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Das 24 Stunden Experiment - ein Auszug meiner Geschichte!

**********_Faun Paar
809 Beiträge
Themenersteller 
Das 24 Stunden Experiment - ein Auszug meiner Geschichte!
Es ist ruhig.
Natürlich – reden ist ja nicht erlaubt. Nie. Was meine Nachbarn rechts von mir aber nicht davon abhält, sich doch ein wenig auszutauschen und entsprechend leise miteinander flüstern, den Wärtern dies jedoch nicht verborgen bleibt.
„Nummer 10 und Nummer 11: RUHE! Es ist ihnen nicht erlaubt miteinander zu sprechen. Sie haben doch die Regeln bekommen und gelernt!“ Eine Wärterin kommt und übergibt ihnen 2 Zettel mit den Verhaltensregeln, welche sie jetzt nebenbei auswendig zu lernen haben, was im späteren Verlauf auch immer wieder abgefragt wurde.
Die leeren Teller werden wieder eingesammelt und ich starre erneut an die Decke wie alle anderen auch - wieder warten. Das ist eh eine der Hauptaufgaben als Gefangener, dass man sich auf auf der Matratze rücklings zu legen hat und warten soll.
Und fast wie von mir erwartet erscheinen daraufhin 2 Wärterinnen an meiner Zelle und fordern mich auf aufzustehen und mitzukommen. Diesmal sind es aber die NVA-Frau von der Entkleidestation, die mir Schmuggel von Gras vorgeworfen hatte, zusammen mit der (vermeintlichen) Psychologin, da sie als Einzige der Warterinnen weiß trägt.
Wieder geht es nach oben, wieder nackt, wieder in dieselbe Verhörkammer.
Und wieder beginnt mein Verhör von vorne.
• Nummer 17, sie sind vom Gericht für schuldig befunden worden, eine Frau gekidnappt zu haben!
• Boah, ich hab das doch schon alles ihren Kolleginnen gesagt, dass ich UNSCHULDIG…
• NUMMER 17! Bleiben sie gefälligst sachlich und ruhig! Antworten sie angemessen oder wir werden gleich andere Maßnahmen ergreifen!
• Jawohl, Frau Strafvollzugsbeamtin! Also – ich war das nicht. Das ist ein Irrtum!
Sichtlich genervt versuche ich trotzdem möglichst höflich zu bleiben.
• Sie behaupten also, die Justiz macht Fehler? Das bezweifle ich doch stark. Sie lügen doch!
Ich erkenne schnell, mein kurz zuvor eingenommenes Essen hatte eindeutig mehr Nährwert als die gegenwärtige Unterhaltung mit diesen bornierten und voreingenommenen Wärterinnen! Eindeutig. Egal was ich auch sage, mir wird mein Wort im Mund umgedreht und fällt auf mich zurück.
• Sie überfallen und fesseln eine Frau, werfen diese in ihren Kofferraum aber vergessen, dass sie von der Polizei angehalten worden sind?
• Sehr wohl kann ich mich daran erinnern, dass ich von der Polizei angehalten worden bin. Während meiner Marinezeit in Bremerhaven vor 25 Jahren etwa. 2 Mal sogar. Aber nicht am 20.2.2015, Strafvollzugsbeamtin.
Da kommt mir eine Idee.
„Was für ein Wochentag war das denn?“ frage ich neugierig, denn dieser steht nicht in dieser komischen Feststellung zur Sache.
"Das war ein Mittwoch." will mir die Psychologin weismachen.
‚Hah!‘
"Aber dann KANN ich es gar nicht gewesen sein, Frau Strafvollzugsbeamtin! Weil ich aufgrund meiner Arbeit bis vor gut 3 Jahren zu dem Zeitpunkt von Montags bis Donnerstags immer auf Montage war, Frau Strafvollzugsbeamtin" fahre ich in einem leichten Anflug von größenwahnsinnigem Triumph fort.
• Was für ein Auto fahren sie denn beruflich? will die NVA-Frau mit einem Ausdruck stoischer Gelassenheit nun wissen.
• Ich FUHR einen T5 zu diesem Zeitpunkt. Vollbeladen mit Werkzeug und Material für die zu reparierenden Apparate, Frau Strafvollzugsbeamtin!
• Und dann haben sie abends das Hotel verlassen und die Frau gekidnappt.
• Nein, das habe ich nicht, da mein T5 vollgepackt ist. Da kann niemand drin liegen. Außerdem heißt es doch, dass mit ‚meinem’ Auto, also mein Honda Civic, der Überfall gewesen sein soll.
• Dann wissen sie aber bestimmt noch, in welchem Hotel sie an dem Abend waren und haben auch eine Rechnung davon.
• Nein, Frau Strafvollzugsbeamtin!
• Also ich kenne das so, dass man auf Montage immer dasselbe Hotel über einen langen Zeitraum hat. Stimmen sie mir da zu, Frau Kollegin?
„Da bin ich ganz ihrer Meinung.“ bestätigt die Psychologin.
Mein Größenwahn ist wieder auf Null gesunken.
Entsprechend genervt von dieser willkürlichen Schikane erkläre ich mich weiter.
• Das ist in meinem Fall nicht möglich. Meine Arbeit verlangte es, dass ich fast täglich mein Hotel gewechselt habe.
• Aber die Firma hat ihnen dann doch das Hotel zugewiesen.
• Nein, Frau Strafvollzugsbeamtin. Die Hotels haben wir uns selbst ausgesucht, da manchmal um 20 Uhr der Innendienst erst Recht nicht mehr zur Verfügung stand meiner Firma. Wir haben uns selber darum gekümmert. In den gut 5 Jahren war ich vermutlich in ca. 400 verschiedenen Hotels untergebracht. Wie soll ich mich da ein Hotel eines einzigen Abends erinnern, Frau Strafvollzugsbeamtin? Und die Rechnungen sind auch alle bei meiner alten Firma, die musste ich einreichen für die Abrechnung, Strafvollzugsbeamtin.“
Wie ein glitschiger Aal gebe ich ein Argument nach dem andern heraus, um mich aus dem Verhör herauszuwinden und um die „Beweismittel“ als absurd darzustellen.
• Aber wenn ich sie mir so anschaue, dann sind sie schon in der Lage, eine Frau zu überwältigen. Sie sind ja von recht muskulöser Statur.
• Nun ja, mal rein hypothetisch betrachtet: also WENN ich zur angegeben Nacht mit meinem privaten Auto unterwegs gewesen WÄRE, dann HÄTTE ich bestimmt die Möglichkeit gehabt, eine Frau zu überwältigen, zu fesseln, knebeln und in meinen Kofferraum zu verfrachten.
…Wie hoch wäre denn die Strafe, wenn ich es denn getan hätte, Frau Strafvollzugsbeamtin?“
• Nun, dann würden sie ihre gerechte Strafe erhalten, dass wir noch passend für ihre Rehabilitierung angleichen müssen.
• Aber da ich das nicht getan habe, Frau Strafvollzugsbeamtin, dürfte ich auch keine Strafe bekommen! Und meine Figur – nun, das kommt von meinem Sport, Frau Strafvollzugsbeamtin!
• Lassen sie das Hypothetische sein, kommen wir zurück zu den Tatsachen!... Was für Sport?
• Kampfsport. Ich mache Thaiboxen seit über 20 Jahren, Frau Strafvollzugsbeamtin!
Zum ersten Mal blickt die NVA-Frau während des gesamten Verhörs nun zur Seite.
• Frau Kollegin, wir haben hier 2 echte Probleme. Erstens, wir haben es hier mit einem ziemlich gefährlichen Insassen zu tun, der zweitens auch noch renitent leugnet. Wir sollten augenblicklich seine Lage ändern zu unserer eigenen Sicherheit!“
• Das sehe ich genauso.
Sofort tritt die Psychologin an mich heran und drückt mich nieder.
• Auf den Boden mit ihnen – hinlegen Nummer 17! Und jetzt stellen sie sich vor, SIE sind gerade in einem Kofferraum gefangen. Machen sie sich kleiner!
Beide Wärterinnen stehen nun über mir und zwingen mich zu einer Embryostellung. Die NVA-Wärterin hat sich Panzertape gegriffen und wickelt es mir stramm um die Hände.
‚Okay, das ist gut, das kann man im Zweifel leicht durchreißen dank der Hebelwirkung. Je enger umso besser.‘ Die Füße werden natürlich auch umwickelt.
„So, Nummer 17, ich habe hier Wahrheitsklammern. WENN sie die Wahrheit sagen sollten, was ich aber stark bezweifle, dann färben sich die Kugeln von rot-blau in gelb-grün!“
‚Waaas?? Jetzt wird es aber Hanebüchen! Seit wann können kleine Glöckchen einfach so die Farbe ändern? Mit Wasser in Verbindung vielleicht. Aber trocken? Das ist Willkür!‘
Dann spüre ich den ersten Schlag. Und wieder einer...
Während der Schläge auf meinen Körper werde ich dabei immer wieder nach dem Geständnis gefragt, jedoch weigere ich mich unnachgiebig die „Wahrheit“ zuzugeben und bleibe vehement bei meiner Version.
Mittlerweile ist auch die Rothaarige vom ersten Verhör mit anwesend. Ich schaue kurz nach oben und sie streckt mir mit einem „Buh“ die Zunge raus.
Zu dritt werde ich jetzt gepeinigt.
Abwechselnd wird mir nun mit einem gummiüberzogenen Rohrstock auf den Hintern sowie knapp über meiner Kniescheibe geschlagen – manche davon tun ganz schön weh, andere Schläge sind dagegen gut erträglich. Bis ich plötzlich mit dem Stock in meine Rippen gepiekst werde.
Ich zucke und gluckse auf.
‚Verdammt, das hat gekitzelt.‘, was den Wärterinnen nicht verborgenbleibt und nun beginnen, meine Schwäche gezielt auszunutzen!
Eine schlägt, die andere kitzelt, die dritte behält mich in ihrer Zange zwischen ihren Beinen!
• Los, gestehen sie Nummer 17. Bisher hat sich nichts verfärbt an den Kugeln!
• Nummer 17 hat eindeutig gelogen.
Ich kann es kaum aushalten! Vor allem das Kitzeln ist am fiesesten! Ich muss immer wieder laut auflachen, was die Wärterinnen nur befeuert weiter zu machen.
„Ich… bin… unschuldig…“ gebe ich lachend und „Aua“-rufend von mir.
Bisher war ich ja noch brav, aber jetzt reicht’s mir langsam und fange an mich zu wehren. Ein wenig. Wieso sollte ich auch freiwillig stillhalten, wenn man mich kitzelt, ich mich andererseits aber aus den Fesseln befreien könnte!?
Ich einem kurzen „RATSCH“ reiße die Hände auseinander und drücke meine Arme von meinem Körper, um die Beine der Wärterin über mir auseinander zu bringen. Sie kann nicht dagegen halten, versucht es aber.
• Guck dir das an. Der hat Staatseigentum zerstört. ruft die eine Wärterin empört.
• Das ist Brauchmaterial. erwider ich lachend und werde wieder zusammengedrückt.
• Frau Kollegin, wir sollten den Häftling noch zusätzlich knebeln. Vielleicht wickeln wir das Tape mehrmals um seinen Kopf.
‚Doofe Idee – das könnte ich dann nicht mit der Zunge mal eben wegmachen.‘
Zu meinem Glück entscheidet man sich nur zu einem kleinen Streifen Klebeband über meinen Mund. Mein Bart und meine Spucke verhindern aber den erhofften Effekt, sodass der Klebestreifen nicht lange am gewünschten Platz verharrt. Die Wärterinnen machen mit ihrem „Verhör“ dennoch unbeirrt an mir weiter. Wieder werde ich geschlagen und gekitzelt und leider habe ich nicht genug Arme, um alle meine empfindlichen Stellen vor den Angriffen zu schützen.
Auf jeden Fall haben die Wärterinnen ihren Spaß mit mir.
Und ich auch.
Irgendwie…
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