genug Geld auf Tasche hat?

Ich finde es schon naheliegend, persönlich die Gründung einer eigenen Familie an eine stabile und selbstständig tragfähige ökonomische Lage zu knüpfen, ja *g*
*********Soul
49 Beiträge
Themenersteller 
Boah, was für eine krasse Einstellung. Und du hast eine Glaskugel, die dir dein Leben voraussagt? Eine, die dir versichern kann, dass du dein ganzes Leben in einer tragfähigen ökonomischen Lage verbringen können wirst?

Sorry, aber das ist mittlerweile sowas von weit weg vom eigentlichen Thema. Es wäre schön, wenn du dich einfach aus diesem Thema zurück ziehst.
******835 Frau
56 Beiträge
Finde zwar grundsätzlich das bestehende Modell der Ehe völlig überholt, es gibt die Ehe aber noch. Darum wäre ich tatsächlich dankbar, könnte ich es mit meinem Freund auch offiziell machen. Zwar sorgt mein mir offiziell angetrauter dafür das mein Freund zu mir mit auf Intensivstation dürfte oder wir sprachen auch schon über Beerdigung, da sind sich die beiden einig. Aber rechtlich alles viel zu schwammig, da wünsche ich mir tatsächlich Sicherheit.

Ganz grundsätzlich finde ich Rituale eine wichtige Sache, sich im Kreise von "Zeugen", sprich Menschen die einem wichtig sind, zueinander zu bekennen, ist etwas das ich als sehr schön empfinde. Wobei uns daran nichts hindern würde.
********er84 Mann
6.487 Beiträge
Bei den angesprochenen Punkten ist die GVV (General und Vorsorge Vollmacht) etwas das die Rechtssicherheit herstellt und dem Bevollmächtigtem sogar mehr rechte gibt als ein Ehegatte sie vom Gesetzgeber her hat.

die GVV gibt nur nicht die Finanziellen Vorteile die eine Ehe gibt und das Sorgerecht für Kinder ist damit auch nur begrenzt eingeschlossen da der zweite Leibliche Elternteil da noch weiter sein Recht behält. Genaueres wird dir da aber dein Notar / Rechtsanwalt zu erläutern können.
*********Soul
49 Beiträge
Themenersteller 
Die GVV mag vieles auf der praktischen Seite regeln können, aber für mich geht es bei dieser Frage auch um Toleranz und Gleichberechtigung.
Daher frage ich mich, ob es nicht ein guter Einstiegspunkt wäre, die Polyamorie/Polygamie unter dem Gesichtspunkt der Anti-Diskriminierungsgesetze zu betrachten und sie darin zu integrieren. Ich möchte die Monogamie nicht abschaffen, sie ist nur eben nicht für jeden passend. Und für mich ist es einfach an der Zeit, dass auch die unterschiedlichen Beziehungsformen in die öffentliche Aufmerksamkeit rücken.
********er84 Mann
6.487 Beiträge
OK, unter dem Gesichtspunkt der Diskreminierung habe ich das so noch nicht betrachtet auch wenn die Ungleichheit mich schon stört.

Das nun mal mit dem Blickwinkel zu betrachten das Partnerschaften die nicht als monogame Ehe gelebt werden ja benachteiligt und somit diskriminiert sind halte ich auf jeden Fall für einen Ansatz mit dem man zu mehr öffentlicher Diskussion anregen könnte.

Dazu würde es dann doch Sinn machen einmal die Antidiskreminierungsstelle des Bundes anzuschreiben und diese Betrachtung dort vorzutragen.
******_63 Frau
20 Beiträge
Hallo,

tolles Thema. Da ich ganz neu in der Gruppe bin, kann ich erst jetzt einsteigen.

Ich hab hier einiges gelesen zum Für und Wider, zu Rechtsproblemen, etc.

Meine Überzeugung ist, dass es Zeit ist, dass es neben der Zweierehe weitere Formen geben sollte. Im Grunde ist es ja möglich ohne rechtliche Absicherung zu mehreren zusammen zu leben. Doch spätestens wenn in so einer Verbindung Kinder geboren werden, dann sollte hier auch eine rechtliche Absicherung möglich sein.

Dazu kommt de Aspekt der gesellschaftlichen Anerkennung. Die standesamtliche Ehe ist ja nicht nur eine Rechtsform. Sie wird ja im Grundgesetz als besonders schützenswert ausgewiesen und nach meinem Verständnis sollten auch Beziehung mit mehr als 2 Personen diesen Stellenwert haben.
*********illy Frau
74 Beiträge
Ich finde es wäre an der Zeit, dies nicht mehr als schlimm anzusehen.

Wie oft bekommt man böse Blicke oder Kommentare weil man polyamor lebt?
Viel zu sehr leider.

Mein Mann und ich leben poly und sind verheiratet, jedesmal bekommen wir zu hören, das ist nicht gut für unsere Kinder, wir sollen doch Mal überlegen was wir ihnen damit antun.

Naja viel mehr liebe und Zuneigung und ein offenes leben wie man es sich wünscht.
Das schebken wir ihnen.
Und ich würde mir wünschen dass es zur Normalität gehört.
****_77 Mann
185 Beiträge
Aber die Polyamorie ist rechtlich möglich... sie wird ja nicht verfolgt oder bestraft. Jedoch wird sie nicht so unterstützt wie die Ehe und die "klassische Familie ", wobei ja viele Leistungen eher den Kindern zustehen.

Ich glaube: es gibt gute Gründe, warum man gerade beim Nachwuchs gemeinsame Rechte nicht ausdehnen kann. Das weiß jeder, der sich mit jahrelangen Streitsituationen unter Erbengemeinschaften auseinandersetzt. Es muss rechtlich immer jemanden geben, der auch Verpflichtungen (soziale Absicherung, Unterhalt fürs Kind usw.) eindeutig übernimmt.

Ansonsten kann man rechtlich viel auf individueller Vertragsbasis lösen... zum Beispiel Besuchs- und Betreuungsrechte im Krankheitsfall etc.

Man sollte sich aber nicht von der Illusion blenden, dass gleichberechtigte Partner*innen auch gleichberechtigt Pflichten übernehmen könnten, wenn es um Unterhalt und ähnliches geht. Auch monogame Partnerschaften kennen die vielen Gerichtsstreitigkeiten nach Trennungen. Das würde noch komplizierter, je mehr Menschen involviert sind.

Bei Erbengemeinschaften ziehen sich Rechtsstreitigkeiten zum Teil über Jahre hin, ohne dass jemand über das Erbe verfügen kann. Das sollte Mahnung genug sein.
*******horn Frau
925 Beiträge
Tatsächlich soll mit der geplanten Reform des Sorge- und Umgangsrechts einiges leichter werden, wenn es z.B. um die Wahrnehmung des sog. kleinen Sorgerechts für Stiefelternteile oder andere erwachsene Erziehungsbeteiligte geht.

Damit versucht man allen Patchwork-Formationen gerechter zu werden und da fallen ja auch Polyküle drunter.
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